Kartoffeln [Solanum tuberosum] - Nahrung

Kartoffeln - Inhaltsstoffe

In den dünnen Schalen der Frühkartoffeln sind viele Mineralien und Vitamine gespeichert, man kann sie mitessen.Kartoffeln
Bild von: Botanikus-CD

Kartoffeln - Lagerung

Beschädigte Knollen sofort verbrauchen, geringe Beschädigungen verheilen, wenn sie eine Woche lang im Dunklen bei 14 - 18° aufbewahrt werden.

Lagerung im dunklen Keller (das lichtempfindliche Vitamin B2 wird dadurch erhalten), mit hoher Luftfeuchtigkeit, Idealtemperatur nicht über 5°. Bei niedrigeren Temperaturen werden sie süß, höhere Temperaturen und Licht fördern die Keimbildung. Bei höheren Temperaturen bauen die Knollen den Zucker wieder in Stärke um, falls sie nicht zu lange unter dem Gefrierpunkt gelagert waren.

Keimhemmende Substanzen sind schon nach 8 Wochen meistens abgebaut. Sie sind nicht mehr zugelassen.

Gegen vorzeitiges Keimen im Winterlager (ab etwa 8°) hilft häufiges Umschichten und Abdunkeln.

Natürlich wirkende Keimhemmer sind: Äther, Öle von Basilikum, Fingerhut, Jasmin, frischer Katzenminze, Knoblauch°, Kümmel (Carvon), Lavendel, Pfefferminz (abdecken mit Kraut) oder anderen Minzpflanzen, Rosmarin, Salbei, Thymian bzw. die Pflanzen selbst. Die Gerüche gehen nicht in die Kartoffeln über.

Oregano und Zatar Parsi (Satureja thymbra) schützen am besten gegen Nassfäule-Befall (Griechische Erfahrung).

Brennesselblätter halten die Kartoffeln länger frisch.  - °Knoblauchzehen, verteilt auf das ganze Lager, vermindert außerdem Pilzbefall.

Immer für ausreichende Lüftung sorgen.

Gekochte Kartoffeln im Kühlschrank aufbewahren.

Kartoffeln - Zubereitung/ Küche

In Hinsicht auf den Gehalt von Acrylamid sollte man Kartoffeln nicht über 175° erhitzen, siehe Inhaltsstoffe Obst/Gemüse A-B. - Acrylamid und Gesunde Ernährung, Gesundes Leben_Krankheiten - Wechselbeziehungen_Pflanzen, Nahrungsmittel, Krankheiten - Krankmachende Stoffe und Einwirkungen

Der Verbrauch an unbearbeiteten Kartoffeln in Deutschland betrug 33 kg im Jahre 2003, an bearbeiteten Kartoffeln wurden 34 kg verzehrt. Damit haben sich die Verbrauchszahlen in wenigen Jahren eindeutig in Richtung bearbeitete Kartoffeln verschoben. Vor 100 Jahren wurden noch 200 kg/Jahr verzehrt. 

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