Bakterienwelken (Bakterienkrankheiten) [Corynebacterium michiganense. Clavibacter michiganensis.]


Botanischer Name
Corynebacterium michiganense. Clavibacter michiganensis.

Schadbild

Paprika, Pelargonien, Peperoni, Petunien, Petunien, Tomaten, Zinnien. Pilzkrankheit Phytophthora cryptogaea, gekennzeichnet durch welke Blätter und Stängel nach der Blüte. Der Bereich um den Wurzelkopf herum und der Stängelgrund werden faul und dunkel. Auch Trompetenzunge und Zinnie werden infiziert. Bakterienbefall des Innengewebes durch äußere Verletzungen und durch Samen. Kann auch Auberginen und Peperoni befallen. - Gelbe Blätter, werden dann braun und vertrocknen. Braune, eingesunkene Längsstreifen an den oberen Stängeln. Der Stängelgrund bleibt gesund. Der aufgeschnittene Stängel zeigt gelbbraune Gefäße. Oft ist nur eine Hälfte betroffen. Auf den Früchten entstehen runde, vertiefte braune Flecken mit hellem Hof. Die ganze Pflanze stirbt ab. Gefährdung während der gesamten Vegetationsperiode. Pelargonien werden durch Bakterien verursacht. 1) Welke und Stängelfäule und 2) Blattfleckenkrankheiten (Dydimella). An sonnigen Tagen werden einzelne Blätter welk. Später vergilben die Blätter, der ganze Trieb stirbt ab, wobei die Stängelbasis schwarz wird.

Vorbeugung

Pelargonien. Töpfe auf jedem Fall mit heißem Sodawasser auswaschen. Das Messer immer wieder desinfizieren beim Stecklingsschnitt. Pflanzen sollten immer morgens überbraust werden. Sofort Befallenes entfernen und ausreichend Pflanzenpflegemittel spritzen.

Petunien. Algenpräparate spritzen. Befallenes entfernen und vernichten.

Tomaten. Pflanze vernichten. Werkzeug gut desinfizieren. Anbau auf 4 Jahre aussetzen. II. Wie Vorbeugung. Bei Wirkungslosigkeit vernichten.

Bekämpfung

Pelargonie. 1) Gefäße und die unteren Blätter werden befallen. Sie werden dunkel, fallen ab. 2) Bläschen, die von unten auftreten. Nach dem Absterben werden sie braunrot, besonders bei hoher Luftfeuchtigkeit.

Petunien. Keine stickstoffbetonte Düngung. Knoblauch als Schutzpflanze. Morgens gießen, niemals über die Blätter. Standort jährlich wechseln.

Tomaten. 1) Nur gesundes Saatgut verwenden. Samen beizen mit 0,6% Essigkonzentrat 24 Stdn. Nur bei Trockenheit und nur mit den Händen ausgeizen. Vier Jahre lang keine Tomaten an derselben Stelle anbauen. Boden muß immer mit Humus und Feuchtigkeit versorgt werden. Keine Pflanzenrückstände auf dem Beet belassen. Cantatos + Estrella (Pötschke), Furore (Maubaux), Suso (Sperli) und Fleischt. Vision (Pötschke) sind resistent. 2) Nur gesundes Pflanzgut kaufen. Erkranktes sofort abschneiden und vernichten. Kalte und schwere Böden mit Sand und Kompost verbessern. Stickstoffüberdüngung vermeiden, ebenso Calcium- und Kaliummangel. Töpfe von Topfpflanzen vorher mit heißem Sodawasser vor Neubepflanzung auswaschen. Werkzeug mit Brennspiritus desinfizieren. Pflanzenkräftigungsmittel wiederholt spritzen, z.B. Algifert, Neudovital, Brennesseljauche. Siehe auch Blattfleckenkrankheiten.