Sclerotiniafäule [Sclerotinia sclerotiorum, Sclerotinia trifoliorum, Sclerotinia minor]

Botanischer Name
Sclerotinia sclerotiorum, Sclerotinia trifoliorum, Sclerotinia minor

Schadbild

Sclerotinia-Fäule.

Pilzbefall durch Sclerotinia sclerotiorum, S. trifoliorum und S. minor. Befallen werden Ackerbaukulturen, Gemüsekulturen, Gewürz- und Zierpflanzen sowie Ernterückstände. Kulturpflanzen werden entweder über Sklerotien, die sich in der oberen Bodenschicht befinden, und dem sich daraus entwickelnden Myzel befallen, z.B. Chicorée, Endivie, Möhren, Petersilie, Salat u.a. oder durch Sporen, die von den Fruchtkörpern des Schadpilzes gebildet werden, z.B. Aubergine, Bohne, Erbse, Gurke, Lupine, Paprika, Petunie, Tomate, Wassermelone u.a. Beide Infektionsarten kommen vor bei Chrysantheme, Sellerie, Sonnenblume, Tabak usw. Es bildet sich ein meist weißes, watteartiges Pilzgeflecht, das sich ausbreitet und in dem sich schwarze Dauerkörper (Sklerotien) entwickeln, die im Boden bis zu 7 Jahren aktiv bleiben können. Das Blattwerk fängt an zu welken und später fault es. Auch im Keller können sich z.B. an der Möhre weiße Pilzrasen bilden

Bohnen. Dieser Pilz verursacht ein Welken der Bohnenstängel. Dann erscheint ein weißes Pilzgeflecht, später entwickeln sich die schwarzen Dauerkörper (Sclerotien). Sie können in feuchten Böden 12 Monate, in trockenen bis zu zehn Jahren überdauern. Diese Krankheit kommt ebenfalls vor bei Kopfsalat, Endivie, seltener auch bei Gurke, Möhre, Sellerie und Tomate.

Paprika. Pilzbefall durch den Scerotinia-Pilz. Zunächst welkt die gesamte Pflanze, dann überzieht ein weißes Pilzgeflecht Blätter und Früchte, anschließend bilden sich die schwarzen Sklerotien-Dauerkörper aus, die unter für sie günstigen Umständen 7 Jahre überleben können.

Peperoni. Pilzbefall durch den Scerotinia-Pilz. Zunächst welkt die gesamte Pflanze, dann überzieht ein weißes Pilzgeflecht Blätter und Früchte, anschließend bilden sich die schwarzen Sklerotien-Dauerkörper aus, die unter für sie günstigen Umständen 7 Jahre überleben können.

Prachtscharte. Pilzbefall. Die Blätter werden welk.

Sellerie. Pilzbefall. Am Stängelgrund wird ein rosafarbener oder weißer Pilzrasen sichtbar, später wird auch die Knolle in derselben Weise davon befallen.

Gurken. Früchte und Blätter werden überzogen von einem weißen, watteartigen Rasen, in dem die schwarzen Dauerkörper gebildet werden. Danach faulen sie.

Möhren. Bei Lagerung bilden sich weiße feine Gespinste.

Tomaten. Schwarze Punkte an Blättern und Stängeln.

Vorbeugung

Vorbeugung: Fruchtwechsel, keine stickstoffbetonte Düngung. Ausreichend Abstand halten. Knoblauch beipflanzen. - Nach Infektion nicht andere Pflanzen setzen, die ebenfalls gefährdet sind. Zwiebeln als Kulturfolger. Steinmehl einarbeiten. Schachtelhalmtee spritzen. Nur morgens gießen, nicht die Blätter bespritzen. Contans WG einarbeiten

Bohnen. Befallenes entfernen und vernichten.

Gurken. Contans WG.

Möhren. Vernichten. Contans WG.

Paprika, Peperoni. Befallene Pflanzen vernichten, den Boden mit Kalkstickstoff entseuchen.

Sellerie. Contans WG.

Tomaten. Contans WG..

Bekämpfung

Bohnen. Fruchtwechsel beachten, bei Befall nicht Pflanzen anbauen, die ebenfalls anfällig sind. Als brauchbare Zwischenkultur können Getreide, Mais, Spinat und Zwiebeln angebaut werden. Steinmehl in die Pflanzlöcher streuen. Immer nur morgens wässern. Jungpflanzen hoch setzen. Spritzen mit Schachtelhalm.

Paprika, Peperoni. Fruchtwechsel. Jungpflanzen schon früh mit Schachtelhalmtee besprühen.

Sellerie. Contans WG.