Rhododendren [Rhododendron]


Botanischer Name
Rhododendron
Pflanzenkategorie
Alternativ-Namen
Rhododendron, Alpenrose, Azaleen
Rhododendren - Einleitung

Allgemeine Informationen

Rhododendron. Alpenrose. Azalea. Heidegewächse. Sie sind giftig (Erste Hilfe bei Vergiftungen).

Rhododendron

Rhododendron ferrugineum steht unter Naturschutz.

Rhododendren - Aufzucht und Lebenszyklus

Boden

Hilfreich ist zumindest in den ersten Jahren eine 5 cm dicke Mulchschicht aus Eichenlaub, Kiefernadeln, Rasenschnitt, Rindenmulch, Torf usw., die die Verdunstung mindert. Sie wird im Herbst abgezogen. Bei hohen Sommertemperaturen kann auch das Laub besprüht werden. Die Bäume müssen aber hochkronig sein. Flachwurzelnde Bäume sind dagegen Wasser- und Nährstoffkonkurrenten, denn Rhododendren holen sich ihre Nährstoffe fast nur aus den oberen 20 cm.

Boden gut vorbereiten mit Rinden-Kompost, Holzfasern, Sand, kalkfreiem Gesteinsmehl, verrottetem Rindermist, Hornspänen, Eichenlaub- und Fichtennadelkompost, Laub von Buche, Eiche oder Esche. pH 4,2 - 5,5 am günstigsten, ab pH 6 deutlich nachlassendes Wachstum; Rh.- ponticum-Hybriden kommen auch aus mit pH 7. Nötigenfalls kann der pH-Wert durch Bittersalz etwas abgesenkt werden, für 10 l Wasser nimmt man 150 g und verteilt die Mischung auf 1 qm, um den pH-Wert um 1° abzusenken. Den pH-Wert des Bodens kann man mit Hilfe eines Universal-Indikatorpapiers aus dem Fachhandel/Apotheke feststellen. - Den Ballen nicht tiefer setzen als im Topf. Die Wurzeln sollten höchstens etwa 5 cm mit Erde bedeckt sein.

Unkräuter nur herausziehen, keine Bodenbearbeitung, da die Faserwurzeln nach oben streben, um die Nährstoffe der verrottenden Mulchmaterialien aufzunehmen. Gute Dränage ist notwendig. Der Boden sollte immer feucht, aber ohne Staunässe, wasserdurchlässig, humos und gut durchlüftet sein, die Wurzeln mögen es luftig. Mulch aus Eichen-Laub oder Fichtennadeln ist günstig, besonders bei den immergünen Sorten, die bei Wintersonne gefährdet sind. Außerdem Laub anderer Bäume, Heu, Rindenmulch, Stroh. Rasenschnitt wirkt basisch und ist deshalb weniger geeignet. Die Mulchschicht sollte 5 - 10 cm hoch sein bei kleineren Pflanzen, 15 cm bei Höhen von 1,50 m und bis 30 cm bei Höhen von über 200 cm. Windschutz bei zugigen Lagen ist erforderlich.

Die Pflanzgrube sollte viermal so groß und doppelt so tief sein wie der Ballen. Torf und kleine, kalkfreie Steine mit dem Aushub vermischen. Zunächst an einem Stützpfahl anbinden, diesen erst nach Einwurzelung entfernen und dann auch erstmalig düngen. Feuchte Luft ist notwendig. Yakushimanum- (blühen schon als junge Pflanzen) und Insigne-Züchtungen können auch mit Sand in der Erde gezogen werden (75 kg Flusssand/qm, 40 cm tief, mit Humus mischen, Mulchen mit Nadelstreu). Kein Kalk, mit Laubkompost abdecken und regelmäßig wässern mit abgestandenem, weichem Wasser, z.B. Regenwasser. Rhododendren haben kein weitverzweigtes Wurzelwerk, deshalb nur in der Nähe des Wurzelballens gießen. Kein chlor- oder kalkhaltiges Wasser benutzen, ggf. mit Torf säuern: 3 kg Torf auf 100 l Wasser. Höhere Pflanzen brauchen bis zum Einwachsen eine Stütze. Auch immer darauf achten, dass innerhalb der Rhododendren-Beete kein Umgraben oder Hacken usw. erlaubt ist.

Einfacher ist es, eine Art Hochbeet anzulegen: Als Begrenzung luftig aufgeschichtetes Holz oder Steine, dazwischen wird das Substrat ausgebreitet aus Torf, Kompost, Lehm, Rindenmulch.

Lage

Für alle Rhododendronarten gelten etwa gleiche Voraussetzungen: Beschattete Wurzeln, besonnte Blätter.

Rhododendron Hybride Favorite
Rhododendron Hybride Favorite
Bild: Botanikus

Je kleiner das Laub ist, je mehr Sonne wird vertragen. Je mehr Sonne, je mehr Feuchtigkeit. Etwas mehr Sonne vertragen alpine Arten, Catawbiense- und Ponticum-Hybriden. In Norddeutschland können Rhododendren auch in der Sonne stehen, wenn sie immer genügend Feuchtigkeit haben. Feuchte Luft, evt. durch Bach oder Teich. Lichter Schatten, z.B. von tiefwurzelnden Bäumen wie Eichen, Ginkgo, Hemlocktannen, Kiefern, Lärchen, Rotdorn ist für Rhododendren optimal.

Aufzucht

Rhododendren lieben dichte Pflanzungen mit anderen Rhododendren, die ihnen Schutz gewähren. Schlechte Nachbarn sind daher Ahorn, Birken, Kastanien, Linden, Rotbuchen. Gegen Wintersonne und austrocknende Winde geschützte Lage ist erforderlich. Dann entfaltet sich die Blütenpracht 5 - 6 am besten. Sehr schattige Lage vermindert den Blütenansatz, im allgemeinen ist Halbschatten günstig. Nach der Blüte die abgeblühten Blütenstände über dem letzten Blattansatz ausbrechen, aber nicht die darunter stehenden Knospen. Sie sind die Blütenanlagen für die nächste Saison.

Ein trockener Wurzelballen kann zum Abwerfen der Blätter führen. Im September nicht mehr gießen, damit die Triebe ausreifen können. Sie bilden dann Knospen für das nächste Jahr. Düngen mit Kompost, verrottetem Rindermist, Hornspänen. Besonders die großlaubigen Sorten haben einen großen Nährstoffbedarf. Schnellwirkende und chloridhaltige Dünger vermeiden: Rhododendren sind salzempfindlich, ebenso Überdüngung. Schnitt nur auf Abgestorbenes oder Beschädigtes beschränken. Werden Rhododendren zu groß, sollten sie im März zurückgeschnitten werden, die Triebe sollten aber nicht dicker sein als 3 cm. Boden mit gehäckseltem Nadelholz mulchen. Winterschutz mit Fichtenreisig, vor allem für frisch gepflanzte Rhododendren. An frostfreien Tagen gießen.

Ist der Boden um die Pflanze herum nicht sauer genug, ganze Pflanze herausnehmen und Boden mit Kompost, geschreddertem Holz, Torf und ggf. Sand verbessern und wieder einsetzen, mit Torfwasser gießen oder den Boden ohne Herausnahme der Pflanze mit Rhodovital behandeln. Es ist empfehlenswert, den Busch alle 6 Jahre aus dem Boden zu nehmen mitsamt dem Wurzelballen, die alte Erde durch frische zu ersetzen und den Busch wieder einzupflanzen. Selbst blühende Sträucher können gekauft und eingepflanzt werden. Das Umsetzen von gut eingewachsenen Rhododendren sollte am besten von 9 - 10 oder 3 - 4 erfolgen.- Wer keinen Nadelkompost hat, bediene sich der verschiedenen Rhododendron-Dünger, die es beim Handel gibt.

Schnitt ist meistens nicht erforderlich, wenn, dann wähle man die Zeit nach der Blüte. Sie lassen sich, wenn nötig, bis zum Stock herunter abschneiden, im Mai respektive nach der Blüte. Die Blüte fällt dann aber für mindestens ein Jahr aus.

Neuerdings gibt es Rhododendren (INKARHOS) für Böden mit 5,5 - 6,5 pH, die auf kalktolerante Unterlagen aufgepfropft sind. Auch noch höhere Werte werden vertragen bei ganz lockerer Erde, die mit viel Rindenhumus oder Torf angereichert sind. INKARHO-Rhododendren sind etwas teurer, aber auch winterfester, wuchskräftiger und deshalb auch Pflanzen mit höherem Nährstoffbedarf, z.B. Sorten wie großblumige Hybriden, Gristeder-Neuheiten, Yakushimanum- und Williamsianum-Hybriden. Nur frostresistente Sorten verwenden (gemäß Uni Hannover) wie z.B. Album novum, Allah, Americana, Bismarck, Catawbiense album, Catharine von Tol, Dagmar, Everestianum, Humboldt, Ignatius Sargent, Inkarho Dufthecke, Lavender Girl, Leopardi, Progress.

Hachmann's Feuerschein Inkarho. Rhododendron-Hybride. Blüte 5 - 6, 120 cm hoch, 180 cm breit, Sonne, Halbschatten, winterfest. Winterhart. Sie blüht schon als Jungpflanze reich. Rot.

Goldkrone Inkarho. Rhododendron-Hybride. Blüte 5 - 6, 60 cm hoch, 80 cm breit, Sonne, Halbschatten,
winterfest. Sie blüht gelb.

Brasilia Inkarho. Rhododendron Wardii-Hybride. Orange- und Gelbtöne findet man äußerst selten. Liefergröße 30/40 cm, Endgröße 110 m hoch und breit.

Rhododendron-Hybride Germania, ein immergrüner kugeliger Strauch erblüht in schönem Rosa und wechselt dann zu einem herrlichen Rosarot. So ein einzelner Blütenball ist mit bis zu 17 Einzelblüten besetzt und wird sagenhafte 18 cm groß. Der dunkle, gefranste Blütensaum verleiht ihnen eine aparte Note. Blüte 5 - 6, Höhe 2 m, Sonne, Halbschatten, winterfest.

Rhododendren sind im allgemeinen winterhart. Bei Neupflanzungen und anhaltend scharfem Frost sollten die Pflanzen durch Fichtenzweige oder Schilfrohrmatten geschützt werden. An frostfreien Tagen muss gegossen werden, möglichst mit Regenwasser! Trockenheit wird durch Einrollung der großen Blätter dokumentiert. Sind sie angezeigt, dann müssen auch die anderen mit bewässert werden. Bewässerung einstellen ab Mitte Juli. Dann erst wieder im Oktober, auf jeden Fall aber ab Mitte November muss noch einmal gründlich gewässert werden. Rhododendren reagieren empfindlich auf größere Mengen Mineraldünger (Chlorid!), Chemikalien und Mist. - Blätter und Blüten sind giftig durch ein Glykosid.

Vermehrung. Vermehrung durch Stecklinge und Absenker ist möglich, meistens wird aber von Pfropfungen auf die Unterlage Rhododendron ponticum Gebrauch gemacht. In diesem Falle muss der Käufer darauf achten, dass die Unterlage nicht Ausläufer hervorbringt, die die Zuchtsorte überwächst. Die Vermehrung durch Samen ist möglich, aber langdauernd.

Rhododendren setzt man nicht einzeln, sondern in kleinen oder größeren Gruppen. Man stellt sie so zusammen, dass jeweils nach 3 - 5 Jahren etwa jede zweite Pflanze herausgenommen wird. Der Boden wird mit Mulchen abgedeckt: Halbmeterhohe Pflanzen bekommen eine 3 cm hohe Bodendecke aus Rhodohum oder Torf. Hat man gesunde Nadelstreu, muss man diese 5 cm hoch auftragen.

Im Herbst werden die Mulchdecken abgezogen und der Boden durchdringend gewässert. Der Mulch wird erst im nächsten Frühjahr aufgebracht. Bei höheren Pflanzen nimmt man eine Rhodohum-Decke etwas stärker. Muss stärker gedüngt werden, z.B. bei Gruppen A 1 oder B, wird die Decke abgezogen und nach dem Düngen wieder aufgelegt. Als Spezialdünger kann man aber 2 cm hoch Supermanural auflegen oder einen anderen Torfmischdünger und zieht dann Rhodohum nicht ab. Man kann bei älteren, hohen Pflanzen mit anderem Material mulchen, z.B. mit Torfmull, abgelagertem halbverottetem Kuhdung, Kiefernadel oder Waldstreu, die aber nicht von kalkhaltigen Böden entnommen werden und keine Dickmaulrüssler- und andere Käferlarven enthalten darf. Auch Laub von Buchen oder Eichen. 20 - 30 cm langes Holz aus Eschen, Hopfenabfälle aus der Brauerei sind ggf. auch von Vorteil. Bei Rhododendren wird der Boden nie gegraben oder gehackt.

Die Bewässerung muss, wenn sich das Laub der Gruppe A 1 rollt, auch bei den anderen vorgenommen werden, da diese die Trockenheit nicht anzeigen können. Im Frühjahr und Sommer wird etwa 2 - 4 Stunden lang durchdringend Wasser gegeben, das dann längere Zeit vorhält. Ab Mitte Juli wird nicht mehr gewässert, weil dann der Blütenansatz erfolgt. Erst ab Oktober, auf jeden Fall aber ab Mitte November muss nochmals gründlich gewässert werden. Bei jungen Pflanzen wird vorher die Mulchschicht abgeharkt und erst nach Beendigung der Nachtfrostgefahr wieder aufgelegt. Fest dem Boden anliegende Torfdecken bleiben aber liegen.

Schnitt. Die meisten Pflanzen werden in einer Höhe von 30 - 40 cm gekauft. Das heißt aber nicht, dass sie so bleiben können. Deshalb bricht man im Juni die schlanken Endknospen der Triebe aus, wodurch deren Längenwachstum gestoppt und vorhandene Nebenknopsen zum Austreiben veranlasst werden. Rundliche, dicke Triebendknospen darf man nicht ausbrechen, denn in diesem steckt eine Blüte.

Während der Blüte kann man Triebe einkürzen, die über die Form hinausgeschossen sind und eine Blüte haben. Wenn irgend möglich, schneidet man diese Triebe kurz über dem Astring ab. Die Rhododendren besetzen nicht den Jungtrieb im Laufe des Jahres in gewissen Abständen mit Knospen, sondern lassen einen solchen erst bis zum Abschluss kommen. Dann bilden sich die neuen Blättchen dicht beieinander in einem Kopf, auch Stutz genannt. In ihren Blattachseln bilden sich nach dem Verblühen die Knospen für das nächste Jahr aus.

Bricht man sofort nach dem Abfallen der Blüten die Spindel ab, an der die Blüten saßen, indem man sie mit den vier Fingern um den Daumen nach unten drückt, so entsteht an dieser Stelle nur eine dicke Blütenknospe. Man tut das solange, bis das Gehölz etwa 1 m Höhe erreicht hat, denn man will ja keinen Samen ernten. Diese bilden sich sonst nach dem Verblühen aus und zehren sehr am Nährstoff und mindern dadurch die Anzahl der Blüten. Dies ist also ein nötiger Kunstgriff. Hat man ihn ausgeführt, so setzt sich an dieser Stelle eine dicke Blütenknospe an. Schneidet man aber den Blütentrieb bis kurz vor der Stelle herunter, an der die Blätter vom Vorjahr sitzen, so treiben dort die in den Blattachseln schlafend gebliebenen Augen aus und bilden mehrere Triebe, so dass man auf diese Weise den Aufbau einer schönen Blattkrone beeinflussen kann. Schneidet man aber den Trieb an einer beliebigen Stelle, so trocknet das verbleibende Stück aus.

Sind die Sträucher von unten her kahl geworden und haben so ihr gutes Aussehen verloren, so kann man im März Äste bis knapp über einem Astknotenring des vierten bis sechsten zurückliegenden Jahres herunterschneiden, um wieder einen jungen Austrieb zu erlangen. In diesem Jahr verliert man die Blüte, bekommt aber ein neues Astgerüst, an dessen Spitzen sich Blütenknospen ansetzen. Man streut eine Düngung von 100 g Spezialdünger 14 x 7 x 14 x 4 Dünger je qm Bodenfläche aus, den man dann noch mit nassem Torfmull oder Rhodohum 3 hoch bedeckt.

Beim Umpflanzen schneiden wie bei anderen Gehölzen darf man nicht, denn das vertragen die Rhododendren nicht.

Einseitige Beschädigungen kann man nicht so ohne weiteres bis auf die ungeschädigte Partie zurücknehmen, sondern man muss darauf achten, dass das Gleichgewicht der Krone erhalten bleibt. Muss man also auf der einen Seite viel wegnehmen, muss man das auch auf der anderen Seite ausgleichen.

Im März kann man sogar eine radikale Verjüngung des alten Gehölzes vornehmen, bei welchem sich die Astringe nicht mehr feststellen lassen. Man schneidet dann die Krone bis auf 50 oder sogar auf 30 cm über dem Boden herunter. Im Mai düngt man mit 100 g Spezialdünger, wie vorher angegeben, und muss in den folgenden beiden Monaten, insbesondere bei Trockenheit, reichlich wässern und in das spriessende Laub Wasser sprühen. Es kommen noch vorhandene schlafende Augen zum Austrieb, und im März nächsten Jahres nimmt man die trocken gewordenen Zapfen heraus.

 

Als Zimmerpflanzen (Rhododendron-Simsii-Hybriden)

Höhe bis 1,50 m, Blüte 11 - 3. Heller und luftiger Standort, hohe Luftfeuchtigkeit, keine pralle Sonne. Azaleen in Töpfen vertragen keine Zugluft, nächtliche Temperaturschwankungen und Staunässe, der Ballen darf aber auch nicht austrocknen. Feuchte Luft ist notwendig. Ab E 9 kühl und luftig stellen, bei 10 - 15°. Wenn sich die ersten Knospen öffnen, werden sie langsam wärmer gestellt, max. 18°, hell. Je höher die Temperatur, je kürzer die Blütendauer. Einmal wöchentlich düngen, nur mit weichem Wasser gießen, so dass sie gleichmäßig feucht gehalten werden. Es hat sich als vorteilhaft herausgestellt, die Töpfe in Wasser zu stellen, bis keine Blasen mehr hochkommen. Die Wurzeln verfilzen leicht und werden auf diese Art und Weise am besten feucht. Während der Blüte nur selten, erst ab A 5 bis E 7 alle zwei Wochen, aber wenig düngen. Ab 8 auch weniger gießen. Im Sommer den Topf mit Pflanze in das Gartenbeet einsetzen oder im Halbschatten, am besten auf der Nordseite, auf die Terrasse stellen. Sie haben es gern, wenn sie öfters abgesprüht werden. In der Knospenphase täglich. Alle diese Maßnahmen müssen dazu führen, dass die Blätter dunkelgrün aussehen, ein Zeichen ihrer Gesundheit. - Alle 2 - 3 Jahre im Frühjahr in einen größeren, aber flachen Topf umtopfen, nur spezielle Erde verwenden mit pH 4.

Erst dann in das Winterquartier stellen, wenn Frost droht. Aber nie von draußen sofort in das geheizte Zimmer stellen. Durch den Kältereiz wird die Anlage von Knospen gefördert. Wird die Pflanze nach Knospenbildung kühl gestellt bei etwa 9 - 10°, wird sie um die Weihnachtszeit blühen. Immer sofort die Blütenreste und die neben der Blüte erscheinenden jungen Triebe entfernen, durch letztere Maßnahme blüht die Pflanze länger. Nach der Blüte wieder kühl stellen, nicht über 10°. - Stärkere Verzweigung wird dadurch erreicht, dass man im Frühsommer die jungen Triebe etwas einkürzt, aber niemals in das alte Holz schneidet. Das Verblühte mit Blütenstiel vorsichtig ausbrechen (darunter sind schon die Blütenanlagen für das nächste Jahr), braune Blätter sofort entfernen und vernichten.

Gekaufte Azaleen zunächst kühl und hell stellen. Erst nach Knospenöffnung ins Wohnzimmer stellen. Luft befeuchten durch Verdunstungsschalen und Übersprühen. - Der Aufenthalt im warmen Wohnbereich sollte nur vorübergehend sein, dadurch wird die Lebensdauer der Pflanze erheblich verlängert.

Diese Azaleen sind besonders bekannt wegen ihrer schönen Farbe.

Junger Kopftrieb können im Frühjahr geschnitten werden. Die Stecklinge kommen in einen Topf mit feuchtem Torf-Sand-Gemisch. Sie wurzeln dann nach etwa 8 - 12 Wochen.

Hell, aber keine direkte Sonne. Kühl halten, 10 - 15°. Hoher Wasserbedarf, gut gießen. Alle 14 Tage düngen.

Nachbarschaft

Gute Nachbarn sind Alpenveilchen, Anemonen (Stauden/Zwiebeln), Astilben, Bambus, Bergenien, Blaustern, Fächerahorn, Färberginster, Farne, Fingerhut (fördert das Wachstum), Funkien, Gräser, Hartriegel, Hortensie, Hosta, Ilex, Knotenblume, Krokus, Lavendelheide, Lorbeerrose, Magnolien, Narzissen, Prachtglocke, Primeln, Rodgersia, Schneeglöckchen, Skimmien, Sternmagnolie, Storchschnabel, Torfmyrte, Tulpe, Waldvergissmeinnicht, im weiteren Abstand Berberitze, Felsenbirne, Hortensien, Lavendelheide, Silberkerze, Schneeball, Schneeglöckchenbaum, Taglilie, Tränendes Herz, Waldgeissbart, Weigelie, Zaubernuss, Zwergmandel, Zwergmispel.

Zur Unterpflanzung sind geeignet Pachysandra, Vinca minor, Viola odorata, Euonymus radicans, bei höheren Rhododendren als Zwischenpflanzen Gaultheria shallon, Leucothoe catesbaei, Ledum groclandicum, Kalmia angustifolia rubra verwenden.

Ungeeignet sind Forzythien, die Rhododendren weichen ihnen aus.

Rhododendren - Anfälligkeit für Pflanzenkrankheiten


Rhododendren - Sorten/ Unterarten

Sorten 1

Einteilung:

Immergrüne Rhododendren.

A 1. Hohe, großblumige
A 2. Niedrige, kleinblumige

Sommergrüne Azaleen.

B 1. Mollis-Hybriden
B 2. Occidentalis-Hybriden
B 3. Pontica-Hybriden
B 4. Rustica-Hybriden
B 5. Knap-Hill-Hybriden

Halbimmergrüne japanische Azaleen.

 

A 1. Immergrüne Rhododendren, hohe, großblumige.

Rhododendron Hachmann's Feuerschein. Höhe 140 - 160 cm. Blüte 7 - 8,5. Zeit Ende Mai. Kirschrot. Kordes.

Rhododendron Kabarett. Höhe 130 cm. Blüte 7 - 8 cm. Zeit ab Ende Mai. Purpurrosa. Traumhafte Schönheit mit exotischem Reiz. Kordes.

Rhododendron Rasputin. Höhe 110 cm. Blüte 7 - 8 cm. Zeit ab Ende Mai. Hellviolettblau. Kordes.

Rhododendron Hachmann's Scharmant. Höhe 110 cm. Blüte 7,5 - 9 cm. Zeit Ab Anfang Juni. Reinweiß. Überaus reichblühend. Kordes.

Winterhärteangaben sind: ohne Schutz ausdauernd.
Etwas Schutz: In kalten und schneearmen Lagen.
Schutz gegen Frost, Sonne und Wind.

A 2. Immergrüne Rhododendren, niedrige, kleinblumige.

Sie stellen die gleichen Bedingungen wie die Gruppe A 1. Doch sollte man die Düngung auf eine Erneuerung des Mulches mit Rhodohum beschränken. Eine reichliche Düngung würde nur schaden. Es gibt viele tausend Rhododendron-Arten und -Hybriden, so dass sie meistens nur in großblumig und klein unterschieden werden. Einige besonders wichtige Rhododendren:

Rhododendron cumberlandense. Bis 1 m, prächtig lachsfarben, Juni blühend. Dieser Rhododendron ist ein Beispiel dafür, dass sich in der freien Natur Rhododendron finden lassen, die durchaus gartenwürdig sind.

Rhododendron discolor. (Spätlese und Nymphenrose) blüht erst im Juni.

Rhododendron hippophaeoides. 1 m hoch, etwas feuchter, auch schwach kalkhaltiger Boden, im Steingarten, Bau reich- und feinverzweigt, Blüten zu 6 - 8 zusammen, lilarosa, April.

Rhododendron hirsutum. Almenrausch, Sonne, Standort trocken, 100 cm. Die kräftigen Blätter sind wintergrün. Der Boden kann gut kalkhaltig sein, Lage aber frei, sonnig. Blätter unterseits grün, zu 3 - 10 in Doldentrauben, hellrosa, Mai - Juni.

Rhododendron ferrugineum, Alpen-rose (Wildrose), Höhe 15 - 20 cm. Gesteinsverwitterungsbrocken und Splitterchen einmischen, halbschattiger, kühler Platz. Blüten dunkelrot, trichterförmig, Juni - Juli. Giftig.

        Hanceanum Princess Anne, Blüte
        gelb, ab 5. Zwergsorte.

Rhododendron impeditum-Hybriden. Kissenrhododendron, 50 cm hoch, Blüte 4 - 5, blau/violett/lila. Für kleine Gärten. Für Heide-, Japan- und Steingarten. Schnitt ist nicht geeignet. Selbst für kleinste Stellen passend.

         Blue Tit Mago, lavendelblau.

Gristede, Zwergalpenrose, Blüte 4 - 5, tiefblau, 80 cm.

Moerheimii, violett, 4, 40 cm.

Rhododendron laetevirens. Wird bis 150 cm hoch, Boden kann schwach alkalisch sein, industriefest, Blüten 4 - 5, rosa, sehr frosthart.

Rhododendron minus. Industriefest, sehr frosthart, bis 1 m hoch, Blätter 3 - 7 cm lang, Blüten 5 - 6 karminrosa, zu vielen in Trauben.

Rhododendron myrtifolium. Bis 150 cm hoch, auch für schwach kalkhaltige Böden, Blätter duftend, anfangs Wuchs dicht, lockert sich im Größerwerden, Blüten Juni rosarot.

Rhododendron x praecox. Vorfrühlingsalpenrose, Blütenglocken hell-lila, 2 - 3/4, 100 - 120 cm hoch. Halbschatten. Mit duftendem Laub, 6 - 7 cm lang. Kalktolerant, leider fallen ihre Blüten oft dem Frost zum Opfer, sie sollte einen sehr geschützten Standort haben und muss ggf. nachts abgedeckt werden. Siehe auch 'Baldrian'. Begleitpflanzen Scheinhasel, Blumenzwiebeln. Sonne, Halbschatten. Die Blätter werden von den Blüten, lilarosa leuchtend, völlig verdeckt. Geeignet für Heide- und Japangarten.

Rhododendron repens-Hybriden: Immergrüne kriechende Rhododendren, Höhe nur 60 cm, breitwachsend. Halbschatten, Schatten. Blütenglocken meistens rot, 4 - 5 je nach Sorte. Besonders für kleine Gärten. Für Schnitt, Einfassungen, Grab, Alleinstellung. Niemals zu tief pflanzen, auch dort zu graben ist ungeeignet.

        Baden-Baden rot, Elisabeth Hobbie dkl.-rot, Satin rosa, Scarlet Wonder rot.

Rhododendron -Williamsianum-Hybriden, Glockenrhododendren: Höhe meistens etwa 80 - 150 cm, teilweise 150/200 cm, aber breitwachsend. Blüte glockenförmig, gelb, rosa, rot, weiß bis zu 6 cm Durchmesser, zu zweit oder dritt vereint, oft duftend, ab E 4. Halbschatten, auch Schatten. Laub filzig behaart, immergrün. Bienenweide, für Heide- und Steingarten, japanischen Garten. Weniger geeignet für Standorte unter Bäumen wegen Wasser-Konkurrenz. Meistens winterhart. Wegen ihrer frühen Blüte sind sie bei Spätfrösten gefährdet. Nicht geeignet, im Wurzelbereich zu graben. Siehe auch 'Baldrian'. Auch für Blumenschnitt und Grab. Sie vertragen auch alkalische Böden. Industriefest.

Rhododendron keleticum, Teppichalpenrose, Blüte purpurrot, 5 - 6, 15 cm.

Rhododendron-wardii-Hybriden. Winterhart. Blüte 5.

Ehrengold, Blüten hellgelb, 5. Auch als Solitär.

Rhododendron -Yakushimanum-Hybriden, Ballrhododendren: Viele robuste Sorten, winterhart. Die Erde kann auch bis pH 6,5 haben, somit sind sie auch mit Gartenerde meistens zufrieden und können gut als Grabbepflanzung dienen. Sie sind kleinwüchsig, 70 - 150 cm hoch, etwas breitwüchsig, langsam wachsend, daher auch für Kübel geeignet, mit dicht stehenden Blütenglocken. Reiche Blüte 5 - 6, in cremegelb, hellrot, rosa, weiß, auch bei jungen Pflanzen. Kenntlich an der filzartigen Behaarung auf den Blättern, oben oder unten, kann daher mehr Sonne vertragen als andere Arten. Verwendung für Heide- und Steingärten, gute Begleitpflanzen sind Koniferen.

Fantastica. Höhe 100 cm. Blüte 6 - 7,5 cm. Zeit ab Ende Mai. Hellrot. Kordes.

Goldprinz. Höhe 70 cm. Blüte 6,2 - 6,8 cm. Zeit ab Mai. Farbe goldgelb. Kordes.

Koichiro Wada. Höhe 60 cm. Blüte 3,5 - 4,5 cm. Ab Mitte Mai. Zartrosa. Kordes.

Rosa Millenium. Sie wächst kompakt, blüht ab Mitte Mai und ist sehr gut winterhart.

Schneekrone. Höhe 90 cm. Blüte 6 - 7 cm. Ab Mitte Mai. Zartrosa. Kordes.

Rhododendron - Hybride Bad Sassendorf. Höhe 1,2 m, bis zu 2 m breit, blüht im Mai. 40 - 50 cm.

Rhodendrondron-Wildarten. Für unsere heimischen Gärten sind das nur wenige Arten wie

Rhododendron augustinii. Höhe bis 300 cm, Blautöne, Blüte 4 - 5.

Elektra ist blau.

Rhododendron falconeri. Auffallend große Blätter, Höhe 500 - 600 cm, Blüte cremefarben mit purpurfarbenem Fleck.

Rhododendron russatum. Höhe bis 100 cm, Blüten klein, violett, 4.

Die Hybriden blühen in allen Rhododendren-Farben. Sie sind meistens klein (Zwergrhododendron) und finden ihren Platz im Steingarten, zusammen mit anderen Alpenpflanzen, oder auf Gräbern. Die Wildarten bevorzugen mehr sonnige Standorte, sie sind auch überwiegend winterfest. - Das Ausbrechen der Blüten ist nicht nötig bei und nach der Pflanzung, weil die Pflanzen ihre ganze Kraft in die Bildung neuer Triebe stecken. Die großen Rhododendren sind oft zu umständlich, sie sind auch kaum notwendig. Die Gattung wird nach Schätzung mehr als 1.000 Arten haben. Die Blüte dauert etwa 2 - 3 Wochen. Der Boden sollte feucht sein bei etwa 4,5 pH-Wert. Die einfachste Art ist die Vermehrung durch Absenker. Rückschnitt ist kaum erforderlich. Wesentlich ist seine Wirkung durch Gruppenpflanzung. - Zu große Rhododendren vertragen einen starken Rückschnitt mit dem Hinweis, daß er eine Zeit lang weniger blüht.

Rhododendron catawbiense im Kübel verträgt - 15 bis - 25°.

Rhododendron catawbiense-Standard-Hybriden. Diese Gartenzuchtformen sind in vielen Farben zu haben: Blüte üppig, groß, 4 - 5, dunkelrosa, hellrosa, lila, purpur, rot, violett. Sehr winterhart.

Rhododendron catawbiense Grandiflorum. Alpenrose. Halbschatten, Schatten. Blüte lila, 5. Die Büsche wachsen dicht und kugelig heran. Auch für Schnitt und Grab. (Großblumig).

Rhododendron luteum. Die reinweißen Blüten mit dem goldgelben Fleck erinnern an Vanilleeis. Sie schmücken die bis zu 1,5 m hohe Azaleen-Sorte im Mai und Juni.

Rhododendron obtusum. Duftig, leicht und heiter, so sehen es die Dichter. Während die Knospen sich in orangerot präsentieren, leuchten die Blüten in orange/weiß. Diese Sorte ist erstmals im Handel.

Rhododendron obtusum Blaauws Pink. Rötliche Azalee.
Rhododendron ferrugineum, Alpenrose
Rhododendron ferrugineum, Alpenrose
Bild: Botanikus

B. Sommergrüne Azaleen. Ericaceae.

Azaleen gehören botanisch zu den Rhododendren und werden hier besonders behandelt. Nur wenige Eigenheiten werden besonders behandelt. Azaleen sind Kurztagpflanzen. Sie lieben die Sonne, brauchen dann aber genügend Feuchtigkeit, auch im Winter an frostfreien Tagen. Sie kommen bei schwach saurem Boden und weniger Feuchtigkeit in Luft und Boden besser zurecht als Rhododendren. Werden mehrere Sorten gepflanzt, empfiehlt es sich, die spätblühenden Azaleen in die vordere Reihe zu setzen, um die Laubfärbung im Herbst besser sehen zu können. Hell, keine pralle Sonne, luftig. Diese Azalee ist mit unserer Alpenrose und dem Almrausch bekannt. Bekommen wir einen knospenbesetzte Azalee, dann denken wir, dass sie aus dem kühlen Gewächshaus kommt, das immer feuchte Luft hat. Wir entfernen die Manschette und stellen den Topf in einen kühlen Raum. Möglichst sollte ein Fenster in der Nähe sein. Später, wenn die Knospen sich geöffnet haben, nehmen wir den Topf ins geheizte Wohnzimmer und stellen ihn hell, setzen ihn aber nicht unmittelbar der Sonne aus - die hinter dem Glas schon recht heiße Februar- und Märzsonne kann den Schaden erhöhen. Außerdem verlangt das Gewächs, dass wir ihm durch Verdunstungsschalen oder Übersprühen feuchte Luft verschaffen, ohne kalkhaltiges Gießen. Zugluft und nächtliche Temperaturschwankungen vertragen wenig abgehärtete Pflanzen auch nicht. Daher bei Frostwetter, wenn gelüftet wird, immer wieder die Töpfe aus dem Zimmer nehmen. Während der Blüte selten, aber doch schwach düngen.

Alle abgeblühten Blumen zupfen wir weg. Auch die jungen Triebe, die sich neben den Blütenknospen bilden, knipsen wir ab. Wir gießen die Blume regelmäßig mit Schneewasser (Kein Kalkwasser). Das Abfallen der Blätter rührt vom falschen Wasser, von zu hoher Zimmerwärme und zu trockener Luft her. Bis Ende Mai bleibt die Azalee an ihrem kühlen Platz, dann kommt sie auf den Balkon oder in den Garten an einem vor Mittagssonne geschützten Platz. Nach der Blüte können wir eine sparrig gewordene Pflanze ohne weiteres zurückschneiden. Vermehrung aus Stecklingen ist dem Laien ohne Gewächshaus nicht anzuraten. Im Sommer überspritzen wir unsere Azalee häufig. Im Sommer muss eine Azalee tief grün aussehen. Ab August gießen wir weniger, düngen nicht mehr. Danach wird der Knospenansatz entwickelt. Kühl aufbewahren bei 10 - 15°. Je wärmer, desto kürzer die Haltbarkeit der Blüten. Bei zunehmender Entwicklung langsamer Übergang auf 16 - 18°. Spezialerde verwenden. Kulturfehler wie Staunässe, Überdüngung, Staunässe, Wärme, kalkhaltiges Wasser vertragen diese Pflanzen nicht.

Beizeiten holen wir sie zurück, aber nie sofort ins das geheizte Zimmer holen. Je nach Sorte blühen unsere Azaleen zum 2. oder 3. Mal, aber doch so, wie wir es uns wünschen.

Sollte einmal das Unglück passieren, dass der Wurzelballen zu trocken wird, dann setzen wir den Topf bis über die Erde in einen Eimer mit lauem Wasser (15°), bis keine Blasen mehr aufsteigen. Vermehrung: Durch Stecklinge, jedoch auch im Vermehrungskasten nicht gerade hilfreich. Die einzige Ausnahme ist reduzierte Wassergabe im Herbst, wenn die Blütenbildung beginnt.

Rhododendron luteum - Sommergrüne (indische) Azaleen. Es sind viele Hybriden auf dem Markt, in allen Farbtönen. Sie werden der Einfachheit halber oft nur in groß- und kleinblumig unterschieden. Blüte 5 - 6. Höhe 50 - 300 cm. Nach der Blüte düngen mit (Fichtennadel-)Kompost. Man sollte sie nicht einzeln zwischen Stauden setzen, weil sie dort nicht gut gedeihen. Die Mulchschicht zieht man ab im Herbst, nur Torf kann liegen bleiben. Bevor man diese Schicht wieder im Frühjahr auflegt, sollte man düngen: Je Quadratmeter mit 25 g Spezialsalz 14 x 7 x 17 x 4.

1. Mollis-Hybriden. Etwa 150 cm hoch, langsam wachsend, völlig winterhart. Bei älteren Veredlungen sterben manchmal Triebe ab, dann treibt die Unterlage aus. Diese Austriebe muss man bald abschneiden, sonst überwuchern sie die Veredlung. Bei Vermehrungen aus Stecklingen oder Ablegern besteht diese Gefahr nicht. Blüten groß, glocken- oder trichterförmig, Farben orangegelb bis rot, leuchtend, mittelfrüh blühend.

2. Occidentalis-Hybriden. Bis 250 cm hoch, große Blüten in reichem Farbenspiel mit gelbem Fleck im Innern, angenehm duftend, Blütezeit spät, einige Sorten.

3. Pontica-Hybriden (auch Genter-Hybriden genannt). 2 - 3 m hoch, im Alter breit wachsend, sehr winterhart, für sonnige Lagen, Herbstfärbung der Blätter besonders schön. Blüten kleiner als bei 1 und 2, Farbenspiel reicher, je nach gewählten Sorten von 5 - 6 aneinander anschließend, von hellgelb bis dunkelkarminrot, einfach und gefüllt in reicher Anzahl, leicht zu erkennen an den lang aus der Blüte herausstehenden Staubgefässen, stark duftend. Wurzelechte den Veredlungen vorziehen. Sie könnnen auch den Winter in Töpfen überstehen.

4. Rustica-Hybriden. Eigenschaften wie 3, jedoch ziemlich große, gefüllte Blüten, Wuchs sehr gedrungen, sie lassen sich früh treiben, Blüten erscheinen vor dem Austrieb.

5. Knap-Hill-Hybriden. 1 - 2 m hoch, erst seit 1945 im Handel. Viele unterschiedliche Sorten, Blütezeit mittel bis spät, duftenden Blüten, weiß mit gelbem Fleck, hellgelb, orange, kupfer, rot mit gelbem Fleck. Teils im Herbst Laub rot verfärbend. Sie können auch den Winter in Töpfen überstehen. Viele Sorten. Halbschatten, Schatten. Dichte Blütenbüschel in gelb, orange, rosa, rot (verschiedene Tönungen), weiß, 5 - 6, teilweise duftend. Laub sommergrün, oval, teilweise Rotverfärbung im Herbst. Höhe bis 150 cm. Anpflanzung oft in Wassernähe, für Steingarten, japanischen Garten.

Feuerwerk, Höhe 150 cm. Blüte 7,5 - 8,5 cm. Blütezeit ab Anfang Juni. Farbe glühendrot. Sehr großblumig, kräftig, hervorragende Sorte mit außerordentlicher Fernwirkung. Kordes.

Goldtopas. Höhe 110 cm. 7.5 - 9 cm. Blütezeit ab Anfang Juni. Farbe Reingelb. Kordes.

Nabucco. Höhe 140 cm. 6.5 - 7,5 cm. Blütezeit ab Mitte Juni. Farbe dunkelrot. Kordes

Persil, weiß mit gelben Fleck.

Raimunde. Höhe 150 cm. Blüte 7.5 - 9,5 cm. Zeit ab Anfang Juli. Hellrosa. Süß duftend bei Wärme. Kordes.

Schneegold. Höhe 130 cm. Blüte 7,5 - 10 cm. Zeit ab Ende Mai. Reinweiß. Kordes.

C. Halbimmergrüne japanische Azaleen.

Pflanzenabstand der kaum 1 m hohen Pflanzen etwa 40 - 60 cm. Man sollte sie in Gruppen belassen. Mulchschicht im Herbst abharken. Im Frühjahr vor Wiederauflegen der Streu düngen mit halben Mengen wie bei B, jedoch erst nach festgestelltem Bedarf. Blütezeit meist Anfang bis Mitte 5. Blütenfarben von weiß über rosa, orange, rot, lila bis purpur. Die Kurume-Azaleen sind in Japan schon alte Kulturpflanzen, die Arendsii-Hybriden entstanden nach 1945 bei Ahrends in Ronsdorf bei Wuppertal, die Obtusum kaempferi können bis 1,50 m hoch werden, ihre Farben werden im Halbschatten besonders intensiv. Sie haben größere Blüten als die Kurume-Azaleen. Die zuweilen angebotenen Vuykiana-Kreuzungen brauchen Winterschutz und müssen im Halbschatten stehen, sonst verblassen ihre Farben. Die einfachen Blüten werden bis 6 cm breit, Vuyk-s Scarlet soll frosthart sein.

Die Blütenfülle ist auch durch zurückhaltenden Schnitt im Frühling zu erhöhen, sie werden dadurch auch buschiger. Die japanischen Azaleen werden aber nicht geschnitten.

Azalea japonica Diamant, Diamant-Azaleen. Kompakt wachsende Kissenformen, die von japanischen Azaleen abstammen, für Sonne, Halbschatten, Schatten. Erde feucht. Blüten lachsfarben, purpur, rosa, rot, weiß. Laub teilweise wintergrün/immergrün. Höhe 50 - 100 cm. Verwendung für Heide- und Japangarten, Grab und Tröge. Nicht graben im Wurzelbereich, auch nicht zu tief pflanzen.

Azalea japonica, Japanische Zwergazaleen mit zierlichem, kompaktem Wuchs. Wurzeln flach. Blüten lachsfarben, lila, orange, rosa, rot, weiß A 4 - 5, 100 - 150 cm. Immergrün, wintergrün.

Jap. Stamm-Azalee, für Beet oder Kübel, Blüte rot, 4 - 5, 75 cm.

Diamant Purpur, sehr kompakt wachsende Azaleen mit überreicher Blüte, lachsfarben, purpur, rosa, rot, weiß. Sehr winterhart. Halbschatten.

Königstein. Höhe 50 cm. 3,5 - 4 cm Blüte. Ab Mitte Mai. Purpurviolette. Kordes.

Purpurkissen. Höhe 40 cm. 5 cm. Blüte. Zeit ab Anfang Juni, karminrot. Kordes.

Schneeperle. Höhe 35 cm. Blüte 4,5 cm. Blüte ab Mitte Mai. Reinweiß. Blüte gefüllt. Kordes.

Azalea simsii-Hybriden, weiß bis violett, heller Platz 10 - 15° im kühlen Wintergarten oder im wenig beheizten Zimmern bei 15 - 18°. Im Sommer werden sie gern gesehen. Mehrfarbige Sorten, Hochstämme und Pyramiden wirken besonders edel. Sie werden versorgt möglichst durch hohe Luftfeuchte. Viel sprühen. Im Sommer ist ein Platz halbschattig bis schattig ideal. Während der Blüte nur selten von Mai bis Ende Juli werden sie mit speziellem Azaleendünger versorgt. Sie sind nicht frosthart, deswegen müssen sie ins Haus. In der Blütezeit von Dezember bis Mai zeigen sie alle ihren Flor. Temperatur von 8 - 12°. Infolgedessen dürfen sie bei Entwicklung der ersten Farben bei etwa 15 - 18° stehen. Diese Temperatur muss dauernd eingehalten werden. Die Jungtriebe werden alle gekürzt. Es muss kalkarmes Wasser benutzt werden, das im Herbst reduziert werden muss. Düngen von August bis zur Bildung von Blütenknospen alle zwei bis drei Wochen, daraufhin wöchentlich mit einem Blühpflanzendünger. Umtopfen ale 2 - 3 Jahre mit Spezialerde und auf flache Töpfe. Jungtriebe im Frühjahr können eingekürzt werden. Sobald die Blütenbildung im Herbst beginnt, werden die Wassergaben gekürzt. Ein wöchentliches Tauchbad ist vorzusehen. Ständige Nässe führt leicht zu Wurzelschäden. Auch im Raum ist es ratsam, den Topf einzufüttern, denn dadurch wird gleich die Luftfeuchtigkeit erhöht. Zusätzlich sollte immer mal gesprüht werden. Beim Umtopfen darauf achten, dass Blattläuse, Spinnmilben und weiße Fliegen nicht überhand nehmen. Spezialerde verwenden und flache Töpfe auswählen.

Auf Fehler in der Kultur muss geachtet werden: Auf Staunässe, Trockenheit, Überdüngung, kalkhaltiges Wasser, zuviel Wärme reagieren sie alle sehr empfindlich. Die einzige Ausnahme mit Wasser ist im Herbst, wenn die ersten Blüten sich bilden - niemals zuviel gießen.

Fabienne ist neu. Sie hat eine weiße Blüte. Im Zentrum der Blüte ist ein grünlicher Schimmer.

Azalea mollis x sinensis, in gelb, orange, rot, 4 - 5.

Azalea mollis und pontica-Hybriden, veredelt, gelb, orange, rosa, rot, 4 - 5.

Sämlinge aus Wildformen bilden dichte Büsche und sind robust. Wunderschöne Herbstfärbung. Sonne, Halbschatten. Höhe bis 150 cm.

Japanische Azalee. Sie brauchen eigentlich nur etwas saure Erde. In den Baumschulen wird meistens ein Edelreis auf die Unterlage 'Rhododendron ponticum' (Wildform) gepfropft. Deren eigene Wurzeltriebe müssen immer sofort direkt bei der Wurzel abgeschnitten werden. Sie sind daran zu erkennen, dass die Blätter in der Regel schlank und tiefgrün sind.

          Praecox blüht im März, lilarosa Blüten. Meistens nicht frostfest.

 

 

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