Raubmilben


Amblyseius spec./Typhlodromus pyri.

Sie sind den schädlichen Spinnmilben ähnlich, entwickeln aber kein Gespinst. Sie sind etwa 0,5 mm groß, rötlich, birnenförmig, achtbeinig, ohne sichtbare Haare. Keine roten Flecken. Halten sich auf blattunterseits in den Winkeln der Blattadern, in der Nähe der Mittelrippe bei Obstbaumblättern.

Nahrung: Sie sind nützlich im Wein- und Gemüsebau, auch in Gewächshäusern, da sie die schädlichen anderen Milben und auch Thripse bekämpfen. Viele fressen außer den Milben Eier und Larven auch pflanzliche Stoffe und Nektar, sofern nicht genügend Beutetiere vorhanden sind. Je Tag frisst eine Raubmilbe 20 - 30 Spinnmilben. Feuchte Luft ist wichtig für den Erfolg.

Förderung: Damit die Raubmilben überwintern könen, sollten z.B. einige Himbeersträucher im Herbst nicht abgeschnitten werden, sondern erst nach dem Neuaustrieb. Alte Nylonstrümpfe um Obstbaumäste wickeln, nicht zu fest, damit sie die angebotene Unterkunft auch beziehen können. Blühende Gräser, Gehölze, Hecken, Weinreben.

Phytoseiulus persimilis wird in Gewächshäusern gegen dieRote Spinne eingesetzt. Sie vermehren sich bei über 16° und hoher Luftfeuchtigkeit schneller als der Schädling. Kulturen bei Anwendung an heißen Tagen beschatten.

Amblyseius spp. wird in Gewächshäusern gegen Thripse eingesetzt.

Samenfachhandel.
Lieferanten: BIp, Flora, Katz, Neudorff, Öre, re natur, Sautter & Stepper, STB, Hatto & Patrick, Wilhelm.

Siehe auch den Einführungstext Nützliche Tiere, Bakterien, Pilze