Apfelbäume [Malus domestica] - Schadbilder

Krankheitsbilder/ Schädlinge
Ameisen [Lasius niger. Lasius flavus. Lasius fuliginosus. Monomorium pharaonis. Myrmica laevinodis. Formicidea.]

Ameisen kriechen auf den Blättern herum und 'melken' Blattläuse. Dadurch können Krankheiten übertragen werden. Siehe Ameisen, Blatt-/Blutläuse (besonders bei Spalier) und 'Bakterienkrankheiten'.

Die gesamte Biomasse der Ameisen, man spricht von 10 Trillionen, ist größer als die aller Menschen. Sie sind organisiert als Staat mit einer Königin oder mehreren Königinnen, die täglich bis zu 50 Eier legen.Ameise mit Laus

Meistens überwintert die befruchtete Königin. Im Frühling betreut sie selbst in einer kleinen Höhle ihre erste Brut. Sobald die jungen Ameisen herangewachsen sind, übernehmen sie das Pflegegeschäft und ernähren die Königin (manchmal sind es auch mehrere), die dann nur noch Eier legt. - Die Lebensstadien der Ameisen sind (gelbes) Ei - (weiße) Larve - (weiße) Puppe - Erwachsenenform (die weißen 'Eier', die man oft vorfindet, sind in Wirklichkeit die Puppen).

Die Ameisenstraßen, die mit Duftstoffen markiert werden, ermöglichen ihnen Orientierung bei Nacht. Weitere Orientierung gibt ihnen der Stand der Sonne und das Erkennen der Polarisation des Sonnenlichts.

Die ausgewachsenen weiblichen Tiere sind unfruchtbar. Sie pflegen die noch unausgereiften Tiere, sind Arbeiterinnen, Sammlerinnen oder Soldaten. Sie verständigen sich in der Regel untereinander durch Berührungsreize und chemische Substanzen, andere Arten auch akustisch. Die akustische Verständigung wird nur in der Nähe eingesetzt, die Duftinformation reicht viel weiter. Die Ameisen erscheinen den ganzen Tag über aktiv, bei genaueren Untersuchungen der Universität Erlangen wurde aber festgestellt, dass sie nur etwa 5 Minuten arbeiten und dann 25 Minuten ruhen. Ihre Gesamtaktivität ist auch von der Tages- und Jahreszeit abhängig. Im Spätsommer entstehen geflügelte junge Königinnen und geflügelte Männchen. Nach der Befruchtung sterben die Männchen ab, die Königinnen suchen sich einen Überwinterungsplatz, das Spiel beginnt von Neuem. Der Samenvorrat reicht für ihr ganzes Leben. Der alte Staat stirbt ab. Manche Königinnen werden bis zu 15 Jahre alt. - Ihre Bodennester bauen sie oftmals in der Nähe von Pflanzen, die von Wurzelläusen befallen sind.

Die Ameisen beklopfen mit ihren Antennen die Läuse, die daraufhin einen Tropfen Kot abgeben, der vor allem aus Zucker, B-Vitaminen, Mineralstoffen und Eiweiß besteht. Die Läuse selbst sind nur an ganz bestimmten Eiweißarten interessiert, die anderen Arten geben sie wieder ab.

Manchmal werden aber auch andere Tierarten mit betreut wie Buckelzikaden und Schmetterlingsraupen, die ihnen Zuckersaft bieten, oder z.B. die Larve des schwarzgefleckten Bläulings der Gattung Myrmica; sie gibt nach Betrillern einen zuckersüßen Saft ab, der begierig von den Ameisen aufgenommen wird. Daraufhin wird sie in den Bau geschleppt und in der Brutkammer untergebracht. Die Larve überwintert dort und fällt im Frühjahr über die Eier und Larven ihres Gastgebers her. Danach verpuppt sie sich, schlüpft als Falter und fliegt davon. Die Larven des Arion-Bläulings aber lassen sich von Ameisen in ihr Nest schleppen und fressen dort die Brut, die Larven des Kreuzenzian-Ameisenbläulings täuschen die Ameisen sogar mit vielen Düften vor, sie seien ebenfalls Ameisen und lassen sich von ihnen füttern.

Einige Singvögel bekämpfen Parasiten an ihrem Gefieder durch sog. Einemsen: Das Tier ergreift eine Ameise, die in einer Abwehrreaktion ihre Ameisensäure verspritzt, die am Gefieder haften bleibt.

Ameisen sind nützlich, weil sie Unkrautsamen wegtragen, die Eier von Insekten, Möhrenfliegen, Schnecken und kleine Raupen, aber auch Tierleichen vertilgen. Oft findet man unter den Hüllblättern der Pfingstrosenknospen mehrere Ameisen, die dort von süßem Honigtau angelockt werden und zum Dank für ihre Nahrungsquelle Pflanzenfeinde fernhalten. Bärlauch, Borretsch, Buchs, Buschwindröschen, Ehrenpreis, Erdrauch, Lavendel, Leberblümchen, Lerchensporn, Lungenkraut, Perlgras, Schlüsselblumen, Schneeglöckchen, Schneestolz, Schöllkraut, Veilchen, Wachtelweizen, Winterling u.a. sind auf Ameisen zur Verbreitung ihrer Samen angewiesen. Sie bieten ihnen meistens eine den Samen anhängende Fressprämie (Eleiosom). Andere Pflanzen wie Bäume, Gräser und Stauden ziehen möglicherweise Nutzen aus deren Anwesenheit und wachsen entschieden schneller.

Ameisen sind aber auch schädlich, weil sie die Blattläuse verteidigen, um deren ausgeschiedenen Honigtau zu ernten (wobei sie auch nicht davor zurückschrecken, sie am Davonfliegen zu hindern durch Abbeißen der Flügel), weil sie im Rasen Erdnester anlegen oder Plattenwege unterhöhlen. Im Frühjahr jagen sie alle Fressfeinde, die sich an den Knospen von Obstbäumen zu schaffen machen, noch bevor die ersten Blattläuse auftreten. So bekämpfen sie z.B. Florfliegenlarven und Schlupfwespen. Durch die Ameisen werden auch Pflanzenkrankheiten übertragen. - Einige Arten fressen aber auch frisches Fleisch, Honig, Speisen und Zucker. Dabei können Lebensmittel mit Bakterien verunreinigt werden.

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Es gibt eine Vielzahl von Ameisen, die im Garten vorkommen können, rund 100 Arten gibt es in Mitteleuropa. Hier sind nur die am häufigsten vorkommenden Arten behandelt:

  1. Wiesenameisen oder Gelbe Wegameisen, Lasius flavus, 2 - 5 mm, gelblich, dringen nicht in Häuser ein. Sie bauen Lehmnester mit Kuppeln, oft mit Gras durchwachsen, und leben von Honigtau, besonders dem der Wurzelläuse. Auf feuchten Böden und Wiesen, auch unter Steinen.
  2. Wegameisen, Lasius niger, häufigste Gartenameisen, 4 - 10 mm, mattschwarz, bauen Nester in der Erde, häufig um Pflanzenstängel herum. Sie unterhöhlen Plattenwege oder bauen ihre Nester unter Brettern und Steinen, lieben sonnige, trockene Orte. Sie benagen Wurzelhals und Rinde z.B. von Möhren und Sellerie. Vor allem in trockenen Jahren fressen sie am Wurzelhals von Jungpflanzen, nagen an Knospen und reifen Früchten, fressen an Früchten, die von anderen Schädlingen angefressen wurden. Sie melken ihre Läuse z.B. auf Obstbäumen und Beerensträuchern, tragen sie woanders hin und schützen sie vor deren Feinden, z.B. gegen Florfliegen, Marienkäfer und Schwebfliegenlarven. 90% weniger dieser Blattlausfeinde treten dadurch auf. Auch Honigtau von Schildläusen, Blattflöhen und Zikaden und alles Süße wird bevorzugt gefressen. Sie befallen u.U. auch Häuser.
  3. Rasenameisen. Sie sind etwas kleiner und leben ähnlich wie 2). Befallen auch u.U. Häuser.
  4. Holzameisen Lasius fuliginosus. Sie sind oft im alten Gebälk von Häusern zu finden, lieben aber auch alles Süße. Farbe glänzend-schwarz.
  5. Pharaoameisen Monomorium pharaonis. Größe der Arbeiterin etwa 2,2 mm. Sie sind honiggelb mit dunklem Hinterleib und kommen ursprünglich aus Afrika. Sie lieben Wärme und legen ihre Nester gern im Mauerwerk oder hinter Fliesen in der Nähe von Wärmequellen an. Manchmal auch entlang von Warmwasserleitungen. Sie fressen vor allem Proteine wie tote Insekten, Tierfutter aller Art, Ölfrüchte, Fette, Süßspeisen, Fleisch usw., lecken an Vorräten und menschlichen Ausscheidungen und können so Infektionskrankheiten übertragen, z.B. Salmonellen und Hospitalismus-Erreger. Auch Allergien können durch sie entstehen. Schaden können sie auch anrichten, indem sie in Computer oder andere elektrische Geräte eindringen und Kurzschluss hervorrufen. Sie können sich selbst durch geschlossenen Kühlschranktüren und Schraubverschlüsse durchfressen. Einige Arten haben einen so feinen Geruchssinn entwickelt, dass sie Nahrung und Gift auch über weite Entfernungen wahrnehmen. Bevor Nahrung der Königin angeboten wird, muss erst ein Vorkoster die Speise auf etwaigen Giftgehalt überprüfen. Es kommt vor, dass sie sich in ihre Nester zurückziehen und sich gegenseitig auffressen, so dass der Eindruck erfolgreicher Bekämpfung entsteht. Ein Volk kann aus bis zu 1 Mio. Tieren bestehen.
  6. Honigameisen. 3 - 5 mm groß, nistet in hohlen Bäumen, vor allem von Birken, Eichen, Linden oder Pappeln. Sie bauen Pilze an. Im Gartenbereich kaum schädlich.
  7. Diebsameisen. Hellbräunlich, 'stehlen' aus anderen Völkern die Brut. Ihre Nester sind von oben nicht zu erkennen. Fremdameisen, die nicht gefressen werden, werden u.U. als Sklaven gehalten.
  8. Rote Knotenameisen Myrmica laevinodis leben wie 7) räuberisch und ernähren sich von kleinen Insekten und deren Eiern, Larven und Puppen.
  9. Rote Waldameisen. 6 - 11 mm groß. Sie leben im Wald und bauen dort große Nester. Sie sind wie 7) + 8) nützlich, siehe unter 'Nützliche Tiere - Waldameisen'.
n/v

Abwehr:

Pharao-Ameisen. Fachmännisch durch Fraßköder mit langsam wirkenden Giften. Straßenbarrieren aus Klebeband errichten.

Stark riechende Kräuterjauchen, z.B. Beifuß-, Brennessel-, Eichenrinde-, Grapefruit- (auch -öl), Holunder-, Kapuzinerkressen-, Lavendel-, Natriumhydrogencarbonat, Orangenschalen- (auch -öl), Pfefferminz-, Rainfarn-, Thymian-, Wermut - und Zitronenschalenjauche verwirren ihren Orientierungssinn. Sie hemmen auch die Wurzelläuse. Oscorna-Ameisenstop. Backpulver oder Hydrogencarbonat auf die Ameisenstraße und die Nester streuen, Eberraute, Farnkraut, Feldsalat, Holunderblätter, Kampfer, Kerbel, Lavendel, Majoran, Melilotenklee, (Zitronen-)Thymian; Rainfarntriebe, Weinraute oder Wermut direkt in die Nester stecken oder frische Triebe um die Baumstämme binden; Salbei, Thymian, Thuja, Tomatenblätter (direkt in die Nester stecken, auch die Nähe von Tomaten verhindert den Ameisenbefall von Aprikosen- und Pfirsichbäumen, Wirkstoff IBI 246), Wucherblume, Zimt, schimmelnde Zitronen/Zitronensaft, Essig. Lavendel, Majoran und Thymian in Hausnähe anpflanzen. Anpflanzung von Lavendel, Rosmarin oder Weinraute z.B. in Rosennähe als Schutz vor Ameisen. Vergrämen mit Teebaumöl 20 Tropfen + 1 l Wasser + Emulgator aus der Apotheke oder mit IBI 246. Schälchen mit frischer Hefe und Honig aufstellen (1/2 l Wasser, 5 Esslöffel Zucker, 2 Esslöffel Instanthefe). Algenkalk streuen. Blumentopf mit Erde oder Holzwolle gefüllt umgekehrt auf das Nest stellen. Wenn er voll Brut ist, einen Spaten darunter schieben und das Volk umsiedeln. Leimringe an Bäumen anbringen. Aurum-Insektenleim. Zwerghühner verspeisen auch anderes Ungeziefer. Nester mit kochendem Wasser ausgießen. Im Haus Schwamm mit Zuckerwasser getränkt auslegen und mit Ameisen in heißes Wasser legen. Gleichzeitig Zugang wie Mauerfugen usw. verstopfen oder mit Silikon versiegeln. Mit Staubsauger die Tiere aufsaugen, Beutel danach vernichten. 50 g Borax mit 200 g Zucker mischen, auf die Nester streuen oder in die Zugänge. Teller mit Honig oder Zuckerwasser aufstellen. Puderzucker mit Backpulver mischen und ausstreuen auf die Wege. Untertasse mit Öl aufstellen, Rand zuckern. Tote Fische begraben. Heißluft.

Ameisen in Töpfen werden vertrieben durch Wässern des gesamten Topfes; Leimringe außen verhindern den Zugang. Kieselsteine und Korkschrot als Dränage in Kübeln und Töpfen vorsehen.

Ameisen, Kohlweißlinge und Schnecken in Gewächshäusern sollen durch Anpflanzung von Rainfarn, Basilikum, Kapuzinerkresse oder Thymian vertrieben werden. Siehe Gewächshäuser.

 

Natürliche Feinde:

Amphibien, Birkhuhn, Dachs, Frosch, Fuchs, Grünspecht, Kröte, Raubinsekten, Raubkäfer, Reptilien, Rosenkäfer, Spinnen, Spitzmäuse, Vierpunktkäfer, Vögel (Grünspecht, Hausrotschwanz, Rotkehlchen, Schwarzspecht, Wendehals). Amphibien, Raubinsekten, Reptilien, Spinnen und Spitzmäusen fallen den Raubinsekten zum Opfer, die 99% der Jungköniginnen vertilgen.

 

Handelsprodukte:

Lorixan verwirrt den Ortssinn, so dass Brut und Königin verhungern. Z.B. vor den Hauseingang streuen. Äxoron Ameisenstop, Celaflor Ameisenfrei haben wie Loxiran ätherische Öle. Spruzit (schädigt aber das Bodenleben). Lorixan Ameisenbuffet wird der jungen Brut verfüttert und tötet sie. Steinplatten auslegen, darunter bauen sie ihre Nester und können auf diese Weise vernichtet werden. Andererseits werden Ameisen magisch angezogen von Steinplatten, die auf Sand ausgelegt sind. Sie werden unterhöhlt und liegen bald schief und unregelmäßig. Bei den vorstehenden Maßnahmen darauf achten, dass Fraßgifte wiederholt angewendet werden müssen, um auch die nachwachsenden Generationen (Puppen) zu erfassen. Wird die Königin nicht getötet oder umgesiedelt, bleibt der Erfolg aus. Haselnussgroße Bäckerhefe auslegen, mit etwas Honig dazu. Solange das Stück immer wieder vorrätig halten, bis die letzte Ameise verschwunden ist.

Nahrungsmittel im Hause sichern durch Glasgefäße usw., aber keine Schraubverschlüsse verwenden, sie sind für die Pharaoameisen kein Hindernis. Durchgänge gut absichern. Bei Befall mit Pharaoameisen am besten Kammerjäger anfordern, der mit langsam wirkenden Fraßgiften die ganze Population samt Königin vernichtet. Auch mit Heißluft können Ameisen in schwer zugänglichen Teilen getötet werden. Home shield kann über die Ameisen gestreut werden. Diatoniem tötet ebenfalls bei Berührung. Ameisen betreuen auch Wurzelläuse. Bekämpfung mit Rainfarntee, auch in Blumentöpfen. Zimt in ihr Nest legen, sie sind dann ganz verwirrt. Mit Wermuttee die Pflanzen gießen, z.B. 300 g frisches oder getrocknetes Kraut in 10 l Wasser vergären lassen. Auch mit Aromapflanzen wie Lavendel, Thymian und Majoran können sie vertrieben werden. Auch das Ausstreuen von Algenkalk und altem Kaffeesatz vertreibt die unliebsamen Gäste wirkungsvoll. Eine Methode zur Vergrämung von Ameisen im Haus besteht darin, die betroffenen Stellen mit Zimt zu bestreuen und dann mit konzentriertem Lavendelöl beträufeln. Wird der Fußboden mit Zitronenessig oder Essigessenz geputzt, lösen sich die durch Duftnoten von den Ameisen markierten Ameisenstraßen wirkungsvoll auf.

Beim Kauf von Schlupfwespen, Florfliegenlarven usw. zum Einsatz in Gewächshäusern beachten, dass erst die Ameisen ausquartiert werden müssen (Pelargonium abrotanifolium) oder anderenfalls werden sie schnell ihr Opfer.

Ameisen unterwühlen die Grasnarbe und bringen sie zum Absterben.

Rosen: Lavendel anpflanzen.

Ameisen werden vertrieben durch Kerbel, Majoran, Lavendel und Pfefferminze.

Apfelblattsauger [Psylla/Cacopsylla mali]

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Apfelbäume. Psylla/Cacopsylla mali. 3-4 mm große, gelb-braune Blattflöhe. Larven 1-2 mm, schlüpfen bei Austrieb, saugen an Blüten und Knospen und scheiden Honigtau aus. Rußtau folgt. Erwachsene Tierchen erscheinen ab 6. Eiablage Ende 8 an den äußersten Zweigspitzen in Knospennähe. Überwinterung als Ei.- Blätter und Blüten verkleben, welken und entfalten sich mit Verzögerung oder werden braun. Blätter, Triebspitzen und junge Früchte verkümmern, z.T. fallen die Blätter ab. Fruchtansatz unterbleibt zum Teil.

Apfelbäume. Befallene Zweige abschneiden und vernichten. Bei starkem Befall Spruzit. Neudosan. Niemsamen. Kapuzinerkresse spritzen.

Apfelbäume. Winterspritzung mit Promanal vernichtet einen Teil der Frühjahrsapfelblattsauger. Florfliegen und Raubwanzen fördern. Nichtrankende Kapuzinerkresse und Ringelblumen auf Baumscheiben aussäen.

Apfelblütenstecher [Anthonomus pomorum]

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Apfelbäume, Birne, Mispeln, Quitte. Braunschwarzer Rüsselkäfer, 5 mm lang, mit weißem V auf den Vorderflügeln. Flugzeit Mi 3, manchmal auch früher. Überwintert meistens unter abstehenden Rindenteilen. Die Weibchen legen bis zu 100 Eier in die anschwellenden Blütenknospen, die nach Befall braun und vertrocknet aussehen. Die Larven schlüpfen bald danach, sie sind gelblich mit schwarzem Kopf, ca. 6 mm groß, ohne Beine. Sie fressen unter den eingerollten Kronblättern die Samenanlage ab und sind dann reif zur Verpuppung. Die Blüten erscheinen ballonartig, werden braun und sterben ab. Die gelben Puppen sind sehr beweglich. Die Käfer schlüpfen im Juni. Nachdem sie etwa 4 Wochen an den Blättern gefressen haben, suchen sie sich im Juli einen Platz zur Überwinterung. - Waldnahe Lagen sind besonders gefährdet. Befall nur während der Blüte.

 

Apfelbäume, Birne, Mispel, Quitte. Natürliche Feinde sind insektenfressende Vögel, vor allem Kleiber und Specht, Laufkäfer und Schlupfwespe. Die Käfer treten meistens in nur geringer Menge auf und dienen dann der Verminderung des Fruchtansatzes. Nur wenn sich die Blütezeit wegen kalter Witterung länger hinzieht, kann Gefahr bestehen. Täglich Käfer ablesen und braune Knospen entfernen. Man kann sie morgens auch abschütteln und am Boden auflesen mit Hilfe eines weißen Tuches. Bei starkem Befall ölhaltige Präparate oder Spruzit spritzen. Niemsamen. Naturen.

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Apfelbäume, Birnbäume, Mispeln, Quitten. Rindenpflege mit Weißanstrich. Fanggürtel bei Austrieb anbringen, früh morgens Käfer darunter ablesen. Rindenpflege.

Asseln [Isopoda]

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Isopoda. Eumalacostraca.

Apfelbäume, Orchideen, Waldrebe. Sie sind schiefergrau bis hellgrau, etwa 15 mm groß, abgeplattet. Asseln sind nützliche Humusbildner, können aber bei massenhaftem Auftreten schädlich werden. Ein Weibchen hat je Jahr etwa 100 Nachkommen. Die Eier tragen sie bei sich in einer Bauchtasche, die später auch den Jungtieren eine Zeitlang als Schutzraum dient. Wenn sie gestört werden, rollen sie sich zu einer Kugel zusammen. Sie fressen besonders gern zarte Blütenblätter von Orchideen und nagen die Keime und Jungpflanzen an in Treibhäusern, fressen auch gelegentlich an Clematis und Husarenknöpfen. Sie brauchen Feuchtigkeit an ihrer Körperunterseite, da dort ihre Kiemen sitzen, mit denen sie atmen (Krebstiere). Sie verstecken sich in Kellern, hinter Regalen, zwischen Kartoffeln und anderen feucht gelagerten Materialien. Sie fressen dort an weichen pflanzlichen Vorräten wie Gemüse, Kartoffeln, Salat, Tomaten, Blumenknollen und Obst (Cox), wenn die Schale auch nur ganz wenig gerissen ist. Gern ernähren sie sich auch von Algen, Bakterien und Pilzen. Oft nutzen sie auch von anderen Tieren angebissene Früchte, um dort weiter zu fressen. Sie sind lichtscheu und nachtaktiv, suchen bei Trockenheit aber auch am Tage nach feuchten Plätzen.

Herrenhäuser Filigranfarn, Weicher Schildfarn. Vernichten mit einer kleinen Bürste.

 

 

Apfelbäume, Orchideen, Waldreben. Absammeln. Orangenschalen als Köder auslegen

Abwehr: Natürliche Feinde: Kröten

Apfelbäume, Orchideen, Waldreben. Feuchte Stellen vermeiden. Fallen stellen wie ausgehöhlte Kartoffeln, alte Bretter, Apfelsinen- oder Bananenschalen, feuchte Säcke, angefeuchtete Holzwolle, Sonnenblumenköpfe ohne Samen.

Keller kalken. Im Keller: Kartoffeln oder Möhren halbieren, aufgeschnittene Seite nach unten legen. Bananen- oder Orangenschalen als Köder auslegen. Blumentöpfe mit Stroh ausfüllen, das mit Traubenzuckerwasser getränkt wurde. Vergorenes auslegen oder ausbringen, z.B. hochprozentigen Obstler.

Im Gewächshaus: Tontöpfe locker mit feuchter Holzwolle und gekochten Kartoffeln füllen und mit Öffnung gegen die Wand lehnen. Wenn man die Platten nicht auf die Erde legt, sondern z.B. auf Split, werden dadurch die Asseln vergrämt. Gurkenschalen wehren ab.

Handelsfabrikate: Spruzit. Diatoniem, Home shield.

Bakterienbrand (Bakterienkrankheiten) [Pseudomonas syringae]

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Apfelbäume, Aprikosen, Birnbäume, Kirschen, Pfirsiche, Pflaumen, Zwe,, Mirabellen, Quittenbäume, Scharlachkirschen, Walnussbäume. Bakterienkrankheiten. .

Pseudomonas syringae befällt Kernobst. Rinde nahe den Endknospen ist im Winter eingesunken und rissig. Im Frühling kann dort Gummifluß austreten. Die betroffenen Blätter und Blüten bleiben klein und trocknen bald ein. Die Triebe können auch absterben. Die Blätter haben kleine helle Flecke, die später braun und trocken werden und schließlich ausfallen. Verwechselungsgefahr mit der Schrotschußkrankheit! Bei dem Bakterienbrand sind die Ränder aber immer hellgrün, die Löcher auch kleiner. Auch an den Früchten kann es kleinere dunkle Flecken geben. Verbreitung der Bakterien durch Regen und Wind. Sie dringen durch die Blattfallwunde in das Gewebe ein und vermehren sich dort. Releika, Resi und Rewena sind resistent, Relinda ist wenig anfällig. Befällt auch anderes Kernobst.

Beobachtungen können gemeldet werden an:

Julius Kühn-Institut - Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen (ehemalig: BBA)
Messeweg 11/12
38104 Braunschweig
+49 531 299-3204

http://www.jki.bund.de

Pseudomonas morsprunorum und Pseudomonas syringae. Im Herbst werden Fruchttriebe, Knospen und Rinde befallen über Blattnarbe oder Wunden. Die Erscheinungen sind schwerwiegender als beim Kernobst (siehe Apfelbäume). Blätter zeigen hellbraune Flecken mit einem wässrigen Hof. Die Flecken trocknen ein, fallen aus und die Blätter ab. (Erscheinung ähnlich der Schrotschusskrankheit). Dann werden die Äste, Blüten (Blütenblätter sehen wie verbrannt aus) und Früchte befallen. Dunkle, eingefallene Rindenflecke an den Trieben, die sich wie ein Geschwür vergrößern und schließlich ganze Äste oder die Krone absterben lassen. Gummifluß. Bei solchen Schäden kann sich der Baum nicht mehr erholen und muß gerodet werden. Gefährdung während der gesamten Vegetationsperiode, besonders bei jungen Bäumen. Befällt auch anderes Steinobst und Birnen. Siehe auch 'Schrotschusskrankheit' zur Unterscheidung unter 'Kirschbäume' und 'Bakterienkrankheiten'.

Die Blätter zeigen beim Austrieb kleine hellbraune Flecken mit Hof. Diese Wundstellen müssen mit einem Wundverschluss behandelt werden.

Pseudomonas juglandis. Schwarze oder braune Flecken auf Blättern und Nüssen, die Bakterien dringen bis in die Kerne vor.

Herbstchrysanthemen, Herbstmargeriten, Rittersporn, Schwertlilien.Bakterienbrand, Ölfleckenkrankheit. Blätter bekommen ölartige Flecken, die Schleim bilden, besonders bei feuchtem Wetter. Infizierte Blüten faulen, auch Stängel können befallen werden. In feuchten Sommern besonders stark auftretend.

 

Apfelbäume, Aprikosen, Birnbäume, Kirschen, Pfirsiche, Pflaumen, Zwe,, Mirabellen, Quittenbäume, Scharlachkirschen, Walnussbäume.

°Kupferkalkspritzung bei Knospenentfaltung und wenn der größere Teil der Blätter abgefallen ist. Jeweils mehrmals wiederholen.

°In Gärten verboten. Das Bakterium kann die Leitungsbahnen des Baumes durchdringen und zum Absterben der Äste führen.

Herbstchrysanthemen, Herbstmargeriten, Rittersporn, Schwertlilien.Ölfleckenkrankheit. Vernichten. Drei Jahre lang keine Chrysanthemen an derselben Stelle pflanzen.

Apfelbäume, Aprikosen, Birnbäume, Kirschen, Pfirsiche, Pflaumen, Zwe,, Mirabellen, Quittenbäume, Scharlachkirschen, Walnussbäume.

Stickstoffreiche Düngung vermeiden, Baumschnitt auf das Notwendigste beschränken. Wunden vermeiden. Düngung nur mit Kompost, auf der Baumscheibe Gründünger aussäen, Knoblauch anpflanzen. Regelmäßig Krone auslichten.

Schüttere Kronen mit einzeln absterbenden Ästen. Blutende Flecken am Stamm. Risse und Dellen am Stamm. Absterbende Wachstumszonen. Unterhalb der blutenden oder rissigen Stellen absterbendes, braun bis rotbraun gefärbtes Gewebe. Infizierte Bäume sterben in der Regel ab. Sortenwahl: Anfällig sind Beutelsbacher Rexelle, Heimanns Rubin und Röhrings Weichsel. Widerstandsfähiger sind Köroser Weichsel, Ludwigs Frühe und Schattenmorelle. Auch die Scharlachkirsche (Zierkirsche) kann befallen werden. Krone auslichten, nicht stickstoffbetont düngen, auch sonst nur wenig Kompost geben. Baumschnitt nur an trockenen Tagen. Werkzeug zwischendurch immer wieder desinfizieren. Wunden schließen.

Windoffene Lagen und weniger anfällige Sorten wählen.

Herbstchrysanthemen, Herbstmargeriten, Rittersporn, Schwertlilien. Ölfleckenkrankheit. Nicht stickstoffbetont düngen. Sortenwahl, nur gesundes Saatgut verwenden. Morgens gießen, niemals die grünen Pflanzenteile benetzen. Auf ausgewogene Düngung achten, Kalium bewirkt Resistenz gegen Kälte und viele Krankheiten. Bei Bedarf Algenkalk streuen.

 

Bakteriose [Bakteriose]

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Apfelbäume. Bakteriosen können nicht mit Pflanzenschutzmitteln bekämpft werden. Es greifen nur prophylaktische Maßnahmen:
                      Gut durchlüfteter, lehmiger, frischer Boden.
                      pH-Wert 6,0 - 8,0.
                      Sandige Böden nur für Jungpflanzenproduktion, da für Solitäre zu geringe Wasser- und Pufferkapazitäten vorhanden sind.
                      Schutzmaßnahmen für Wildverbiss.
                      Umsetzung von Hygienemaßnahmen, Desinfektion von Schnittwerkzeugen.
                      Stammschutz sollte luftig ausfallen.
Frau Dr.Esther Moltmann tel. 07219468413 des landwirtschaftlichen Technologiezentrums Augustenberg.
 

Baumwollkapselwurm [Helicoverpa armigera]

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Apfelbäume, Bohnen, Paprika.  2007 wurde er aus China importiert. Neben Zitrusbäumen befällt er auch Laubbäume und kann sie im schlimmsten Falle zum Absterben bringen. Er ist 21 - 37 mm groß, auf seinem glänzend schwarzen Rücken sind deutlich weiße Punkte zu erkennen, seine auffallend langen Fühler sind schwarz-hell gestreift. Befallene Bäume sind häufig an den großen runden, meiste nahe der Wurzel gelegenen Ausschlupflöchern des Käfers mit seiner ungefähren Größe einer 1-Cent-Münze zu erkennen. Ein weiterer Hinweis auf den Schädlingsbefall sind Käfer, die sich aus den Wurzeln der Pflanze herausbohren. In anderen Fällen sind vor dem Schlupf des Käfers Bohrspäne zu finden. Seit Anfang Mai sollten Kunden mehrmals wöchentlich ihre Pflanze untersuchen. Bei Verdacht wenden an: Landwirtschaftliches Technologiezentrum Augustenberg, Außenstelle Stuttgart, Tel. 0711/6642 - 465 oder - 400. Wird der Verdacht bestätigt, muß sofort der ganze Baum gefällt werden.

Erbsen, Kohl, Mais, Tomate. Helicoverpa armigera. Sie treten insbesondere an Zierpflanzen, Gemüse (Bohnen, Erbsen, Kohl, Mais, Paprika, Tomate) und an landwirtschaftlichen Kulturen auf. Auch Schäden an den Rosen sind bekannt. Süden und Freiland, verstärkt unter Glas. 2 - 6 Generationen, 4 cm lang, farblich abgesetzte Längsstreifen. Gesamte Oberfläche mit Haaren bedeckt. Schäden an Früchten, Verpuppung im Boden.

 

Apfelbäume, Bohnen, Paprika. Baum muß sofort gefällt werden.

Erbsen, Kohl, Mais, Tomate. Noch nicht bekannt.

 

 

Bleiglanz [Stereum purpureum]

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Stereum purpureum.

Apfelbäume, Aprikosen, Flieder, Goldregen, Pfirsich, Pflaumen, Zwe..Dieser Weißfäule-Erreger befällt über frische Wunden Rhododendron und Steinobstbäume. Das Laub der Bäume verfärbt sich dadurch ganz weiß. Das Besprühen mit Pilzmitteln ist ganz und gar wirkungslos. Vertilgung durch Rodung.

Wenig robuste Gehölze:

Ahorn, Buchen, Eschen, Fichten, Platanen und Tannen.

Der Pilz befällt meistens junge Bäume. Blätter werden matt, haben einen bleiartigen, weißlichen Glanz. Durchgeschnittene Triebe verfärben sich, wenn sie befeuchtet werden, bräunlich. Äste sterben ab, das Holz ist bräunlich verfärbt. Die Sporen dringen über Wunden in das Holz ein. Siehe "Kirschbäume"-Kernobst wird seltener befallen, ebenso Zieräpfel.

Ggf. ist auch Eisen- oder Manganmangel die Ursache für die Blattverfärbung. Vernachlässigte Gehölze werden öfters befallen.

Hinweis: Eisen- und Manganmangel haben dieselben Symptome, weisen aber nicht die typischen Verfärbungen bei durchgeschnittenen Ästen auf.

 

15 cm lang Befallenes abschneiden.

Schnittstelle versiegeln. Bei Misserfolg Gehölz vernichten.

Bäume bei starkem Befall roden und vernichten, sonst befallene Äste herausschneiden.

Befallenes rücksichtslos abschneiden und die Wunden sofort verschliessen. Riesige Sporenmengen machen die Rettung eher unwahrscheinlich.

Nicht stickstoffbetont düngen.

Gefährdete Bäume nach der Ernte schneiden.Ggf. Bodenanalyse machen lassen oder mit Steinmehl düngen

Zwetsche Tophit ist ziemlich resistent. Pflaumenkrankheit, vor allem Victoria-Pflaumen, aber auch Mirabellen, sind betroffen. Reichtragende Äste abstützen, bei Bruch ist leichte Infektion möglich. Rückschnitt sollte deshalb gleich nach der Ernte beginnen.

Blutläuse [Eriosoma lanigerum]

Blutläuse wurden aus Amerika eingeschleppt. Sie sind eine Blattlausart.

Verwandte Artikel: Blattläuse.

Nur Schädling auf Apfelbäumen, Quitten und Ziergehölzen, gelegentlich auch auf Birnbäumen, Ebereschen, Felsenmispeln, Weißdorn, Zwergmispeln.

Etwa 2 mm große Weibchen, bräunlich, bedeckt mit weißer Wachswatte. Beim Zerdrücken entsteht blutfarbener Saft. Sie überwintern in ihrer Mehrzahl als Larven am Wurzelhals des Apfelbaumes, nur einige in Rindenrissen oder Wunden. Einige Jungtiere dringen bis zu 50 cm tief in das Erdreich ein und sind damit vor harten Frösten geschützt. Andere überwintern auf den Apfelbäumen.

Die Muttertiere gebären im Schutze der Kolonien ungeschlechtlich bis zu 12 Generationen im Jahr, je wärmer die Witterung, umso mehr Generationen, je Weibchen etwa 100 Nachkommen. Im Frühjahr und Sommer sind die Nachkommen flügellos, ab Juli geflügelt. Diese fliegen zu anderen Bäumen und sorgen so für Weiterverbreitung. Im Herbst werden männliche und weibliche Tiere geboren. Die Weibchen legen je ein Winterei ab, aus denen gehen jedoch in unserem Klima keine fruchtbaren Nachkommen hervor. Mit dem Laubfall wandern sie in ihre Überwinterungsverstecke zurück, im Winter sind keine Tierchen mit weißen Fäden sichtbar. Viele Blutläuse erfrieren, wenn sie im Einflussbereich der Kälte verblieben sind. Auch heiße Sommer setzen ihnen zu. Die graubraunen Larven überwintern. Es gibt viele Arten, die in Gewächshaus und Wohnung auftreten. Die jungen Läuse befallen oft neue Pflanzen, Alttiere bleiben meist auf dem einmal besetzten Platz.

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Die Blutläuse wandern kurz nach der Blüte in die Baumkronen und spinnen sich dort ein in ein weißes Wachsgespinst, das sie vor Witterungseinflüssen und den meisten Spritzbrühen schützt, besonders gern an Wundrändern aller Art, Verzweigungen, Wasserschossen und in Borkenrissen. Blätter, Triebe und Zweige sind von einem watteähnlichen Material umhüllt, es gibt einige klebrig-glänzende Stellen.

Der Beginn des Befalls ist meistens in den Blattachseln und beginnt im Mai. Die Läuse darunter saugen an Blättern und Trieben. Der Schaden liegt weniger im Entzug der Säfte als in den Wucherungen an den Saugstellen (hervorgerufen durch den Speichel der Läuse), die später zum Blutlauskrebs führen können mit Absterben von ganzen Ast- oder Baumteilen oberhalb der Wucherung. Einige Blutlausarten leben auch unter der Erde. Sie saugen an der Rinde. Durch die Saugtätigkeit werden die Blätter gelb und bleiben im Wachstum zurück, u.U. werden sie auch abgeworfen, zusammen mit den Blüten. Auf den Pflanzen bleibt ein klebriger Honigtau zurück, der sich durch Schwärzepilze einfärbt.

Wie beim Blattlausbefall ist Stickstoffüberdüngung eine der häufigsten Ursachen, ebenso auch Nährstoffmangel. Gelbgrün oder schwächlich aussehende Blätter werden deutlich mehr heimgesucht als saftig-grüne, da sie eine leichtere Beute sind. Stickstoffüberdüngung führt zu einem hohen Anteil von freien Aminosäuren und Zucker im Zellsaft, vor allem die Jungtriebe haben gegenüber den älteren Blättern einen noch höheren Gehalt dieser Substanzen und da sie außerdem ein weicheres Gewebe haben, siedeln sich hier die Läuse besonders gern an. Das gilt auch für andere Schädlinge, die an Blättern saugen oder fressen. Auf ausreichende Kaliumdüngung (z.B. Holzasche, Beinwell, Steinmehl) achten, macht das Gewebe fester.

Boden locker halten, bei Bedarf wässern, Pflanzenstärkungsmittel wie Ackerschachtelhalm, Brennessel, ENVIRepel spritzen. Mulchen. Boden- und Lichtbedürfnisse der Pflanzen berücksichtigen. Mischkultur mit Kapuzinerkresse bei Obstbäumen oder gefährdeten Pflanzen, sie wirken als Köder.

Kapuzinerkresse mit Ringelblumen auf die Baumscheibe säen, jährlich Bäume schneiden, Wurzeltriebe entfernen. Keine stickstoffbetonte Düngung. Im Winter und im Frühjahr (Austriebsspritzung) mit Paraffinöl/Weißöl (Frühjahr nur abends) spritzen oder Schädlingsfrei Naturen. Erst nach erfolgreicher Probe an einem Blatt an der ganzen Pflanze anwenden, Vorsicht vor allem bei zarten weichen Blättern.

Nach Befall/ Jahreszeit:

  • Nach der Blüte, solange das Wachsgespinst noch nicht fertig ist.
  • Danach nur noch mit scharfem Wasserstrahl, Natronlösung, Pflanzenöl-Emulsionen, Promonal Neu, Schädlingsfrei Naturen und Ammoniaklösung (beide erst nach erfolgreicher Probe an einem Blatt an der ganzen Pflanze anwenden, Vorsicht vor allem bei zarten weichen Blättern) direkt auf die Nester spritzen oder mit Spiritus, Glyzerin oder Kapuzinerkresse-Auszug pinseln. Zusatz von Spiritus weicht die Wachshülle auf. Diese Pinselung muss wiederholt werden.

Natürliche Feinde

Australische Marienkäfer, Larven der °Florfliegen Chrysopa carnea, Blutlauszehrwespen (Aphelinus mali) sind 1 mm groß, sie parasitieren die Blutläuse; °Gallmücken, Aphidoletes aphidimyza, Hundertfüßler, Kurzflügler, Laufkäfer, Marienkäfer, Raupenfliegen, Raubwanzen, Schlupfwespen (sie parasitieren aber nur bestimmte Wollläuse, z.B. °Aphidius (Wintergarten), Schwebfliegen (unterstützen durch Anbau von Ringelblumen und Tagetes), Spinnen, Vögel, Weichkäfer.

Blutlauswucherungen an Obstbäumen im Winter ausschneiden und mit Baumwachs behandeln, die Nester mit Farnkraut- oder Kapuzinerkressenextrakt ausbürsten oder mit Natronlösung bzw. Ammoniaklösung. Letztere auch als Spritzmittel direkt auf die Nester. Kapuzinerkressenextrakt: Kochendes Wasser über das Kraut gießen, bis es bedeckt ist, rühren, nach Erkalten unverdünnt zum Pinseln benutzen. Viele Blutläuse überwintern am Wurzelhals. Deshalb freilegen, mit Kalk bestreuen und wieder mit Erde bedecken. Wurzelhals mit Rainfarntee oder Farnkrautextrakt benetzen, auch in den folgenden Jahren wiederholen. Farnkrautextrakt: 5 g Kraut, getrocknet, 1 l Wasser, 24 Stdn. ziehen lassen. Im Frühjahr einen Raupen- und Ameisenleimring um den Stamm anbringen. - Dauerhafte Abwehr durch Kräftigung aller Pflanzen mit mehrmaliger Spritzung von Schachtelhalmtee.

Für das Gewächshaus, aber auch bedingt für das Freiland, sind Florfliegenlarven Chrysoperla carnea im Handel; nur unter Glas: Räuberische Gallmücken Aphidoletes aphidimyza.

Befall bei Überwinterung beruht oft auf zu hoher Temperatur. Bei Beginn des Befalls die Läuse mit einem Wattestäbchen, das mit Öl oder Spiritus getränkt ist, vorsichtig betupfen oder mit warmen Wasser, dem einige Tropfen Spülmittel zugesetzt sind, abwaschen. Ggf. Pflanze zurückschneiden. Hartlaubige Pflanzen behandeln mit Promanal AF Neu Schild- und Wolllausfrei, weichlaubige mit Spruzit Schädlingsfrei oder Raptol Schädlingsspray. Zimmerpflanzen dürfen ebenfalls nicht stickstoffbetont gedüngt werden. Regelmäßig Algan 0,3% spritzen und Brennesseljauche gießen. Der Standort sollte hell, aber nicht heiß sein. Zurückhaltend gießen bei Bedarf. Gelbsticker gegen geflügelte Blutläuse. Ammoniak- oder Natronlösung. Neudosan AF oder Spruzit. Auf ausreichende Kaliumdüngung (z.B. Holzasche, Beinwell, Steinmehl) achten, macht das Gewebe fester.

Abstreifen mit einer Rosenbürste. Abspritzen mit scharfem Strahl oder Abstreifen mit der Hand. Befallene Triebspitzen abschneiden. Pflanzenölemulsionen. Stäuben mit Algenkalk, Gesteinsmehl, Holzasche oder Maizena. Lavendel wehrt Läuse ab. Basilikumtee bei Topfpflanzen. Spritzen mit Brennesselauszug, Farnkrautauszug, Kapuzinerkressetee, Kartoffelschalenbrühe, Kerbel, Knoblauchauszug, Natronlösung, Ammoniaklösung 2-3% + Kölnisch Wasser, Niemsamen, Quassiaholzbrühe, Rainfarntee, Rapsöl, Rhabarberblättertee, Schädlingsfrei Naturen, Celaflor Schädlingsfrei Neem, Schmierseifenbrühe, Tomatensud, Wermuttee, Zwiebelschalentee. Vergrämen: 20 Tropfen Teebaumöl auf 1 l Wasser + Emulsionsmittel (Apotheke). Gelbsticker gegen geflügelte Läuse. Neudosan (3 ml Algan je Liter Spritzbrühe zusetzen bei mehligen Läusen) und Spruzit. Sie überleben nicht in einem alkalischen Milieu.

Schlupfwespen durch den Fachhandel, ebenso den Pilz Verticillium lecanii bei Paprika, Peperoni und Chrysanthemen. Ein gutes Mittel sind z.B. Tomatenpflanzen, die in der Nähe von Aprikosen- und Pfirsichbäumen Ameisen abwehren. Zimmerpflanzen dürfen ebenfalls nicht stickstoffbetont gedüngt werden. Regelmäßig Algan 0,3% spritzen und Brennesseljauche gießen. Der Standort sollte hell, aber nicht heiß sein. Zurückhaltend gießen bei Bedarf. Ammoniak- oder Natronlösung. Neudosan AF oder Spruzit. Räuberische Gallmücken Aphidoletes aphidimyza), Schlupfwespen Aphidius (Wintergarten) oder Florfliegen Chrysopa carnea (Fachhandel) einsetzen.

 

°Lieferbar über Fachhandel.

Echter Mehltau

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Allgemein: Auf der Blattoberseite weißgraue Flecken, sie fließen zusammen, oft beidseitig. Blätter werden braun, sterben ab.

 

Apfelbäume. Weißer Belag auf Oberseite der Blätter, an jungen Trieben und Blüten. Blätter rollen sich ein, werden braun, fallen ab. Der Pilz überwintert auf Knospen und jungen Trieben. Landsberger Renette, Jonathan, Berlepsch, Boskoop, Cox Orange, Elstar°, Goldparmäne, Gravensteiner, Ingrid Marie, Jonagold, Jonathan, weißer Klarapfel, Landsberger, Lombarts Calvill, Oldenburg, Ontario, Idared, Starks Earliest sind besonders gefährdet. Alkmene, Danziger Kantapfel, Freiherr von Berlepsch, Dülmener Rosenapfel, Elstar°, James Grieve, Katija Balsgaard, Manga Super, Mc Intosh Rogers, Pia, Pilot, Pinova, Pirella/Pirol, Piros, Reglindis, Relinda, Renora, Retina, Rewena, Remo und Rubinette sind wenig empfindlich. Reanda, Remo und Resi sind resistent. - Vermehrt sich von Frühling bis Herbst, besonders Mai/Juni, vor allem bei warmem und schwülem Klima, aber auch bei trockenem Wetter und trockenen Lagen. Befallene Früchte zeigen bräunliche Netze im Herbst. Dauerfrost von -10 - 15° vernichtet das Pilzgeflecht, milde Winter verringern die Resistenz. Der Pilz kann sich nur auf lebendem Gewebe vermehren. Er tritt nur an Apfel auf. °Unterschiedliche Angaben.

Aprikosen. Sphaerotheca pannosa. Blätter und Triebe sind auf der Oberseite weiß; schwülwarmes Wetter begünstigt.

Begonien. Oidium begoniae. Weißlich-mehliger Belag an beiden Seiten der Blätter, an Blütenstängeln, Stielen und Blüten. Pflanzen sterben ab. Ausbreitung bei trockenem Wetter.

Erbsen. Blattoberseite mit mehlartigem Belag, manchmal auch Unterseite. Abwaschbar. Blätter werden braun und sterben ab. Sporenlager, erst gelb, dann schwarz. Die Hülsen sind dunkel gesprenkelt. Besonders gefährdet 6 - 7 bei trockener und warmer Witterung. Überwinterung als Myzel und Sporen auf Unkraut und Pflanzenresten. Herbstanbau in manchen Gebieten besonders gefährdet.

Erdbeeren. Sphaerotheca macularis. Beidseitiger weißer Belag an den Blättern, Blätter rötlich und eingerollt. Auch Blüten und Früchte zeigen den Belag. Vor allem Gefahr bei trockenem Wetter.

Feldsalat. Erysiphe ssp. Weißlicher Pilzrasen, der sich schnell auf den Blättern ausbreitet, vor allem unter Glas. Bei sonniger, trockener Witterung wird er gefördert.

Gurken. Erysiphe cichoracearum. Sphaerotheca fuliginea.Ober-, manchmal auch Unterseiten der Blätter haben Flecken, dann ist die ganze Blattfläche mehlartig belegt. Blätter verbräunen und vertrocknen, fallen ab. Blüten, Früchte und Stängel können auch befallen werden, ebenso Kürbis und Melone. Vor allem bei warmem, trockenem Wetter. Überwinterung als Myzel und Sporen an Gurkenresten und Unkraut. Widerstandsfähig ist die Sorte Sudica.

Kornblume, Flockenblume. Bei falscher Standortwahl kann es z.B. zum Befall des echten Mehltaus kommen.

Rosen. Spaerotheca pannosa var. rosae. Feuchte Witterung mit über 20°, nächtlicher Tau und Temperaturschwankungen begünstigen die Krankheit, ebenso windstille Ecken. Alle jungen Pflanzenteile werden befallen und zeigen den typischen weißen, abwaschbaren Belag auf beiden Seiten. Die Triebspitzen verlieren ihre Form, sterben ab, die rötlichen Blätter sind nach oben gefaltet und fallen ab. Überwinterung als Myzel und in Sporenbehältern an den befallenen Trieben.

Weinreben. Uncinula necator. Schon kurz nach dem Austrieb werden die Reben befallen, da der Pilz in Knospen und Trieben überwintert. Gefährdetster Monat ist der Juni bei feucht-warmem, wechselndem Wetter. Aber auch schon früher beginnt die Neuinfektion, der Pilz wächst bereits bei Temperaturen von 5° und beginnt mit der Sporenproduktion bei trockenem und auch feuchtem Wetter.- Die jungen Blätter kräuseln sich, dann bedeckt der Pilzrasen beide Seiten der Blattflächen. Er ist grau bis braun verfärbt. Schließlich welken die Blätter und fallen ab. Auch die Triebe und Früchte werden befallen; die Beeren platzen auf, die Kerne quellen heraus. Dadurch entstehen Anschlußinfektionen. Befallene Rinde reißt auf, verliert den Glanz. - Besonders gefährdet sind Weinreben vor Hauswänden.

Rotdorn. Der Belag kann sich auch auf die Triebe ausdehnen. Zum Herbst werden kugelige Dauersporen gebildet.

 

Apfelbäume. Resistente Sorten wählen wie Santana + Topaz (Ahrens & Sieberz), Reglindis, Remo, Resi, Rewena. Gerlinde und Retina sind wenig anfällig. Triebspitzen abschneiden. Beim Winterschnitt befallene Triebe abschneiden. Sie sind leicht gestaucht, haben hellgraue, bepuderte Triebspitzen und auffallend kleine Knospen. Bis zum Triebabschluß jede Woche durchsehen. Ältere Blätter werden meistens resistent. Baumscheiben lockern. Stickstoffdünger reduzieren. ENVIRepel. Neudovital Obst-Pilzschutz spritzen. Milsana. Myco-Sin. Netzschwefel (Vorsicht bei Berlepsch, Bräborn, Cox Orange, Golden Delicious). - Obstbäume nicht in die Nähe von Komposthaufen pflanzen, Nährstoffüberangebot kann zu Mängeln führen. Auch resistente Sorten werden gelegentlich an Wasser- oder Wurzelschossen infiziert.

Aprikosen. Jährlicher Schnitt. Resistente Sorten wählen. Keine stickstoffbetonte Düngung. Boden lockern, Triebspitzen abschneiden

Begonien. Wurzelbereich nie austrocknen lassen, nie die Pflanzenblätter einnässen. Leicht luftigen Platz auswählen. Stickstoffarm düngen. Morgens gießen. Schachtelhalmtee. Sachalin-Staudenknöterich. Neudovital. ENVIRepel. Knollenbegonie 'Champagner', gelbblühend, ist ziemlich resistent.

Eisenkraut. Mehltauresistente Pflanzen wählen, z.B. 'Lanai Purple'.

Erbsen. Markana (Markerbse, Sperli) und Delikata + Novelia + Profita + Vitara (Kiepenkerl) sind hochgradig tolerant. Ambassador, Solist. Vitara (Baldur) ist resistent. Frühjahrsanbau, resistente Sorten wählen (Zuckererbse Zuccola, Kiepenkerl, Pötschke) sind tolerant. Keine stickstoffbetonte Düngung. Brennesseljauche gießen. Boden mulchen. Neudovital 1% mehrmals spritzen. BioBlatt-Mehltaumittel 0,15% im wöchentlichen Abstand spritzen. Schachtelhalmspritzungen. Knoblauchspritzungen.

Erdbeeren. Elvira HZ und Lambada HZ sind anfällig.

Feldsalat. Wechsel zwischen Austrocknen und Befeuchten vermeiden. Boden gleichmäßig feucht halten. Die Pflanzen müssen aber abends abgetrocknet sein. Das gilt besonders für Unter-Glas-Anbau. Sachalin-Knöterich (Milsana), Neudovital. BioBlatt Mehltaumittel. Elot-Vis. - Vit ist resistent.

Goldrute. Früh genug teilen, nicht stickstoffbetont düngen.

Gurken. Boden mit Kompost anreichern vor dem Auspflanzen. Basilikum und Schnittlauch wehren ab. Pflanzabstand einhalten, stickstoffarm düngen. Schachtelhalmbrühe ist wenig wirksam. Resistente Sorten verwenden:Salatgurken: Adrian (Sperli), Bella + Bellissima (Hild), Cordoba F 1, Futura F1, Hayat F 1. Flamingo F 1 (hochtolerant: Ahrens & Sieberz, Sperli), Highmark II (Baldur, Pötschke), Paska (Hild), Sprint (resistent, Pötschke), Schlangengurke Sudica (Kiepenkerl), und Tanja (Baldur) sind tolerant, Rawa + Sudica (Schlangengurke, Pötschke) von guter Resistenz.Schälgurke: Klaro (Ahrens & Sieberz).Einlegegurken: Anka F 1 (Bakker), auch gegen Viruskrankheit), Bimbostar (Ahrens & Sieberz, Pötschke, Sperli), Capra (Hild), Colet (Pötschke), Conny (Baldur), Cubella F 1(Ahrens & Sieberz, Sperli), Naf (Pötschke), Passandra (Baldur), Profi + Serena (Hild), Stimora (Hild, Keller, Pötschke), Tomara F 1; Libelle F 1 (N&G, Ahrens & Sieberz) ist tolerant.Schlangengurke: Corona (verträgt auch etwas niedrigere Temperaturen), Euphya (Gew.-Hausgurke, Pötschke), Hayat (Gw.-Haus-Gurke, Sperli), Kalunga F1 (Baldur) und Sudica (Schlangengurke, Green & Easy, Pötschke). Mini-Aroma-Gurke Printo F 1 (Kiepenkerl) ist resistent.Trauben/Einlegegurke Amber F 1 (Kiepenkerl) sind umfassend resistent.Boden lockern, Abstände einhalten. Gesteinsmehl. Brennesseljauche. Knoblauch zwischen die Pflanzen setzen. Mit Knoblauchtee spritzen. Basilikum in Mischkultur. Sachalin-Staudenknöterich. Milchspritzungen. Sojaöl-Spritzungen. Neudovital. Bio-Blattmehltaumittel (Lecithin) alle Woche. ENVIRepel. Vitanal. Oscorna-Bio-S. Elot-Vis. Mulchen.

Herbstastern. Glattblattastern (Aster novi-belgii) und Myrtenastern sind anfälliger, die Raublattastern (Aster novae-angliae) werden kaum befallen. Ausreichend Nährstoffe, (mit wenig Stickstoff) und Wasser bereitstellen, Boden bedecken, mulchen. BioBlatt Mehltaumittel, ENVIRepel, Neudovital, Vitanal.

Herbstchrysanthemen, Lupinen. Mehltauresistente Sorten anbauen. Boden bedecken, mulchen.

Knollenbegonien. Wurzelbereich nie austrocknen lassen, nie die Pflanzenblätter einnässen. Leicht luftigen Platz auswählen. Stickstoffarm düngen. Morgens gießen. Schachtelhalmtee. Sachalin-Staudenknöterich. Neudovital. ENVIRepel. Knollenbegonie 'Champagner', gelbblühend, ist ziemlich resistent.

Kornblume. Genügend Abstand halten.

Neuseeländer Spinat. Weite Pflanzabstände. ENVIRepel. Vitanal.

Pfirsichbäume. Jährlicher Schnitt. Resistente Sorten wählen.(Kernechter vom Vorgebirge). Nicht stickstoffbetonte Düngung. Boden lockern, Triebspitzen abschneiden

Phlox. Vormittags gießen, nur an die Wurzeln. Nährstoffreicher, humoser, lockerer, feuchter Boden. Im Sommer regelmäßig düngen und wässern. Bei Kaliummangel für Ausgleich sorgen, siehe unter 'Nährstoffmangel'.

Ringelblume. Nicht zu dicht pflanzen. Prinzess Orange hat hohe Widerstandskraft.

Rittersporn. Sortenwahl. Die Försterzüchtungen gelten als mehltauresistent und besonders standfest und robust. Pflanzabstände einhalten. Nicht stickstoffbetont düngen. Genügend wässern und düngen. Ggf. den Standort wechseln. Neudovital.

Rosen. Ggf. bei Kalkmangel Algenkalk oder kalkhaltiges Steinmehl streuen. Brennesseljauche gießen. Algan 0,3%, Beinwell-Pflanzenstärkungsmittel, Bicos, Biofa Pilzvorsorge, Bion, Biospray, Biplantol, Myco-Sin, Neudovital Rosen-Pilzschutz, Phytovital spritzen. Wichtig ist eine bedarfsgerechte Stickstoffdüngung. Sortenwahl: Nur Rosen mit hartem Laub wählen. Resistente Teerosen: Gloria Dei, Inspiration, Königin der Rosen, Kordes Perfecta, Leonardo da Vinci, Mainzer Fastnacht, Marlena, Queen Elizabeth, Super. Beetrosen: Crescendo, Edelweiß, Goldtopas, Lisa, Meteor, Rigo-Rosen, Schweizer Gruß, Tequila 2003. Bodendecker: Heidetraum. Kletterrose: Kir Royal. Ramblerrose Ghislaine de Feligonde ist relativ immun. - Keine stickstoffbetonte Düngung, ab M 7 überhaupt kein Stickstoff mehr. Jegliche Überdüngung sowie kalte, nasse Böden und Schatten vermeiden. Boden feucht halten (Mulchen). ENVIRepel. Spritzen mit Schachtelhalmtee während der gesamten Wuchsperiode. Triebspitzen im Herbst abschneiden und vernichten. Ausreichend wässern, luftigen und sonnigen Platz wählen, damit Regen sofort abtrocknet. Sachalin-Staudenknöterich, Mr. Evergreen Rosen, Neudovital. Knoblauch, Schnittlauch, Tagetes, Thymian oder Zwiebeln als Untersaat anpflanzen. Kali unterstützt die Abwehr in günstiger Weise. Spritzen mit Rhabarberblättertee oder Kanadischer Goldrute, Oscorna-Bio-S. Brennesseljauche gießen. Kletterrosen an Pergolen usw. quer zur Hauptwindrichtung pflanzen. Sojaöl-Spritzungen. Niem. Mehltau-Kombipack. Neudo-Vital Rosen-Pilzschutz. Moosextrakt, Lebermooser.

Sonnenblumen. Ausreichend wässern, nicht die Blätter einnässen.

Tomaten. Stabtomate Phantasia F 1 und Kirschtomate Philovita sollen resistent sein.

Usambaraveilchen. Keine stickstoffbetonte Düngung. Lüften, wann immer möglich.

Weinreben. Sortenwahl w e i ß : Bianca (Pötschke), Excelsior (Häberli), Fresco (Häberli), Gelbe Phönix (widerstandsfähig, Ahrens & Sieberz, Baldur), Glenora (Schmidt), Golden Niagara (Fenzl), Gustoso (Häberli), Märzling, Sirius, Theresa, Venus (Ahrens & Sieberz) sowie blau: Blaue Paradiestraube (Ahrens & Sieberz), Blue Niagara (Fenzl), Boscoso (Häberli), Fiorito (Häberli), Gustoso (Häberli), Königliche Esther, Magliasina (Häberli), Muscat Bleu (Häberli), Rondo (Schmidt) und Solara (Baldur) sind resistent, Regent (Ahrens & Sieberz, Häberli) ist widerstandsfähig. Keine stickstoffbetonte Düngung, aber reichlich Kompost. Mulchen. Sortenwahl ist wichtig. Schachtelhalmbrühe mehrmals spritzen. Kanarische Goldrute. Sachalin-Staudenknöterich. Rhabarberblättertee. Moosextrakt. ENVIRepel. Vitanal. Oscorna-Bio-S. Zur Vorbeugung reinen Schwefel in offenen, waagerechten Röhren in den Weinstock hängen. Lebermooser. Verdünnte Milch/Molke spritzen.

Zucchini. Ambassador F 1 und Dandoo F1(Baldur) sind resistent.

Allgemein: Netz Schwefelit

 

Apfelbäume. Lichte Krone, jährlicher Schnitt. Netzschwefel. Niedrig dosierter Netzschwefel + Schachtelhalmtee bei schwefelempfindlichen Sorten (Berlepsch und Golden Delicious) in kurzen Abständen. Befallene Teile sofort abschneiden. Spätestens beim Winterschnitt alle befallenen Triebe abschneiden. BioBlatt Mehltaumittel. Netz Schwefelit..

Aprikosen. Neuseeländer Spinat, Ringelblume, Rittersport, Niem.

Begonien, Knollenbegonien, Pfirsichbäume. Knoblauchtee, BioBlatt Mehltaumittel; Netzschwefel. Befallenes vernichten.

Eisenkraut, Verbenen. Schwefelmittel mehrmals widerholen, max. 6x, aber nicht bei sonnigem Wetter. BioBlatt-Mehltaumittel. Niem + Natron. Befallenes vernichten.

Erdbeeren. Befallenes entfernen und vernichten. Niem + Natron. Lecithin.

Goldrute. Befallenes früh genug herausschneiden und anschließend spritzen. Bei dichtem Stand zusätzlich auslichten und Stängel vernichten.

Gurken. Netzschwefel, aber nicht bei sonnigem Wetter. Milchspritzungen. BioBlatt-Mehltaumittel. Niem + Natron. Sojaölspritzungen. Befallenes Kraut vernichten. Befall nach Mi 7: Nur befallene Pflanzen vernichten, da Vegetationszeit zuende. Moosextrakt. Pechnelkenextrakt. Lebermooser. Mischung aus Basilikum und Schachtelhalm sprühen. Milchwasser (2 l/10 l).

Herbstastern. Netzschwefelspritzungen. Niem + Natron. Glattblattastern erhalten im Frühjahr etwas Kalk. Alle Triebe abschneiden und vernichten.

Jungfer im Grünen. Bei später Infektion ausreißen und neu einsäen.

Kornblume. Knoblauchtee, Schachtelhalm-, Rainfarntee. Schwefelspritzung, Niem. Sämtliche Triebe abschneiden und vernichten.

Rosen. Wichtig ist bedarfsgerechte Stickstoffdüngung. Befallene Teile abschneiden und vernichten. Schachtelhalmbrühe mit Netzschwefel spritzen, ab Juni dreimal im Abstand von drei Wochen. BioBlatt-Mehltaumittel in regelmäßigen Abständen spritzen. Sojaöl-Spritzungen. Olivenöl 1%. Natronlösung. Befallene Rosen im Herbst stark zurückschneiden und das erkrankte Laub vernichten. Mehltau-Kombipack. Moosextrakt. Lebermooser. Neudovital. Vi-Care. Compo

Tomaten. Moosextrakt. Lebermooser.

Weinreben. Schachtelhalmbrühe + Netzschwefel 0,2% (Vorsicht, Verbrennungen möglich) in kurzen Abständen. Mit 0,5% Wasserglas ggf. verstärken. Nicht bei Sonne spritzen. Moosextrakt, Natron oder verdünnte Milch spritzen. Befallenes schon im Mai bis zurück zum Leitast entfernen. Blätter vernichten. Rebstock nicht düngen, allenfalls etwas Rindenkompost. Niem, Lebermooser. Cueva Wein-Pilzschutz (Umweltschonend, aber etwas gefährlich) nach der Blüte und wenn die Trauben erbsengroß sind. Netz Schwefelit WG. Neudovital.Mehltau, echter

Zucchini. Meistens erst am Jahresende, dann die Pflanze vernichten. Spritzungen mit Milch-Wasser (2 l /10 l). Schachtelhalmtee. BioBlattmehltaumittel.

Feuerbrand [Erwinia amylovora]

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Feuerbrand.

Gefährlichste Bakterienkrankheit für Kernobstbäume durch Erwinia amylovora, aber auch andere Gehölze sind betroffen.1981 erstmals in der Bundesrepublik aufgetaucht. Deshalb Meldepflicht an Pflanzenschutzämter. Infektion über Blüten, Wunden durch Baumschnitt, Blattläuse und -wanzen, Hagelschlag, Zikaden, Verbreitung durch Bienen, Hummeln, blattsaugende Insekten, Schmetterlinge, Wespen und Vögel. Vögel fressen auch befallene Früchte. Bei Gewitter kann die Infektion über 40 km weitergetragen werden. Sie kann auch einen Obstbaum innerhalb weniger Wochen zum Absterben bringen.Temperaturen von über 23° und Luftfeuchtigkeit von über 70° mit Gewitter und Sturm oder Hagel sind optimal für die Verbreitung. Die Aktivität dauert etwa bis Mitte 8, dann geht sie stark zurück. Die Bakterien überwintern am Baum. Am stärksten betroffen sind Birnbäume, andere werden infiziert, sterben aber nicht ab, sondern sind ein andauernder Infektionsherd. Der Boskoop kapselt die befallenen Teile ab. Hohe Stickstoffgaben fördern den Befall. Meistens nach der Blüte sterben Triebspitzen oder ganze Äste plötzlich ab. Blätter, Blüten und Früchte werden fast schwarz, sehen aus wie verbrannt, fallen aber nicht ab. Die Triebspitzen krümmen sich wie ein Krückstock nach unten. Befallene Rindenteile werden bräunlich, sinken ein, reißen auf und es sickert aus den Rissen bei feuchtwarmem Wetter im Sommer und Herbst orange-brauner infektiöser Schleim. Das Holz unter der befallenen Rinde ist rotbraun verfärbt. Weiterverbreitung auf Stamm und Wurzeln ist möglich.

Braunschwarze Triebspitzen mit welken Blättern, bleiben hängen. Triebspitzen krümmen sich hakenförmig nach unten. Infektionsstellen werden in kurzer Zeit schwarz. Früchte werden braun, dann schwarz. Im Frühling bakterienhaltige, orange-braune, schleimige Ausscheidungen, die ebenfalls ansteckend sind. Ist der Stamm befallen, wird das Holz schwarz, es entsteht ebenfalls dort ein fadenziehender Schleim. Übertragung durch Insekten, besonders Bienen, Vögel und Gewitter. Hauptinfektionszeit Frühling bis Mitte August. Befällt auch alle anderen Rosengewächse.Verwechslungsgefahr mit Monilia! Triebe mit Blättern sterben ab, Blüten werden schwarz. Meldepflichtig!

Befallen werden: Apfel, Birne (großblättrige), Bunte Juli, Clapps Liebling, Conference, Cotoneaster° (besonders bullatus, salicifolius, wateri-Hybriden), Cox Orange mit Abarten, Gloster, Gräfin von Paris, Eberesche, Felsenbirne, Felsenmispel, Feuerdorn, Frühe von Trevoux, Goldparmäne, Ingrid Marie, James Grieve, Jonathan, Klarapfel, roter Berlepsch, Mehlbeere, Mollebusch, Pastorenbirne, Quitte, Rotdorn°, Scheinquitte, Stranvaesia°, Vereinsdechantsbirne, Weißdorn°, Williams Christ, Zierapfel, Zwermispel und alle anderen Rosengewächse. 

Weniger gefährdet erscheinen Alexander Lukas, Diels Butterbirne, Gute Luise, Manon und Uta..Gem. Uni Hohenheim sind folgende Mostbirnen besonders gefährdet: Betzelsbirne, Gelbmöstler, Große Rommelter, Grünmöstler, Oberösterr. Weinbirne, Wolfsbirne. Geringer Befall bei: Champagner Bratbirne, Fellbacher Wasserbirne, Grüne Jagdbirne, Karcherbirne, Kirchensaller Mostbirne, Luxemburger, Schweizer Wasserbirne.

Resistente Apfelsorten: Realka, Reanda, René, Reglindis, Remo, Rewena. Auch resistente Ziergehölze sind inzwischen lieferbar. Weniger gefährdet erscheinen Alexander Lukas, Diels Butterbirne, Gute Luise, Manon und Uta. Sehr gering anfällig sind: Metzer Bratbirne, Palmischbirne, Weimannsbirne, Welsche Bratbirne. Nadelgehölze, Beerensträucher und Steinobst werden nicht befallen.

 

Mindestens 50 cm zurückschneiden ins gesunde Holz, da sich der Bakterienschleim schon weiter ausgebreitet hat als erkennbar ist. Nach jedem Schnitt Werkzeug desinfizieren mit unverdünntem Brennspiritus. Die Bakterien überwintern in erkrankten Rindenteilen, sie bleiben ein Jahr lang lebensfähig, auch am toten Holz. Die dadurch entstehenden eingesunkenen Brandstellen (Kanker) müssen sorgfältig tief ausgeschnitten und mit Wundverschluss bestrichen werden. Meldepflichtig! Streptomycin kann durch Landesbehörden zugelassen werden.

 

Abwehr: Die Feuerbrand-Verordnung sieht eine Schutzzone von 500 m rund um die befallene Obstplantage vor. Sofort tief, (etwa 50 cm) zurückschneiden ins gesunde Holz, Wunden desinfizieren mit Brennspiritus und versiegeln mit Wundwachs. Nach jedem Schnitt Werkzeug mit Brennspiritus desinfizieren, Befallenes sofort verbrennen.

Vorbeugend spritzen mit Ulmasud B, Myco-Sin und Kupfermitteln, mit Pflanzenextrakten°° aus Berberitze, Essigbaum oder Mahonie vor und während der Blütezeit. Streptomycin ('Plantomycin') kann durch Landesbehörden zugelassen werden, dies ist aber eher unwahrscheinlich, weil es nach einer Spritzung im Blütenhonig aufgefunden wurde. Das Pflanzenstärkungsmittel MYCO-Sin (Schätte, Waldsee) ist zugelassen und soll einen Wirkungsgrad von 80% haben. Möglicherweise sind auch Chininabkömmlinge wirksam.

° Diese Pflanzen sind besonders gefährdet und gefährden damit wiederum andere Pflanzen. In der Nähe von Kernobstanpflanzungen nicht dulden!

Oscorna Pilzvorbeuge soll den Feuerbrand an Obstbäumen verhindern.

Rezeptur°°: 70 g frisches Kraut aus Berberis vulgaris, Rhus typhina oder Mahonia aquif. werden mit 1/2 l Alkohol 70% übergossen. 4 Stunden ziehen lassen. Sud auf 1/10 reduzieren, den Alkohol also verdunsten lassen. Die verbleibenden 50 ml vor der Spritzung verdünnen bei Berberitze mit 2 l, Essigbaum 8 l und Mahonie mit 1 l Wasser. Je Pflanze 1/2 l des verdünnten Extraktes spritzen während der Blütezeit.

Ist man unsicher, ob es sich um eine Feuerbrandinfektion handelt, einen Plastikbeutel um den befallenen Zweig binden. Entwickeln sich in den darauffolgenden Tagen die typischen Schleimtropfen, kann man den Zweig abschneiden und an das Pflanzenschutzamt schicken zur Untersuchung. Deren Anweisungen sind zu beachten.

Keine stickstoffbetonte Düngung. Schadinsekten, vor allem Blattläuse, bekämpfen. Kupferspritzung vor der Blüte hemmt Ausbreitung. Alkoholischer Auszug aus Berberitze, Essigbaum oder Mahonie. Myco-Sin. Birnen, Cotoneaster, Felsenbirnen, Feuerdorn, Mehlbeere, Rot- und Weißdorn und Ebereschen nicht in der Nähe dulden. Boskoop, Cox Orange, Glockenapfel, Gloster, Goldparmäne, James Grieve, Jonathan, Kaiser Wilhelm, Klarapfel, Liberty, Santana + Topaz (Ahrens & Sieberz) und Re-Sorten anbauen wie René, Rewena, Re Resi, Remo, Reglindis, Realka, Reanda, Rewena. Boskoop kapselt befallene Teile ab. Pilot, Pinova, Pirella/Pirol, Reglindis und Retina sind nur schwach anfällig, Releika etwas stärker. Oscorna-Pilzvorbeuge spritzen. -Da die Unterlagen von Apfel- und Birnensorten oft anfälliger sind als die aufgepfropften Edelsorten, wird neuerdings empfohlen, daß die Veredlungsstelle nur knapp über der Erdoberfläche liegt.Harrow Sweet aus Kanada und Uta sollen weitgehend resistent sein. Neuerdings ist in Amerika Blake's Pride gezüchtet worden, der ab 2004 auch in Deutschland gekauft werden kann.

 

 

Fleischbräune

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Apfelbäume. Das Fruchtfleisch ist weich und bräunlich. Ursachen dafür sind zu späte oder zu geringe Ernte oder durch Kälteeinwirkung im Lager oder am Baum. Frost muß aus Äpfeln so langsam wieder weichen, wie er hineingekommen ist. Anfällig dafür sind besonders Boskoop, James Grieve, Jonathan und McIntosh. Die Früchte müssen über 1° gelagert werden, manche dürfen nicht längere Zeit unter 3 - 4° lagern wie z.B. Boskoop, Cox Orange, Goldparmäne, Jonathan, Ontario. Die Folge falscher Lagerung ist braunes Fleisch. - Kann auch bei anderen Kernobstarten vorkommen.

Quitten. Unterschiedliche Bodenfeuchtigkeit mit zu hoher Stickstoffaufnahme. Wenige, aber große Früchte sind besonders betroffen.

Apfelbäume. Nicht zu spät ernten, Sortenreife der Äpfel ist verschieden. Mit längeren Wärmeperioden verfrüht sich u.U. der Erntetermin. Richtige Lagertemperaturen einstellen.

Quittenbäume. Nicht stickstoffbetont düngen. Ab Mitte August für gleichbleibende Bodenfeuchtigkeit sorgen. Früchte, vor allem bei Trockenheit, sofort bei Reife ernten. Vor Frost schützen. Nicht warm lagern. Bis Jahresende verarbeiten.

Fruchtschalenwickler [Adoxophyes orana]

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Apfelbäume. Adoxophyes orana. Gelblich-grüne Raupen, die im Frühjahr an Knospen, Triebspitzen und versponnenen Blättern fressen. Später fressen sie unter angesponnenem Blatt an der Frucht. Bei Störungen schlängeln sie sich rückwärts.

Apfelbäume. Niemsamen. Capex 2 oder Schalenwickler-Granulosevirus. Pheromone.

Gespinstmotte [Yponomeuta malinellus]

Yponomeutidae, Gespinst- und Knospenmotten.

Der Schmetterlingsfamilie zugehörig. Leben und fressen gesellig im Schutz ihrer zeltartigen Gespinste und verpuppen sich dort auch. Eiablage im Sommer, Larvenschlupf im Herbst. Fraßschäden ab nächstem Frühjahr. Befallen Wald- und Obstbäume, Sträucher, z.B. Apfelbäume (Agyresthia conjugella), Eberesche, Faulbaum, Pflaume, Pfaffenhütchen, Preiselbeeren, Weiden, Weißdorn. Je nach Art werden nur bestimmte oder auch verschiedene Pflanzen befallen. Während sich der Schaden im Forst in Grenzen hält, können Obstbäume ernsthaften Schaden nehmen, ganze Äste und Stämme werden kahlgefressen.
In heißen Sommern ist die Gefahr eines Befalls am größten. - Die Bäume treiben wieder neu aus.

Abwehr: Natürliche Feinde sind bis zur Fertigstellung ihrer Gespinste Raubwanzen, Raupenfliegen, Schlupfwespen und Vögel.
- An die Äste klopfen, die Raupen spinnen einen Faden und verlassen ihre Gespinste. Gespinste herausschneiden. Raupen abschütteln in ein Tuch. Mit Wasserstrahl abspritzen.
Schmierseifen/Spirituslösung, Bacillus thuringiensis, Niem, Promanal. Pflanzenöl-Emulsion.

Kletter-/Spindelstrauch. Sie leben und fressen gesellig im Schutz ihrer zeltartigen Gespinste. Fraßschäden im Frühjahr.

Quittenbäume. Yponomeuta malinellus. Vorderflügel weiß mit schwarzen Punkten. Raupen gelb mit schwarzen Punkten. Falterflug 7 - 8. Eier werden mit einem schnell härtenden Material abgedeckt. Nach 2 Wochen schlüpfen die Raupen, sie bleiben aber dort bis zum nächsten Jahr. Im April fressen sie an Knospen und jungen Blättern. Sie umgeben ihren Aufenthaltsort mit einem dichten Gespinst, das sie fortlaufend erweitern, wenn sie sich weiterfressen. Verpuppung innerhalb des Gespinstes in einem Kokon. Der fertige Falter fliegt im Juli.

Rosen. Verschiedene Arten. Die Raupen sind bräunlich, behaart. Sie leben zusammen in weißlichen Gespinsten und fressen an Blättern und neuen Trieben. Manuell entfernen.

 

 

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Apfelbäume. Yponomeuta malinellus. Vorderflügel weiß mit schwarzen Punkten. Raupen gelb mit schwarzen Punkten. Falterflug 7 - 8. Eier werden mit einem schnell härtenden Material abgedeckt. Nach 2 Wochen schlüpfen die Raupen, sie bleiben aber dort bis zum nächsten Jahr. Im April fressen sie an Knospen und jungen Blättern. Sie umgeben ihren Aufenthaltsort mit einem dichten Gespinst, das sie fortlaufend erweitern, wenn sie sich weiterfressen. Verpuppung innerhalb des Gespinstes in einem Kokon. Der fertige Falter fliegt im Juli. - Fraßschäden an Knospen und Blättern. Gespinste an Blättern oder Triebspitzen voll von kleinen Raupen, bis zu 60 Stück hat ein Gelege. Kahlfraß möglich.

Aprikosen. Yponomeuta malinellus. Hyponomeuta padellus. Vorderflügel weiß mit schwarzen Punkten. Raupen gelb mit schwarzen Punkten. Falterflug 7 - 8. Eier werden mit einem schnell härtenden Material abgedeckt. Nach 2 Wochen schlüpfen die Raupen, sie bleiben aber dort bis zum nächsten Jahr. Im April fressen sie an Knospen und jungen Blättern. Sie umgeben ihren Aufenthaltsort mit einem dichten Gespinst, das sie fortlaufend erweitern, wenn sie sich weiterfressen.

Birnbäume. Dichte Gespinste zwischen kahlgefressenen Zweigen, im Innern sind die Raupen. Im August sind die Eier sichtbar, geometrisch abgelegt.

Moosbeeren, amerikanisch. Die Insekten leben gesellig im Schutz ihrer zeltartigen Gespinste.

Pfaffenhütchen, Spindelsträucher. Gefährlicher Schädling, der oft in großen Scharen einfliegt und deren Raupen Blätter und Triebe vertilgen. Sie sind bestimmbar durch ihre schwarzen Punkte. Sie leben unter weißgrauen, zeltartigen Gespinsten. Der Befall ist besonders folgenreich 5 - 7.

Pfirsichbäume, Pflaumen, Zwetschen, Mirabellen, Renekloden, Weißdorn. Yponomeuta mallinellus/padellus. Raupen gelb mit schwarzen Punkten. Falterflug 7 - 8. Eier werden mit einem schnell härtenden Material abgedeckt. Nach 2 Wochen schlüpfen die Raupen, sie bleiben aber dort bis zum nächsten Jahr. Im April fressen sie an Knospen und jungen Blättern. Sie umgeben ihren Aufenthaltsort mit einem dichten Gespinst, das sie fortlaufend erweitern, wenn sie sich weiterfressen.

Preiselbeeren, europäisch. Die Insekten leben gesellig im Schutz ihrer zeltartigen Gespinste.

 

 

Apfelbäume. Dipel. Promonal vor Blütenöffnung. Gespinste herausschneiden, Raupen abschütteln. Schmierseifen/Spirituslösung. Wasserstrahl. Klopfen, die Raupen spinnen einen Faden und verlassen ihre Gespinste.

Birnbäume. Manuell entfernen.

Apfelbäume. Vögel (z.B. Kleiber) und Raubwanzen sind natürliche Feinde. Sie fressen die Eier. Schlupfwespen. Fledermäuse und Spinnen erlegen die Falter. - Weißdorn in der Nähe anpflanzen. Zieht Motten an! ENVIRepel.

Pflaumen, Zwetschen, Mirabellen, Renekloden. ENVIRepel.

Quittenbäume. Yponomeuta malinellus. Vorderflügel weiß mit schwarzen Punkten. Raupen gelb mit schwarzen Punkten. Falterflug 7 - 8. Eier werden mit einem schnell härtenden Material abgedeckt. Nach 2 Wochen schlüpfen die Raupen, sie bleiben aber dort bis zum nächsten Jahr. Im April fressen sie an Knospen und jungen Blättern. Sie umgeben ihren Aufenthaltsort mit einem dichten Gespinst, das sie fortlaufend erweitern, wenn sie sich weiterfressen. Verpuppung innerhalb des Gespinstes in einem Kokon. Der fertige Falter fliegt im Juli.

Glasigkeit

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Apfelbäume. Glasigkeit der Früchte entsteht durch unausgewogene Düngung, z.B. durch Stickstoffüberdüngung, oder durch zu geringe Düngung. Auch starkes Wachstum, Wassermangel mit Hitze im Spätsommer oder späte Ernte können zu dieser Erscheinung führen. Es entsteht ein Zuckerüberschuss, der u.U. zur Fleischbräune führen kann. Boskoop, Gloster und Goldparmäne neigen besonders dazu.

Steckrübe. Glasigkeit beruht auf Bormangel. Siehe Nährstoffmangel/-überschuss

Kompost und Steinmehl einarbeiten bei Unterversorgung.

Apfelbäume. Nur Kompostdüngung, ggf. Bodenuntersuchung. Früh ernten. Zu starkes Wachstum bremsen durch geringe Düngung, Äste nicht zu steil erziehen, Wurzeln kappen, Sommerschnitt, ausreichend wässern, mulchen usw.

Gloeosporium-Fäule [Gloeosporium perennans/Gloeosporium album]

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Apfelbäume. Pilzkrankheit an den Früchten. Kreisrunde, scharf begrenzte, eingesunkene braune Flecken, bis zu 10 mm Durchmesser. Gehen später in Fäulnis über. Infektionsgefahr schon ab den Sommermonaten. Der Pilz lebt auf abgestorbenen Zweigen, in Wunden und Fruchtmumien, die Sporen dringen über Verletzungen in die Früchte ein, werden aber erst mit der vollkommenen Fruchtreife im Lager aktiviert

Die Bundesforschungsanstalt für Ernährung hat herausgefunden, dass das zweiminütige Eintauchen der Äpfel in 53° warmes Wasser die Gloeosporium-Fruchtfäule verhindert.

Goldafterschmetterling [Euproctis chrysorrhoea. (Lymantriidae)]

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Apfelbäume. An den Zweigenden dichte Gespinste, in denen die Raupen überwintern.- Fraßschäden an frischen Blättern, u.U. Kahlfraß.-Vorsicht, Berührung der Raupen kann Allergien auslösen! Befällt alle Obstgehölze.

Birnbäume. Nachtfalter mit einer Spannweite von 25 mm, weiß, Hinterleibsende ist orangebraun. Die Raupen ernähren sich von den Blättern der Eichen und Obstbäume. Sie sind etwa 35 mm lang, dicht mit langen weißen und braunen Haaren bedeckt, die braunen Haare haben Widerhaken, die möglicherweise Gift enthalten. Diese werden nach abgeschlossener Häutung vom Winde verweht und können zu gesundheitlichen Beeinträchtungen der menschlichen Lunge führen oder allergieartige Hautausschläge verursachen. Sie überwintern eingesponnen in vertrockneten und zusammengerollten Blättern an den Triebspitzen von Apfel- und Birnbäumen. Da sie in den Blättern nicht erfasst werden von Spritzungen, müssen sie z.B. bei dem Obstbaumschnitt abgeschnitten und vernichtet werden.

Apfel- und Birnbäume. Beim Frühjahrsschnitt abschneiden und verbrennen. Neudorffs Raupenspritzmittel. Spruzit. Niemsamen.

Grünfäule [Penicillium spec.]

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Apfelbäume, Birnbäume, Quittenbäume. Penicillium spec. Pilzkrankheit, tritt im Lager auf. Früchte mit Verletzungen werden befallen. Es bilden sich zunächst hellbräunliche Strellen auf der Schale, danach entwickeln sich viele grüne Sporen darauf. Das Fruchtfleisch wird weich und riecht muffig.- Auch andere Kernobstsorten werden befallen.

Apfelbäume. Befallenes vernichten.

Apfelbäume. Baumschnitt, Bewässerung, Düngung, Mulchen usw. beachten. Früchte auf sauberem Papier oder Farnzweigen lagern. Verletzte Früchte aussortieren.

Himbeerkäfer [Byturus tomentosus]

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Apfelbäume. Byturus tomentosus. Käfer graubraun, 4-5 mm groß, frisst Blüten, Blätter, Knospen, unreife Früchte. Flugzeit 5-6. Bevorzugt im Schatten zu finden. Legt Eier an die Blüten. Die gelbe Larve, 4 mm groß, ernährt sich vom Fruchtfleisch.

Birnbäume, Brombeere, Himbeere, Weißdorn. Byturus tomentosus. Käfer graubraun, 4-5 mm groß, frisst Blüten, Blätter, Knospen, unreife Früchte. Flugzeit 5-6. Bevorzugt im Schatten zu finden. Legt Eier an die Blüten. Die gelbe Larve, 4 mm groß, ernährt sich vom Fruchtfleisch. Eiablage 5 - 6 in die Blüte. Der Käfer überwintert im Boden, befällt auch Brombeeren, manchmal auch Äpfel und Weißdornbüsche. Nur bei frühblühenden Bäumen.

Himbeere. Morgens, wenn die Käfer klamm sind, an die Zweige klopfen und die Käfer in ein Gefäß mit Wasser fallen lassen. Spruzit in die Blüten spritzen. Zweimal wiederholen. Niem. Befallene Früchte vernichten. Vergissmeinnicht im Bodenbereich aussäen.

Himbeeren. Spritzen mit Rainfarntee kurz vor bis Ende der Blüte, auch auf den Boden. Holzstützgerüst mit Gemisch aus Baumanstrich und Rainfarntee einstreichen (Überwinterungsplatz). Vergissmeinnicht im Bodenbereich aussäen, sehr wirkungsvoll (Geruchsüberdeckung). Brennesseljauche oder Rainfarntee gießen. Herbsthimbeere Autumn Bliss oder Golden Bliss pflanzen. - Spitzmäuse und Igel fördern. Die Kreuzung Him-/Brombeere = Taybeere wird nicht befallen, dagegen die andere Kreuzung Boysenbeere.

Jonathanflecken

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Apfelbäume. Dunkle Punkte auf der Schale, bedingt durch späte Ernte. Besonders betroffen sind Idared und Jonathan.

Apfelbäume. Früh genug ernten und kühl lagern.

Kernhausfäule [Fusarium avenaceum]

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Apfelbäume, Birnbäume, Quitte. Pilzinfektion schon ab Nachblütezeit. Äußerlich meist nicht erkennbar. Aufgeschnittene Früchte zeigen rotbraunen Befall des Kerngehäuses, später breitet sich die Pilzinfektion über die ganze Frucht aus. - Kann auch andere Kernobstfrüchte befallen.

Apfelbäume, Birnbäume, Quitte. Jährl. Schnitt. Nur zurückhaltend, vor allem nicht stickstoffbetont, düngen. Fruchtmumien vernichten. Die früh schöngefärbten Früchte des Boskoops sofort ernten und verbrauchen, sie sind meistens befallen.

Knospenfraß

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Apfelbäume. Durch Vögel (Spatzen).

Blauregen. Die Knospen werden gern von den Vögel abgefressen.

Apfelbäume. Compactdisks in die Bäume hängen. Durchgeschnittene Knoblauchzehen in den Baum hängen. Futter und Trinkwasser anbieten.

Kragenfäule [Phytophthora cactorum]

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Apfelbäume. Phytophthora cactorum. Pilzkrankheit an der Veredlungsstelle. Kann bei Nichtbehandlung zum Verlust führen. Die Rinde ist violett verfärbt und feucht. Später wird die Rinde glasig, reißt und fault rund um den Stamm. - Besonders empfindlich sind Berlepsch, Cox, Croncels, Litauer Pepping und roter Trierer Weinapfel. Die Unterlagen EM XVI und EM IV sind anfällig. Seit etwa 2006 zeichnet sich bei der Sorte Topaz immer deutlicher eine starke Anfälligkeit auf Kragenfäule ab. Diese Erkrankung wird hauptsächlich durch den Pilz Phytophtora cactorum hervorgerufen. Befallen wird die Stammbasis direkt über der Veredlungsstelle. Die Infektion erfolgt über Spritzwasser, das Pilzsporen vom Boden an den Stamm hinaufträgt. Die Rindenfläche ist an der Befallstelle eingesunken. Erkrankte Bäume fallen in der Anlage durch reduzierten Wuchs und gelblich-grünes Laub auf, später sterben sie ab. Offenbar tritt der Befall mehrheitlich ab dem 5. Standjahr auf.

Apfelbäume. Befallenes wegschneiden, mit einem Krebsmittel überpinseln oder °Kupferoxychlrorid, z.B. Kupferkalk-Atempo spritzen. °Kupfermittel sind in Gärten nicht mehr zugelassen.

Apfelbäume. Faule Äpfel sofort auflesen. Beim Mulchen um den Stamm herum 10 cm frei lassen.

Lentizellenfäule [Alternaria spec., Pezicula alba, P. malicorticis]

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Apfelbäume, Birnbäume, Quittenbäume. Alternaria spec., Pezicula alba + P. malicorticis. Lagerkrankheit, deren Ursprung aber schon auf den Sommer zurückgeht. Durch Pilzinfektion punktförmige Fäulnisstellen, die sich vergrößern und ineinanderfließen. - Tritt auch bei anderen Kernobstarten auf.

Apfelbäume. Rechtzeitig pflücken, bei Auftreten sofort das Obst verbrauchen. Optimale Lagerbedingungen einhalten.

Milchglanzkrankheit [Stereum purpureum]

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Apfelbäume. Blüten sind verkrüppelt, das frische Laub ist silbrig-weiß gefärbt. Verkümmerte Blüten. Am unteren Stamm sind violette bis braune Fruchtkörper sichtbar. Der Pilz befällt auch andere Obstgehölze, aber auch Buchen, Erlen, Pappeln usw.

Buchen. Verkümmerte Blüten, frisches Laub ist silbrigweiß gefärbt. Die Fruchtkörper des Pilzes finden sich besonders am unteren Stamm, sie sind geschichtet in braun bis violett. Befallen werden auch andere Laubbäume wie Erlen und Pappeln, besonders aber Obstgehölze.

Apfelbäume, Buchen. Befallenes vernichten, ggf. Baum roden.

Apfelbäume. Pflegehinweise beachten. Jährlicher Schnitt. Wunden verschliessen.

Buchen. Normale Bedürfnisse beachten.

Mittelmeerfruchtfliege [Ceratitis capitata]

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Apfelbäume. Ceratitis capitata wird eingeschleppt durch vermadetes Obst aus den Mittelmeerländern und befällt vom Frühsommer bis Herbst Apfelbäume, esrtmalig 1995 in Süddeutschland. In der Nähe von Fruchtgroßmärkten können auch andere Bäume wie Birnen, Aprikosen und Pfirsiche befallen werden.

Apfelbäume. Lockstoff-Fallen. Kann nicht überleben im Winter. Niemsamen.

Apfelbäume. ENVIRepel.

Monilia [Monilia laxa, Monilia fructigena]
SchadbildVorbeugungBekämpfung

Apfelbäume. Monilia fructigena. Spitzendürre: Pilz überwintert in Fruchtmumien, auf Zweigen, in alten Blütenständen. Im nächsten Frühjahr wird er, vor allem bei Regen und Wind, auch durch Insekten, auf die Blütennarben verbreitet. Er führt zur Spitzendürre an Zweigen: der Pilz verstopft die Leitungsbahnen des Zweiges, wodurch Blätter und Blüten braun werden, nach unten hängen und der Zweig abstirbt. Später können auch die Früchte befallen werden: Fruchtmonilia. Sie haben bräunliche Flecken mit gelbbraunen, kreisrunden Ringen. Diese bleiben als Fruchtmumien hängen oder fallen frühzeitig ab. Eingangspforten für Moniliabefall sind Verletzungen wie Frost, Hagel, Obstmaden (Apfelwickler), Wespenfraß und Schorf. Auch unmittelbare Nachbarschaft führt zu Monilianestern. Schwarzfäule entsteht im Lager nach später Infektion am Baum. - Von diesem Pilz Monilia fructigena können auch alle anderen Kernobstbäume befallen werden.

Birnbäume. Aprikosen, Pfirsicbäume. Monilia fructigena. Spitzendürre: Der Pilz führt zum Absterben des Gewebes, dieses verstopft die Saftbahnen der Zweige, dadurch werden die Blüten braun und schlaff. Zweige werden trocken, Blätter sterben ab. Blüten und Blätter bleiben an den Zweigen hängen. Fruchtmonilia. Monila laxa: Die Früchte werden befallen, sie weisen faules Fruchtfleisch und weißen Pilzbefall aus. Die Früchte fallen ab oder es entwickeln sich daraus Fruchtmumien.Verwechslungsgefahr mit Feuerbrand.

Forsythien, Goldglöckchen. Die jungen Blätter welken und sterben ab. Monilia fructigena: Spitzendürre.

Haselnüsse. Früchte fallen ab, werden schwarz. Pilzbefall.

Kirschbäume. Spitzendürre. Monilia fructigena: Der Pilz führt zum Absterben des Gewebes, dieses verstopft die Saftbahnen der Zweige, dadurch werden die Blüten braun und schlaff. Zweige werden trocken, Blätter sterben ab. Blüten und Blätter bleiben an den Zweigen hängen. Infektion über die Narben der offenen Blüten. Zunächst wächst der Pilz in Triebrichtung, anschließend aber auch in Richtung Triebbasis. Er sondert dort Gifte ab, die zum Absterben führen. Oft tritt an der Übergangsstelle von befallenem und nicht befallenem Triebteil Harz aus. Besonders die jungen Peitschentriebe werden infiziert. Früchte werden faul und trocknen ein, bleiben hängen. - Monilia laxa. Fruchtmonilia: Sie kann auch auf andere Steinobstarten, auf Zierkirschen und Mandelbäumchen übergreifen. - Monilia laxa. Fruchtmonilia: Diese Fruchtmumien enthalten die winzigen Sporen, die im nächsten Jahr erneut die Blüten infizieren. Sie sitzen aber auch im Holz. Festgeklebte Mumien zusammen mit dem Zweig entfernen. Regen während der Blüte ist besonders gefährlich. Auch Insekten und Wind tragen zur Infektion bei. Die Früchte müssen beschädigt sein, z.B. durch Frost, Hagel, Platzen durch Regen, Obstmaden, Wespenfraß, Schorf (Venturia cerasi), Schrotschußkrankheit. Verwechslungsgefahr mit Feuerbrand! Besonders betroffen sind außer Sauerkirschen Aprikosen und Pfirsiche.

Kirschlorbeer. Blätter werden bei Sommerbeginn gelb, Befall durch den Schadpilz Monilia laxa.

Pflaumen, Zwetschen, Mirabellen, Renekloden. Monilia laxa. Fruchtmonilia: Befallene Zwetschen und Pflaumen zeigen bräunliche Flecken mit kreisrunden gelbbraunen Ringen. Renekloden sind besonders betroffen.

Quittenbäume. Spitzendürre. Monilia fructigena. Pilz überwintert in Fruchtmumien, auf Zweigen, in alten Blütenständen. Im nächsten Frühjahr wird er, vor allem bei Regen und Wind, auch durch Insekten, auf die Blütennarben verbreitet. Er führt zur Spitzendürre an Zweigen: der Pilz verstopft die Leitungsbahnen des Zweiges, wodurch Blätter und Blüten braun werden, nach unten hängen und der Zweig abstirbt. Später können auch die Früchte befallen werden: Fruchtmonilia. Monilia laxa: Sie haben bräunliche Flecken mit gelbbraunen, kreisrunden Ringen. Diese bleiben als Fruchtmumien hängen oder fallen frühzeitig ab. Eingangspforten für Moniliabefall sind Verletzungen wie Frost, Hagel, Obstmaden (Apfelwickler), Wespenfraß und Schorf. Auch unmittelbare Nachbarschaft führt zu Monilianestern. Sind Monilia-Sporen nach einer Spätschorfinfektion in die Früchte eingedrungen, kann es im Winterlager zu einer Schwarzfäule kommen, aber ohne die typischen Ringe, stattdessen bilden sich Pilzpusteln. Die Fäule beginnt im Innern, die Früchte werden außen glänzend schwarz. -Von diesem Pilz Monilia fructigena können auch alle anderen Kernobstbäume befallen werden.

Scharlachkirschen. Spitzendürre. Monilia fructigena: Er befällt die jungen Triebe.

Apfelbäume. Vor und nach der Blüte °Kupferkalk spritzen. Nach der Blüte nicht mehr folgende Sorten spritzen mit Kupfermitteln (Rostflecke bis E 7, danach weniger empfindlich): Aderslebener Kalvill, Altländer Pfannkuchen, Biesterfelder Renette, Blenheim, Boikenapfel, Boskoop, Canada-Renette, Cox, Croncels, Danziger Kantapfel, Geflammter Kardinal, Graue Franz. Renette, Graue Herbstrenette, Gravensteiner, James Grieve, Jonathan, Königlicher Kurzstiel, Landsberger, Laxtons Superb, London Pepping, Nordhausen, Osnabrücker Renette, Rhein. Winterrambour, Rote Sternrenette, Roter Eiserapfel, Weißer Winterkalvill, Winterglockenapfel. - °Inzwischen sind Kupferanwendungen im Garten verboten. Pechnelkenextrakt gegen Spitzendürre.

Birnbäume. Bekämpfung von Schorf und Wespen durch Wespenfallen. °Kupfermittel. Empfindlich dagegen sind: Bunte Julibirne, Charneux, Conference, Gräfin von Paris, Josefine von Mecheln, Jules Guyot, Williams Christ. °Kupfermittel sind in Gärten verboten.

Forsythien, Goldglöckchen. Dreimal spritzen.

Haselnüsse. Früchte sammeln und vernichten. Zu engstehende Hauptäste wegschneiden.

Kirschbäume. Krankes entfernen, bis auf das gesunde Holz (20 cm von der Befallsstelle entfernt) zurückschneiden, das Mark muss weiß sein. Wunde mehrmals mit Essigwasser abwaschen, trocknen lassen und mit Lehmbrei verschließen. Muß man wegen der Spitzendürre sehr viele Zweige entfernen, sollte man den Neuaustrieb wie folgt unterstützen: 5 l Brennesseljauche/0,5 l Wasserglas/5 l Regenwasser mischen und im Kronentraufbereich des Kirschbaums ausgießen. - Pechnelkenextrakt Meerrettichtee oder Meerrettichbrühe gegen Spitzendürre und Fruchtmonilia. Neudovital. Maiglöckchenpflanzung.

Kirschlorbeer. Zurückschneiden bis in das gesunde Holz.

Pflaumen, Zw.. Tophit ist nahezu resistent.

Apfelbäume. Befallene Zweige abschneiden und ebenso wie befallene Früchte verbrennen. Fruchtmumien nicht hängen lassen. Meerrettichblätter- oder Meerrettichwurzeltee in die Blüten spritzen (Infektion nur über Blüten), ggf. zusammen mit Quarzpulver und Algenkalk. Auch mit Senföl und Retticharoma ist Erfolg möglich. Ulmasud B. Regelmäßig Algenkalk und Gesteinsmehl auf Baumscheibe streuen. Cox Orange ist anfällig, Elstar weniger. ENVIRepel. Neudovital spritzen gegen die Spitzendürre: Vor dem Austrieb 3%, dann 1% von Beginn bis Ende der Blüte in Wochenabstand, direkt in die Blüte. Apfelwickler und Schorf bekämpfen. Spritzungen mit Schachtelhalmbrühe oder Oscorna-Pilzvorbeuge.

Aprikosen. Gegen Spitzendürre Neudovital.

Birnbäume. Fruchtmonilia wird als Folge von Verletzungen hervorgerufen, z.B. durch Schorf (besonders Luise ist anfällig) oder Wespen.

Kirschbäume. Stark anfällig sind Fanal, Kelleriis, Meteor, Nana, Scharoe, Schattenmorelle (besonders bei schwerem, verdichteten Boden und in nassen Jahren empfindlich gegen Zweigmonilia), Werdersche Glaskirsche. Die Sauerkirschen Gerena, Ürena und Morellenfeuer (Ahrens & Sieverz) sollen sehr widerstandsfähig gegen Spitzendürre sein, außerdem sind relativ widerstandsfähig Beutelsbacher Rexelle, Elmer, Karneol (Ahrens & Sieverz), Kelleriis, Köroser, Korund, Ludwigs Frühe, Morina, North Star, Safir, Schwäb. Weinweichsel und Tschernokorka. - Zweige bis 15 cm in das gesunde Holz abschneiden, Fruchtmumien entfernen und vernichten. Jegliche Verletzungen vermeiden. Spritzen bei Nässe während der Blüte mit Meerrettichtee in die Blüten. Spritzen mit Schachtelhalmtee + Netzschwefel oder + Kupfermittel vor, während und nach der Blütezeit. Spritzen mit 3% Wasserglas. Spritzen mit Neudovital Obstpilzschutz 3% vor Austrieb, dann mit Neudovital Obstpilzschutz 1% von Beginn bis Ende der Blütezeit im Abstand von 7 Tagen gegen Spitzendürre, direkt in die Blüte. Myco-Sin. HF-Pilzvorsorge. Immer in der ersten Tageshälfte spritzen. Steinmehl einarbeiten. ENVIRepel. Werkzeug zwischendurch desinfizieren. Kirschfliegen bekämpfen: Dresden-Pillnitz empfiehlt auf Grund der Erfahrungen nach verregneten Sommern die beiden Sorten Karneol und Korund. - Die Süßkirsche Great Auburn Delicious ist nicht anfällig gegen Monilia.- Die Baumscheibe mit Maiglöckchen bepflanzen. - Nasse, schwere, kalte Böden sind ungeeignet, besonders bei Spitzendürre der Süßkirsche einer der Hauptursachen.

Pfirsichbäume. Die Sorte Kernechter vom Vorgebirge (Ahrens & Sieverz) soll gegen Monilia widerstandsfähig sein. Gegen Spitzendürre Neudovital.

Pflaumen, Zw.. Gegen Spitzendürre Neudovital. Pflaumenwickler bekämpfen.

Quittenbäume. Kräuterstärkungsmittel. ENVIRepel.

Mykoplasmen-/Phytoplasmenkrankheiten

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Apfelbäume. Krankheiten durch bakterienähnliche Organismen, die einfach gebaut sind und wie Viren vom Stoffwechsel der Wirtspflanzen abhängig sind. Sie leben im Saftstrom der Pflanzen.- Krankheiten: Gummiholzkrankheit der Äpfel, Apfeltriebsucht und Birnenverfall. Diese Krankheiten sind verbunden mit sonst nie auftretenden Verfärbungen wie gelben Blättern und grünen Blüten, Mißbildungen oder Besenwuchs. Gummiholzkrankheit: Ältere Triebe verholzen nicht, unter Fruchtlast biegen sich die Triebe bogenförmig durch. Apfeltriebsucht: Die Seitenknospen treiben viel zu früh aus, der Haupttrieb bleibt kurz, die Zweige wirken wie Besen, die Früchte bleiben klein. Birnenverfall: Viruskrankheit. Birnbäume siechen langsam dahin oder sterben schnell. Blätter können dabei rötlich verfärbt sein, Kümmerwuchs. Sämlinge werden besonders oft befallen.
Siehe Viren und Phytoplasmen.

 

Apfelbäume. Rodung und Verbrennen.

Apfelbäume. Übertragung durch Blattläuse, Nematoden und Direktkontakt. Schädlinge sofort bekämpfen. Werkzeug gut reinigen und desinfizieren.

Nematoden [Nematoda]

Nematoden, Fadenwürmer.

Sie werden auch Fadenwürmer oder Älchen genannt. Sie sind fadendünn, ungegliedert, ohne Lupe kaum zu erkennen. Es gibt Blattnematoden (Aphelenchoides ritzemabosi), Blütennematoden, Stängelnematoden (Ditylenchus spec.) und Wurzelnematoden (Pratylenchus spec.). Sie sind sesshaft oder herumwandernd. Stängel- und Wurzelälchen befallen meist das Gemüse, Blattälchen Zierpflanzen, wo sie Flecken und Gallen verursachen. Die meisten Arten sind farblos, nur 1 mm lang und zweigeschlechtlich. Die Eier werden an Pflanzenteile oder in den Boden gelegt. Aus den Eiern schlüpfen Larven, die schnell vermehrungsfähig werden. Bodennässe fördert sie. Die meisten Arten bevorzugen bestimmte Pflanzen, die dann ihre Vermehrung fördern. Notfalls können sie sich aber auch eine Zeitlang von anderen Grünpflanzen ernähren. Sie bewegen sich schlängelnd vorwärts. Ihre Dauerformen heißen Zysten, die viele Jahrzehnte überleben können. Ihre Zahl im Boden kann vor allem bei Feuchtigkeit (sie schwimmen im Bodenwasser) und hohem Sauerstoffgehalt sehr groß werden. Leichtere Böden begünstigen ihre Ausbreitung.

Der größere Teil der Nematoden wirkt an der Humusbildung mit, ist also nützlich. Sie leben in riesigen Mengen im Boden und ernähren sich von Algen, Bakterien und Pilzen. Andere Nematoden sind nützlich, da sie mit Hilfe von Bakterien, die sie mit sich führen, Schnecken (siehe dort) und Larven bekämpfen.

Siehe auch Nematoden, nützliche und Nematoden, parasitäre.

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Nematoden. 

Einige Arten stechen mit ihrem Mundstachel das Pflanzengewebe an, sie geben dabei Speichelsekret ab, was zu Veränderungen am Gewebe führt (z.B. Wurzelbärte von Möhren, Porree, Sellerie und Zwiebeln, beinige Möhren, Kümmerwuchs an Blumenzwiebeln, Bohnen, Erdbeeren, Obstbäumen). Gefährdet sind: Beerenobst, Begonien, Chrysanthemen, Cyclamen, Erbsen, Fingerhut (Anbaufläche wechseln), Gemswurz (vernichten, 4 Jahre kein Nachbau), Gurken, Himbeeren, Hortensien, Hyazinthen, Junkerlilien (vernichten, kein Liliennachbau), Klee, Kohl, Königsfarn (Blattfiedern dunkel/schwarz. Laub stirbt ab. Vernichten!), Mädchenaugen (gelbe, braune, schwarze Blattflecken. Vernichten !), Mais, Mangold, Möhren, Narzissen (Wurzeln), junge Obstbäume, Petersilie, Rote Bete, Sellerie, Spinat, Phlox (verdrehte Spitzen im Frühjahr), Salate, Stauden, Tomaten, Weizen, Ziergehölze, Zwiebeln. Auf jede Pflanze eine Handvoll Zucker streuen und anschließend gießen. Rosen, Erdbeeren, Kartoffeln und Tomaten werden besonders befallen. - Blätter und Stängel kümmern, sind gekräuselt, bei starkem Befall sterben sie zusammen mit den Wurzeln ab. An den Wurzeln treten Verdickungen auf mit gallenartigen Wucherungen und kleinen Nebenwurzeln, geringeres Wachstum, Ausbuchtungen, leichtes Abbrechen. 'Bodenmüdigkeit'. - Als Folge des Saugens werden oft Bakterien und Viren übertragen.

Verbreitung durch Pflanzenkauf mit Ballen, Verpackungen, Wasser usw. Stängel- und Wurzelälchen befallen Gemüse, Blattnematoden und Zierpflanzen (zu erkennen durch Flecken oder Gallen an den Blättern). Pflanzen können verwelken, vergilben, verkümmern. Die Wurzelbärte entstehen durch immer wieder erneuten Befall.

Stängel- oder Blattälchen (Ditylenchus spec.) befallen bevorzugt folgende Pflanzen: Blaustern, Hortensie, Hyazinthe, Narzisse, Nelke, Phlox, Schneeglöckchen, Schwertlilie, Tulpen, und weitere verschiedene Stauden, Zwiebeln und Wildkraut. Verformte Blätter, Kümmerwuchs. Narzissenblätter sind ausgebeult, Tulpenblätter zeigen Risse und Zwiebeln sind weich und verfärbt. Der Phlox wird besonders stark beeinträchtigt. Er stirbt schließlich nach Welke ab.

Ein Befall mit Blattälchen zeigt sich an den Blättern zu Beginn anhand leicht aufgehellter, rötlicher Stellen. Diese sind - als wesentliches Merkmal gegenüber anderen Ursachen - deutlich von den Blattadern begrenzt. Als Ursache sind die beiden Blattnematodenarten Aphelenchoides ritzemabosi und Aphelenchoides fragariae zu nennen. Eine Infektion kann über den Boden oder infizierte Pflanzen erfolgen. Die Nematoden wandern dabei in einem Wasserfilm den Stängel hoch und besiedeln das Blatt über die Spaltöffnungen. Der gesamte Entwicklungszyklus erfolgt in der Pflanze (Ei, Larven, Nematode). Da dieser in zwei Wochen vollzogen ist, werden im Jahr eine Vielzahl von Nematoden ausgebildet. Sie stechen mit ihrem kurzen Mundstachel das pflanzliche Gewebe an, das sich in der Folgezeit rötlich, dann braun verfärbt. Beide Blattälchenarten kommen an vielen Wirtspflanzen vor (Zierpflanzen, Gemüse, Stauden, Beerenobst).

Befallene Pflanzen mit den Wurzeln vernichten. Die Fiedern werden schwarz.

Aphelenchoides fragariae. Meistens unter den Schuppen. Verbreitung durch Saatgut und Zwiebeln.- Flecken innerhalb der Blattadern. Kann zu starken Verkrüppelungen, Wuchsverminderung und schließlich zum Absterben kommen.- Prärielilien sind anfällig gegen Wurzelnematoden. Verdickungen an der Wurzel und Kümmerwuchs sind die Folge.

Apfelbäume. Junge Obstbäume können befallen werden. Wenig Wurzelmasse, die Bäume bleiben im Wachstum zurück.

Begonien. Flecken oder Gallen an den Blättern.

Bergenien, Junkerlilien, Kammkönigsfarn, Kronenfarn, Lilien, Purpurfarn, Zimtfarn. Flecken und Gallen.

Blauglöckchen/Blausternchen. Stängelälchen saugen an Blättern und Stängeln. Es entstehen Flecken und Gallen.

Erdbeeren. Aphelenchoides ritzemabosi. Die Pflanzen treiben im Frühjahr nur gering aus, die Herzblätter sind klein, verformt, rötlich, und haben lange oder zu kurze Blattstiele. Sie können bei starkem Befall absterben. Die Früchte wachsen nicht weiter. - Die Blatt-Nematoden sind mit Vergrößerungsglas sichtbar an den Herzblättern und Vegetationsspitzen. - Befall während der gesamten Vegetationsperiode möglich. Verwechselungsgefahr mit Erdbeermilben, die jedoch vor allem im Sommer schädigen.

Fingerhut. Blattälchen befallen Zierpflanzen, wo sie Flecken und Gallen verursachen. Die Eier werden an Pflanzenteile oder in den Boden gelegt. Aus den Eiern schlüpfen Larven, die schnell vermehrungsfähig werden. Bodennässe fördert sie. Sie bewegen sich schlängelnd vorwärts. Ihre Dauerformen heißen Zysten, die viele Jahrzehnte überleben können. Ihre Zahl im Boden kann vor allem bei Feuchtigkeit (sie schwimmen im Bodenwasser) und hohem Sauerstoffgehalt sehr groß werden. Leichtere Böden begünstigen ihre Ausbreitung.

Gamswurz, Götterblume, Knollenbegonien. Flecken und Gallen an den Blättern durch Blattnematoden.

Goldrute, Nachtkerzen, Phlox, Zwiebeln. Befall durch Stängelnematoden Ditylenchus dipsaci am Stängelgrund der Goldrute, meist in trockenen Jahren.- Triebe verdickt, mit Längsrissen, verdreht, umgekippt. Blattränder nach unten gebogen, verwelken. Phlox: Bartnelke, Goldrute, Nachtkerzen, Primel, Zwiebel u.a..

Gurken. (Wurzelgallenälchen). Kleine Knöllchen an den Wurzeln. Geringes Wachstum.

Herbstanemonen. Blattälchen verursachen auf den Blättern gelbliche Flecke, die später braun werden.

Herbstchrysanthemen, Herbstmargeriten. Wurzel-Nematoden verursachen Anschwellungen (Gallen) an den Wurzeln, darüber bilden sich viele kleine Faserwurzeln. Später bilden sich Flecke an den Blättern, diese werden gelb und fallen ab. Von Jahr zu Jahr kümmern die Pflanzen mehr und mehr.

Herrenhäuser Filigranfarn, Weicher Schildfarn. Älchen müssen vernichtet werden, sobald die einzelnen Arten sich schwarz färben.

Hortensie, Hyazinthen. Blätter verkümmern und verkrüppeln, die Älchen sind kaum zu erkennen. Flecken, Verdickungen an den Blättern, geringes Wachstum.

Königsfarn. Blattfiedern werden schwarz und sterben ab.

Lichtnelken. Die befallenen Pflanzen müssen vernichtet werden, um die Nachbarpflanzen vor Ansteckung zu schützen.

Mädchenauge, Purpursonnenhut, Sonnenhut. Erst hellbraune, dann dunkle Blattflecken.

Mangold. Heterodera. Blätter und Stängel kümmern, sind gekräuselt, bei starkem Befall sterben sie zusammen mit den Wurzeln ab. An den Wurzeln treten Verdickungen auf mit gallenartigen Wucherungen und kleinen Nebenwurzeln, geringeres Wachstum, Ausbuchtungen, leichtes Abbrechen.

Möhren, Karotten. Meloidogyne hapla. 'Älchen', ca. 1 mm lang, verursachen Risse, Beinigkeit und Wurzelbart. Kleine Knöllchen an den Wurzeln. Befallene Pflanzen kümmern.

Narzissen. Auf den Blättern sind kleine Erhebungen zu sehen, die gelb oder grün erscheinen. Die Zwiebel kann verfärbt oder faul sein.

Petersilie. Blätter welken, Pflanzen kümmern.

Pfefferminze. Typisch ist die Rotfärbung durch Anthocyane und der Kümmerwuchs.

Puffbohnen. Ditylenchus dipsaci. Kümmerwuchs. Blätter und Stängel kümmern, sind gekräuselt, bei starkem Befall sterben sie zusammen mit den Wurzeln ab.

Radies, Rettiche, Rosen in Gartenerde, Rote Bete. Pflanzen kümmern, Blätter welken, sterben u.U. ab. Verdickungen an den Wurzeln, gallenartige Wucherungen.

Salat. Meloidogyne hapla.  Kleine Knöllchen an den Wurzeln, Wachstum bleibt zurück

Schneeglöckchen. Die Stängel und Blätter werden befallen. Die Blume kümmert, Verfärbung und Welke.

Schwertlilien, Stauden. Ditylenchus-Arten. Blätter und Stängel kümmern, sind gekräuselt,

Sellerie. Paratylenchus, Ditylenchus. Pflanzen kümmern, Wurzelbärte, -gallen.

Sommerflieder. Blattnematoden saugen an den Blättern, es entstehen gelbe Flecken an den Saugstellen, die später verbräunen. Blattfall.

Taglilien. Flecken innerhalb der Blattadern. Kann zu starken Verkrüppelungen, Wuchsverminderung und schließlich zum Absterben kommen.

Tulpen. Ditylenchus. Blütenstiele sind verbogen, die Blätter gerissen.

Tomaten. Meloidogyne arenaria / incognita / javanica. Kleine Knöllchen an den Wurzeln, geringes Wachstum. Besonders oft treten Nematoden auf, wenn wiederholt auf demselben Platz Tomaten angebaut werde.

Usambaraveilchen. Oder Blattälchen verursachen vertiefte Blattflecken.

Apfelbäume. Wie Vorbeugung. Reduzierung durch Niempreßkuchen.

Erdbeeren. Befallene Teile entfernen und vernichten. Tagetes, Ringelblume, Senf, Lauch. Sie müssen großflächig ausgesät werden. Stark riechende Tagetessorten vermindern im Erwerbsgartenbau nach nur drei Monaten die Nematodenanzahl um bis zu 80%. Niem einarbeiten.

Gämswurz. Vernichten, Nachbau erst nach vier Jahren.

Gurken. Niemsamen einarbeiten.

Herbstanemonen. Befallenes abschneiden und vernichten.

Herbstchrysanthemen, Herbstmargeriten. Am sichersten ist Ausgraben und Vernichte.

Himbeeren, Möhren, Salat. Niemsamen einarbeiten.

Hortensie. Ggf. befallene Pflanzen vernichten.

Kartoffeln. Meldepflichtig! Niemsamen einarbeiten. Tagetes nana auf die befallenen Beete aussäen.

Lilien. Tagetes zwischen die Lilien säen. Niemsamen einarbeiten.

Pfefferminze. Vernichten, an anderer Stelle neu pflanzen oder durch Stecklinge. Niem.

Phlox. Befallene Triebe sofort so tief wie möglich abschneiden und vernichten, die Wurzeln werden nicht befallen. Ggf. Standort wechseln. Stecklinge vorsichtshalber mit Warmwasser behandeln: 10 Min. in 30° Wasser, dann 30 Minuten in 43°. Bei Teilung gründlich unter laufendem Wasser waschen. Einjähriger Phlox wird vernichtet, ggf. im nächsten Jahr an anderer Stelle aussäen.

Rosen. Den ganzen Sommer über Tagetes oder Ringelblumen um den Rosenstrauch herum pflanzen oder Steckzwiebeln, Knoblauch, Winterheckenzwiebeln, Porree.

Tomaten. Zinnien dazu pflanzen, vernichten Nematoden zu 95%. Kamille, Ringelblumen, Tagetes aussäen. Niem.

Usambaraveilchen. Gesamten Topf mit Pflanze vernichten.

Abwehr: Vor Bepflanzung Gründüngung mit Kamille und Borretsch. Fruchtwechsel. Befallenes vernichten. Nicht kompostieren. Übermäßige Stickstoffdüngung vermeiden. Bei leichten Böden Tonerdemehl einarbeiten. Bei Nematoden-Gefahr 'Tagetes nana'* (Single Gold von Kiepenkerl), Kamille, Ringelblumen oder Sonnenhut großflächig aussäen. Zinnien zu Tomaten pflanzen bei Nematodenbefall. Spezielle Ölrettichsorten (z.B. Pegletta, Nemex) und Roggen wirken auf bestimmte Nematoden ein. Kornrade scheidet giftige Saponine aus, die die Nematoden töten. Einsatz vor allem gegen Rüben-Nematoden. Senf einsäen, nur 10 cm hoch werden lassen, wirkt besonders gegen schädliche Nematoden an Rübengewächsen. Ab Ende 7 aussäen. Ölrettich Pegletta (Pötschke) bekämpft Nematoden, ist gegen Kohlhernie tolerant. Einsaat von Kamille. Randbepflanzung von Tagetes nana und Ringelblumen bei Kartoffeln, Rosen und Tomaten. Niem-Presslinge in den Boden einarbeiten, reduziert den Befall. Sperli-Bodenkur Gartendoktor, Mischung von nematodenbekämpfenden Sommerblumen wie Calendula, Coreopsis, Gaillardia, Rudbeckia, Tagetes, Wegwarte. Unkraut nicht dulden, da die Zysten oft an deren Wurzeln abgelegt werden und dann zum Leben erwachen, wenn geeignete Pflanzen in der Nähe sind. Mulchen hilft ebenfalls bei der Unkraut- und damit Nematoden-Unterdrückung. Ggf. in Gewächshäusern den Boden austauschen. Werkzeug reinigen und desinfizieren. Bodenkuren mit nematodenbekämpfenden Pflanzen können bei Gefahr alle vier Jahre wiederholt werden. Sie sind besonders zu empfehlen vor der Bepflanzung mit Erdbeeren, Obstgehölzen und Rosen. Im Herbst graben, dabei 25 kg Algomin und 50 kg Steinmehl je 100 qm einarbeiten.

Natürliche Feinde sind Kurzflügler, Pilze, Raubmilben und Raubnematoden. Letztere werden zur Bekämpfung von Dickmaulrüsslern, Engerlingen, Erdraupen, Haarmücken, Maulwurfsgrillen und Trauermücken eingesetzt. Fachhandel. Siehe Nematoden, parasitäre. Vorbeugend können auch Mykorrhiza-Pilze eingesetzt werden, die im Boden ein Abwehrsystem an den Nutzpflanzen errichten.

*Tagetes scheiden über ihre Wurzeln Duftstoffe, sog. Terthiopene, aus, mit denen sie Nematoden anlocken. Sobald diese in die Wurzeln eindringen, setzt die Pflanze ein Sauerstoffmolekül frei, das mit den Terthiopenen reagiert und zum tödlichen Gift wird. Nützlich sind vor allem die hohen Tagetes.

Apfelbäume. Kamille, Ringelblumen und Tagetes aussäen.

Erdbeeren. Knoblauch, Porree und Zwiebeln anpflanzen. Bei reichem Bodenleben werden auch die Gegenspieler wie Pilze und Raubnematoden gefördert. Pflanzabstände einhalten.

Gämswurz. Nicht stickstoffbetont düngen.

Gurken. Mischkultur. Zeitabstand von 3 - 4 Jahren einhalten. Kamille, Ringelblume, Tagetes aussäen. Nicht nach Möhren anpflanzen. Veredelung auf resistente Kürbisunterlage ist vor allem für Gewächshäuser empfehlenswert.

Herbstanemonen. Genügend Platz vorsehen vor der Pflanzung.

Himbeeren. Abstand von 4 Jahren einhalten bis zur Wiederbepflanzung. Kamille, Ringelblumen und Tagetes aussäen.

Kartoffeln. Fruchtwechsel oder resistente Sorten anbauen: "Christa", "CILENA" (Ahrens & Sieberz), "Erstling", "Gloria" "Quarta" (Pötschke) und "Ukama". Sie werden zwar auch befallen, doch können sich bei ihnen keine Zysten bilden. Nur alle 4 - 5 Jahre Kartoffeln an derselben Stelle anbauen. Mischkultur mit Meerrettich oder Tagetes. Mit Algenextrakten behandeln.

Königsfarn. Vernichten.

Mädchenauge, Purpursonnenhut, Sonnenhut. Befallenes vernichten.

Möhren. Fruchtfolge beachten. Tagetes oder Ringelblume als Randbepflanzung. Zu hohe Feuchtigkeit und stickstoffbetonte Düngung fördern Befall. Unkraut beseitigen, darauf überbrücken die Nematoden die Zeit ohne Kulturpflanzen. Humus im Boden enthalten Pilze, die die Nematoden bekämpfen, und ggf. auch Raubnematoden.

Pfefferminze. Jährlich verpflanzen.

Rote Bete. Tagetes einsäen

Salat. Mischkultur. Zeitabstand von 3 - 4 Jahren einhalten. Kamille, Ringelblume und Tagetes aussäen.

Sommerflieder. Stickstoffüberdüngung vermeiden.

Tomaten. Zinnien dazu pflanzen, je mehr, desto besser.Agro (Hild, partiell), Dolce Vita (Piepenkerl), Estrella + Firefly (Pötschke), Favorita (partiell, Hild), Luxor F1-Hybride (Sperli), Master F1 (N&G), Montfavet (N&G), Moravi (partiell, Hild), Myrto (Pötschke), Orangino (Piepenkerl), Ranger (partiell, Hild), Sweet-Cherry-F1-Hybride, Tomosa (partiell, Hild), Tumbler-F1-Hybride und Vitella F1 (Kiepenkerl, Pötschke), Picolino Cocktail ( Green & Easy) sind resistent. Veredelung auf Veredelungsunterlagen für Gemüse vor allem wichtig für Gewächshäuser.

Zwiebeln.

Nematoden werden vertrieben durch Ringelblumen und Tagetes.

Obstbaumkrebs [Nectria galligena]

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Apfelbäume. Nectria galligena. Pilzerkrankung. Wucherungen an Stamm und Zweigen, z.T. mit Umwallung der Wucherungen, durch Wundinfektion, z.B. Wunden durch Hagel und Schnittwunden. Rinde kann sich ablösen. Oberhalb der Wunde stirbt der Trieb ab. Manchmal sind auch die Früchte infiziert, sie faulen vom Kelch her mit scharfem Rand. Seine kugeligen Sporen treten aus durch die Rinde. Man sieht dort im Sommer kleine weiße Sporenlager, im Herbst orangefarbene stecknadelgroße Gebilde. Verbreitung des Erregers durch Regen, Wind und Insekten. Besonders gefährlich ist die Zeit nach dem Winterfrost, wenn es zu stärkeren Regenfällen kommt. Dann werden die Sporen herausgeschleudert aus ihren Behältern und können Baumwunden infizieren. Dieser Wundparasit infiziert über Verletzungen aller Art die Bäume, auch über Blatt- und Fruchtstielnarben. Infektionen möglich während der gesamten Vegetationsperiode. Bei Jungbäumen wird zumeist eine Knospe oder eine Blattnarbe befallen. Das Holz wird braun, oberhalb der Befallsstelle sieht man oft helle Sporen, schließlich stirbt der Zweig ab, danach die Jungbäume nach 2 - 3 Jahren. Hochstämme sind meistens weniger gefährdet. - Der Blutlauskrebs wird durch Einstiche der Blutlaus ausgelöst. Sie muß unter allen Umständen bekämpft werden.- Auch der Birnbaum kann in seltenen Fällen befallen sein.

Birnbäume..Nectria galligena. Pilzerkrankung. Wucherungen an Stamm und Zweigen, z.T. mit Umwallung der Wucherungen, durch Wundinfektion, z.B. Wunden durch Hagel und Schnittwunden. Rinde kann sich ablösen. Oberhalb der Wunde stirbt der Trieb ab. Manchmal sind auch die Früchte infiziert, sie faulen vom Kelch her mit scharfem Rand. Seine kugeligen Sporen treten aus durch die Rinde. Man sieht dort im Sommer kleine weiße Sporenlager, im Herbst orangefarbene stecknadelgroße Gebilde.

Maulbeerbaum. Siehe Obstbaumkrebs.

Apfelbäume. Nach Blattfall bei feuchter Witterung °Kupferkalk auf die Rinde spritzen. Befallene Zweige ganz oder mindestens 15 cm unterhalb der kranken Stelle abschneiden, nur bei trockenem Wetter, um Übertragung von Keimen zu verhindern. Am Stamm tief bis in das Gesunde ausschneiden. Immer vor dem Obstbaumschnitt behandeln, um Übertragung auf die frischen Schnittwunden zu verhindern. Schnittwerkzeug desinfizieren. Wunden mit einem Aufguß von Kapuzinerkresse desinfizieren. Wundverschluß mit pilztötenden Präparaten wie Lac Balsam plus F. Abgeschnittenes Holz sofort vernichten, der Pilz kann noch jahrelang daraus Sporen hervorbringen. E 10 - Mi 11 spritzen mit Kupfermitteln°.Am Stamm Bypass anlegen, der die kranke Stelle umgeht, ähnlich der Baumveredlung durch Pfropfung. Nach Einheilung und genügender Kräftigung den befallenen Stammteil aussägen, ggf. vorher Stamm an einem Pfahl befestigen. °Inzwischen im Gartenbau verboten.

Apfelbäume. Niemals Aststummel stehen lassen. Ins gesunde Holz zurückschneiden. Schnittfläche immer schräg auslaufen lassen, damit das Regenwasser abziehen kann. "Ananasrenette", "Berlepsch", "Boskoop", "Cox Orange", "Delbarestival", "Discovery", "Gala", "Geheimrat Oldenburg", "Gloster","Idared," "James Grieve", "Jonagold", "Klarapfel", "MacIntosh", "Ontario", "Summerred" , "Weißer Astrachan" und "Welschisner" sind anfällig. Keine Staunässe, keine Überdüngung (Stickstoff). Schwere, nasse Böden sind ungeeignet, sie müssen vor der Pflanzung bis 1 Meter tief mit Sand und Steinmehl aufgebessert werden. Spritzen mit Brennessel- oder Schachtelhalmjauche. °Kupfermittel spritzen nach dem Schneiden, auch auf frische Verletzungen. Regelmäßig auslichten. Fingerhut auf die Baumscheiben pflanzen. °Inzwischen im Gartenbau verboten.

Obstbaumminiermotte [Lyonetia clerkella u.a.]
SchadbildVorbeugungBekämpfung

Lyonetia clerkella u.a. Flügelspannweite bis 10 mm, weiß oder gelblich. Auf den Flügeln braunovale Flecken, Flügel ränder nicht glatt. Raupe grün, Kopf dunkel. Puppe grün, dann grau, unter dem Blatt hängend im Kokon. Überwinterung als Falter meistens am Baum. Flugbeginn 4, Eier werden an der Blattunterseite abgelegt. Die daraus entstehenden schmalen Raupen minieren die Blätter. Verpuppung auf einem darunter liegendem Blatt. Im Juni 2. Generation, sie ist am gefährlichsten. Manchmal noch eine dritte Generation 7-9. - Miniergänge im Blatt deutlich sichtbar. Blätter vertrocknen. Auch Kirschbäume werden befallen.

Apfelbäume. Blätter einsammeln und vernichten. Niemsamen.

Apfelbäume. Vögel fressen einen großen Teil der Raupen. ENVIRepel.

Penicillium-Fäule [Penicillium ssp.]

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Apfelbäume. Dieser Pilz befällt nach einer Wunde bei der Ernte die Frucht und bildet blau-grüne Pusteln auf den Faulstellen aus.

Apfelbäume. Früchte in kurzen Abständen beobachten und ggf. aussortieren

Apfelbäume. Nur unbeschädigte Früchte einlagern

Regenfleckenkrankheit [Gloeodes pomigena, Schizothyrium pomi]

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Apfelbäume. Gloeodes pomigena, Schizothyrium pomi. Pilzkrankheit. Rußartige Flecken auf den reifenden Früchten. Nicht gefährlich, wird mit den üblichen Spritzungen mit eingedämmt.

Birnbäume. Rußartige Flecken auf den reifenden Früchten. Nicht gefährlich, bei den üblichen Spritzungen wird sie automatisch mit eingedämmt.

Apfelbäume. Nur bei trockener Witterung ernten, Früchte sofort in das Lager bringen.

Rindenrisse

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Apfelbäume. Sie entstehen durch extreme Temperaturschwankungen im Winter, wenn sich kalte Nächte und warme Sonneneinstrahlung abwechseln oder durch übermäßige Hitzeeinstrahlung z.B. durch zu starke Auslichtung.

Apfelbäume. Wunden müssen behandelt werden. Losgelöste Rindenteile annageln, Rinde glatt schneiden, im unteren Bereich für Wasserabfluß sorgen durch Schrägschnitt nach unten. Gesamten Bereich mit Wundverschluß behandeln.

Apfelbäume. Weißen der Stämme und unteren Astgabeln (z.B. Bio-Baumanstrich) oder Bedecken mit Baumanstrich im Herbst. Auch Sonnenschutz mit Brettern o.ä. möglich.

Ringelspinner [Malacosoma neustria. Lasiocampidae]
SchadbildVorbeugungBekämpfung

Apfelbäume. Malacosoma neustria. Lasiocampidae. Die Ringelspinner sitzen konzentriert am Baum. Zur Regulierung der Nester genügt ein Schnitt.

Apfelbäume. Brauner Schmetterling. Das Weibchen legt seine Eier um einen etwa 5 mm starken Zweig kreisförmig ab. Die Raupen fressen die Blätter ab.

Apfelbäume. Niemsamen.

Apfelbäume. Bei Winterschnitt befallene Zweige entfernen und verbrennen.

Rotpustelkrankheit [Nectria cinnabrina]

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Nectria cinnabarina, Pilzkrankheit.

An abgestorbenen Ästen orangerote oder blässlichrote stecknadelgroße Pusteln. Infektion über Verletzungen. Verstopft die Saftbahnen und gibt toxische Stoffwechselprodukte an die Wirtspflanze ab. Befällt z.B. Ahorn, Apfel, Beerensträucher (wenn Stummel am Boden zurückbleiben), Buche, Hainbuchenhecken (Aststummel durch Scherenschnitt), Linde, Magnolie, Pappel, Zierjohannisbeere, Zwetsche. Kann bei geschwächten Pflanzen, z.B. verursacht durch Wassermangel oder extreme Hitze, durch Stickstoffüberdüngung, auf lebende Pflanzenteile überspringen und dort sein Gift infizieren, besonders gilt das auch für Rindenverletzungen durch Rasenmäher. Beim Ahorn verfärbt sich die Rinde rot und löst sich ab. Im Endstadium bricht der Baum u.U. in der Mitte ab.

Abwehr: Tief (etwa 20 cm) in das gesunde Holz zurückschneiden, möglichst bei Windstille. Trockene Äste ca. 15 - 20 cm tief bis in das gesunde Holz zurückschneiden. Befallenes sofort vernichten. Regelmäßige Düngung und Bewässerung mit ausreichender Kaliversorgung, aber zurückhaltender Stickstoffdüngung. Austrocknung und Staunässe vermeiden. Schnittholz nur entfernt von Beerenobst und Obstbäumen lagern, nicht als Wegemulch im Obstgarten verwenden. Stein- und Beerenobst nach der Ernte und nur bei Trockenheit schneiden, damit die Wunden besser verheilen. Stummel vermeiden. Schwächung der Pflanzen durch gute Pflege, Düngung und Wässerung vermeiden. Die beste Vorsorge ist Kompost.

Ahorn, Hainbuche, Magnolie. Nectria cinnabarina, Pilzkrankheit. An abgestorbenen Ästen orangerote oder blässlichrote stecknadelgrosse Pusteln. Infektion über Verletzungen. Verstopft die Saftbahnen und gibt toxische Stoffwechselprodukte an die Wirtspflanze ab.

Apfelbäume. Absterben von Trieben und Zweigen, Rinde ist an einigen Stellen angeschwollen, es bilden sich Tumore. Hell- bis dunkelrote, stecknadelgroße Pusteln auf den abgestorbenen Trieben. Der Pilz bildet auf lebendem Holz ein Zellgift und verstopft die Saftbahnen.- Auch auf Ahorn, Buchen, Pappeln, Beerensträuchern, Ziergehölzen usw. Im allgemeinen werden nur abgestorbene Triebe befallen, deshalb stellt dieser Pilz keine ernsthafte Gefahr bei gesunden Bäumen und Sträuchern dar.

Johannisbeeren. Rote Pusteln an den Ruten. Der Pilz befällt im allgemeinen nur abgestorbene Triebe und stellt nur bei geschwächten Sträuchern eine Gefahr für lebendes Gewebe dar. Die Infektion beginnt meistens von Schnittwunden aus, besonders stark im Frühjahr. Gefährdung während der gesamten Vegetationsperiode.

Apfelbäume. Bei Befall von lebendem Holz sofort alles Kranke bis tief in das Gesunde zurückschneiden, Wunden verschließen. Der Pilz bildet ein tödliches Gift und verstopft die Saftbahnen. Alles Kranke vernichten.

Johannisbeere. Im Spätherbst befallene Triebe abschneiden und vernichten. Keine Stümpfe stehen lassen.

Apfelbäume. Pflege der Bäume, regelmäßige Düngung und Bewässerung, Vermeidung von Staunässe. Regelmäßiger Schnitt, am besten an trockenen Tagen bei Windstille.

Johannisbeere. Keine Zapfen stehen lassen. Nach der Ernte sofort schneiden. Spritzungen mit Schachtelhalm, ausreichende Kaliversorgung.

Rundköpfiger Apfelbaumbohrer [Saperda candida]
SchadbildVorbeugungBekämpfung

Apfelbäume, Eberesche, Elsbeere, Felsenbirne, Mehlbeere, Quitte, Weißdorn. Der Rundköpfige Apfelbaumbohrer Saperda candida, ein in Nordamerika beheimateter Bockkäfer, wurde für Europa im Sommer 2008 erstmals in Deutschland auf der Insel Fehmarn nachgewiesen. Der Käfer tritt mit seinem im Holz minierenden Larven in seiner Heimat bevorzugt am Apfel als Schädling auf, kann aber darüber hinaus auch eine Reihe anderer Laubgehölze befallen (u.a. die Gattungen Sorbus, Crataegus und Amelanchier). Der Käfer selbst ist etwa 2 cm lang mit in etwa genauso langen Antennen. Die Imagines sind braun gefärbt und besitzen zwei helle Streifen auf dem Rücken des gesamten Körpers. Die Larven dringen in die Stammbasis ein und legen Fraßgänge im äußeren Holzbereich/Rinde an, ihre Entwicklungszeit beträgt witterungsabhängig 2 - 3 Jahre. Sie sind hell gefärbt, beinlos und werden bis zu 45 mm lang. Ein starker Befall führt zum Absterben der Bäume, auch ist die Bruchgefahr groß. In Amerika treten die Käfer im Frühjahr auf, die Verpuppung erfolgt im Stamm. Die Ausbohrlöcher der Käfer sind kreisrund mit einem Durchmesser von 9 mm. Das Auftreten des Käfers ist neu für Deutschland und Europa. Funde oder Verdachtsmomente sind unbedingt dem nächsten Pflanzenschutzamt zu melden. Nähere Details auch unter Arbofux..

Apfelbäume. Rezepturen: Bockkäfer mit Niem?

Quittenbäume. Befallene Bäume wirken kümmerlich, bei heftigem Wind knicken sie leicht um

 

Rußtau

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Rußtau. Schwarzer Rußtau auf den Blättern entsteht durch die zuckerhaltigen Absonderungen der Blattläuse. Schadpilze wachsen auf den Absonderungen und färben sie schwarz. Das kann dazu führen, dass die Blätter völlig eingeschwärzt sind und keine Sonnenenergie mehr aufnehmen können. Bei Gemüsen auf alle Fälle vermeiden, bei Obstbäumen ist die Schädigung meistens nicht sehr stark, weil die Ameisen oft die klebrigen Absonderungen abernten.

Apfelbaum, Aprikosen, Birnbäume, Johannisbeeren, Kirschbäume, Pfirsichbäume, Pflaumen -Zw..,   . Schwarzer Pilzbefall im Spätsommer auf dem Honigtau von Blättern und Früchten (Folge von Ausscheidungen durch Blatt- und Schildläuse, Weiße Fliegen und Zikaden).

Rosen. Schwarzer Belag auf den Blättern.

Apfelbäume. Kein größerer Schaden.

Abwehr: Bekämpfung der Blattläuse.

Apfelbäume. Schadinsekten bekämpfen. Ameisen fördern die Honigtauabsonderung.

Rosen. Oscorna-Bio-S.

Sägewespe [Hoplocampa testudinea]

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Apfelbäume. Hoplocampa testudinea. Bis 6 m groß, geäderte Flügel, dunkel. Raupen weiß, riechen unangenehm. Flugbeginn 4 - 5. Je ein Ei wird mittels Legebohrer in den Blütenkelch abgelegt. Diese Teile verfärben sich dunkel. Die etwa 12 mm langen Larven schlüpfen ein bis zwei Wochen später, sie sind weiß mit dunklem Kopf. Sie bohren sich seitlich in die Früchte und fressen sie von innen her auf. Die Larven befallen später auch noch andere Früchte, bis sie im Juli ausgewachsen sind. Sie fallen mit den Früchten auf den Boden oder lassen sich an einem Faden herunter und verpuppen sich im April etwa 10 cm tief in der Erde in Kokons. Aus den Puppen schlüpfen die Wespen kurz vor der Obstbaumblüte. Je Jahr nur eine Generation.- Die befallenen Früchte haben einen eigentümlichen Wanzengeruch. Die kleinen Äpfel sind dicht unter der Oberfläche von Gängen durchbohrt. Am Eingang ist Kot abgelagert. Befallene Früchte fallen ab. - In Jahren mit geringem Ertrag kann die ganze Ernte verloren gehen. Ihre Verwandten befallen Birnen und Zwetschen, die Schäden sind ähnlich. 5 - 6 größte Gefährdung.

Apfelbäume. Bäume schütteln, Fallobst einsammeln und vernichten. Spritzungen mit Rainfarn- oder Wermuttee, Quassiaholzbrühe, Spruzit nach Blütenblätterfall mehrere Male mit warmem Wasser angesetzt (dann sterben aber auch die Nützlinge mit). Hühner eintreiben, wenn sich die Larven abseilen. Im Mai Tücher auslegen in der Frühe und die Bäume abklopfen. Weißfallen aushängen. Niemsamen.

Apfelbäume. Förderung von Vögeln. Gras unter den Bäumen im Sommer nicht mähen, Nützlinge warten dort auf ihre Beute. Weißtafeln anbringen.

Schildläuse [Coccina Coccidea]

Coccina Coccidea Verwandte Arten: Wollläuse.

Siehe auch Apfelbäume. Es gibt Deckelschildläuse Diaspididae, bei denen man den Deckel abnehmen kann (zu finden auf der Blattoberseite), und Napfschildläuse Coccidae, bei denen Tier und Schild fest miteinander (meistens zu finden auf der Blattunterseite) verwachsen sind. Schmier-oder Wollläuse Pseudococcidae haben kein Schild, sie sind stattdessen mit Wachsfäden geschützt. Siehe Wollläuse'.

SchadbildVorbeugungBekämpfung

 

Deckelschildläuse saugen die Zellen aus und geben Gifte ab, die zur Blattverfärbung oder zum Gewebetod führen können. Sie produzieren keinen Honigtau. Napfschildläuse saugen an der Saftbahn, das kann zu Honigtaubildung, bei starkem Befall auch zu Vergilbungen führen. Schildläuse haben ihren Namen von den hell- bis dunkelbraunen, ovalen oder runden Schilden, die an Stängeln, Ästen und Blättern zu finden sind. Es handelt sich hier um die Weibchen, die sich mit Hilfe eines Saugstachels an den Pflanzen festklammern und unter dem Schild aus Lack und Wachs ihre Jungen aufziehen. Sie sind degeneriert, behalten ihre Mundwerkzeuge, haben aber keine Flügel und Augen und nur Ansätze von Antennen, auch Beine fehlen ihnen meistens. Unter einem Schild können bis zu 2000 Nachkommen leben, Eier und Larven, die sich lawinenartig über die Pflanze ergießen können. Die Larven sind mit bloßem Auge unsichtbar. Sie laufen überall an der befallenen Pflanze, saugen Saft aus den Zellen und hinterlassen oft einen zuckerhaltigen Kot, der dann zu Rußtaubildung führt. Das kann außerdem zu Wachstumsstörungen, Blattfall, Gewebetod, Honig- und Rußtau und schlechtem Fruchtansatz führen. Der Wind kann sie auf andere Pflanzen tragen, Ameisen besorgen das auch oft. - Die männlichen Tiere verwandeln sich, sie verlieren ihre Mundwerkzeuge, entwickeln Antennen, Beine und Flügel, sind frei beweglich, aber ernähren sich nicht mehr. Sie leben nicht lange.

  1. Die Kommaschildlaus (Lepidosaphes ulmi) ist 2 - 4 mm groß, weiß oder gelb, der Schild länglich, braun. Eiablage im Herbst unter dem Schild, die Jungtiere treten 5 - 6 auf. Äste, Stamm und Zweige sind dicht besiedelt mit den Schilden. Die Kommaschildlaus befällt Apfel, Birne und Pfirsich.
  2. Die große Obstbaumschildlaus (Napfschildlaus) (Pulvinaria regalis) hat einen kugelig-braunen Schild. Die jungen Larven kriechen 7 - 8 auf Blätter und frische Triebe. Sie überwintern auf Stamm und Zweigen und bilden im Frühjahr Schilde aus. Verkrüppelung und Wachstumsstörungen sind die Folgen, meist aber bleibt der Schaden gering. Die große Obstbaumschildlaus befällt Apfel, Birne, Johannisbeere, Rose, Weinrebe und Zwetsche. Meistens sind die befallenen Pflanzen geschwächt.
  3. Das San-Josè-Schildlausweibchen (Quadraspidiotus perniciosus) ist 1 - 2 mm groß, hat einen runden, erst weißen, dann dunklen Schild; es saugt sich fest an Stamm und Ästen. Sie sind augen- und beinlos. Dagegen sind das Männchen, 2 mm groß, orangefarben, und die Jungtiere beweglich, die männlichen Tiere zeitweise geflügelt. Die Schilde der Männchen sind etwas kleiner als die der Weibchen und außerdem elliptisch. Die Weibchen gebären bis zu 400 Larven im Jahr. Sie sind gelblich, wandern auf den Pflanzen hin und her und setzen sich schließlich an Blättern, Früchten und Zweigen fest. Die Saugstellen am Gewebe verfärben sich rot. Blätter, Früchte und Triebe vorzugsweise von Apfel- und Birnbäumen sowie Johannisbeeren werden befallen und sterben z.T. ab. Auch Steinobst und Ziergehölze können befallen werden. 2 - 3 Generationen sind möglich. Überwinterung der letzten Generation als Schwarzschilde. Natürlicher Feind: Schlupfwespen. Aus den USA wurde die Zehrwespe Prospaltella perniciosi eingeführt, die durch den Geruch der Schildlaus ihren Weg zum Wirt findet. Aber auch die einheimische Aphytis beteiligt sich an der Parasitierung. Erfolg von Witterung und Umweltbedingungen abhängig, verschieden je nach Region. Sie wurde in den 50er Jahren eingeschleppt. Meist nur in wärmeren Gegenden verbreitet. Verbreitung durch gegenseitige Berührung der Pflanzen. Meldepflichtig!
  4. Die gemeine Napfschildlaus (Parthenolecanium corni) mit dunkel geflecktem Rückenschild ist weit verbreitet und oft an Kaffee- und Teepflanzen, Kamelien, Myrten und Zitronenbäumchen zu finden. Sie vermehren sich durch lebend geborene Junge.
  5. Die schwarze Napfschildlaus (Saissetia oleae) legt dagegen Eier. Sie verbreitet sich z.B. auf Granatapfel, Oleander und Schönmalve. Auch andere Ziergehölze werden oft von Schildläusen 1 - 3 mm, rund oder oval, befallen: Agave, Birkenfeige, Croton, Dieffenbachie, Efeu, Fingeraralie, Flamingoblume, Glanzkölbchen, Gummibaum, Lorbeer, Oleander, Palmen, Palmlilie, Philodendron°, Weihnachtsstern, Zierspargel.
  6. Die wollige Napfschildlaus (Pulvinaria regalis) ist etwa 5 mm groß. Sie überzieht im Sommer die Blätter und im Herbst Äste und Zweige mit wachsartiger Wolle. Der ausgeschiedene Kot kann unterhalb des Baumes ganze Flächen bedecken, soweit er auf Baumteilen haftet, wird er mit schwarzen Rußtaupilzen überzogen, die weitgehend die Sonnenstrahlen abhalten. Befallen werden viele Bäume und Sträucher, z.B. Ahorn, Kornelkirsche, Linde, Magnolie, Rosskastanie, Walnuss. Sie vermehren sich ungeschlechtlich und kriechen dazu auf Stämme und starke Äste. Ein einziges Weibchen legt dort ab 4 bis zu 3000 Eier im Jahr. Auch die Eier sind mit weißem Wachs überzogen. Darüber liegt dann der 'Napf', der das Gelege schützt.

*Philodendren können, wie alle Aronstabgewächse, ihre Blütentemperatur regulieren. Sie heizen sie nachts auf und bieten damit Insekten, die sie befruchten, ein warmes Quartier, von dem aus sie am frühen Morgen, ohne auf die wärmende Sonne warten zu müssen, mit Flugtemperatur starten können.

 

Apfelbäume, Birnbäume. Eulecanium corni, Napfschildlaus, Große Obstbaumschildlaus. Brauner runder Schild, darunter befinden sich die Eier. Schlupf  7 - 8 mit Befall von Blättern und Jungtrieben. Befällt vor allem Weinrebe und Zwetsche, außerdem Birne und Rose. Lepidosaphes ulmi, Kommaschildlaus. Das Weibchen ist 2 - 4 mm groß, gelb oder weiß. Schildförmige braune Schilder an Stamm und Zweigen, darunter sind die Eier, die im Herbst abgelegt werden. Daraus schlüpfen die Jungtiere 5 - 6. Apfel, Birne, Pfirsich werden befallen. San-Josè-Schildlaus Das San-Josè- Schildlausweibchen Quadraspidiotus perniciosus ist 1 - 2 mm groß, hat einen runden, erst weißen, dann dunklen Schild; es saugt sich fest an Stamm und Ästen. Dagegen sind das Männchen und die Jungtiere beweglich, die männlichen Tiere zeitweise geflügelt. Befallen werden Apfel, Birne, Johannisbeere.

Aprikosen. Kirschbäume, Pfirsichbäume. Lepidosaphes ulmi, Kommaschildlaus. Das Weibchen ist 2 - 4 mm groß, gelb oder weiß. Schildförmige braune Schilder an Stamm und Zweigen, darunter sind die Eier, die im Herbst abgelegt werden. Daraus schlüpfen die Jungtiere 5 - 6. Das San-Josè- Schildlausweibchen Quadraspidiotus perniciosus ist 1 - 2 mm groß, hat einen runden, erst weißen, dann dunklen Schild; es saugt sich fest an Stamm und Ästen. Dagegen sind das Männchen und die Jungtiere beweglich, die männlichen Tiere zeitweise geflügelt. Kirschbäume: Befallen werden außerdem Apfel, Birne, Johannisbeere.

Birken. Wollige Rebenschildlaus Pulvinaria vitis.Die Blätter sind bedeckt mit weißem, wachsartigem Belag.

Brasilianische Araukarien. Auf den Blattunterseiten dunkle, wachsartige Schilde. Blätter verkrüppelt, fallen ab. Blätter, Triebe und Zweige sind von einem watteähnlichen Material umhüllt, es gibt einige klebrig-glänzende Stellen. Der Beginn des Befalls ist meistens in den Blattachseln. Die Läuse darunter saugen an Blättern und Trieben und scheiden gleichzeitig schädliche Stoffe aus, wonach sich die Blätter einrollen.

Cotoneaster, Zwergmispeln. Schildläuse haben ihren Namen von den hell- bis dunkelbraunen, ovalen oder runden Schilden, die an Stängeln und Blättern zu finden sind. Unter einem Schild können bis zu 2.000 Nachkommen leben, die sich lawinenartig über die Pflanze ergießen können. Die Larven sind kaum zu sehen. Sie laufen überall herum und saugen Saft aus den Zellen.

Efeu, Hebe. Napfschildläuse. Auf den Blattunterseiten dunkle, wachsartige Schilde. Blätter verkrüppelt, fallen ab.

Goldblatt. Auf den Blattunterseiten dunkle, wachsartige Schilde. Blätter verkrüppelt, fallen ab. Blätter eingesponnen, wenig Blattgrün. Zellen silbrig-gesprenkelt, später braun.

Gummibäume. Sie hinterlassen Honigtau, auf dem sich Rußtaupilze ansiedeln. Schildläuse: Auf den Blattunterseiten dunkle, wachsartige Schilde. Blätter verkrüppelt, fallen ab..Wollläuse: Blätter, Triebe und Zweige sind von einem watteähnlichen Material umhüllt, es gibt einige klebrig-glänzende Stellen. Der Beginn des Befalls ist meistens in den Blattachseln. Die Läuse darunter saugen an Blättern und Trieben und scheiden gleichzeitig schädliche Stoffe aus, wonach sich die Blätter einrollen. Zimmerpflanzen werden oft befallen.

Herrenhäuser Filigranfarn, Weicher Schildfarn. Vernichten mit einer kleinen Bürste.

Johannisbeeren. Graue bis braune Schilde an den Stöcken.

Kamelie. Auf den Blattunterseiten Anhäufungen von etwa 2 mm langen Tieren mit Schild. Oft ein größerer Flecken um die Ansiedlung, verursacht durch ein Sekret, das beim Saugen abgesondert wird. Die Blätter verkrüppeln, sterben ab und fallen ab. - Befall auch von anderen Zierpflanzen wie Lorbeer, Oleander, Säckelblume, Zwergmispel u.a. Oft werden sie schon beim Kauf eingeschleppt. .

Kentiapalme, Zwergpalme, Königsfarn, Lorbeer, Oleander, Orchideen, Knabenkräuter, Palme, Strauchveronika, Wüstenrose. Auf den Blattunterseiten dunkle, wachsartige Schilde. Blätter verkrüppelt, später fallen sie ab. Lorbeer, Oleander: Der Lorbeer wird besonders im (zu warmen) Winterquartier befallen.

Oliven, Olivenbäumchen. Vor allem die Neutriebe werden befallen. Auf den Blattunterseiten sind die dunklen Schilde erkennbar. Blätter verkrüppeln.

Rosen. Die Große Obstbaumschildlaus kann die Rosen befallen. Auf den Blattunterseiten dunkle Schilde, wachsartig. Blätter verkrüppelt, später fallen sie ab.

Stachelbeeren. Braune oder graue kleine Schilde an den Stocktrieben.

Ulmen. Lepidosaphes ulmi. Saugende Schildläuse. Wachstumsstörungen, Blattfall, Gewebetod, Honig- und Rußtau und schlechter Fruchtansatz.

Quittenbäume. Blattunterseite dunkle Schilde, wachsartig. Blätter verkrüppelt, später braun. Blätter eingesponnen.

Wacholder, Zierspargel, Zwergmispel. Auf den Unterseiten sind dunkle, wachsartige Schilde erkennbar. Das Wachstum ist verringert.

 

 

Apfelbäume. Komma-Schildläuse im Mai/Juni mit Origanotee oder schwefelsaurer Tonerde spritzen (außer Berlepsch und Cox Orange). Befall mit der San-Josè-Schildlaus meldepflichtig! Junge Larven mit Spruzit spritzen. Ammoniakspritzungen.

Birken. Meistens nicht nötig wegen vieler Nützlinge.

Kentiapalme, Palme, Zwergpalme. Siehe wie Schildläuse usw.

Lorbeer. Notfalls zurückschneiden.

Oleander. Paraffinöl. Ammoniumlösung. Pflanzenöl-Emulsion. Niem. Schädlingsfrei Naturen.

Quittenbäume. Meldepflichtig.

Abwehr: Natürliche Feinde: Marienkäfer und Schlupfwespen. Zur Vorbeugung regelmäßige Spritzungen mit ENVIRepel. Befallene Pflanze von den gesunden isolieren. Für feuchte Luft sorgen.

Keine stickstoffbetonte Düngung. Brennesseljauche gießen. Rindenpflege. Stammanstrich. Mulchen. Kalkbodentest. Ausreichend wässern. Im Obst- und Ziergehölzanbau Winteraustriebsspritzung mit Paraffin- oder Rapsöl, zurückhaltend gießen. Gewächshäuser gut lüften. Falls Ameisen auf den Pflanzen herumlaufen, müssen auch sie in die Abwehrmaßnahmen einbezogen werden, da sie junge Schildläuse auf andere Pflanzen verschleppen. - Befallene Teile mit durchgeschnittenen Knoblauchzehen abreiben. Zwiebelschalenbrühe. Farnkrauttee. Oder Schilde mit kleiner (Zahn-)Bürste abstreifen, dann mit lauwarmem Wasser + Spülmittel abwaschen und anschließend die ganze Pflanze tropfnass mit Pflanzenölprodukt spritzen, z.B. Promanal Neu Schild- und Wolllausfrei oder Naturen. Nach Ölspritzung die Pflanze 1 - 2 Wochen nur in den Halbschatten stellen. Eine Woche vorher Verträglichkeitsprüfung an einem Zweig machen. Im allgemeinen nur bei hartlaubigen Pflanzen anwenden, nach 10 - 14 Tagen wiederholen, um die später geschlüpften Läuse auch zu erfassen. Bei weichlaubigen Pflanzen Spruzit und Raptol Schädlingsspray anwenden. Ammoniaklösung spritzen. Bei Topfpflanzen mit Blattglanzspray oder Schmierseifenlauge (1 Esslöffel/1 l Wasser) oder einer spez. Schmierseifenlösung spritzen. Spritzung mit 1 Esslöffel Schmierseife + 1 Teelöffel Spiritus + 1 l Wasser lässt die Schildläuse austrocknen. - Wattebäusche in Methylalkohol oder Weingeist tränken und damit abwischen. Olivenöl mit Wasser 1 : 1 vermischen und damit die befallenen Teile bestreichen, anschließend mit Tuch abwischen. Ameisen fernhalten. Brühe aus schwefelsaurer Tonerde. Kübelpflanzen mit Wasser besprühen, in Klarsichtfolie packen und zwei Wochen lang in den Schatten stellen. Gelbtafeln + Neudosan AF, wöchentlich wiederholen, Blattunterseiten benetzen. Compo.

Die Jungtiere können am besten bekämpft werden, wenn sie das Schild des Muttertieres verlassen. Die Spritzung muss mehrere Male wiederholt werden.

Im Gewächshaus, Blumenfenster, Wintergarten: Schlupfwespen Encarsia formosa oder andere Schlupfwespenarten je nach Befallsart (Fachhandel) einsetzen. Räuberische Käfer Rhyzobius lophantae.

 

Apfelbäume. Stammanstrich. Abbürsten der Krusten und Eiablagen. Winterspritzung mit Paraffinöl. Promanal Neu. ENVIRepel. Bäume pflegen, düngen, wässern, nicht stickstoffbetont düngen. Brennesseljauche.

Cotoneaster, Zwergmispel. Nassen Boden vermeiden.

Efeu. Befall deutet auf Standortmängel. Efeu benötigt halb- oder ganzschattige Lage und einen feuchten Boden. Heiße Sommer und/oder Trockenheit schwächen ihn.

Goldblatt. Zu warme Standorte und trockene Luft vermeiden.

Johannisbeeren. ENVIRepel.

Kentiapalme, Palme, Zwergpalme. Siehe wie Schildläuse usw.

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Schorf [versch. Pilze]
SchadbildVorbeugungBekämpfung

Schorf.

Verschiedene Pilzarten. Häufigste Kernobstkrankheit, besonders bei Äpfeln, aber auch bei Birnen und Zierformen beider Bäume. Beide Pilze sind verwandt, ein weiterer Pilz befällt den Feuerdorn. Bei Äpfeln überwintert er in Gestalt von Pilzfrüchten am Laub, bei Birnbäumen als Schorfgrind auf Ästen und Zweigen der Krone. Im Frühjahr reifen sie aus, bei warmem Wetter und warmem Regen werden sie herausgeschleudert und vom Wind auf die jungen Knospen und Blätter der Apfelbäume geweht. Beim Birnenschorf werden die Sporen auf die nächsten Blätter ausgestoßen. Dort keimen sie bei genügend Feuchtigkeit und Wärme aus. Der Pilz bildet Enzyme, die die Zellwände der Früchte angreifen, indem sie sie anverdauen.

Früherkennung: Auf infizierten Blättern bilden sich während der Blütezeit dunkelgrüne, später graubraune runde Flecken, die durchsichtiger sind als die Umgebung, später unregelmäßiger werden und sich vergrößern und mit einem Pilzrasen bedeckt sind. (Erstinfektion). Die Infektion kann sich schnell ausbreiten. Die Leerung der Sporenbehälter kann sich bis zum Juni hinziehen. Die Blätter trocknen ein und fallen ab. Bei starkem Befall muss mit einem Rückgang der Blüten im folgenden Jahr gerechnet werden. Gelegentlich werden auch Triebe befallen, sie sterben ab.

Rindenschorf ist nahezu unheilbar, er tritt besonders bei jungen Bäumen auf. In junge Triebe, die nicht mehr verholzen konnten, kann der Keimschlauch des Pilzes eindringen, von dort geht weiterer Befall aus. 4 - 6 größte Gefahr. Verwechselungsgefahr mit Rindenrissen.

Die Sommersporen bilden sich ausgehend von dem Pilzrasen der Erstinfektion. Sie werden durch Regen und Wind massenhaft weiterverbreitet und infizieren dann weiterhin die Blätter, aber auch die jungen Früchte, gefördert durch feuchte (Tropfwasser) und warme Witterung. Diese verkrüppeln oder werden fleckig-korkig und reißen bis zur Ernte auf, wodurch eine weitere Infektion (Fruchtfäule) stattfinden kann. Der Spätschorf bewirkt braun-schwarze, scharf umrissene Flecken auf den Früchten. Werden die Früchte erst kurz vor der Ernte infiziert, werden die eingesunkenen, glänzend-schwarzen Flecken erst im Lager sichtbar als Lagerschorf, oft auch zusammen mit der Monilia. Insgesamt sind 6 verschiedene Rassen bekannt.

 

Apfelbäume. Venturia inaequalis. Gefährliche, häufigste Krankheit des Apfelbaumes. Pilz überwintert auf Blättern am Boden. Sporen werden durch Wind an Blätter, Früchte und Knospen getragen (Vor allem bei schwülwarmen Gewitternächten im Mai mit Temperaturen über 14° und über 11 Stunden anhaltender Feuchte). Besonders empfindlich: Arlet, Cox, Delbarestivale, Golden Delicious, Gala, Glockenapfel, Gloster, Gravensteiner, Jonagold, Jonathan, Weißer Klarapfel, McIntosh, Ontario, Rubinette, Summerred. 6 Rassen sind bekannt. Schorfflecken können sich schon in wenigen Tagen nach der Infektion bilden. Die kritische Zeit ist zwischen Blattaustrieb und Blütenblattfall. Schadbild: Kurz nach der Blüte dunkelgrüne, später graubraune Blattflecken, lichtdurchlässiger als die übrigen Blattteile, laufen danach zusammen. Nässe fördert den Befall. Frühzeitiger Laubfall. Übergreifen auf die Früchte im Sommer: Fruchtschale bekommt winzige schwarze Flecke, die langsam größer werden und ganze Partien überziehen. Sie werden korkig, reißen, bekommen z.T. Auftreibungen, fallen ab. Bei späterer Infektion sind die Früchte übersät mit Flecken. Dadurch Eintrittspforte für weitere Schadpilze z.B. Fäule. Im Lager wird die Pilzentwicklung (Spätschorf) noch weiter durch die notwendige hohe Luftfeuchte gefördert, oft zusammen mit Monilia. Eingesunkene Flecke. - Rindenschorf ist nahezu unheilbar, er tritt besonders bei jungen Bäumen auf. Verwechslungsgefahr mit Rindenrissen. 4 - 6 größte Gefahr. Durch den frühen Blattfall reift das Holz nicht mehr richtig aus und ist gefährdet durch Frost. Die Zahl der Blüten im nächsten Jahr läßt nach. - Schorfige Äpfel können unbedenklich gegessen werden.

Aprikosen. Vebturia carpophila. Selten. Kurz nach der Blüte dunkelgrüne, später graubraune Blattflecken, lichtdurchlässiger als die übrigen Blattteile, laufen danach zusammen. Nässe fördert den Befall. Frühzeitiger Laubfall. Übergreifen auf die Früchte im Sommer: Fruchtschale bekommt winzige schwarze Flecke, die langsam größer werden und ganze Partien überziehen. Sie werden korkig, reißen, bekommen z.T. Auftreibungen, fallen ab. Bei späterer Infektion sind die Früchte übersät mit Flecken.

Birnbäume. Venturia pirina. Der Pilz ist mit dem des Schorfes am Apfelbaum verwandt. Befällt alle Teile. Olivgrüne Blattflecken, werden später grauschwarz. Blätter vergilben und fallen ab. Die Früchte bleiben klein, an den befallenen dunklen Stellen platzen sie auf und Fäulniserreger dringen ein. Wintersporen auf den Zweigen (=Schorfgrind) im Bereich der Krone werden im Frühjahr, aber auch bis zum Juni, ausgeschleudert. Eine Sporenkeimung erfolgt schon innerhalb 9 Stunden bei einer Temperatur von 16 - 24°.Weniger anfällig sind: Conferénce, Clapps Liebling als Spalierbaum, Bosc`s Flaschenbirne, Bunte Juli, Doppelte Philipps, Frühe von Trévoux (außer in regenreichen Gegenden), Gräfin von Paris, Gute Graue, Madame Verte, Petersbirne, Prinzessin Marianne, Triumph von Vienne und Vereinsdechantsbirne. Schorfanfällig: Clapps Liebling, Diels Butterbirne, Gute Luise, Köstliche von Charneu, Liegels Butterbirne, Napoleons Butterbirne, Poiteau und Vereinsdechant bei hoher Luftfeuchtigkeit. Williams Christ ist etwas weniger anfällig. Schorf bildet die Eingangspforte für Monilia. Schorfige Birnen können unbedenklich gegessen werden.

Pfirsichbäume. Vebturia carpophila. Selten. Kurz nach der Blüte dunkelgrüne, später graubraune Blattflecken, lichtdurchlässiger als die übrigen Blattteile, laufen danach zusammen. Nässe fördert den Befall. Frühzeitiger Laubfall. Übergreifen auf die Früchte im Sommer: Fruchtschale bekommt winzige schwarze Flecke, die langsam größer werden und ganze Partien überziehen. Sie werden korkig, reißen, bekommen z.T. Auftreibungen, fallen ab. Bei späterer Infektion sind die Früchte übersät mit Flecken.

Quittenbäume. Venturia inaequalis, Pilzinfektion. Schorfflecken können sich schon in wenigen Tagen nach der Infektion bilden. Die kritische Zeit ist zwischen Blattaustrieb und Blütenblattfall. Schadbild: Kurz nach der Blüte dunkelgrüne, später graubraune Blattflecken, lichtdurchlässiger als die übrigen Blattteile, laufen danach zusammen. Nässe fördert den Befall. Frühzeitiger Laubfall. Übergreifen auf die Früchte im Sommer: Fruchtschale bekommt winzige schwarze Flecke, die langsam größer werden und ganze Partien überziehen. Sie werden korkig, reißen, bekommen z.T. Auftreibungen, fallen ab. Bei späterer Infektion sind die Früchte übersät mit Flecken.

Wollmispel, japanisch. Eriobotryaschorf. Kurz nach der Blüte dunkelgrüne, später graubraune Blattflecken, lichtdurchlässiger als die übrigen Blattteile, sie laufen danach zusammen. Nässe fördert den Befall. Frühzeitiger Laubfall. Übergreifen auf die Früchte: Fruchtschale bekommt winzige schwarze Flecke, die langsam größer werden und ganze Partien überziehen. Sie werden korkig, reißen, bekommen z.T. Auftreibungen, fallen ab. Bei späterer Infektion sind die Früchte übersät mit Flecken. Dadurch Eintrittspforte für weitere Schadpilze z.B. Fäule.

Apfelbäume. Netzschwefel nur bis Anfang Juni. Einige Sorten sind empfindlich (Blatt- und Fruchtfall): Altländer Pfannkuchen, Berlepsch, Berner Rosenapfel, Boskoop, Cox, Croncels, Danziger Kantapfel, Golden Delicious, Grüner Stettiner, James Grieve, Jonathan, Klarapfel, Landsberger, Laxtons Superb, Oldenburg, Ontario, Rhein. Winterrambour, Signe Tillisch, Weißer Winterkalvill, Winterglockenapfel. Man kann beginnen mit 70 g/10 l und vermindert je Woche um 10 g. Schwefel niemals bei Sonne spritzen. °Kupferkalk nur bei Keimung, nur bis kurz vor der Blüte, nach jedem Regen wiederholen. Mulchkompost auf Baumscheiben. Ausreichende Bewässerung. Schachtelhalmbrühe mit Schwefel und Wasserglas mehrmals spritzen, vor allem 4 - 6. Laub leicht in die Erde einarbeiten, damit die Regenwürmer es fressen oder mit ausreichender Wärme kompostieren.- Brennessel- und Schachtelhalmjauchen. Kupfermittel° sind im Gartenbau verboten. Lebermooser. Aus Birkenblätter eine Jauche (1 kg/1 l Wasser) und sprühen damit 1:5 verdünnt auf Apfelbäume.

Birnbäume. Hauptgefahr für die Neuinfektion geht von den grindigen Zweigen aus. Sie müssen in jedem Falle abgeschnitten werden. Kupfer- und Schwefelmittel vor der Blüte, danach wird die Schale mißfarbig bzw. rauh bei einigen Sorten. Empfindlich gegen Schwefelspritzungen sind Alexander Lucas, Bosc`s Flaschenbirne, Charneux, Esperence Bergamotte, Gräfin von Paris, Gute Luise, Josefine von Mecheln, Vereins-Dechantsbirne, Williams Christ. Niemals Schwefel bei Sonne spritzen. Empfindlich gegen Kupfermittel: Bunte Julibirne, Conferénce, Gräfin von Paris, Josefine von Mecheln, Jules Guyot, Köstliche von Charneu, Williams Christ,. Diels Butterbirne, Gute Luise, Liegels Butterbirne, Napoleons Butterbirne, Poiteau sind besonders schorfanfällig. Resistent sind Gute Graue, Conference, Gräfin von Paris, Petersbirne, Prinzessinn Marianne, Triumph von Vienne und Vereinsdechantsbirne. Schachtelhalmbrühe mit Schwefel-Wasserglas mehrmals spritzen, vor allem 4 - 6. Saponinhaltige Pflanzenextrakte wie Basilikum, Bibernelle (Pimpinella magna, saxifraga), Birkenblätter, Bitterklee, Efeu, Ehrenpreis, Gänseblümchen, Königskerze, Löwenzahn, Mistel, Schlüsselblume, Seifenkrautwurzeln, Stiefmütterchen, Taubnessel, Veilchen versuchen. Lebermooser.

Abwehr: Resistente Sorten anpflanzen.

ENVIRepel, Ulmasud B  Myco-Sin  Oscorna Pilzvorbeuge Netzschwefel Stulln zur vorbeugenden Pflege. Vorbeugung durch jährlichen Schnitt mit lichter Krone, Baumanstrich. Alle 14 Tage Bio S spritzen vor und nach der Blüte. 6 Wochen vor der Ernte dreimal Schachtelhalmtee spritzen. Birkenblätterjauche spritzen. Regelmäßig mit Brennessel- und Schachtelhalmjauche gießen. Neudovital spritzen.
Keine stickstoffbetonte Düngung. Zweiggrind (Rindenschorf) kann nur durch rigorosen Schnitt bekämpft werden, meistens ohne Erfolg. Baumscheibe locker halten, ausreichend bewässern, mit Knoblauch oder Schnittlauch bepflanzen. Regenwürmer fördern durch ganzjähriges Mulchen mit angewelktem Gras oder Kompost mit Stroh darüber, im Herbst mit infiziertem Laub, evt. Steinmehl darüber streuen.Verrottung fördern durch Besprühen mit Brennesseljauche, einige Tropfen Baldrian zugeben. Dadurch wird der Befallsdruck deutlich gesenkt, denn die Pilze werden im Darmtrakt der Würmer abgetötet. Auch Kompostierung mit ausreichender Wärmeentwicklung ist möglich. Bekämpfung mit Netzschwefel, mit 70 g/10 l beginnend, alle 8 Tage um 10 g vermindern. (Vorsicht walten lassen bei Obstbäumen wie z.B. Berlepsch, Bräburn, Cox Orange und Golden Delicious, die schwefelempfindlich sind). Kupferkalk 4 - 6 mehrmals vorbeugend spritzen, nach Regen wiederholen, nur wirksam bis zur Keimung. Kupfer ist aber Gift für die Würmer und der Gebrauch in Gärten verboten.
Schachtelhalmbrühe
mit Schwefel und Wasserglas spritzen 4 - 6. Saponinhaltige Pflanzenextrakte versuchen, z.B. Basilikum, Bibernelle, (Pimpinelle magna, saxifraga), Birkenblätter, Bitterklee, Efeu, Ehrenpreis, Gänseblümchen, Königskerze, Löwenzahn, Mistel, Schlüsselblume, Seifenkrautwurzeln, Stiefmütterchen, Taubnessel, Veilchen. Lebermooser. (Lebermooser nur bei Äpfeln und Birnen anwenden. Alle 10 - 14 Tage tropfnass spritzen). Knoblauch/Schnittlauch gegen Schorf.

 

Apfelbäume. Die Sorten Ahrista, Akane, Ananasrenette, Blauacher Sämling, Borowinka, Delorina, Enterprise, Erbachhofer, Florina, Gerlinde, Katija Hana, Alsgaard, Klarapfel, Lanes Prinz Albert, Manga Super, Ontario, Prima, Reanda, Rebella, Reglindis, Releika, Relinda, Remo (Mostapfel), Renora, Resi, Retina, Rewena, Santana (Ahrens & Sieberz), Teuringer Winterrambur und Topaz (Ahrens & Sieberz) sind resistent . Wenig anfällig: Alkmene, Berlepsch, Boskoop°, Champagnerrenette, Cox Orange°, Discovery, Elstar°, Geheimrat Oldenburg, Glockenapfel, Gravensteiner°, Idared°, Ingrid Marie, James Grieve°, Jonagold°, Jonathan, Mc Intosh Rogers, Melrose, Pia, Pilot, Pinova, Pirella/Pirol, Piros, Priam, Pricilla, Prima, Schöner aus Nordhausen°. Die mit ° gekennzeichneten Bäume sind etwas stärker als die anderen dieser Gruppe anfällig. Jährlicher Schnitt mit lichter Krone, glatte Stämme und Äste. Sonnige, aber nicht windstille Lage. Baumanstrich. Alle 14 Tage Bio S spritzen vor und nach der Blüte. Neudovital 3% vor dem Austrieb. ENVIRepel spritzen. Oscorna-Pilzvorbeuge spritzen. Myco-Sin mit Netzschwefel (Vorsicht bei Berlepsch, Bräborn, Cox Orange, Golden Delicious). - 6 Wochen vor Ernte dreimal Schachtelhalmtee spritzen. Regelmäßig mit Brennessel- und Schachtelhalmjauche gießen. "Gloster " , "Summerred" und "Ontario" sind gegen manche Spritzmittel empfindlich. Neudovital spritzen. Krone muß lichtdurchflutet sein, so daß nach Regen der Baum bald wieder abtrocknet. Zweiggrind (Rindenschorf) kann nur durch rigorosen Schnitt bekämpft werden, meistens ohne Erfolg. Große Baumscheibe anlegen, immer Boden locker halten, Knoblauch oder Schnittlauch (wirkt erst nach mehreren Jahren) pflanzen. Regenwürmer fördern durch ständiges Mulchen mit angewelktem Gras, ebenso das Herbstlaub auf der Baumscheibe belassen und Kompost ausbringen. Dadurch wird der Befallsdruck deutlich gesenkt, denn die Pilze werden durch den Darmtrakt der Würmer abgetötet und durch die Mikroben im Kompost ihrer Nahrung beraubt (Die Pilze werden zu Saprophyten, die vom abgestorbenem Herbstlaub leben). Erst in zweiter Generation erfolgt ein erneuter Befall. - Nur wenig düngen, vor allen kaum Stickstoff, so daß nur einige Wasserreiser gebildet werden. Bei Neupflanzung nur schorfresistente Sorten auswählen, die Bekämpfung nur mit biologischen Mitteln ist sehr schwierig und oft frustrierend.

Birnbäume. Schorfresistente Birnbäume sind 'Armida' und 'Uta'. - Keine triebige Stickstoffdüngung. Lichte Kronen, jährlicher Schnitt. Laub sammeln und vernichten. Besser eine große Baumscheibe anlegen und ganzjährig mulchen mit Kompost und Stroh darüber oder mit angewelktem Rasenschnitt, damit Regenwürmer ständig Nahrung vorfinden. Sie fressen dann auch die von Schorf befallenen Blätter und töten die Sporen in ihrem Darmtrakt ab. Knoblauch oder Schnittlauch auf die Baumscheibe pflanzen. Schachtelhalm- und Brennesselbrühe spritzen. Neudovital.- Regengeschützte Spaliere an Hauswänden, die jährlich geschnitten werden, wrden kaum infiziert.

Wollmispel, japanisch. Blätter im Freien vor übermäßiger Nässe schützen, z.B. durch ein Regendach.

Schwämme
SchadbildVorbeugungBekämpfung

Der Pilz überwintert an den befallenen Zweigen und im Laub. Befällt auch Ahorn, Beerensträucher, Buchen, Kirschlorbeer, Mandelbäumchen, Pappeln, Pfirsiche, Pflaumen, Ziergehölze und Zwetschen.

Brandkrustenpilz Kretzschmaria deusta, Hallimasch Kretzschmaria deusta, Hutpilze Agaricomycetidae, Rotpustelpilz Nectria cinnabarina, Schwefelporling Laetiporus sulphureus, Wurzelschwamm Heterobasidion annosum - sie alle sind möglicherweise Todeskandidaten. Sie dringen ein in das Pflanzengewebe, sie wachsen in der Krone, am Stammgrund oder an schlecht vernarbten Wunden. Sie können Bäume schwer schädigen oder zum Absterben bringen. Kein Altholz in der Nähe von Obstbäumen dulden. Von Hallimasch befallene Bäume (Wurzelschimmel) dürfen mindestens 5 Jahre lang nicht durch andere Bäume ersetzt werden. Gute Pflege, jährlicher Schnitt, ausreichende Bewässerung und Düngung. Befallenes ausschneiden, auch am Stamm. Wunden mit Baumwachs behandeln (Kompost)-Wasser. Baumschwämme zerstören das Holz, indem die Hyphen den Stamm durchziehen. Schließlich wird der gesamte Ast oder Stamm ausgehöhlt.

Der Rotfäulepilz bringt oft junge Bäume nach kurzer Zeit zum Absterben, ältere faulen innen. Schwämme nur am Fuße des Stammes, sie bilden Fruchtkörper. Waldbäume und viele Ziergehölze können befallen werden. Hallimasch wird im Herbst sichtbar. Er befällt tote Stubben als auch lebende Bäume. Rotpustelkrankheit mit Absterben von Trieben und Zweigen, Rinde ist an einigen Stellen angeschwollen, es bilden sich Tumore. Hell- bis dunkelrote, stecknadelgroße Pusteln auf den abgestorbenen Trieben. Der Pilz bildet auf lebendem Holz ein Zellgift und verstopft die Saftbahnen. Im allgemeinen werden nur angestorbene Triebe befallen, deshalb stellt dieser Pilz keine ernsthafte Gefahr bei gesunden Bäumen und Sträuchern dar. Pflege der Bäume, regelmäßige Düngung und und Bewässerung, Vermeidung von Staunässe. Regelmäßiger Schnitt, am besten an trockenen Tagen bei Windstille.

Wurzelschwamm.

Der Wurzelschwamm ist einer der am weitesten verbreiteten Wurzelschwämme. Er dringt von der Wurzel aus vor und verrichtet dort sein Zerstörungswerk.

Apfelbäume. Abwehr: Befallene Gehölze roden und mit Wurzeln vernichten, ebenso abgeschnittene Zweige und abgebrochene Äste. Wunden mit Wundwachs verschließen. Die speziellen Wachstumsbedingungen erfüllen, damit die Pflanzen sich mit eigener Kraft gegen die Infektion wehren können. Bei Befall von lebendem Holz sofort alles Kranke bis tief in das Gesunde zurückschneiden, Wunden verschließen. Bei Beginn des Befalls mit Hallimasch kann ein Versuch mit Kalkstickstoff gemacht werden.

n/v
Schwammspinner [Kretzschmaria deusta (Xylariaceae)]

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Kretzschmaria deusta Holzkeulenartige (Xylariaceae).

Die Weibchen sehen mottenähnlich aus, sind beige-grau gefärbt, mit gezähnten schwarzen Querstreifen, 4 cm lang, Flügelspannweite 5 - 7 cm, die Männchen sind kleiner. Ihre Flügel sind graubraun ohne Zeichnung. Die Weibchen legen im Herbst ihre Eier an Baumstämme. Die Gelege können bis zu 2000 Eier haben, rötlich, mit Haaren überdeckt, so dass der Eindruck eines Schwammes entsteht. Überzogen sind sie außerdem mit einer klebrigen Masse. Schlupfzeit 4. Bei Wind lassen sich die winzigen Raupen mit ihren Haaren als Luftballon weithin tragen, bei Windstille verbleiben sie auf dem Baum, auf dem sie geschlüpft sind. Nach sechs Wochen haben die Raupen ihre Endgröße von 5 - 7 cm erreicht. Sie haben vorn blaue und hinten rote Warzen, beide stark behaart, und drei gelbe Längslinien auf dem Rücken. Die Haare können Nesselallergien beim Anfassen verursachen, beim Einatmen asthmatische Anfälle und Reizhusten. Sie fressen Bäume und Sträucher radikal ab, vorzugsweise Birken, Buchen, Eichen, Hainbuchen, Kiefern, Weiden, auch Gräser, Obstbäume, selbst Topfpflanzen in Wohnungen. Sind die Pflanzen der Umgebung kahl gefressen oder werden die Zweige stark erschüttert, lassen sie sich an einem Seidenfaden vom Wind weitertragen, bis über 20 km. Ab 6/7 Verpuppung in Gespinsten in Verstecken wie unter Rinde und Astgabeln, ab 7/8 schlüpfen die Schmetterlinge. Die männlichen Falter sind bis 9 aktiv, die trägen Weibchen verbleiben in der Nähe ihres Schlupfortes. Die Weibchen locken die Männchen mit Pheromonen an. Danach beginnt erneut Begattung und Eiablage. Nasskalter Frühling verhindert Massenauftritt, warme und trockene Tage begünstigen ihr Erscheinen in großen Mengen.

Abwehr: Natürliche Feinde der Falter sind Eulen und Fledermäuse, der Eier und Raupen: Raubwanzen, Schlupfwespen und andere Raubinsekten. Allenfalls der Kuckuck frisst die Raupen. Raupen von den Bäumen klopfen und sammeln. Am Anfang Bacillus thuringiensis Berliner, var. kurstaki (Neudorffs Raupenspritzmittel oder Dipel) auf gefährdete Pflanzen spritzen. Das Fraßgift wirkt schnell, die Raupen fressen nicht mehr und sterben nach wenigen Tagen ab. Niem. Später Insektizide gegen beißende Insekten (Spruzit usw.), Pheromone.

Apfelbäume, Weiden. Weibchen sind träge, weißgefärbt, die Männchen sind kleiner und flugaktiv. Die Eier werden im Herbst an dem Stamm abgelegt. Meist sind es um die 2000 Stück pro Gelege, sie sind mit rötlich-braunen Haaren bedeckt und ähneln einem Schwamm. Im April schlüpfen die Raupen. Sie sind bis zu 50 mm lang, bunt, haben Haarbüschel. Sie können sich mit Hilfe eines Seidenfadens vom Wind in die Ferne tragen lassen und fressen dort weiter. Im Juni verpuppen sich die Raupen, im Juli/August schlüpfen die neuen Jungschmetterlinge.

Apfelbäume. Weiden. Raupenspritzmittel (Bacillus thuringiensis Berliner, var. kurstaki). Niemsamen.

Schwarzfäule [Alternaria petroselini usw.]
SchadbildVorbeugungBekämpfung

Apfelbäume. Siehe Monilia bei Apfelbäumen und Kirschen.

Kirschbäume. Monilia fructigena. Pilzkrankheit. Die Früchte färben sich glänzend braunschwarz.

Petersilie. Verschiedene Pilze, Verursacher hauptsächlich Alternaria petroselini. Kraut wird braun, dann dunkel, fault später. Keime werden befallen und gehen nicht auf. Schwarze Flecken an den Wurzeln.

Pflaumen, Zwe..Pilzkrankheit. Monilia fructigena. Die Früchte werden glänzend schwarz.

Sellerie. Trockenfäule. Flecken und Risse an der Knolle. Verschiedene Pilze, hauptsächlich Alternaria radicina.

Tomaten. Verschiedene Pilze, Verursacher wie Alternaria brassicae, dauci, radicina. Kraut wird braun, dann dunkel, fault später. Keime werden befallen und gehen nicht auf.

Weinrebe. Pilzkrankheit, durch Guignardia bidwellii. Meistens werden erst die Triebe und Blätter befallen, dann die Trauben. 2004 wurden die Trauben zuerst befallen. Verbreitung der Sporen wahrscheinlich durch den Wind, oft von Drieschen (stillgelegten, verwilderten Wingerten). Die Trauben sind dunkel verfärbt und geschrumpft. Die Sporen überwintern in den Beeren. Sie keimen bei 26.5° zusammen mit Feuchtigkeit optimal.

Petersilie, Sellerie. Befallenes vernichten, Kalkstickstoff in den Boden einarbeiten. Mehrere Jahre lang Möhren und Sellerie nicht an derselben Stelle kultivieren.

Tomaten. Contans WG

Weinreben. Befallene Beeren abpflücken und vernichten. Mehltaumittel anwenden, siehe dort (echter und falscher Mehltau). Kupfer und Schwefel haben wenig Erfolg.

Kirschbäume. Siehe 'Monilia (Sauerkirschen)'.

Petersilie. Keine stickstoffbetonte Düngung. Fruchtwechsel. Samen beizen mit Heißwasser 50°, 30 Minuten. Jungpflanzen nicht zu früh auspflanzen.

Pflaumen, Zwe..Tophit ist nahezu resistent.

Sellerie. Keine stickstoffbetonte Düngung. Fruchtwechsel. Kombination mit Kohlarten (Rosenkohl). Samen beizen mit Heißwasser 50°, 30 Minuten. Jungpflanzen nicht zu früh auspflanzen.

Tomaten. Contans WG. Moosextrakt. Lebermooser.

Weinreben. Blätter der Reben auf den Drieschen durch Ziegen abfressen lassen. Trester nur verwenden, wenn er vollkommen kompostiert worden ist.

Stippigkeit

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Apfelbäume, Quittenbäume. Stippigkeit an Oberfläche der Früchte, bitterer Geschmack. Ursachen sind zu hohe/zu späte Stickstoff-, Magnesium- und Kalidüngung, die den Kalkgehalt der Äpfel vermindern, oder auch Humusmangel und starke Ernährungsschwankungen durch Trockenheit und Wärme; Fruchtbehang zu gering, daher große Früchte im äußeren Bereich. Boskoop, Cox, Elstar, Gravensteiner, Glockenapfel, Goldparmäne, James Grieve, Jonagold, Maigold und Ontario sind gefährdet; Jonathan und Rubinette sind frei davon. Zu geringer Kalkgehalt der Früchte. Stippigkeit im Fruchtfleisch: Verkorkte, bittere Stellen überall durch Bormangel. Eventuell auch durch zu hohen Kalk- oder Kaligehalt des Bodens, der das Bor festlegt. Bormangel wird auch angezeigt durch das Verkümmern der Triebspitzen. Oder zu geringe Kalkversorgung des Bodens.

Apfelbäume. Spritzungen mit Kalziumsalzen (Kalksalpeter oder Kalziumchlorid) 0,5 - 1%, beginnend 10 Wochen vor der Ernte. Blattdüngung auf Blätter und Früchte, 3 - 4 Behandlungen. Oder die frisch gepflückten Früchte in die Lösung tauchen. Nach Ernte Äpfel sofort in den kühlen Keller bringen. Bei geringem Ertrag Blattmasse vermindern, Wasserschosse entfernen im Sommer. Ggf. Kali-/Kalkgehalt des Bodens abbauen. Boraxlösung auf die Baumscheibe gießen, 5 - 10 g Borax auf 10 l Wasser. Boden kalken. Zurückhaltend schneiden.

Apfelbäume. Organische, ausgeglichene Düngung. Algenpräparate spritzen. Auf gleichmäßige Wasserversorgung achten. Baumscheibe öfters hacken, Algenkalk und Kompost verbessern das Bodenleben. Ständig mulchen. Jährlicher Baumschnitt. pH-Wert von 6,5 - 7. Bodenuntersuchung auf Gehalt von Kali, Magnesium und Stickstoff. Baumanstrich, z.B. mit Freicobakt. Große Äpfel nicht einlagern, auch nicht zu früh. Keine Stickstoffüberdüngung. Düngung muß ausgeglichen sein. Kompost verbessert das Bodenleben.

Quittenbäume. Gestörter Nährstoffhaushalt, Kalkgehalt ist zu niedrig oder Stickstoffgehalt zu hoch. Ggf. aufkalken. Kein scharfer Rückschnitt.

Unfruchtbarkeit

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Apfelbäume. 1)bei jungen, stark wachsenden, kräftigen, ausgereiften Bäumen. Keine Blütenbildung. 2)Übermäßige Düngung. Junge Bäume können nicht ausreifen. Ausgereifte Bäume tragen nur wenige Früchte an den Zweigenden und an der Spitze. 3)Blüten sind erfroren. 4)Alternanz. Bäume tragen nur alle zwei Jahre. Eine natürliche Erscheinung, z.B. beim Boskoop. 5)Blüten sind ausreichend vorhanden, aber nicht bestäubt worden. a)Es war zu kalt. b)Es sind nicht genug befruchtende Insekten vorhanden. 6)Es sind keine geeigneten Pollenspender vorhanden.

Edelkastanien tragen zwar männliche und weibliche Blüten auf einem Baum, diese blühen aber nicht zusammen. Taube Früchte entstehen, wenn keine geeigneten Pollenspender in der Nähe (etwa 60 m) sind.

Pflaumen, Zwe..Bei reichhaltiger Holzbildung:

Walnussbäume. kann bei selbstgezogenen Bäumen vorkommen, wenn weibliche und männliche Blüten nicht zusammen auftreten. Ggf. von anderen Bäumen Zweige aufpfropfen. Man beachte auch die lange Unfruchtbarkeitsphase von bis zu 20 Jahren bei solchen Bäumen. Manche Sorten sind auf Fremdbefruchtung angewiesen

Zitrus. Ursache kann zu warme Überwinterung sein, es fehlt die Ruhepause.

Apfelbäume. 1)Stickstoffdüngung einstellen. Wurzeln im Kronenbereich abstechen, kein Rückschnitt, künstliche Fruchtbögen 7/8 schaffen. Fruchtbarkeit beginnt dann nach 1 1/2 Jahren. 2)Düngung einstellen. Durch Aussaat von stark zehrenden Pflanzen (z.B. Sonnenblumen) die Nährstoffe abbauen. Ggf. weniger stark zurückschneiden.

Pflaumen, Zwe. Kräftige Wurzeln im Umkreis von etwa 100 cm um den Stamm kappen. Dazu im ersten Jahr einen Graben von mindestens 40 cm Tiefe halbkreisartig ausheben, nach Kappung der Wurzeln den Graben wieder verfüllen, vorher den Aushub mit Kompost und Knochen- oder Blutmehl mischen. Im nächsten Jahr Prozedur wiederholen für den übrigen Halbkreis. - Den Baum mit Baldrian spritzen im Frühjahr.

Zitrus. Etwa einen Monat lang nicht gießen, dann normal gießen und düngen

Apfelbäume. 3)Blüten bei Nachtfrostgefahr am späten Nachmittag und morgens mit Baldrian 3%0 spritzen, aber nicht die Blätter einnässen. Frostschutz bis -3°. 4)Durch Blütenrückschnitt oder frühe Entfernung eines Teils der Früchte für bessere Verteilung sorgen. 5)Vor allem Hummeln und wilde Bienen ansiedeln, die auch bei schlechterem Wetter fliegen und bestäuben. Bei Selbstbestäubern an trockenen Tagen Bäume schütteln oder bei kleinen Bäumen mit weichem Pinsel den Pollen über die Narbe streichen. 6)Ein geeignetes Edelreis aus einer Bestäubersorte (siehe 'Bestäubung') aufpfropfen (siehe 'Veredeln / Umpfropfen'). Ein Zweig aus einer geeigneten Bestäubersorte in den Baum hängen. Besser noch, ihn vorher in einen Wasserbehälter stellen, der im Baum mitaufgehängt wird.

Edelkastanien. Mehrere Bäume in unmittelbarer Nähe pflanzen, ggf. bei Platzmangel auch an derselben Stelle. Oder Edelreiser anderer Sorten aufpfropfen bzw. blühende Zweige einer Befruchtersorte in den Baum hängen in mit Wasser gefüllten Behältern.

Zitrus. Angemessene Temperatur je nach Pflanzenart.

Ungleicher Holzbohrer [Anisandrus dispar]

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Apfelbäume, Birnbäume, Kirschbäume, Pflaumen-Zwe.., Quittenbäume. Anisandrus dispar. Borkenkäfer, der große Schäden an Holz und Borke verursacht. Weibchen bis 5 mm groß, lange Flügel, dkl.-braun bis schwarz. Männchen 2 mm groß, ohne Flügel, Körper wie Halbkugel gewölbt. Weibchen bohrt 4-5 einen Hauptgang in das Holz, meistens nahe einer Gabelung, und von dort aus Seitengänge. Eiablage 4-6. Junge Käfer schlüpfen 7-8, überwintern in den Gängen.- Runde Bohrlöcher in der Rinde sichtbar, sie löst sich leicht ab. Bei Kirschen kann Gummifluß entstehen. Kirschbäume: Alle Laubgehölze sind gefährdet.

Apfelbäume. Abgestorbenes sofort abschneiden und verbrennen. Bohrlöcher zukleben. Holzbohrerfallen aufstellen ab Anfang April bis Mitte Mai. Füllung mit Alkohol, Bezug über die Pflanzenschutzämter. Rote Leimfallen aushängen

Birnbäume, Kirschbäume. Löcher sofort nach Sicht zukleben mit Insektenleim. Ggf. ganze Äste absägen und verbrennen.

Quittenbäume. Abgestorbenes sofort abschneiden und verbrennen. Bohrlöcher zukleben. Holzbohrerfallen aufstellen ab Anfang April bis Mitte Mai. Füllung mit Alkohol, Bezug über die Pflanzenschutzämter. Rote Leimfallen aushängen

Apfelbäume. Junge Stämme mit starkem Papier einwickeln 4 - 10. Stammanstrich im Frühjahr besonders dick ausführen

Birnbäume, Kirschbäume. Vögel anlocken. Pflegehinweise beachten. Junge Bäume mit dickem Papier oder Stoffbahn umwickeln. Holzbohrerfallen mit Alkohol aufstellen ab A 4, über Pflanzenschutzämter erhältlich.

Quittenbäume. Junge Stämme mit starkem Papier einwickeln 4 - 10. Stammanstrich im Frühjahr besonders dick ausführen

Wickler [Cydia pomonella]
SchadbildVorbeugungBekämpfung

Apfelbäume, Birnbäume, Walnüsse. Cydia pomonella. Wichtigster Kernobstschädling. Falter ist ca. 10 mm lang, Flügelspanne ca. 20 mm. Vorderflügel haben dunkle Wellenbänder und einen metallisch glänzenden Fleck. Der Falter hält sich tagsüber an Ästen oder Brettern auf. Flugzeit ab Ende Mai während des Sommers, meist in der Dämmerung bei über 15°. Hauptflugzeit 6. Das Weibchen kommt aus dem Boden. Begattung und Eiablage sind entscheidend von der Temperatur, mindestens 15°, abhängig. Da diese Temperaturen abends oft nur an einigen Tagen vorhanden ist, kann sich Begattung und Eiablage schubweise auf längere Zeit hinziehen, was dazu führen kann, daß Wurmbefall bis kurz vor der Ernte möglich ist. Die Eiablage beginnt 7 an Blättern und Früchten, ein Ei je Frucht. Nach 8 - 14 Tagen erscheinen die jungen Raupen. Sie sind 20 mm lang, weißlich, später rötlich, mit bräunlichem Kopf, und fressen sich in die Früchte; dadurch vorzeitiger Fruchtfall. Befall sichtbar durch verkotetes Bohrloch, erst wenn sie das Fruchtinnere erreicht haben, wird ein zweiter Gang gebohrt, um den Kot hinauszuschaffen. Die Raupen entwickeln sich in den Äpfeln am Boden weiter, verlassen sie dann, kriechen am Baumstamm hoch, verspinnen sich in Rinden- oder Pfahlritzen und überwintern dort. Andere überwintern im Boden. Es kann bei günstiger Witterung zu einer zweiten Generation erste Hälfte 8 kommen. Bleiben die Äpfel am Baum, vollenden sie dort ihre Entwicklung und verspinnen sich ebenfalls in Rindenritzen, Verpuppung dann im Frühjahr. Werden sie mit den Früchten in den Keller gebracht, verbergen sie sich in den Ritzen der Gestelle. - Befällt auch gelegentlich Aprikose, Birne, Walnuß und Zieräpfel, evt. auch Kirschen und Pfirsiche. Selten.

Aprikosen, Kirschbäume. Raupen sind 2 cm lang, rötlich. Sie fressen an Krebswunden, Veredlungsstellen, Wundwülsten. Zu sehen sind ihr bräunlicher Kot und Holzmehl.

Bohnen, Erbsen. Laspeyresia nigricana. 12-15 mm groß, olivbraun, abend- und nachtaktiv, Flugzeit E 5 bis Mi 6. Die Eier werden an die Blattunterseiten oder an die Blütenkelche abgelegt. Raupe grün/gelb, 10 mm groß, mit schwarzem Kopf. Eiablage 5-6 an Blattunterseiten und Früchten. Raupe dringt in die Fruchthülle ein und frißt dort den Samen. Besonders aktiv ist der Falter bei warmem, trockenem Wetter. 6 - 7 am meisten gefährdet. Die Larve wandert später ab in den Boden und überwintert dort in einem Gespinst nur wenige Zentimeter unter der Erdoberfläche. Verpuppung im Frühjahr. Eine Generation je Jahr.

Pflaumen, Zw...Laspeyresia/Grapholita funebrana. Der Falter ist etwa 15 mm groß, weiß bis grau gezeichnet. Raupe orange mit braunem Kopf. Eiablage der ersten Generation 5 - 6, der zweiten Generation 7 - 9 direkt an die Früchte im Morgengrauen. Die Raupen der 1. Generation verlassen die Früchte und verpuppen sich am Stamm oder am Boden. Daraus erwächst 6 - 9 unmittelbar die zweite, meist gefährlichere Generation, die ihre Eier an den reifen Früchten ablegt. Die Raupe überwintert im Gespinst an der Rinde oder im Boden und verpuppt sich im Frühjahr. Befall vor allem in warmen Lagen an späten Pflaumen und Zwetschen. Zu sehen ist ein Loch in der Außenhaut mit einem Harztropfen und Kot in den Gängen. Diese Früchte zeigen Notreife an und fallen ab.- Häufig wird die Frucht danach von einem Pilz befallen und fault. - Befallen werden Pflaumen, Zwetschen und Mirabellen. Am meisten gefährdet ist die Zeit zwischen 6 - E 8.

Heuwurm, Sauerwurm, Traubenwickler. Raupe des Einbindigen Traubenwicklers Eupoecilia ambiguella bzw. des Bekreuzten Traubenwicklers Lobesia botrana. Flügelspannweite bis 15 mm, gelbe Vorderflügel mit dunklem Streifen. Begattung im Juli. Raupen sind rötlich mit schwarzem Kopf, Puppen bis 8 mm groß, sie werden einzeln abgelegt. Flugzeit nachts ab Ende April und 7 - 8. Die weibliche Motte sendet Pheromone aus, damit sie vom männlichen Tier besser gefunden werden kann. Eiablage direkt in die Gescheine (Blütenstände) oder auf die Beeren. Frißt die Raupe in einem Gespinstgang an den Gescheinen, so nennt man sie Heuwurm. Die 2. Generation mit schmutziggrünlichem Kopf (Sauerwurm) frißt an den Beeren. Verpuppung im Juli in Rebennähe. Feuchtwarme Witterung begünstigt. Überwinterung unter der Borke o.ä. - Fraß an Gescheinen und Beeren, die dann platzen und vertrocknen und Einlasspforte sind für Bakterien und Pilze (Botrytis).- In weinbaufernen Lagen selten.

Kirschbäume. Mittelmeernelkenwickler. Cotoneaster, Fuchsien, Kirschbäume, Seidelbast, Stechpalme, Thuja, Zypressen. Einzelnester ausschneiden.

Lebensbaum. Mittelmeernelkenwickler. Sie fressen das Laub von Lebensbäumen ab. Versponnene Blätter im oberen Triebbereich. Der Schmetterling hat ockergelb gefärbte, braun gestreifte Vorderfügel und hellorange Hinterflügel von einer Spannweite von 10 - 24 mm. Einzelnester ausschneiden. Der Wickler überwintert auch hier als Puppe.

Rosen. Verschiedene Arten. Ende 4/Anfang 5 erscheinen die gelb- bis olivgrünen Räupchen. Sie fressen die Blätter, vor allem die Triebenden, aber auch die Knospen, an und spinnen die Blätter zusammen oder ziehen die Längsseiten der Blätter mittels ihrer Spinnfäden zu einem Hohlraum zusammen. In diesen tütenförmigen Gebilden verpuppen sie sich. Werden sie gestört, gehen sie rückwärts und seilen sich zum Boden ab. Die Falter sind braun, sie legen 6-7 ihre Eier an den Zweigen ab. Der Befall kann epidemische Ausmaße annehmen, vor allem von Frühling bis Sommeranfang.

Zypresse, Scheinzypresse. Mittelmeernelkenwickler. Nester auf jeden Fall ausschneiden.

 

Apfelbäume, Birnbäume, Walnüsse. Bäume schütteln, Fallobst aufsammeln und vernichten, bevor die Raupen die Früchte verlassen. Diese Maßnahme ist besonders wichtig im Frühsommer, damit nicht die zweite Generation größeren Schaden anrichten kann. Fanggürtel anbringen, der obere Teil muss mittels Draht eng anliegen, der untere etwas abstehen. Raupen regelmäßig absammeln. Granupom N, Madex spritzen gegen die Larven. Neudomon-Apfelmadenfalle ab Mi 5 aufhängen zur Feststellung des Zeitpunkts. Wermuttee und Rainfarntee zur Geruchsüberdeckung. Phytogard- Insektenschirm. Der richtige Zeitpunkt ist wichtig, in der Regel in der zweiten Junihälfte muß die erste Spritzung erfolgen, wenn die Mindesttemperatur erreicht ist. Weiterer Hinweis: Die Früchte müssen etwa walnußgroß sein. Nach 10 - 14 Tagen noch zweimal wiederholen. Niemsamen.Schlupfwespen Trichogramma dendrolimi /cacoeciae im Samenhandel Anfang Juni und Ende Juli. Pheromone. Fanggürtel anbringen schon im Oktober, damit nicht die Raupen zu früh ihre Früchte verlassen.

Aprikosen. Neudorffs Raupenspritzmittel.

Bohnen, Erbsen. Bei starkem Befall Spruzit abends spritzen zweimal gegen Ende der Blütezeit. Niem.

Rosen. Spritzungen mit Rainfarn- oder Wermuttee, solange die Raupen deutlich zu sehen sind. Neudorffs Raupenspritzmittel. Spruzit. Niem. Abschneiden und vernichten.

Pflaumen, Zw.. Spruzit spritzen 7-8 in 10-tägigem Abstand. Niem. Befallene Früchte mit Bohrloch vernichten. Schlupfwespen Trichogramma cacoeciae/dendrolimi einsetzen (Fachhandel). Pheromone. Compo.

Heuwurm, Sauerwurm, Traubenwickler. Dipel. Vorher Flugzeit feststellen. Als Köder dient eine Trester-Essig-Zuckerlösung. Niem oder Raupenspritzmittel spritzen E 4 - 6. Pheromonfallen. Heuwurm, Sauerwurm.

 

 

 

 

 

 

Apfelbäume, Birnbäume, Walnüsse. Winterspritzung mit ölhaltigen Produkten, dadurch werden die Raupen ihrer Verstecke beraubt und ein Opfer der Meisen. Gürtel aus Wellkarton anbringen Ende Mai bis Ende Juli, danach mit den Larven verbrennen. Wieder neue anbringen, Ende Sept. verbrennen. Wöchentlich kontrollieren. Ab E 5 wöchentlich mit Wermuttee oder Niem spritzen. Schlupfwespe Trichogramma dendrolini aussetzen. Förderung von Fledermäusen, Laufkäfern, Meisen, Ohrwürmern, Schlupfwespen, Vögeln (Blaumeisen, Kleiber, Spechte), Raubwanzen, Raupenfliegen, Weichkäfer. Lose Rinde entfernen. Im Herbst Stamm und Äste dick mit Lehmbrei bestreichen, um die Verstecke zuzukleben. Besonders anfällig sind Boskoop, Gravensteiner, Klarapfel.

Aprikosen. Baumscheiben lockern und mulchen, von Unkraut frei halten

Bohnen, Erbsen. Fruchtfolge einhalten. Sehr früh oder sehr spät aussäen. Algenkalk streuen. Netze nachts über die Pflanzen breiten. Windoffene Lagen wählen. Mischkultur mit Gelbsenf, Möhren, Ringelblume und Tomaten. Förderung von Fledermäusen, Igeln, Laufkäfern, Raupenfliegen, Schlupfwespen, Spitzmäusen, Vögeln, Weichkäfern. Oftmalige Bodenbearbeitung im Frühjahr.

Heuwurm, Sauerwurm, Traubenwickler. Fledermäuse, Goldlaufkäfer, Meisen, Ohrwürmer, Puppenräuber und Schlupfwespen fördern. Für dauernde Begrünung mit ständig wechselnden Wildblumen sorgen. Phytogard-Insektenschirm. Pheromone RAK 1 Plus, RAK 1 + 2, die die männlichen Falter verwirren. Niem oder Raupenspritzmittel (Neudorff) spritzen E 4 - 6. Brombeer- und Schlehenhecken in der Nähe anpflanzen, sie bieten 5 Traubenwicklerparasiten Unterschlupf (Uni Bonn).

Kirschbäume, Seidelbast. Spray, schädlingsfrei Neem.

Lärchen. Nicht nötig, sie wachsen danach sogar besser.

Lebensbaum, Zypressen, Scheinzypressen. Versuchen: Gartenspray, Schädlingsfrei Neem für die Ei- und Junglarven.

Pflaumen, Zw.. Opal wird nicht befallen. Frühe Sorten sind nicht so stark gefährdet. Ohrwürmer, Schlupfwespen, Vögel und Weichkäfer fördern. Kranke, verfärbte Früchte mit den Maden der 1. Generation sofort vernichten, sie fallen durch Schütteln herab. Ende Juni Fanggürtel aus Wellpappe an den Stämmen anbringen, ständig kontrollieren, ggf. vernichten und neuen Gürtel anbringen. Pflaumenwicklerfalle aufhängen Mi 5 - 9, um die Flugzeit der männlichen Falter festzustellen. Dann optimaler Spritzzeitpunkt.

Wühlmäuse [Arvicola terrestris]

Arvicola terrestris, Wühler (Cricetidae). Schermäuse, Erdratten.

Zu den Nagetieren gehörig. Farbe reicht von gelbbraun bis schwarz. Länge bis 20 cm ohne Schwanz, Schwanz 10 cm. Ohren sind im Pelz versteckt. Liebt Wassernähe. Wühlt Tag und Nacht, auch ohne Winterschlaf. Ihre Rückzugshöhlen sind 30 - 50 cm tief. Je Wurf, Tragezeit 3 Wochen, gibt es 2 - 7 Junge, 2 - 5 Generationen im Jahr, von 4 - 10. Jungtiere werden mit 2 Monaten geschlechtsreif. Sie sterben mit 2 Jahren. Wühlmäuse sind gute Schwimmer. Sie benötigen jeden Tag fast soviel Nahrung wie sie wiegen. Ihre Gänge sind hochoval (Maulwürfe rundlich oder queroval), sie enden stets am Rande eines Haufens (Maulwurf Mitte). Die Hügel sind flacher als die des Maulwurfs, unregelmäßig und mit Pflanzenresten durchmischt. Pflanzenreste sind jedoch nicht in den Gängen zu finden. Sie verlaufen im Gegensatz zu denen der Maulwürfe gerade, die Wände sind glatt. Die Gangenden sind immer verschlossen, öffnet man sie, werden sie in den meisten Fällen innerhalb 24 Stdn. oder früher wieder verschlossen, da die Wühlmäuse empfindlich gegen Zugluft und lichtscheu sind. Der Aushub wird manchmal auch in nicht mehr benutzte Seitengänge geschoben. - In der Nähe von Gewässern bauen sie ihre Gänge an den Böschungen zum Wasser hin und lassen sie offen. Im Sommer ernähren sie sich von der umgebenden Vegetation, im Winter von Baum- und Strauchwurzeln. Dadurch werden Obstanlagen in Norddeutschland erheblich geschädigt. - Zum Teil nutzen sie auch die Gänge von Maulwürfen.

Sie ernähren sich von Wurzeln der Gemüsepflanzen, Nadelbäume und Obstbäume (vor allem M 9-Unterlage und Cox Orange), auch vom Fallobst, nagen die Rinde von Obstbäumen und Rosen an. Außerdem stehen auf ihrem Speisezettel: Amphibien, Blumenzwiebeln (Krokus, Lilien, Tulpen), Endivien, Gräser, Getreidekörner, Insekten, Kartoffeln, Kohl, Kräuter, Möhren, Pfingstrose, Prachtscharte, Schwarzwurzeln, Sellerie, Spargel, Topinambur, Türkischer Mohn, Vogeleier, Zuckerhut, im Winter Porree. Ihre Lieblingsspeisen sind Clematis und Rosen. Auch Wildpflanzen werden nicht verschmäht, so z.B. die Wurzeln von Ampfer, Löwenzahn, Quecke, Wiesenkerbel. Der Befall wird meistens im Frühjahr sichtbar, wenn Pflanzen nur wenig austreiben oder welken. Oftmals ist der wellige Verlauf der Gänge deutlich sichtbar durch die angehobene Gangabdeckung. Die Gänge sind sind bis zu 25 m lang. Wühlmäuse markieren ihr Revier mit Urin, der ultraviolett leuchtet. Dadurch finden Sperber und Falken ihre Beute leichter. - Sie halten keinen Winterschlaf. - Es treten innerhalb von 5 - 8 Jahren Zyklen mit Massenvermehrung auf.

Vergleich Feldmaus/ Maulwurf/ Wühlmaus:

Eigenschaft

Feldmaus

Maulwurf

Wühlmaus

Aussehen

ca. 10 cm groß, graubraun, gelbgrau.

ca. 14 cm groß, grau-schwarz.

12 - 18 cm groß, rotbraun.

 

Ohren gut sichtbar.

Vorderbeine als Grabebeine ausgebildet.

Ohren im Fell versteckt.

 

 

Spitze Schnauze.

Stumpfe Schnauze.

Gänge

Viele oberirdische Gangöffnungen.

Keine oberirdischen Gangöffnungen.

Keine oberirdischen Gangöffnungen.

 

Verschlossene Gänge werden wieder geöffnet.

Geöffnete Gänge werden selten verschlossen, meistens wird ein neuer Gang angelegt

Geöffnete bzw. beschädigte Gänge werden innerhalb 24 Stdn. geschlossen, außer bei Wühlmäusen an Wasserböschungen

 

Eigene Gänge rundlich, ca. 3 - 4 cm.

Gänge queroval bis rund, 5-6 x 4-5 cm.

Gänge hochoval, 4-6 x 6-9 cm

 

 

Gangöffnung in der Mitte des Haufens, senkrecht nach unten.

Gangöffnung seitlich des Haufens, schräg nach unten

Haufen

Keine Haufen

Große, runde Haufen ohne Pflanzenreste.

Flache Haufen mit Wurzeln u. Gras

Ernährung

Frisst Rinde (Obstbäume und Rosen), Erdbeeren, Körner, Gräser.

Insekten, Larven, Würmer, Schnecken.

Wurzeln von Gehölzen, Gemüse und Zierpflanzen; Knollen, Zwiebeln

Fallen

 

Fallen werden unterwühlt.

Fallen werden seitlich zugeschoben

 

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Apfelbäume. Wühlmäuse fressen die Wurzeln ab, so dass vor allem junge Bäume absterben können. Dert Schaden wird oft erst im Frühjahr sichtbar, wenn die Bäume nicht austreiben. Unterlage M 9 ist besonders gefährdet. Oft sind in unmittelbarer Nähe keine Haufen zu entdecken. Manchmal wird die Rinde angenagt oder Fallobst angefressen.

Elsbeeren. Gänge hochoval, Lehmhaufen vermischt mit Pflanzenresten.

Ginkgo biloba. Hochovale Gänge, Pflanzenreste in den Haufen. - Wühlmäuse knabbern gern an den Wurzelspitzen, wodurch der Baum lebenslang kümmert, da er keine neuen Wurzeln bilden kann.

Haferwurzel. Die Hügel sind flacher als die des Maulwurfs, unregelmäßig und mit Pflanzenresten durchmischt. Pflanzenreste sind jedoch nicht in den Gängen zu finden. Sie verlaufen im Gegensatz zu denen der Maulwürfe gerade, die Wände sind glatt. Die Gangenden sind immer verschlossen, öffnet man sie, werden sie innerhalb 24 Stdn. oder früher wieder verschlossen, da die Wühlmäuse empfindlich gegen Zugluft und lichtscheu sind. Der Aushub wird manchmal auch in nicht mehr benutzte Seitengänge geschoben.

Kaiserkronen. Erdhaufen mit hochovalen Gängen, die Erde ist mit Pflanzenresten durchsetzt.

Lilien. Hochovale Gänge, Haufen mit Pflanzenresten.

Prachtscharte. Blätter welken, Blüte bleibt aus.

Rasen. Sie unterwühlen das Erdreich und werfen Haufen auf.

Tulpen. Erdhaufen, durchmischt mit Pflanzenresten. Hochovale Gänge.

Vergrämung: Durch frische Bokharaklee (Wuzelausscheidungen), Holunder-, Wacholder- oder Thujazweige oder Walnussblätter, Blätter der Schwarzen Johannisbeere, Samenkapseln der Wolfsmilch (auch Kreuzstock genannt) Euphorbia lathyris (hat sich bei neueren Tests nicht bewahrheitet, aber trotzdem sind die Samen der Wühlmauswolfsmilch giftig), Hunde-, Katzen- oder Menschenhaare (um und auf die Zwiebeln und in die Gänge legen), Kraut der Hundszunge (Cynoglossum officinale) oder Fischköpfe, die in die Gänge gelegt werden, oder durch stinkende Pflanzenjauchen, z.B. Holunderblätterjauche oder Katzenminze (Nepeta cataria oder faassenii usw.).

Gänge mit überalterter Buttermilch ausgießen. Knoblauchzehen sind nur begrenzt, bzw. überhaupt nicht wirksam.

Beete mit 25 cm langem Holundersteckholz umgeben, die in die Erde gesteckt werden. Mischkultur mit Knoblauch um zu schützende Pflanzen. Sonst müssen richtige Barrieren gepflanzt werden aus Hundszunge (Cynoglossum officinale), Kreuzblättriger Wolfsmilch (Euphorbis lathyris, giftig sind nur die Wühlmauswolfsmilch), kleinkronigen Narzissen La Riante, Perlhyazinthen, Sonnenblumen. Narzissen enthalten verschiedene Alkaloide, die für die meisten Säuger giftig sind. Deshalb werden alle Narzissen (z.B. Osterglocken) nicht angenommen, besonders reich an Alkaloiden ist 'Narcissus poeticus'.

Sonnenblumen mit Stechapfel Datura stramonium im Wechsel als Umrandung pflanzen (diese Maßnahmen sind in tonigen Böden und bei großem Befallsdruck meistens nicht ausreichend). Auf Obstbaumscheiben Bokharaklee als Randbepflanzung vorsehen, er schützt durch seine Wurzelausscheidungen.

Eisenstangen in die Gänge stecken, beim Vorbeigehen jedesmal mit einem Hammer daran schlagen. Oder Metallrohre, sie verursachen bei Wind Pfeifgeräusche. Geräuschvolle Kindermühlen in die Gänge stecken.

Fertigfabrikat "Maus weg" vergrämt durch Duftstoffe. Kaiserkronen werden meistens nicht gefressen, sie schützen aber auch nicht andere Zwiebeln. Oleander mögen sie nicht, man sollte beblätterte Triebe oder getrocknete Blätter in die Öffnungen legen. Es hängt davon ab, wieviel Oleander sie zu opfern bereit sind.

Der 'Wühlmausschreck' soll zu 70% wirksam sein. Pflanzabstand zu den zu schützenden Pflanzen 100 cm.

Das neue Gas von Neudorff gilt als hilfreich. Auch gut für Maulwürfe. Wühlmaus-Gas.

Natürliche Feinde sind Äskulapnatter, Dachs, Fuchs, Greifvögel (3 m hohe Sitzstangen aufstellen), Hauskatze, Hermelin, Iltis, Schleiereule, Steinmarder, Terrier, Waldkauz, Wiesel (Steinhaufen mit Hohlräumen anlegen). Für Käuze und Schleiereulen Nistgelegenheiten auf Dachböden und in Schuppen schaffen. Die wichtigsten Helfer sind Habicht, Mäusebussard und Sperber. Meerschweinchen sollen die Tiere in die Flucht schlagen.

Zunächst feststellen, ob die Gänge noch bewohnt sind. Werden Öffnungen wieder sofort geschlossen, ist das der Fall. - Topinambur abseits vom Gemüsegarten anpflanzen, er zieht die Wühlmäuse an. Dort kann man dann auch gezielt Fallen aufstellen. Maßnahme nicht immer erfolgreich. - Bodenmulch im Herbst entfernen. Aus Vorsicht Kompostplätze nicht in Obstbaumnähe anlegen. Junge Wühlmäuse kann man mit Gläsern fangen, die in die Gänge eingegraben werden. Ihre Oberkante muss abschließen mit der Unterseite des Wühlmausganges. Mulchdecken besonders gut beobachten. Blumenzwiebel in Drahtkörben einpflanzen, Plastikkörbe werden durchgefressen. Junge Bäume schützen mit Schalen von Esskastanien, die bei der Pflanzung zwischen die Wurzeln gelegt werden, oder den Wurzelballen mit Maschendraht, 10 - 13 mm Lochdurchmesser, umgeben. Das Drahtgeflecht muss bis zum Wurzelhals reichen, damit die Tiere die Wurzeln nicht von oben her abknabbern. Der Draht korrodiert im Laufe der Zeit, so dass die Wurzeln nicht behindert werden. Deshalb auch keinen plastikummantelten Maschendraht verwenden. Fertigfabrikat 'Wühlmausstop'.

Fallen aufstellen, z.B. Neudorffs Wühlmausfänger, mit Erde oder Sellerie (oder Fenchel bzw. Möhre) einreiben oder Sellerie als Köder benutzen, keine Erdkrümel auf dem Gangboden zurücklassen, Hände vorher mit Erde einreiben oder Gummihandschuhe anziehen. Gang wieder überdecken, so dass kein Licht einfällt oder Luftzug entsteht. Nur gerade verlaufende Gänge mit Falle bestücken. Kastenfallen haben gute Erfolge 9 - 11, 2 - 4. Falle nach Erfolg nicht reinigen. Bei Nichterfolg den Gang weiter aufgraben und erneut aufstellen, bis keine Wühlmaus mehr vorhanden ist. Ist die Falle unterwühlt, handelt es sich wahrscheinlich um einen Maulwurf, ist sie seitlich zugeschoben, um eine Wühlmaus. In diesem Fall den Gang wieder frei machen und die Falle erneut einen halben Meter vor der alten Stelle in Richtung der Wühlmaus aufstellen. Ricinussamen in die Gänge legen. Öfters Wasser in die Gänge laufen lassen. Wühlmaus-Selbstschuss. Giftköder Quiritox Neu alle 2 - 3 Meter in den Gang legen, die Öffnung wieder verschließen. Es darf keine Erde auf den Köder fallen. Celaflor Wühlmausköder Arrex aus Möhren, Detia-Wühlmausköder oder Wühl-Ex usw. im Herbst und Winter auslegen, im Frühjahr und Sommer werden sie jedoch nicht angenommen, sondern als Notration für den Winter eingelagert. Giftweizen P 140. Wühlmausfalle von www.conrad.de. Wühlmaus-Paste. Wühlmaus-Tabs. Euphorbia x martinii Grünblüte geben.

Giftköder vergiften oft ohne unmittelbare Todesfolge. Werden die Wühlmäuse in diesem Zustand von Katzen, Hunden oder Greifvögeln gefressen, sterben letztere oft daran. Gase töten ggf. auch Maulwürfe! Ggf. die Nachbarn bei der Bekämpfung einbeziehen. Oleanderzweige, Walnussblätter oder Mottenkugeln in die Gänge legen. Abwehrend RED-Acrimony. Thuja- oder Holunderjauche in die Gänge gießen. Flaschen mit der Öffnung nach oben schräg im Gangbereich eingraben. Die Früchte des Rizinusbaumes in die Gänge legen. Compo. Narzissen. Schutzpflanzen sind dort Wolfsmilch (Euphorbia latyris) und Knoblauch gegen Wühlmäuse.

Wühlmäuse übertragen auch Infektionskrankheiten, z.B. die Nagetierpest oder Tularämie, die auch auf Menschen übertragbar ist.

In diesem Beitrag werden Begasung mit Kohlenmonoxid (erzeugt mit Holzkohlevergasungsgeräten) und Kohlendioxid (Gasflaschen) beschrieben°. Die besonders gefährdete M 9-Unterlage sollte mit Drahtkörben geschützt werden: Stärke 0,7 mm, 20 mm Sechseck, hergestellt aus 50 cm breiten Rollen. - Mehrere Vergrämungsversuche, vor allem mit ätherischen Ölen und Molke/Buttermilch, verliefen ergebnislos. Ebenso Versuche mit Schallwellen. - Die natürlichen Feinde sollten unterstützt werden, sie haben Einfluss auf die Populationsdichte. Dazu gehören Sitzkrücken für Greifvögel und Haufen aus Stein und Holz für Mauswiesel.

Zwiebeln in Drahtkörben auspflanzen oder schützen durch Hyazinthen.

Weiterführende Links:
http://www.hausmaus.at/

°Anmerkung: Dabei werden natürlich ggf. auch Maulwürfe mit getötet.

Wurzelkropf [Agrobakterium tumefaciens]

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Apfelbäume. Bakterienkrankheit. Die Wurzeln werden infiziert, es bilden sich kleine oder größere Wucherungen, auch am Wurzelhals entstehen krebsartige Wülste.

Apfelbäume. Beim Kauf auf gesunde Ware achten