Sägewespe [Hoplocampa testudinea]


Botanischer Name
Hoplocampa testudinea

Allgemeines

Schadbild

Apfelbäume. Hoplocampa testudinea. Bis 6 m groß, geäderte Flügel, dunkel. Raupen weiß, riechen unangenehm. Flugbeginn 4 - 5. Je ein Ei wird mittels Legebohrer in den Blütenkelch abgelegt. Diese Teile verfärben sich dunkel. Die etwa 12 mm langen Larven schlüpfen ein bis zwei Wochen später, sie sind weiß mit dunklem Kopf. Sie bohren sich seitlich in die Früchte und fressen sie von innen her auf. Die Larven befallen später auch noch andere Früchte, bis sie im Juli ausgewachsen sind. Sie fallen mit den Früchten auf den Boden oder lassen sich an einem Faden herunter und verpuppen sich im April etwa 10 cm tief in der Erde in Kokons. Aus den Puppen schlüpfen die Wespen kurz vor der Obstbaumblüte. Je Jahr nur eine Generation.- Die befallenen Früchte haben einen eigentümlichen Wanzengeruch. Die kleinen Äpfel sind dicht unter der Oberfläche von Gängen durchbohrt. Am Eingang ist Kot abgelagert. Befallene Früchte fallen ab. - In Jahren mit geringem Ertrag kann die ganze Ernte verloren gehen. Ihre Verwandten befallen Birnen und Zwetschen, die Schäden sind ähnlich. 5 - 6 größte Gefährdung.

Vorbeugung

Apfelbäume. Bäume schütteln, Fallobst einsammeln und vernichten. Spritzungen mit Rainfarn- oder Wermuttee, Quassiaholzbrühe, Spruzit nach Blütenblätterfall mehrere Male mit warmem Wasser angesetzt (dann sterben aber auch die Nützlinge mit). Hühner eintreiben, wenn sich die Larven abseilen. Im Mai Tücher auslegen in der Frühe und die Bäume abklopfen. Weißfallen aushängen. Niemsamen.

Bekämpfung

Apfelbäume. Förderung von Vögeln. Gras unter den Bäumen im Sommer nicht mähen, Nützlinge warten dort auf ihre Beute. Weißtafeln anbringen.