Weiße Fliegen [Aleyrodes proletella/Trialeurodes vaporariorum Aleyrodidae]



Botanischer Name: 
Aleyrodes proletella/Trialeurodes vaporariorum Aleyrodidae
Schadbild: 

Aleyrodes proletella/Trialeurodes vaporariorum Aleyrodidae.

Die Kohlmottenschildlaus oder weiße Fliege Aleyrodes befällt vor allem Kreuzblütler und Wolfsmilchgewächse. Das Weibchen überwintert gern an Grün- oder Rosenkohl, aber auch an Endivie, Erdbeere, Gänsedistel, Schöllkraut. Sie sind frostfest.

Selten tritt die Baumwollmottenschildlaus Aleyrodes proletella auf, und nur in warmen Lagen.

Am häufigsten ist die Gewächshausmottenschildlaus (Trialeurodes vaporariorum), die auch im Freien Balkonpflanzen und Blumenstauden befällt. Sie sind 1 - 2 mm groß. Reinweiße, mit Wachs bepuderte Flügel, werden in Ruhestellung nach oben abgewinkelt. Körper gelb, aber mit Wachs überzogen, so dass er auch weiß aussieht. Die weißen, winzigen Eier werden an der Blattunterseite an einem Stiel abgelegt, der in das Blatt hineingebohrt wird. Zahl ca. 100 - 500 Stück je Weibchen. Die gelbgrünen oder weißen, kaum sichtbaren, 0,2 mm langen Larven befinden sich ebenfalls auf der Unterseite, sie sind jung beweglich, mit zunehmendem Alter werden sie unbeweglich. Sie setzen sich dann unter einem runden Wachsgebilde fest, wodurch sie nahezu unangreifbar werden. Nach dem Larvenstadium kommt das Puppenstadium, die gesamte Entwicklungsdauer bis zum Vollinsekt dauert etwa 2-4 Wochen je nach Witterung. Sie beginnen sofort mit der Fortpflanzung. Im Jahr können so bis zu 10 Generationen hervorgehen. Optimal dafür ist eine hohe Luftfeuchtigkeit von 80% und eine Temperatur von 22°. Die Insekten fliegen bei jeder Bewegung auf. Sie halten sich auf der Blattunterseite der oberen Blätter auf. Der Befall ist zuerst durch den schmutzigen Honigtauüberzug auf den Blattoberseiten festzustellen, auf dem Schwärzepilze leben. Das Laub wird gelb, welkt und fällt ab.

Im Gewächshaus werden ab E 5 vor allem Auberginen, Fuchsien (!), Geranien, Gerbera (!), Gurken, Hibiskus, Kürbis, Lantanen (!), Paprika, Primeln, Schönmalve, Solanum, Tomaten, Weihnachtssterne und Zucchini befallen,

im Freiland Azaleen, Bohnen, Erdbeeren, Gänsedisteln, Gurken, Hibiskus, Kohl, Kübelpflanzen, Pantoffelblumen, Paprika, Pelargonien, Rhododendren, Schöllkraut, Schönmalve, Tomaten, Wandelröschen, Weihnachtsstern. Es entstehen helle Saugstellen an den Blättern durch die erwachsenen Tiere und die Larven, die Blätter vergilben und sterben ab. Honigtau wird abgesondert, danach bildet sich Rußtau. Früchte werden verschmutzt. Atmung und Assimilation der Pflanzen werden durch eine lackartige Kotschicht gestört. Vor allem unter Glas können erhebliche Schäden entstehen durch die rapide Vermehrung. Sie vertragen keine kühlen Temperaturen, die weißen Fliegen, die im Gewächshaus auftreten, sterben bei winterlichen Außentemperaturen ab

Brautmyrte, Fuchsie, Gurken. Selten. 2 mm große, geflügelte Insekten, bedeckt mit weißem Wachspuder auf den Blattunterseiten. Schwarze Rußtaupilze.

Kohl. (Aleyrodes proletella). Sie sind 1-2 mm groß, wie mit weißem Staub überpudert, die Flügel werden in der Ruhe dachförmig aufgestellt. Sie befinden sich meist auf der Unterseite der obersten Blätter, auf der sie auch ihre Eier ablegen. Die Larven sind gelb-grün. Larven, Eier und weibliche Kohlmottenschildläuse überwintern an Kohlpflanzen. Schäden entstehen durch Saugen an den Blättern mit nachfolgender Rußtaubildung, vor allem in Gewächshäusern. Hauptbefallzeit Spätsommer/Herbst, in heißen Sommern auch ganzjährig. Befallen werden hauptsächlich Blumenkohl, Broccoli, Grünkohl, Rosenkohl, Weißkohl. Überwinterung an Grün- und Rosenkohl, aber auch an anderen überwinternden Pflanzen. Sie sind frostfest.

Vorbeugung: 

Basilikum. Brennesselauszug. Niemsamen.

Gurken. Naturen.

Bekämpfung: 

Abwehr: Natürliche Feinde sind Marienkäfer, Schlupfwespen, Spinnen und Wanzen. Vliesabdeckung. Basilikum, Rainfarntee und Tagetes wehren ab. Pflanzen zur Kräftigung regelmäßig mit ENVIRepel spritzen. Den Boden vorbeugend mit einer Brühe aus Eichenblättern oder Eichenholzspänen abbrausen. Zimmerblumen in einen trockenen, kühlen Raum umsiedeln. Beim Einsatz von Puppen der Erzwespen 15°- 34° einhalten. Nährsrtoffmangel/-überschuss.

Im Gewächshaus: Schlupfwespen/Zehrwespen Encarsia formosa, Eretmocerus californicus, Weiße Fliegen Eretmocerus eremicus usw. im Handel erhältlich, Temperaturen von 22 - 27° erforderlich. Außerdem der räuberischer Käfer Delphastus pusillus, die Raubwanze Macrolophus caliginosus. Gelbtafeln im Gewächshaus aufhängen.

Die Giftbeere anpflanzen (Nicandra physalodes, Höhe ca.1 m, je 100 qm Glasfläche 6 Pflanzen. Wirkung nicht zuverlässig, beginnt erst mit Blütenbildung). Die Rosengeranie Pelargonium radens zieht weiße Fliegen an und kann im Gewächshaus aufgestellt werden. Man schneidet die Pflanze ab und vernichtet sie mit samt den Schädlingen. Nicht zu eng pflanzen im Gewächshaus: Je Quadratmeter 1 Gurke, 2 Tomatenpflanzen oder 4 Auberginen oder 4 Paprika sind gerade richtig, dazwischen, außer bei Paprika, stark riechende Tagetes (Tagetes patula, Tagetes tenuifolia) säen oder Kapuzinerkresse. Tagetes zur Abwehr der weißen Fliege. Fleißig lüften. Fuchsien, Gerbera und Lantanen werden unter Glas besonders stark heimgesucht. Aufscheuchen und mit dem Staubsauger absaugen, bei schwächster Stellung. Gelbtafeln, besser Blautafeln schon bei der Pflanzung aufstellen. Sie wachsen mit den Pflanzen in die Höhe. Durch Schütteln der Pflanzen werden Weiße Fliegen aufgescheucht und kleben schneller fest. Sämtliches Unkraut und Pflanzenreste entfernen. Sie dienen den weißen Fliegen oft zur Vermehrung. Basilikum wehrt ebenfalls ab. Geschlossene Grünflächen mit z.B. Klee-Einsaat, werden weniger heimgesucht. Morgens Rapsöl o.ä. spritzen, das Larvenstadium kann am besten bekämpft werden. Gelbe, besser noch grünlich-gelbe Schalen mit Wasser und etwas Geschirrspülmittel aufstellen. Wenig, aber dafür durchdringend gießen. Nicht stickstoffbetont düngen. Mulchen. Stark befallene Pflanzen vernichten. Blumentöpfe einen Tag lang in einen sehr kühlen, aber frostfreien Raum stellen. Oder mehrmals kurz in warmes Wasser halten, dem etwas Spülmittel zugegeben wurde. Abstand von 2-3 Tagen einhalten bei der Badekur. Rezeptur: 1 l Wasser, 1 Esslöffel flüssige Schmierseife, 1/10 l Spiritus. 1 x wöchentlich spritzen.

Im Freien wie im Gewächshaus: Kohlstrünke sofort nach Ernte entfernen. Außerdem Spritzung mit Zitronengrasöl, Eichenblätterauszug, Pflanzenölprodukten, z.B. Schädlingsfrei Naturen, Celaflor Schädlingsfrei Neem, Niemsamen. Boden feucht halten, lockern, mulchen. Stäuben mit Gesteinsmehl oder Algenkalk. Spritzen mit Knoblauch- oder Brennesselauszug, Quassia, Rainfarntee, Schmierseifenlösung, Schwefelsaure Tonerde, Wermut. Raptol, Neudosan, Spruzit in wöchentlichen Abständen. Morgens spritzen. Nach 10 Tagen wiederholen. Weiße Fliegen. Schlüpfende Larven sind besonders empfindlich. Basilikum. Hochwirksam sollen Naphthochinone sein, wie sie in der Pantoffelblume (Calceolaria andina) enthalten sind. Compo.

Bei Blumenfenstern einen Topf mit Fettkraut (Pinguicula) aufstellen, es fängt mit seinen klebrigen Blättern die Weißen Fliegen ein.

Weiße Fliegen übertragen viele Pilze und Viren.

Blauflügelchen. Weiße Fliegen

Bunte Margerite, Enzianstrauch, Kentiapalme, Margeriten, Palme, Paprika, Peperoni, Pepinos, Primeln, Rhododendren, Scheinmalve, Seiudenpflanze, Strauchmargerite, Tomatenpflanzen, Trompetenblume, Weihnachtsstern. 2 mm große, geflügelte Insekten, bedeckt mit weißem Wachspuder auf den Blattunterseiten. Schwarze Rußtaupilze.

Korallenstrauch. Helle Saugstellen, auf der Blattunterseite weiße Motten.

Pepinos. Nicht in Prallsonne setzen

Primeln. Windstille und Zug vermeiden

Seidenpflanze. Nicht stickstoffbetont düngen.

Tomaten. Vorbeugende Spritzungen mit ENVIRepel. Gelbtafeln. Schlupfwespen Encarsia formosa (Glashaus).

Wandelröschen. Es entstehen helle Saugstellen an den Blättern durch die erwachsenen Tiere und die Larven, die Blätter vergilben und sterben ab. Honigtau wird abgesondert, danach bildet sich Russtau. Atmung und Assimilation der Pflanzen werden durch eine lackartige Kotschicht gestört.Vor allem unter Glas können erhebliche Schäden entstehen durch eine rapide Vermehrung. Sie sind 1 - 2 mm groß. Reinweiße, mit Wachs bepuderte Flügel, werden in Ruhestellung nach oben abgewinkelt. Körper gelb, aber mit Wachs überzogen, so dass er auch weiß aussieht. Die weißen, winzigen Eier werden blattunterseits an einem Stiel abgelegt, der in das Blatt hineingebohrt wird. Zahl ca. 100 - 500 Stck. je Weibchen. Die gelbgrünen oder weißen, kaum sichtbaren, 0,2 mm großen Larven befinden sich ebenfalls auf der Unterseite, sie sind jung beweglich, mit zunehmendem Alter werden sie unbeweglich.

Die weißen Fliegen werden vertrieben durch Duftpelargonien.