Jostabeeren [Ribes x nidigrolaria]


Botanischer Name
Ribes x nidigrolaria
Pflanzenkategorie
Alternativ-Namen
Jochelbeeren, Josta, Rigatze, Joglbeere
Jostabeeren - Einleitung

Allgemeine Informationen

Ribes nidigrolaria. Stachelbeergewächse.

Die Josta/Jochel-Beere ist eine Kreuzung aus Schwarzen Johannisbeeren und Stachelbeeren. Sie hat keine Dornen, schmeckt ähnlich der Schwarzen Johannisbeere, ist aber weniger herb, hat größere Früchte als diese und ist selbstbefruchtend. Auch der Vitamin - C - Gehalt ist geringer, wenn auch noch immmer sehr beachtlich.

Jostabeeren - Aufzucht und Lebenszyklus

Boden

Lage

Vollsonniger Standort.

Aufzucht

Platzbedarf etwa 3 qm, Abstand bis 2,5 m. Die Grube muss doppelt so groß sein wie der Wurzelballen. Wurzeln etwas einschneiden, so dass die Schnittflächen nach unten zeigen. Etwa 5 Triebe stehen lassen, einkürzen um 2/3. Ganzjährig mulchen.

Sie ist weitgehend resistent gegen Blattfallkrankheit, Johannisbeer-Gallmilbe, Mehltau und Rost, aber Spätfröste können ihr schaden. Erntemenge bei Vollentwicklung zwischen 10 -15 kg. Die Beerengröße wird erhöht, wenn die Fruchttriebe eingekürzt werden. Bodenansprüche sind gering, sie wünscht tiefgründigen, durchlässigen Boden, ein wenig Kompost genügt. Trockenheit und Staunässe schaden ihr.

Auslichten nach der Ernte oder im Winter. Bodennahe und überalterte Triebe entfernen. Die Sorte Jogranda hat einen schwächeren, flachen Wuchs, süßere Beeren, sie reift früher; Jostine hat aufrechten, stärkeren Wuchs mit besonders aromatischen Beeren und mehr Säure- und Vitamin-C-Gehalt. Sie eignet sich besonders für Marmeladen und Kuchen. Die ostdeutsche Jochelbeere ist ähnlich, sie gilt als resistent gegen die Johannisbeergallmilbe, den Säulenrost und den Stachelbeerrost, ist aber etwas mehltauanfällig. Da die Beeren nicht gleichmäßig reifen, muss mehrmals durchgepflückt werden.

Vermehrung durch Steckholz oder Absenker. Als Steckholz zwischen 9 und Anfang 4 einen ausgereiften, verholzten und diesjährigen Langtrieb wählen, ihn auf 10 - 14 Zentimeter kürzen und ggf. nach Eintauchen in Wurzelfix in ein Freilandbeet stecken. Absenker erhält man, indem man im Frühjahr besonders lange Triebe nach unten umbiegt, die Rinde etwas anschneidet, den Trieb an dieser Stelle mit einem Drahtbügel fixiert und mit Kompost/Torf/Sand-Gemisch abdeckt. Pflanzenerneuerung spätestens nach 10 Jahren. - Die Wurzeln sind etwas frostempfindlich, deshalb mit Laub o.ä. abdecken. Durch Aussaat von heilenden Maiglöckchen werden sie in ihrer Ertragskraft gestärkt.

Enthält viel Vitamin C.

Ernte

Jostabeeren - Sorten/ Unterarten

Sorten 1

  • Jogranda hat sehr große Beeren und etwas hängende Zweige. Beeren sehr groß, bei schwachem, eher hängendem Wuchs ist sie ideal für einen kleineren Garten.

  • Dr. Bauers Jonova hat weinrote Beeren (Häberli). Sie reifen ziemlich gleichzeitig aus.

  • Dr. Bauers Jostine, sie wächst aufrecht, hat dunkelviolette bis schwarze mittelgroße bis große hocharomatische Früchte mit kräftiger Säure.

  • Josta. Sehr stark wachsend, braucht mindestens 250 cm Abstand. Jährliches, mäßiges Auslichten genügt. Beeren wesentlich größer, widerstandsfähig. Ganz ohne Stacheln. Geeignet zum Frischgenuss, vorzüglich zu Gelee, Marmelade, Saft. Wuchshöhe 2 m. (A&S, Pötschke).