Sternrusstau [Marssonina rosea. Diplocarpon rosae]


Botanischer Name
Marssonina rosea. Diplocarpon rosae

Allgemeines

Schadbild

Rosen. Marssonina rosea/Diplocarpon rosae. Der Pilz entwickelt sich zunächst im Innern der Blätter, ohne daß äußerliche Schäden sichtbar werden. Er befällt zunächst alte, geschwächte Blätter in Bodennähe. Dann entstehen kreisrunde braune bis schwarze Flecken, die an den Rändern strahlenförmig auslaufen. Anschließend werden die Blätter gelb und fallen ab. Auch das junge Holz kann infiziert werden. Die Rosen werden dadurch stark geschwächt. Durch diese Schwächung können auch die jüngeren Blätter Opfer des Pilzes werden. Besonders starkes Auftreten im Spätsommer/Herbst, aber auch schon ab E 5. Die eigentliche Infektion erfolgt oft schon im zeitigen Frühjahr. Feucht-kühle Witterung fördert den Pilz, ebenso trockene und heiße. Temperaturen von 15 - 27° sind ihm förderlich. Besonders betroffen sind Buschrosen (Teerosen). Meistens treibt der Stock neu aus, aber das Holz kann nicht mehr ausreifen und fällt dem Frost zum Opfer.Der Pilz überwintert auf den Blattresten, am Holz und am Boden. Nässe trägt stark zur Verbreitung bei. Durch den Befall mit der Folge verminderten Blattgrüns werden die Rosen sehr frostempfindlich.

Vorbeugung

Rosen. Schachtelhalmbrühe. Fungisan (etwas gefährlich). Mit Natron überbrausen 50g/10 l Wasser, in Abständen wiederholen. Niemölspritzungen. Abgefallene und infizierte Blätter sowie Schnittgut vernichten. Ggf. besseren Standort suchen (windoffene Lagen) oder widerstandsfähigere Rosen anpflanzen. Schachtelhalmbrühe spritzen. Lebermooser nur bei Rosen anwenden, alle 10 - 14 Tage tropfnaß spritzen. Sternrußtau, Fungisan Rosen- und Gemüse Pilzfrei. Fungisan ist etwas gefährlich. Compo.

Bekämpfung

Rosen. Bei Kalkmangel Algenmehl oder kalkhaltiges Steinmehl streuen. Brennesseljauche gießen oder Algan 0,3% spritzen. Vor dem Austrieb Neudovital 3%, danach alle 10 Tage 1% spritzen. Sortenwahl: Ältere Sorten sind oft widerstandsfähiger (Bibernellrosen), neuere Sorten sind fast alle gefährdet. Relativ resistent sind: Berolina, Caramba, Heidetraum, Inspiration, Lady X Pink, La Sevillana (auch gegen Mehltau), Leonardo da Vinci (auch gegen Mehltau). Kletterrose Kir Royal (auch gegen Mehltau). Beetrosen 'Crescendo', rosa, 'Lisa', gelb und 'Tequila 2003', orange, sind resistent. Rigo-Rosen. Schattige Stellen mit Staunässe oder undurchlässige Böden vermeiden, die Wurzeln benötigen Luftkontakt durch die obere Erdschicht hindurch. Helle, sonnige und luftige Lagen sind vorzuziehen. Schwere, nasse, humusarme Böden verbessern, auf genügende Bewässerung achten. Rosen nicht zu eng pflanzen. Nicht überdüngen, besonders nicht mit Stickstoff, aber auch nicht zu wenig düngen. Erst nach Ende der Nachtfröste zurückschneiden, Schnittgut vernichten. Schnitt Ende 4 verringert den Befall. Nur morgens gießen, nicht über die Blätter. Stets die bodennahen Blätter sofort entfernen. Holzasche ausstreuen, der Kali darin stärkt die Rosen. Unter die Büsche gesäter Senf hemmt die Entwicklung. Knoblauch, Schnittlauch (Beipflanzung wirkt erst nach mehreren Jahren), Thymian oder Zwiebeln als Untersaat anpflanzen. Mr. Evergreen Rosen. ENVIRepel. MYCO-SIN. Neudo-Vital Rosen-Pilzschutz alle 10 - 12 Tage. Schachtelhalmbrühe während der ganzen Vegetationszeit. Oscorna-Bio-S. Natronlösung 50g/10 l Wasser wiederholt spritzen. Mulchen mit Beinwell. Moosextrakt. Lebermooser.