Portulak [Portulaca oleracea]


Botanischer Name
Portulaca oleracea
Pflanzenkategorie
Portulak - Einleitung

Allgemeine Informationen

Portulaca oleracea, Portulak
Portulaca oleracea, Portulak
Bild: Botanikus
Sommerportulak Portulaca oleracea. Portulakgewächse.

 

Die Kulturform hat größere Blätter und ist 15 - 30 cm hoch, die Wildform hat kleinere Blätter und ist 10 cm hoch. Letztere ist unverwüstlich und trotzt stärksten Temperaturen und äußerster Trockenheit. Sie ist deshalb vorzuziehen. Diese Eigenschaften dienen ihr auch bei der Unterdrückung rivalisierender Kräuter.

Die Wildform deckt schnell den offenen Boden zwischen den Kulturen ab und verzögert die Austrocknung durch Sonne und Wind. Eine Wildpflanze kann zehntausende von Samen hervorbringen, die im Boden über viele Jahrzehnte keimfähig bleiben.

Siehe auch: Gewoehnliches-Tellerkraut

 

Portulak - Aufzucht und Lebenszyklus

Boden

Boden durchlässig, feucht, etwas sandig und kalkhaltig.

Lage

Sommerportulak benötigt Wärme und Sonne.

Aufzucht

Etwas Kompost, keinesfalls Stickstoff. Aussaat 5, Nachsaat jeweils 3 Wochen später. Reihen- und Pflanzabstand 20 cm. Körner nur dünn übersieben (Lichtkeimer). Er benötigt hohe Keimtemperaturen, bei Temperaturen unter 10° sterben die Jungpflanzen ab.

Ernte

Ernte nach 3 - 4 Wochen. Die untersten Blätter jeweils stehen lassen. Mehrmalige Ernte ist dann möglich. Bei hohen Temperaturen und ausreichender Feuchtigkeit bringt er zarte Blätter hervor. Nach der Blüte und im Alter ist er bitter und zäh.

Verarbeitet werden die oberirdischen Bestandteile, dicke Stängel werden herausgeschnitten. Das wertvolle Öl wird aus den Samenkapseln gewonnen, die sich an der Basis der fleischigen Blätter bilden.

 

Überwinterung

Nicht frosthart. Portulakpflanzen können ähnlich dem Schnittlauch in Töpfen im Hause überwintern und abgeerntet werden.

Nachbarschaften-Mischkultur

Begleitpflanzen Sommerportulak: Erdbeere, Kohlrabi, Mais, Pflücksalat, Radieschen, Rauke, Rettich.

 

Portulak - Anfälligkeit für Pflanzenkrankheiten
Häufige Pflanzenkrankheiten


Portulak - Verwertung als Nahrung

Zubereitung

Gewürzpflanze:

Die Blätter können zu Salaten, Soßen, Suppen verwendet werden, auch zu anderen Kräutern.

Auf dem Butterbrot fein geschnitten oder im Kräuterquark.

Verwendung meistens als Kräuterwürze zu Salaten, auch in Eintopfgerichten und Suppen.

Portulak - Verwendung in der Medizin

Wirkstoffe

Enthält viel Eisen (!), Kalzium, Kalium, Magnesium, Vitamine A, B, C, E, Anthrachinone, Carotinoide, Biophenole, Alkaloide, essenzielle Aminosäuren, Cumarin, Herzglykoside, Oxalsäure, Nitrat und Omega-3-Fettsäure (Alpha-Linolensäure) und Sterin ß-Sitostirol.

Der Gehalt an Fettsäure ist in den Kulturformen des Sommerportulaks am höchsten.

Portulak - Weiteres Wissenswertes
Nutzung