Inhaltsstoffe K - M


 

Kalzium: Abtei Knochenstark Calcium 600 + D 3, Doppelherz aktiv Calcium + D 3 + Vitamin K, Lidl/Vitafit Calcium, Kneipp Active Calcium + Vitamin D 3. Milch und Käse sind die wichtigsten Einheiten für die Zufuhr von Kalzium.

Katechine: Natürliche Gerbstoffe, in Kakao und (Bitter-)Schokolade, grünem Tee (!) und in vielen Obstarten enthalten. Sie sind krebsverhütend (Hautkrebs), US-Studie. In Gegenden Japans, wo viel grüner Tee getrunken wird, gibt es weitaus weniger Krebskranke als sonst, selbst bei starken Rauchern ist der Lungenkrebs seltener. Der Gerbstoff Epigallo-Katechin-Gallat wird dafür verantwortlich gemacht.

Ketone: Stoffwechselprodukte, die beim Abbau von Körperfetten entstehen. Dies ist z.B. der Fall, wenn nicht genügend Kohlehydrate vorhanden sind und der Körper auf Fette zurückgreift, um die fehlenden Kohlehydrate zu gewinnen (Atkins-Diät, Fasten). Der Zustand, der dadurch entsteht, heißt Ketose. Er wird bei der Atkins-Diät angestrebt, die ja die Körperfette abbauen will, und führt zum Erfolg, allerdings um den Preis, dass der Körper bei längerfristiger Dauer übersäuert wird und zuwenig Vitalstoffe erhält. Nierenschäden und gichtisch-rheumatische Folgen können eintreten. Die South-Beach-Diät vermeidet diese Gefahr in der Stufe II und III und erlaubt Gemüse, Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte.

Kieselsäure: Oder Kieselerde. Sie kommt vor allem vor im Schachtelhalm, bei den Raublattgewächsen (z.B. Lungenkraut), im Spitzwegerich, in der Brennessel und bei den Gräsern, z.B. dem Hafer, besonders stark auch in der Hirse enthalten. Sie wird in den Zellmembranen oder in den Zellen abgelagert. Verbessert die Elastizität der Gefäße und schützt vor Arteriosklerose. Sie trägt wesentlich zu der Festigkeit des pflanzlichen und auch des menschlichen Gewebes bei (Bindegewebe, Haare, Haut und Nägel). Kieselerde (z.B. im Kürbis) wirkt zusätzlich gewebsentwässernd. Siehe auch unter Spurenelementen 'Silizium'.

Knoblauch und Zitrone

Sind Adern im Gehirn oder Herzkranzgefässe verengt oder verkalkt, trinke man ein Likörglas von dem Auszug aus etwa 30 geschälten Knoblauchzehen und 5 kleingeschnittenen ungeschälten Naturzitronen.

Alles wird im Mixer zerkleinert, mit einem Liter Wasser aufgesetzt und zum Kochen gebracht, aber nur einmal aufwallen lassen, dann abseihen und in eine Flasche füllen, kalt aufbewahren.

Das Gläschen trinke man vor oder nach der Hauptmahlzeit. Schon nach drei Wochen täglichen Genusses ist eine jugendliche, wohlige Regeneration des ganzen Körpers zu verspüren. Verkalkungen und deren Nebenerscheinungen, beispielsweise beim Sehen und Hören, gehen zurück und beginnen ganz zu verschwinden.

Nach dreiwöchiger Kur sollte man acht Tage pausieren, um dann die zweite dreiwöchige Kur durchzuführen. Dann stellt sich ein durchschlagender Erfolg ein. Diese billige, unschädliche und heilwirksame Kur sollte man jedes Jahr wiederholen. Um den unangenehmen Duft spürt kein Mensch etwas. Die Wirkung von Knoblauch und Zitrone kommen voll zur Geltung.

Man sollte dabei beachten, daß nur der Knoblauch - der mit der Fahne - ist richtig. Der andere liegt lange Zeit im Lager, von ihm kann man nichts erwarten.

Koffein: Alkaloid. Anregender Bestandteil in Cocagetränken, Guarana-Schlingpflanzen, Kaffee, Kakao, Matesträuchern und chines. Tee. Der Koffeingehalt im Kakaotrunk ist maximal nur ein Viertel des Gehalts in einer Tasse Kaffee. Koffein steigert den Blutdruck, die Urinproduktion, regt Herz-, Lungentätigkeit und Zentralnervensystem an. Verengt die Blutgefässe (Einsatz bei Migräne). Bei Untersuchungen von Forschern des Weizmanninstitutes steigerte sich bei Gehirnzellkulturen unter Einfluss des Koffeins die Kalziumkonzentration in den Nervenzellen, die daraufhin wuchsen und Dendriten (Ausläufer) bildeten. Das deutet möglicherweise daraufhin, dass Kaffee eine Steigerung des Lernvermögens bewirken kann. - Behindert den Kalkaufbau. - Gem. Deutschem Institut für Ernährungsmedizin und Diätetik, Bad Aachen, sollten Schwangere möglichst ganz auf den Kaffeegenuss verzichten. Schon ab 100 mg Koffein täglich = 1 1/2 Tassen steigt das Risiko einer Fehlgeburt an, besonders im ersten Drittel der Schwangerschaft. Durch die erhöhte Durchblutung der Nieren steigt die Harnmenge an und wird eine erhöhte Kalziummenge ausgeschieden. Wer erhöhte Cholesterinwerte hat, sollte den Kaffee immer filtern, weil dann die Fettsäuren zu 80% zurückgehalten werden.

04. Eine Gegenposition vertritt Prof. Linker, Uni Potsdam. Es sollen im Kaffee gesundheitsfördernde Stoffe enthalten sein. Veronika Somoza von der Deutschen Forschungsanstalt für Lebensmittelchemie, Garching, fand heraus, dass das Methylpiridinium im Kaffee im Tierversuch Phase II - Enzyme um bis zu 40% erhöht. Diese Enzyme machen Gifte und Krebs erregende Stoffe unschädlich. Das Methylpiridinium entsteht erst bei Röstungsprozess in verhältnismäßig großen Mengen. Auf Grund seiner Wirkung zählt es zu den Antioxidanzien, es müsste daher auch das Krebsrisiko mindern. Die Bestätigung beim Menschen muss jedoch erst durch Tests erwiesen werden. - Brasilianische Forscher haben herausgefunden, dass hoher Kaffeegenuss zu erheblich agileren Spermien verhilft. - Forscher der University of Georgia fanden heraus, dass Kaffeegenuss vor dem Sport die Muskelschmerzen erheblich vermindert. - Das Risiko von Gallenleiden soll auch herabgesetzt werden, wenn täglich vier Tassen Kaffee oder mehr getrunken werden. Wahrscheinlich ist Koffein dafür die Ursache (Nurses Health Study).

Gichtkranke brauchen nicht auf Tee zu verzichten. Lt. Ernährungswissenschaftlerin Dr. Eva Maria Schröder, Tutzing, wird Koffein nicht zu Harnsäure abgebaut. Vielmehr wandelt er das Koffein zu anderen Substanzen um, die über die Nieren ausgeschieden werden.

Der Kaffeegenuss der Deutschen beträgt 13 Milliarden Liter im Jahr = 320 Millionen Tassen je Tag oder 157 l/Jahr/Bürger.

Kohlenhydrate: Aus ihnen schöpfen Mensch und Tier den größten Teil ihrer Energie. Kohlenhydrate sind in der Natur überall vorhanden. Sie werden von den Pflanzen aus Kohlendioxid und Wasser mit Hilfe des Sonnenlichts (Photosynthese) hergestellt. Sie bestehen aus langen Ketten von Zuckermolekülen, aus denen der Körper Glukose, ein Monosaccharid, herstellt. Zu den Kohlehydraten gehören:

die Einfachzucker oder Monosaccharide: Fruktose = Fruchtzucker, Vorkommen vor allem in Obst und Honig

Galaktose = Schleimzucker, Vorkommen in der Milch

Glukose = Traubenzucker, Vorkommen in Gemüse und Obst

die Doppelzucker oder Disaccharide: Laktose = Milchzucker, Vorkommen in Milch und Milchprodukten

Maltose = Malzzucker, Vorkommen in Bier, Malzextrakt

Saccharose = Haushaltszucker, Vorkommen in Zuckerrohr und Zuckerrüben

die Vielfachzucker oder Polysaccharide: Cellulose, Vorkommen in allen Pflanzen für den Gerüstaufbau

Glykogen, Vorkommen in Leber und Muskeln

Stärke, Vorkommen in Getreide und Kartoffeln

Die Glukose geht schnell ins Blut, sie kann kann mit Hilfe des Insulins und Enzymen in den Zellen sofort verbrannt werden. Die Insulinproduktion wird auf Hochtouren gebracht; ist der Zucker verarbeitet, besteht oft ein Insulinmangel, der sich in Heißhunger äußert. Ist dauernd zuviel Zucker im Blut, speichert das Insulin den überschüssigen Zucker als Fett in den Fettzellen.

Die anderen Zuckerarten und die Stärke werden erst im Darm aufgeschlossen und können dann in Form von Monosacchariden den Darm passieren. Ein etwaiger Überschuss wird in der Leber und in den Muskelzellen mit Hilfe des Insulins in der Form von Glykogen abgelagert. Durch ausreichende Muskeltätigkeit wird es wieder abgebaut. Ist dieser Vorrat verbraucht, kann der Körper bei Beanspruchung auch aus Eiweiß und Fett Glukose herstellen. Das Gehirn benötigt täglich Glukose zur Energieversorgung.

Damit die Zellen immer genügend Glukose vorrätig haben, muss im Blutspiegel eine Konzentration von 60 - 140 mg/dl vorhanden sein. Bei höheren Werten spricht man von Diabetes. Bei über 180 mg/dl können die Nieren die Glukose nicht mehr zurückhalten, sie ist dann im Harn nachweisbar.

Stehen dem Körper besonders viele einfache Kohlenhyrate wie Kartoffelbrei, Backerzeugnisse aus weißem Mehl oder Schokolade bzw. Süßigkeiten zur Verfügung, kann er sie schnell umwandeln. Der Blutzuckergehalt schießt in die Höhe. Es wird über den Bedarf hinaus Insulin produziert, so dass der Blutzucker drastisch sinkt - Unterzuckerung kann entstehen - und Hunger. Erschwerend kommt hinzu, dass der Körper die abgelagerten Fette nicht nutzen kann, so lange der Insulingehalt im Blut so hoch ist. Außerdem werden bei hohem Blutzuckergehalt die Triglycerid-Werte erhöht, die HDL-Werte des Cholesterins um etwa 10% gesenkt.

Steht dem Körper nicht genügend Glukose zur Verfügung, kann er sie gewinnen aus Aminosäuren oder aus Glyzerin. Glyzerin ist immer ein Bestandteil der Fette, der Körper kann sich bedienen aus der Nahrungsmittelzufuhr und/oder aus abgelagertem Fett. Die daraus entstehenden Ketonkörper werden vom Gehirn zur Energiegewinnung genutzt. Dieser Prozess heißt Ketose: Weil wegen des akuten Glukosemangels nur wenig Insulin im Blut kreist, werden die Fettdepots im Körper nicht mehr geschützt, sondern abgebaut. Das ist der Grundgedanke der Atkins-Diät. Sie führt zum Ziele der Gewichtsminderung, aber zum Preis der Übersäuerung des Körpers (Gefahr von Nierenerkrankungen und Gicht) und der Verringerung der notwendigen Vitalstoffzufuhr. Auch die South-Beach-Diät baut in der Stufe I auf diesem Grundgedanken auf, lässt aber in den Stufen II und III wieder einige Kohlenhydrate zu (aber keine weißen Mehle und Zucker).

04. Prof. Dr. Uyeda, UT Southwestern Medical Center, Dallas, hat dazu jetzt eingehendere Forschungsergebnisse vorgelegt, die ein Licht werfen auf die Entstehung von Fettleibigkeit und Diabetes: Ein einfaches Protein (ChREBP) aktiviert verchiedene Gene, die in der Leber Zucker in Fett umwandeln. Wenn Gerichte mit vielen Kohlehydraten gegessen werden, antwortet der Körper mit folgenden Reaktionen:

1) Ein Teil des Zuckers wird sofort in Energie umgewandelt.
2) Der Rest wird in Fett umgewandelt. Dazu gibt es zwei Möglichkeiten:
a) Eine sofortige Umwandlung mit Hilfe von Enzymen.
b) Eine langsame Umwandlung, bei der verschiedene Gene an- und abgeschaltet werden und dabei mehr Enzyme produzieren, die ebenfalls Zucker verwandeln können. ChREBP ist beteiligt bei 2b).

04. Die DGE wird auf Grund der amerikanischen Ergebnisse wahrscheinlich ihre Empfehlungen insoweit abändern, dass sie von ursprünglich 55% Kohlehydratanteilen in der Nahrung runtergeht auf 50%.

Kollagene: Unlösliche, hochmolekulare Faser-Proteine, die dem Gerüstaufbau des Stütz- und Bindegewebes dienen bei Haut, Knochen, Knorpel, Sehnen. Die Wirbelkörper werden durch ein Bindegewebe aus Kollagen zusammengehalten. Die Kollagene betragen etwa ein Viertel aller Proteine des Menschen. Die Kollagenfasern werden im Alter spröde durch Fruktose und Glukose, Rauchen trägt ebenso erheblich dazu bei, ebenso Östrogenmangel nach den Wechseljahren. In den ersten fünf Jahren danach gehen 30% Kollagen verloren. - Das Eiweiß Gelatine wird aus Kollagen gewonnen. Das Kollagen für die Schönheitscremes wird aus Haifett gewonnen. - Siehe auch Spurenelemente 'Kupfer', 'Mangan' und 'Vitamin B 6' und 'Vitamin C'. - 02: Die neuentwickelte Antifaltenmethode 'Lunchtime-Beauty' mittels eines Lasers soll die Bindegewebszellen anregen können zu einer natürlichen Hauterneuerung.

Kreatinin: Energie-Reservoir im Muskelfleisch, die Energie kann kurzfristig und schnell abgerufen werden. Es wird vom Körper ausreichend gebildet. Künstliche Zufuhr nur für Leistungssportler wie Sprinter und Speerwerfer interessant, die wiederholt äußerste Anstrengung in kurzen Zeiträumen abliefern müssen.

Lactucerol: Opiumähnlicher, aber unschädlicher Stoff, vor allem in grünen Salaten vorkommend. Wirkt dem Stress entgegen.

Laktase: Enzym, das im Dünndarm Milchzucker aufspaltet.

Laktoflavin: Alte Bezeichnung für Vitamin B2.

Lecithin: Fettähnliche Substanz, ein lebenswichtiger Baustein der Zellen, besonders im Nervengewebe und und in den Zellmembranen. Sie gehört zu den Glycerinphosphatiden. Wichtige Bestandteile sind Cholin und Inositol. Die Umhüllung der Zellen aus Lecithin und Lecithin besteht überwiegend aus ungesättigten Fettsäuren, die für die Elastizität der Zellwände sorgen. Sie verhindert Gallensteine, stärkt die Nerven und die Gehirnleistung, fördert die Konzentrationsfähigkeit und die Leistung der Leber, verhindert u.U. eine Fettleber durch Abbau überschüssigen Fettes, verbessert die Regeneration der Leber nach Alkoholgenuss durch seinen Gehalt an Phosphatidylcholin und Linolsäure, schwächt die Wirkung von Nikotin auf die Zellen ab und senkt das Risiko von Herz-Kreislauf-Krankheiten und hohen Blutdruck. Sie senkt zu hohe Cholesterin- und Homocysteinwerte und schützt damit das Gefässsystem. Im Zellstoffwechsel des Gehirns spielt Lecithin durch die Bildung des Botenstoffs Acetylcholin eine wichtige Rolle. Er ist notwendig für die Informationsspeicherung und die Impulsübertragung. Auch als Beruhigungs- und Schlafmittel geeignet.
Lecithin ist enthalten in Eiern, Hefe, Milch; Erbsen, Lupinen, Mais, Pflanzenölen, Soja (besonders wertvoll), Weizenkeimen. - Ohne gleichzeitige Aufnahme von Vitamin E zum Schutz vor freien Radikalen kann es zur Bildung von Peroxiden kommen, die Arteriosklerose verursachen. - Sojalecithin besteht aus: Phosphatidylcholin, Phosphatidylserin, Phosphatidylethanolamin, Phosphatidylinositol und Sphingoglykolipiden.

Lektine: Sie gehören zu den sekundären Pflanzenstoffen. Es sind zuckerhaltige Eiweißstoffe, Proteine oder Glykoproteine. Vorkommen in Pflanzen, z.B. Bananen, Getreide, Himbeeren, rohen Hülsenfrüchten (Hämaglutinine, sie werden durch Erhitzen zerstört), Kartoffeln, Misteln (sie werden therapeutisch genutzt gegen Krebs), Nüssen, Pilzen (Igelstachelbart), Tomaten und Zwiebeln, in Tieren und Menschen, auch in Bakterien. Aber sie werden auch von Mikroorganismen und vom menschlichen Organismus gebildet. Sie wirken mit an der Verminderung des Blutglucosegehaltes. Lektine aktivieren Darmenzyme und können direkt mit Darmbakterien reagieren, wodurch das Immunsystem verbessert wird.
Lektine können auch giftig sein, z.B. in Rizinussamen, rohen Bohnen, weniger giftige in Erbsen, Erdnüssen und Tomaten. Durch Erhitzen werden sie unschädlich gemacht. °Lektine im Weizen sind ungiftig, aber sie werden nicht durch Hitze zerstört. - Lektin GNA ist ein Eiweiß, das Zucker bindet, es kann saftsaugende Insekten töten. Soll u.U. gentechnisch eingesetzt werden.
°Bei einem Versuch 02 schädigte das Lektin die Darmwand von Ratten.

Lentinan: Polysaccharid im Shii-Take-Pilz, aktiviert die Immunabwehr, hemmt Tumorwachstum, und steigert die Insulinerzeugung. In Japan zugelassen gegen Magenkrebs.

Leptin: Hormon, wird von Fettzellen abgesondert. Verursacht das Gefühl der Sättigung. Ist im Plasma übergewichtiger Personen erhöht. Wird Körperfett abgebaut, nimmt in gleichem Masse auch das Leptin ab. Die Hoffnung, es als Medikament gegen Fettsucht einzusetzen, hat sich zerschlagen: Übergewichtige haben schon einen hohen Lektinspiegel, aber andererseits eine Lektinresistenz, d.h., die Zielneuronen können nicht mehr angesprochen werden. Gegenspieler ist das Hormon Ghrelin. Siehe auch IV Gesunde Ernährung

Lignane: Sekundäre Pflanzenstoffe, Unterabteilung Phytoöstrogene. Aus dem Roggen extrahierte Lignane haben bei Ratten mit Prostatatumor hemmende Wirkung gezeigt (Cancer Letters). Auch das Risiko eines hormonabhängigen Brusttumors soll verringert werden. Die Lignane im Leinöl werden bei Wechseljahrsbeschwerden eingesetzt. Die höchsten Konzentrationen sind in Kürbiskernen, Leinsamen und Roggenvollkorn vorhanden.

Limonin: Vorhanden in den sommerlichen Zitrusfrüchten, gilt als krebshemmend.

Lipasen: Enzyme, die im Dünndarm Fette aufspalten.

Lipidperoxidation: In den Zellmembranen sind ungesättigte Fettsäuren enthalten, die auf Grund ihrer chemischen Unbeständigkeit leicht umgewandelt werden können. Sie sind besonders gefährdet durch die Freien Radikale, die bei der Energiegewinnung in den Zellen entstehen. Sind nicht genügend Antioxidanzien (Radikalenfänger) vorhanden, lagern sich die Freien Radikale an den Molekülen der Fettsäuren an und entreißen ihnen ein Elektron, wodurch die chemisch umgewandelten Fettsäuremoleküle ihrerseits zu Freien Radikalen werden und damit eine Kettenreaktion einleiten. Diese Kettenreaktion nennt man Lipidperoxidation. Besonders geeignet, um diesen Vorgang zu stoppen, sind das körpereigene Enzym Glutathionperoxidase, Vitamin E und das Coenzym Q 10.

Listerien: Bakterien, die über Rohei, -milch und -milchkäse, rohe Fisch- und Fleischprodukte und Salate den Menschen infizieren können. Sie sind enorm widerstandsfähig, vermehren sich auch unter Kühlschrankbedingungen und sterben erst bei Temperaturen über 70° ab. Sie können den Fötus gefährden, die Infektion kann zu Früh- oder Fehlgeburten führen, außerdem zu Hirn- und Hirnhautentzündung sowie Blutvergiftung.

Lutein: Natürlicher, gelber, antioxydativer Farbstoff, er gehört zu den Carotinoiden, Untergruppe Xantophylle. Er stärkt die Blutversorgung des Auges und verhindert möglicherweise, wie auch das Zeaxanthin, altersbedingte Makula-Degeneration (Harvard Medical School). Vitamin C und E können ggf. dabei helfen. Beide Carotinoide sind in Netzhaut und Linse enthalten und schützen das Auge vor blauem und ultraviolettem Licht. Sie kommen zusammen im Brokkoli und Spinat vor. Lutein kommt in allen grünen Pflanzenteilen vor, meistens zusammen mit Carotin und Chlorophyll, aber auch in Algen, Blütenblättern, Brennesseln, Carota-Kürbis, Eigelb, Erbsen, Früchten, Kohl, Mais, (gelbem) Paprika, Petersilie, (nativem) Rapsöl (durch Dampfwäsche und Raffination wird es weitgehend entfernt), Salat, Spinat, Tomaten. Besonders reich an Lutein ist der Carota-Kürbis. Lutein und Zeaxanthin sollen mit Omega-3-Säuren ein Präparat benutzen, was für die trockene Makuladegeneration nötig ist. - Siehe 'Carotinoide'.

Lycopin: Es ist das wirksamste Carotinoid und eines der stärksten Antioxidanzien überhaupt. In der Pflanze schützt es vor UV-Strahlen. Im Körper ist es vor allem in den Hoden, der Leber, den Nebennieren und der Prostata, außerdem im Plasma und in den Geweben (aufbauende Wirkung auf das Bindegewebe) anzutreffen. Es ist demnach anzunehmen, dass es in den vorgenannten Bereichen besonders seine Schutzwirkung als Antioxidans ausübt. Es vermindert die Bildung freier Radikale durch UV-Strahlen. Mindestens gleich wichtig ist seine Fähigkeit wie die aller Carotinoide, den Singulett-Sauerstoff (ein über dem Normalzustand liegender Anregungszustand des Sauerstoffs, wie er durch photochemische Reaktionen bei der Lichtaufnahme entsteht) zu neutralisieren. Er gilt als einer der wirksamsten Quencher dafür. Hilft ebenso gegen die Auswirkungen von UV-Bestrahlung und von Umweltverschmutzung. Untersuchungen an der Uni Düsseldorf und amerikanische Forschungen haben gezeigt, dass dieser rote Farbstoff viele Wirkungen hervorruft: Er verbessert die Qualität der Spermien und hat positive Wirkungen bei Herzinfarkt und Tumoren. Er hemmt die Oxidation des LDL-Cholesterins. Das Risiko eines Prostatakrebses und eines Brustkrebses ist gem. Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr in Heidelberg um 21% geringer. Das Risiko eines Bauchspeichelkrebses soll um 50% geringer sein, nach einer italienischen Untersuchung wird das Risiko eines Magen-Darm-Krebses erheblich eingeschränkt. Gemäß Universität Hawai kontrolliert Lycopin das Wachstum der Zellen. Die Zellalterung wird verlangsamt. Auch beim Lungenkrebs wird eine vorbeugende Wirkung angenommen.

Nach einer amerik. Studie der Harvard Universität (Dr. E. Giovannucci) haben Männer, die häufig Tomaten essen, ein um 40% geringeres Risiko für Prostatakrebs. Womöglich wird das Risiko proportional zum Tomatenkonsum verringert. Auch für andere Krebsarten (Bauchspeicheldrüsen-, Brust-, Dickdarm-, Gallenblasen-, Gebärmutterhals-, Mund- und Speiseröhrenkrebs) wird eine Risikobeschränkung angenommen. Die Wirkung ist doppelt so groß wie bei dem Betacarotin. Schon ab 6 mg täglich (= 4 - 5 mittelgroße Tomaten) wird eine diesbezügliche Wirkung festgestellt. Ein Test der Universität Illinois mit Tomatensoße, täglich eine dreiviertel Tasse, hatte das Ergebnis, dass der Eiweißstoff PSA, der zur Feststellung eines Prostatakrebses dient, durch Lycopin verringert wurde. - Es ist besser resorbierbar, wenn es erwärmt und etwas Fett dazu genossen wird. Der Körper kann das Lycopin aus leicht angegarten Tomaten, auch aus Ketchup, aus Tomatensaft und Tomatensoße, besser aufnehmen. 200 ml Tomatensaft enthalten 15 - 30 mg Lycopin, rohe Tomaten nur 6 mg bei gleichem Gewicht. 04 Ein Test der Harvard School of Public Health mit 40.000 Frauen brachte das Ergebnis, dass das Risiko von Herzkranzgefässerkrankungen um 30% gesunken war. Die Frauen assen Tomaten/Tomatenprodukte jeden Tag.

Lycopin ist enthalten in: Garnelen; Aprikosen, Eichblattsalat, rosafarbenen Grapefruits, Guaven, Hagebutten, Möhren, rotem Paprika, roten Tomaten (!!), Wassermelonen. Siehe auch 'Carotinoide'. - 05 Kalifornische Forscher fanden in Bio-Produkten die dreifache Menge an Lycopin gegenüber traditionellen Produkten. - Isoliertes Lycopin hat keine Wirkung.

Lysin: Eine essenzielle Aminosäure, kommt besonders konzentriert und wertvoll im Körner-Amaranth und in der Bierhefe vor. Sie ist notwendig für die Entwicklung des Gehirns und das Wachstum.

Melanine: Die Pigmente, die das Haar von Menschen und Tieren färben, ebenso die Federn. Sie werden von der Haut gebildet zur Abwehr schädlicher UV-Strahlung. Leberflecke und Sommersprossen sind Ansammlungen von Melanin. - Ausgangsstoff ist die Aminosäure Tyrosin, die vom Körper durch Einwirkung von Enzymen oxidiert wird.

Melanoidine: Melanoidine entstehen, wenn Kohlenhydrate bei hohen Temperaturen auf Aminosäuren treffen (Maillard-Reaktion). Auch Acrylamid gehört dazu. Sie verleihen den Nahrungsmitteln wie Brötchen, Backwaren, Bratwürsten die braune Farbe und das Aroma. Ein EU-Projekt, dass die Arbeiten auf diesem Gebiet koordinieren sollte, kommt 04 zu dem Ergebnis, dass Bräunungsprodukte von Brot, Gerste, Kaffee, Kakao sich antioxidativ auswirken und damit die Gesundheit fördern. Eine italienische Gruppe von der Universität Neapel hat herausgefunden, dass Melanoidine der Entstehung von Metastasen entgegen wirken können. Die Melanoidine blockieren Lectine, die die Krebszellen zusammenhalten. Außerdem sollen sie Luftsauerstoff binden und damit den Verderb von Lebensmitteln durch ihre antibakterielle Wirkung hinauszögern. - Siehe auch Acrylamid.

Melatonin: 'Schlafhormon', Gegenspieler des Serotonins. Es wird in der Zirbeldrüse hergestellt. Sie ist mit dem Sehnerv des Auges verbunden. Sobald es dämmert, beginnt die Zirbeldrüse (Epiphyse) mit der Herstellung des Neurohormons. Zu geringe Produktion von Melatonin, Cortisol und Leptin führt zum 'Night Eating Syndrom'. Am Tage wird es wieder abgebaut. - Es ist vorhanden in Ananas, Erdbeeren, Karotten, Kiwi, Paprika, Petersilie, Spargel. - Nach neueren Hinweisen kann möglicherweise Nachtarbeit zu Brustkrebs führen. Gegenüber am Tage arbeitenden Schwestern haben Nachtschwestern einen höheren Brustkrebsanteil von 36% gem. einer amerikanischen Untersuchung. Die Erklärung dafür ist, dass bei Nachtschwestern weniger Melatonin produziert wird, dagegen mehr Östrogene gebildet werden, weil der Gegenspieler Melatonin zum Teil ausfällt.

Methylglyoxal: Krebsauslösender Stoff, in Brandy, Kaffee, Whiskey und - in geringem Masse - in schwarzem Tee enthalten. Unter Rattenhaut gespritzt, löste er Krebs aus. Zusammen mit Wasserstoffperoxid, das ebenfalls im Kaffee, besonders im Instantkaffee vorkommt, wird die krebsauslösende Wirkung um ein Vielfaches verstärkt.

Methylmethionin: Anti-Ulcus-Faktor. Enthalten im Weißkohl. Wird durch Kochen und Einfrieren zerstört.

Methylxanthin: Krebsauslösender Stoff, im Kaffee enthalten, der auch für das erhöhte Herzinfarktrisiko bei Kaffeetrinkern verantwortlich gemacht wird. Belegt sind die krebsauslösenden Wirkingen des Kaffees bei Blasen-, Brust-, Ovarial-, Prostatakrebs (Dr. Bircher, Le Pont).

Milchzucker: Er ist vorhanden in (einigen) Joghurts, Käse, Kuchen, Milch, Pommes, Quark, Sauerkraut, Süßigkeiten, Wiener Würstchen usw. und wird vielfach als Säuerungs- und Konservierungsmittel in Lebensmitteln eingesetzt.- Bei Unverträglichkeit (Laktose-Intoleranz, Fehlen des Verdauungsenzyms Laktase) entstehen Beschwerden wie Bauchschmerzen, Durchfall, Hauterscheinungen, Schwindelgefühl, Übelkeit nach dem Essen.

Mineralwasser: Ab Juni 2001 müssen folgende Höchstmengen in mg/l für Mineralwässer, die der Säuglingsnahrung dienen, eingehalten werden: Arsen 0,005, Fluorid 0,7, Mangan 0,005, Natrium 20,0, Nitrat 10,0, Nitrit 0,02, Sulfat 240,0. Sie enthalten die Aufschrift: 'Zur Zubereitung von Säuglingsnahrung geeignet.' Wegen etwaiger Verunreinigungen s iehe Heft 2002 oder unter http://www.stiftung-warentest.de/online/ .

Monochlorpropandiol: 3-MCPD. Schadstoff, der sich bei hohen Temperaturen bildet bei Lebensmitteln mit Fett- und Salzgehalt, z.B. Brot. Beim Selberbacken dunkle bzw. verbrannte Krusten vermeiden. Im Tierversuch entstand Krebs. 2 Mikrogramm je 1 kg Körpergewicht täglich sollten nicht überschritten werden. Exakte Daten liegen nicht vor (03).

Monoterpene: Sekundäre Pflanzenstoffe. Sie vermindern das Krebsrisiko. Zu ihnen gehören die Aromastoffe Menthol (Pfefferminze) und das Zitrusöl.

Muttermilch:

Die Milch reicht nicht.

Acidum phosphoricum: Es hilft, wenn die Mutter durch Schwangerschaft und Geburt stark erschöpft ist.

Lac defloratum: Man solltes es versuchen bei verzögertem Milcheinschuss.

Phytolacca: Der Milcheinschuss ist zwar da, aber die Milch kann nicht abfliessen. Die Brüste sind sehr berührungsempfindlich.

Lac defloratum nehmen Sie in der Potenz D 6, die anderen Mittel in der Potenz 12. D6 einen halben Tag stündlich, anschließend dreimal täglich. Die Potenz D 12 sollten Sie bei starken Beschwerden dreimal im Abstand von einer Viertelstunde nehmen. Dann zweimal täglich. Pro Gabe 5 Globuli nehmen lassen.

 

Zuviel Milch und Milchstau.

Phytolacca: Es verspricht Besserung, wenn die Brüste sich dick und gespannt fühlen. Schmerzen bis in die Arme.

Borax: probieren Sie, wenn der Milchfluss sehr stark ist. Beim Stillen tut vor allem die andere Brust weh.

Lac caninum: Es wirkt, wenn die Brust spannt ist und sehr wehtut. Sie halten sie immer wieder vorsichtig mit der Hand. Sie sind leicht reizbar. Das nächtliche Schreien des Babys ist Ihnen schier unerträglich.

Für alle Mittel gilt die Potenz D 12.

 

Brustentzündung

Bryonia: ist das Richtige bei stechenden Schmerzen in der sehr harten Brust. Jede Bewegung verschlimmert die Beschwerden. Sie sind sehr durstig und ausgetrocknet. Wärme ist Ihnen unangenehm.

Belladonna: empfiehlt sich bei plötzlich beginnender Brustentzündung. Sie spüren Röte, Brennen, Hitze und sind sehr berührungsempfindlich.

Phytolacca: eignet sich bei fortgeschrittener Entzündung. Es nützt auch, wenn Sie ein Antibiotikum nehmen müssen.

Myristicin: Scharfstoff, enthalten im äther. Öl von Muskatnuss und Petersilie. Unser Körper baut es um zu einem Amphetamin, einem Aufputschmittel, das in größerer Menge gefährlich werden kann.

Hepar sulfuris: hilft, wenn sich Eiter gebildet hat. Schon leichte Berührung löst starke Schmerzen aus. Eventuell muss der Abzess operativ entfernt werden.

Phytolacca nehmen Sie in der Potenz D 6, für alle anderen Mittel gilt D 12.

 

Entzündete Brustwarzen.

Acidum nitricum: Es ist gut, wenn die Brustwarzen rissig sind.

Silicea: Man kann es versuchen, wenn die Einrisse nicht abnehmen. Sie sind völlig frustriert: So haben Sie sich das Leben mit dem Kind nicht vorgestellt. Zukunft grau in grau.

Für alle Mittel gilt die Potenz D 12. Bei Wundheit können Sie auch die Brustwarzen mit Calcium-fluoratum-Salbe einreiben. Bei zunehmendem Wundsein tut auch Calendula-Salbe gut.

Myristicin: Scharfstoff, enthalten im äther. Öl von Muskatnss und Petersilie. Unser Körper baut es um zu einem Amphetamin, einem Aufputschmittel, dass in größerer Menge gefährlich werden kann.

Myrtillin: Anthocyan, der blaue Farbstoff in den Heidelbeeren. Stärkt Kreislauf und Sehkraft.