Ohrwürmer


Forficula auricularia.

Sie sind 14 - 23 mm große Insekten. Sie haben große Hinterleibszangen, lange Fühler. Obwohl sie Flügel haben, fliegen die wenigsten Arten. Sie überwintern. Das Weibchen legt im Frühling und Herbst Eier in Erdröhren. Es betreibt Brutpflege und verteidigt sowohl die Eier als auch die Larven. Geschlüpfte Larven bleiben bis 6 Monate im Nest. Diese sind ebenfalls räuberischer Natur. Die Tiere sind nicht ortsstet. Sie überwintern in Schlafgemeinschaften.

Nahrung: Sie fressen nachts an verwesenden tierischen oder pflanzlichen Stoffen. Verzehren Käfer, Blatt- , Blut- und Schildläuse (100 Stück je Nacht), Spinnmilben, Larven und (Fortpflanzungsgewebe). Fressen reifende Früchte, Kraut von Möhren, Erbsen, Petersilie und anderen Gemüsearten, Blütenblätter z.B. von Gurken, junge Obstbaumblätter, Pilze, Staubgefässe von Clematis, Dahlien, Engelstrompeten, Nelken und Rosen. Auch junge Gurken in Gewächshäusern werden angefressen. Sie haben großen Flüssigkeitsbedarf, bevorzugen deshalb saftreiche Pflanzen. - Der Kropfinhalt von Ohrwürmern ist überwiegend vegetarisch.

Abwehr/Förderung: Blumentöpfe mit Holzwolle oder Stroh zustopfen, mit Maschendraht gegen Vögel sichern und ab Mitte 5 in Hecken hängen, Öffnung nach unten, am Stamme anliegend. Sie werden meistens im Juni besiedelt. Dann je nach Situation ausquartieren oder z.B. in Obstbäume an die Nordseite hängen. Dort müssen die Töpfe Ast- oder Stammkontakt haben. Holzwolle jährlich erneuern. Nach Erledigung ihrer Aufgabe erneut umhängen, um Befall von Blüten und Früchten zu vermeiden.
Feuchte Lappen auslegen, sie sammeln sich darunter. Auch Obstmadenfanggürtel werden als Versteck genutzt. Die Tontöpfe sollten möglichst niedrig gehängt werden, da die Tiere sie zu Fuß erreichen wollen.

Sonstige Abwehr: Rainfarntee, Schmierseifenwasser. Natürliche Feinde sind Frösche, Kröten, Spitzmäuse und Vögel.

Siehe auch den Einführungstext Nützliche Tiere, Bakterien, Pilze