Oleander [Nerium]


Botanischer Name
Nerium
Pflanzenkategorie
Alternativ-Namen
Rosenlorbeer
Oleander - Einleitung

Allgemeine Informationen

Nerium oleander, Oleander
Nerium oleander, Oleander
Bild: Botanikus
Nerium oleander. Hundsgiftgewächse. Kübelpflanze.
Alle Pflanzen sind sehr giftig.

 

Herkunft Mittelmeerraum. Er wird bei uns nur 2 - 4 m hoch. Blütezeit Juni-September.

Es gibt stark- und schwachwüchsige Sorten, Stämmchen und niedrige Sorten für kleine Terrassen. Alte Blätter werden abgeworfen, vor allem nach warmen Nächten.

Erste Hilfe bei Vergiftungen

Oleander - Aufzucht und Lebenszyklus

Boden

Die Erde muss der des Naturstandortes ähnlich sein: Sandige Kakteenerde, Blähton, tonhaltige Substrate, Lavagrus, Kalk und Steinmehl zumischen.

Lage

Volle Sonne und luftiger Standort. Viel Wärme 22 - 26°.

Nerium Oleander, Oleander
Nerium Oleander, Oleander
Bild: Botanikus

Ideal ist ein Balkon- oder Terrassenplatz nach Süd-/Südwest oder das Südfenster.

Aufzucht

Viel warmes Wasser und viel Dünger von Mi 5 - A 9, etwa alle 2 - 3 Wochen. Gefüllte Sorten sollten besser regengeschützt aufwachsen. Wöchentlich düngen, gelbe Blätter können Düngermangel anzeigen. Regen oder Wasserduschen vermeiden, vor allem bei den gefüllten Sorten. Das Wasser sollte durchaus hart sein und kann im Untersetzer stehen bleiben. Eine dauerhafte Erdnässe ist aber nicht vorteilhaft. Kalibetonte Düngung, von März bis August sollte wöchentlich zweimal gedüngt werden. Blüht von 7 - 9. Ausdehnung bis 5 m hoch. Großer Wasserbedarf während des Sommers.

Mitte August die nicht blühenden Triebe etwas zurückschneiden, alte Triebe ganz am Ansatz abschneiden. Die Blüten werden im Herbst für das folgende Jahr vorgebildet. Schnitt im Frühjahr führt zur besseren Verzweigung.

Die Oleanderbüsche mit anderen Farben als rosa sind weniger robust.

Im Sommer Stecklinge schneiden und in einem Wassergefäss - lichtgeschützt - bis zur Wurzelbildung aufbewahren. Dann in sandige Lehmerde verpflanzen.

 

Überwinterung

Überwinterung kühl 5 - 10°, hell oder dunkel, luftig, mäßig, aber regelmäßig, gießen, er darf nicht austrocknen. Im Freien werden Minusgrade von - 8 bis - 10° vertragen.

Bei zu warmem Standplatz besteht Gefahr von Schildlaus- und Spinnmilbenbefall. Vor Kondenswasser schützen!

Sind sie vorzeitig ausgetrieben wegen zu warmen Standplatzes, sind sie besonders frostempfindlich und können erst etwa E 4 ins Freie kommen.

Im Frühjahr nach Bedarf zurückschneiden und in sandige Lehmerde umtopfen.

Vermehrung

Vermehrung durch Stecklinge in Glas oder Erde.

Oleander - Anfälligkeit für Pflanzenkrankheiten
Häufige Pflanzenkrankheiten


Oleander - Sorten/ Unterarten

Sorten 1

Oleander, gelb. Mit seinen gelblichen Blüten sollte diese Oleandersorte in keiner Oleandersammlung fehlen. Ihre Blüten bleiben auch bei Regenwetter makellos schön. Längere Triebe neigen sich zu den Seiten über.

Oleander, weiß. Weiße Oleander sorgen für Ruhe und Eleganz. Ihr Pluspunkt: Ihre Blüten sind auch in der Dämmerung und im Kerzenschein gut zu sehen. Blüten reich und dauernd. Aufrecht-kräftig wachsende Sorte.

Oleander, orange. Unscheinbar, aber besonders in seiner Art. Der orangefarbene Oleander ist eine außergewöhnliche Komposition in Farben. Ein dichter und und kräftiger Wuchs rundet das Gesamtbild dieses Oleanders hervorragend ab.

Oleander, rot. Rote Oleandersorten sind besonders beliebt, da sie mit der Farbe des Südens für Urlaubsstimmung auf jeder Terrasse sorgen. Die Blüten sind sehr groß und wetterfest. Starkwüchsige Sorte.

Thevetia peruviana Tropen-Oleander. Gelbe duftende Trompetenblüten, fast ganzjährig, ca. 8 cm lang, Höhe 150 - 180 cm. Standort hell, warm über 15°. Bei Temperaturen unter 12° legt er Winterruhe ein und lässt seine Blätter fallen. Erst im Juni beginnt dann wieder die neue Blüte. Nur für Wintergarten geeignet. Gut düngen von 3 - 9. Nur mäßig gießen. Für sonnige Terrassen im Sommer, für helle Zimmer und Wintergärten ganzjährig.

Oleander - Verwendung in der Medizin

Wirkstoffe

Hauptbestanteil: Oleandrin, Desacetyl-Oleandrin, Flavone, Nerin, Genin Oleandrigenin, Rosagenin.

Volksmedizin

Der Oleander liefert uns ein Beispiel, wie eine tödlich giftige Pflanze in der Hand des Arztes zu einem vorzüglichen Arzneimittelöl werden kann. Sie werden als Herzmittel ähnlich wie Digitalis und Convallaria verwendet.

Nebenwirkungen

Vor einer Selbstbehandlung wird ausdrücklich gewarnt. Erbrechen, Pupillenerweiterung und Sinnesverwirrung, schwere Durchfälle und Koliken sind die Anzeichen.

Homöopathie

Auch hier steht die Verwendung als Herzmittel im Vordergrund: bei Herzmuskelentzündung, Herzmuskelentartung, verbunden mit Ödemen und Angina pectoris. Aber auch nässende Ekzeme, besonders am Hinterkopf und hinter den Ohren, Milchschorf sowie Darmbeschwerden mit Blähungen lassen sich mit Oleander günstig beeinflussen. Dosierung in Urtinktur und D 1. Anders ist die Dosierung bei Ekzemen und Darmbeschwerden. Hier wird das Mittel in den Potenzen D 3 - D 12 empfohlen, wovon man 3- bis mehrmals täglich 5 - 15 Tropfen nimmt.

Oleander - Weiteres Wissenswertes
Eignung
Nutzung