Tomaten [Solanum lycopersicum]


Botanischer Name
Solanum lycopersicum
Pflanzenkategorie
Tomaten - Einleitung

Allgemeine Informationen

Solanum lycopersicum (früher Lycopersicon esculentum). Nachtschattengewächse.

Solanum lycopersicum, Tomaten
Tomaten
Bild: Botanikus
Tomaten - Aufzucht und Lebenszyklus

Boden

Humoser, kräftig gedüngter, durchlässiger, tiefgründiger, warmer Lehmboden, kalkhaltig, feucht, locker, neutral, um pH 6, viel Sonne, aber keine glühende Hitze. Am besten geeignet ist Kompost. Er ist am wirkungsvollsten, wenn er nur halbverrottet, aber durchgehend schwarz gefärbt ist. Die ehemalige Gewebestruktur kann noch zum Teil erhalten sein. Genügend Kalk sollte immer vorhanden sein, die Früchte schmecken dann besser. Temperaturen über 30° sollten die Tomaten nicht längere Zeit ausgesetzt sein. Die Tomaten wurzeln bis über 1 m tief in der Erde, deshalb mindestens zwei Spaten tief lockern. Oder einen Graben, einen Spaten tief und zwei Spaten breit ausheben, und den unteren Teil der Pflanze mit Wurzelballen dort entblättert hineinlegen. Unter den Wurzeln einige Brennesseln zur Unterstützung des Wachtums hineinlegen. Den oberen Teil ganz vorsichtig hochbiegen und anbinden. Diese Maßnahme empfiehlt sich vor allem, wenn die Tomaten zu früh ausgesät wurden und geil geworden sind. In jedem Fall bilden sich innerhalb weniger Wochen Adventivwurzeln am unteren Teil mit der Folge, dass die Pflanze danach schnell Höhe gewinnt und reichhaltige Früchte ausbildet. Sie kann zweitriebig kultiviert werden. Man sollte jedoch immerhin darauf achten, daß nur rote Früchte angebaut werden (Lycopin). Häufeln Sie im Frühsommer etwa 10 cm hoch Erde an die Tomatenpflanzen. Sie bilden dann neue Wurzeln und nehmen mehr Nährstoffe auf. Natürlich wachsende Tomaten sollten mit dicker Mulchschicht angehäufelt werden, veredelte Pflanzen dürfen es nicht.

Starkzehrer, jedoch sollte erst nach Fruchtansatz stärker gedüngt werden, sonst verzögert starkes Wachstum Fruchtansatz und -reife. Besonders Gewächshaustomaten benötigen wegen der höheren Ernte viel Dünger, jedoch wenig Stickstoff.  Ggf. in kühler Witterung eine Folienkonstruktion rund um das Tomatenbeet anfertigen. Keimtemperatur 18°, Nachttemperatur 16°, Tagestemperatur um 22° zur Aufzucht. Gelbe Sorten und amerikanische Tomaten benötigen manchmal 20 - 22° Keimtemperatur. Samenkörner mit Baldrianblütenextrakt 15 - 20 Min. beizen oder mit Humofix. Beete vor der Pflanzung mit Schachtelhalmbrühe gießen. Nur die kräftigsten Pflänzchen verwenden, das ergibt optimale Erträge.

Lage

Sonnige, geschützte Lage, z.B. unter einem Dachvorsprung gegen Einnässung durch Regen. Vor Mauer in Südlage günstig.

Solanum lycopersicum, Tomaten gesamt
Solanum lycopersicum, Tomaten gesamt
Bild: Botanikus

Aufzucht

Die beste Aussaatzeit für Freilandtomaten ist zwischen dem 25.- 30.3., für warme Gewächshäuser Aussaat E 2, für kalte M 3. Bei früherer Aussaat vergeilen sie und tragen später weniger Früchte. Tomaten benötigen viel Licht, deshalb muss bei früher Anzucht für ausreichendes (künstliches) Licht gesorgt werden. Anzuchterde, später die Jungpflanzen und das Beet mehrmals mit Schachtelhalmbrühe überbrausen.

Jungpflanzen sollten gedrungen und stämmig sein mit Blütenansatz. Das ist zu erzielen durch hellen Standort und Herausstellen ins Freie während der warmen Tagesstunden. Nur zurückhaltend düngen, wenig Stickstoff. Erst mit Blütenbeginn wird die Düngung durch Kompost erhöht.

Auspflanzung nach den Eisheiligen. Löcher 25 cm tief ausheben, unteres Blattpaar entfernen, die Pflanze tiefer als vorher, z.B. 6 cm tiefer, als sie im Topf gestanden haben, und den Wurzelballen schräg setzen. Jungpflanzen sollten immer bis zum ersten Blattpaar in den Boden kommen, auf den Grund des Pflanzloches sollte man immer eine Handvoll Brennesselkraut legen. Kompost, Knochen- und Hornmehl oder Guano in das Pflanzloch geben, ggf. mit einigen Senfkörnern. Bei Frostgefahr Baldrianblütenextrakt spritzen. Pflanzung auf Hügelbeet oder Erdhügel vorteilhaft. Ebenso die Benutzung von Wellstäben mit Rechtsdrehung, dadurch entsteht Saftstauung und damit erhöhter Ertrag. Pflanzabstand 60 x 80 - 100 cm, Buschtomaten 40 x 50 cm. Mistdüngung oder halbverrotteter Kompost vorteilhaft, außerdem Rinderdung, Horn-Blut-Knochenmehlmischung (Nicht mehr erlaubt für Garten), Guano, Gesteinsmehl, Holzasche. Zusätzlich Brennesseljauche/Beinwelljauche gemischt (alle 2 Wochen) und Tomatenjauche aus ausgegeizten Trieben bis zwei Wochen vor der Ernte. Chloridhaltiger Dünger gilt als schädlich, andererseits soll gem. holländischen Forschungen Salzwasser zu schnittfesten, lange haltbaren Tomaten mit besserem Aroma führen. Ab Juli benötigen die Pflanzen alle 3 - 4 Wochen einen Kaliumdünger (Comfrey-Dünger, Symphytum off. oder peregrinum). Man sollte die Tomatenpflanzen direkt gießen. Neben die Pflanze einen Blumentopf eingraben, das verhindert Pilzbefall.

Solanum lycopersicum, Tomatenblüte
Solanum lycopersicum, Tomatenblüte
Bild: Botanikus

Bei Gefahr von Korkwurzelkrankheit und Nematoden (Gewächshaus!) empfiehlt es sich, die Tomaten auf einer resistenten Unterlage zu veredeln ähnlich den Gurken. Außerdem reifen die Tomaten schneller und erhöht sich der Fruchtertrag, siehe Veredlungsunterlagen für Gemüse. Wenn der Boden gut vorbereitet ist, sollte erst dann wieder gedüngt werden, wenn die Fruchtbildung beginnt. Immer mulchen. Beste Mulchschicht: Brennessel- und Beinwellkraut, angerotteter Kompost sowie Stroh in dicken Lagen. Mulchfolie ist ebenso geeignet. Auch eine Weißkleedecke unter den Tomaten soll sich bewährt haben.

Keine stickstoffbetonte Düngung. Verrotteter Rindermist 5 kg per qm ist vorteilhaft, sonst reichlich Kompost. Hauben aus geschlitzter Folie. Einreihig in N-S-Richtung ziehen oder im Kreis um einen Komposthaufen herum.

Ein Regendach ist immer vorteilhaft, es schützt vor Krankheiten, die durch häufigen Regen gefördert werden. Tomaten wollen immer denselben Standort behalten. Bei Krankheiten ist jedoch ein Ortswechsel angezeigt. Nach dem Auspflanzen nur mäßig gießen, um die Wurzelbildung anzuregen. Viel Sonne und Wärme. Tomaten gehören zu den Wind- und Selbstbestäubern, im Gewächshaus mehrmals in der Woche gegen Mittag oder bei Sonne schütteln wegen besserer Befruchtung. Die Pollen lösen sich bei hoher Luftfeuchtigkeit schlecht von den Staubgefäßen. Dasselbe gilt für Tomaten unter Reifehauben. Sie sollten sowieso bei Sommerbeginn entfernt werden. Bei Fruchtbildung sind häufige, aber mäßige Wassergaben notwendig, die Früchte werden dadurch aromatischer. Durch unregelmäßiges Gießen besteht die Gefahr, dass die Früchte platzen, besonders Obsttomaten. Sind die Schalen fehlerhaft, beruht das wahrscheinlich auf Schwankungen der Temperatur.

Höchstens zwei Triebe stehen lassen, allenfalls drei, immer ausgeizen (mit der Hand ausbrechen), sobald diese Nebentriebe 5 - 10 cm lang sind, nur nicht bei den Buschtomaten, aber auch die Triebe an der Spitze von Blütenständen entfernen. Die ausgegeizten Triebe können verjaucht und als Dünger oder zur Vertreibung von Schadinsekten verwendet werden: Kräuterbrühen, -jauchen, -tees, - Tomatenjauche. Ist ein Achseltrieb schon sehr groß geworden, ist es besser, nur dessen Triebspitze zu entfernen, dadurch werden große Wunden vermieden und mehr Blattansatz erzielt. Möglichst bei warmer, trockener Witterung ausgeizen, damit sich die Wunden schnell schließen. Eintriebig gezogene Pflanzen haben frühe Ernten und die größten Früchte, die Pflanzen sind auch gesünder.

Man kann im Gewächshaus auch starke Pfähle einschlagen, diese mit einem Draht am oberen Ende verbinden und von dort Bindfäden zu den Tomatenpflanzen ziehen und unter dem ersten Blattpaar mit einer losen Schlaufe befestigen, die den Zuwachs berücksichtigt. Die Bindfäden werden vom Boden aus mehrmals um den Mitteltrieb geschlungen. Sonst raue Stäbe benutzen, das Band mit Knoten daran befestigen und um die nächste untere Verzweigung der Tomate schlingen, damit bei Fruchtbildung eine Zugentlastung für den schwachen Haupttrieb entsteht. Nur 4 - 6 Fruchtstände (im Gewächshaus bis 6-8) je nach Sorte stehen lassen, dann bei etwa 150 cm die Spitze abschneiden und alle neuen Fruchtstände ausbrechen (Mi/E 8). Nur Wurzelbereich gießen, niemals die Blätter, Wasser muss angewärmt sein. Mulde aus Erdreich um die Tomaten formen oder Blumentöpfe zum Gießen ins Erdreich einlassen. Hügelbeete sind vorteilhaft, auch Pflanzung auf Erdwällen, damit wird Krankheiten vorgebeugt, die durch feuchte (Boden-)Luft begünstigt werden, und die Reife verfrüht. Untere Triebe bis 40 cm Höhe abbrechen, sobald sie den Boden berühren. Das verbessert die Ventilation und damit die Bestäubung, beschleunigt die Fruchtreife und vermindert Krankheiten. Das gilt besonders für Pflanzen im Gewächshaus. Im Juni ist Anhäufeln von Vorteil.

Für die Versorgung der Tomaten im Gewächshaus sollten kalireiche, organische Flüssigdünger (Bio Trissol Tomatendünger) geeignet sein. Aufwandmenge 10 ml/1 L Wasser. Nur noch sehr gering morgens gießen im September, je nach Lage 2 - 3 l Wasser pro Pflanze in der Woche.

Auch Tomaten können in Töpfen oder Kübeln gezogen werden, am besten eintriebig. Nach und nach werden die unteren Blätter entfernt, so dass etwa 40 cm frei bleiben. Das verbessert die Ventilation und verringert Pilzbefall. Am besten haben sich standfeste Pflanzkästen oder Keramik- bzw. Plastikkübel mit Abzug dafür bewährt. Der Kübel sollte ausreichend groß sein mit Abzug, etwa 40 x 40 cm. Optimal ist ein Erdgemisch aus halbverrottetem Kompost, Lehm, Sand und Kalk (Basaltmehl) oder auch Blumenerde, Gartenerde mit Lehmanteil, Sand, Kalk und viel Humus, z.B. Fertigkompost. Ggf. kann fehlender Lehm durch Bentonit ersetzt werden. Kalk und Lehm sorgen für Wohlgeschmack. Je nach Höhe der Tomaten und der Situation auf dem Dachgarten gibt man ihnen einen Stab zum Anbinden oder baut ein Gerüst, an dem sie mittels Bindfaden wie im Gewächshaus nach oben wachsen können. Die Anzahl der Fruchttrauben sollte auf 4 - 5 begrenzt bleiben. Eine Überdachung wäre optimal. Ggf. können die Tomatenkübel auch auf bewegliche Untersetzer gestellt und vor Regen durch Umsetzen geschützt werden. Sonst bediene man sich der gegen Tomatenfäule etwas widerstandsfähigeren Sorten wie De Berao, Phantasia und Philovita. De Berao benötigt wegen ihrer enormen Wuchskraft aber viel Raum. Wegen Düngung, Bewässerung usw. siehe Gemüse, Salate - Tomaten. Die Kübelerde muss ständig gleichmäßig feucht gehalten werden, sonst platzen die Früchte; das Wasser muss abgestanden und lauwarm sein, kein Regenwasser verwenden wegen etwaiger Pilzgefahr. Gedüngt wird regelmäßig mit organischem oder speziellem Tomatendünger, falls möglich, auch mit Brennessel-/Beinwelljauche.

Wenn sie nicht reifen wollen, Brennesseljauche und Beinwelljauche 1 : 20 mit einer Handvoll Holzasche über der Erde ausgießen oder eine überreife Banane in die Pflanze hängen. Das Reifegas Ethylen sorgt für schnelle Rötung. Eine rote Folie auf der Erde soll gemäss wissenschaftlicher Untersuchungen Ertrag und Wachstum stimulieren: Trifft langwelliges, dunkelrotes Licht auf ein bestimmtes Protein der Tomate, so entnimmt die Pflanze daraus, dass andere Tomatenpflanzen schon reife Früchte gebildet haben und strengt sich auf das Äußerste an mitzuhalten (Folie bei Pötschke). Immer erst die Tomaten pflücken, wenn sie voll ausgefärbt sind. Sie bleiben bei 13 - 18° und hoher Luftfeuchte zwei Wochen frisch. Ideal sind 21° am Tag und nicht unter 19° bei Nacht.

Der Blütenansatz und damit die Früchte sind stärker, wenn die Tomate rechts um die drei Bodenhalter gewunden wird. Ist die Tomate noch sehr klein, kann man sie um den ersten Bodenhalter herumwinden, dann, sobald sie etwas größer ist, wird auch der zweite Bodenhalter umzingelt, bis am Ende die ganze Tomatenpflanze um jeweils drei Bereiche sich schräg nach oben windet. Kurz vor Ende der Saison sind die Tomatenpflanzen unten meist schon verkahlt. Sie brauchen dann die oberen Blätter dringend, um den Stoffwechsel in Gang zu halten. Deshalb sollte man die Spitze des Haupttriebes nicht kappen.

Tomaten lieben es, immer wieder denselben Platz zu erhalten, vor allem bei biologischer Düngung ist das auch möglich. Das gilt weniger für Gewächshäuser, dort muss die Erde alle paar Jahre ausgetauscht werden. Bei Wurzelkrankheiten sollte die Anbaustelle besser gewechselt werden.

Die Jemen-Methode: Zwei Hügel aus Pferdemist, Rinderdung und Kompost 40 cm hoch anlegen mit 60 cm Zwischenraum. Die Mulde dazwischen mit 2 cm dicker Lehmschicht auskleiden. Die Tomatenpflanzen wachsen auf den Hügeln. Den lehmgestampften Zwischenraum füllt man morgens mit Wasser. Das bewirkt eine Fruchtbarkeit von oftmals 1 Zentner per 3 Pflanzen.

Gewerblich werden Hummeln als Bestäuber in Gewächshäusern eingesetzt. Diese Methode ist sehr bewährt. Gegen Ameisen im Gewächshaus soll Pelargonium abrotanifolium wirksam sein. Noch besser ist aber das Zusammenwirken von Basilikum und Rainfarn, wobei dieser vor beide Türen angepflanzt wird. Das Basilikum wird längs der Innenlinie angebaut.

Im September Gießen einstellen. Über die Pflanzen mehrmals Molke oder Magermilch 1 : 1 spritzen, das stärkt sie, verbessert das Wachstum und gibt Schutz vor Viruskrankheiten, in der ersten Wachstumshälfte 1 x wöchentlich.

Zwar reifen sie nach, bleiben dann immer etwas fade. Je weniger ausgereift sie sind, desto wärmer sollten Tomaten lagern. Beginnt die Rotfärbung gerade, sind 12 - 15° richtig. Für ausgefärbte Früchte das auf 8° C bis 10° C temporierte Gemüsefach. Aber selbst dort leidet das Aroma. Optimal ist ein dunkler Raum mit 14 - 16° Lufttemperatur.

Ernte

Solanum lycopersicum, Tomaten grün
Solanum lycopersicum, Tomaten grün
Bild: Botanikus

Ernte ab 8. Außer den Geiztrieben muss die Pflanze alle Blätter behalten. Werden sie entfernt, vermindern sich Haltbarkeit, Festigkeit, Nährstoffgehalt und Geschmack der Früchte, es erhöht sich aber der Säureanteil. Auch auf das Entspitzen der Freilandtomaten sollte man verzichten. Fehlen die oberen meist noch gesunden Blätter, können die Pflanzen nicht mehr ausreichend assimilieren. Bei Frostgefahr oder spätestens Ende September die gesamte Pflanze mit grünen Tomaten ausreißen, Wurzeln und Blätter entfernen und im Haus bei Dunkelheit, Wärme (optimal 25°, mindestens 16°, höchstens 34°) und hoher Luftfeuchtigkeit nachreifen lassen. Man hängt sie kopfüber an eine Wäscheleine o.ä. Das verlängert die Ernte bis Weihnachten. Nicht neben Kohl lagern, dessen Gerüche werden übertragen. Oder grüne Tomaten in Körbe zusammen mit einigen Äpfeln, Verhältnis 6 : 1, legen und anschließend die Körbe mit lichtundurchlässigem Material (Schwarzfolie) einpacken oder Zeitungen über die Tomaten legen. Einmal täglich die Umhüllung öffnen zum Luftaustausch. Innerhalb 2 Wochen sind die Tomaten rot. - Halbreife Tomaten können in Torf aufbewahrt werden. Kiste mit Ölpapier auslegen, trockenen Torf hineinschütten und dazwischen die Tomaten, die sich nicht berühren dürfen. Als Abschluss wieder eine Schicht Torf. - Tomaten mit Stiel halten sich besser.

Der Bio-Gärtner empfiehlt: Auf eine Tischplatte, den Fußboden o.ä. mehrere Lagen Zeitung legen, darauf die Tomaten mit Äpfeln gemischt ausbreiten und Zeitungen darüber legen, dabei müssen die oberen Zeitungen insgesamt eine Art Haube bilden mit nach unten umgelegten Kanten, damit das Reifegas sich nicht so schnell verflüchtigen kann. Diese Methode ist übersichtlich und erlaubt es, reife und faul werdende Tomaten auszusortieren.

Der Bio-Gärtner empfiehlt: Die beste Art der Nachreifung: Die Pflanze auf dem Beet belassen, umlegen auf ein Brett und einen Wanderkasten darüber stellen. Bei Frostgefahr abdecken mit Schilfmatten o.ä. Sie sind durch den Erdverbund aromatischer als die abgepflückten Früchte.

Die vorbeschriebene Nachreifung funktioniert nur, sofern die Tomaten nicht Temperaturen unter 8° ausgesetzt waren. Grüne Obsttomaten werden bis Weihnachten noch rot. -

Überhaupt sollten Tomaten wie alle Nachtschattengewächse nur vollreif gepflückt und gegessen werden, sie haben dann einen höheren, ausgewogenen Zucker- und Säureanteil. Überreife Tomaten haben viel Zucker und wenig Säure, sie schmecken fade. Normale Aufbewahrung bei Temperaturen um 12° optimal. Eingekaufte Tomaten nur in einem dunklen Raum aufbewahren. Verbesserung der Tomaten beim Lagern: Fingerhut.

Wer größere Früchte haben will, muss die Dolde auf 4 - 5 Blüten beschränken. Auch das Gießen mit Knoblauchbrühe (2 Zehen mit Knoblauchpresse ausquetschen, in 10 l Wasser über Nacht ziehen lassen, alle 14 Tage) soll den Geschmack erheblich verbessern, die Beigabe von Algenmehl ebenfalls.

Tomaten können aus ausgegeizten Trieben vermehrt werden. In feuchte Erde stecken und feucht halten, später zwischen Kohl pflanzen o. ä. Tomaten können auch gegen den Kohlweißling eingesetzt werden. Der Samen ausgereifter Tomaten kann in den nächsten Jahren zur Anzucht verwendet werden. Das Fruchtfleisch sollte entfernt sein, in ihm sind Substanzen, die die Keimung hemmen. Aber auch mit Fruchtfleisch getrocknet gelingt die Anzucht. Hybriden enttäuschen meist.

Angegeben ist außerdem die Anbauweise, wenn sie in einem etwa dreißig Zentimeter hohen Rundumgerüst hochgezogen werden. Danach bleiben sie kleiner als vorher deklariert, weil sie durch das Gerüst an Gesamthöhe verlieren.

Tomaten strömen Ethylen aus, dehalb nicht zusammenlegen mit Beerenobst, Zitrusfrüchten, Kohl und Gurken.

Die normale Farbe ist das rote Lycopin. Es gibt aber noch einige andere: In gelben oder orangenfarbenen bestimmt das Carotin das Aussehen. Daneben mischen noch mit: Anthocyane (blau), Xanthophylle wie Lutein (Gelborange) und Zeaxanthin (Orangegelb). Orangefarbene Tomaten enthalten Carotin und Prolycopin. - Das Lycopin sollte unser Hauptziel sein.

Menschlicher Urin ist ein ausgezeichneter Dünger für Tomaten. Das haben Versuche eines Forscherteams um Surendra Pradhan von der Universität Kuopio (Finnland) gezeigt. Mit Urin gedüngte Pflanzen lieferten viermal mehr Tomaten als ungedüngte Pflanzen, berichten die Wissenschaftler im Journal of Agricultural and Food Chemistry. Damit sei der Urin fast ebenso effektiv wie Kunstdünger. Eine Mischung aus Urin und Holzasche liefere einen fast ebenso hohen Ertrag und vermeide die Übersäuerung des Bodens, so die Forscher.

Lagerung

Tomaten nicht im Kühlschrank aufbewahren, Aroma und Süße gehen weitgehend verloren.

Nachbarschaften-Mischkultur

Mischkultur mit

  • Basilikum (Krankheiten abwehrend durch Wurzelausscheidungen, gegenseitige Duftverstärkung),
  • Borretsch,
  • Brennesseln (bekämpft Pilzfäule),
  • Dill (geschmacksverbessernd, hält Krankheiten fern),
  • Garten-/ Kapuzinerkresse (lockt Nutzinsekten an),
  • Knoblauch (hält Krankheiten fern), Kohl (bes. Weiß- und Blumenkohl gegen Blattfleckenkrankheiten),
  • Kohlrabi,
  • Mais,
  • Majoran (verbessert Aroma),
  • Möhren, Mohn (lockt Nutzinsekten an),
  • Neuseeländer Spinat,
  • Petersilie (verbessert Geschmack, hält Krankheiten fern),
  • Pfefferminze (regt Wachstum an),
  • Porree,
  • Radies,
  • Rettich,
  • Ringelblumen (halten Krankheiten fern, fördern das Wachstum, locken Nutzinsekten an, halten Nematoden ab),
  • rotblättriges Basilikum (schützt Tomaten vor Befall),
  • Salat,
  • Schnittlauch,
  • Sellerie (geschmacksverbessernd, ertragssteigernd),
  • Spargel,
  • Spinat,
  • °Tagetes (Bodennematoden),
  • Waldmeister verdrängt Unkraut durch seine Wurzelausscheidungen,
  • °Zinnien (Bodennematoden),
  • Zwiebeln, speziell Mischkultur mit Sellerie und Blumenkohl.

Fördert den Wuchs: 1 : 20: Knoblauch, Kürbis, Lauch, Petersilie, Sellerie, Tomaten (Geiztriebe) und Zwiebeln.

°Keine Hochzuchten verwenden, nur niedrige, ungefüllte Blumen!

 

Als Nachbarn vermeiden:

  • Erbsen,
  • Erdbeeren,
  • Fenchel,
  • Kartoffeln,
  • Paprika,
  • Rote Bete,
  • Rotkohl,
  • Sonnenblumen,
  • Zuckermais.

Fruchtfolge-Fruchtwechsel

Buschbohnen, Indianernessel, Kamille, Luzerne, Radies und Spinat fördern als Vorfrucht Aroma und Wachstum.

Gartenkresse und Gelbsenf (abschneiden und als Mulch liegen lassen) sind ebenfalls gut geeignet.

 

Tomaten - Anfälligkeit für Pflanzenkrankheiten


Tomaten - Sorten/ Unterarten

Sorten 1

 

Solanum lycopersicum, rote Tomaten
Solanum lycopersicum, rote Tomaten
Bild: Botanikus

Resistente und tolerante Gemüsesorten:

  • Agro F 1 (Pötschke, Sperli-Müller). Eine mittelfrühe Tomate für den Anbau im Garten und Gewächshaus. Die typisch italienische San Marzano Flaschentomaten mit ca. 90 g schweren, süßen Früchten, die sich vielseitig verwenden lassen. Ideal zum Grillen, Kochen, Einlegen oder für Salate. Höhe ca. 1,50 m. Agro F 1 hat eine hohe Standardresistenz gegen die Krankheiten Tomatenmosaikvirus, Verticillium (Welke) und Fusarium. Biologisches Saatgut. Mit Sonne oder halbschattig. Längliche Frucht.
  • Amati F 1. (Pötschke). Eine der frühesten Stab-Tomaten.
  • Aphen F 1 (Pötschke) Berner Rose, Nezüchtung. Feine Süße. Stabtomate.
  • Beaorange F 1, veredelt. Neue, orangefarbenen Fleischtomate mit sehr gutem Geschmack. 7 - 10.
  • Belriccio F 1 (Kiepenkerl, TOM). Die roten Früchte eignen sich besonders gut für die Verwendung in der Küche. Hocharomatisch, fruchtig und saftig-süß - ein wahrer Genuss. Die wüchsigen Pflanzen sind robust und widerstandsfähig. Sie liefern auch bei einer engen Fruchtfolge enorm hohe Beträge. Dies gilt vor allem für Standorte, an denen schon oft Tomaten gestanden haben. Veredelt.
  • Bolzano F 1 (Kiepenkerl), orange Strauchtomate, besonders fruchtig. Besonders aromatisch im Geschmack ist diese leuchtend orange Tomate mit schnittfesten Früchten. Sie ist von Natur aus widerstandsfähig.
  • Conqueror F 1. (TOM). Veredelt. Neue Spitzenzüchtung in unserem Sortiment. Auch Pflaumentomate genannt (90 - 100 g). Mehltauresistent 7 - 10.
  • Corazon F 1 (Pötschke, Sperli-Müller). Von Spitzenköchen empfohlen für Salate und Tomaten-Mozarella. Sie können auch grün geerntet werden, sie reifen problemlos nach. Typ Ochsenherz. Die Früchte sind groß, uniform, saftarm, süß, mit wenig Kernen und einem Gewicht von über 100 g. Höhe 150 cm. Corazon F 1 ist resistent gegen Tomatenmosaikvirus.
  • Corianne F 1 (Kiepenkerl), sie ist ein sehr aromatische und ertragreiche Flaschentomate, die dadurch sehr attraktiv ist. Von Feinschmeckern hoch geschätzt. Gut geeignet zum Grillen, Kochen, Einlegen, für Salate oder zur Herstellung von Tomatenmark. Diese besonders ertragreiche Züchtung im Typ der süditalienischen Flaschenform ist eine echte Zierde und ein Ereignis bei jeder Gartenparty. Die schnittfesten 12 - 25 cm langen Früchte mit festem Fleisch schmecken herrlich aromatisch. Corianne gedeiht an geschütztem Standort im Freiland, im Frühbeet und im Gewächshaus. Sie ist von Natur aus widerstandsfähig.
  • Cornabel F 1, (Pötschke). Eine neue Andenhörnchen-Tomate. Sie ist rot und langgestreckt.
  • Country Taste F 1, (Pötschke). Riesenfleischtomate mit gerippten Rekordfrüchten. Bis zu 600 g schwer können die Früchte von Country Taste werden. Doch hier stimmen nicht nur Größe und Ertrag, sondern auch die Fruchtqualität und Geschmack. Die Fleischtomaten bleiben auch noch in voller Reife schnittfest und überzeugen durch typisches, kräftiges Tomatenaroma. Prima zum Grillen oder als Salattomate. Biologisches Saatgut.
  • Caprese. (TOM). Mundgerechte Früchte. Sie haben für Italien die mundgerechte Flaschentomaten. Sie sind geeignet für frische Salate.
  • Cupido F 1 (Kiepenkerl, TOM). Veredelt. Leckere Gourmetdatteltomate mit kleinen, zuckersüßen Früchten. Die Veredelung bietet sicheren Schutz vor bodenbürtige Krankheiten und fördert eine reiche Ernte.
  • Dasher F 1 (A&S, Kiepenkerl, Pötschke, TOM), süß ist der Geschmack der pflaumenförmigen Kirschtomaten. Stabtomate. Köstliche Nasch- und Salattomate. Perfekt ausgefärbte Früchte, die leuchtend rot glänzen, sind das Besondere an dieser Tomatensorte. Die knackig-süßen Früchte von 20 - 30 g sind besonders schmackhaft und machen aus dieser Tomate eine Delikatesse.
  • Delizia F 1 (Sperli-Müller), Tomate im gefurchten Typ Marmande mit orangeroten Früchten und grünem Kragen. Die Früchte werden bis zu 200 g schwer und haben einen exzellenten Geschmack. Höhe ca. 150 cm. Delizia ist resistent gegen den Tomatenmosaikvirus und gegen die Fusariumwelke.
  • Diplom F 1 (Kiepenkerl, Pötschke), sehr frühe Stabtomate mit hervorragendem Aroma und großen schnittfesten Früchten. Widerstandsfähig gegen Krankheiten. Aromatisch, auch für das Freiland. Bio-Saatgut.
  • Dolce Vita F 1 (Kiepenkerl, TOM), Kirschtomaten sind besonders aromatisch. Die kirschgroßen, leuchtend roten Früchte dieser Neuzüchtung schmecken besonders intensiv und süß-aromatisch. Sie sind an langen, perfekt geformten Früchten Rispen aufgereiht und deshalb ein echter Blickfang in jedem Garten, vor allem aber bei der Kultur in Gefäßen auf Balkon und Terrasse. Die Pflanzen sind von Natur aus resistent gegen viele Tomatenkrankheiten, zum Beispiel gegen Samtflecken und Nematoden. Veredelt. Biologisches Saatgut.
  • Dominica F 1, veredelt. Diese veredelte Schlangengurke ist sehr ertragssstark, vital und widerstandsfähig gegen Krankheiten. Sie bildet besonders lange Früchte und ist sehr resistent gegen Echten Mehltau. Die Veredelung bietet Schutz gegen bodenbürtige Krankheiten.
  • Durinta F 1. Hildsamen.de.
  • Exxtasy F 1. (Pötschke). Die orange Tomate, die auch schmeckt.
  • Fantasio F 1 (Sperli-Müller, Pötschke) ist hochtelerant gegen die Kraut- und Braunfäule, bei Sperli ab 2007. Die aromatischen Früchte werden 180 - 200 g schwer, sind leicht abgeflacht und wohlschmeckend. Höhe ca. 150 cm. Fantasio F 1 ist hochtolerant gegen die Kraut- und Braunfäule Phytophthora infestans.
  • Fiaschetto. (Quedlinburger). Topftomate. Ertragreiche Busch- und Balkontomate. Resistenzen gegen den Tomatenmosaikvirus, Fusarium 1 - 2.
  • Flavance F 1 (Kiepenkerl, TOM). Vital-Tomate, dunkelrote Weiterentwicklung der Geschmackstomate Maranello mit Lycopin, Anthocyan und Carotinoiden, die alle den freien Radikalen entgegenwirken. Verbesserter ausgezeichneter Geschmack, mit tiefrot gefärbtem Fruchtfleisch, resistent gegen Samtflecken und den Echten Mehltau. Veredelt. Eignet sich hervorragend für Saft.
  • Fourstar F 1 (Kiepenkerl), Ochsenherztomate, auffällige Neuanzucht mit herzförmigen Früchten. Auffällige Neuzüchtung mit großen, herzförmigen Früchten von 150 - 250 g. Die aromatischen Früchte enthalten viel saftiges Fruchtfleisch und sind beliebt in der italienischen Küche. Von Natur aus widerstandsfähig.--
  • Hamlet F 1. Biologisches Saatgut von Hildsamen.de
  • Harzglut. (Quedlinburger). Stabtomate. Sehr früh reifend, kann genutzt werden zum Frischverzehr. Resistent gegen Tomatenvirus und Cladosporum.  Platzfeste Früchte bis 80 g. Sie ist geeignet für die trditionelle Züchtung und auch für das Gewächhaus. Resistenzen ggegen den Tomatenmosaikvirus und Cladosporium.
  • Hellfrucht. (Sperli-Müller).

Sorten 2

  • Johannisbeertomate (Quedlinburger). Sie ist einfach süß. Sie ähnelt einer Johannisbeere nicht nur in der Größe, sondern auch in der Süßigkeit. Es ist eine Wildtomate aus den Anden, als Naschobst muß sie einen Platz im Garten haben. Sie wächst sehr üppig und ist besonders widerstandsfähig gegen Krankheiten, auch gegen die gefürchtete Braun- und Krautfäule.
  • Kalimba F 1 (Sperli-Müller), die Früchte sind groß (150 - 180 g), von ausgezeichneter Qualität und wohlschmeckend. Geeignet für den Anbau im Gewächshaus, Tunnel und Freiland. Höhe ca. 150 cm. Kalimba F 1 ist resistent gegen Tomatenmosaikvirus, Fusarium 1 und 2 und Tomatenwelke.
  • Luxor F 1 (Sperli-Müller), Riesenfleischtomate mit bis zu 300 g schweren Früchten. Mittelfrüh. Höhe 150 cm. Luxor F1 ist resistent gegen Verticilliumwelke, Fusariumbodenpilze, Wurzelnematoden, Alternariastammfäule und Stemphylium.
  • Maestria F 1 (Pötschke), unempfindlich gegen Braunfäule, besonders für Freiland. Sie besitzt die höchsten Toleranzen gegen Kraut- und Braunfäule. Sehr große Früchte. Veredelt. Sonne, Topf.
  • Maranello F 1 (Pötschke, TOM-Garten), Aromatomate, Spitzenzüchtung mit vielen schnittfesten Früchten. Sie enthalten sehr viel mehr an Lycopin und natürliches Vitamin C 1.
  • Matias F 1 (Kiepenkerl, TOM). Eine große, sehr aromatische, frühe Fleischtomate mit hohem Ertrag. Diese Sorte zeichnet sich aus durch ihren robusten Wuchs. Ideal auch für Erdkulturen. Besonders schnittfest, platzfest und lange haltbar. Widerstandsfähig gegen viele Tomatenkrankheiten, wie z.B. Samtflecken. Höhe 150 cm, Juli - Oktober. Veredelt.
  • Matina (TOM-Garten), er ist gut für Bio-Saatgut.
  • Moravi F 1. Biologisches Saatgut von Hildsamen.de
  • Myrto F 1 (TOM-Garten, Pötschke). Widerstandsfähig gegen die Braunfäule. Myrto ist sehr kompakt, gut für Anfänger und Fortgeschrittene.
  • Olivade (Quedlinburger). Eiertomate. Eine moderne Züchtung gegen Tomatenmosaikkrankheiten, Fusarium und Nematoden. Die eiförmigen Früchte können an der Pflanze ausreifen. Sie haben dickes Fleisch und wenig Saft. Die Eiertomaten sind frisch gepflückt sehr lecker und hervorragend im Geschmack. Die Pflanzen sind sehr ertragreich.
  • Phantasia F 1 (Kiepenkerl, TOM-Garten) Ausgezeichnete Qualität. Die Stabtomaten sind resistent gegen viele Tomatenkrankheiten wie Kraut- und Braunfäule sowie dem Echten Mehltau. Phantasia ist eine normalgroße, schnittfeste Sorte, wie man sie in jedem Haushalt liebt. Die flachrunden, dreikämmigen Früchte sind appetitlich, glänzend und leuchtend rot. Die ca. 1,50 m hohen Pflanzen eignen sich für Freiland und Gewächshaus. Phantasia ist sehr kompakt, gut für Anfänger und Fortgeschrittene.
  • Philona F 1. (TOM). Veredelt. Neue, ertragreiche, frühe Qualitätssorte mit gutem Geschmack. 7 - 10. Sonne.
  • Philovita F 1 Cherry Kirschtomate (Kiepenkerl, Pötschke, TOM-Garten).
    Philovita F1
    Philovita F1
    Bild: Botanikus
    Eine phytophtoraresistente (Braunfäule) Sorte. Sie soll der Kraut- und Braunfäule widerstehen. Höhe bis 4 Meter. Die Früchte sind zahlreich, erreichen ein Gewicht von 20 g und sind hervorragend im Geschmack. Es bestehen weitere Resistenzen gegen die wichtigsten Tomatenkrankheiten.
  • Picolino F 1 (A&S, Kiepenkerl, Pötschke, TOM-Garten), Cocktailtomaten sind resistent gegen Samtflecken und Nematoden. Gewicht 30 - 40 g. Das kräftige Aroma dieser frühreifenden, mittelgroßen Traubentomate läßt keine Wünsche offen. Veredelt. Gut für Salat.
  • Pink Wonder F 1. (Pötschke). Dunkelrosafarbene 'Beafsteak-Fleischtomate' mit Geschmack und Qualität.
  • Printo F 1 veredelt. Die Früchte sind 15 - 17 cm lang, glatt und dunkelgrün. Bei 3 cm Durchmesser ist die optimale Erntereife erreicht. Ernte ab 7 - 10.
    Philovita F1 Frucht
    Philovita F1 Frucht
    Bild: Botanikus
  • Pyrus. (Quedlinburger). Fleischtomate. Pyrus ist eine moderne Züchtung. Pilzfeste Früchte. Sie ist resistent gegen die aromatische Braun- und Krautfäule, Verticillium und Fusarium.
  • Ravello F 1 (Pötschke, Sperli-Müller) ist resistent gegen Verticillium-Welke, Fusariumwelke 0, Tomaten-Fleckenkrankheit und Tomatenmosaikvirus. Tomaten sind nur 25 g schwer, haltbar, pflaumengross. Mittelfrüh, Höhe ca. 1,5 m. Ravello F 1 ist resistent gegen Verticilliumwelke, Fusariumwelke 0, Tomatenfleckenkrankheit und Tomatenmosaikvirus.
  • Romana F 1. Hildsamen.de
  • Rubin Pearl F 1 (A&S, Pötschke, Sperli-Müller), Kirschtomate, die kleinen platzfesten Früchte sind ein echtes Geschmackswunder dank des ausgewogenen Verhältnis von Zucker und Fruchtsäuren. Eine gesunde, gegen viele Krankheiten resistente Stab-Tomate für das Freiland oder das Gewächshaus. Die Rispen sind reich besetzt mit 13 -18 cm schweren, leuchtend roten Früchten. Höhe im Freiland 120 cm. Rubin Pearl 1 hat eine hoheStandardresistenz gegen Tomatenmosaikvirus, Verticilliumwelke und Fusariumwelke 1,2.
  • Santasian F 1. (Pötschke). Die ideale Snacktomate. Pflaumenförmige, platzfeste Früchte mit süßem Geschmack. Viele Resistenzen sorgen für gesundes Wachstum. Veredelt.
  • Scarpariello F 1 (). Ertragreiche und aromatische Mini-Busch-Tomate.
  • Serrat F 1, (A&S, Sperli-Müller) eine resistente, mittelfrühe Rispentomate mit einem gesunden Wuchs für den Anbau im Garten und Gewächshaus. Die Früchte werden ca. 110 g schwer, Höhe ca. 1,50 m. Serrat F 1 hat eine hohe Standardresistenz gegen die Krankheiten Tomatenmosaikvirus, Verticillium (Welke) und Fusarium-Welke 0,1. Biologisches Saatgut.
  • Shirly F 1 (Samentraum) eine sehr beliebte früh reifende und gut tragende Tomate. Beste Früchte, mittelgroß und süß. Wächst auch bei kühlerer Witterung. Sehr widerstandsfähig gegen Mosaikvirus, Fusarium, Braunflecken und Mehltau.
  • Sparta F 1 (Pötschke, Quedlinburger). Immer wieder Geschmackstest-Sieger. Sie ist weitgehend platzfest und reift im Herbst gut aus. Die runden Früchte sind 120 g schwer.
  • Sportivo F 1 (Kiepenkerl, TOM-Garten) normalfrüchtige Tomate mit erstklassigem Geschmack. Durch die Veredelung ist die Tomate sehr wüchsig und liefert deutlich mehr Ertrag. Sportivo ist tolerant gegenüber Blütenendfäule. Jede Tomate ein wahrer Genuß. Veredelt.
  • Sweet Million F 1 (Sperli-Müller), ein Multitalent, mit einer schlagkräftigen Ausstattung an Resistenzen. Die Früchte sind platzfest, zuckersüß und haben ein Gewicht von 20 g. Die Höhe beträgt 150 cm. Sweet Million F 1 ist resistent gegen Tomatenmosaikvirus, Fusariumwelke Rasse 1 und Blattfleckenkrankheit.
  • Timos F 1 (Pötschke). Voll gefüllt mit Fruchtfleisch. Am besten vorher Frühbeet.
  • Timotion F 1. (Pötschke). Cocktail-Tomate mit Balance zwischen Süße, Säure und intensivem Aroma.
  • Tomaccio (A & S), wohl der Welt die süßesten und gesündesten Tomatenfrüchte. Wie an der Perlenschnur aufgereiht reifen meist 10 - 15 zuckersüße und einmalig aromatische Früchte an nur einer Rispe. Die Tomaten beinhalten nachweislich einen überproportional hohen Lycopin-Gehalt, sind daher von allerhöchstem Gesundheitswert und mindern sogar das Krebsrisiko. Eine absolute Besonderheit unter den Tomaten. Veredelt. Sonne, Topf.
  • Tomate Nectar F 1 (Samentraum). Süße Konfektionstomate mit viel Ertrag und höchster Resistenz gegen Virus und Welkepilze. Hübsche, runde Früchte als Snack und Deko. Bitte einzeln anpflanzen, riesiger Ertrag im Gewächshaus oder Garten. Aussaat ab März innen.
  • Tomosa F 1. (Pötschke). Wächst ertragreich selbst auf verbrauchten Böden. Biologisches Saatgut.
  • Vanessa F 1 (Pötschke) ist besonders für Freilandanbau geeignet. Bewährte Long-Life-Tomate. Gewicht bis zu 140 g.
  • Vilma (Kiepenkerl), eine besonders ertragreiche Balkontomate für Terrasse, Beete und Töpfe. Braucht wenig Platz. Wenig Pflege, keine Ausbrechen der Seitentriebe und auch keine Stützen. Die vielen roten Früchte sind knackig und schmecken angenehm aromatisch. Diese Tomate ist von Natur aus widerstandsfähig gegen Krankheiten, Kälte und Nässe. Höhe nur 60 cm.
  • Virginia F 1 (A&S), eine Spitzensorte im Hellfruchttyp. Die Pflanzen sind sehr wuchskräftig und setzen unter Garantie Früchte an, entsprechend hoch fällt der Ertrag aus. Höhe 150 cm. Virginia F 1 ist resistent gegen Fusariumwelke, Verticillium und Tomatenmosaikvirus.
  • Vision F 1. (Pötschke). Fleischtomate, wenn es etwas mehr sein darf.
  • Vitella F 1 (Pötschke, TOM-Garten), sehr geeignet für den Freilandanbau. Kein Spritzen gegen die gefürchtete Kraut- und Braunkrankheit. Freiland und Gewächshaus. Veredelt. Sonne, Topf. Vitella ist sehr kompakt, gut für Anfänger und Fortgeschrittene.
  • Zebrino F 1 (Kiepenkerl). Veredelt. Ein echter Hingucker ist diese Tomate mit Zebrastreifen. Ihr süß-fruchtiger Geschmack ist ein wahrer Genuß. Mit vielen gestreiften Früchten und einer tiefroten Innenfärbung.
     
  • Saatplatten. (Pötschke) Bestehend aus Diplom, Ravello und Rubin Pearl.

Tomaten haben nachreifende Früchte.

Tomaten - Verwertung als Nahrung

Inhaltsstoffe

Inhaltsstoffe und Genuss.

Tomaten enthalten viel Vitamine A, B1, B 2, B 6, C (!), Biotin, Folsäure, Niacin, Thiamin, Pantothensäure; Alpha- und Beta-Carotin, Kalium (!), Chlorogensäure, drei wertvolle Fruchtsäuren, Glykoalkaloide, Glykoproteine, Lignin, Lutein, Lycopin (nur in roten Tomaten), P-Kumarin, 10 Spurenelemente (Chrom!), Bor, Eisen, Kobalt, Kupfer, Nickel, Radium und vor allem Silizium; Tyramin, Zeaxanthin. Die ganze Pflanze wirkt gegen Bluthochdruck. Wie bei fast allen Pflanzen sitzen in der Haut besonders viele Wirkstoffe, bei den Flavonoiden ist die Menge 400 bis 500 mal so groß wie im Fruchtfleisch. -

Noch grüne Tomaten enthalten giftige Inhaltsstoffe wie Solanin, Tomatin und Alkaloide. Erst durch die Nachreifung

Solanum lycopersicum, Tomaten rot
Solanum lycopersicum, Tomaten rot
Bild: Botanikus

werden diese Substanzen abgebaut, Solanin wird nicht durch Kochen oder Braten zerstört, wohl aber bei milchsaurer Konservierung abgebaut. Geringe Mengen Solanin werden vom Körper toleriert, z.B. als Marmelade, süß-sauer oder Chutney. Kleine Früchte unter Tischtennisballgröße sollten jedoch wegen ihres hohen Giftgehaltes nicht grün genossen werden. Ab 25 mg Solanin kann man mit Krankheitssymptomen rechnen, ab 400 mg mit Tod. Grüne Tomaten können bis zu 32 mg/100 g enthalten, halbreife nur noch 2 mg/100 g. Bei milchsaurer Verarbeitung der grünen Tomaten sind es nur noch 20 mg/100 g. Seltene Züchtungen wie Green-Zebra-Tomaten haben kaum Solanin.

Grüne Tomaten.

In Italien kann man Camone-Tomaten essen, eine besondere Empfehlung für würzigen Geschmack. Man zieht sie wie eine Stabtomate, die völlig unreifen Früchte haben aber noch das gesundheitsschädliche Solanín. Man wartet mit der Ernte, bis am Blütenansatz die Rotfärbung einsetzt, die Tomaten aber rund um den Stiel aber einen ausgeprägt grünen Kragen aufweisen.

Kirschtomate

Mit einem Fruchtgewicht von gerade mal 15 g ist sie die kleinste ihrer Art. Geschmack intensiv süßlich. Sie ist das perfekte Naschgemüse und schöne Plattendeko auf jeder Party.

Rispentomate

Da sie mit dem Zweig geerntet wird und an der Pflanze ausreift, duftet sie besonders und ist sehr geschmacksintensiv. Sie hat viel Saft und viel Fruchtfleisch, ist somit vor allem für Saucen geeignet.

Fleischtomate

Bis zu 250 g bringt dieses Schwergewicht auf die Wage. Die Sorte 'Ochsenherz' auch gern mal das Doppelte. Am besten entfaltet sich das süß-säuerliche Aroma in Tomatensuppen und -saucen.

Gelbe Tomate

Die ältesten Sorten Europas waren wohl gelb, wie der Name Pomodoro vermuten läßt. Geschmacklich stehen sie ihren Schwestern in nichts nach und sind im Salat eine bunte Abwechslung.

Eiertomate

Namensgeber ist die längliche Form. Sie hat weniger Kerne und läßt sich wegen des festen Fruchtfleisches gut schneiden. Weniger saftreich - dafür aber gut als Brotbelag geeignet.

Zubereitung

Der Bio-Gärtner empfiehlt:

Tomaten sollten ganzjährig genossen werden, im Winter als Saft, das Lycopin ist eines der besten Mittel gegen das Krebsrisiko. Die möglichen Schädigungen durch Nitratbelastung von Gemüse werden reduziert.

Der derzeitige Konsum an Tomaten liegt bei 15 kg/Person, gekauft wurden 10,9 kg je Privathaushalt. -

Im Innern keimen die Tomaten schon u.U., wenn sie zwei Tage in der Zimmertemperatur gelagert haben. Die Früchte werden durch die Keimung nicht verdorben, sondern wie bei einigen anderen Nachtschattengewächsen wachsen sie heran, auch für die Nachzucht.

 

Tomaten - Verwendung in der Medizin

Wirkstoffe

Lycopin, Tryptophan.

Volksmedizin

Tomaten wirken krebsvorbeugend, vor allem ihr Wirkstoff Lycopin. Sie stärken den Magen und werden auch bei Schlankheitskuren und Diabetes-Kost empfohlen. Auch Tryptophan wirkt auf das Serotonin.

Außerdem wirkt der Saft gegen Hunger.

Tomaten - Weiteres Wissenswertes

Abwehr

Tomaten können zur Abwehr von Fliegen und (Stech-)Mücken eingesetzt werden, z.B. im Kübel vor Türen. Auch Flöhe, Schaben und Zecken werden abgewehrt. Diese Wirkung wird verursacht von IBI 246, dieser Stoff ist sogar effizienter als Diethyltoluamid (Deet).