Rostkrankheiten [Cronartium ribicola usw.]

Anfällige Pflanzen: Ackerbohne    Estragon    Fuchsien    Gänsekresse    Johanniskraut    Kirschbäume    Löwenmäuler    Mahonien    Margeriten    Pantoffelblumen    Rhabarber    Rotblütige Wucherblumen    Strauchmargerite    Veilchen   


Botanischer Name: 
Cronartium ribicola usw.
Schadbild: 

Rostkrankheiten. Cronartium ribicola. Befällt meistens im Hochsommer bei feuchter, warmer Witterung schwarze Johannisbeeren, selten Stachelbeeren. Im Hochsommer gelbe oder rötliche Pusteln (Säulchen) auf den Unterseiten, gelbe Flecken auf der Oberseite der Blätter, können sich verbreiten auf der gesamten Blattfläche. Ertrag stark vermindert, Blätter fallen 8 ab. Kiefern als Zwischenwirt: Zuckerkiefer-(Pinus lambertina, strobus) und Weymouthkiefer (Pinus monticola), fünfnadelige Kiefern. Auch die Zirbelkiefer (Pinus cembra) ist weniger anfällig. Im Sommer bilden sich dort gelborangefarbene Blasen an den Trieben (Blasenrost). - Der Pilz wechselt 4 - 5 auf die schwarzen Johannisbeeren über. Die Sporen verbreiten sich mit Regen und Wind über hunderte von Metern. Fruchtkörperlose Ständerpilze, die dunkle Sporenlager bilden. Einige von ihnen müssen den Wirt wechseln, wenn sie weiter existieren wollen.

Befallen werden: Berberitzen (Getreide), Birken (Lärchen), Birnen (Wacholder), Eberesche (Wacholder), Erbsen (Zypressen-Wolfsmilch), Johannisbeeren (Weymuth-, Zirbelkiefer), Kiefern (Eiche, Esskastanie, Johannisbeere), Nelken (Wolfsmilch), Pappeln (Allium-Blumenarten, Schnittlauch, Zwiebeln), Pflaumen und deren Zierformen (einige Anemonenarten, Leberblümchen, Ranunkeln), Wacholder (Birnbaum, Eberesche, Weißdorn).

Weiterhin: Bohnen, Brombeeren, Buchsbaum, Eriken, Fuchsien, Johanniskraut, Löwenmäulchen, Mahonie, Malven, Margeriten, Marienglockenblumen, Pantoffelblumen (Oberseite gelbliche Flecken, Unterseite rötliche Pusteln. Zurückschneiden), (Zonal-)Pelargonien, Pfefferminze, Pfingstrosen, Porree, Rosen, Sellerie, Staticen, Stockrosen, Wiesenraute.

Die Sporen werden durch Insekten (Bienen!), Regen und Wind verbreitet.

Fruchtkörperlose Ständerpilze, die dunkle Sporenlager bilden.

An den Blattunterseiten findet man in großer Menge rostbraune oder schwarze hervorstehende Sporenlager, die Fichte ist Zwischenwirt. Er wechselt zu Kirsch- und Zwetschenbäumen. Buschwindröschen sind nicht betroffen. Auf der Oberseite sind helle, auch gelblich-bräunliche Flecken erkennbar, die im Herbst schwarz werden. Einige von ihnen müssen den Wirt wechseln, wenn sie weiter existieren wollen.

Bechermalve. An den Blattunterseiten findet man in großer Menge dunkle bis schwarze hervorstehende Sporenlager. Auf der Oberseite sind helle, auch gelblich-bräunliche Flecken erkennbar, die im Herbst schwarz werden.

Birnbäume. Gymnosporangium sabinae. Auf Blättern Flecken orange-gelb im April und Mai, im Sommer zusammenfließend mit klebrigen Tröpfchen und im Herbst leichte rotbraune Wölbungen, Gittermuster bildend. Auf der Unterseite sind die rostroten Auswüchse zu sehen, mit weißen, gitterartigen Krönchen, die im Spätsommer ihre Sporen verbreiten, auch auf noch nicht befallene Blätter. Die Früchte und Triebe werden nur selten befallen. Diese feinen Sporen benötigen für ihre Weiterentwicklung Wacholderarten. Fehlen sie, bleibt auch der Gitterrost aus, da er nur auf lebendem Gewebe überleben kann. Die Sporen können 500 m und mehr weit fliegen. Bei starkem Befall über mehrere Jahre hinweg kann der Birnbaum absterben.

Bohnen. Uromyces appendiculatus. Unterseite weiße Pusteln. Erst braune, dann schwarze Sporen sichtbar. Oberseite gelbe Aufwölbungen. Später sind die schwarzen Sporen auch auf den Bohnenhülsen zu finden. Hauptsächlich sind Stangenbohnen betroffen bei feuchtem Wetter, Feuerbohnen werden weniger stark befallen. Überwintert an Bohnenstangen und Ernterückständen und im Boden. Übertragung auf Erbsen, Wicken und Wolfsmilch ist möglich.

Brombeeren. Violettrote Flecken auf den Blättern. Unter den Blättern sind die Sporenlager, erst rot, dann braun werdend. Danach werden die gesamten Blätter rot und fallen ab.

Bunte Margerite, Eisenhut, Estragon, Gänsekresse, Ginster, Johanniskräuter, Mahonie, Margeriten, Pelargonien, Puffbohnen, Stachelbeeren, Strauchmargeriten, Veilchen. Pilzbefall, vor allem bei der gelben Strauchmargerite. Auf der Blattunterseite sind die dunklen Sporenbehälter zu sehen.

Fuchsien. Blätter sind verfärbt, vergilben und fallen ab, beginnend von unten. Auf den Unterseiten sind die braunen Sporen, wie mit Roststaub bepudert, sichtbar. Wirtswechselnder Rostpilz, Zwischenwirt Kreuzblumen und Waldweidenröschen.  Sollten sich die roten Spinnen breit machen, können Sie sehr schnell mit den Mitteln der Pyrethrum-Präparaten von unten her die Schädlinge bekämpfen.

Geißblatt. Rostpilz Puccinia festucae. Betroffen sind sowohl die Blattober- wie Unterseiten. Bei näherer Betrachtung besitzen sie nach Aufbrechen einen feinen zerschlitzten Rand. Wirtswechsel zu verschiedenen Festuca-Arten, auf denen dann die Uredosporenlager sowie die Teleutosporen gebildet werden. Details sind nicht bekannt.

Grünspargel. Puccinia asparagi, Pilzinfektion. An Blättern, Stängeln und Trieben entstehen etwa ab 7 hellgelbe Flecken, auf denen sich später rote bis dunkelbraune Sporen bilden. Die Blätter vergilben und sterben ab. Tritt besonders in feuchten Lagen auf, gefährdet besonders Junganlagen.

Herbstchrysanthemen, Herbstmargeriten. Puccinia horiana. Bis zu 2 cm große helle Flecken auf der Blattoberfläche, im Verlauf mit braunem Punkt in der Mitte. Auf der Blattunterfläche Pusteln mit den Sporen.

Johannisbeeren. Puccinia. Fruchtkörperlose Ständerpilze, die dunkle Sporenlager bilden. An den Blattunterseiten findet man in großer Menge rostbraune oder schwarze hervorstehende Sporenlager. Auf der Oberseite sind helle, auch gelblich-bräunliche Flecken erkennbar, die im Herbst schwarz werden. Einige von ihnen müssen den Wirt wechseln, wenn sie weiter existieren wollen.

Hungerblümchen. Es muss sehr früh gespritzt werden, anderenfalls muss es entfernt werden, zu enger Stand.

Kapuzinerkresse. Cronartium flaccidum. Blattfleckenkrankheit. Winterwirt für diesen Pilz ist die Kiefer (=Föhrenblasenrost). Frühjahrssporen befallen die Pfingstrosen und andere Pflanzen wie Impatiens. Braune Flecken mit bläulichem Rand auf der Oberseite, auf Unterseite Pusteln, erst hellbraun, dann dunkel.

Kiefern. Zunächst ist die Rinde, vor allem in der Nähe der Astquirle, aufgeraut und es entstehen Schwellungen. Im folgenden Frühjahr erscheinen weißgelbe Fruchtkörper, die aufplatzen und orangegelbe Sporen herauslassen. Sie können sich über viele hundert Meter verbreiten. Sommerwirt für die Sporen ist die schwarze Johannisbere (Säulenrost). Die Weymouth- und Zirbelkiefer sowie fünfnadelige Kiefern sind betroffen.

Kirschbäume. Auf der Blattunterseite sind braune Sporenlager, auf der Oberseite helle Flecken. Wechselt von Anemonenwurzeln zu Kirschen und Zwetschen.

Malven, Stockrose. Puccinia malvearum. Der Pilz verursacht braune Pusteln an den Blattunterseiten, aus denen Löcher entstehen. Die Blätter welken und sterben ab. Es werden außerdem Löwenmäulchen, Pelargonien und andere Pflanzen von Rost befallen, verschiedene Arten von Puccinia.

Orchideen, Knabenkräuter. Pustel an den Blättern, gelb oder rot.

Pfefferminze. Im Frühjahr sind die Triebe verdickt und verkrüppelt; sie weisen orangefarbene Sporenpusteln auf mit Auftreibungen an den Blättern. Die Blätter vertrocknen und fallen ab. Besonders bei Wechselwetter und Kali- oder Stickstoffüberdüngung auftretend.

Pflaumen, Zwe.. Tranzschelia discolor/prunispinosae. Pilz überwintert an Anemonenwurzeln, an Leberblümchen und Ranunkeln. Im Frühjahr werden die Pflaumenblätter infiziert. Mehrere Generationen im Laufe des Sommers. Im Herbst werden die schwarzen Wintersporen gebildet, die dann wieder im Frühjahr auf Anemonen überwechseln und dort auskeimen. - Auf der Blattoberseite ab A 7 gelbe, auf der Unterseite braune Flecken (Pilzpusteln). Höhepunkt der Entwicklung Juli/August. Die befallenen Blätter fallen ab, ggf. verliert der Baum alles Laub 8. Feuchte Witterung verstärkt den Befall. Befällt auch gelegentlich Aprikosen, Mandel, Pfirsiche, Mirabellen, Schlehen.- Anfällig sind die Zwetschensorten Ersinger, Hauszwetsche, Ruth Gerstetter, Sanctus Hubertus, Stanley.

Porree/Lauch. Puccinia allii. Befall 8 - 9. Im Herbst schlagen wieder gesunde Blätter aus. Große Pusteln auf den Blättern, orangefarben, Blätter werden heller. Der Pilz überwintert auf den Pflanzen. Er ist identisch mit dem Zwiebelrost, befällt auch Schnittlauch.

Radies, Rettiche. Auf der Blattunterseite sind braune Sporenlager, auf der Oberseite helle Flecken.

Rhabarber. Leuchtend rote Flecken an der Blattunterseite mit gelben Sporen. Pilz wechselt den Wirt, nämlich zu Schilfgräsern.

Rosen. Pilzbefall an Blättern, beginnend im Frühsommer. Unterseite gelbliche kleine Pilzkolonien, später schwarzwerdend. Blattoberseite orangefarbene Flecken. Führt zu Blattfall. Orangefarbene Sporenlager an Zweigen, später schwarz werdend. Periodisch auftretend in kalten, nassen Jahren, am stärksten im Herbst. Übertragung durch Sporen im Laufe des Sommers. Feuchtes Wetter und hohe Luftfeuchtigkeit begünstigen die Verbreitung. Überwinterung als Wintersporen auf abgefallenem Laub oder Holz.

Schnittlauch/Knolau. Puccinia allii. Befall 8 - 9. Im Herbst schlagen wieder gesunde Blätter aus. Große Pusteln auf den Blättern, orangefarben, Blätter werden heller. Der Pilz überwintert auf den Pflanzen. Er ist identisch mit dem Zwiebelrost.

Sommermalven, Trichtermalven. In ungünstigen Jahren kann sich der Malvenrost ausbreiten. Man sollte ihn durch Knoblauchjauche oder -tee heilen.

Speierling. Puccinia-Arten. Pilzkrankheit. Er gefährdet vor allem die jungen Bäume. An den Blattunterseiten findet man in großer Menge dunkle bis schwarze hervorstehende Sporenlager. Auf der Oberseite sind helle, auch gelblich-bräunliche Flecken erkennbar, die im Herbst schwarz werden. Auf infizierten Blättern bilden sich während der Blütezeit dunkelgrüne, später graubraune runde Flecken, die durchsichtiger sind als die Umgebung, später unregelmäßiger werden und sich vergrößern und mit einem Pilzrasen bedeckt sind. (Erstinfektion). Die Infektion kann sich schnell ausbreiten. Die Leerung der Sporenbehälter kann sich bis zum Juni hinziehen. Die Blätter trocknen ein und fallen ab. Bei starkem Befall muss mit einem Rückgang der Blüten im folgenden Jahr gerechnet werden. Gelegentlich werden auch Triebe befallen, sie sterben ab.

Stachelbeeren. Orange-/dunkelrote Polster auf Blättern und Früchten. Daraus bilden sich Vertiefungen, darin sind die Sporen, die dann auf Seggen überwechseln.

Vorbeugung: 

Bechermalven. Befallenes vernichten. Moosextrakt oder Lebermooser spritzen.

Birnbäume. Befallene Blätter abschneiden und vernichten. Desgleichen die Verdickungen am Wacholder, ggf. Wacholder roden. Steinmehl stäuben und in den Boden einarbeiten. Schachtelhalmbrühe und Rainfarn spritzen. Neudovital.

Bohnen. Vernichten, mehrjährige Anbaupause.

Brombeeren. Spritzen mit Pflanzenstärkungsmittel, ggf. mit Kupfer- oder Schwefelzusatz. Rainfarnbrühe. Neudovital. Krankes abschneiden und vernichten.

Buchsbaum. Rostkrankheiten.

Estragon. Befallenes abschneiden und vernichten.

Fuchsien.Alle befallenen Blätter entfernen und vernichten, auch abgefallenes Laub. Mit Schwefelpräparaten mehrmals spritzen, auch den Boden.

Gänsekresse. Vernichten.

Ginster. Befallenes abschneiden und vernichten. Zwischenwirt entfernen.

Glockenblumen. Pflanzenstärkungsmittel mit Schwefelzusatz spritzen. Im Herbst alle Ranken abschneiden und vernichten, die Restpflanze und den Bodenbereich mehrmals mit Schwefel spritzen. - Befallene Marienglockenblumen vernichten.

Grünspargel. Kupferkalk° spritzen. Das gesamte Spargelkraut im Herbst abschneiden und vernichten. °In Gärten nicht mehr erlaubt.

Johannisbeeren. Alle Teile mit Wermut behandeln.

Herbstchrysanthemen, Herbstmargeriten. Niemals auf die Pflanzenteile gießen. Ausreichender Pflanzenabstand.

Hungerblümchen. Schwefelzusatz. Rainfarnbrühe. NAB-Spritzung, HF-Pilzvorsorge, Neudovital. Moosextrakt. Lebermooser.

Johannisbeeren. Vor Austrieb Neudovital spritzen, dann 2 - 3 mal vor und nach der Blüte. Befallene Blätter und Falllaub vernichten. Besser ist es, wenn statt der normalen Johannisbeeren Ometa oder Titania verwendet wird.

Johanniskräuter. Befallene Blätter entfernen.

Kiefern. Nicht möglich, die Kiefer geht meistens ein.

Löwenmäulchen. Schachtelhalmbrühe. Befallenes vernichten.

Mahonie. Tief ins Gesunde zurückschneiden, Befallenes vernichten.

Malven. Befallenes vernichten. Moosextrakt oder Lebermooser spritzen.

Pfefferminze. Bei ersten sichtbaren Erscheinungen die nicht befallenen Teile ernten, Befallenes vernichten. Pflanze radikal zurückschneiden, treibt meistens wieder gesund aus. Mit Schachtelhalmtee und Schwefelpräparaten spritzen.

Pfingstrosen, Strauchpfingstrosen. Befallenes vernichten. Notfalls °Kupfermittel spritzen.°Im Garten verboten.

Pflaumen, Zw..  Abgefallene Blätter vernichten.

Porree/Lauch. Befallene Pflanzen vernichten.

Rosen. Abgefallene und befallene Blätter vernichten. Befallene Triebe zurückschneiden. Schachtelhalmbrühe mit Schwefelzusatz spritzen auf Beet und Pflanze, mehrmals wiederholen. Wermutbrühe, Farnkrautbrühe. Bitertannol. Neudovital. Fungisan (U.U.etwas Rückstand). Fungisan Rosen- und Gemüsepilzfrei. Compo.

Schnittlauch/Knolau. In feuchten Boden pflanzen. Schachtelhalm- und Rainfarntee spritzen. Tief abschneiden, sobald er sich umlegt. Abgestorbenes vernichten. Wenig düngen.

Sommermalven, Trichtermalven. Moosextrakt oder Lebermooser spritzen.

Stachelbeeren. Büsche stark zurückschneiden. Im Herbst und Frühjahr Schachtelhalmbrühe auf Boden und Strauch spritzen.

Stockrose. Befallenes vernichten. spritzen. Moosextrakt oder Lebermooser spritzen. Daneben können Fingerhut und Wermut gesetzt werden. Sie können auch den amerikanischen Stachelbeermehltau damit vertreiben.

Wacholder. Kleine, braunrote, eng beieinander liegende Zapfen oder keulenförnige Verdickungen herausschneiden und vernichten.

Weiden. Fungisan Rosen-Pilzfrei.

Weißdorn. Becherförmige Fruchtkörper von in der Nähe stehenden Wacholderbüschen. Meist genügt bei den pilzlichen Erregern eine frühzeitige Entfernung befallener Blätter.

Windröschen. Vernichten.

 

Bekämpfung: 

Abwehr: Auf ausreichende Kaliversorgung achten (z.B. Holzasche, Hühnermist). Ausgewogene, nicht stickstoffbetonte Düngung. Mulchen. Sortenwahl. Mischkultur. Nicht überbrausen. Spritzen mit Pflanzenstärkungsmittel, ggf. mit Schwefelzusatz. Rainfarnbrühe. NAB-Spritzung. HF-Pilzvorsorge, Neudovital. Moosextrakt. Lebermooser. Compo. Krankes vernichten.

Nicht in die Nähe von Kirsch- und Pflaumenbäumen pflanzen.

Azaleen.  Keine stickstoffbetonte Düngung. Auf richtigen pH-Wert des Bodens achten.

Bechermalven. Standortbedingungen beachten, der Boden darf nicht fest und klebrig sein. Wenig, und nicht stickstoffbetont düngen. Jährlich Standort wechseln. Abstand halten von Stockrosen. Pflanzenstärkungsmittel wie Schachtelhalmtee oder Farnbrühe spritzen. Mischkultur mit Dahlien versuchen.

Birnbäume. Anfällige Zierwacholder aus der Nähe der Birnbäume entfernen oder etwaige braunrote, eng beieinander liegende kleine Zapfen oder keulenförmige Verdickungen beim Wacholder (Wacholdergallenrost), aus denen eine schleimige Masse quillt, großzügig herausschneiden (Zwischenwirt). Schnittwunden mit Lac Balsam verstreichen. Der Wacholder ist meistens bis zu 100 m entfernt in Windrichtung. Schachtelhalmbrühe + Schwefel + Algenkalk vermischt im Juni zweimal spritzen. Neudovital Obst-Pilzschutz spritzen vor dem Austrieb (3%), Juni 2 x im Wochenabstand (1%). Dr. Evergreen Flora. Nicht anfällige Wacholdersorten, z.B. den Säulenwacholder Hibernica anbauen.Versuche in Wädenswil/Schweiz haben gezeigt, dass einige Wacholdersorten kaum anfällig sind: J. virginiana: Blue Arrow, Hetzi, glauca. J. chinensis: Plumosa Aurea + Blauw. J. communis: Green Carpet, Hibernica, Hornibrookii, Repanda, Suecica,  J. horizontalis: Blue Chip, Golden carpet, Wiltonii. J. media Mint Julep, Pfitzeriana glauca. J. squamata Blue Carpet, Meyeri. Säulenwacholder 'Hibernica'. Besonders anfällig sind: J. chinensis Robusta Green, Keeteleri. J. sabina Blaue Donau, Tamariscifolia. J. media Pfitzeriana aurea.

Bohnen. Sortenwahl. Keine stickstoffbetonte Düngung. Boden mulchen. Windoffene Lage. Genügend Pflanzabstand halten. Feuchte Lagen vermeiden. Fruchtwechsel. Stangenbohne Neckarkönigin, Silvia (Pötschke) und Weinländer sowie die Feuerbohne sind ziemlich resistent, ebenso die Buschbohne Milagrow (Sperli). Schachtelhalmbrühe spritzen und Neudovital (1%) regelmäßig spritzen. Elot-Vis. Bohnenstangen nach Befall mit Kupfersulfatlösung 3 - 5% desinfizieren.

Brombeeren. Ausreichende Kalidüngung z.B. Holzasche, wenig Stickstoff. Mulchen. Sortenwahl. Blätter nicht überbrausen. Neudovital.

Fuchsien. Pflanzenstärkungsmittel spritzen, ggf. mit Schwefelzusatz. Keine stickstoffbetonte Düngung. Zwischenwirt entfernen. Weitgehend resistent sind Elisabeth, Flying Cloud, Gruß aus dem Bodethal, Harry Gray, La Campanella, Marin Glow. Anfällig sind Brutus, Display, Henriette Ernst, Mieke Meursing.

Gänsekresse. Keine stickstoffbetonte Düngung, überhaupt wenig düngen, um den Pflanzencharakter zu bewahren. Nur beim Auspflanzen angießen, dann nur noch bei extremer Hitze.

Glockenblumen. Nicht stickstoffbetont düngen und nur morgens, um den Wurzelballen herum, gießen. Vorsorglich Kompost mit Holzasche anreichern oder mit Beinwelljauche gießen.

Grünspargel. Wiederholte Schachtelhalmspritzungen. Neudovital.

Johannisbeere. Schwarze Titania (Ahrens & Sieberz, Baldur) und Ometa (Häberle, Pötschke) sind resistent, ebenso weiße Versailler + rote Rovada (Baldur, Pötschke). Sträucher nicht zu eng pflanzen. Wermut (1 Staude auf 5 Sträucher), Gewürzfenchel oder Schnittlauch in Strauchnähe pflanzen, ggf. Zwischenwirte roden oder befallene Zweige mit spindelförmigen Auftreibungen herausschneiden. Blätter sammeln und vernichten. Mit Wermut mulchen. Vor und nach der Blüte Schachtelhalmbrühe mit 0,03% Kaliumpermanganat spritzen. Keine stickstoffbetonte Düngung. Brennesseljauche gießen, regelmäßig wässern. Algan. Vitanal. ENVIRepel. Neudovital Obstpilzschutz spritzen von 5 - Ernte, Abstand 10 Tage.

Johanniskräuter. Kompost, Steinmehl, Schachtelhalm. Robuste Sorten kaufen (Bornträger, siehe Adressen Samenzüchter).

Kiefer. Entweder schwarze Johannisbeerbüsche oder die Kiefern entfernen.

Löwenmäulchen. Sortenwahl. Zwischenräume mulchen oder einsäen. Schachtelhalm- und Rainfarntee. Farnbrühe. Nicht von oben begießen, keine stickstoffbetonte Düngung. Kompost. Neudovital. Anbauflächen in jedem Jahr ändern.

Mahonie. Mit Kali, aber nicht stickstoffbetont düngen, im Sommer ausreichend wässern.

Malven, Stockrosen. Dahlien und Fingerhut beipflanzen. Resistente Sorten wählen. Alle zwei Jahre neue Pflanzen setzen an jeweils anderen Stellen. Im September Erd- oder Mulchunterstreu um die Pflanze herum aufbringen (Beinwell). Bei Herbstausklang alle Stängelreste entfernen. Nach dem Winter Unterstreu vor Neuaustrieb zusammen mit oberster Erdschicht entfernen und vernichten, neue Mulchschicht aufbringen. Ebenso die ersten fünf Blättchen in den Müll geben. Luftigen Platz mit weitem Abstand wählen. Weder zu trocken noch zu feucht halten. Spritzen mit Schachtelhalm- und Rainfarntee oder Farnbrühe. Stäuben mit Steinmehl nach Regen. Keine Staunässe, nicht zu trocken, nicht zu feucht halten. Ausreichend düngen. Neudovital Rosen-Pilzschutz spritzen.

Pelargonien. Vorhandene gesunde Pflanzen mit Schwefelmittel behandeln. Ganz befallene Pflanzen verbrennen. Es ist auch nicht möglich, solche Pflanzen mit Chemikalien zu behandeln.

Pfefferminze. Pflanzabstände einhalten. Jedes Jahr den Standort wechseln. Mehrmaliges Überbrausen mit Schachtelhalmtee. Multimentha anbauen, andere Sorten sind meistens anfällig.

Pfingstrose, Strauchpfingstrose. Kiefernähe vermeiden. Schachtelhalm mit Schwefelzusatz spritzen, mehrmals. Neudovital.

Pflaumen, Zwe.. Keine Anemonen, Leberblümchen und Ranunkeln in der Nähe anpflanzen, sie sind Zwischenwirt. Schachtelhalm mit Netzschwefel spritzen. Ende 6 zweimal Baumscheibe ganzjährig mulchen. Ausreichend wässern und düngen. Baum in jedem Jahr auslichten. Pflanzenstärkungsmittel spritzen, z.B. Neudovital. Bühler und Anna Späth gelten als weniger anfällig.

Porree/Lauch. Sortenwahl. Mulchen oder Zwischenräume einsäen. Empfindlich sind Alaska, Batina, Catalina u.a. Pflanzenreste nicht kompostieren. Abstände einhalten, keine stickstoffreiche Düngung.

Radies, Rettiche. Sortenwahl. Serrida F 1 ist resistent.

Rhabarber. Schilf entfernen.

Rosen. Bei Kalkmangel Algenkalk oder kalkhaltiges Steinmehl streuen. Sortenwahl: Nur Rosen aus Rosa-Multiflora-Abkunft oder Rosa-Moschata-Hybriden pflanzen. Sonnenarme Pflanzstellen meiden. Auf ausreichende Kaliversorgung achten (Holzasche, Kompostierter Hühnermist, Kalimagnesia, Knochenmehl, Adlerfarnjauche). Keine stickstoffbetonte Düngung. Keine Leberblümchen in der Nähe dulden (Zwischenwirt). Knoblauch beipflanzen. Schachtelhalmspritzung. Mr. Evergreen Rosen. Neudovital 3% vor dem Austrieb spritzen. Neudo-Vital Rosen-Pilzschutz. Oscorna-Bio-S. Brennesseljauche gießen. Mulchen.

Schnittlauch/Knolau. Kaffeesatz* als Dünger einarbeiten. Öfters schneiden. Wilan (Sperli) ist tolerant.*Wegen seines evt. hohen Kupfer- und Zinkanteils nur in geringem Maße anwenden.

Stachelbeeren. Sauergräser aus der Nähe entfernen.

Wacholder. Anfällige Zierwacholder entfernen, ggf. resistente Sorten anbauen.Versuche in Wädenswil/Schweiz haben gezeigt, dass einige Wacholdersorten besonders anfällig sind: Juniperus chinensis Robusta Green, Keeteleri. Juniperus sabina Blaue Donau, Tamariscifolia. Juniperus media Pfitzeriana aurea. Kaum anfällig sind: Juniperus virginiana: Blue Arrow, Hetzi, glauca. Juniperus chinensis: Plumosa Aurea + Blauw.Juniperus communis: Green Carpet, Hibernica, Hornibrookii, Repanda, Suecica. Juniperus horizontalis: Blue Chip, Golden carpet, Wiltonii.Juniperus media Mint Julep, Pfitzeriana glauca. Juniperus squamata Blue Carpet, Meyeri Säulenwacholder 'Hibernica'.