Steinmehle

   

Steinmehle.

Steinmehle sind ein besonders reichhaltiger Urstoff für viele Pflanzen. Man sollte keinesfalls auf ihn verzichten, er ist für viele Anwendungen eigentlich unbezahlbar.

Sie werden meistens aus vulkanischem Gestein hergestellt, sie enthalten viele Mineralstoffe und Spurenelemente, z.B. Bor, Chrom, Jod, Kobalt, Kupfer, Mangan, Molybdän, Nickel, Zink. Der Gehalt an Aluminiumoxid spielt eine wichtige Rolle bei der Humusbildung, die Würmer wissen es zu schätzen. Ihr meist hoher Siliziumgehalt hilft gegen Pilze und andere Schädlinge (Insekten) durch Stäuben. Sie erhöhen die Aromastoffe in Obst und Gemüse. Die Wurzeln von Sträuchern können vor der Pflanzung mit einem Steinmehl-Lehm-Gemisch eingeschlämmt werden und wachsen so besser an. Auch als Zusatz zu den Anzuchterden gut geeignet. Als Bindemittel für Pflanzenjauchen verringern sie Gerüche. - Je feiner die Steinmehle, je schneller werden sie durch das Bodenleben aufbereitet und den Pflanzen zur Verfügung gestellt. Das dauert dann mindestens zwei Jahre. - Dem Kompost zugesetzte Steinmehle werden von den Kompostwürmern zu dauerhaften Ton-Humus-Komplexen verarbeitet.

5 - 7 kg auf 100 kg Kompost oder 15 kg je 100 qm. Bei Erdbeeren direkt auf die Blätter stäuben, direkt auf die Saat bei Bohnen, Erbsen und Möhren. Bei Him-, Johannis- und Stachelbeeren unmittelbar an die Stauden geben, 20 g/qm. Stäuben gegen Pilzkrankheiten bei Kartoffelkrautfäule und Sellerie-Blattfleckenkrankheit. Bei feuchtem Wetter stäuben gegen fressende Insekten. Bei kalkreichen Böden siliziumreiche, bei kalkarmen und sauren Böden kalkhaltige Gesteinsmehle verwenden.

Urgesteinsmehl (Handelsname Neudorff) enthält z.B. 50% kieselsaures Bor, Calcium, Chlor, Eisen, Kobalt, Kupfer, Magnesium, Mangan, Molybdän, Phosphor und Zink. Er ähnelt in seiner Zusammensetzung dem Nilschlamm. Für immergrüne Pflanzen, Rosen und Rasen gut geeignet, durch seinen Kalkgehalt auch für saure Böden. 10 kg reichen für 100 qm.

Silkaben Mineralpulver ist ein Kombinationspräparat aus feinst vermahlenem Quarz, Bentonit, Meeresalgenkalk usw. Es kann gestäubt werden und haftet gut auf Pflanzen. Stamsen´s Quarzmehl ist ebenfalls feinst vermahlen und kann gestäubt werden. Es verbessert die Qualität und Lagerfähigkeit der Produkte und aktiviert den Stoffwechsel. Beim häufigen Spritzen muss mit Schleifwirkung auf die beweglichen Teile der Spritzpumpe, manchmal auch mit Düsenverstopfung durch gröbere Mineralanteile gerechnet werden. Das kann man verhindern, indem man die fertige Brühe durch ein Haarsieb gibt. Beim Stäuben immer mit dem Wind arbeiten.

Basaltmehl kann ggf. auch direkt in Basaltwerken gekauft werden. Es enthält Eisen, Aluminium, Kalium (ca. 1%), Kalzium 10 - 15%), Kieselsäure (18 - 50%), Kupfer, Magnesium (ca. 10%), Natrium. Nur auf feuchte Böden streuen bzw. kurz vor Regen.

Granitmehl ist reich an Quarz vor allem mit Siliziumdioxid (25 - 30%) und anderen Siliziumverbindungen (45 - 65%), 5% Kalium, 2 - 8% Kalzium und einige Prozente Magnesium.

Bentonit ist ein Tonmehl, das leichte Sandböden verbessert. Besonders wird die Wasserbindung durch seine große Quellfähigkeit gefördert. Anwendung nach Herstellerangabe, man muss mit bis zu 300 g/qm rechnen. Besonders gut für Sandböden geeignet, die Speicherung von Nährstoffen und Wasser wird verbessert.

Lava-Steinmehl hat hohe Kieselsäure-, Kalk- und Magnesiumanteile. Das Gesteinsmehl wird im Boden zusammen mit organischen Anteilen zu hochwertigem Humus. Die Hersteller legen meistens eine Analyse bei. Für Baumscheiben rechnet man etwa 20 g/qm, für Rasenböden bei Neuanlage können bis zu 1000 g/qm eingearbeitet werden. Auf Mulch wird nur eine dünne Puderschicht aufgebracht, die die Verrottung beschleunigt.

www.urgesteinsmehl-shop.de/ von Jan Radinger, Urgesteinsmehl Dia-Bas. Kosten € 14,50 für 25 kg incl. Versand.

http://www.ludwig-engelhart.de Ludwig Engelhart, 85399 Halbergmoos