Möhrenfliege [Chamaepsila rosae (Psilidae)]

Botanischer Name
Chamaepsila rosae (Psilidae)

Schadbild

Dill, Möhren, Petersilie. Psila rosae. Glänzend-schwarze Fliege mit gelben Beinchen. Sie kann vom Wind getragen über mehrere hundert Meter zufliegen. Die weißen Eier werden abends an den Wurzelhals abgelegt, vor allem Mi 4-7 und 8. Die 2. Generation bildet größte Gefahr (7/8). 2 - 3 Generationen. Kraut wird rötlich und stirbt ab. Befallen auch gelegentlich Kerbel, Kümmel, Pastinake, Wurzelpetersilie, Sellerie. 6 - 9 am meisten gefährdet. Überwinterung im Boden als Made oder Puppe, bzw. als Made in befallenen Möhren. Bäume und Sträucher fördern den Befall.

Sellerie. Pastinaken. Glänzend-schwarze Fliege mit gelben Beinchen. Die Larven fressen in der Wurzel. Psila rosae.

Vorbeugung

Möhren. Knoblauch- oder Zwiebelbrühe spritzen zum Vertreiben. Befallene Pflanzen vernichten. Flyaway F 1 und ähnliche Typen haben keine Chlorogensäure mehr und damit auch keinen Schutz gegen die Einwirkung von krebserzeugenden Nitrosaminen. Mischkultur mit Zwiebeln, Porree und Schnittlauch. Gemüsefliegennetze abdecken. Thymian einsetzen. Gegen die Gemüsefliegen getrocknetes, zerbröseltes Farnkraut in die Saatrillen gestreut, hält sie auf Abstand. Auch zerkleinertes Schnittlauch entlang den keimenden Möhren streuen. Eine bodendeckende Schicht aus Rainfarn, Salbei oder Pfefferminze vertreibt auch Gemüsefliegen.

Bekämpfung

Möhren. Weite Fruchtfolge (6 Jahre). Mischkultur mit Bohnenkraut, Dill, Knoblauch, Kresse (Beetumrandung 10 cm und zwischen den Reihen, verwirrt die Sinne), Porree, Salbei (Beetumrandung), Schnittlauch, Schwarzwurzeln, Tagetes, Zwiebeln (Beetumrandung in 4 - 5 Reihen, hilft nicht immer). Mulchen mit Farn, Lavendel, Rainfarn, Tomatenkraut. Vorfrucht Porree oder Zwiebeln, nicht geeignet sind Kartoffeln und Spinat. Eine Barriere um das ganze Beet bauen, die weiblichen Tiere fliegen nur wenige Zentimeter über dem Boden. Wird mit weitem Abstand gesät, so dass nicht ausgedünnt werden muss, werden die Möhren weniger befallen. - Wiederholtes Überbrausen mit Zwiebelaufguß. ENVIRepel. Etwas Sägemehl in die Erdoberfläche einharken und Kresse als Zwischenkultur säen. Nur ausgereiften Kompost verwenden. Unreifer Kompost und frischer Mist lockt sie an. Wöchentlich überbrausen mit Brühe aus Tomaten- und Holunderblättern, oder Kamillentee. Aussaat im März oder Juli.

Natürliche Feinde: Gallmückenlarven, Kurzflügler, Laufkäfer, Ohrwürmer, Raubkäfer, Raubwanze, Raupenfliege, Schlupfwespen, Spinne. Windige Lagen sind vorteilhaft. Bio-Gemüsestreumittel 6 - 9 um den Wurzelhals. Netz während der gesamten Vegetationszeit, erhöht gleichzeitig den Ertrag. Möhrenfliegen könnten oft durch die Maschen schlüpfen, tun es aber nicht aus unbekannten Gründen. Niemals Möhrenanbau hintereinander, die Fliegen sind dann schon unter dem Netz. Ganz frühzeitige Aussaat oder Frostsaat vermindern den Befall. Werden die Möhren bis über den Wurzelhals angehäufelt, wird die Fliege keine Eier ablegen. - Auch im Winterquartier setzen die Maden der Möhrenfliegen ihre Tätigkeit fort und durchlöchern weitere Möhren. Chlorogensäure ist anderseits ein guter Schutz gegen die Einwirkung von krebserzeugenden Nitrosaminen. -

Sellerie. Anbau mit Tomaten und Kohl empfehlenswert.

Möhrenfliegen werden vertrieben durch Knoblauch, Porree, Schnittlauch und Zwiebeln.