Chili [Capsicum annuum]


Botanischer Name
Capsicum annuum
Pflanzenkategorie
Chili - Einleitung

Allgemeine Informationen

Capsicum annuum, Peperoni, Chili
Capsicum annuum, Peperoni, Chili
Bild: Botanikus

Capsicum annuum, Capsicum frutescens. Nachtschattengewächse.

Die getrockneten Früchte werden Chilis genannt. Cayennepfeffer ist das bekannteste Chilipulver, es ist aber nur eine Mischung. Das hauptsächliche Unterscheidungsmerkmal der verschiedenen Paprikaarten sind die kleineren Früchte. Die eigentliche Heimat dürfte das tropische Amerika sein.

Für Schärfegrade siehe auch Peperoni.
 

Chili - Aufzucht und Lebenszyklus

Aufzucht

Capsicum annuum sind mehrjährig, die von Capsicum frutescens sind einjährig.

Schoten von Capsicum frutescens zeigen nach oben, Capsicum annuum zeigen meistens nach unten.

Chili - Verwertung als Nahrung

Zubereitung

Völker, die viel Paprika verzehren, gelten als gesund, langlebig und zäh. Hauptsächlich als Gewürz in tropischen Gegenden. Man weiß, daß besonders die Scharfsstoffe der Chilis den Kreislauf entlasten, verwendet man auch in europäischen Küchen dieses Gewürz mehr und mehr.

Chilischoten haben unterschiedliche Merkmale. Die bekanntesten Würzsaucen basieren auf Chili, wie z.B. Cayenne, Habanero, Harissa, Malagueta, Piri-Piri, Sambal, Scotch Bonnet, Serrano, Tabasco usw.

Der Scharfstoff Capsaicin fördert die Freisetzung von Endorphinen, die ein 'High'-Gefühl vermitteln. Es kann sogar das Hungergefühl kürzen. Man kann es mit Vanille mischen und erhält so einen neuen Pflanzenwirkstoff.



Chili - Verwendung in der Medizin

Wirkstoffe

Es gehören noch dazu die Spurenelemente Kupfer, Mangan und Zink. Das scharfe Capsaicin, ein nicht scharfes Öl (Amguin), Capsanthin, Carotinoide, Vitamine, besonders reichlich Vitamin C, Citrin, ätherisches Öl, Aromasubstanzen und andere. Der Gehalt an Capsaicin, dem Scharfstoff, ist erheblich größer als beim Paprika.

Volksmedizin

Das Capsaicin wirkt auf unseren Hunger ein, man wird auch schneller satt. Sie stärken unser Immunsystem, vergrößern unsere Gefäße und sind antioxidativ.

Chili stärkt die Aderwände und vermindert den Blutdruck durch das Rutin.

Äußerlich in Form von galenischen Präparaten gegen Rheuma. Die Folsäure verhindert die Umwandlung tierischer Eiweiße in giftige Stoffwechselprodukte. Es soll auch - roh genossen - Cholesterin-Ablagerungen beseitigen. Tryptophan wirkt ähnlich. Sie wirkt stimulierend auf Drüsen, Magen und Nerven.

 

Homöopathie

Bei klimakterischen Beschwerden, Hämorrhoiden und Gallestörungen.

Chili - Weiteres Wissenswertes