Eichen [Qercus ]


Botanischer Name
Qercus
Pflanzenfamilie
Pflanzenkategorie
Eichen - Einleitung

Allgemeine Informationen

Quercus x robur, Eiche
Quercus x robur, Eiche
Bild: Botanikus
Quercus Buchengewächse.

Einheimische Stieleiche. Buchengewächs, einhäusig. Park- und Straßenbaum.

Schöne Herbstfärbung. Höhe 35 bis 50 m, meist tiefwurzelnd.

 

 

 

 

 

 

 

Quercus x robur, Eiche
Quercus x robur, Eiche
Bild: Botanikus

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eichen - Aufzucht und Lebenszyklus

Boden

Nahrhafter, humusreicher, tiefgründiger Boden ist günstig.

Lage

Sonnenlage. Einzelstellung.

Aufzucht

Bäume lagern Gerbsäure in ihre Blätter ein. Das hält viele Pflanzenfresser ab.

Nachbarschaften-Mischkultur

Eichen und Linden fördern sich gegenseitig.

Sommersteinpilze sind nur unter Buchen und Eichen zu finden und bilden mit ihnen eine Pflanzengemeinschaft. Der Pilz dringt in die Wurzeln ein, der Baum liefert Kohlenhydrate, der Pilz Nährsalze und Wasser.

Eichen - Anfälligkeit für Pflanzenkrankheiten


Eichen - Sorten/ Unterarten

Sorten 1

Qercus Fastigiata, Pyramideneiche, Säuleneiche, veredelt. Dichtstehende, langsam aufrecht wachsende Äste. Lange anhaftende Belaubung. Sonne, für Einzelstellung.

 

Quercus rubra, amerikanische Roteiche, tiefwurzelnde Lichtbaumart.

Quercus rubra
Quercus rubra
Bild: Botanikus

Krone erst kegelförmig, im Alter breit und rund, 30 m hoch, schnellwachsend. Blüten 5, einhäusig. Früchte (Eicheln) 10. Scharlachrote Herbstfärbung. Nicht geeignet für flachgründige, kalkreiche Böden mit hohem Wasserstand.

 

 

Quercus turneri Pseudoturneri, nur 8 m hoch, Blätter etwa 7 cm lang, dunkelgrün, auch im Winter. Schöne Einzelpflanze.

Eichen - Verwendung in der Medizin

Wirkstoffe

Blätter, Früchte, Rinde, Wurzel.

Volksmedizin

Gerbstoffe wirken zusammenziehend und sind entzündungswidrig, ferner stopfend bei Durchfällen und kräftigend auf den Darm. Ein Aufguß wird gern benutzt zum Gurgeln bei Infektionen im Mund- und Rachenraum sowie am Zahnfleisch. Der Gerbstoff härtet die Schleimhäute und entzieht somit den Bakterien den Nährboden. Die Füße sind durch Frost geschädigt, sie werden gern in Eichenrindentee gebadet, man macht Umschläge bei entzündeten Augen mit einer Eichenrindenabkochung und behandelt auch nässende Ekzeme, Verbrennungen und sekundärinfizierte Unterschenkelgeschwüre. Die Rinde (Spiegelrinde) wird am besten Stockausschlägen entnommen, sie sollte gesund und frei von fremdem Belägen sein, der Durchmesser der Triebe sollte nicht über 6 cm liegen. Kochzeit 30 Minuten. Anwendung äußerlich in Bädern bei Körper- und Nervenschwäche, Ausschlägen. Spülungen bei Frauenleiden. Gegen Blasenschwäche empfiehlt der MDR Eichenrindensitzbäder (oder Kamillensitzbäder) oder eine dreiwöchige desinfizierende Teekur aus Eichenrinde, Johanniskraut, Knöterich und Bärentraubenblätter. 1 Esslöffel mit 1/4 l kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen, durchseihen und ungesüßt trinken.

 

Volksmittel:

Die innerliche Anwendung ist stark rückläufig. Bessere Mittel sind Kamille, Pfefferminze, Tausendgüldenkraut und gegen Durchfälle Blutwurz. Der BGA nennt folgende Anwendungen: Entzündungen von Zahnfleisch und Mundschleimhaut, vermehrte Fußschweißsekretion, ergänzende Behandlung von Frostbeulen und Analfissuren. Aber man könnte hinzusetzen: Unterschenkelgeschwüre, chronische Ekzeme und Hämorrhoiden. Gemäß MDR ist das geeignete Kraut Eichenrinden sehr gut gegen Hämorrhoiden: 2 Eßlöffel Droge auf 1 l kaltes Wasser. Sie soll etwa 15 - 20 Minuten gekocht werden, dann durch ein Teesieb abseihen. Zweimal täglich, temporiert auf Körperwärme, 10 Minuten lang ein Sitzbad nehmen. Anwendung bis zu 2 - 3 Wochen. Auf keinen Fall mit Seife waschen. Bei hohem Blutdruck sollte man davon Abstand nehmen.