Hausstaubmilben [Dermatophagoides pteronyssinus, Dermatophagoides farinae (Pyroglyphideae)]


Botanischer Name
Dermatophagoides pteronyssinus, Dermatophagoides farinae (Pyroglyphideae)

Schadbild

Dermatophagoides pteronyssinus und Dermatophagoides farinae (Pyroglyphideae).

Größe 0,1 - 0,5 mm. - Sie sind oft Ursache für die Hausstauballergie, bei großem Bestand kann es sogar zu Asthma kommen. Die Tiere halten sich in Betten, Polstermöbeln, Matratzen (auch in Schaumstoff- und Latexmatratzen mit Kunstfasern), Teppichböden usw. auf und bevorzugen eher Kühle und Feuchtigkeit. Sie nehmen Feuchtigkeit über die Haut auf. Nur dem Leder können sie keinen Geschmack abgewinnen. Sie ernähren sich von den menschlichen Hautschuppen, die meistens durch Schimmelpilze befallen sind, wodurch sie für die Tiere verdaulicher werden. Ein Mensch verliert je Tag etwa ein Gramm, wovon sich 1 Mill. Milben ernähren können. Sie sind nur 0,5 mm groß. Man kann annehmen, dass sich in jedem Bett etwa 500 - 1000 Milben aufhalten, die sich auch nicht durch Staubsaugen wesentlich vermindern lassen. Ihre Anzahl kann indirekt durch das Guanin in ihren Ausscheidungen festgestellt werden. Mit Einsetzen der Heizperiode sterben die Tiere ab, die allergenen Exkremente bleiben jedoch erhalten und wirken weiter.

 

Bekämpfung

Abwehr: Von Mainzer Wissenschaftlern (Dr. Bischoff) wurde das Mittel Acarosan entwickelt, das die Milben abtötet. Es enthält vernetzende Substanzen, die die Ausscheidungen zu größeren Partikeln umformen. So können mit dem Staubsauger auch die alten Exkremente abgesaugt werden. Anwendung zweimal im Jahr, im Frühjahr und Herbst. Auch eine Mischung aus 90% Alkohol und 10% Niem soll die Larven beseitigen. Ein fertiger Milbenspray mit Niem gegen Hausstaubmilben ist auf dem Markt. Bei einer Temperatur von 60° werden die Milben sicher abgetötet. Hausstauballergiker sollten Schaumstoffmatratzen verwenden, Latex kann allergieauslösend sein (z.B. Kreuzallergie mit Artischocken und Bananen). Bei Schlafzimmertemperaturen unter 18° vermehren sie sich nicht mehr*. Die Luftfeuchtigkeit sollte unter 50% eingestellt werden. Oft lüften und die Matratzen umdrehen. Niemals die Matratzen in geschlossene Bettkästen oder auf den Fußboden legen. Falls nicht anders möglich, sie täglich auslüften lassen. Tageskleidung im Bad o.ä. ablegen, damit die Hautschuppen nicht mit in das Schlafzimmer gebracht werden. Das Schlafzimmer über Tag erwärmen und die Feuchtigkeit auf unter 50% einstellen. - Nach neueren Untersuchungen sollen die Hausstaubbakterien das Gift Endotoxin enthalten, das die Bildung weißer Blutkörperchen fördert, die wiederum Interferon-Gamma produzieren, das vor Allergien schützt.

*Nach einer britischen Untersuchung 04 meiden die Milben gerade die höheren Temperaturen. Solange jemand im Bett schläft, bleiben sie weg.