Möhren [Daucus carota] - Schadbilder

Krankheitsbilder/ Schädlinge
Aufplatzen

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Kohl, Möhren. Möhren sind der Länge nach teilweise oder ganz geplatzt. - Ursachen sind ungleichmäßige Wasserversorgung, auch starker Regen nach langer Trockenheit. Überdüngung. Einige Sorten neigen dazu, wenn sie besonders groß geworden sind.

Gleichmäßige Wasserversorgung. Boden oberflächlich lockern und mit organischem Material abdecken.

Bittere Möhren [Chamaepsila rosae. Psilidae]

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Möhren. Ursache ist die Bildung von Isocumarin durch Möhrenfliegenbefall, späte Ernte (Frühmöhren!),Grünkragen, Hitze und Trockenheit, Staunässe, Wunden, Schwarzfäule, Bodenverdichtung, falsche Düngung, Lagerung zusammen mit Äpfeln, Bananen oder anderem Ethylen ausströmenden Obst.

Möhren. Bio-Gemüsestreumittel.

Möhren. Vorbeugung gegen Möhrenfliegenbefall durch Vlies, das Vlies hält gleichzeitig Sonnenstrahlen ab. Schweren Boden durch reichlich Sand auflockern, damit sich die Möhren nicht herausschieben und Grünkragen bekommen. Grünkragen mit Erde oder Sand abdecken.

Blattfleckenkrankheiten (Bakterienkrankheiten) [Septoria]
SchadbildVorbeugungBekämpfung

Azaleen, Bunte Margeriten. Septoria azaleae. Nur an Azaleen. Auf den Blättern entstehen gelbe bis schwarze Flecken, die schließlich zur Austrocknung und zum Blattfall führen. Weiterverbreitung auf andere Pflanzenteile möglich.

Blutweiderich: Dunkle, schwarze, scharfumrandete Flecken auf beiden Seiten. Blätter werden braun und vertrocknen. Häufiger Regen und hohe Bodenfeuchtigkeit begünstigen die Krankheit. Pflanzen vernichten.

Dahlie. Entyloma. Regnerisches Wetter fördert den Befall.

Efeu, Rhabarber. Salatrauke. Xanthomonas campestris. Diese Krankheit wird durch Bodenbakterien verursacht und ist nicht heilbar. Flecken auf den Blättern, danach Absterben. Regenwetter begünstigt die Infektion.

Gurken. Pseudomonas lachrymans. Bakterienbefall. Übertragung über Samen und Boden auf Gurken, Kürbisse, Melonen und Zucchini.- An Blättern eckige, bräunliche, wässrige Flecke. Unterseite Schleimbildung. Flecken verdorren und fallen aus, es entstehen überall Löcher. Später Übertragung auf die Früchte. Junge Gurken schrumpfen, ältere haben erst grüne, dann braune Flecken, aber rund.

Hebe, Strauchveronika. Blattfleckenkrankheit, Pilzbefall. Blätter bekommen Flecken, sie faulen oder trocknen ein.

Herbstchrysanthemen. Herbstmargeriten. Septoria chrysanthemella und obesa.  Pilzkrankheit.  Zunächst werden die unteren Blätter im Spätfrühling infiziert.  Es entstehen dunkle Flecken, die die Sporen entwickeln.  Oft sterben die Blätter ab.  Feuchtigkeit fördert die Infektion.  Überwinterung des Pilzes im Boden oder auf den abgestorbenen Blättern.  Die großblumigen Sorten sind besonders gefährdet.

Knollen und Rüben: Blauschwarze Verfärbungen an Knollen und Rüben. Vernichten.

Löwenmäulchen. Phyllosticta antirrhini.  Diese Pilzkrankheit wird durch Feuchtigkeit gefördert.  Bräunliche Flecken mit Rand, später hell, auf Blättern, Samenkapseln und Stängeln.  In der Mitte winzige kleine Pünktchen. Blätter werden trocken,  die Samenkapseln braun.

Oleander. Phlox. Rote Beete. Ascochyta-Blattfleckenkrankheit. Pilzkrankheit. Blätter und Triebe werden gelb und sterben ab. Tritt besonders häufig auf, wenn der Boden schwer und übermäßig feucht ist. Pilzkrankheit, begünstigt durch Feuchtigkeit. Auf den Blättern erscheinen runde, rotblaue Flecken, in der Mitte aufgehellt.

Orchideen, Strauchmargerite,Veilchen. Helle Flecken auf den Blättern. Flecken durch Pilzinfektionen.

Petersilie. Septoria petroselini. Pilzinfektion. Braune oder graue Flecken auf Blättern und Stängeln, später schwarze Punkte, in denen die Fruchtkörper sind. Geschwächte Pflanzen (Wurzelläuse!) werden besonders oft heimgesucht.

Ritterstern. Pilzkrankheit, die auch die Blutblume befällt.  Kleine rote Flecken auf den Blättern mit gelbem, durchsichtigen Rand.  Sie fließen später rotbraun ineinander über,  das umgebende Gewebe trocknet ein.  Oder die Flecken sind durchscheinend mit rotem Rand.  Das befallene Blatt trocknet ein und fällt ab.

Scheinspiere. Bei Befall müssen die Blattunterseiten abgespritzt werden.

Sellerie. Septoria apiicola. Pilzkrankheit. Die Sporen überwintern auf Blattresten und Wurzeln. Feuchtigkeit begünstigt Ausbreitung. Ähnliche Krankheit befällt auch Tomaten.- Ab Juni Flecken auf Blättern und Stängeln, hell bis braun, mit dunkler Umrandung. Die Blätter trocknen ein, sterben ab. Beginn auf älteren Blättern. Kräuselung. Knolle wächst langsamer.

Sommerastern. Runde, braune bis dunkelbraune Flecken auf den Blättern der Winterastern, die später zusammenfließen, Blätter fallen ab.  Auf diesen Flecken entstehen die Sporen. Die bodennahen Blätter werden schon im Sommer befallen.  Pilz überwintert auf der Pflanze und im Boden.  Nässe fördert Verbreitung.

Stiefmütterchen. Vernichten.

Tomaten. Befall durch den Pilz Septoria lycopersici. Blätter zeigen große, helle oder dunklere Flecke mit schwarzen Punkten. Später vertrocknen die Blätter. Wachstum der Früchte bleibt zurück.

Veilchen. Helle Flecken auf den Blättern.

Winterastern. Runde, braune bis dunkelbraune Flecken auf den Blättern der Winterastern, die später zusammenfließen, Blätter fallen ab. Auf diesen Flecken entstehen die Sporen. Die bodennahen Blätter werden schon im Sommer befallen. Pilz überwintert auf der Pflanze und im Boden. Nässe fördert Verbreitung.

Yucca. Blattfleckenkrankheit entsteht.  Sie beginnt mit kleinen Flecken auf den älteren Blättern, die sich im Laufe der Zeit chlorotisch, später dann deutlich braun verfärben.  Sie sind nicht länger als 7 mm.  Nach etwa 4 Monaten treten im Innern der Flecken schwarze Pilzfruchtkörper auf mit einer Einzelgröße von 0,2 - 0,2 mm (Conothyrium concentricum oder auch Leptosphaeria obtusispora).

Zinnien. Alternaria zinniae.  Pilzbefall an Blättern und Blüten, dadurch kann über den Samen die Krankheit verschleppt werden.  Feuchtes Wetter begünstigt den Befall. - An den Blättern graubraune Flecken, die purpurfarben umsäumt sind.  Die unteren Blätter sind oft vollkommen befallen, so daß die Pflanze eingeht.
 

Azaleen. Stauende Nässe oder Trockenheit vermeiden, nicht an lichtarmen Stellen pflanzen. Stickstoffbetonte Düngung unterlassen. Sortenwahl.  Schachtelhalm- und Algenpräparate spritzen.

Dahlie. Pflanzenstärkungsmittel spritzen. Neudovital.

Efeu. Gute Pflege, düngen evt. etwas Bittersalz dem Gießwasser beifügen. (1 Eßlöffel/10 l Wasser). 

Gurken. Befallenes vernichten. Kupfermittel spritzen, mehrmals, bringt allenfalls Stillstand. Nach Jahren erst wieder Gurkenbepflanzung möglich. Kupfermittel sind im Garten verboten.

Hebe, Strauchveronika. Befallenes vernichten. Als letztes Mittel Kupferspritzungen, sie sind aber im Garten nicht erlaubt.

Kastanie. Mit Kompost regelmäßig düngen, zusätzlich etwas Kali. Bei Trockenheit wässern. Boden mulchen. 

Petersilie. Resistente Sorten wählen wie Clivie, Grüne Perle, Mosskrause. Lange gärtnerische Erfahrung zeigt, dass selbst gewonnenes Saatgut aus gesunden Pflanzen besonders widerstandsfähig ist. Keine Hybrid-Sorten dazu verwenden. Im Winter die für Vermehrung ausgesuchten Pflanzen mit Fichtenreisig schützen.

Oleander. Durch Dach gegen Regen schützen.                   

Riga (Sperli) ist tolerant. Nicht stickstoffbetont düngen. Kulturvoraussetzungen beachten. Pflanzenstärkungsmittel. Harmonisch düngen, nicht stickstoffbetont. Pflanzabstände einhalten.

Rote Bete. Weite Fruchtfolge.       

Sellerie. Sortenwahl: Bergers weiße Kugel (Hild, Maubaux), Dolvi (N&G, Pötschke,auch resistent gegen Rost und Schorf), Ortho (Keller) und Regent sind resistent, Ibis (Bingenheimer) ist tolerant. Samen mit Wasser 50° 30 Minuten lang beizen. Mischkultur mit Blumenkohl, Buschbohnen, Gurken, Kopfsalat, Möhren oder Tomaten. Fruchtfolge 4 Jahre beachten. Nicht kalt gießen. Bei feuchtem Wetter mehrmals mit Schachtelhalmbrühe oder Zwiebel-Knoblauchtee auf Pflanzen und Boden spritzen. Zwiebelschalentee spritzen. Brennesselkaltwasserauszug in die Herzen spritzen. Kali- und stickstoffbetonten Kopfdünger geben. Niemals auf die Blätter gießen.

Tomaten. Saatgut beizen mit Heißwasser (ca. 50°, 30 Minuten). Wöchentliche Magermilchspritzungen. Pflanzenpflegemittel wie Schachtelhalmbrühe auf den Boden und die Pflanze spritzen. Vor allem bei regnerischem Wetter oft wiederholen. Zwiebelschalentee oder Baldrianverdünnung spritzen. Mehrere Jahre Anbau auf derselben Stelle aussetzen. Mischkultur mit Knoblauch, Kohl, Petersilie, Ringelblumen. Dach gegen Regen installieren. Suso + Concorde + Sweet Million (Sperli) sind resistent.

 

Blutweiderich. Nicht überdüngen, vor allem mit Stickstoff. Samen von infizierten Pflanzen nicht verwenden. Pflanzenstärkungsmittel spritzen. Neudovital.

Gurken. Kulturabstand von drei Jahren beachten. Samen beizen mit Knoblauch oder mit Warmwasser. Salatgurken Flamingo F 1 (Ahrens & Sieberz, Sperli) und Saladin (Sperli) sind resistent, ebenso Schlangengurken Sudica F 1(Kiepenkerl). Trauben/Einlegegurke Amber F 1 (Kiepenkerl) ist umfassend resistent.

Hebe, Strauchveronika. Hohe Luftfeuchtigeit vermeiden, nur morgens gießen, nie über die Blätter. Nicht stickstoffbetont düngen. Stauende Nässe und Lichtmangel, aber auch Austrocknen des Ballens vermeiden. Pflanzenstärkungsmittel spritzen.

Petersilie. Resistente Sorten wählen wie Clivi, Grüne Perle, Mooskrause. Lange gärtnerische Erfahrung zeigt, dass selbst gewonnenes Saatgut aus gesunden Pflanzen besonders widerstandsfähig ist. Keine Hybrid-Sorten dazu verwenden. Im Winter die für Vermehrung ausgesuchten Pflanzen mit Fichtenreisig schützen.

Rote Bete. Meist harmlos. Deshalb keine Bekämpfung notwendig. Im Herbst alle Pflanzenreste vernichten.             

Petersilie, Oleander. Radikaler Rückschnitt.

Möhrenfliege [Chamaepsila rosae (Psilidae)]
SchadbildVorbeugungBekämpfung

Dill, Möhren, Petersilie. Psila rosae. Glänzend-schwarze Fliege mit gelben Beinchen. Sie kann vom Wind getragen über mehrere hundert Meter zufliegen. Die weißen Eier werden abends an den Wurzelhals abgelegt, vor allem Mi 4-7 und 8. Die 2. Generation bildet größte Gefahr (7/8). 2 - 3 Generationen. Kraut wird rötlich und stirbt ab. Befallen auch gelegentlich Kerbel, Kümmel, Pastinake, Wurzelpetersilie, Sellerie. 6 - 9 am meisten gefährdet. Überwinterung im Boden als Made oder Puppe, bzw. als Made in befallenen Möhren. Bäume und Sträucher fördern den Befall.

Sellerie. Pastinaken. Glänzend-schwarze Fliege mit gelben Beinchen. Die Larven fressen in der Wurzel. Psila rosae.

Möhren. Knoblauch- oder Zwiebelbrühe spritzen zum Vertreiben. Befallene Pflanzen vernichten. Flyaway F 1 und ähnliche Typen haben keine Chlorogensäure mehr und damit auch keinen Schutz gegen die Einwirkung von krebserzeugenden Nitrosaminen. Mischkultur mit Zwiebeln, Porree und Schnittlauch. Gemüsefliegennetze abdecken. Thymian einsetzen. Gegen die Gemüsefliegen getrocknetes, zerbröseltes Farnkraut in die Saatrillen gestreut, hält sie auf Abstand. Auch zerkleinertes Schnittlauch entlang den keimenden Möhren streuen. Eine bodendeckende Schicht aus Rainfarn, Salbei oder Pfefferminze vertreibt auch Gemüsefliegen.

Möhren. Weite Fruchtfolge (6 Jahre). Mischkultur mit Bohnenkraut, Dill, Knoblauch, Kresse (Beetumrandung 10 cm und zwischen den Reihen, verwirrt die Sinne), Porree, Salbei (Beetumrandung), Schnittlauch, Schwarzwurzeln, Tagetes, Zwiebeln (Beetumrandung in 4 - 5 Reihen, hilft nicht immer). Mulchen mit Farn, Lavendel, Rainfarn, Tomatenkraut. Vorfrucht Porree oder Zwiebeln, nicht geeignet sind Kartoffeln und Spinat. Eine Barriere um das ganze Beet bauen, die weiblichen Tiere fliegen nur wenige Zentimeter über dem Boden. Wird mit weitem Abstand gesät, so dass nicht ausgedünnt werden muss, werden die Möhren weniger befallen. - Wiederholtes Überbrausen mit Zwiebelaufguß. ENVIRepel. Etwas Sägemehl in die Erdoberfläche einharken und Kresse als Zwischenkultur säen. Nur ausgereiften Kompost verwenden. Unreifer Kompost und frischer Mist lockt sie an. Wöchentlich überbrausen mit Brühe aus Tomaten- und Holunderblättern, oder Kamillentee. Aussaat im März oder Juli.

Natürliche Feinde: Gallmückenlarven, Kurzflügler, Laufkäfer, Ohrwürmer, Raubkäfer, Raubwanze, Raupenfliege, Schlupfwespen, Spinne. Windige Lagen sind vorteilhaft. Bio-Gemüsestreumittel 6 - 9 um den Wurzelhals. Netz während der gesamten Vegetationszeit, erhöht gleichzeitig den Ertrag. Möhrenfliegen könnten oft durch die Maschen schlüpfen, tun es aber nicht aus unbekannten Gründen. Niemals Möhrenanbau hintereinander, die Fliegen sind dann schon unter dem Netz. Ganz frühzeitige Aussaat oder Frostsaat vermindern den Befall. Werden die Möhren bis über den Wurzelhals angehäufelt, wird die Fliege keine Eier ablegen. - Auch im Winterquartier setzen die Maden der Möhrenfliegen ihre Tätigkeit fort und durchlöchern weitere Möhren. Chlorogensäure ist anderseits ein guter Schutz gegen die Einwirkung von krebserzeugenden Nitrosaminen. -

Sellerie. Anbau mit Tomaten und Kohl empfehlenswert.

Möhrenfliegen werden vertrieben durch Knoblauch, Porree, Schnittlauch und Zwiebeln.

Möhrenschwärze [Alternaria radicina, dauci]
SchadbildVorbeugungBekämpfung

Möhren. Verschiedene Pilze, hauptsächlich Altenaria radicina, dauci. Feuchtigkeit begünstigt. Sporen überwinten im Boden oder am Kraut. Lebensdauer 7 Jahre. Kraut wird braun, dann dunkel, fault später. Keime werden befallen und gehen nicht auf. Schwarze Flecken an den Möhren, die sich später im Winterlager ausbreiten. Befallen werden außerdem Petersilie und Sellerie, gelegentlich auch Kohl und Tomaten. Bei Sklerotinia-Befall entwickelt sich ein weißes, watteartiges Myzel, in dem die schwarzen Dauerkörper (Sklerotien) gebildet werden.

Möhren. Schachtelhalmbrühe mehrmals hintereinander bei Sonnenschein vormittags zur selben Zeit spritzen. Ggf. °Kupfermittel spritzen ? Befallenes vernichten. Bei Sclerotinia-Fäule (auch Lagerfäule) Contans WG. °Kupfermittel sind im Garten verboten.

Möhren. Nicht zu dicht säen. Geeignete Sorten wählen. Fruchtwechsel, günstig sind Getreide, Gras, Mais, Spinat, Zwiebel. Abstand einhalten, nur ausgereiften Dünger verwenden. Für Winterlager nur desinfizierte Behälter verwenden, nicht waschen. Schachtelhalm. Steinmehl mit Kieselsäure ausstreuen. Narbonne (Kiepenkerl) ist widerstandsfähig. Bei Sclerotinia-Fäule Contans WG.

Nematoden [Nematoda]

Nematoden, Fadenwürmer.

Sie werden auch Fadenwürmer oder Älchen genannt. Sie sind fadendünn, ungegliedert, ohne Lupe kaum zu erkennen. Es gibt Blattnematoden (Aphelenchoides ritzemabosi), Blütennematoden, Stängelnematoden (Ditylenchus spec.) und Wurzelnematoden (Pratylenchus spec.). Sie sind sesshaft oder herumwandernd. Stängel- und Wurzelälchen befallen meist das Gemüse, Blattälchen Zierpflanzen, wo sie Flecken und Gallen verursachen. Die meisten Arten sind farblos, nur 1 mm lang und zweigeschlechtlich. Die Eier werden an Pflanzenteile oder in den Boden gelegt. Aus den Eiern schlüpfen Larven, die schnell vermehrungsfähig werden. Bodennässe fördert sie. Die meisten Arten bevorzugen bestimmte Pflanzen, die dann ihre Vermehrung fördern. Notfalls können sie sich aber auch eine Zeitlang von anderen Grünpflanzen ernähren. Sie bewegen sich schlängelnd vorwärts. Ihre Dauerformen heißen Zysten, die viele Jahrzehnte überleben können. Ihre Zahl im Boden kann vor allem bei Feuchtigkeit (sie schwimmen im Bodenwasser) und hohem Sauerstoffgehalt sehr groß werden. Leichtere Böden begünstigen ihre Ausbreitung.

Der größere Teil der Nematoden wirkt an der Humusbildung mit, ist also nützlich. Sie leben in riesigen Mengen im Boden und ernähren sich von Algen, Bakterien und Pilzen. Andere Nematoden sind nützlich, da sie mit Hilfe von Bakterien, die sie mit sich führen, Schnecken (siehe dort) und Larven bekämpfen.

Siehe auch Nematoden, nützliche und Nematoden, parasitäre.

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Nematoden. 

Einige Arten stechen mit ihrem Mundstachel das Pflanzengewebe an, sie geben dabei Speichelsekret ab, was zu Veränderungen am Gewebe führt (z.B. Wurzelbärte von Möhren, Porree, Sellerie und Zwiebeln, beinige Möhren, Kümmerwuchs an Blumenzwiebeln, Bohnen, Erdbeeren, Obstbäumen). Gefährdet sind: Beerenobst, Begonien, Chrysanthemen, Cyclamen, Erbsen, Fingerhut (Anbaufläche wechseln), Gemswurz (vernichten, 4 Jahre kein Nachbau), Gurken, Himbeeren, Hortensien, Hyazinthen, Junkerlilien (vernichten, kein Liliennachbau), Klee, Kohl, Königsfarn (Blattfiedern dunkel/schwarz. Laub stirbt ab. Vernichten!), Mädchenaugen (gelbe, braune, schwarze Blattflecken. Vernichten !), Mais, Mangold, Möhren, Narzissen (Wurzeln), junge Obstbäume, Petersilie, Rote Bete, Sellerie, Spinat, Phlox (verdrehte Spitzen im Frühjahr), Salate, Stauden, Tomaten, Weizen, Ziergehölze, Zwiebeln. Auf jede Pflanze eine Handvoll Zucker streuen und anschließend gießen. Rosen, Erdbeeren, Kartoffeln und Tomaten werden besonders befallen. - Blätter und Stängel kümmern, sind gekräuselt, bei starkem Befall sterben sie zusammen mit den Wurzeln ab. An den Wurzeln treten Verdickungen auf mit gallenartigen Wucherungen und kleinen Nebenwurzeln, geringeres Wachstum, Ausbuchtungen, leichtes Abbrechen. 'Bodenmüdigkeit'. - Als Folge des Saugens werden oft Bakterien und Viren übertragen.

Verbreitung durch Pflanzenkauf mit Ballen, Verpackungen, Wasser usw. Stängel- und Wurzelälchen befallen Gemüse, Blattnematoden und Zierpflanzen (zu erkennen durch Flecken oder Gallen an den Blättern). Pflanzen können verwelken, vergilben, verkümmern. Die Wurzelbärte entstehen durch immer wieder erneuten Befall.

Stängel- oder Blattälchen (Ditylenchus spec.) befallen bevorzugt folgende Pflanzen: Blaustern, Hortensie, Hyazinthe, Narzisse, Nelke, Phlox, Schneeglöckchen, Schwertlilie, Tulpen, und weitere verschiedene Stauden, Zwiebeln und Wildkraut. Verformte Blätter, Kümmerwuchs. Narzissenblätter sind ausgebeult, Tulpenblätter zeigen Risse und Zwiebeln sind weich und verfärbt. Der Phlox wird besonders stark beeinträchtigt. Er stirbt schließlich nach Welke ab.

Ein Befall mit Blattälchen zeigt sich an den Blättern zu Beginn anhand leicht aufgehellter, rötlicher Stellen. Diese sind - als wesentliches Merkmal gegenüber anderen Ursachen - deutlich von den Blattadern begrenzt. Als Ursache sind die beiden Blattnematodenarten Aphelenchoides ritzemabosi und Aphelenchoides fragariae zu nennen. Eine Infektion kann über den Boden oder infizierte Pflanzen erfolgen. Die Nematoden wandern dabei in einem Wasserfilm den Stängel hoch und besiedeln das Blatt über die Spaltöffnungen. Der gesamte Entwicklungszyklus erfolgt in der Pflanze (Ei, Larven, Nematode). Da dieser in zwei Wochen vollzogen ist, werden im Jahr eine Vielzahl von Nematoden ausgebildet. Sie stechen mit ihrem kurzen Mundstachel das pflanzliche Gewebe an, das sich in der Folgezeit rötlich, dann braun verfärbt. Beide Blattälchenarten kommen an vielen Wirtspflanzen vor (Zierpflanzen, Gemüse, Stauden, Beerenobst).

Befallene Pflanzen mit den Wurzeln vernichten. Die Fiedern werden schwarz.

Aphelenchoides fragariae. Meistens unter den Schuppen. Verbreitung durch Saatgut und Zwiebeln.- Flecken innerhalb der Blattadern. Kann zu starken Verkrüppelungen, Wuchsverminderung und schließlich zum Absterben kommen.- Prärielilien sind anfällig gegen Wurzelnematoden. Verdickungen an der Wurzel und Kümmerwuchs sind die Folge.

Apfelbäume. Junge Obstbäume können befallen werden. Wenig Wurzelmasse, die Bäume bleiben im Wachstum zurück.

Begonien. Flecken oder Gallen an den Blättern.

Bergenien, Junkerlilien, Kammkönigsfarn, Kronenfarn, Lilien, Purpurfarn, Zimtfarn. Flecken und Gallen.

Blauglöckchen/Blausternchen. Stängelälchen saugen an Blättern und Stängeln. Es entstehen Flecken und Gallen.

Erdbeeren. Aphelenchoides ritzemabosi. Die Pflanzen treiben im Frühjahr nur gering aus, die Herzblätter sind klein, verformt, rötlich, und haben lange oder zu kurze Blattstiele. Sie können bei starkem Befall absterben. Die Früchte wachsen nicht weiter. - Die Blatt-Nematoden sind mit Vergrößerungsglas sichtbar an den Herzblättern und Vegetationsspitzen. - Befall während der gesamten Vegetationsperiode möglich. Verwechselungsgefahr mit Erdbeermilben, die jedoch vor allem im Sommer schädigen.

Fingerhut. Blattälchen befallen Zierpflanzen, wo sie Flecken und Gallen verursachen. Die Eier werden an Pflanzenteile oder in den Boden gelegt. Aus den Eiern schlüpfen Larven, die schnell vermehrungsfähig werden. Bodennässe fördert sie. Sie bewegen sich schlängelnd vorwärts. Ihre Dauerformen heißen Zysten, die viele Jahrzehnte überleben können. Ihre Zahl im Boden kann vor allem bei Feuchtigkeit (sie schwimmen im Bodenwasser) und hohem Sauerstoffgehalt sehr groß werden. Leichtere Böden begünstigen ihre Ausbreitung.

Gamswurz, Götterblume, Knollenbegonien. Flecken und Gallen an den Blättern durch Blattnematoden.

Goldrute, Nachtkerzen, Phlox, Zwiebeln. Befall durch Stängelnematoden Ditylenchus dipsaci am Stängelgrund der Goldrute, meist in trockenen Jahren.- Triebe verdickt, mit Längsrissen, verdreht, umgekippt. Blattränder nach unten gebogen, verwelken. Phlox: Bartnelke, Goldrute, Nachtkerzen, Primel, Zwiebel u.a..

Gurken. (Wurzelgallenälchen). Kleine Knöllchen an den Wurzeln. Geringes Wachstum.

Herbstanemonen. Blattälchen verursachen auf den Blättern gelbliche Flecke, die später braun werden.

Herbstchrysanthemen, Herbstmargeriten. Wurzel-Nematoden verursachen Anschwellungen (Gallen) an den Wurzeln, darüber bilden sich viele kleine Faserwurzeln. Später bilden sich Flecke an den Blättern, diese werden gelb und fallen ab. Von Jahr zu Jahr kümmern die Pflanzen mehr und mehr.

Herrenhäuser Filigranfarn, Weicher Schildfarn. Älchen müssen vernichtet werden, sobald die einzelnen Arten sich schwarz färben.

Hortensie, Hyazinthen. Blätter verkümmern und verkrüppeln, die Älchen sind kaum zu erkennen. Flecken, Verdickungen an den Blättern, geringes Wachstum.

Königsfarn. Blattfiedern werden schwarz und sterben ab.

Lichtnelken. Die befallenen Pflanzen müssen vernichtet werden, um die Nachbarpflanzen vor Ansteckung zu schützen.

Mädchenauge, Purpursonnenhut, Sonnenhut. Erst hellbraune, dann dunkle Blattflecken.

Mangold. Heterodera. Blätter und Stängel kümmern, sind gekräuselt, bei starkem Befall sterben sie zusammen mit den Wurzeln ab. An den Wurzeln treten Verdickungen auf mit gallenartigen Wucherungen und kleinen Nebenwurzeln, geringeres Wachstum, Ausbuchtungen, leichtes Abbrechen.

Möhren, Karotten. Meloidogyne hapla. 'Älchen', ca. 1 mm lang, verursachen Risse, Beinigkeit und Wurzelbart. Kleine Knöllchen an den Wurzeln. Befallene Pflanzen kümmern.

Narzissen. Auf den Blättern sind kleine Erhebungen zu sehen, die gelb oder grün erscheinen. Die Zwiebel kann verfärbt oder faul sein.

Petersilie. Blätter welken, Pflanzen kümmern.

Pfefferminze. Typisch ist die Rotfärbung durch Anthocyane und der Kümmerwuchs.

Puffbohnen. Ditylenchus dipsaci. Kümmerwuchs. Blätter und Stängel kümmern, sind gekräuselt, bei starkem Befall sterben sie zusammen mit den Wurzeln ab.

Radies, Rettiche, Rosen in Gartenerde, Rote Bete. Pflanzen kümmern, Blätter welken, sterben u.U. ab. Verdickungen an den Wurzeln, gallenartige Wucherungen.

Salat. Meloidogyne hapla.  Kleine Knöllchen an den Wurzeln, Wachstum bleibt zurück

Schneeglöckchen. Die Stängel und Blätter werden befallen. Die Blume kümmert, Verfärbung und Welke.

Schwertlilien, Stauden. Ditylenchus-Arten. Blätter und Stängel kümmern, sind gekräuselt,

Sellerie. Paratylenchus, Ditylenchus. Pflanzen kümmern, Wurzelbärte, -gallen.

Sommerflieder. Blattnematoden saugen an den Blättern, es entstehen gelbe Flecken an den Saugstellen, die später verbräunen. Blattfall.

Taglilien. Flecken innerhalb der Blattadern. Kann zu starken Verkrüppelungen, Wuchsverminderung und schließlich zum Absterben kommen.

Tulpen. Ditylenchus. Blütenstiele sind verbogen, die Blätter gerissen.

Tomaten. Meloidogyne arenaria / incognita / javanica. Kleine Knöllchen an den Wurzeln, geringes Wachstum. Besonders oft treten Nematoden auf, wenn wiederholt auf demselben Platz Tomaten angebaut werde.

Usambaraveilchen. Oder Blattälchen verursachen vertiefte Blattflecken.

Apfelbäume. Wie Vorbeugung. Reduzierung durch Niempreßkuchen.

Erdbeeren. Befallene Teile entfernen und vernichten. Tagetes, Ringelblume, Senf, Lauch. Sie müssen großflächig ausgesät werden. Stark riechende Tagetessorten vermindern im Erwerbsgartenbau nach nur drei Monaten die Nematodenanzahl um bis zu 80%. Niem einarbeiten.

Gämswurz. Vernichten, Nachbau erst nach vier Jahren.

Gurken. Niemsamen einarbeiten.

Herbstanemonen. Befallenes abschneiden und vernichten.

Herbstchrysanthemen, Herbstmargeriten. Am sichersten ist Ausgraben und Vernichte.

Himbeeren, Möhren, Salat. Niemsamen einarbeiten.

Hortensie. Ggf. befallene Pflanzen vernichten.

Kartoffeln. Meldepflichtig! Niemsamen einarbeiten. Tagetes nana auf die befallenen Beete aussäen.

Lilien. Tagetes zwischen die Lilien säen. Niemsamen einarbeiten.

Pfefferminze. Vernichten, an anderer Stelle neu pflanzen oder durch Stecklinge. Niem.

Phlox. Befallene Triebe sofort so tief wie möglich abschneiden und vernichten, die Wurzeln werden nicht befallen. Ggf. Standort wechseln. Stecklinge vorsichtshalber mit Warmwasser behandeln: 10 Min. in 30° Wasser, dann 30 Minuten in 43°. Bei Teilung gründlich unter laufendem Wasser waschen. Einjähriger Phlox wird vernichtet, ggf. im nächsten Jahr an anderer Stelle aussäen.

Rosen. Den ganzen Sommer über Tagetes oder Ringelblumen um den Rosenstrauch herum pflanzen oder Steckzwiebeln, Knoblauch, Winterheckenzwiebeln, Porree.

Tomaten. Zinnien dazu pflanzen, vernichten Nematoden zu 95%. Kamille, Ringelblumen, Tagetes aussäen. Niem.

Usambaraveilchen. Gesamten Topf mit Pflanze vernichten.

Abwehr: Vor Bepflanzung Gründüngung mit Kamille und Borretsch. Fruchtwechsel. Befallenes vernichten. Nicht kompostieren. Übermäßige Stickstoffdüngung vermeiden. Bei leichten Böden Tonerdemehl einarbeiten. Bei Nematoden-Gefahr 'Tagetes nana'* (Single Gold von Kiepenkerl), Kamille, Ringelblumen oder Sonnenhut großflächig aussäen. Zinnien zu Tomaten pflanzen bei Nematodenbefall. Spezielle Ölrettichsorten (z.B. Pegletta, Nemex) und Roggen wirken auf bestimmte Nematoden ein. Kornrade scheidet giftige Saponine aus, die die Nematoden töten. Einsatz vor allem gegen Rüben-Nematoden. Senf einsäen, nur 10 cm hoch werden lassen, wirkt besonders gegen schädliche Nematoden an Rübengewächsen. Ab Ende 7 aussäen. Ölrettich Pegletta (Pötschke) bekämpft Nematoden, ist gegen Kohlhernie tolerant. Einsaat von Kamille. Randbepflanzung von Tagetes nana und Ringelblumen bei Kartoffeln, Rosen und Tomaten. Niem-Presslinge in den Boden einarbeiten, reduziert den Befall. Sperli-Bodenkur Gartendoktor, Mischung von nematodenbekämpfenden Sommerblumen wie Calendula, Coreopsis, Gaillardia, Rudbeckia, Tagetes, Wegwarte. Unkraut nicht dulden, da die Zysten oft an deren Wurzeln abgelegt werden und dann zum Leben erwachen, wenn geeignete Pflanzen in der Nähe sind. Mulchen hilft ebenfalls bei der Unkraut- und damit Nematoden-Unterdrückung. Ggf. in Gewächshäusern den Boden austauschen. Werkzeug reinigen und desinfizieren. Bodenkuren mit nematodenbekämpfenden Pflanzen können bei Gefahr alle vier Jahre wiederholt werden. Sie sind besonders zu empfehlen vor der Bepflanzung mit Erdbeeren, Obstgehölzen und Rosen. Im Herbst graben, dabei 25 kg Algomin und 50 kg Steinmehl je 100 qm einarbeiten.

Natürliche Feinde sind Kurzflügler, Pilze, Raubmilben und Raubnematoden. Letztere werden zur Bekämpfung von Dickmaulrüsslern, Engerlingen, Erdraupen, Haarmücken, Maulwurfsgrillen und Trauermücken eingesetzt. Fachhandel. Siehe Nematoden, parasitäre. Vorbeugend können auch Mykorrhiza-Pilze eingesetzt werden, die im Boden ein Abwehrsystem an den Nutzpflanzen errichten.

*Tagetes scheiden über ihre Wurzeln Duftstoffe, sog. Terthiopene, aus, mit denen sie Nematoden anlocken. Sobald diese in die Wurzeln eindringen, setzt die Pflanze ein Sauerstoffmolekül frei, das mit den Terthiopenen reagiert und zum tödlichen Gift wird. Nützlich sind vor allem die hohen Tagetes.

Apfelbäume. Kamille, Ringelblumen und Tagetes aussäen.

Erdbeeren. Knoblauch, Porree und Zwiebeln anpflanzen. Bei reichem Bodenleben werden auch die Gegenspieler wie Pilze und Raubnematoden gefördert. Pflanzabstände einhalten.

Gämswurz. Nicht stickstoffbetont düngen.

Gurken. Mischkultur. Zeitabstand von 3 - 4 Jahren einhalten. Kamille, Ringelblume, Tagetes aussäen. Nicht nach Möhren anpflanzen. Veredelung auf resistente Kürbisunterlage ist vor allem für Gewächshäuser empfehlenswert.

Herbstanemonen. Genügend Platz vorsehen vor der Pflanzung.

Himbeeren. Abstand von 4 Jahren einhalten bis zur Wiederbepflanzung. Kamille, Ringelblumen und Tagetes aussäen.

Kartoffeln. Fruchtwechsel oder resistente Sorten anbauen: "Christa", "CILENA" (Ahrens & Sieberz), "Erstling", "Gloria" "Quarta" (Pötschke) und "Ukama". Sie werden zwar auch befallen, doch können sich bei ihnen keine Zysten bilden. Nur alle 4 - 5 Jahre Kartoffeln an derselben Stelle anbauen. Mischkultur mit Meerrettich oder Tagetes. Mit Algenextrakten behandeln.

Königsfarn. Vernichten.

Mädchenauge, Purpursonnenhut, Sonnenhut. Befallenes vernichten.

Möhren. Fruchtfolge beachten. Tagetes oder Ringelblume als Randbepflanzung. Zu hohe Feuchtigkeit und stickstoffbetonte Düngung fördern Befall. Unkraut beseitigen, darauf überbrücken die Nematoden die Zeit ohne Kulturpflanzen. Humus im Boden enthalten Pilze, die die Nematoden bekämpfen, und ggf. auch Raubnematoden.

Pfefferminze. Jährlich verpflanzen.

Rote Bete. Tagetes einsäen

Salat. Mischkultur. Zeitabstand von 3 - 4 Jahren einhalten. Kamille, Ringelblume und Tagetes aussäen.

Sommerflieder. Stickstoffüberdüngung vermeiden.

Tomaten. Zinnien dazu pflanzen, je mehr, desto besser.Agro (Hild, partiell), Dolce Vita (Piepenkerl), Estrella + Firefly (Pötschke), Favorita (partiell, Hild), Luxor F1-Hybride (Sperli), Master F1 (N&G), Montfavet (N&G), Moravi (partiell, Hild), Myrto (Pötschke), Orangino (Piepenkerl), Ranger (partiell, Hild), Sweet-Cherry-F1-Hybride, Tomosa (partiell, Hild), Tumbler-F1-Hybride und Vitella F1 (Kiepenkerl, Pötschke), Picolino Cocktail ( Green & Easy) sind resistent. Veredelung auf Veredelungsunterlagen für Gemüse vor allem wichtig für Gewächshäuser.

Zwiebeln.

Nematoden werden vertrieben durch Ringelblumen und Tagetes.

Violetter Wurzeltöter [Rhizoctonia crocorum]

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Möhren. Plötzlicher Wachstumsstop. Dunkelvioletter, leicht eingezogener Pilzüberzug am unteren Teil der Möhre, der später in Fäulnis übergeht. Im Sommer ist die stärkste Gefährdung. Die Erreger leben drei Jahre im Boden. - Befallen werden auch Kartoffeln, Pastinaken, Petersilie und Sellerie.

Möhren. Befallenes vernichten

Möhren. Fruchtwechsel, nur vorherige Kompostdüngung bei Möhrenanbau. Als Nachfrucht nicht Fenchel, Kartoffeln, Möhren, Pastinaken, Petersilie, Rote Rüben und Sellerie anpflanzen. Als Vorfrucht nicht Klee oder Luzerne aussäen. Fruchtwechsel.

Wurzelläuse [Pemphigus bursarius (Aphidina)]

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Wurzelläuse. Pemphigus bursarius (Aphidina).

Die Wurzelläuse sind entweder Blatt-oder Schildläuse. Die Blattläuse saugen auch an oberirdischen Pflanzenteilen. Die Schildläuse Pemphigus kommen am meisten vor. Sie sind hell, glänzend und rundlich, oft wie gepudert aussehend (Wachsausscheidung). Sie leben in Kolonien im Wurzelbereich von Pflanzen. Sie hinterlassen Wachsausscheidungen um die Pflanzenwurzeln und scheiden Honigtau aus, der von Roten Wiesenameisen gesammelt wird. Beide treten deshalb oft zusammen auf. Winterwirt der Salatwurzellaus ist die Schwarzpappel. Sie fliegen im Frühsommer zu den Kulturen (Endivie, Möhren, Salat) und gebären dort hunderte ungeflügelter Läuse. Diese bilden im Herbst Flügel aus und fliegen zurück zu den Pappeln, um dort Eier abzulegen. Die Jungtiere schlüpfen im Frühjahr und bilden auf den Blättern Gallen, die blasenähnlich aussehen. Die daraus schlüpfenden geflügelten Blasenläuse fliegen im Juni in die Gärten, das Spiel beginnt von neuem. Manchmal verbleiben die Wurzelläuse auch bei ihrem Sommerwirt.

Die Wurzelläuse wählen ihre Ziele, vor allem Möhren und Salat, nach Blattfarbe und Geruch aus. Fahles oder gelbliches Grün werden bevorzugt, das bedeutet, dass kranke Pflanzen angeflogen werden, entstanden durch Staunässe, Bodenverkrustung oder fehlerhafte Düngung.

Außerdem werden befallen: Artischocken, Bohnen, Chicoree, Dill, Endivien, Kümmel, Petersilie, Sellerie, auch Zierpflanzen wie Bromelien, Farne, Kakteen, Zwiebelgewächse. Blätter vergilben, Salat bildet keinen Kopf, Wachstum ist stark behindert. Befallene Pflanzen welken und sterben bei starkem Befall ab. Das Wachstum wird nahezu eingestellt, besonders bei Salat kommt es nicht zur Kopfbildung.

Götterblume. Neudosan. Nur sinnvoll, wenn keine Wurzelfäule vorliegt.

Salat. Brennesseljauche, Rainfarnbrühe, Tabakaufguß. Neudosan gießen an den Wurzelhals. Niem.

Abwehr: Boden lockern und gut wässern, Wurzelläuse mögen einen trockenen Boden. Mischkultur schützt durch die fremde Gerüche (Pfefferminz, Porree, Tomaten, Zwiebeln). Brennesseljauche gießen, um das Wachstum zu fördern. Boden gut bearbeiten. Gießen im Wurzelbereich mit Rainfarnbrühe. Resistente Salatsorten oder frühe Sorten anpflanzen. Mit Neudosan 2% Pflanzenhals angießen. - Topfpflanzen mit lauwarmem Wasser abspülen, bis keine Erde mehr anhaftet. Einsprühen mit Neudosan und neues Substrat verwenden. Gut angefeuchtete Erde kann auch in der Mikrowelle (700 W, 4 Min.) von Wurzelläusen befreit werden. Wurzelbereich freilegen und mit Rainfarnbrühe (20 g/l, evt. einen Spritzer Brennspiritus dazugeben) mehrmals angießen oder eintauchen. Neudosan 4% auf feuchten Wurzelballen gießen, 2 - 3 x wiederholen im Abstand von 10 Tagen. Auch für Hydrokultur geeignet. Gefäße gründlich reinigen und den Blähton auswechseln.

Bohnen, Möhren. Welken und Absterben der Blätter, geringes Wachstum. Mischkultur mit Bohnenkraut, Kohl, Radies, Rettich, Tomaten. Insektennetze.

Götterblume. Die Wurzelläuse (Blasen- und Röhrenläuse) sind hell, glänzend und rundlich, oft wie gepudert aussehend (Wachsausscheidung). Sie leben in Kolonien im Wurzelbereich von Pflanzen. Sie scheiden Honigtau aus, der von Roten Wiesenameisen gesammelt wird. Beide treten deshalb oft zusammen auf. Die Blasenläuse fliegen im Frühsommer zu den Kulturen und gebären dort hunderte ungeflügelter Läuse. Diese bilden im Herbst Flügel aus und legen Eier ab. Die Jungtiere schlüpfen im Frühjahr und bilden auf den Blättern Gallen, die blasenähnlich aussehen. Die daraus schlüpfenden geflügelten Blasenläuse fliegen im Juni in die Gärten, das Spiel beginnt von neuem. Die Wurzelläuse wählen ihre Ziele, vor allem Möhren und Salat, nach Blattfarbe und Geruch aus. Fahles oder gelbliches Grün werden bevorzugt, das bedeutet, dass kranke Pflanzen angeflogen werden, entstanden durch Staunässe, Bodenverkrustung oder fehlerhafte Düngung. Anschlussbefall nach Schwächung durch Wurzelfäule.

Petersilie. Die Wurzelläuse (Blasen- und Röhrenläuse) sind hell, glänzend und rundlich, oft wie gepudert aussehend (Wachsausscheidung). Sie leben in Kolonien im Wurzelbereich von Pflanzen. Sie scheiden Homigtau aus, der von Roten Wiesenameisen gesammelt wird. Beide treten deshalb oft zusammen auf. Winterwirt der Blasenlaus ist die Schwarzpappel, Winterwirt der Röhrenlaus verholzende Pflanzen, wahrscheinlich z.B. Weiß- oder Rotdornbüsche. Die Blasenläuse fliegen im Frühsommer zu den Kulturen und gebären dort hunderte ungeflügelter Läuse. Diese bilden im Herbst Flügel aus und fliegen zurück zu den Pappeln, um dort Eier abzulegen. Die Jungtiere schlüpfen im Frühjahr und bilden auf den Blättern Gallen, die blasenähnlich aussehen. Die daraus schlüpfenden geflügelten Blasenläuse fliegen im Juni in die Gärten, das Spiel beginnt von neuem. - Die Wurzelläuse wählen ihre Ziele, vor allem Möhren und Salat, nach Blattfarbe und Geruch aus. Fahles oder gelbliches Grün werden bevorzugt, das bedeutet, dass kranke Pflanzen angeflogen werden, entstanden durch Staunässe, Bodenverkrustung oder fehlerhafte Düngung.

Salat. Pemphigus bursarius. Helle Läuse, wie gepudert, gelblich, grau oder grünlich. Rote Wiesenameise sammelt deren Honigtau. Mangelhafte Kopfbildung, auch Welken und Absterben. Die Läuse fliegen im Sommer auf Salat und andere Wirtspflanzen wie Kümmel, Möhren, Petersilie. Gute Bodengare. Boden gut lockern vor der Pflanzung. Ausreichend wässern. Mischkultur mit Pfefferminze, Porree, Tomaten, Zwiebeln. Resistente Sorten wählen. Keine stickstoffbetonte Düngung. Brennesseljauche gießen. Mulchen, regelmäßig wässern. Insektennetz. Frühe Sorten pflanzen. Resistent: Avon de France, Elvira RZ (bei R. Zwaan). Kopfsalat Elvira ist auch gegen Mehltau und Virus resistent. Schwarzpappeln sind Winterwirte für die Wurzelläuse, daher sollte Salat nicht im Bereich von Schwarzpappeln angebaut werden.