Schnittlauch [Allium schoenoprasum]


Botanischer Name
Allium schoenoprasum
Pflanzenkategorie
Schnittlauch - Einleitung

Allgemeine Informationen

Allium schoenoprasum. Amaryllisgewächse (Lauchgewächse). Mehrjährig.

Allium schoenoprasum, Schnittlauch
Allium schoenoprasum, Schnittlauch
Bild: Botanikus

Schnittlauch wird im allgemeinen nicht angerührt von Schnecken.

 

Siehe auch: Kräuter-Gewürze.

Schnittlauch - Aufzucht und Lebenszyklus

Boden

Möglichst sandige Lehmböden, kalkhaltig.

Lage

Warme, feuchte, humusreiche, sonnige Lagen. Teichnähe ist vorteilhaft.

Allium schoenoprasum, Schnittlauch
Allium schoenoprasum, Schnittlauch
Bild: Botanikus

Aufzucht

Aussaat im April, 20 - 30 Samen pro Horst aussäen, Abstand etwa 25 x 25 cm. Keimzeit bis zu einem Monat, Schnittlauch hat nur beschränkte Keimfähigkeit. Immer feucht halten. Humofix-Saatbad.

Viel Kompostdüngung, etwas Algenkalk. Regelmäßig gießen.

Häufig schneiden, aber etwa zwei Fingerbreit über dem Boden belassen. Niemals ausrupfen.

Blüten mit Halmen ständig entfernen, sie sind holzig.

 

Keimung siehe auch Zwiebeln. Frostsaat ist möglich. -

Ernte

Erntebeginn etwa 4 Wochen nach dem Auflaufen. Verfrühen, indem man ein Einmachglas darüber stülpt, aber an warmen Tagen wieder entfernen.

Nicht erhitzen, nicht trocknen. Auch die Blüten sind essbar. Nicht zu früh schneiden, dann schmeckt er bitter.

Überwinterung

Für den Winter kann man einen Schnittlauchballen im Herbst ausgraben, einige Wochen einschlagen, dann 16 Stdn. in warmes Wasser von 45° legen, in einen Topf pflanzen und im (hellen) Zimmer aufstellen. Durch die Wärmebehandlung schlägt er schnell aus. Die Temperatur sollte 15° nicht viel überschreiten, sonst werden die Schloten weich und gelb. Oder ihn eingetopft im Freien stehen lassen, bis es friert, und dann ins Haus holen.

Vermehrung

Vermehrung durch Aussaat oder Teilung. Teilung sollte sowieso alle 2 - 3 Jahre erfolgen, um den dichten Wuchs zu erhalten.

Nachbarschaften-Mischkultur

Mischkultur mit Dill, Erdbeeren, Fenchel, Kapuzinerkresse, Kohlrabi, Möhren (Randbepflanzung gegen Möhrenfliege), Obstbäumen, Pastinaken, Petersilie, Pimpernelle, Ringelblumen, Rosen, Rosmarin, Sellerie, Spinat, Thymian, Tomaten und Wein.

Ungünstig sind Artischocken, Bohnen, Erbsen, Gartenkresse, Kohl, Koriander, Porree, Rote Bete.

Schnittlauch - Anfälligkeit für Pflanzenkrankheiten
Häufige Pflanzenkrankheiten


Schnittlauch - Sorten/ Unterarten

Sorten 1

  • Allium schoenoprasum Sterile, Schnittlauch Profusion. Eine Sorte, die keinen Samen ansetzt. Die Blüten bleiben länger zart. Interessant für Gerichte mit essbaren Blüten. Höhe 40 cm.
  • Allium species, Winterschnittlauch. Höhe 40 cm. Ernte von 9 - 5, aber langsam wachsend.
  • Allium, der wilde Schnittlauch auf den Wiesen kann schon ab Mitte Februar geerntet werden. Die dünnen Stängel sind allerdings scharf und schmecken auch nach Knoblauch, sie werden schnell hart und ungenießbar.
  • Allium tuberosum, der chinesische Schnittlauch oder Knolau schmeckt etwas nach Knoblauch. Er ist winterhart, hat glatte, dickliche schmale Blätter bis 20 cm Höhe und benötigt lockere, humose, nur mäßig feuchte Erde. Blüte weiß.

 

Resistente und tolerante Gemüsesamen:

  • Schnittlauch Staro (Pötschke) ist grobröhrig. Ernte bis kurz vor Verwendung. Besonders wüchsig. Aromatisch schmeckende Röhren dick und stabil. Auch zum Einfrieren. Bio-Saatgut.
  • Schnittlauch Polycross (Sperli), raschwüchsig, dunkelgrün, auch für Zimmerkultur. Bio-Saatgut.

 

Schnittlauch - Verwertung als Nahrung

Zubereitung

Gewürzpflanze: Verwendung für Salate aller Art, auf Butterbrot, Quark, Tomaten, Weichkäse; zusammen mit Fisch, Omelette, (neuen) Kartoffeln und gegrilltem Fleisch; in Sahnesoße.

Schnittlauch - Verwendung in der Medizin

Wirkstoffe

Schnittlauch enthält äther. Öle (Senföl), Calcium, Chlor, Eisen, Kalium, Kieselsäure, Natrium, Phosphor, Schwefel, Vitamine A, B2, C (!), er ist appetitanregend, verdauungsfördernd, verstärkt die Produktion von Magensäure, blutdruck- und cholesterinsenkend.

 

Schnittlauch - Weiteres Wissenswertes

Abwehr

Allium schoenoprasum. Amaryllisgewächse.

Bei Randbepflanzung von Gemüsebeeten vertreibt er durch seinen scharfen Geruch viele Schadinsekten, besonders zusammen mit Knoblauch, Petersilie, Pimpernelle, Rosmarin und Thymian.