Weiße Pestwurz [Petasites albus]


Botanischer Name
Petasites albus
Pflanzenfamilie
Pflanzenkategorie
Weiße Pestwurz - Einleitung

Allgemeine Informationen

Petasites. Korbblütler.

Es ist eine Staude für sehr feuchte, halbschattige Beete und Sumpfanlagen. Lange vor den Blättern erscheinen die straußförmigen zartrosa und nach Vanille duftenden Blüten. Die Pflanze wird 30 cm hoch.

  • Petasites japonicus Giganteus, Japanische Riesenpestwurz. Diese riesige Sumpfstaude wird über einen Meter hoch.
Weiße Pestwurz - Aufzucht und Lebenszyklus

Lage

Sie wurde in der Antike angebaut, sie sollte Schweiß und Wasser austreiben oder auch als ausgezeichnetes Heilmittel bei verschiedenen Hustenerkrankungen. Das Vorkommen von Pyrrolizidin-Alkaloiden macht sie zu einer Giftpflanze. Spezialextrakte ohne Anteil von PA (aus vegetativ vermehrten, Petasin reichen Pflanzen) sind krampflösend, schmerzstillend, entzündungshemmend und antiallergisch wirksam. Damit sind verschiedene Erkrankungen mit schmerzhaften, krampfartigen Zuständen oder allergische Reaktionen gut zu behandeln.

Fruchtfolge-Fruchtwechsel

Eremophilan-Sesquiterpene mit Furanopetasin, ätherisches Öl, Flavonoide, Gerbstoffe, Schleimstoffe. Als Krampf- und schmerzstillendes Mittel können Pestwurzextrakte bei krampfartigen Schmerzzuständen der ableitenden Harnorgane ebenso zur Anwendung kommen wie bei Krämpfen und Schmerzen im Bereich des Magens, der Galle und im Darm. Migräneprophylaxe, Nacken- und Rückenschmerzen sowie schmerzhafte Krämpfe während der Periode sind weitere Anwendungsgebiete.

Weiße Pestwurz - Verwendung in der Medizin

Wirkstoffe

Hoher Gehalt an Petasin, Neo- und Isopetasin.

Volksmedizin

Hemmt die Freisetzung von Histaminen, das fanden Schweizer Allergologen um Dr. Andreas Schawapol heraus. Beim Vergleich an 125 Heuschnupfenpatienten waren alle gleich zufrieden mit dem Ergebnis, nur der müde machende Effekt des Antihistamins blieb bei der Heilpflanze aus. Auch bei allergischem Asthma und Neurodermitis konnten bereits gute Erfolge verzeichnet werden.

Migräne kann gut damit behandelt werden. Schmerzdauer und -stärke konnten deutlich verringert werden. Es wird eine drei- bis viermonatige Einnahme empfohlen. Bei Wiederauftreten der Beschwerden kann eine erneute kurmäßige Anwendung erfolgen. Wegen der guten Verträglichkeit können auch Kinder damit behandelt werden

Äußerst erfolgreich kann sie gegen Bauchkoliken, Atemnot und Husten eingesetzt werden.

Der hohe Gehalt an Petasine wirkt entzündungshemmend. Moderne Ferigpräparate aus speziellen Züchtungen sind frei von Alkaloiden und daher unbedenklich. Im Tee ist er allerdings manchmal immer noch enthalten.

 

Nebenwirkungen

Allergien, Schwangerschaft, Stillzeit: Bei Allergien gegen Korbblütler sollten sie nicht eingenommen werden, auch nicht in der Schwangerschaft und während der Stillzeit.