Eichenprozessionsspinner [Thaumetopoea processionea]


Botanischer Name
Thaumetopoea processionea

Allgemeines

Schadbild

Eiche. Dieser neue Schädling breitet sich über das gesamte Bundesgebiet aus. Sie lieben Wärme und Trockenheit. Die Raupe ist schwarz-grau, 2 - 4 cm lang, mit dichter, heller Behaarung. Sie sammeln sich in Gespinsten mit einem Durchmesser von 10 - 20 cm, die Anfang Juni sichtbar sind. Die Eichenprozessionsspinner ziehen nachts wie in einer Prozession zu ihren Fressplätzen in der Baumkrone und kehren morgens wieder zurück zu ihrem Gespinst. Sie fressen nur nachts an den Blättern. Die Fressphase dauert bis zum Juli. Nach der Verpuppung im Herbst bleiben die abgebrochenen Haare zusammen mit Hautresten und Kot im Gespinst zurück. Die Falter schlüpfen Ende Juli/August und legen ihre unscheinbaren Eier in die Baumkronen ab, wo das Gelege überwintert.- Eine Gefahr für die Eichen besteht nicht.- Besonders stark tritt der Eichenprozessionsspinner auf im Rhein-Main-Gebiet, in Bayern und Baden-Württemberg.

Kontakt mit den Haaren kann zu Hautausschlag, Bläschen, Asthmaanfällen, Schwindelgefühl, Benommenheit, Fieber und Allergien führen, verursacht durch das Eiweißgift Thaumetopoin (Histamin), das durch die Haare in die Haut injiziert wird. Die Raupen sollten nur durch Fachleute entfernt werden. Sie haben dafür Vollschutzanzug und Atemschutzgerät. Die Gespinste werden mit Haarspray, Lackspray oder Wasserglaslösung gebunden und dann nach Trocknung mit einem speziellen Staubsauger entfernt.

Vorbeugung

Neudorff Raupenspritzmittel oder Spruzit gegen die Raupen. Nötigenfalls muss bei starkem Befall der Baum gefällt werden, die Feuerwehr verhindert mit einem feinen Wasserschleier, dass die Härchen vom Winde fortgetrieben werden. - Eine Bekämpfung der unbehaarten Larven ist nur sinnvoll bis zum Ende des zweiten Raupenstadiums, etwa Anfang Mai. Erst danach bilden die Larven die Brennhaare aus, die gefährlich sind für Mensch und Tier.

Bekämpfung

Bei Kontakt ein gründliches Duschbad unter Einschluss der Haare nehmen. Kleider wechseln und maschinell waschen, vor allem bei Juckreiz. Bei stärkeren Symptomen Arzt aufsuchen.