Fachausdrücke


Fachausdrücke.

! = Ausrufezeichen, weist auf eine Besonderheit hin, z.B. hinter einer Monatsangabe auf die besonders lange Blütezeit.

Ableger: Siehe Vermehrung

Ableiten: Ableiten ist das Abschneiden eines steil stehenden Triebes bis zu einem Nebenast, der in die richtige Richtung weist.

Ader: Leitungsbahn im Pflanzengewebe, vor allem in den Blättern. Die dicken Adern an der Blattunterseite heißen Rippen.

Achselstellung: Ein abgetrennter Seitentrieb, an dem eine 'Achsel', d.h. ein kleines Stück Rinde vom Haupttrieb, haftet. Er wurzelt häufig besser als ein normaler Steckling.

Adaptogen: Anpassung an verschiedene Leuchtdichteverhältnisse.

Adventivknospen, -sprosse, -wurzeln: Solche neuen Pflanzenaustriebe entstehen an Stellen, die dafür eigentlich nicht vorgesehen sind: An Stecklingen entstehen neue Wurzeln am Stecklingsgrund, am Tomatenstamm neue seitliche Wurzeln, wenn die Pflanze bei der Auspflanzung tiefer gesetzt wird als sie vorher stand.

Alkalisch: Ein Stoff, dessen pH-Wert über 7.0 liegt, reagiert alkalisch. Diese Reaktion kann das Vorhandensein von Kalk signalisieren.

Allelopathie: Die positive oder negative Wirkung von Pflanzen oder auch Mikroorganismen mittels chemischer Botenstoffe auf andere Pflanzen wird Allelopathie genannt. Beispiel: Das Reifegas Ethylen.

Alternierend: Bestimmte Obstbäume wie Berlepsch, Boskoop, Kaiser Wilhelm und - in Maßen - Elstar tragen im ersten Jahr wenig, im nächsten Jahr überreich. Diese wechselnde Fruchtbarkeit wird 'alternierend' genannt. Dem kann durch geeigneten Schnitt in gewisser Weise begegnet werden.

Antreiben: Eine Methode, bei der Pflanzen durch Wärme und Feuchtigkeit zu vorzeitigem Wachstum oder zur Blüte angeregt werden.

Areole: Kleine Polster an den Rippen eines Kaktusstammes, bestehend aus Blüten, Dornen oder Haaren Sie sind ursprünglich Achselknospen, die in ihrer Entwicklung gehemmt wurden. Jede Areole bildet überhaupt nur einmal eine Blüte aus.

Art: Eine Gruppe ähnlicher Pflanzen. Sie kreuzen sich normalerweise untereinander, aber nicht mit anderen Arten. Eine Pflanze wird definiert durch den Gattungsnamen, der immer an der Spitze der Benennung steht, und dem Artnamen, der darauf folgt in kleiner Schrift.

Auge: Eine Triebknospe in unentwickeltem Zustand. Wir der zugehörige Trieb oberhalb dieses Auges abgeschnitten, treibt das Auge aus und verlängert den Trieb.

Ausbrechen: Werden lange Triebspitzen ausgebrochen, treiben die darunter liegenden Knospen aus.

Ausläufer: Ein oberirdischer, meist waagerechter Trieb, aus dessen Knoten sich junge Pflänzchen entwickeln.

Auslichtungs- oder Erhaltungsschnitt: Vor allem bei Blütengehölzen, die im Frühling blühen, werden die Haupttriebe schon nach wenigen Jahren alt und bilden nur noch wenige Blüten. Solche Haupttriebe werden nach 4 - 5 Jahren bodengleich abgeschnitten. Haben sie noch kräftige Jungtriebe gebildet, kann zunächst darauf verzichtet werden. Man schneidet dann den alten Trieb oberhalb der Ansatzstelle des Neutriebes ab. Ist er unverzweigt, wird der Jungtrieb ebenfalls um etwa die Hälfte zurückgeschnitten.

Bakterizid: Bakterientötend

- = Bindestrich, ersetzt bei Aufzählungen von Arten und Sorten die vorhergehenden lateinischen Bezeichnungen.

Biotop: Fachausdruck für Gartenteiche.

Blatt: Es besteht aus der Ansatzstelle am Stängel (Knoten), dem Stiel, dem verdickten Blattgrund und der Blattspreite. Kakteen haben statt der Blätter Dornen, bei anderen Pflanzen fehlt der Stiel. In den Blättern gewinnt die Pflanze mit Hilfe des Chlorophylls durch Photosynthese Energie.

Blattfieder: Bei Farnen und Palmen ein Abschnitt des Wedels oder Blattes.

Blattsteckling: Reifes Blatt (oder Blatteil), das man zur vegetativen Vermehrung anregen kann.

Blüte: Das Pflanzenorgan, das der geschlechtlichen Vermehrung dient: Der Pollen aus den männlichen Staubblättern wird auf die Narbe des weiblichen Stempels übertragen, wo es im Fruchtknoten zur Befruchtung der Eizellen kommt und Samen ausgebildet werden. Als Schutz (und um Insekten anzulocken, die bei der Befruchtung unerlässlich sind) dienen die Blütenhüllblätter der Blumenkrone und des Kelches.

Brakteen: Manche Pflanzen haben aus Laubblättern Hochblätter (Brakteen) entwickelt, die wie Blütenblätter wirken. Die eigentliche Blüte ist ganz unscheinbar. Beloperone guittata ('Lutea', 'Yellow Queen'), Blumenhartriegel, Bougainvillea, Buntschopfsalbei, Christusdorn, Crossandra infundibuliformis, Glanzkölbchen (Alphelandra), Taschentuchbaum, Weihnachtsstern, Wolfsmilch sind dafür gute Beispiele.

Brutknöllchen, Brutknospen: An der Basis oder an den Sprossen bilden manchen Pflanzen kleine Knöllchen, die der ungeschlechtlichen Vermehrung dienen.

Chitin: Polysaccharid, der Aufbau ist ähnlich der Cellulose. Insektenpanzer bestehen meistens aus diesem Material, oft auch die Mundwerkzeuge. Ursprünglich weich und formbar, wird es durch die Einlagerung von Sklerotin, einem Eiweiß, hart. Auch die Raspelzungen der Schnecken, die Flügeldecken der Maikäfer und die Krebsschalen bestehen aus diesem harten Material. In den Zellwänden von Algen und Pilzen ist C. ebenfalls vorzufinden.

Chlorophyll: Grüner Farbstoff von Pflanzen. Er bildet das Kohlendioxid aus der Luft mit Hilfe des Lichtes in organische Substanzen um. Chlorophyll enthalten Algen, Cyanobakterien, Farne, Moose und Samenpflanzen. Dabei entsteht Sauerstoff. Er wird je zur Hälfte gebildet von den Landpflanzen und vom Phytoplankton des Meeres, vor allem den Cyanobakterien (früher Blaualgen). Ihre Biomasse ist höher als die der Landpflanzen.

Chlorose: Pflanzenkrankheit, angezeigt durch gelbe oder bleiche Blätter. Ursache sind Ernährungsstörungen, vor allem durch fehlendes oder festgelegtes Eisen.

Diözische Pflanze. Zweihäusige Pflanze.

Dorn: Stechender Teil einer Pflanze, ursprünglich hervorgegangen aus Blatt- oder Triebteilen, z.B. bei Kakteen.

Einhäusig: Der weibliche und der männliche Teil sitzen an ein und derselben Pflanze.

Einjährig: Eine einjährige Pflanze entwickelt sich innerhalb einer Wachstumsperiode - Frühjahr bis Herbst - aus einem Samenkorn bis zur Blüte und Samenreife.

Eleiosome: Das sind ölhaltige Anhängsel von verschiedenen Samen, die vor allem für Ameisen als Fressprämie attraktiv sind. Sie sind damit unfreiwillige Helfer für die Samenausbreitung: Bärlauch, Borretsch, Buschwindröschen, Ehrenpreis, Erdrauch, Lavendel, Leberblümchen, Lerchensporn, Lungenkraut, Perlgras, Schlüsselblumen, Schneeglöckchen, Schneestolz, Schöllkraut, Veilchen, Winterling u.a. sind auf Ameisen zur Verbreitung ihrer Samen angewiesen.

Entspitzen: Siehe Pinzieren.

Epiphyten: Aufsitzerpflanzen. Sie leben nicht parasitär, sondern nutzen nur eine andere Pflanze als 'Wohnsitz'. Ihre Wurzeln dienen fast nur zum Festhalten. Viele Bromelien, auch Orchideen sind Aufsitzerpflanzen. Die notwendigen Nährstoffe erhalten sie aus der Luft oder entnehmen sie aus den Erdansammlungen der Astgabel.

Familie: In der Systematik der Biologie die Kategorie über der Gattung. Eine Kreuzung unterschiedlicher Pflanzenfamilie in der Natur findet nicht statt.

fl. pl. = flore pleno = Abart mit gefüllten Blättern

fol. = foliis = mit Blättern

Fungizid: Pilztötend.

Gattung: Systematische Hauptkategorie oberhalb der Art. Der Gattungsname ist immer der erste Teil jeder wissenschaftlichen Pflanzenbezeichnung.

grfl. = grandiflorus, a, um = großblütig

Guttation: Treten Wassertropfen am Blattrand aus, handelt es sich nicht um Tau, sondern um Wasserausscheidungen der Pflanzen durch die Spaltöffnungen. Diese Guttationen treten besonders dann auf, wenn der Boden sehr feucht und wärmer als die Luft ist und zudem noch eine hohe Luftfeuchtigkeit besteht. Für die Pflanzen ist es dann unmöglich, Wasser zu verdunsten. Sie drücken dann überschüssiges Wasser durch die Spaltöffnungen nach außen.

Kritisch wird es, wenn die Pflanzen überdüngt sind. In den Tropfen sind dann starke Salzkonzentrationen enthalten, die dazu führen, dass die Blattränder verbrennen, also braun werden. Diese Erscheinung tritt vor allem bei Zimmerpflanzen auf.

Hauptwachstumszeit: Der Zeitraum im Jahr, in dem eine Pflanze ständig neue Blätter bildet, größer wird und meist auch Blüten hervorbringt.

hybr. = Hybride = Bastard, also aus einer Kreuzung hervorgegangen

Hybriden: Produkte aus der Kreuzung von verschiedenen Gattungen, Arten und Sorten. Sie werden gekennzeichnet durch F 1.

Kapillarität: Die Fähigkeit des Bodens, das Wasser durch diese Poren hochzusaugen, bezeichnet man ganz allgemein als Kapillarität.

Katyledone: Keimblätter.

Kleistogame Blütenknospen: Falls keine Bestäubung durch Insekten erfolgen kann, z. B. wegen Kälte, bilden manche Pflanzen wie das Veilchen nach der normalen Blüte kleistogame Blütenknospen aus. Sie befruchten sich ohne Öffnung selbst im Innern.

Knolle: Unterirdischer Teil einer Pflanze in abgerundeter Form, in dem sie Wasser und Nährstoffe speichert. Überwinterungsorgan. Aus den Triebknospen erfolgt neuer Austrieb.

Knoten: Ansatzstelle eines Blattes.

Kopfsteckling: Abgeschnittene Triebspitze einer Pflanze. Sie wird durch geeignete Maßnahmen zur Bewurzellung gebracht. Siehe Vermehrung.

Luftwurzel: Oberirdische Wurzel, die sich nach unten verlängert und schließlich in die Erde hineinwächst. Sie entnimmt dem Boden Nährstoffe und der Luft Feuchtigkeit. Gleichzeitig ist sie ein Stützorgan für die Pflanze.

Lynnésche Klassizifierung: Carl von Linné stellte eine Klassifizierung für Lebewesen her, die seitdem z.B. die wissenschaftliche Grundlage für die Botanik ist. Danach ist die höchste Kategorie das Reich der Pflanzen. Es teilt sich auf in Abteilungen - Klassen - Ordnungen - Familien - Gattungen - Arten. Pflanzen werden gekennzeichnet mit dem Namen der Gattung (der erste Teil) und der Art (der zweite Teil). Der zweite Teil wird immer klein geschrieben. Die Art kann dann noch ergänzt werden durch die Sortenbezeichnung, z.B. für Akelei Aquilegia caerulia Rosa Queen. - Es gibt Bestrebungen, dieses System abzuschaffen und dafür ein System einzurichten, dass sich nur nach der Abstammung richtet (Phylo-Code).

Mazerat: Bei einem Mazerat werden getrocknete Heilkräuter ähnlich einer Teebereitung mit kaltem statt mit warmem Wasser angesetzt und anschließend mehrere Stunden lang stehen gelassen.

Milchsaft: Bei Verletzung abgesonderter Pflanzensaft, der oft giftig ist oder allergisch wirkt. Bekannt bei Euphorbien und Ficus-Gewächsen.

Mimese: Nachahmung von anderen Tieren oder Gegenständen, z.B. in der Tierwelt die Nachahmung der Wespe durch das Tarnkleid der Schwebfliege oder die Nachahmung eines Zweiges durch den Birkenspanner.

Mimikry: Signaltäuschung. Eine Tierart ändert ihr Erscheinungsbild so, dass sie so ähnlich aussieht wie eine giftige andere Art, die von Fressfeinden gemieden wird.

Monopodial: Der senkrechte Spross treibt die Blätter, der Blütentrieb entfaltet sich seitlich. (Orchideen)

Monözie: Einhäusigkeit. Vorkommen der männlichen und weiblichen Blüten auf einer Pflanze.

Morphologie: In der Botanik die Wissenschaft von der äußeren Gestalt der Pflanzen, ihrem Aufbau und Organen.

Mykorrhiza: Symbiose zwischen den Wurzeln höherer Pflanzen und Pilzen. Dabei tauschen sie wichtige Nährstoffe miteinander aus. Die Pflanzen versorgen die Pilze mit Kohlehydraten, die Pilze die Pflanzen mit Mineralsalzen, Phosphor und Wasser. Bei Farnen und Orchideen dringen die unterirdischen Pilzfäden (Hyphen) der Pilze direkt in das Wurzelgewebe ein (endothrophe M.), bei Nadelbäumen ringeln sie sich um deren Saugwurzeln (ektotrophe M.). Ein solcher Verbund stärkt die Pflanzen und führt zu besserer Nährstoffverwertung und höheren Erträgen. Man kann sie auch gärtnerisch nutzen, siehe Mykorrhiza-Pilze

Neutral: Ein Stoff, der weder sauer noch alkalisch reagiert. Der pH-Wert beträgt 7.0

Panaschieren: Grüne Blätter werden dadurch panaschiert, dass sie teilweise in weiß oder gelbgrün umgefärbt werden. Solche Blätter brauchen aber grundsätzlich hellere Plätze als die grün gebliebenen, weil der Verlust mit dem Fehlen von grünem Farbstoff ausgeglichen werden muss.

Parthenokarpie: Jungfernfrüchtigkeit.

Pflanzen: Pflanzen können riechen, schmecken, sehen, hören und sprechen. So erspüren Pflanzen ständig mindestens 20 verschiedene Umweltfaktoren, darunter Licht, Bodenstruktur und Schwerkraft. Sie orientieren sich an elektrischen und magnetischen Feldern der Erde - vergleichbar den Vögeln. Sie kommunizieren miteinander und auch an bestimmten Plätzen. Zur Kommunikation verwenden sie in Wasser gelöste Botenstoffe, die sie mit den Wurzeln 'schmecken' können. Über die Wurzeln können Pflanzen auch zwischen ihrer eigenen Art und Fremden unterscheiden. Wurzeln bilden ein riesiges, dynamisches Kommunikationsnetz. Es ist so groß wie das World Wide Web. So besitzt schon eine einzige Roggenpflanze 13 Millionen Wurzelfasern mit einer Gesamtlänge von 600 km. An jeder von ihnen wachsen Wurzelhärchen, etwa 14 Milliarden, die aneinandergereiht eine Länge von 10.600 km ergeben. Das ist die Entfernung von Pool zu Pool. An der Spitze jeder Wurzel entdeckten sie spezialisierte Zellen, sie oszillieren so ähnlich wie Hirnneuronen in synchronen Fasern. Zusammen bilden sie das Gehirn der Pflanze. Die einzelnen Zellen des Gehirns sind vernetzt durch pflanzliche Synapsen -ähnlich wie bei Mensch und Tier.

Das Hormon Auxin gilt als Botenstoff. Pflanzen wachsen besser, wenn man sie berührt. Die Biologen entdeckten 'Berührungsgene', sie heißen Touch-Gene.

Phänologie: Die Lehre vom Einfluss des Wetters/Klimas auf die Entwicklung von Pflanzen und Tieren im Jahresverlauf, z.B. der Vergleich von Blüte, Fruchtreife in den verschiedenen Klimazonen.

Phloem: Transportleitung der Pflanzen für Wasser (und Kalzium). Durch Wasserverdunstung entsteht ein Sog, der den Wassernachschub bewirkt.

pH-Wert: Siehe pH-Wert

Phytohormone: Sie können wie folgt eingeteilt werden in: Abscisinsäure, Auxine, Cytokinine, Ethylen, Gibberelline und Jasmonate. Sie wirken schon durch kleine Mengen, sie fördern z. B. die Zellteilung, Keimung, Spross- und Wurzelwachstum, Blüte, Fruchtentwicklung, die Reife, das Altern.

Pikieren: Nachdem die Pflanzen aufgelaufen sind, stehen sie meistens zu eng. Man entnimmt sie den Saatgefäßen und pflanzt sie um in andere Gefäße, einzeln oder zu mehreren.

Pinzieren: Entfernen der Triebspitze. Bei Gehölzen wie Kübelpflanzen oft angewandt, um die Pflanze zu zwingen, buschiger zu werden. Das oberste Blattpaar der Pflanze wird nach dem Austrieb entspitzt oder pinziert, d.h. abgeschnitten, abgebrochen oder mit den Fingernägeln abgezwickt. Die Pflanze treibt dann aus den schlafenden Augen umso mehr Seitentriebe und wird dadurch buschiger mit der Chance von mehr Blüten. Stauden werden entspitzt, damit sie zu einer späteren Zeit und in Etappen blühen. Oftmals wachsen aus den Blattachseln Blütentriebe nach, die eine Vielzahl kleiner Blüten hervorbringen. Bei Astern und Chrysanthemen oft praktiziert.

Ranke: Fadenförmiges Organ von Kletterpflanzen, das sich an jeder geeigneten Stelle festklammern kann.

Rhizome: Unterirdischer Trieb von Pflanzen. Im botanischen Sinn handelt es sich um Sprosse, die in der Erde wachsen. An den Rhizomen bilden sich an  bestimmten Stellen (Knospen) Wurzeln. Aus den unterirdischen Sprossen sprießen auch Blatttriebe. Manche Sprosse sind auch fleischig verdickt.

Ruheperiode: Der Zeitaum des Jahres, in dem die Pflanze nur wenig oder gar nicht wächst. Zwiebelgewächse werfen dann sogar ihre Blätter ab.

Sämling: Die junge Pflanze, die nach der Keimung entsteht.

Sauer: Ein Stoff, dessen pH-Wert unter 7.0 liegt. Einem sauren Boden fehlt Kalk.

Seitenspross: Ältere Pflanzen bilden manchmal an ihrer Basis junge Pflanzen, die man abtrennen und großziehen kann.

Siphonen: Geruchsverschluss bei Wasserausgüssen.

Spaltöffnungen (oder Stomata): Solche Spaltöffnungen sind auf der Oberfläche von Blättern angebracht, entweder nur auf der Oberseite wie bei den Schwimmpflanzen oder beidseitig oder fast nur auf der Unterseite wie bei den Xerophyten (Trockenpflanzen). Die Pflanze regelt die Verdunstung osmotisch durch Öffnen und Schließen der Spaltöffnung. Auch der Gasaustausch (Aufnahme von CO2) wird darüber geregelt.

Spross (Trieb): Trieb einer Pflanze, aus dessen Knoten wiederum Blätter und Sprosse entstehen. Oberirdische Sprosse heißen Luftsprosse, unter Wasser gebildete heißen Wassersprosse, ganz oder teilweise unterirdische heißen Rhizome, Sprossknollen oder Zwiebeln. Daneben gibt es Laubsprosse und Blüten.

Stachel: Aus Rindengewebe gebildetes spitzes Pflanzenteil, z.B. bei der Rose. Gegensatz: Dorn.

Staude: Mehrjährige Pflanze, deren oberirdische Teile während ihrer Ruhepause, meistens im Herbst oder Winter, absterben und die im Frühjahr erneut austreibt. Zu den Stauden gehören: Farne, viele Gräser, Schilf, Sumpf- und Wasserpflanzen, Zwiebel- und Knollengewächse, Blumenstauden.

Steckling: Pflanzenteil, der nach dem Abtrennen von der Mutterpflanze unter bestimmten Bedingungen wurzelt und Triebe bildet.

Stempel: Das weibliche Geschlechtsorgan einer Blüte. Es besteht aus Griffel, Fruchtknoten und Narbe.

Stomata siehe Spaltöffnungen.

Substrat: Nährboden einer Pflanze. Er enthält alle Zuschlagstoffe wie Ton, Lehm, Algenkalk usw., also immer nur die Eigenschaften, die zum Keimen nötig sind.

Sukkulenten: Pflanzen, die ursprünglich aus Trockengebieten stammen und mit Hilfe spzieller Organe und Umbildungen Feuchtigkeit für längere Trockenzeiten speichern können.

Sympodial: Mehrere Triebsprosse entspringen einer gemeinsamen waagerechten Achse, die Triebrichtung ist also seitlich. Die älteren Triebe werden schließlich von der Pflanze abgestoßen (Orchideen).

Trieb: Meist gleichbedeutend mit Spross. Auch Seitenzweige und Äste nennt man Triebe, besonders, wenn sie noch jung und biegsam sind.

Triploid: Dreifachen Chromosomensatz enthaltend, z. B. bei den Apfelsorten Boskoop und Kaiser Wilhelm. Meistens unfruchtbar.

var. = varietas = Abart oder auch variierend

Verjüngungsschnitt: Siehe Sträucher und Obstbäume.

Viricid: Virentötend

Wurzelballen: Gemeint ist damit die Einheit aus Erde und Wurzeln in einem Topf oder an einem anderen Platz.

Xylem: Transportleitung der Pflanzen für Nährstoffe. Die Nährstoffe müssen durch Pflanzenenergie transportiert werden.

Zweijährig: Eine zweijährige Pflanze entwickelt sich innerhalb zweier Wachstumsperioden aus einem Samenkorn bis zur Blüte und bis zur eigenen Samenreife.

Zwiebel: Meist unterirdisch wachsendes Speicherorgan mancher Pflanzen, in dem die Blätter und Blüten für den nächsten Austrieb in embryonaler Form vorgebildet werden. Dient vielen Pflanzen als Überwinterungsorgan. Zwiebeln sind schalenartig aufgebaut.