Pilze [Fungi]


Botanischer Name
Fungi

Schadbild

Pilze. Pilze sind niedere Pflanzen, die aber kein Chlorophyll enthalten. Sie benötigen daher das Blattgrün aus organischer Substanz. Sie bilden unter den Tieren und Pflanzen ein eigenständiges Reich. Ihr Pilzmycel, bestehend aus den fadenartigen Hyphen, dringt in lebende oder tote organische Substanz ein und entzieht ihr Nährstoffe, meistens scheidet das Mycel giftige Substanzen aus, die die Wirtspflanze schädigen oder töten. Die meisten Pilze bilden Sporen, die je nach Jahreszeit unterschiedlich aussehen. Sie werden durch Regen und Wind verbreitet, brauchen zur Keimung meistens Feuchtigkeit und Wärme.

Man unterscheidet drei verschiedene Formen:

Pertophyten befallen Pflanzen, töten sie und nutzen deren Nährstoffe. Zu ihnen gehört z.B. der Botrytispilz, der die Brom-, Erd- und Himbeeren befällt. Gesunde, gut ernährte Pflanzen können diesen Schwächepilz abwehren.

Saprophyten leben im Boden und bauen abgestorbenes Gewebe um.

Parasiten befallen lebende Pflanzen, sie sind meistens auf ihre Wirte spezialisiert. Zu ihnen gehören Brand-, Mehltau- und Rostpilze. Sie benötigen ihre Wirtspflanze, um ihren Lebenszyklus dort zu vollenden. Das Mycel bzw. seine Dauerformen können oft viele Jahre überleben.

Pilze können eine Vielzahl von Pflanzen befallen. Einige können sich durch eine Wachsschicht oder auch durch speziell gebildete Abwehrstoffe schützen. Salat, der mit Ackerschachtelhalm gespritzt wird, bildet z.B. eine Wachsschicht aus, die das Eindringen verhüten kann. Pilze dringen ein in das Pflanzengewebe durch Wunden, mechanisch oder chemisch/biologisch durch Bildung von Enzymen. Manche Pilze befallen nur eine bestimmte Pflanzenart, andere brauchen einen Haupt- oder Zwischenwirt (Birnengitterrost). Alle Pilze brauchen im allgemeinen feuchte, auch warme Umgebung mit neutraler oder saurer Reaktion. Je länger die Feuchtigkeit anhält, umso besser sind die Bedingungen für das Eindringen des Pilzes.

Bekämpfung

Abwehr: Weite Abstände, ausreichender Gehölzschnitt und richtige Bewässerung sind gute Abwehrmaßnahmen. Vorbeugend kann man gegen Bodenpilze (und Nematoden) eine Gründüngung aus Borretsch und Kamille aussäen.