Gummifluss


Allgemeines

Schadbild

Aprikosen. Wunden verheilen nicht, harzartiger Ausfluß. Triebe und Zweige sterben ab durch Pilzbefall.- Gefährdung während der gesamten Vegetationsperiode. Auf regelmässige Kalkzufuhr achten.

Kirschbäume. Wunden verheilen nicht, harzartiger Ausfluß.- Ursachen: Staunässe, Insekteneinstiche, Trockenheit. Schwerer, verdichteter, nasser, saurer oder steiniger Boden. Unverträglichkeit von Unterlage mit Edelreis. Wunden durch Frost, Schneebruch, Hagel oder Wildverbiß, zu starker, falscher oder unzeitiger Schnitt, oder durch Krankheitserreger (Bakterienbrand, Schrotschußkrankheit). Holzpilze. Stickstoffüberdüngung, Mangel an Kalium, Kalk oder Phosphor. Auch der Rindenwickler kommt als Verursacher in Frage.- Gefährdung während der gesamten Vegetationsperiode.

Pfirsich. Wunden verheilen nicht, harzartiger Ausfluß.- Gefährdung während der gesamten Vegetationsperiode. Pfirsiche sind stark gefährdet.

Pflaumen, Zwetschen usw. Wunden verheilen nicht, harzartiger Ausfluß.

Vorbeugung

Befallenes abschneiden und vernichten. Ggf. Wundverschluß.

Kirschbäume. Wachstumsstörung entfernen, bis weit in das Gesunde schneiden. Anregung zum Wundverschluss durch senkrechte, etwa 20 cm lange Schnitte mit der Hippe in die Rinde bis auf das Holz. Abstand der Schnitte etwa 8 - 10 cm. Einige Stauden Roten Fingerhut, Pfirsichblättrige Glockenblume (C. persicifolia) oder Ringelblumen auf die Baumscheiben pflanzen. Malusan Wundverschluss

Bekämpfung

Aprikosen. Mittlere bis leichte Böden, möglichst mit durchlässigen, z.B. kiesigen Böden, auswählen.

Kirschbäume. Sortenwahl: Süßkirschen Kassins Frühe, Schneiders und Star sind gefährdet. Unterlage Limburger Vogelkirsche ist widerstandsfähiger. Bodennässe, stauende und wechselfeuchte Nässe vermeiden, ggf. Baumscheibe abdecken. Stickstoffdüngung und Winterschnitt oder zu starken Schnitt vermeiden, Wundpflege betreiben im Frühjahr oder Sommer. Einige Stauden Roten Fingerhut oder Ringelblumen auf die Baumscheiben pflanzen. Nicht in das alte Holz schneiden. Bakterien und Pilze bekämpfen.

Pfirsich. Mittlere bis leichte Böden, möglichst mit durchlässigen, z.B. kiesigen Böden, auswählen. Pflaumenunterlagen auf schweren Böden verwenden.

Abwehr: Steinobst möglichst nach der Ernte schneiden, wenn das Laub noch an den Bäumen hängt. In diesem Zustand heilen Wunden schneller. Mit Kompost düngen. Auf die Baumscheibe pflanzen: Roter Fingerhut gilt als besonders heilsam. Aber auch Mutterkraut und die Ringelblume sind wirksam.