Tomaten [Solanum lycopersicum] - Alle

Allgemein

Tomaten - Allgemeines

Solanum lycopersicum (früher Lycopersicon esculentum). Nachtschattengewächse.Solanum lycopersicum, TomatenSolanum lycopersicum, Tomaten
Bild von: Botanikus-CD


Anbau

Tomaten - Lage

Sonnige, geschützte Lage, z.B. unter einem Dachvorsprung gegen Einnässung durch Regen. Vor Mauer in Südlage günstig.Solanum lycopersicum, Tomaten gesamtSolanum lycopersicum, Tomaten gesamt

Tomaten - Boden

Humoser, kräftig gedüngter, durchlässiger, tiefgründiger, warmer Lehmboden, kalkhaltig, feucht, locker, neutral, um pH 6, viel Sonne, aber keine glühende Hitze. Am besten geeignet ist Kompost. Er ist am wirkungsvollsten, wenn er nur halbverrottet, aber durchgehend schwarz gefärbt ist. Die ehemalige Gewebestruktur kann noch zum Teil erhalten sein. Genügend Kalk sollte immer vorhanden sein, die Früchte schmecken dann besser. Temperaturen über 30° sollten die Tomaten nicht längere Zeit ausgesetzt sein. Die Tomaten wurzeln bis über 1 m tief in der Erde, deshalb mindestens zwei Spaten tief lockern. Oder einen Graben, einen Spaten tief und zwei Spaten breit ausheben, und den unteren Teil der Pflanze mit Wurzelballen dort entblättert hineinlegen. Unter den Wurzeln einige Brennesseln zur Unterstützung des Wachtums hineinlegen. Den oberen Teil ganz vorsichtig hochbiegen und anbinden. Diese Maßnahme empfiehlt sich vor allem, wenn die Tomaten zu früh ausgesät wurden und geil geworden sind. In jedem Fall bilden sich innerhalb weniger Wochen Adventivwurzeln am unteren Teil mit der Folge, dass die Pflanze danach schnell Höhe gewinnt und reichhaltige Früchte ausbildet. Sie kann zweitriebig kultiviert werden. Man sollte jedoch immerhin darauf achten, daß nur rote Früchte angebaut werden (Lycopin). Häufeln Sie im Frühsommer etwa 10 cm hoch Erde an die Tomatenpflanzen. Sie bilden dann neue Wurzeln und nehmen mehr Nährstoffe auf. Natürlich wachsende Tomaten sollten mit dicker Mulchschicht angehäufelt werden, veredelte Pflanzen dürfen es nicht.

Starkzehrer, jedoch sollte erst nach Fruchtansatz stärker gedüngt werden, sonst verzögert starkes Wachstum Fruchtansatz und -reife. Besonders Gewächshaustomaten benötigen wegen der höheren Ernte viel Dünger, jedoch wenig Stickstoff.  Ggf. in kühler Witterung eine Folienkonstruktion rund um das Tomatenbeet anfertigen. Keimtemperatur 18°, Nachttemperatur 16°, Tagestemperatur um 22° zur Aufzucht. Gelbe Sorten und amerikanische Tomaten benötigen manchmal 20 - 22° Keimtemperatur. Samenkörner mit Baldrianblütenextrakt 15 - 20 Min. beizen oder mit Humofix. Beete vor der Pflanzung mit Schachtelhalmbrühe gießen. Nur die kräftigsten Pflänzchen verwenden, das ergibt optimale Erträge.

Tomaten - Aufzucht

Die beste Aussaatzeit für Freilandtomaten ist zwischen dem 25.- 30.3., für warme Gewächshäuser Aussaat E 2, für kalte M 3. Bei früherer Aussaat vergeilen sie und tragen später weniger Früchte. Tomaten benötigen viel Licht, deshalb muss bei früher Anzucht für ausreichendes (künstliches) Licht gesorgt werden. Anzuchterde, später die Jungpflanzen und das Beet mehrmals mit Schachtelhalmbrühe überbrausen.

Jungpflanzen sollten gedrungen und stämmig sein mit Blütenansatz. Das ist zu erzielen durch hellen Standort und Herausstellen ins Freie während der warmen Tagesstunden. Nur zurückhaltend düngen, wenig Stickstoff. Erst mit Blütenbeginn wird die Düngung durch Kompost erhöht.

Auspflanzung nach den Eisheiligen. Löcher 25 cm tief ausheben, unteres Blattpaar entfernen, die Pflanze tiefer als vorher, z.B. 6 cm tiefer, als sie im Topf gestanden haben, und den Wurzelballen schräg setzen. Jungpflanzen sollten immer bis zum ersten Blattpaar in den Boden kommen, auf den Grund des Pflanzloches sollte man immer eine Handvoll Brennesselkraut legen. Kompost, Knochen- und Hornmehl oder Guano in das Pflanzloch geben, ggf. mit einigen Senfkörnern. Bei Frostgefahr Baldrianblütenextrakt spritzen. Pflanzung auf Hügelbeet oder Erdhügel vorteilhaft. Ebenso die Benutzung von Wellstäben mit Rechtsdrehung, dadurch entsteht Saftstauung und damit erhöhter Ertrag. Pflanzabstand 60 x 80 - 100 cm, Buschtomaten 40 x 50 cm. Mistdüngung oder halbverrotteter Kompost vorteilhaft, außerdem Rinderdung, Horn-Blut-Knochenmehlmischung (Nicht mehr erlaubt für Garten), Guano, Gesteinsmehl, Holzasche. Zusätzlich Brennesseljauche/Beinwelljauche gemischt (alle 2 Wochen) und Tomatenjauche aus ausgegeizten Trieben bis zwei Wochen vor der Ernte. Chloridhaltiger Dünger gilt als schädlich, andererseits soll gem. holländischen Forschungen Salzwasser zu schnittfesten, lange haltbaren Tomaten mit besserem Aroma führen. Ab Juli benötigen die Pflanzen alle 3 - 4 Wochen einen Kaliumdünger (Comfrey-Dünger, Symphytum off. oder peregrinum). Man sollte die Tomatenpflanzen direkt gießen. Neben die Pflanze einen Blumentopf eingraben, das verhindert Pilzbefall.Solanum lycopersicum, TomatenblüteSolanum lycopersicum, Tomatenblüte

Bei Gefahr von Korkwurzelkrankheit und Nematoden (Gewächshaus!) empfiehlt es sich, die Tomaten auf einer resistenten Unterlage zu veredeln ähnlich den Gurken. Außerdem reifen die Tomaten schneller und erhöht sich der Fruchtertrag, siehe Veredlungsunterlagen für Gemüse. Wenn der Boden gut vorbereitet ist, sollte erst dann wieder gedüngt werden, wenn die Fruchtbildung beginnt. Immer mulchen. Beste Mulchschicht: Brennessel- und Beinwellkraut, angerotteter Kompost sowie Stroh in dicken Lagen. Mulchfolie ist ebenso geeignet. Auch eine Weißkleedecke unter den Tomaten soll sich bewährt haben.

Keine stickstoffbetonte Düngung. Verrotteter Rindermist 5 kg per qm ist vorteilhaft, sonst reichlich Kompost. Hauben aus geschlitzter Folie. Einreihig in N-S-Richtung ziehen oder im Kreis um einen Komposthaufen herum.

Ein Regendach ist immer vorteilhaft, es schützt vor Krankheiten, die durch häufigen Regen gefördert werden. Tomaten wollen immer denselben Standort behalten. Bei Krankheiten ist jedoch ein Ortswechsel angezeigt. Nach dem Auspflanzen nur mäßig gießen, um die Wurzelbildung anzuregen. Viel Sonne und Wärme. Tomaten gehören zu den Wind- und Selbstbestäubern, im Gewächshaus mehrmals in der Woche gegen Mittag oder bei Sonne schütteln wegen besserer Befruchtung. Die Pollen lösen sich bei hoher Luftfeuchtigkeit schlecht von den Staubgefäßen. Dasselbe gilt für Tomaten unter Reifehauben. Sie sollten sowieso bei Sommerbeginn entfernt werden. Bei Fruchtbildung sind häufige, aber mäßige Wassergaben notwendig, die Früchte werden dadurch aromatischer. Durch unregelmäßiges Gießen besteht die Gefahr, dass die Früchte platzen, besonders Obsttomaten. Sind die Schalen fehlerhaft, beruht das wahrscheinlich auf Schwankungen der Temperatur.

Höchstens zwei Triebe stehen lassen, allenfalls drei, immer ausgeizen (mit der Hand ausbrechen), sobald diese Nebentriebe 5 - 10 cm lang sind, nur nicht bei den Buschtomaten, aber auch die Triebe an der Spitze von Blütenständen entfernen. Die ausgegeizten Triebe können verjaucht und als Dünger oder zur Vertreibung von Schadinsekten verwendet werden: Kräuterbrühen, -jauchen, -tees, - Tomatenjauche. Ist ein Achseltrieb schon sehr groß geworden, ist es besser, nur dessen Triebspitze zu entfernen, dadurch werden große Wunden vermieden und mehr Blattansatz erzielt. Möglichst bei warmer, trockener Witterung ausgeizen, damit sich die Wunden schnell schließen. Eintriebig gezogene Pflanzen haben frühe Ernten und die größten Früchte, die Pflanzen sind auch gesünder.

Man kann im Gewächshaus auch starke Pfähle einschlagen, diese mit einem Draht am oberen Ende verbinden und von dort Bindfäden zu den Tomatenpflanzen ziehen und unter dem ersten Blattpaar mit einer losen Schlaufe befestigen, die den Zuwachs berücksichtigt. Die Bindfäden werden vom Boden aus mehrmals um den Mitteltrieb geschlungen. Sonst raue Stäbe benutzen, das Band mit Knoten daran befestigen und um die nächste untere Verzweigung der Tomate schlingen, damit bei Fruchtbildung eine Zugentlastung für den schwachen Haupttrieb entsteht. Nur 4 - 6 Fruchtstände (im Gewächshaus bis 6-8) je nach Sorte stehen lassen, dann bei etwa 150 cm die Spitze abschneiden und alle neuen Fruchtstände ausbrechen (Mi/E 8). Nur Wurzelbereich gießen, niemals die Blätter, Wasser muss angewärmt sein. Mulde aus Erdreich um die Tomaten formen oder Blumentöpfe zum Gießen ins Erdreich einlassen. Hügelbeete sind vorteilhaft, auch Pflanzung auf Erdwällen, damit wird Krankheiten vorgebeugt, die durch feuchte (Boden-)Luft begünstigt werden, und die Reife verfrüht. Untere Triebe bis 40 cm Höhe abbrechen, sobald sie den Boden berühren. Das verbessert die Ventilation und damit die Bestäubung, beschleunigt die Fruchtreife und vermindert Krankheiten. Das gilt besonders für Pflanzen im Gewächshaus. Im Juni ist Anhäufeln von Vorteil.

Für die Versorgung der Tomaten im Gewächshaus sollten kalireiche, organische Flüssigdünger (Bio Trissol Tomatendünger) geeignet sein. Aufwandmenge 10 ml/1 L Wasser. Nur noch sehr gering morgens gießen im September, je nach Lage 2 - 3 l Wasser pro Pflanze in der Woche.

Auch Tomaten können in Töpfen oder Kübeln gezogen werden, am besten eintriebig. Nach und nach werden die unteren Blätter entfernt, so dass etwa 40 cm frei bleiben. Das verbessert die Ventilation und verringert Pilzbefall. Am besten haben sich standfeste Pflanzkästen oder Keramik- bzw. Plastikkübel mit Abzug dafür bewährt. Der Kübel sollte ausreichend groß sein mit Abzug, etwa 40 x 40 cm. Optimal ist ein Erdgemisch aus halbverrottetem Kompost, Lehm, Sand und Kalk (Basaltmehl) oder auch Blumenerde, Gartenerde mit Lehmanteil, Sand, Kalk und viel Humus, z.B. Fertigkompost. Ggf. kann fehlender Lehm durch Bentonit ersetzt werden. Kalk und Lehm sorgen für Wohlgeschmack. Je nach Höhe der Tomaten und der Situation auf dem Dachgarten gibt man ihnen einen Stab zum Anbinden oder baut ein Gerüst, an dem sie mittels Bindfaden wie im Gewächshaus nach oben wachsen können. Die Anzahl der Fruchttrauben sollte auf 4 - 5 begrenzt bleiben. Eine Überdachung wäre optimal. Ggf. können die Tomatenkübel auch auf bewegliche Untersetzer gestellt und vor Regen durch Umsetzen geschützt werden. Sonst bediene man sich der gegen Tomatenfäule etwas widerstandsfähigeren Sorten wie De Berao, Phantasia und Philovita. De Berao benötigt wegen ihrer enormen Wuchskraft aber viel Raum. Wegen Düngung, Bewässerung usw. siehe Gemüse, Salate - Tomaten. Die Kübelerde muss ständig gleichmäßig feucht gehalten werden, sonst platzen die Früchte; das Wasser muss abgestanden und lauwarm sein, kein Regenwasser verwenden wegen etwaiger Pilzgefahr. Gedüngt wird regelmäßig mit organischem oder speziellem Tomatendünger, falls möglich, auch mit Brennessel-/Beinwelljauche.

Wenn sie nicht reifen wollen, Brennesseljauche und Beinwelljauche 1 : 20 mit einer Handvoll Holzasche über der Erde ausgießen oder eine überreife Banane in die Pflanze hängen. Das Reifegas Ethylen sorgt für schnelle Rötung. Eine rote Folie auf der Erde soll gemäss wissenschaftlicher Untersuchungen Ertrag und Wachstum stimulieren: Trifft langwelliges, dunkelrotes Licht auf ein bestimmtes Protein der Tomate, so entnimmt die Pflanze daraus, dass andere Tomatenpflanzen schon reife Früchte gebildet haben und strengt sich auf das Äußerste an mitzuhalten (Folie bei Pötschke). Immer erst die Tomaten pflücken, wenn sie voll ausgefärbt sind. Sie bleiben bei 13 - 18° und hoher Luftfeuchte zwei Wochen frisch. Ideal sind 21° am Tag und nicht unter 19° bei Nacht.

Der Blütenansatz und damit die Früchte sind stärker, wenn die Tomate rechts um die drei Bodenhalter gewunden wird. Ist die Tomate noch sehr klein, kann man sie um den ersten Bodenhalter herumwinden, dann, sobald sie etwas größer ist, wird auch der zweite Bodenhalter umzingelt, bis am Ende die ganze Tomatenpflanze um jeweils drei Bereiche sich schräg nach oben windet. Kurz vor Ende der Saison sind die Tomatenpflanzen unten meist schon verkahlt. Sie brauchen dann die oberen Blätter dringend, um den Stoffwechsel in Gang zu halten. Deshalb sollte man die Spitze des Haupttriebes nicht kappen.

Tomaten lieben es, immer wieder denselben Platz zu erhalten, vor allem bei biologischer Düngung ist das auch möglich. Das gilt weniger für Gewächshäuser, dort muss die Erde alle paar Jahre ausgetauscht werden. Bei Wurzelkrankheiten sollte die Anbaustelle besser gewechselt werden.

Die Jemen-Methode: Zwei Hügel aus Pferdemist, Rinderdung und Kompost 40 cm hoch anlegen mit 60 cm Zwischenraum. Die Mulde dazwischen mit 2 cm dicker Lehmschicht auskleiden. Die Tomatenpflanzen wachsen auf den Hügeln. Den lehmgestampften Zwischenraum füllt man morgens mit Wasser. Das bewirkt eine Fruchtbarkeit von oftmals 1 Zentner per 3 Pflanzen.

Gewerblich werden Hummeln als Bestäuber in Gewächshäusern eingesetzt. Diese Methode ist sehr bewährt. Gegen Ameisen im Gewächshaus soll Pelargonium abrotanifolium wirksam sein. Noch besser ist aber das Zusammenwirken von Basilikum und Rainfarn, wobei dieser vor beide Türen angepflanzt wird. Das Basilikum wird längs der Innenlinie angebaut.

Im September Gießen einstellen. Über die Pflanzen mehrmals Molke oder Magermilch 1 : 1 spritzen, das stärkt sie, verbessert das Wachstum und gibt Schutz vor Viruskrankheiten, in der ersten Wachstumshälfte 1 x wöchentlich.

Zwar reifen sie nach, bleiben dann immer etwas fade. Je weniger ausgereift sie sind, desto wärmer sollten Tomaten lagern. Beginnt die Rotfärbung gerade, sind 12 - 15° richtig. Für ausgefärbte Früchte das auf 8° C bis 10° C temporierte Gemüsefach. Aber selbst dort leidet das Aroma. Optimal ist ein dunkler Raum mit 14 - 16° Lufttemperatur.

Tomaten - Ernte

Solanum lycopersicum, Tomaten grünSolanum lycopersicum, Tomaten grün
Bild von: Botanikus-CD

Ernte ab 8. Außer den Geiztrieben muss die Pflanze alle Blätter behalten. Werden sie entfernt, vermindern sich Haltbarkeit, Festigkeit, Nährstoffgehalt und Geschmack der Früchte, es erhöht sich aber der Säureanteil. Auch auf das Entspitzen der Freilandtomaten sollte man verzichten. Fehlen die oberen meist noch gesunden Blätter, können die Pflanzen nicht mehr ausreichend assimilieren. Bei Frostgefahr oder spätestens Ende September die gesamte Pflanze mit grünen Tomaten ausreißen, Wurzeln und Blätter entfernen und im Haus bei Dunkelheit, Wärme (optimal 25°, mindestens 16°, höchstens 34°) und hoher Luftfeuchtigkeit nachreifen lassen. Man hängt sie kopfüber an eine Wäscheleine o.ä. Das verlängert die Ernte bis Weihnachten. Nicht neben Kohl lagern, dessen Gerüche werden übertragen. Oder grüne Tomaten in Körbe zusammen mit einigen Äpfeln, Verhältnis 6 : 1, legen und anschließend die Körbe mit lichtundurchlässigem Material (Schwarzfolie) einpacken oder Zeitungen über die Tomaten legen. Einmal täglich die Umhüllung öffnen zum Luftaustausch. Innerhalb 2 Wochen sind die Tomaten rot. - Halbreife Tomaten können in Torf aufbewahrt werden. Kiste mit Ölpapier auslegen, trockenen Torf hineinschütten und dazwischen die Tomaten, die sich nicht berühren dürfen. Als Abschluss wieder eine Schicht Torf. - Tomaten mit Stiel halten sich besser.

Der Bio-Gärtner empfiehlt: Auf eine Tischplatte, den Fußboden o.ä. mehrere Lagen Zeitung legen, darauf die Tomaten mit Äpfeln gemischt ausbreiten und Zeitungen darüber legen, dabei müssen die oberen Zeitungen insgesamt eine Art Haube bilden mit nach unten umgelegten Kanten, damit das Reifegas sich nicht so schnell verflüchtigen kann. Diese Methode ist übersichtlich und erlaubt es, reife und faul werdende Tomaten auszusortieren.

Der Bio-Gärtner empfiehlt: Die beste Art der Nachreifung: Die Pflanze auf dem Beet belassen, umlegen auf ein Brett und einen Wanderkasten darüber stellen. Bei Frostgefahr abdecken mit Schilfmatten o.ä. Sie sind durch den Erdverbund aromatischer als die abgepflückten Früchte.

Die vorbeschriebene Nachreifung funktioniert nur, sofern die Tomaten nicht Temperaturen unter 8° ausgesetzt waren. Grüne Obsttomaten werden bis Weihnachten noch rot. -

Überhaupt sollten Tomaten wie alle Nachtschattengewächse nur vollreif gepflückt und gegessen werden, sie haben dann einen höheren, ausgewogenen Zucker- und Säureanteil. Überreife Tomaten haben viel Zucker und wenig Säure, sie schmecken fade. Normale Aufbewahrung bei Temperaturen um 12° optimal. Eingekaufte Tomaten nur in einem dunklen Raum aufbewahren. Verbesserung der Tomaten beim Lagern: Fingerhut.

Wer größere Früchte haben will, muss die Dolde auf 4 - 5 Blüten beschränken. Auch das Gießen mit Knoblauchbrühe (2 Zehen mit Knoblauchpresse ausquetschen, in 10 l Wasser über Nacht ziehen lassen, alle 14 Tage) soll den Geschmack erheblich verbessern, die Beigabe von Algenmehl ebenfalls.

Tomaten können aus ausgegeizten Trieben vermehrt werden. In feuchte Erde stecken und feucht halten, später zwischen Kohl pflanzen o. ä. Tomaten können auch gegen den Kohlweißling eingesetzt werden. Der Samen ausgereifter Tomaten kann in den nächsten Jahren zur Anzucht verwendet werden. Das Fruchtfleisch sollte entfernt sein, in ihm sind Substanzen, die die Keimung hemmen. Aber auch mit Fruchtfleisch getrocknet gelingt die Anzucht. Hybriden enttäuschen meist.

Angegeben ist außerdem die Anbauweise, wenn sie in einem etwa dreißig Zentimeter hohen Rundumgerüst hochgezogen werden. Danach bleiben sie kleiner als vorher deklariert, weil sie durch das Gerüst an Gesamthöhe verlieren.

Tomaten strömen Ethylen aus, dehalb nicht zusammenlegen mit Beerenobst, Zitrusfrüchten, Kohl und Gurken.

Die normale Farbe ist das rote Lycopin. Es gibt aber noch einige andere: In gelben oder orangenfarbenen bestimmt das Carotin das Aussehen. Daneben mischen noch mit: Anthocyane (blau), Xanthophylle wie Lutein (Gelborange) und Zeaxanthin (Orangegelb). Orangefarbene Tomaten enthalten Carotin und Prolycopin. - Das Lycopin sollte unser Hauptziel sein.

Menschlicher Urin ist ein ausgezeichneter Dünger für Tomaten. Das haben Versuche eines Forscherteams um Surendra Pradhan von der Universität Kuopio (Finnland) gezeigt. Mit Urin gedüngte Pflanzen lieferten viermal mehr Tomaten als ungedüngte Pflanzen, berichten die Wissenschaftler im Journal of Agricultural and Food Chemistry. Damit sei der Urin fast ebenso effektiv wie Kunstdünger. Eine Mischung aus Urin und Holzasche liefere einen fast ebenso hohen Ertrag und vermeide die Übersäuerung des Bodens, so die Forscher.


Fruchtfolge

Tomaten - Fruchtfolge

Buschbohnen, Indianernessel, Kamille, Luzerne, Radies und Spinat fördern als Vorfrucht Aroma und Wachstum.

Gartenkresse und Gelbsenf (abschneiden und als Mulch liegen lassen) sind ebenfalls gut geeignet.

 

Tomaten - Nachbarschaften/ Mischkulturen

Mischkultur mit

  • Basilikum (Krankheiten abwehrend durch Wurzelausscheidungen, gegenseitige Duftverstärkung),
  • Borretsch,
  • Brennesseln (bekämpft Pilzfäule),
  • Dill (geschmacksverbessernd, hält Krankheiten fern),
  • Garten-/ Kapuzinerkresse (lockt Nutzinsekten an),
  • Knoblauch (hält Krankheiten fern), Kohl (bes. Weiß- und Blumenkohl gegen Blattfleckenkrankheiten),
  • Kohlrabi,
  • Mais,
  • Majoran (verbessert Aroma),
  • Möhren, Mohn (lockt Nutzinsekten an),
  • Neuseeländer Spinat,
  • Petersilie (verbessert Geschmack, hält Krankheiten fern),
  • Pfefferminze (regt Wachstum an),
  • Porree,
  • Radies,
  • Rettich,
  • Ringelblumen (halten Krankheiten fern, fördern das Wachstum, locken Nutzinsekten an, halten Nematoden ab),
  • rotblättriges Basilikum (schützt Tomaten vor Befall),
  • Salat,
  • Schnittlauch,
  • Sellerie (geschmacksverbessernd, ertragssteigernd),
  • Spargel,
  • Spinat,
  • °Tagetes (Bodennematoden),
  • Waldmeister verdrängt Unkraut durch seine Wurzelausscheidungen,
  • °Zinnien (Bodennematoden),
  • Zwiebeln, speziell Mischkultur mit Sellerie und Blumenkohl.

Fördert den Wuchs: 1 : 20: Knoblauch, Kürbis, Lauch, Petersilie, Sellerie, Tomaten (Geiztriebe) und Zwiebeln.

°Keine Hochzuchten verwenden, nur niedrige, ungefüllte Blumen!

 

Als Nachbarn vermeiden:

  • Erbsen,
  • Erdbeeren,
  • Fenchel,
  • Kartoffeln,
  • Paprika,
  • Rote Bete,
  • Rotkohl,
  • Sonnenblumen,
  • Zuckermais.

Sorten

Tomaten - Sorten

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Bild von: Botanikus-CD

Resistente und tolerante Gemüsesorten:

  • Agro F 1 (Pötschke, Sperli-Müller). Eine mittelfrühe Tomate für den Anbau im Garten und Gewächshaus. Die typisch italienische San Marzano Flaschentomaten mit ca. 90 g schweren, süßen Früchten, die sich vielseitig verwenden lassen. Ideal zum Grillen, Kochen, Einlegen oder für Salate. Höhe ca. 1,50 m. Agro F 1 hat eine hohe Standardresistenz gegen die Krankheiten Tomatenmosaikvirus, Verticillium (Welke) und Fusarium. Biologisches Saatgut. Mit Sonne oder halbschattig. Längliche Frucht.
  • Amati F 1. (Pötschke). Eine der frühesten Stab-Tomaten.
  • Aphen F 1 (Pötschke) Berner Rose, Nezüchtung. Feine Süße. Stabtomate.
  • Beaorange F 1, veredelt. Neue, orangefarbenen Fleischtomate mit sehr gutem Geschmack. 7 - 10.
  • Belriccio F 1 (Kiepenkerl, TOM). Die roten Früchte eignen sich besonders gut für die Verwendung in der Küche. Hocharomatisch, fruchtig und saftig-süß - ein wahrer Genuss. Die wüchsigen Pflanzen sind robust und widerstandsfähig. Sie liefern auch bei einer engen Fruchtfolge enorm hohe Beträge. Dies gilt vor allem für Standorte, an denen schon oft Tomaten gestanden haben. Veredelt.
  • Bolzano F 1 (Kiepenkerl), orange Strauchtomate, besonders fruchtig. Besonders aromatisch im Geschmack ist diese leuchtend orange Tomate mit schnittfesten Früchten. Sie ist von Natur aus widerstandsfähig.
  • Conqueror F 1. (TOM). Veredelt. Neue Spitzenzüchtung in unserem Sortiment. Auch Pflaumentomate genannt (90 - 100 g). Mehltauresistent 7 - 10.
  • Corazon F 1 (Pötschke, Sperli-Müller). Von Spitzenköchen empfohlen für Salate und Tomaten-Mozarella. Sie können auch grün geerntet werden, sie reifen problemlos nach. Typ Ochsenherz. Die Früchte sind groß, uniform, saftarm, süß, mit wenig Kernen und einem Gewicht von über 100 g. Höhe 150 cm. Corazon F 1 ist resistent gegen Tomatenmosaikvirus.
  • Corianne F 1 (Kiepenkerl), sie ist ein sehr aromatische und ertragreiche Flaschentomate, die dadurch sehr attraktiv ist. Von Feinschmeckern hoch geschätzt. Gut geeignet zum Grillen, Kochen, Einlegen, für Salate oder zur Herstellung von Tomatenmark. Diese besonders ertragreiche Züchtung im Typ der süditalienischen Flaschenform ist eine echte Zierde und ein Ereignis bei jeder Gartenparty. Die schnittfesten 12 - 25 cm langen Früchte mit festem Fleisch schmecken herrlich aromatisch. Corianne gedeiht an geschütztem Standort im Freiland, im Frühbeet und im Gewächshaus. Sie ist von Natur aus widerstandsfähig.
  • Cornabel F 1, (Pötschke). Eine neue Andenhörnchen-Tomate. Sie ist rot und langgestreckt.
  • Country Taste F 1, (Pötschke). Riesenfleischtomate mit gerippten Rekordfrüchten. Bis zu 600 g schwer können die Früchte von Country Taste werden. Doch hier stimmen nicht nur Größe und Ertrag, sondern auch die Fruchtqualität und Geschmack. Die Fleischtomaten bleiben auch noch in voller Reife schnittfest und überzeugen durch typisches, kräftiges Tomatenaroma. Prima zum Grillen oder als Salattomate. Biologisches Saatgut.
  • Caprese. (TOM). Mundgerechte Früchte. Sie haben für Italien die mundgerechte Flaschentomaten. Sie sind geeignet für frische Salate.
  • Cupido F 1 (Kiepenkerl, TOM). Veredelt. Leckere Gourmetdatteltomate mit kleinen, zuckersüßen Früchten. Die Veredelung bietet sicheren Schutz vor bodenbürtige Krankheiten und fördert eine reiche Ernte.
  • Dasher F 1 (A&S, Kiepenkerl, Pötschke, TOM), süß ist der Geschmack der pflaumenförmigen Kirschtomaten. Stabtomate. Köstliche Nasch- und Salattomate. Perfekt ausgefärbte Früchte, die leuchtend rot glänzen, sind das Besondere an dieser Tomatensorte. Die knackig-süßen Früchte von 20 - 30 g sind besonders schmackhaft und machen aus dieser Tomate eine Delikatesse.
  • Delizia F 1 (Sperli-Müller), Tomate im gefurchten Typ Marmande mit orangeroten Früchten und grünem Kragen. Die Früchte werden bis zu 200 g schwer und haben einen exzellenten Geschmack. Höhe ca. 150 cm. Delizia ist resistent gegen den Tomatenmosaikvirus und gegen die Fusariumwelke.
  • Diplom F 1 (Kiepenkerl, Pötschke), sehr frühe Stabtomate mit hervorragendem Aroma und großen schnittfesten Früchten. Widerstandsfähig gegen Krankheiten. Aromatisch, auch für das Freiland. Bio-Saatgut.
  • Dolce Vita F 1 (Kiepenkerl, TOM), Kirschtomaten sind besonders aromatisch. Die kirschgroßen, leuchtend roten Früchte dieser Neuzüchtung schmecken besonders intensiv und süß-aromatisch. Sie sind an langen, perfekt geformten Früchten Rispen aufgereiht und deshalb ein echter Blickfang in jedem Garten, vor allem aber bei der Kultur in Gefäßen auf Balkon und Terrasse. Die Pflanzen sind von Natur aus resistent gegen viele Tomatenkrankheiten, zum Beispiel gegen Samtflecken und Nematoden. Veredelt. Biologisches Saatgut.
  • Dominica F 1, veredelt. Diese veredelte Schlangengurke ist sehr ertragssstark, vital und widerstandsfähig gegen Krankheiten. Sie bildet besonders lange Früchte und ist sehr resistent gegen Echten Mehltau. Die Veredelung bietet Schutz gegen bodenbürtige Krankheiten.
  • Durinta F 1. Hildsamen.de.
  • Exxtasy F 1. (Pötschke). Die orange Tomate, die auch schmeckt.
  • Fantasio F 1 (Sperli-Müller, Pötschke) ist hochtelerant gegen die Kraut- und Braunfäule, bei Sperli ab 2007. Die aromatischen Früchte werden 180 - 200 g schwer, sind leicht abgeflacht und wohlschmeckend. Höhe ca. 150 cm. Fantasio F 1 ist hochtolerant gegen die Kraut- und Braunfäule Phytophthora infestans.
  • Fiaschetto. (Quedlinburger). Topftomate. Ertragreiche Busch- und Balkontomate. Resistenzen gegen den Tomatenmosaikvirus, Fusarium 1 - 2.
  • Flavance F 1 (Kiepenkerl, TOM). Vital-Tomate, dunkelrote Weiterentwicklung der Geschmackstomate Maranello mit Lycopin, Anthocyan und Carotinoiden, die alle den freien Radikalen entgegenwirken. Verbesserter ausgezeichneter Geschmack, mit tiefrot gefärbtem Fruchtfleisch, resistent gegen Samtflecken und den Echten Mehltau. Veredelt. Eignet sich hervorragend für Saft.
  • Fourstar F 1 (Kiepenkerl), Ochsenherztomate, auffällige Neuanzucht mit herzförmigen Früchten. Auffällige Neuzüchtung mit großen, herzförmigen Früchten von 150 - 250 g. Die aromatischen Früchte enthalten viel saftiges Fruchtfleisch und sind beliebt in der italienischen Küche. Von Natur aus widerstandsfähig.--
  • Hamlet F 1. Biologisches Saatgut von Hildsamen.de
  • Harzglut. (Quedlinburger). Stabtomate. Sehr früh reifend, kann genutzt werden zum Frischverzehr. Resistent gegen Tomatenvirus und Cladosporum.  Platzfeste Früchte bis 80 g. Sie ist geeignet für die trditionelle Züchtung und auch für das Gewächhaus. Resistenzen ggegen den Tomatenmosaikvirus und Cladosporium.
  • Hellfrucht. (Sperli-Müller).
  

Tomaten - weitere Sorten

  • Johannisbeertomate (Quedlinburger). Sie ist einfach süß. Sie ähnelt einer Johannisbeere nicht nur in der Größe, sondern auch in der Süßigkeit. Es ist eine Wildtomate aus den Anden, als Naschobst muß sie einen Platz im Garten haben. Sie wächst sehr üppig und ist besonders widerstandsfähig gegen Krankheiten, auch gegen die gefürchtete Braun- und Krautfäule.
  • Kalimba F 1 (Sperli-Müller), die Früchte sind groß (150 - 180 g), von ausgezeichneter Qualität und wohlschmeckend. Geeignet für den Anbau im Gewächshaus, Tunnel und Freiland. Höhe ca. 150 cm. Kalimba F 1 ist resistent gegen Tomatenmosaikvirus, Fusarium 1 und 2 und Tomatenwelke.
  • Luxor F 1 (Sperli-Müller), Riesenfleischtomate mit bis zu 300 g schweren Früchten. Mittelfrüh. Höhe 150 cm. Luxor F1 ist resistent gegen Verticilliumwelke, Fusariumbodenpilze, Wurzelnematoden, Alternariastammfäule und Stemphylium.
  • Maestria F 1 (Pötschke), unempfindlich gegen Braunfäule, besonders für Freiland. Sie besitzt die höchsten Toleranzen gegen Kraut- und Braunfäule. Sehr große Früchte. Veredelt. Sonne, Topf.
  • Maranello F 1 (Pötschke, TOM-Garten), Aromatomate, Spitzenzüchtung mit vielen schnittfesten Früchten. Sie enthalten sehr viel mehr an Lycopin und natürliches Vitamin C 1.
  • Matias F 1 (Kiepenkerl, TOM). Eine große, sehr aromatische, frühe Fleischtomate mit hohem Ertrag. Diese Sorte zeichnet sich aus durch ihren robusten Wuchs. Ideal auch für Erdkulturen. Besonders schnittfest, platzfest und lange haltbar. Widerstandsfähig gegen viele Tomatenkrankheiten, wie z.B. Samtflecken. Höhe 150 cm, Juli - Oktober. Veredelt.
  • Matina (TOM-Garten), er ist gut für Bio-Saatgut.
  • Moravi F 1. Biologisches Saatgut von Hildsamen.de
  • Myrto F 1 (TOM-Garten, Pötschke). Widerstandsfähig gegen die Braunfäule. Myrto ist sehr kompakt, gut für Anfänger und Fortgeschrittene.
  • Olivade (Quedlinburger). Eiertomate. Eine moderne Züchtung gegen Tomatenmosaikkrankheiten, Fusarium und Nematoden. Die eiförmigen Früchte können an der Pflanze ausreifen. Sie haben dickes Fleisch und wenig Saft. Die Eiertomaten sind frisch gepflückt sehr lecker und hervorragend im Geschmack. Die Pflanzen sind sehr ertragreich.
  • Phantasia F 1 (Kiepenkerl, TOM-Garten) Ausgezeichnete Qualität. Die Stabtomaten sind resistent gegen viele Tomatenkrankheiten wie Kraut- und Braunfäule sowie dem Echten Mehltau. Phantasia ist eine normalgroße, schnittfeste Sorte, wie man sie in jedem Haushalt liebt. Die flachrunden, dreikämmigen Früchte sind appetitlich, glänzend und leuchtend rot. Die ca. 1,50 m hohen Pflanzen eignen sich für Freiland und Gewächshaus. Phantasia ist sehr kompakt, gut für Anfänger und Fortgeschrittene.
  • Philona F 1. (TOM). Veredelt. Neue, ertragreiche, frühe Qualitätssorte mit gutem Geschmack. 7 - 10. Sonne.
  • Philovita F 1 Cherry Kirschtomate (Kiepenkerl, Pötschke, TOM-Garten).Philovita F1Philovita F1 Eine phytophtoraresistente (Braunfäule) Sorte. Sie soll der Kraut- und Braunfäule widerstehen. Höhe bis 4 Meter. Die Früchte sind zahlreich, erreichen ein Gewicht von 20 g und sind hervorragend im Geschmack. Es bestehen weitere Resistenzen gegen die wichtigsten Tomatenkrankheiten.
  • Picolino F 1 (A&S, Kiepenkerl, Pötschke, TOM-Garten), Cocktailtomaten sind resistent gegen Samtflecken und Nematoden. Gewicht 30 - 40 g. Das kräftige Aroma dieser frühreifenden, mittelgroßen Traubentomate läßt keine Wünsche offen. Veredelt. Gut für Salat.
  • Pink Wonder F 1. (Pötschke). Dunkelrosafarbene 'Beafsteak-Fleischtomate' mit Geschmack und Qualität.
  • Printo F 1 veredelt. Die Früchte sind 15 - 17 cm lang, glatt und dunkelgrün. Bei 3 cm Durchmesser ist die optimale Erntereife erreicht. Ernte ab 7 - 10.Philovita F1 FruchtPhilovita F1 Frucht
  • Pyrus. (Quedlinburger). Fleischtomate. Pyrus ist eine moderne Züchtung. Pilzfeste Früchte. Sie ist resistent gegen die aromatische Braun- und Krautfäule, Verticillium und Fusarium.
  • Ravello F 1 (Pötschke, Sperli-Müller) ist resistent gegen Verticillium-Welke, Fusariumwelke 0, Tomaten-Fleckenkrankheit und Tomatenmosaikvirus. Tomaten sind nur 25 g schwer, haltbar, pflaumengross. Mittelfrüh, Höhe ca. 1,5 m. Ravello F 1 ist resistent gegen Verticilliumwelke, Fusariumwelke 0, Tomatenfleckenkrankheit und Tomatenmosaikvirus.
  • Romana F 1. Hildsamen.de
  • Rubin Pearl F 1 (A&S, Pötschke, Sperli-Müller), Kirschtomate, die kleinen platzfesten Früchte sind ein echtes Geschmackswunder dank des ausgewogenen Verhältnis von Zucker und Fruchtsäuren. Eine gesunde, gegen viele Krankheiten resistente Stab-Tomate für das Freiland oder das Gewächshaus. Die Rispen sind reich besetzt mit 13 -18 cm schweren, leuchtend roten Früchten. Höhe im Freiland 120 cm. Rubin Pearl 1 hat eine hoheStandardresistenz gegen Tomatenmosaikvirus, Verticilliumwelke und Fusariumwelke 1,2.
  • Santasian F 1. (Pötschke). Die ideale Snacktomate. Pflaumenförmige, platzfeste Früchte mit süßem Geschmack. Viele Resistenzen sorgen für gesundes Wachstum. Veredelt.
  • Scarpariello F 1 (). Ertragreiche und aromatische Mini-Busch-Tomate.
  • Serrat F 1, (A&S, Sperli-Müller) eine resistente, mittelfrühe Rispentomate mit einem gesunden Wuchs für den Anbau im Garten und Gewächshaus. Die Früchte werden ca. 110 g schwer, Höhe ca. 1,50 m. Serrat F 1 hat eine hohe Standardresistenz gegen die Krankheiten Tomatenmosaikvirus, Verticillium (Welke) und Fusarium-Welke 0,1. Biologisches Saatgut.
  • Shirly F 1 (Samentraum) eine sehr beliebte früh reifende und gut tragende Tomate. Beste Früchte, mittelgroß und süß. Wächst auch bei kühlerer Witterung. Sehr widerstandsfähig gegen Mosaikvirus, Fusarium, Braunflecken und Mehltau.
  • Sparta F 1 (Pötschke, Quedlinburger). Immer wieder Geschmackstest-Sieger. Sie ist weitgehend platzfest und reift im Herbst gut aus. Die runden Früchte sind 120 g schwer.
  • Sportivo F 1 (Kiepenkerl, TOM-Garten) normalfrüchtige Tomate mit erstklassigem Geschmack. Durch die Veredelung ist die Tomate sehr wüchsig und liefert deutlich mehr Ertrag. Sportivo ist tolerant gegenüber Blütenendfäule. Jede Tomate ein wahrer Genuß. Veredelt.
  • Sweet Million F 1 (Sperli-Müller), ein Multitalent, mit einer schlagkräftigen Ausstattung an Resistenzen. Die Früchte sind platzfest, zuckersüß und haben ein Gewicht von 20 g. Die Höhe beträgt 150 cm. Sweet Million F 1 ist resistent gegen Tomatenmosaikvirus, Fusariumwelke Rasse 1 und Blattfleckenkrankheit.
  • Timos F 1 (Pötschke). Voll gefüllt mit Fruchtfleisch. Am besten vorher Frühbeet.
  • Timotion F 1. (Pötschke). Cocktail-Tomate mit Balance zwischen Süße, Säure und intensivem Aroma.
  • Tomaccio (A & S), wohl der Welt die süßesten und gesündesten Tomatenfrüchte. Wie an der Perlenschnur aufgereiht reifen meist 10 - 15 zuckersüße und einmalig aromatische Früchte an nur einer Rispe. Die Tomaten beinhalten nachweislich einen überproportional hohen Lycopin-Gehalt, sind daher von allerhöchstem Gesundheitswert und mindern sogar das Krebsrisiko. Eine absolute Besonderheit unter den Tomaten. Veredelt. Sonne, Topf.
  • Tomate Nectar F 1 (Samentraum). Süße Konfektionstomate mit viel Ertrag und höchster Resistenz gegen Virus und Welkepilze. Hübsche, runde Früchte als Snack und Deko. Bitte einzeln anpflanzen, riesiger Ertrag im Gewächshaus oder Garten. Aussaat ab März innen.
  • Tomosa F 1. (Pötschke). Wächst ertragreich selbst auf verbrauchten Böden. Biologisches Saatgut.
  • Vanessa F 1 (Pötschke) ist besonders für Freilandanbau geeignet. Bewährte Long-Life-Tomate. Gewicht bis zu 140 g.
  • Vilma (Kiepenkerl), eine besonders ertragreiche Balkontomate für Terrasse, Beete und Töpfe. Braucht wenig Platz. Wenig Pflege, keine Ausbrechen der Seitentriebe und auch keine Stützen. Die vielen roten Früchte sind knackig und schmecken angenehm aromatisch. Diese Tomate ist von Natur aus widerstandsfähig gegen Krankheiten, Kälte und Nässe. Höhe nur 60 cm.
  • Virginia F 1 (A&S), eine Spitzensorte im Hellfruchttyp. Die Pflanzen sind sehr wuchskräftig und setzen unter Garantie Früchte an, entsprechend hoch fällt der Ertrag aus. Höhe 150 cm. Virginia F 1 ist resistent gegen Fusariumwelke, Verticillium und Tomatenmosaikvirus.
  • Vision F 1. (Pötschke). Fleischtomate, wenn es etwas mehr sein darf.
  • Vitella F 1 (Pötschke, TOM-Garten), sehr geeignet für den Freilandanbau. Kein Spritzen gegen die gefürchtete Kraut- und Braunkrankheit. Freiland und Gewächshaus. Veredelt. Sonne, Topf. Vitella ist sehr kompakt, gut für Anfänger und Fortgeschrittene.
  • Zebrino F 1 (Kiepenkerl). Veredelt. Ein echter Hingucker ist diese Tomate mit Zebrastreifen. Ihr süß-fruchtiger Geschmack ist ein wahrer Genuß. Mit vielen gestreiften Früchten und einer tiefroten Innenfärbung.
     
  • Saatplatten. (Pötschke) Bestehend aus Diplom, Ravello und Rubin Pearl.

Tomaten haben nachreifende Früchte.


Nahrung

Tomaten - Inhaltsstoffe

Inhaltsstoffe und Genuss.

Tomaten enthalten viel Vitamine A, B1, B 2, B 6, C (!), Biotin, Folsäure, Niacin, Thiamin, Pantothensäure; Alpha- und Beta-Carotin, Kalium (!), Chlorogensäure, drei wertvolle Fruchtsäuren, Glykoalkaloide, Glykoproteine, Lignin, Lutein, Lycopin (nur in roten Tomaten), P-Kumarin, 10 Spurenelemente (Chrom!), Bor, Eisen, Kobalt, Kupfer, Nickel, Radium und vor allem Silizium; Tyramin, Zeaxanthin. Die ganze Pflanze wirkt gegen Bluthochdruck. Wie bei fast allen Pflanzen sitzen in der Haut besonders viele Wirkstoffe, bei den Flavonoiden ist die Menge 400 bis 500 mal so groß wie im Fruchtfleisch. -

Noch grüne Tomaten enthalten giftige Inhaltsstoffe wie Solanin, Tomatin und Alkaloide. Erst durch die NachreifungSolanum lycopersicum, Tomaten rotSolanum lycopersicum, Tomaten rot
Bild von: Botanikus-CD
werden diese Substanzen abgebaut, Solanin wird nicht durch Kochen oder Braten zerstört, wohl aber bei milchsaurer Konservierung abgebaut. Geringe Mengen Solanin werden vom Körper toleriert, z.B. als Marmelade, süß-sauer oder Chutney. Kleine Früchte unter Tischtennisballgröße sollten jedoch wegen ihres hohen Giftgehaltes nicht grün genossen werden. Ab 25 mg Solanin kann man mit Krankheitssymptomen rechnen, ab 400 mg mit Tod. Grüne Tomaten können bis zu 32 mg/100 g enthalten, halbreife nur noch 2 mg/100 g. Bei milchsaurer Verarbeitung der grünen Tomaten sind es nur noch 20 mg/100 g. Seltene Züchtungen wie Green-Zebra-Tomaten haben kaum Solanin.

Grüne Tomaten.

In Italien kann man Camone-Tomaten essen, eine besondere Empfehlung für würzigen Geschmack. Man zieht sie wie eine Stabtomate, die völlig unreifen Früchte haben aber noch das gesundheitsschädliche Solanín. Man wartet mit der Ernte, bis am Blütenansatz die Rotfärbung einsetzt, die Tomaten aber rund um den Stiel aber einen ausgeprägt grünen Kragen aufweisen.

Kirschtomate

Mit einem Fruchtgewicht von gerade mal 15 g ist sie die kleinste ihrer Art. Geschmack intensiv süßlich. Sie ist das perfekte Naschgemüse und schöne Plattendeko auf jeder Party.

Rispentomate

Da sie mit dem Zweig geerntet wird und an der Pflanze ausreift, duftet sie besonders und ist sehr geschmacksintensiv. Sie hat viel Saft und viel Fruchtfleisch, ist somit vor allem für Saucen geeignet.

Fleischtomate

Bis zu 250 g bringt dieses Schwergewicht auf die Wage. Die Sorte 'Ochsenherz' auch gern mal das Doppelte. Am besten entfaltet sich das süß-säuerliche Aroma in Tomatensuppen und -saucen.

Gelbe Tomate

Die ältesten Sorten Europas waren wohl gelb, wie der Name Pomodoro vermuten läßt. Geschmacklich stehen sie ihren Schwestern in nichts nach und sind im Salat eine bunte Abwechslung.

Eiertomate

Namensgeber ist die längliche Form. Sie hat weniger Kerne und läßt sich wegen des festen Fruchtfleisches gut schneiden. Weniger saftreich - dafür aber gut als Brotbelag geeignet.

Tomaten - Lagerung

Tomaten nicht im Kühlschrank aufbewahren, Aroma und Süße gehen weitgehend verloren.

Tomaten - Zubereitung/ Küche

Der Bio-Gärtner empfiehlt:

Tomaten sollten ganzjährig genossen werden, im Winter als Saft, das Lycopin ist eines der besten Mittel gegen das Krebsrisiko. Die möglichen Schädigungen durch Nitratbelastung von Gemüse werden reduziert.

Der derzeitige Konsum an Tomaten liegt bei 15 kg/Person, gekauft wurden 10,9 kg je Privathaushalt. -

Im Innern keimen die Tomaten schon u.U., wenn sie zwei Tage in der Zimmertemperatur gelagert haben. Die Früchte werden durch die Keimung nicht verdorben, sondern wie bei einigen anderen Nachtschattengewächsen wachsen sie heran, auch für die Nachzucht.

 


Heilkunde

Tomaten - Wirkstoffe

Lycopin, Tryptophan.

Tomaten - Volksmedizin

Tomaten wirken krebsvorbeugend, vor allem ihr Wirkstoff Lycopin. Sie stärken den Magen und werden auch bei Schlankheitskuren und Diabetes-Kost empfohlen. Auch Tryptophan wirkt auf das Serotonin.

Außerdem wirkt der Saft gegen Hunger.


Abwehr

Tomaten - Abwehr von Schädlingen

Tomaten können zur Abwehr von Fliegen und (Stech-)Mücken eingesetzt werden, z.B. im Kübel vor Türen. Auch Flöhe, Schaben und Zecken werden abgewehrt. Diese Wirkung wird verursacht von IBI 246, dieser Stoff ist sogar effizienter als Diethyltoluamid (Deet).


Schadbilder

Krankheitsbilder/ Schädlinge
Bakterienwelken (Bakterienkrankheiten) [Corynebacterium michiganense. Clavibacter michiganensis.]
SchadbildVorbeugungBekämpfung

Paprika, Pelargonien, Peperoni, Petunien, Petunien, Tomaten, Zinnien. Pilzkrankheit Phytophthora cryptogaea, gekennzeichnet durch welke Blätter und Stängel nach der Blüte. Der Bereich um den Wurzelkopf herum und der Stängelgrund werden faul und dunkel. Auch Trompetenzunge und Zinnie werden infiziert. Bakterienbefall des Innengewebes durch äußere Verletzungen und durch Samen. Kann auch Auberginen und Peperoni befallen. - Gelbe Blätter, werden dann braun und vertrocknen. Braune, eingesunkene Längsstreifen an den oberen Stängeln. Der Stängelgrund bleibt gesund. Der aufgeschnittene Stängel zeigt gelbbraune Gefäße. Oft ist nur eine Hälfte betroffen. Auf den Früchten entstehen runde, vertiefte braune Flecken mit hellem Hof. Die ganze Pflanze stirbt ab. Gefährdung während der gesamten Vegetationsperiode. Pelargonien werden durch Bakterien verursacht. 1) Welke und Stängelfäule und 2) Blattfleckenkrankheiten (Dydimella). An sonnigen Tagen werden einzelne Blätter welk. Später vergilben die Blätter, der ganze Trieb stirbt ab, wobei die Stängelbasis schwarz wird.

Pelargonien. Töpfe auf jedem Fall mit heißem Sodawasser auswaschen. Das Messer immer wieder desinfizieren beim Stecklingsschnitt. Pflanzen sollten immer morgens überbraust werden. Sofort Befallenes entfernen und ausreichend Pflanzenpflegemittel spritzen.

Petunien. Algenpräparate spritzen. Befallenes entfernen und vernichten.

Tomaten. Pflanze vernichten. Werkzeug gut desinfizieren. Anbau auf 4 Jahre aussetzen. II. Wie Vorbeugung. Bei Wirkungslosigkeit vernichten.

Pelargonie. 1) Gefäße und die unteren Blätter werden befallen. Sie werden dunkel, fallen ab. 2) Bläschen, die von unten auftreten. Nach dem Absterben werden sie braunrot, besonders bei hoher Luftfeuchtigkeit.

Petunien. Keine stickstoffbetonte Düngung. Knoblauch als Schutzpflanze. Morgens gießen, niemals über die Blätter. Standort jährlich wechseln.

Tomaten. 1) Nur gesundes Saatgut verwenden. Samen beizen mit 0,6% Essigkonzentrat 24 Stdn. Nur bei Trockenheit und nur mit den Händen ausgeizen. Vier Jahre lang keine Tomaten an derselben Stelle anbauen. Boden muß immer mit Humus und Feuchtigkeit versorgt werden. Keine Pflanzenrückstände auf dem Beet belassen. Cantatos + Estrella (Pötschke), Furore (Maubaux), Suso (Sperli) und Fleischt. Vision (Pötschke) sind resistent. 2) Nur gesundes Pflanzgut kaufen. Erkranktes sofort abschneiden und vernichten. Kalte und schwere Böden mit Sand und Kompost verbessern. Stickstoffüberdüngung vermeiden, ebenso Calcium- und Kaliummangel. Töpfe von Topfpflanzen vorher mit heißem Sodawasser vor Neubepflanzung auswaschen. Werkzeug mit Brennspiritus desinfizieren. Pflanzenkräftigungsmittel wiederholt spritzen, z.B. Algifert, Neudovital, Brennesseljauche. Siehe auch Blattfleckenkrankheiten.

Blütenendfäule

SchadbildVorbeugungBekämpfung

An der Fruchtunterseite bilden sich erst glasige, dann graubraune, blasige, verhärtete, etwas eingesunkene Flecken, vor allem bei noch nicht reifen Früchten. Diese vergrößern sich später und werden lederartig hart mit Trockenfäule. Meist fallen die Früchte nach Notreife ab. Manchmal kümmern auch die Triebspitzen oder die älteren Blätter haben abgestorbene braune Flecken. Besonders betroffen sind Pflanzen in Glashäusern oder Töpfen mit saurem, humusreichem Boden oder Gewächshaustomaten mit humusarmem, trockenem Boden oder Temperaturen über 30°. Anfällig sind besonders die schnell wachsenden Fleischtomaten. Überhaupt kann zu schnelles Wachsen durch Stickstoffüberdüngung zu einem Kalkmangel beitragen. - Ursache sind physiologische Störungen, z.B. Schwankungen in der Wasserversorgung mit Kalziummangel. Können die Pflanzen wegen zu hoher Luftfeuchtigkeit nicht ausreichend Wasser verdunsten, kann es zu Mangel an Kalzium kommen, das zusammen mit dem Wasser durch Verdunstungssog nach oben transportiert wird. Kalk kann auch festgelegt sein durch Hitze und Trockenheit oder in überdüngten oder salzhaltigen Böden, z.B. bei Überschuss von Kalium und Magnesium.

Kalksalpeter 30 g/10 l Wasser, je Pflanze 1 l, mehrmals.

Humose Düngung und reichliche Wasserzufuhr. Bei Bewässerung mit Regenwasser auf ausreichende Kalkzufuhr achten, z.B. Gesteinsmehl, Algenkalk.

Blütenfall [Tobacco mosaic virus]

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Tomaten. Kann bei Trockenheit vorkommen oder bei Erkrankung durch Tomatenmosaikvirus.

Ausreichend wässern bei Trockenheit, niemals überdüngen, besonders bei trockenem Boden.

Dürrfleckenkrankheit [Alternaria solani, Alternaria dauci]
SchadbildVorbeugungBekämpfung

Tomaten. Wird hervorgerufen durch den Pilz Alternaria solani. Übertragung durch Samen und ungereinigte Pflanzstäbe oder Pflanzenreste. Tritt ab 8 auf. Befall beginnt an den untersten Blättern. Feuchtigkeit und Wärme begünstigt. - Helle bis bräunliche Flecken, trocknen ein, Blätter rollen sich ein, fallen ab. Auch die Früchte werden im Kelchbereich befallen, es entstehen schwarze, weiche Faulstellen. .

Tomaten. Magermilch spritzen. Schachtelhalmtee dreimal hintereinander spritzen oder 0,5 kg Rainfarnbrühe + 1 kg Schachtelhalmbrühe + 100 g Salz. Ggf. auch Kupfermittel spritzen, z.B. Kupferkalk Atempo, Kupfermittel sind aber im Gartenbereich nicht mehr erlaubt. Moosextrakt. Lebermoser. Krankes verbrennen.

Tomaten. Tumbler F 1 ist resistent, ebenso Sweet Million (Sperli). Untere Blätter vorbeugend bis 40 cm Höhe entfernen. Baldrianblütenextrakt oder Zwiebelschalentee spritzen. Mit Algenkalk und Gesteinsmehl stäuben. Samen in heißem Wasser beizen, 50°, 25 Min. Mischkultur mit Porree oder Kohl. Schachtelhalmbrühe oder Zwiebelschalentee spritzen, mehrmals hintereinander. Magermilch oder Molke spritzen, Wochenrhythmus. Moosextrakt. Lebermooser.

Echter Mehltau

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Allgemein: Auf der Blattoberseite weißgraue Flecken, sie fließen zusammen, oft beidseitig. Blätter werden braun, sterben ab.

 

Apfelbäume. Weißer Belag auf Oberseite der Blätter, an jungen Trieben und Blüten. Blätter rollen sich ein, werden braun, fallen ab. Der Pilz überwintert auf Knospen und jungen Trieben. Landsberger Renette, Jonathan, Berlepsch, Boskoop, Cox Orange, Elstar°, Goldparmäne, Gravensteiner, Ingrid Marie, Jonagold, Jonathan, weißer Klarapfel, Landsberger, Lombarts Calvill, Oldenburg, Ontario, Idared, Starks Earliest sind besonders gefährdet. Alkmene, Danziger Kantapfel, Freiherr von Berlepsch, Dülmener Rosenapfel, Elstar°, James Grieve, Katija Balsgaard, Manga Super, Mc Intosh Rogers, Pia, Pilot, Pinova, Pirella/Pirol, Piros, Reglindis, Relinda, Renora, Retina, Rewena, Remo und Rubinette sind wenig empfindlich. Reanda, Remo und Resi sind resistent. - Vermehrt sich von Frühling bis Herbst, besonders Mai/Juni, vor allem bei warmem und schwülem Klima, aber auch bei trockenem Wetter und trockenen Lagen. Befallene Früchte zeigen bräunliche Netze im Herbst. Dauerfrost von -10 - 15° vernichtet das Pilzgeflecht, milde Winter verringern die Resistenz. Der Pilz kann sich nur auf lebendem Gewebe vermehren. Er tritt nur an Apfel auf. °Unterschiedliche Angaben.

Aprikosen. Sphaerotheca pannosa. Blätter und Triebe sind auf der Oberseite weiß; schwülwarmes Wetter begünstigt.

Begonien. Oidium begoniae. Weißlich-mehliger Belag an beiden Seiten der Blätter, an Blütenstängeln, Stielen und Blüten. Pflanzen sterben ab. Ausbreitung bei trockenem Wetter.

Erbsen. Blattoberseite mit mehlartigem Belag, manchmal auch Unterseite. Abwaschbar. Blätter werden braun und sterben ab. Sporenlager, erst gelb, dann schwarz. Die Hülsen sind dunkel gesprenkelt. Besonders gefährdet 6 - 7 bei trockener und warmer Witterung. Überwinterung als Myzel und Sporen auf Unkraut und Pflanzenresten. Herbstanbau in manchen Gebieten besonders gefährdet.

Erdbeeren. Sphaerotheca macularis. Beidseitiger weißer Belag an den Blättern, Blätter rötlich und eingerollt. Auch Blüten und Früchte zeigen den Belag. Vor allem Gefahr bei trockenem Wetter.

Feldsalat. Erysiphe ssp. Weißlicher Pilzrasen, der sich schnell auf den Blättern ausbreitet, vor allem unter Glas. Bei sonniger, trockener Witterung wird er gefördert.

Gurken. Erysiphe cichoracearum. Sphaerotheca fuliginea.Ober-, manchmal auch Unterseiten der Blätter haben Flecken, dann ist die ganze Blattfläche mehlartig belegt. Blätter verbräunen und vertrocknen, fallen ab. Blüten, Früchte und Stängel können auch befallen werden, ebenso Kürbis und Melone. Vor allem bei warmem, trockenem Wetter. Überwinterung als Myzel und Sporen an Gurkenresten und Unkraut. Widerstandsfähig ist die Sorte Sudica.

Kornblume, Flockenblume. Bei falscher Standortwahl kann es z.B. zum Befall des echten Mehltaus kommen.

Rosen. Spaerotheca pannosa var. rosae. Feuchte Witterung mit über 20°, nächtlicher Tau und Temperaturschwankungen begünstigen die Krankheit, ebenso windstille Ecken. Alle jungen Pflanzenteile werden befallen und zeigen den typischen weißen, abwaschbaren Belag auf beiden Seiten. Die Triebspitzen verlieren ihre Form, sterben ab, die rötlichen Blätter sind nach oben gefaltet und fallen ab. Überwinterung als Myzel und in Sporenbehältern an den befallenen Trieben.

Weinreben. Uncinula necator. Schon kurz nach dem Austrieb werden die Reben befallen, da der Pilz in Knospen und Trieben überwintert. Gefährdetster Monat ist der Juni bei feucht-warmem, wechselndem Wetter. Aber auch schon früher beginnt die Neuinfektion, der Pilz wächst bereits bei Temperaturen von 5° und beginnt mit der Sporenproduktion bei trockenem und auch feuchtem Wetter.- Die jungen Blätter kräuseln sich, dann bedeckt der Pilzrasen beide Seiten der Blattflächen. Er ist grau bis braun verfärbt. Schließlich welken die Blätter und fallen ab. Auch die Triebe und Früchte werden befallen; die Beeren platzen auf, die Kerne quellen heraus. Dadurch entstehen Anschlußinfektionen. Befallene Rinde reißt auf, verliert den Glanz. - Besonders gefährdet sind Weinreben vor Hauswänden.

Rotdorn. Der Belag kann sich auch auf die Triebe ausdehnen. Zum Herbst werden kugelige Dauersporen gebildet.

 

Apfelbäume. Resistente Sorten wählen wie Santana + Topaz (Ahrens & Sieberz), Reglindis, Remo, Resi, Rewena. Gerlinde und Retina sind wenig anfällig. Triebspitzen abschneiden. Beim Winterschnitt befallene Triebe abschneiden. Sie sind leicht gestaucht, haben hellgraue, bepuderte Triebspitzen und auffallend kleine Knospen. Bis zum Triebabschluß jede Woche durchsehen. Ältere Blätter werden meistens resistent. Baumscheiben lockern. Stickstoffdünger reduzieren. ENVIRepel. Neudovital Obst-Pilzschutz spritzen. Milsana. Myco-Sin. Netzschwefel (Vorsicht bei Berlepsch, Bräborn, Cox Orange, Golden Delicious). - Obstbäume nicht in die Nähe von Komposthaufen pflanzen, Nährstoffüberangebot kann zu Mängeln führen. Auch resistente Sorten werden gelegentlich an Wasser- oder Wurzelschossen infiziert.

Aprikosen. Jährlicher Schnitt. Resistente Sorten wählen. Keine stickstoffbetonte Düngung. Boden lockern, Triebspitzen abschneiden

Begonien. Wurzelbereich nie austrocknen lassen, nie die Pflanzenblätter einnässen. Leicht luftigen Platz auswählen. Stickstoffarm düngen. Morgens gießen. Schachtelhalmtee. Sachalin-Staudenknöterich. Neudovital. ENVIRepel. Knollenbegonie 'Champagner', gelbblühend, ist ziemlich resistent.

Eisenkraut. Mehltauresistente Pflanzen wählen, z.B. 'Lanai Purple'.

Erbsen. Markana (Markerbse, Sperli) und Delikata + Novelia + Profita + Vitara (Kiepenkerl) sind hochgradig tolerant. Ambassador, Solist. Vitara (Baldur) ist resistent. Frühjahrsanbau, resistente Sorten wählen (Zuckererbse Zuccola, Kiepenkerl, Pötschke) sind tolerant. Keine stickstoffbetonte Düngung. Brennesseljauche gießen. Boden mulchen. Neudovital 1% mehrmals spritzen. BioBlatt-Mehltaumittel 0,15% im wöchentlichen Abstand spritzen. Schachtelhalmspritzungen. Knoblauchspritzungen.

Erdbeeren. Elvira HZ und Lambada HZ sind anfällig.

Feldsalat. Wechsel zwischen Austrocknen und Befeuchten vermeiden. Boden gleichmäßig feucht halten. Die Pflanzen müssen aber abends abgetrocknet sein. Das gilt besonders für Unter-Glas-Anbau. Sachalin-Knöterich (Milsana), Neudovital. BioBlatt Mehltaumittel. Elot-Vis. - Vit ist resistent.

Goldrute. Früh genug teilen, nicht stickstoffbetont düngen.

Gurken. Boden mit Kompost anreichern vor dem Auspflanzen. Basilikum und Schnittlauch wehren ab. Pflanzabstand einhalten, stickstoffarm düngen. Schachtelhalmbrühe ist wenig wirksam. Resistente Sorten verwenden:Salatgurken: Adrian (Sperli), Bella + Bellissima (Hild), Cordoba F 1, Futura F1, Hayat F 1. Flamingo F 1 (hochtolerant: Ahrens & Sieberz, Sperli), Highmark II (Baldur, Pötschke), Paska (Hild), Sprint (resistent, Pötschke), Schlangengurke Sudica (Kiepenkerl), und Tanja (Baldur) sind tolerant, Rawa + Sudica (Schlangengurke, Pötschke) von guter Resistenz.Schälgurke: Klaro (Ahrens & Sieberz).Einlegegurken: Anka F 1 (Bakker), auch gegen Viruskrankheit), Bimbostar (Ahrens & Sieberz, Pötschke, Sperli), Capra (Hild), Colet (Pötschke), Conny (Baldur), Cubella F 1(Ahrens & Sieberz, Sperli), Naf (Pötschke), Passandra (Baldur), Profi + Serena (Hild), Stimora (Hild, Keller, Pötschke), Tomara F 1; Libelle F 1 (N&G, Ahrens & Sieberz) ist tolerant.Schlangengurke: Corona (verträgt auch etwas niedrigere Temperaturen), Euphya (Gew.-Hausgurke, Pötschke), Hayat (Gw.-Haus-Gurke, Sperli), Kalunga F1 (Baldur) und Sudica (Schlangengurke, Green & Easy, Pötschke). Mini-Aroma-Gurke Printo F 1 (Kiepenkerl) ist resistent.Trauben/Einlegegurke Amber F 1 (Kiepenkerl) sind umfassend resistent.Boden lockern, Abstände einhalten. Gesteinsmehl. Brennesseljauche. Knoblauch zwischen die Pflanzen setzen. Mit Knoblauchtee spritzen. Basilikum in Mischkultur. Sachalin-Staudenknöterich. Milchspritzungen. Sojaöl-Spritzungen. Neudovital. Bio-Blattmehltaumittel (Lecithin) alle Woche. ENVIRepel. Vitanal. Oscorna-Bio-S. Elot-Vis. Mulchen.

Herbstastern. Glattblattastern (Aster novi-belgii) und Myrtenastern sind anfälliger, die Raublattastern (Aster novae-angliae) werden kaum befallen. Ausreichend Nährstoffe, (mit wenig Stickstoff) und Wasser bereitstellen, Boden bedecken, mulchen. BioBlatt Mehltaumittel, ENVIRepel, Neudovital, Vitanal.

Herbstchrysanthemen, Lupinen. Mehltauresistente Sorten anbauen. Boden bedecken, mulchen.

Knollenbegonien. Wurzelbereich nie austrocknen lassen, nie die Pflanzenblätter einnässen. Leicht luftigen Platz auswählen. Stickstoffarm düngen. Morgens gießen. Schachtelhalmtee. Sachalin-Staudenknöterich. Neudovital. ENVIRepel. Knollenbegonie 'Champagner', gelbblühend, ist ziemlich resistent.

Kornblume. Genügend Abstand halten.

Neuseeländer Spinat. Weite Pflanzabstände. ENVIRepel. Vitanal.

Pfirsichbäume. Jährlicher Schnitt. Resistente Sorten wählen.(Kernechter vom Vorgebirge). Nicht stickstoffbetonte Düngung. Boden lockern, Triebspitzen abschneiden

Phlox. Vormittags gießen, nur an die Wurzeln. Nährstoffreicher, humoser, lockerer, feuchter Boden. Im Sommer regelmäßig düngen und wässern. Bei Kaliummangel für Ausgleich sorgen, siehe unter 'Nährstoffmangel'.

Ringelblume. Nicht zu dicht pflanzen. Prinzess Orange hat hohe Widerstandskraft.

Rittersporn. Sortenwahl. Die Försterzüchtungen gelten als mehltauresistent und besonders standfest und robust. Pflanzabstände einhalten. Nicht stickstoffbetont düngen. Genügend wässern und düngen. Ggf. den Standort wechseln. Neudovital.

Rosen. Ggf. bei Kalkmangel Algenkalk oder kalkhaltiges Steinmehl streuen. Brennesseljauche gießen. Algan 0,3%, Beinwell-Pflanzenstärkungsmittel, Bicos, Biofa Pilzvorsorge, Bion, Biospray, Biplantol, Myco-Sin, Neudovital Rosen-Pilzschutz, Phytovital spritzen. Wichtig ist eine bedarfsgerechte Stickstoffdüngung. Sortenwahl: Nur Rosen mit hartem Laub wählen. Resistente Teerosen: Gloria Dei, Inspiration, Königin der Rosen, Kordes Perfecta, Leonardo da Vinci, Mainzer Fastnacht, Marlena, Queen Elizabeth, Super. Beetrosen: Crescendo, Edelweiß, Goldtopas, Lisa, Meteor, Rigo-Rosen, Schweizer Gruß, Tequila 2003. Bodendecker: Heidetraum. Kletterrose: Kir Royal. Ramblerrose Ghislaine de Feligonde ist relativ immun. - Keine stickstoffbetonte Düngung, ab M 7 überhaupt kein Stickstoff mehr. Jegliche Überdüngung sowie kalte, nasse Böden und Schatten vermeiden. Boden feucht halten (Mulchen). ENVIRepel. Spritzen mit Schachtelhalmtee während der gesamten Wuchsperiode. Triebspitzen im Herbst abschneiden und vernichten. Ausreichend wässern, luftigen und sonnigen Platz wählen, damit Regen sofort abtrocknet. Sachalin-Staudenknöterich, Mr. Evergreen Rosen, Neudovital. Knoblauch, Schnittlauch, Tagetes, Thymian oder Zwiebeln als Untersaat anpflanzen. Kali unterstützt die Abwehr in günstiger Weise. Spritzen mit Rhabarberblättertee oder Kanadischer Goldrute, Oscorna-Bio-S. Brennesseljauche gießen. Kletterrosen an Pergolen usw. quer zur Hauptwindrichtung pflanzen. Sojaöl-Spritzungen. Niem. Mehltau-Kombipack. Neudo-Vital Rosen-Pilzschutz. Moosextrakt, Lebermooser.

Sonnenblumen. Ausreichend wässern, nicht die Blätter einnässen.

Tomaten. Stabtomate Phantasia F 1 und Kirschtomate Philovita sollen resistent sein.

Usambaraveilchen. Keine stickstoffbetonte Düngung. Lüften, wann immer möglich.

Weinreben. Sortenwahl w e i ß : Bianca (Pötschke), Excelsior (Häberli), Fresco (Häberli), Gelbe Phönix (widerstandsfähig, Ahrens & Sieberz, Baldur), Glenora (Schmidt), Golden Niagara (Fenzl), Gustoso (Häberli), Märzling, Sirius, Theresa, Venus (Ahrens & Sieberz) sowie blau: Blaue Paradiestraube (Ahrens & Sieberz), Blue Niagara (Fenzl), Boscoso (Häberli), Fiorito (Häberli), Gustoso (Häberli), Königliche Esther, Magliasina (Häberli), Muscat Bleu (Häberli), Rondo (Schmidt) und Solara (Baldur) sind resistent, Regent (Ahrens & Sieberz, Häberli) ist widerstandsfähig. Keine stickstoffbetonte Düngung, aber reichlich Kompost. Mulchen. Sortenwahl ist wichtig. Schachtelhalmbrühe mehrmals spritzen. Kanarische Goldrute. Sachalin-Staudenknöterich. Rhabarberblättertee. Moosextrakt. ENVIRepel. Vitanal. Oscorna-Bio-S. Zur Vorbeugung reinen Schwefel in offenen, waagerechten Röhren in den Weinstock hängen. Lebermooser. Verdünnte Milch/Molke spritzen.

Zucchini. Ambassador F 1 und Dandoo F1(Baldur) sind resistent.

Allgemein: Netz Schwefelit

 

Apfelbäume. Lichte Krone, jährlicher Schnitt. Netzschwefel. Niedrig dosierter Netzschwefel + Schachtelhalmtee bei schwefelempfindlichen Sorten (Berlepsch und Golden Delicious) in kurzen Abständen. Befallene Teile sofort abschneiden. Spätestens beim Winterschnitt alle befallenen Triebe abschneiden. BioBlatt Mehltaumittel. Netz Schwefelit..

Aprikosen. Neuseeländer Spinat, Ringelblume, Rittersport, Niem.

Begonien, Knollenbegonien, Pfirsichbäume. Knoblauchtee, BioBlatt Mehltaumittel; Netzschwefel. Befallenes vernichten.

Eisenkraut, Verbenen. Schwefelmittel mehrmals widerholen, max. 6x, aber nicht bei sonnigem Wetter. BioBlatt-Mehltaumittel. Niem + Natron. Befallenes vernichten.

Erdbeeren. Befallenes entfernen und vernichten. Niem + Natron. Lecithin.

Goldrute. Befallenes früh genug herausschneiden und anschließend spritzen. Bei dichtem Stand zusätzlich auslichten und Stängel vernichten.

Gurken. Netzschwefel, aber nicht bei sonnigem Wetter. Milchspritzungen. BioBlatt-Mehltaumittel. Niem + Natron. Sojaölspritzungen. Befallenes Kraut vernichten. Befall nach Mi 7: Nur befallene Pflanzen vernichten, da Vegetationszeit zuende. Moosextrakt. Pechnelkenextrakt. Lebermooser. Mischung aus Basilikum und Schachtelhalm sprühen. Milchwasser (2 l/10 l).

Herbstastern. Netzschwefelspritzungen. Niem + Natron. Glattblattastern erhalten im Frühjahr etwas Kalk. Alle Triebe abschneiden und vernichten.

Jungfer im Grünen. Bei später Infektion ausreißen und neu einsäen.

Kornblume. Knoblauchtee, Schachtelhalm-, Rainfarntee. Schwefelspritzung, Niem. Sämtliche Triebe abschneiden und vernichten.

Rosen. Wichtig ist bedarfsgerechte Stickstoffdüngung. Befallene Teile abschneiden und vernichten. Schachtelhalmbrühe mit Netzschwefel spritzen, ab Juni dreimal im Abstand von drei Wochen. BioBlatt-Mehltaumittel in regelmäßigen Abständen spritzen. Sojaöl-Spritzungen. Olivenöl 1%. Natronlösung. Befallene Rosen im Herbst stark zurückschneiden und das erkrankte Laub vernichten. Mehltau-Kombipack. Moosextrakt. Lebermooser. Neudovital. Vi-Care. Compo

Tomaten. Moosextrakt. Lebermooser.

Weinreben. Schachtelhalmbrühe + Netzschwefel 0,2% (Vorsicht, Verbrennungen möglich) in kurzen Abständen. Mit 0,5% Wasserglas ggf. verstärken. Nicht bei Sonne spritzen. Moosextrakt, Natron oder verdünnte Milch spritzen. Befallenes schon im Mai bis zurück zum Leitast entfernen. Blätter vernichten. Rebstock nicht düngen, allenfalls etwas Rindenkompost. Niem, Lebermooser. Cueva Wein-Pilzschutz (Umweltschonend, aber etwas gefährlich) nach der Blüte und wenn die Trauben erbsengroß sind. Netz Schwefelit WG. Neudovital.Mehltau, echter

Zucchini. Meistens erst am Jahresende, dann die Pflanze vernichten. Spritzungen mit Milch-Wasser (2 l /10 l). Schachtelhalmtee. BioBlattmehltaumittel.

Fruchtlederfäule

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Tomaten. Die Tomatenfrüchte werden an der unteren Seite faul und ledrig.

Tomaten. Vorbeugende Spritzungen mit ENVIRepel. Für genügend Kalkzufuhr und gleichmäßige Bewässerung sorgen

Gelbfärbung der Blattränder

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Tomaten. Sie kann durch Molybdänmangel entstehen. Siehe 'Nährstoffmangel/-überschuss'.

Tomaten. Spurenelementmangel durch Meeresalgenpräparate beheben oder Steinmehl

Grauschimmel [Botrytis cinerea usw.]

Botrytis cinerea u.a., Schwächeparasit.

Grauer Pilzrasen, das Gewebe stirbt ab, danach entstehen große rotbraune Flecken auf Blättern und Früchten. Viele Früchte sehen zuerst glasig aus.

Blätter schrumpfen von der Spitze her. Die Pilze überwintern als Myzel auf abgestorbenen Pflanzen. In warmen, nassen Jahren besonders aktiv.

Es gibt viele Botrytisarten. Befallen werden besonders: Bohnen (grauer Pilzrasen, danach Fäule), Brombeeren, Erdbeeren (Blüten werden infiziert, Früchte sind grau befallen, werden braun und faulen), Gurken (grauer Pilzrasen, danach Fäule), Himbeeren, Kopfsalat (grauer Pilzrasen, danach Fäule), Spargel (grauer Pilzrasen, danach Fäule), Tomaten (grauer Pilzrasen, danach Fäule. Helle Ringe auf den Früchten), Weintrauben, Zwiebeln; Begonien, Blausterne, Cyclamen (besonders gefährdet), Dahlienblüten, Fuchsien, Geranien, Gladiolenknollen, Herbstzeitlosen, Inkalilie, Kaphyazinten, Kugelamarant, Lilien, Mittagsgold, Narzissen (Narzissenfeuer), Pfingstrosen, (Triebe und Knospen werden welk, Stängel werden unten braun, faulen), Primeln, Rosen, Schneeglöckchen, Staticen, Tigerblumen, Tulpen (Tulpenfeuer), Vergissmeinnicht, Zinnien, Zucchini (die Enden der Früchte werden gelb, sie bleiben dünner als der Stiel-Teil).

Der Pilz befällt vor allem weiche Früchte und Blüten. Grauschimmelfäule an Fichten und Tannen: Junge Triebe hängen herab. An den Nadeln sind graubraune Pilzfäden mit silbergrauen Sporen.

Der Pilz tritt im Freien wie unter Glas auf. Feuchte Luft oder Erde fördern den Befall.

Die Sporen sind überall vorhanden und keimen auch auf gesundem Gewebe. Eindringen können sie erst, wenn das Pflanzengewebe geschwächt oder zu stark gedüngt ist, besonders gern bei Stickstoffüberdüngung (Schwächeparasit).

SchadbildVorbeugungBekämpfung
  • Alpenveilchen. Auf allen Pflanzenteilen faule, nasse Flecken, bei starkem Befall ist auch ein grauer Schimmelschleier zu sehen.
  • Basilikum, Begonien, Besenheide, Blauglöckchen, Chinesischer Bleiwurz, Dahlien, Erbsen, Erika, Eukalypten usw. Befall der Keimlinge. Grauschimmel. Grauer Pilzrasen, Gewebe stirbt ab. Botrytis cinerea.
  • Bohnen. Botrytis fabae. Schwächeparasit. Der Pilz überwintert als Myzel auf abgestorbenen Pflanzenteilen. Infektion besonders in nassen Jahren. Besonders betroffen sind Blätter und Hülsen, die später faulen.- Betroffen sind von den verschiedenen Botrytis-Pilzen auch andere Pflanzen wie Begonien, Cyclamen, Dahlien, Erdbeeren, Gladiolenknollen, Gurken, Himbeeren, Kopfsalat, Pelargonien, Primeln, Tulpen, Weintrauben, Zwiebeln usw.
  • Brombeeren. Weißer oder hellgrauer Belag auf den Früchten. Faulen. Der Pilz dringt schon während der Blütezeit in die Pflanze ein. Feucht-warmes Wetter fördert den Befall. Der Pilz überwintert an Fruchtmumien, an abgestorbenen Blattstielen und an den Ruten. Er kann auch Erd- und Himbeeren befallen.
  • Erdbeeren. Botrytis cinerea. Schwächeparasit. Infektion der Früchte über die Blüten, vor allem die Kelchblätter, sie ist also schon erfolgt, wenn sie noch nicht sichtbar ist. Hauptinfektionsquelle ist verdorrtes Erdbeerlaub. Graubraune Flecken auf den Früchten, später grauer Pilzrasen auf der ganzen Frucht, rotbraune Flecken auf den Blättern. Knospen und Blütenstiele werden bräunlichschwarz, Blüten oder Früchte hängen herunter. Feuchte Witterung und Temperaturen von 15 - 20° fördern die Krankheit. - Befällt auch Himbeeren und Brombeeren (siehe dort) und überwintert an abgestorbenen Fruchtmumien oder Blattstielen am Boden.
  • Kakteen. Botrytis. Grauer Pilzrasen, das Gewebe stirbt ab.
  • Lilien. Botrytis elliptica und cinerea. Kleine braune oder grüne glasige Flecken an Blüten und Knospen, die sich schnell vergrößern. Faulstellen. Verkrüppelte Blüten, die sich nicht öffnen. Auf den Zwiebeln befinden sich kleine schwarze Stellen (Dauerkörper). Die Pflanzen können bei Nässe absterben. Wärme und Feuchtigkeit begünstigt. Weiße Lilien (Madonnenlilien) sind besonders gefährdet, auch Gladiolen, Iris und Tulpen; in geringerem Maße Herbstzeitlose, Hyazinthen und Schneeglöckchen..
  • Narzissen. Gelbliche oder rötliche Blattflecken, die transparent erscheinen. Später bräunliche Flecken auf den Blüten, mausgrauer Schimmelrasen, gefördert durch hohe Luftfeuchtigkeit. 
  • Pfingstrosen. Botrytis paeoniae. Junge Blätter welken und fallen um. Nassfäule am Stängelgrund. Wurzelstock wird meistens nicht befallen, so daß die Pflanze bei trockener Witterung wieder durchtreibt. Kann auch Knospenfäule verursachen. Endbereich wird braun, trocknet ein oder fault, evt. mit Schimmelrasen bedeckt. Von dort kann die Infektion sich verbreiten auf die Blätter.Strauchpfingstrose. Botrytis paeoniae. Junge Blätter welken und fallen um. Nassfäule am Stängelgrund. Wurzelstock wird meistens nicht befallen, so daß die Pflanze bei trockener Witterung wieder durchtreibt. Kann auch Knospenfäule verursachen. Endbereich wird braun, trocknet ein oder fault, evt. mit Schimmelrasen bedeckt. Von dort kann die Infektion sich verbreiten auf die Blätter.
  • Tulpen. Blatt- und Sproßteile kümmern, die Blätter sind verbogen und faulen ab, ebenso die jungen Triebe (Tulpenfeuer). Nur spärlicher Blütenaustrieb oder ausbleibend. Grauer Schimmelrasen, vor allem Frühsorten treiben nicht richtig aus. Zwiebel faulen, deutlich sichtbar sind die schwarzen Dauerkörper (Sklerotien). Die Blätter haben glasige Stellen. Bei feuchter Witterung (Dauerregen) erhöhte Befallsgefahr.
  • Veilchen. Siehe unter Graufäule (Grauer Pilzrasen, Gewebe stirbt ab) und 'Mehltau, echter' (Auf der Oberseite kleine, weißgraue Flecken, die zusammenfließen, oft auch beidseitig. Die Blätter werden braun, trocknen ein, sterben ab).
  • Weinreben. Botrytis cinerea. Sauer-, Stiel- und Edelfäule. Feuchtes Wetter begünstigt, besonders bei angefressenen oder durch Hagel beschädigten Beeren (Sauerfäule). Grauer Pilzrasen auf allen Pflanzenteilen. Die Gescheine können abgetötet werden mit nachfolgendem Sauerwurmfraß. Geringer Befall kurz vor der Ernte ist oft erwünscht (Edelfäule). Sie erhöht den Zuckeranteil. - Befallenes Holz bzw. das Fallaub kann im nächsten Jahr zum Ausgangspunkt neuer Infektion werden. Grün-/Rosafäule ist eine Sekundärinfektion nach dem Grauschimmel. Voraussetzung ist feuchte Witterung 9/10. Die Trauben verfärben sich.

 

Vorbeugende Spritzungen mit Oscorna-Pilzvorbeuge, ENVIRepel, Myco-Sin (Erdbeeren, Wein), Ulmasud B im Wein- und Hopfenbau. Biofa Kiesel flüssig. Phytovit gegen Grauschimmel an Gurken. Elot-Vis. Schwächeparasit, daher müssen die Wachstumsbedingungen den Bedürfnissen angepasst werden. Nur morgens gießen, nicht auf die Pflanzen. Feuchtwarmes Wetter erhöht die Infektionsgefahr. Keine stickstoffbetonte Düngung, Bodenlockerung, Pflanzabstände einhalten, regelmäßig wässern, auf Licht und Luft achten im Gewächshaus. Besonders gefährdet sind die Pflanzen, wenn nach unterlassener Lüftung die Luft im Gewächshaus feucht wird und in der folgenden Nacht die Temperatur stark absinkt. Sobald sie unter den Taupunkt absinkt, lagert sich überall Nässe ab. Durch Heizen während der kalten Nächte kann dies weitgehend verhindert werden.

Topfpflanzen nur mäßig gießen im Winter. Für Helligkeit und regelmäßige Lüftung sorgen. Zu dichtes Laubwerk zurückschneiden. Genügend Abstände lassen zwischen den Pflanzen. Abgefallenes und Befallenes sofort entfernen. Stickstoffbetonte Düngung unterlassen. Pflanzenstärkungsmittel anwenden.

Regelmäßig auf Befall kontrollieren. Setzlinge mit Algenextrakten und Brennesseljauche fördern, vorher Wurzelbad. Erdbeeren mit Stroh abdecken. Auf richtige Sortenwahl achten. Sauren Boden mit Gesteinsmehl (siehe Steinmehle, vor allem Basaltmehl) verbessern. Knoblauch zwischen gefährdete Kulturen setzen. Pflanzenstärkungsmittel (Schachtelhalm) vorbeugend spritzen, ggf. 1% Wasserglas zumischen bei Beeren und Reben. Zwiebelschalen- oder Knoblauchtee. Moosextrakt. Lebermoser. (Moosextrakt und Lebermooser nur bei Erdbeeren, Weinreben, Paprika, Tomaten, Salat und Blumen, jeweils tropfnass alle 10 - 14 Tage besprühen). Neudovital. Befallene Erde desinfizieren mit Kalkstickstoff. Pechnelkenextrakt. - Siehe auch unter den einzelnen Pflanzen.

 

  • Alpenveilchen. Regelmäßig lüften, Pflanze beim Gießen nicht befeuchten, hellen Standort wählen.
  • Basilikum. Kompost einbringen vor der Aussaat.
  • Begonien. Keine stickstoffbetonte Düngung. Algenmehl und Steinmehl einarbeiten. Stärkung durch Besprühen mit Schachtelhalmbrühe. Knoblauchzwischenpflanzung.
  • Besenheide. Niemals Laub befeuchten beim Gießen.
  • Blauglöckchen. Keine stickstoffbetonte Düngung.
  • Bohnen. Keine stickstoffbetonte Düngung. Knoblauch zwischen die Pflanzen setzen. Bodenverbesserung mit Gesteinsmehlen und Algenmehl, der pH-Wert darf nicht zu sehr im sauren Bereich sein. Schachtelhalmbrühe spritzen. Sortenwahl. Jungpflanzen durch Wurzelbad stärken, z.B. in Schachtelhalmbrühe. Bodenbearbeitung, lockern, lüften, ausreichend wässern (nur morgens). Weite Pflanzabstände einhalten. Mulchen.
  • Brombeeren. Weite Pflanzabstände, auslichten. Krankes herausschneiden und vernichten. Widerstandsfähige Sorten anpflanzen, z.B. Wilsons Frühe oder Dirksen Thornless. Chester Thornless ist im Herbst anfällig. Stickstoffbetonte Düngung vermeiden. Bei sauren Böden mit Steinmehlen düngen. Boden locker halten. Knoblauch zwischen die Pflanzen setzen. Mit Schachtelhalmtee spritzen. Neudovital spritzen.
  • Dahlien. Nicht die Blätter und Stängel beim Gießen anfeuchten. Nur morgens wässern. Ausreichende Abstände einhalten.
  • Erdbeeren. Junge Setzlinge in Schachtelhalmbrühe tauchen. Im Jugendstadium mit etwas Brennesseljauche und Algenmehl stärken. Wenig Stickstoff, vor allem kein Stickstoff im Frühjahr, keine Überdüngung. Kieselsäurehaltiges, kalkarmes Gesteinsmehl. Dichte Stauden etwas entlauben. Knoblauch oder andere Zwiebelgewächse zwischen den Erdbeeren anpflanzen, deren Senfölgehalt wirkt gegen den Pilz. Mit Stroh oder Holzwolle die Pflanzen umgeben, so daß die Früchte trocken liegen, spätestens, wenn die Blütenblätter abgefallen sind. Kalibetonte Düngung. Sortenwahl: Anfällig sind Diana, Elvira, Korona, Lambada, Ostara und Senga Sengana. Weniger anfällig sind: Bogota, Capitola, Confitura (Häberli), Cornelia Pötschke, Darflash, Elvira, Florika (Baldur, Häberli), Framura, Gorella, Joghana, Machern, Mara des Bois, Milprima, Onebor - Marmolada, Pegasus (Häberli), Splendida, Tenira. - Die Monatserdbeere Florika gedeiht auf guten Gartenböden, bei übermäßiger Düngung wird sie jedoch auch von Graufäule befallen. - Spätestens im dritten Jahr Standort wechseln, bei hohem Befallsdruck jedes Jahr. Auslichten (Starker Blattwuchs nach Stickstoffdüngung). Pflanzen vor der Blüte mit Steinmehl bestäuben. Nur düngen in der dritten und vierten Woche nach der Pflanzung und nach der Ernte. Nur morgens wässern, nicht während der Erntezeit. Schwarze Mulchfolie (verfrüht auch die Ernte, hält das Beet unkrautfrei), weite Pflanzabstände, sonniger Standort. Sorten mit Blütenständen, die die Blätter überragen, wählen (Elvira, Polka, Tenira, Florika), widerstandsfähig sind Capitola, Florika, Joghana. Befallenes, kranke Früchte sofort entfernen, spätestens im Frühjahr auch alten Mulch, Strohreste. Verdorrte Blätter und Ausläufer usw. entfernen und verbrennen. - Vorbeugend spritzen mit Rhabarber-, Goldrute-, Ackerschachtelhalm-, Knoblauch- oder Zwiebelschalentee; mit fettarmer Milch, Molke, Kompostextrakten, immer mehrmals vor der Blüte dreimal wiederholen, später immer in die Blüten spritzen. 5 x mit Schachtelhalmbrühe spritzen: 1 x vor der Blüte, 1 x während der Blüte, 3 x nach der Ernte. Mit Brennesseljauche und Zwiebelbrühe gemischt spritzen. Neudovital Obstpilzschutz vor dem Austrieb spritzen, alle Pflanzenteile müssen benetzt sein, auch die Unterseiten. Bei Blütenbeginn und -ende mit Zuckerlösung 1 - 1,5% direkt in die Blüten spritzen. Moosextrakt. Algan. Niem, MYCO-SIN. Mit blühendem Schnittlauch mulchen. Spritzungen mit ENVIRepel und Vitanal allseitig. Spritzungen mit Oscorna-Pilzvorbeuge, Neudosan, Algan, Niem, Lebermooser. - In der Schweiz müssen Hummeln beim Verlassen des Stocks ein 'Fußbad' nehmen, das mit dem Pilz Trichoderma angereichert ist. Den Pilz streifen sie beim Besuch von Erdbeerblüten ab und bringen damit den Gegenspieler des Schadpilzes in Stellung.
  • Fichten. Boden lockern. Kalkgehalt überprüfen, er sollte nicht unter pH 6 liegen. Etwas Kompost geben oder angewelktes Gras auf die Baumscheibe. ENVIRepel, VITANAL.
  • Gladiolen. Luftiger Stand. Mulchen. Sortenwahl. Keine Überdüngung, besonders keine Stickstoffüberdüngung. Pflanzstelle jährlich wechseln. Knoblauch als Zwischenkultur. Schachtelhalmbrühe. Neudovital. VITANAL. ENVIRepel.
  • Gurken. Lockerer Boden, ausreichend Wasser, weite Pflanzabstände. Düngung mit Gesteinsmehl. Knoblauch zwischen die Pflanzen setzen. Schachtelhalm- und Brennesseljauche spritzen. ENVIRepel. VITANAL. Keine stickstoffbetonte Düngung, keine Überdüngung.- Regelmäßig lüften, die Luftfeuchtigkeit darf nicht zu hoch werden.
  • Himbeeren. Weite Pflanzabstände. Befallenes sofort vernichten. Resistente Sorten: Elida, Glen Clova, Rubaca (Niniane, Pötschke, ziemlich resistent), Ruflava, Schönemann, Zeva 2 (Willemse). Stickstoffüberdüngung vermeiden. Boden vorsichtig lockern, ggf. wässern. Mulchen. Bei zu sauren Böden Gesteinsmehl oder Algenmehl streuen. Knoblauch oder Zwiebeln zwischen die Sträucher pflanzen. Beete und Blätter mehrmals mit Schachtelhalmbrühe übersprühen unter Zusatz von 1% Wasserglas. Neudovital spritzen. ENVIRepel. Vitanal.
  • Knollenbegonien. Keine stickstoffbetonte Düngung. Algenmehl und Steinmehl einarbeiten. Stärkung durch Besprühen mit Schachtelhalmbrühe. Knoblauchzwischenpflanzung.
  • Lilien. Keine nassen und windstille Lagen. Ganzjährig Schachtelhalmbrühe spritzen. Knoblauch als Mischkultur. ENVIRepel. Vitanal. Boden lockern, keine übermäßige Stickstoffdüngung. Keine Zwiebeln dorthin setzen, wo vorher Knollen standen. Gesteinsmehl vor allem bei sauren Böden.
  • Narzissen vernichten. Falls nicht schon geschehen, die Narzissen auf sonnige oder luftige Plätze umsetzen.
  • Paprika, Peperoni. Keine stickstoffbetonte Düngung. Boden locker halten und mulchen. Knoblauch beipflanzen. Für Luftbewegung sorgen. Nicht die Blätter beim Gießen benetzen. Schachtelhalmtee. Moosextrakt, ENVIRepel. Vitanal. Neudovital. Lebermooser. Elot-Vis.
  •  
  • Pfingstrosen. Nicht stickstoffbetont düngen, kein frischer Stallmist. Nicht auf die Blätter gießen. Im Herbst alle Blätter so tief wie möglich wegschneiden, kein Winterschutz, nur in raueren Gegenden etwas Fichtenreisig, das alsbald wieder entfernt wird. Blütenblätter nicht auf den Boden fallen lassen. Mulch im Frühjahr entfernen. Schwere Böden mit Sand auflockern. Nur sonnige, luftige Lagen wählen.
  • Rosen in Gartenerden. Nicht überdüngen, vor allem mit Stickstoff. Abstand einhalten, die Rosen dürfen sich nicht berühren. Nur Sonnenlagen auswählen. Neudovital-Rosenpilzschutz.
  • Schwertlilien. ENVIRepel. Vitanal. Boden durchlässig machen mit Sand, ggf. auch auf einem Wall pflanzen.
  • Strauchpfingstrosen. Nicht stickstoffbetont düngen, kein frischer Stallmist. Nicht auf die Blätter gießen. Im Herbst alle Blätter so tief wie möglich wegschneiden, kein Winterschutz, nur in raueren Gegenden etwas Fichtenreisig, das alsbald wieder entfernt wird. Blütenblätter nicht auf den Boden fallen lassen. Mulch im Frühjahr entfernen. Schwere Böden mit Sand auflockern. Nur sonnige, luftige Lagen wählen.
  • Tomaten. Vorbeugende Spritzungen mit Moosextrakt. ENVIRepel. Moosextrakt. Lebermooser. Vitanal. Elot-Vis. In Gewächshäusern regelmäßig lüften.
  • Tulpen-Pflanzstelle jährlich wechseln. Nicht stickstoffbetont düngen. Sortenwahl. Nur gesundes Pflanzgut verwenden. Luftiger, sonniger Standort ist optimal. Schweren Boden mit Sand auflockern. Verblühtes und verwelkte Blätter sofort abschneiden. Ausgegrabene Zwiebeln auf Befall prüfen, schnell trocknen lassen, danach trocken lagern. Blattwerk mit Pflanzenstärkungsmitteln behandeln. - Diese Krankheit tritt immer häufiger auf. Auch Wildtulpen, die mehrere Jahre auf demselben Platz stehen, werden befallen. Plätze, auf denen Tulpen gestanden haben, sollen über Jahre nicht erneut mit Tulpen bepflanzt werden.
  • Veilchen. Genügend große Pflanzabstände einhalten, Pflanzen nicht zu tief setzen, die unteren Pflanzenteile müssen gut abtrocknen können. Nicht auf die Pflanzen gießen. Nicht abends wässern. Nicht stickstoffbetont düngen. Schachtelhalmbrühe, Neudovital.
  • Weinreben. Frühe Sorten wählen. Traubenwickler und Wespen bekämpfen. Traubenanzahl verringern und mehrmals mit Algenkalk oder Steinmehl stäuben, solange die Trauben sich noch nicht berühren. Neudovital. ENVIRepel. Vitanal. Blue Niagara + Golden Niagara (Fenzl) sind resistent. Moosextrakt. Lebermooser.
  • Zistrosen. Zu hohe Luftfeuchtigkeit durch ständiges Lüften verhindern, Kondenswasserbildung vermeiden, damit Schadpilzen keine Angriffsmöglichkeit geboten wird. - Blattläuse sind möglich.
  • Zwiebeln. Lockerer Boden, weite Pflanzabstände. Fruchtfolge einhalten. Keine stickstoffbetonte Düngung, keine Jauche oder Stallmist. ENVIRepel. VITANAL.
  • Alle übrigen: Kein Laub befeuchten.
  • Alpenveilchen. Befallenes entfernen.
  • Begonien. Schachtelhalmspritzungen mit 1% Wasserglas.
  • Bohnen, Brombeeren, Dahlien, Feldsalat usw.  Versuch mit Niem.
  • Erdbeeren. Knoblauchtee spritzen. Befallene Früchte und Pflanzenteile vernichten. Blätter nach Ernte abschneiden und vernichten. Moosextrakt. Lebermooser. Mit Gemisch aus Brennesseljauche und Zwiebelbrühe gießen.
  • Kakteen. Unterhalb des Stängels abschneiden, ist der Pilzbefall an der Pflanzenbasis, die ganze Pflanze vernichten.
  • Knoblauch. Schachtelhalmspritzungen mit 1% Wasserglas.
  • Narzissen. Gelbliche oder rötliche Blattflecken, die transparent erscheinen. Später bräunliche Flecken auf den Blüten, mausgrauer Schimmelrasen, gefördert durch hohe Luftfeuchtigkeit.
  • Paprika, Peperoni. Moosextrakt. Niem, Lebermooser. Befallenes abschneiden bzw. die gesamte Pflanze vernichten.
  • Tomaten. Moosextrakt. Lebermooser, Niem, Pechnelkenextrakt
  • Tulpen. Vernichten.
  • Veilchen. Niem.
  • Weinreben. Schachtelhalmbrühe + Netzschwefel spritzen. Niem. Moosextrakt. Lebermooser. Vi-Care
Kartoffelkäfer [Leptinotarsa decemlineata. (Chrysomelidae)]
SchadbildVorbeugungBekämpfung

Leptinotarsa decemlineata. Blattkäfer (Chrysomelidae).

Kartoffeln, Tomaten. Beruht auf der Fähigkeit, dass Kartoffelkäfer mit Hilfe von Bacillus thurengiensis gespritzt werden. Spruzit in doppelter Konzentration gegen Junglarven und Käfer spritzen oder stäuben. Niemspritzung (Larven). Neem-Azal T/S. Pflanzen mit Stärkemehl Mondamin oder Gesteinsmehl bestäuben (vor allem Blattunterseite). Zum Stäuben eignen sich vor allem warme, sonnige Vormittagsstunden, dann sitzen sie auf den Blättern. Bakterienpräparat Novodur FC oder Nützling Podisus maculiventris gegen die jungen Larven einsetzen. Mit Farnkraut mulchen oder mit Farnkrautbrühe spritzen.

Leptinotarsa decemlineata Chrysomeliae. Dieser Blattkäfer ist schwarzgestreift, 10 mm lang, frisst an den Blättern ab 4. Larven rotgelb, ca. 15 mm lang, fressen ab 5. Käfer überwintern bis zu 50 cm tief im Boden. Sie kommen etwa zeitgleich mit der Vollblüte des Löwenzahns aus dem Boden. Eier gelblich an Blattunterseiten, 1,5 mm. Zur Verpuppung kriechen die Larven in den Boden. Die Käfer überwintern bis zu 50 cm tief im Boden. Ein Weibchen legt bis zu 2400 Eiern. - Käfer und Larven fressen die Blätter ab (Skelettierfrass), Jungkäfer fressen an den Knollen.- Gelegentlich werden auch Auberginen, Tabak, Tollkirschen und Tomaten befallen. In heißen Sommern können drei Generationen gebildet werden.

 

Kartoffeln, Tomaten. Ablesen. Spruzit in doppelter Konzentration gegen Junglarven und Käfer spritzen oder stäuben. Niemspritzung (Larven). Neem-Azal T/S. Pflanzen mit Stärkemehl Mondamin oder Gesteinsmehl bestäuben (Vor allem Blattunterseite). Zum Stäuben eignen sich am besten warme, sonnige Vormittagsstunden, dann sitzen sie auf den Blättern. Bakterienpräparat Novodor FC oder Nützling Podisus maculiventris gegen die jungen Larven einsetzen. Tee aus Lebensbaum-Trieben vergällt den Larven des Kartoffelkäfers den Appetit. Schwächer wirken Rainfarn und Essigbaum-Extrakte. Thuja

Kartoffeln, Tomaten. Nützlinge: Amseln, Fasanen, Stare. Eidechsen, Kröten. Laufkäfer und deren Larven, Raubwanzen, Raupenfliegen, Schildwanzen. Abwehrend: Erbsen, Farn, Kapuzinerkresse, Meerrettich, Pfefferminz, Saubohnen, Spinat und Taubnessel. Alle Krautreste restlos vom Boden entfernen. Keinen Mineraldünger verwenden, nur Kompost, Steinmehl und Brennesseljauche. Keine stickstoffbetonte Düngung. Mit Steinmehl oder Algenkalk stäuben.

Kartoffelkäfer werden vertrieben durch Kapuzinerkresse, Meerrettich und Pfefferminze.

Korkwurzelkrankheit [Pyrenochaeta lycopersici]

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Tomaten. Wachstumsstockungen, Blüten und Fruchtansätze werden abgestoßen. Diese Pilzkrankheit tritt vor allem in Gewächshäusern auf, wenn immer wieder auf demselben Boden Tomaten angepflanzt werden. Meistens wird auf Abkömmlingen von Wildtomaten okuliert.

Tomaten. Vernichten, Anbau auf Jahre aussetzen.

Tomaten. Luxor F1-Hybride ist resistent. Ggf. andere Tomatenpflanzen auf Luxor veredeln (mit Veredlungssets im Handel). Siehe 'Veredlungsunterlagen Gemüse'.

Kraut-und Braunfäule [Phytophthora infestans]
SchadbildVorbeugungBekämpfung

Kartoffeln. Phytophthora infestans. Bei der Kraut- und Braunfäule rollen sich die Blätter, es entstehen graugrüne, dann braune Flecken an Blättern und Stängeln, vom Rande ausgehend. Wenn der Regen die Pilze in den Boden schwemmt, entstehen eingesunkene Stellen an den Knollen (darunter rötlich-braunes Fleisch). Blattunterseite weißlicher Schimmelrasen. Bei feuchtem Wetter faulen die Blätter, bei trockenem vertrocknen sie. Schnelle Verbreitung bei feuchtwarmer Witterung, vor allem ab Juni/Juli bei Temperaturen von 18 - 23°, auch an den Früchten von Tomaten, Auberginen und Paprika sowie an der im Kübel gehaltenen Kamelie. Der Pilz ist identisch. Der sich neuerdings auch geschlechtlich vermehrende Pilz verfrüht die Erstinfektion. Infektion auch durch krankes Saatgut und Ernterückstände oder durch Berührung mit krankem Laub. Im Lager werden die Knollen faul, innen braun, außen grau, die Schale ist eingedellt. - Nicht verwechseln mit Kalimangel.

Tomaten. Phytophthora infestans. Falscher Mehltau. Mehrere Pilzrassen. Siehe auch Kartoffeln (Kraut- und Knollenfäule). - Der Pilz dringt durch die Spaltöffnungen oder auch durch Wunden (Ausgeizen!) in die Pflanzen ein. Meistens werden anfänglich die unteren Blätter von der Spitze oder vom Rand her braunfleckig oder auch die Triebspitze; der infizierte Stängel ist erst olivgrün, dann wird er braun. Vergrößert sich die Infektion, knickt der Stängel um, der Pilz zerstört aber nach unten fortwandernd alle Leitungsbahnen. Verfärbung an allen Pflanzenteilen, graue und schwarze Flecke, eingesunken. Unterseite weißlicher Belag bei warmer Witterung. Blätter vertrocknen bei Trockenheit oder verfaulen bei Feuchtigkeit. Früchte haben zunächst harte, glasig-helle Flecken, sind missfarbig, werden braun, faulen. Dann platzen sie auf und fallen auf die Erde. Kleine Tomaten verhärten und werden zu Fruchtmumien. Der Pilz wandert dann aber meistens in den Stängel. Fleischtomaten werden oft vom Stielansatz her befallen. - Schon nach kurzer Zeit bilden die eingedrungenen Pilze ihrerseits neue Sporen, die den Befallsdruck weiter erhöhen. Das Myzel überwintert an Pflanzenrückständen. Teilweise werden auch Oosporen in harten Kapseln ausgebildet, die im Boden oder an den Stäben jahrelang überdauern. Übertragung durch Gartengeräte, Kompost, Pflanzenreste an den Stäben, Wasserspritzer vom Boden, Wind; hauptsächlich aber durch Frühkartoffeln oder im Boden verbliebene Kartoffelknollen aus dem Vorjahr. Der Pilz wächst an den Trieben hoch und verteilt seine Sporen manchmal schon im Frühsommer. Feuchtes Wetter oder hohe Luftfeuchte (Regen, Taubildung, Nebel) fördern den Befall bei Temperaturen von 13 - 18° erheblich. Der Pilz kann nur dann in die Pflanze eindringen, wenn sie feucht ist. Innerhalb 7 Stunden keimen die Sporen. Dagegen halten sich die Sporen bei trockener, heißer Luft nur wenige Stunden, dann sterben sie ab. Deshalb ist die Infektion durch diesen Algenpilz beim gewerbsmäßigen Anbau in beheizten Gewächshäusern kaum ein Thema, wohl aber in den meistens unbeheizten der Privatgärtner. Beginn des Befalls meistens ab E 7, manchmal sogar ab 5/6, oft von infizierten Frühkartoffeln oder im Boden verbliebenen Kartoffelknollen aus dem Vorjahr ausgehend. Übertragung von Kartoffeln aber nur auf die Früchte der Tomate möglich. - Buschtomaten werden häufiger Opfer wegen ihres buschigen Wuchses, weshalb sie später abtrocknen. - Befallene Früchte sind zum Verzehr ungeeignet, weil die Tomate giftige Abwehrstoffe (Phytoalexine) bildet. Der Pilz kann durch Samen nicht übertragen werden. Sind die Schäden nicht allzu groß und bessert sich das Wetter, können sich die Pflanzen erholen. Die Infektionsstellen werden von gesundem Gewebe überwachsen. - Andere Nachtschattengewächse wie Auberginen, Kartoffeln, Paprika, Peperoni und auch die Kamelie im Kübel werden ebenfalls befallen.

Kartoffeln.

Knollen vor der Aussaat 15 Minuten in Schachtelhalmbrühe tauchen. Viermal stäuben mit Algenkalk oder Gesteinsmehl, ab Mitte Mai für Früh-, ab Juni für Spätkartoffeln im Wochenabstand direkt auf das Kraut. Spritzen mit Knoblauch- oder Zwiebelschalentee im gleichen Abstand. Frisch geerntete Kartoffeln, die im nächsten Jahr als Saatkartoffeln verwendet werden sollen, 8 Tage lang durch Sonnenbestrahlung immunisieren (Solanin). Mulchen der Zwischenräume, dadurch haben die Blätter keinen direkten Erdkontakt mehr und Regenspritzer benetzen sie nicht.

Anfällige Sorten (Bintje) vermeiden. Besser: Christa, Cosima, Datura, Dèsirèe, Granula, Hertha, Juliver, Matilda, Miriam, Nicola, Ostara, Panda, Roxy, Sirtema.

Weitgehend immun gegen Krautfäule und Braunfäule sind Fortuna (f), Dunja (mf), Aula, Datura (msp). Gegen Krautfäule sind weitgehend immun: Birgit (f), gegen Braunfäule Atica (fr) und Charlotte (mfr.) Baumaux. Sehr stark anfällig sind dagegen Atica (fr. Krautfäule) und Clivia (mf., Braunfäule).

Tomaten und Kartoffeln weit auseinander anbauen, ebenso Früh- und Spätkartoffeln. Befallenes Kraut herausreissen und die Kartoffeln erst nach drei Wochen ernten. Sie haben dann robustere Schalen. Nach der Ernte Kartoffelkraut restlos vernichten, die Krautfäule kann ohne lebendes Gewebe nicht überleben, allenfalls 3 Wochen. Lässt man die Kartoffeln nach der Ernte einige Zeit auf dem Boden liegen, kann man die befallenen Knollen aussortieren.- Brennesselbrühe oder Algenextrakte spritzen. Mit Magermilch oder Schachtelhalmtee wöchentlich spritzen. Rhabarbertee verzögert die Infektion. Hanf als Zwischenfrucht soll abwehren. Bohnen und Sellerie als Mischkultur. Moosextrakt. Myco-Sin. Ulmasud B. Neudovital spritzen. ENVIRepel. Lebermooser. In SPS-Lösung legen, 20 - 30 Minuten. Windoffenen Standort wählen mit den Reihen in Richtung West/Ost. Frühkartoffeln vorkeimen. Nicht überdüngen, vor allem nicht mit Stickstoff. Stattdessen Brennesseljauche mit Beinwelljauche mischen und damit gießen. Jährlich Anbaubeete wechseln. Nur bei trockenem Wetter ernten und auch nicht bei kühlem Wetter. Kartoffeln nicht waschen vor der Einlagerung und immer im Dunkeln lagern.

Tomaten.

Spritzungen mit ENVIRepel. Biofa, Myco-Sin. Pilzvorsorge hemmt die Ausbreitung. Oscorna-Pilzvorbeuge. Stäuben mit Algenkalk. Knoblauchtee. Pflanzen gegen Regen schützen, dann kommt die Braunfäule so gut wie nicht vor. Aber in Gewächshäusern immer wieder lüften, wenn es möglich ist. Nur sonnige Lagen wählen. Bei tiefgründigem Boden nicht wässern, nur einmal gründlich organisch düngen, wässern und Boden dick mit Grasmulch bedecken.

Tomaten eintriebig ziehen, sofort ausgeizen. Vollkommen resistente, samenfeste Sorten gibt es nicht. Die 'resistenten' Sorten werden um etwa 10 - 14 Tage später befallen. Auch die Behandlung mit Stärkungsmitteln ist bei Dauerregen und feuchtkühler Luft vergeblich. Die kleinfrüchtigen Sorten haben oft die beste Resistenz. Black Plum, Cantatos, Celsior, Concorde F1 (Ahrens & Sieberz), De Berao + Lämpchen + Phytoresista Nr.1+ Resista + Teardrop (Privates Samenarchiv Bohl), Quadro (tolerant, Bingenheimer), Sweet-Cherry-F1-Hybride, Meran und Estrella sind ziemlich resistent. Maestra F 1 (Pötschke) ist 'unempfindlich'. Vitella F 1 (Green & Easy, Kiepenkerl, N&G, Pötschke, Baldur) ist von Natur aus tolerant. Wladiwostock (Keller) widerstandsfähig. Fleischtomate Myrto F1(Kiepenkerl, Baldur, Pötschke) ist tolerant.

Frühe Sorten wie die Buschtomaten Sub-arctic Plenty und Whippersnapper (Privates Samenarchiv Bohl) können zum großen Teil abgeerntet werden, ehe der Pilz zuschlägt. Bayerische Gartenakademie, Veitshöchheim: Vitella bleibt zwei Wochen länger verschont, De Berao bleibt bis Ende 10 gesund. Flora (Baldur) war gem. Gartenzeitschrift Flora Testsieger im Heft 1/2000 in Bezug auf Ertrag, Geschmack und Kultur. Sie gilt als robust gegen Krankheiten. Die Stabtomaten Phantasia F1 und Kirschtomaten Philovita F1 (Erfurter) sollen absolut resistent gegen die Braunfäule sein. - Buschtomaten werden meistens als erste infiziert, weil sie wegen ihres buschigen Wachstums nicht schnell genug abtrocknen können. Deswegen Buschtomaten, besonders die kartoffelblättrigen, nicht in die Nähe von Stabtomaten pflanzen und möglichst auch nicht so, dass beide in der Hauptwindrichtung angepflanzt werden. Noch besser, Buschtomaten überdachen. Tomaten und Kartoffeln niemals nahe zusammen pflanzen.

Mischkultur mit Kapuzinerkresse, Knoblauch, Neuseeländer Salat, Petersilie, Ringelblumen oder Zwiebeln. Vorkultur Gartenkresse. Standort wechseln. An sonnigen Tagen Hauben entfernen. Abstände 70 x 40 cm. Mulchen. Stäbe mit heißer Sodalösung reinigen. Regelmäßig und nur morgens gießen. Durch Wässern über einen eingelassenen Blumentopf wird die Verdunstungsfläche verringert. Oder den Verschluss großer Flaschen durchbohren, die Flaschen mit Wasser befüllen und mit dem Hals in die Erde stecken. Das Wasser kann sich dadurch noch erwärmen und feuchtet langsam die Pflanze an. Beim Gießen darauf achten, daß nicht Spritzwasser von der Erde auf die Pflanzen trifft oder direkt Blätter benetzt werden. Alle Pflegemittel am Vormittag, aber nur dünn aufsprühen, keinesfalls die Blätter einnässen. Untere Blätter dürfen keinen Bodenkontakt haben, deshalb entfernen, etwa bis zu 40 cm Höhe, das verbessert auch die Ventilation. Sonst wöchentlich vorbeugend Schachtelhalmbrühe, Kanadische Goldrute, Rhabarberblättertee, Zwiebelschalen-, Knoblauchschalentee, Neudovital, Magermilch oder Molke spritzen. Moosextrakt + Lebermooser etwa alle 10 Tage spritzen, nach jedem Regen. Allen Spritzbrühen Baldrianblütenextrakt zufügen, verstärkt die Abwehrkräfte. Gießwasser immer etwas Brennessel- und Beinwelljauche zugeben. Aber nicht mit Stickstoff (Brennesseljauche oder Hornspänen) überdüngen und auch die sonstige Nährstoffzufuhr beschränken. Mistkompost und Hornkieselpräparate zweimal spritzen. Bodenspritzungen mit Schachtelhalmtee. Boden um die Tomate herum mit Stroh mulchen, vor dem Gießen wegnehmen, danach wieder hinlegen. Regelmäßig ausgeizen. Bei feuchter Witterung die löffelartig nach oben gebogenen Blattspitzen abschneiden, damit der Regen besser ablaufen kann. Nach Regen Wasser abschütteln. Normale Tomatensorten durch tolerante Veredlungsunterlagen widerstandsfähiger machen (Siehe 'Veredlungsunterlagen Gemüse'). Mulchen mit Baumrinde (nur von einem Hersteller, der der Gütegemeinschaft 'Rindenhumus' angehört) soll Krautfäule verhindern.

Pilhofer's Tipp: Ein bewährtes Mittel zur Vorbeugung: 20 g Zwiebelschalen auf 1 l Wasser geben, den Kaltauszug einige Tage stehen lassen, bevor man die Zwiebelschalen herausnimmt. Mit der braunen Tinktur den Stamm der Pflanzen einpinseln und Verletzungen, die nach dem Ausgeizen entstehen, damit beträufeln. Der Schalensaft vertreibt Fraßfeinde und hemmt den Pilz, der für die Erkrankung verantwortlich ist. Vermeiden Sie Feuchtigkeit auf den Blättern der Pflanze.

Kartoffeln.

Befallenes Kraut und befallene Knollen vernichten. Zwiebelschalenbrühe + Schachtelhalm + Wasserglas 3%. Moosextrakt. Kanadische Goldrute. Lebermooser. Milchwasser (2 l/10 l) beugt vor, stattdessen auch roher Sauerkrautsaft oder Joghurt. Atempo Kupferpilzfrei. Cueva Pilzfrei. Beide sind etwas gefährlich. Neudorff Handelsprodukte. Compo.

Tomaten.

Befallene Buschtomaten und befallenes Kraut von Frühkartoffeln sofort vernichten, damit Stabtomaten nicht infiziert werden. Befallene Blätter und Früchte sofort abschneiden und vernichten. Bei Stängelinfektion das Befallene ausschneiden und mit konzentriertem Kupferkalk (nicht mehr erlaubt in Gärten) die Wunde behandeln. Auf den Boden gefallene Früchte auflesen und vernichten.

Schachtelhalmbrühe im Wechsel mit Zwiebelschalenjauche/-aufguß oder Knoblauchtee oder Wasserglas 3%. Moosextrakt. Lebermooser. Myco-Sin gilt als das Passendste. Falls Myco-Sin nicht vorhanden ist, einen Kompostauszug anrühren 1 : 5 mit Regenwasser ansetzen. Der Kompostauszug sollte etwa 7 Tage im Wasser angerührt und alle 7 Tage gespritzt werden. Einen kalireichen Tomatendünger anbauen 7 - 3 - 10, etwa den Azet-Tomatendünger. Oder mit Beinwell gießen (1 Teil Pflanzenjauche, 20 Teile Wasser). Möglichst Vitella oder Pyros anbauen, sie sind einigermaßen geschützt. Milch-Wasser (2 l/10 l) gegen die Krautfäule. Auch in Abständen gießen. Atempo Kupferpilzfrei Neudorff, 7 Tage, Fungisan, Cueva Pilzfrei 7 Tage. Alle drei sind möglicherweise etwas gefährlich. Fungisan hat möglicherweise etwas Rückstände. Compo.

Samtfleckenkrankheit [Cladosporium fulvum]

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Porree, Lauch. Pilzkrankheit. Weiße ovale Flecken breiten sich aus, werden länglich. Porree wird dadurch ungenießbar.

Tomaten. Auch Braunfleckenkrankheit. Cladosporium fulvum. Nur im Gewächshaus vorkommende Krankheit, die durch viel Wärme und hohe Luftfeuchtigkeit begünstigt wird. Bei einer Luftfeuchtigkeit von 90% kann sich die Krankheit in wenigen Stunden ausbreiten. Auf der Oberseite der Blätter bilden sich unscharfe gelbliche Flecken, auf der Unterseite sind die Blätter an diesen Stellen grünbraun mit einem samtähnlichen Überzug, der die Sporen enthält. Durch die Sporen wird die Krankheit sehr schnell überall hin verbreitet. Die Blätter vertrocknen. Die übrigen Teile der Pflanze werden dagegen nicht infiziert. Die Sporen überwintern am und im Boden sowie an allen Teilen der Frühbeetkonstruktion, sie sind gegen Trockenheit und Kälte immun. Fruchtansatz und Ernte verringern sich dramatisch.-

Porree, Lauch. Ggf. vernichten.

Tomaten. Siehe Braun-/Krautfäule.

Porree, Lauch. Abstände einhalten. Pflanzenstärkungsmittel spritzen. Schädlinge (Blattläuse) sofort bekämpfen.

Tomaten. Viel lüften, nur an sonnigen Tagen - morgens- gießen. Die Gießhäufigkeit kann durch eine Mulchdecke stark verringert werden. In diesem Falle erst die Mulchdecke wegräumen, gießen, und dann wieder den Mulch über den Boden decken. Niemals das Laub befeuchten. Keine stickstoffbetonte Düngung. Untere Triebe bis etwa 40 cm Höhe nach und nach entfernen, damit die Luft besser zirkulieren kann. Nicht mehr als 2 - 2,5 Pflanzen je qm vorsehen, die Luft muß von allen Seiten herankommen. Bolzano (Piepenkerl), Concorde (Sperli), Cristal (Hild), Culina (Green & Easy, Hild, Kiepenkerl), Favorita (Hild), Goldita (Piepenkerl), Moravi (Hild), Orangino (Piepenkerl), Picolino + Dolce Vita (Cocktail; Green & Easy, Piepenkerl), Tomosa (Hild), Vanessa (Hild), Fleischomaten Vision (Pötschke) und Vitella F 1 (Green & Easy, Kiepenkerl, Pötschke) sind weitgehend widerstandsfähig. Stabtomate Phantasia und Kirschtomate Philovita sollen resistent sein.

Schalenkrankheiten
SchadbildVorbeugungBekämpfung

Tomaten. Schalen platzen und weisen Mängel auf (Starke Schwankungen der Temperaturen und der Witterung). Grünkragen/Gelbkragen.

Tomaten. Nachdüngen mit Kali und Phosphor.

Tomaten. Gleichmäßige Bewässerung. Nicht im Spätsommer stutzen. Niedrige Nachttemperaturen vermeiden, Gewächshaus mindestens auf 14° einstellen. Wind- und Regenschutz durch Hauben, Überdachung, alte Fenster o.ä. Keine stickstoffbetonte, sondern ausgeglichene Düngung. Stickstoffüberdüngung führt zur Kalifestlegung. Der dadurch entstandene Kalimangel ist zusammen mit starker Sonneneinstrahlung für die Grünkragen- oder Gelbkragenbildung verantwortlich. Für genügend Feuchtigkeit und leichte Schattierung sorgen, evt. die oberen Triebe nicht ausgeizen, nicht entspitzen. Hellfruchtsorten anbauen.

Schopfartige Gipfeltriebe

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Tomaten. Sie entstehen bei Überdüngung vor der Pflanzung, oft zusammen mit Blatteinrollung.

Tomaten. Düngung einstellen.

Tomaten. Mit Düngung erst nach der 4. Pflanzwoche beginnen, dann wöchentlich düngen.

Schwarzfäule [Alternaria petroselini usw.]
SchadbildVorbeugungBekämpfung

Apfelbäume. Siehe Monilia bei Apfelbäumen und Kirschen.

Kirschbäume. Monilia fructigena. Pilzkrankheit. Die Früchte färben sich glänzend braunschwarz.

Petersilie. Verschiedene Pilze, Verursacher hauptsächlich Alternaria petroselini. Kraut wird braun, dann dunkel, fault später. Keime werden befallen und gehen nicht auf. Schwarze Flecken an den Wurzeln.

Pflaumen, Zwe..Pilzkrankheit. Monilia fructigena. Die Früchte werden glänzend schwarz.

Sellerie. Trockenfäule. Flecken und Risse an der Knolle. Verschiedene Pilze, hauptsächlich Alternaria radicina.

Tomaten. Verschiedene Pilze, Verursacher wie Alternaria brassicae, dauci, radicina. Kraut wird braun, dann dunkel, fault später. Keime werden befallen und gehen nicht auf.

Weinrebe. Pilzkrankheit, durch Guignardia bidwellii. Meistens werden erst die Triebe und Blätter befallen, dann die Trauben. 2004 wurden die Trauben zuerst befallen. Verbreitung der Sporen wahrscheinlich durch den Wind, oft von Drieschen (stillgelegten, verwilderten Wingerten). Die Trauben sind dunkel verfärbt und geschrumpft. Die Sporen überwintern in den Beeren. Sie keimen bei 26.5° zusammen mit Feuchtigkeit optimal.

Petersilie, Sellerie. Befallenes vernichten, Kalkstickstoff in den Boden einarbeiten. Mehrere Jahre lang Möhren und Sellerie nicht an derselben Stelle kultivieren.

Tomaten. Contans WG

Weinreben. Befallene Beeren abpflücken und vernichten. Mehltaumittel anwenden, siehe dort (echter und falscher Mehltau). Kupfer und Schwefel haben wenig Erfolg.

Kirschbäume. Siehe 'Monilia (Sauerkirschen)'.

Petersilie. Keine stickstoffbetonte Düngung. Fruchtwechsel. Samen beizen mit Heißwasser 50°, 30 Minuten. Jungpflanzen nicht zu früh auspflanzen.

Pflaumen, Zwe..Tophit ist nahezu resistent.

Sellerie. Keine stickstoffbetonte Düngung. Fruchtwechsel. Kombination mit Kohlarten (Rosenkohl). Samen beizen mit Heißwasser 50°, 30 Minuten. Jungpflanzen nicht zu früh auspflanzen.

Tomaten. Contans WG. Moosextrakt. Lebermooser.

Weinreben. Blätter der Reben auf den Drieschen durch Ziegen abfressen lassen. Trester nur verwenden, wenn er vollkommen kompostiert worden ist.

Thripse, Fransenflügler [Thysanoptera ]
SchadbildVorbeugungBekämpfung

Fransenflügler Insekten (Insecta).

Begonien, Bohnen, Dahlien, Erbsen, Geweihiris, Gladiolen, Goldregen, Gummibaum, Gurken, Herbstchrysanthemen, Herbstmargeriten, Kamelien, Kentiapalme, Knoblauch, Knollenbegonien, Kohl, Kohl/Blumenkohl, Ledebourie, Lilien, Nelken, Orchideen, Palme, Paprika, Peperoni, Porree, Ritterstern, Tomaten, Usambaraveilchen, Waldrebe, Zierspargel, Zwiebeln.

Thripse oder Blasenfüsser, auch Gewitterfliegen oder Fransenflügler Thysanoptera genannt. Thrips spec. 1 - 2 mm groß, hell oder schwarz oder quergestreift. Je 2 Flügelpaare (Fransenflügel), einige haben keine Flügel. Sie können nicht gut fliegen, sie lassen sich deshalb von Winden forttragen. Deshalb zählt man sie auch zum 'Luftplankton'. Die Larven sind hell oder gelbgrün, ungeflügelt. Einige Arten verpuppen sich im Boden. Die Larven anderer Arten entwickeln sich nach 2 - 4 Wochen zu fertigen Thripsen, unter besonders günstigen Umständen können sie sich auch ungeschlechtlich fortpflanzen.

Im Gewächshaus leben sie von allen Pflanzen, die meisten bevorzugen aber die arteigenen. Sie sind in den letzten Jahren zu einer Hauptplage geworden. Durch ihre Saugtätigkeit entstehen auf den Blattoberseiten mit Luft gefüllte silbrig-helle Zellen, auf den Unterseiten sind schwarze Kotflecken. Dort sitzen die Thripse und ihre Larven meistens in Gruppen zusammen in der Nähe der Blattnerven. Die Flecken fließen zusammen. Sie halten sich fest mit faltbaren, blasigen Haftorganen an den Füssen. Die Vollinsekten überwintern auf Pflanzenresten oder am/im Boden, manchmal auch die Larven. Verpuppung meistens in der Erde. Vermehrung ungeschlechtlich, ihre Eier heften sie an die Pflanzen oder mit Legebohrer direkt in das Gewebe. Bis zu 3 Generationen im Jahr, im Gewächshaus bis zu 12 mit je 60 Eiern pro Weibchen. Trockenes und warmes Wetter fördert sie, Früchte werden rauschalig, Blumenkohl herzlos. Abfallen der Blätter, Vergilben, Verkrüppelung, Verkümmern, Wachstumshemmungen. Befallene Knollen von Amaryllis, Dahlien, Freesien, Gladiolen und Iris sehen runzelig aus. - Durch den Saugakt werden oft schädliche Viren übertragen.

Häufig werden die Blätter und Blüten von Kübelpflanzen (Begonien, Drachenbäumchen, Ficus, Flamingoblume, Gummibäume, Palme, Zitrusgewächse) befallen. Erbsenhülsen zeigen 5 mm große graue Flecken, Porree und Zwiebeln längliche silbrige Flecken auf den Blättern. Gladiolenblätter vergilben vorzeitig, Blütenstaub liegt auf den Blütenblättern, die Knospen sind unregelmäßig, öffnen sich nicht, trocknen ein oder faulen. Bei den Tomaten übertragen sie die Bronzekrankheit. Vor allem an Auberginen, Gurken, Paprika und Tomaten kommt es auch zu verkrüppelten, unausgereiften Früchten. -  Oft dringen sie in kleinste Ritzen ein, z.B. in Bilderrahmen. Beim Menschen lösen sie einen unangenehmen Juckreiz aus. Sie übertragen auch Bakterien und Viren.

Der Palmenthrips befällt häufig Zimmerpflanzen wie Aralien, Flamingoblümchen, Gummibäumchen, Hibiskus, Palmen usw., aber auch verschiedene Gemüse. Rosen, tritt selten auf, dann aber in Massen. Blattoberseite silbrig gesprenkelt. Knospen verkrüppeln, sind innen verfault. Beim Klopfen auf die Knospen springen die Tierchen heraus. Warme Witterung begünstigt. - Es entsteht Bleiglanz (Kot).Der Rosenthrips befällt außer Rosen auch Fenchel und Gurken. Der Zwiebelthrips findet sich vorwiegend an Gurken, Porree und Zwiebeln usw.; der kalifornische Blütenthrips bevorzugt Alpenveilchen, Bohnen, Gerbera, Gloxinien, Gurken, Paprika, Tomaten, Usambaraveilchen, vor allem auch im Gewächshaus. Er hält sich gern in Blüten oder auch Triebspitzen auf, Blüten und Früchte sehen verkrüppelt aus. Er saugt nicht nur, sondern frisst auch den Pollen, den er teilweise verstreut. Nachweis am besten, indem man die Pflanzen über einer hellen Unterlage ausschüttelt oder ausklopft.

Befallen werden außer den vorgenannten Pflanzen Chrysanthemen, Getreide, Ginster, Gladiolen, Goldregen, Nelken, Kohl allg., Obstbäume, Prunusarten, Schmetterlingsblütler, Spinat, Waldrebe, Wolfsmilch. Begonien, Drachenlilien, Fleißiges Lieschen, Gummibäume, Kroton, Zitrusgewächse, Zypergras.

Im Gewächshaus werden befallen vor allem Alpenveilchen, Anthurie, Asparagus, Cyclamen, Fleißiges Lieschen, Gerbera, Gloxinien, Gummibaum, Gurken, Palme, Paprika, Rosen, Tomaten, Usambaraveilchen.

Schutzpflanzen sind Bohnenkraut, Kamille, Weinraute und Ysop. Gefährdete Beete möglichst mit Gründünger, z.B. Perserklee, einsäen, geschlossene Grünflächen ohne Braun werden weniger stark heimgesucht. Pflanzen vor Trockenheit bewahren, Thripse vertragen meistens keine Feuchtigkeit. Bodenbearbeitung, Fruchtwechsel, Mischkultur, Mulchen und niedrige Einsaat bei den Zwischenräumen wehren ab. Bei Zwiebelgewächsen haben sich Bohnenkraut und Kamille bewährt.

Schutzarten sind Ameisen, Florfliegen, Marienkäfer, Raubmilben, Raubwanzen, Schwebfliegen, Spinnen.

Mulchen. Blattunterseiten abspritzen. Ausreichend wässern. Erbsen und Zwiebeln früh aussäen, Thripse erscheinen erst Ende Mai. Intensive Bodenbearbeitung, keine Ernterückstände auf dem Boden lassen. Anbauwechsel. Saatgut beizen mit Heißwasser 45°.

Begonien, Knollenbegonien. Blaue Leimtafeln. Abspritzen der Pflanzen, die Thripse können keine Feuchtigkeit vertragen. Abbrausen und dann für ein paar Tage in Folie packen. Raubmilben und -wanzen in Gewächshäusern.

Erbsen. Spruzit. Seifenwasser oder Weißöl spritzen. Niem.

Gladiolen.  Thripse vertragen keine Feuchtigkeit. Mit Wasserstrahl abspritzen. Blaue Leimtafeln aufstellen. Im Herbst die Knollen einzeln herausnehmen, wenn die Blätter im unteren Bereich noch etwas grün sind. Die Thripse befinden sich dann dort. Blätter und Stiele sofort und direkt über der Knolle abschneiden und zusammen mit der alten, eingeschrumpften Knolle vernichten. Bei starkem Befall gesamte Pflanze vernichten. Spruzittauchbad für Knollen im Herbst. Sie saugen auch im Winterlager weiter, braune Stellen und Schrumpfen sind ein Hinweis dafür. Niemspritzungen. Bei geringen Temperaturen im Winter lagern, dadurch sterben die Thripse ab, z.B. 8 - 10 Wochen bei +5°. - Natürliche Feinde sind Florfliegen und Raubmilben.- Bei Frost sterben sie ab, sie können aber im Komposthaufen überleben.

Gurken. Befallenes abschneiden und vernichten. Blattunterseiten mit Kaltwasserstrahl abspritzen. Schmierseifenbrühe, Knoblauchtee, Spruzit, Niem.

Rosen. Mit Brennesseljauche spritzen. Neudosan.

Kentiapalme. Siehe wie links.

Palme. Siehe wie links.

Zwiebeln. Befallenes wegschneiden

Abwehr: Natürliche Feinde sind Ameisen, Blumenwanzen, Bodenpilze, Florfliegenlarven (auch im Fachhandel), Kurzflügler, Marienkäfer, parasitäre Nematoden, Schwebfliegen, Spinnen, Raubwanze Orius spp. und parasitäre Thripse wie Franklinothrips vespiformis.

Knoblauchtee auf befallene Pflanzen gießen, mehrmals wiederholen. 150 g Knoblauch fein hacken, 24 Stunden in 2 l Wasser einweichen, 2 Teelöffel Paraffin dazugeben. Besprühen mit spez. Schmierseifenbrühe (100 - 300 g Schmierseife, 1/2 l Brennspiritus, 1 Essl. Kalk, 1 Essl. Salz, 10 l Wasser). Blattglanzsprays. Spruzit. Neudosan. Raptol Schädlingsspray. Niemöl. Celaflor Schädlingsfrei Neem. Leimtafeln. Vorsichtshalber erst Verträglichkeit der Spritzungen an einem Trieb ausprobieren. Alle Spritzungen mehrfach wiederholen, auch die Blattunterseiten einsprühen. Während der Blatt-Thrips mit diesen Mitteln bekämpft werden kann, ist das beim Blütenthrips schwieriger, weil die Blüten bei allen Spritzungen geschädigt werden. In diesem Falle sollten Raubmilben (Amblyseius cucumeris) oder Florfliegenlarven vom Fachhandel eingesetzt werden. Durch Zusatz von Ölen werden auch die Eier abgetötet. Lockpflanzen einsetzen wie Ringelblumen und Tagetes. - Außerdem gibt es räuberische Thripse, die die saugenden Thripse, Blatt-und Schildläuse, Spinnmilben und Weiße Fliegen jagen. Andere verzehren Mehltau.

Für das Gewächshaus kommen anfänglich vor allem in Frage Florfliegenlarven, die Raubmilbe Amblyseius cucumeris und die Raubwanze Orius. Bei stärkerem Befall können eingesetzt werden: Celaflor Schädlingsfrei, Niem, Raptol oder Spruzit.

Zimmer- und Kübelpflanzen sind bei warmer, trockener Luft, Prallsonne und bei starkem Temperaturwechsel gefährdet. Deshalb befallene Pflanzen ins Freie setzen oder lauwarm überbrausen und in Folienbeutel packen und zubinden für 2 - 3 Tage. Die Erde gut anfeuchten und den Topf in die Mikrowelle stellen, 4 Min. bei 700 W. Vorbeugende regelmäßige Spritzungen mit ENVIRepel. Blautafeln (Kombi-Gelbtafeln)gegen Blütenthripse, Gelbtafeln gegen Gewächshausthripse.

Begonien, Bohnen, Kamelie, Kentiapalmen, Knollenbegonien, Kohl, Blumenkohl, Ledebourie, Lilien, Orchideen, Palmen, Paprika, Peperoni, Porree, Ritterstern, Tomaten, Usambaraveilchen. Tomaten: Die Broncekrankheit wird ebenfalls von Thripsen verursacht. Auf den Blattoberseiten luftgefüllte, silbrig-helle Flecken, auf der Unterseite schwarze Kotflecken.
Schutzpflanzen der Begonien sind Bohnen, Kamille und Weinraute. Bohnen: Im nächsten Jahr keine Schmetterlingsblütler an dieselbe Stelle pflanzen. Knollenbegonien. Schutzpflanzen sind Bohnenkraut, Weinraute, Ysop. Kohl. Kohl. ENVIRepel. Tomaten. Spritzungen mit ENVIRepel.

Dahlien. Blüten entfalten sich nicht.

Erbsen. Winzige gelbe bis braunschwarze Insekten, die mit ihren Larven an der Blattunterseite leben und an Schoten und Blättern saugen. Schoten sind silbrig-braun gesprenkelt und verkrüppelt, Blätter werden gelb und welken. Starker Befall bei heißem, trockenem Wetter.5 - 8 am meisten gefährdet. Erbsen. Frühe oder späte Aussaat, die Thripse überwintern im Boden und kommen erst Ende Mai wieder ans Tageslicht. Gleichmäßig feucht halten, Fruchtwechsel. Mulchen. Reihen in Windrichtung anlegen. Natürliche Feinde sind Florfliegen, Marienkäfer und Spinnen.

Geweihiris. Bei Zeichen von silbergrauen Streifen oder Punkten ist die Thripsgefahr zu erkennen.

Gladiolen. Kleine silbrig-weiße Flecken durch Luftzutritt auf den Blättern, daneben schwarze Kotflecken. Verkrüppelungen, Vergilbungen. Laub stirbt ab. Knospen öffnen sich nicht oder sind unregelmäßig, trocknen ein, faulen. Die Blüten haben weiße, eingetrocknete Ränder und Spitzen. Besonders rote und rosaweiße Sorten werden stark befallen. Trockene, warme Standorte begünstigen Befall. Die gelblichen Larven fressen an der Oberhaut der Blütenknospen und an den Blättern. Erwachsene Tiere sind dunkel. Oft werden dadurch andere Krankheiten wie Grauschimmel oder Kraut- und Knollenfäule begünstigt. Auich andere benachbarte Pflanzen wie Amaryllis, Calla, Freesien und Nelken werden befallen. Trockene Sommer fördern ihre Verbreitung, das Weibchen legt bis zu 200 Eier, nach 3 Wochen erscheint dann schon die nächste Generation. Gladiolen. Pflanzen vor Trockenheit bewahren. Mulchen. Absterbendes Laub vernichten. Schutzpflanzen sind Bohnenkraut, Weinraute und Ysop. Jährlicher Standortwechsel. Nach Befall im nächsten Frühjahr mehrmals mit Spruzit spritzen.

Goldregen, Gummibaum. Blätter haben kleine silbrige Flecke mit Kot dazwischen.

Gurken. Silberweiße Flecken, die ineinander überlaufen. Blattunterseite schmierig durch das Saugen der Insekten und der Larven. Thripse sind 1-2 mm lang, Farben gelb bis schwarz, Larven sind hell. Mehrere Generationen. Insekten überwintern auf Pflanzenresten.Gurken. Gurken. Jungpflanzen vor dem Setzen mit Heißwasser behandeln. Natürliche Feinde fördern: Marienkäfer, Raubmilben, Raubwanzen, Spinnen, Florfliegen. Schutzpflanzen sind: Ysop, Bohnenkraut, Weinraute. ENVIRepel.

Herbstchrysanthemen, Herbstmargeriten. Im Gewächshaus leben sie von allen Pflanzen, die meisten bevorzugen aber die arteigenen. Sie sind in den letzten Jahren zu einer Hauptplage geworden. Durch ihre Saugtätigkeit entstehen auf den Blattoberseiten mit Luft gefüllte silbrig-helle Flecken. Insekt und Larve leben auf den Blattunterseiten und halten sich fest mit faltbaren blasigen Haftorganen an den Füßen. Die Vollinsekten überwintern auf Pflanzenresten oder im Boden, manchmal auch die Larven. Vermehrung ungeschlechtlich, ihre Eier heften sie an die Pflanzen oder mit Legebohrer direkt in das Gewebe. Bis zu 3 Generationen im Jahr, im Gewächshaus bis zu 12 mit je 60 Eiern pro Weibchen. Trockenes und warmes Wetter fördert sie, auf den Unterseiten sind schwarze Kotflecken. Dort sitzen die Tierchen meistens in Gruppen zusammen in der Nähe der Blattnerven. Die Flecken fließen zusammen. Abfallen der Blätter, Vergilben, Verkrüppelung, Verkümmern, Wachstumshemmungen. Durch den Saugakt werden oft schädliche Viren übertragen. Sie befallen auch Gerbera, Gladiolen, Nelken, Wolfsmilch.

Rosen. Mit Brennesseljauche spritzen. Neudosan.

Waldrebe. Thripse bewirken durch ihre Saugtätigkeit an der Oberseite luftgefüllte silbrig-helle Flecken, an der Unterseite ist ihr Kotverhalten zu erkennen.

Zierspargel. Tritt selten auf, dann aber in Massen. Blattoberseite silbrig gesprenkelt. Knospen verkrüppeln, sind innen verfault. Beim Klopfen springen die Tierchen heraus. Warme Witterung begünstigt. - Es entsteht Bleiglanz (Kot).

Zwiebeln. Thrips tabaci. Blätter von Porree und Zwiebeln zeigen längliche, weiß-silbrige Flecken. Das Gewebe stirbt ab durch das Saugen der Insekten und deren Larven. Zwiebeln. Zwiebeln. Nicht zu trocken halten. Samen beizen. ENVIRepel.

Kentiapalme. Siehe wie links.

Palme. Siehe wie links

 

Weiße Fliegen [Aleyrodes proletella/Trialeurodes vaporariorum Aleyrodidae]
SchadbildVorbeugungBekämpfung

Aleyrodes proletella/Trialeurodes vaporariorum Aleyrodidae.

Die Kohlmottenschildlaus oder weiße Fliege Aleyrodes befällt vor allem Kreuzblütler und Wolfsmilchgewächse. Das Weibchen überwintert gern an Grün- oder Rosenkohl, aber auch an Endivie, Erdbeere, Gänsedistel, Schöllkraut. Sie sind frostfest.

Selten tritt die Baumwollmottenschildlaus Aleyrodes proletella auf, und nur in warmen Lagen.

Am häufigsten ist die Gewächshausmottenschildlaus (Trialeurodes vaporariorum), die auch im Freien Balkonpflanzen und Blumenstauden befällt. Sie sind 1 - 2 mm groß. Reinweiße, mit Wachs bepuderte Flügel, werden in Ruhestellung nach oben abgewinkelt. Körper gelb, aber mit Wachs überzogen, so dass er auch weiß aussieht. Die weißen, winzigen Eier werden an der Blattunterseite an einem Stiel abgelegt, der in das Blatt hineingebohrt wird. Zahl ca. 100 - 500 Stück je Weibchen. Die gelbgrünen oder weißen, kaum sichtbaren, 0,2 mm langen Larven befinden sich ebenfalls auf der Unterseite, sie sind jung beweglich, mit zunehmendem Alter werden sie unbeweglich. Sie setzen sich dann unter einem runden Wachsgebilde fest, wodurch sie nahezu unangreifbar werden. Nach dem Larvenstadium kommt das Puppenstadium, die gesamte Entwicklungsdauer bis zum Vollinsekt dauert etwa 2-4 Wochen je nach Witterung. Sie beginnen sofort mit der Fortpflanzung. Im Jahr können so bis zu 10 Generationen hervorgehen. Optimal dafür ist eine hohe Luftfeuchtigkeit von 80% und eine Temperatur von 22°. Die Insekten fliegen bei jeder Bewegung auf. Sie halten sich auf der Blattunterseite der oberen Blätter auf. Der Befall ist zuerst durch den schmutzigen Honigtauüberzug auf den Blattoberseiten festzustellen, auf dem Schwärzepilze leben. Das Laub wird gelb, welkt und fällt ab.

Im Gewächshaus werden ab E 5 vor allem Auberginen, Fuchsien (!), Geranien, Gerbera (!), Gurken, Hibiskus, Kürbis, Lantanen (!), Paprika, Primeln, Schönmalve, Solanum, Tomaten, Weihnachtssterne und Zucchini befallen,

im Freiland Azaleen, Bohnen, Erdbeeren, Gänsedisteln, Gurken, Hibiskus, Kohl, Kübelpflanzen, Pantoffelblumen, Paprika, Pelargonien, Rhododendren, Schöllkraut, Schönmalve, Tomaten, Wandelröschen, Weihnachtsstern. Es entstehen helle Saugstellen an den Blättern durch die erwachsenen Tiere und die Larven, die Blätter vergilben und sterben ab. Honigtau wird abgesondert, danach bildet sich Rußtau. Früchte werden verschmutzt. Atmung und Assimilation der Pflanzen werden durch eine lackartige Kotschicht gestört. Vor allem unter Glas können erhebliche Schäden entstehen durch die rapide Vermehrung. Sie vertragen keine kühlen Temperaturen, die weißen Fliegen, die im Gewächshaus auftreten, sterben bei winterlichen Außentemperaturen ab

Brautmyrte, Fuchsie, Gurken. Selten. 2 mm große, geflügelte Insekten, bedeckt mit weißem Wachspuder auf den Blattunterseiten. Schwarze Rußtaupilze.

Kohl. (Aleyrodes proletella). Sie sind 1-2 mm groß, wie mit weißem Staub überpudert, die Flügel werden in der Ruhe dachförmig aufgestellt. Sie befinden sich meist auf der Unterseite der obersten Blätter, auf der sie auch ihre Eier ablegen. Die Larven sind gelb-grün. Larven, Eier und weibliche Kohlmottenschildläuse überwintern an Kohlpflanzen. Schäden entstehen durch Saugen an den Blättern mit nachfolgender Rußtaubildung, vor allem in Gewächshäusern. Hauptbefallzeit Spätsommer/Herbst, in heißen Sommern auch ganzjährig. Befallen werden hauptsächlich Blumenkohl, Broccoli, Grünkohl, Rosenkohl, Weißkohl. Überwinterung an Grün- und Rosenkohl, aber auch an anderen überwinternden Pflanzen. Sie sind frostfest.

Basilikum. Brennesselauszug. Niemsamen.

Gurken. Naturen.

Abwehr: Natürliche Feinde sind Marienkäfer, Schlupfwespen, Spinnen und Wanzen. Vliesabdeckung. Basilikum, Rainfarntee und Tagetes wehren ab. Pflanzen zur Kräftigung regelmäßig mit ENVIRepel spritzen. Den Boden vorbeugend mit einer Brühe aus Eichenblättern oder Eichenholzspänen abbrausen. Zimmerblumen in einen trockenen, kühlen Raum umsiedeln. Beim Einsatz von Puppen der Erzwespen 15°- 34° einhalten. Nährsrtoffmangel/-überschuss.

Im Gewächshaus: Schlupfwespen/Zehrwespen Encarsia formosa, Eretmocerus californicus, Weiße Fliegen Eretmocerus eremicus usw. im Handel erhältlich, Temperaturen von 22 - 27° erforderlich. Außerdem der räuberischer Käfer Delphastus pusillus, die Raubwanze Macrolophus caliginosus. Gelbtafeln im Gewächshaus aufhängen.

Die Giftbeere anpflanzen (Nicandra physalodes, Höhe ca.1 m, je 100 qm Glasfläche 6 Pflanzen. Wirkung nicht zuverlässig, beginnt erst mit Blütenbildung). Die Rosengeranie Pelargonium radens zieht weiße Fliegen an und kann im Gewächshaus aufgestellt werden. Man schneidet die Pflanze ab und vernichtet sie mit samt den Schädlingen. Nicht zu eng pflanzen im Gewächshaus: Je Quadratmeter 1 Gurke, 2 Tomatenpflanzen oder 4 Auberginen oder 4 Paprika sind gerade richtig, dazwischen, außer bei Paprika, stark riechende Tagetes (Tagetes patula, Tagetes tenuifolia) säen oder Kapuzinerkresse. Tagetes zur Abwehr der weißen Fliege. Fleißig lüften. Fuchsien, Gerbera und Lantanen werden unter Glas besonders stark heimgesucht. Aufscheuchen und mit dem Staubsauger absaugen, bei schwächster Stellung. Gelbtafeln, besser Blautafeln schon bei der Pflanzung aufstellen. Sie wachsen mit den Pflanzen in die Höhe. Durch Schütteln der Pflanzen werden Weiße Fliegen aufgescheucht und kleben schneller fest. Sämtliches Unkraut und Pflanzenreste entfernen. Sie dienen den weißen Fliegen oft zur Vermehrung. Basilikum wehrt ebenfalls ab. Geschlossene Grünflächen mit z.B. Klee-Einsaat, werden weniger heimgesucht. Morgens Rapsöl o.ä. spritzen, das Larvenstadium kann am besten bekämpft werden. Gelbe, besser noch grünlich-gelbe Schalen mit Wasser und etwas Geschirrspülmittel aufstellen. Wenig, aber dafür durchdringend gießen. Nicht stickstoffbetont düngen. Mulchen. Stark befallene Pflanzen vernichten. Blumentöpfe einen Tag lang in einen sehr kühlen, aber frostfreien Raum stellen. Oder mehrmals kurz in warmes Wasser halten, dem etwas Spülmittel zugegeben wurde. Abstand von 2-3 Tagen einhalten bei der Badekur. Rezeptur: 1 l Wasser, 1 Esslöffel flüssige Schmierseife, 1/10 l Spiritus. 1 x wöchentlich spritzen.

Im Freien wie im Gewächshaus: Kohlstrünke sofort nach Ernte entfernen. Außerdem Spritzung mit Zitronengrasöl, Eichenblätterauszug, Pflanzenölprodukten, z.B. Schädlingsfrei Naturen, Celaflor Schädlingsfrei Neem, Niemsamen. Boden feucht halten, lockern, mulchen. Stäuben mit Gesteinsmehl oder Algenkalk. Spritzen mit Knoblauch- oder Brennesselauszug, Quassia, Rainfarntee, Schmierseifenlösung, Schwefelsaure Tonerde, Wermut. Raptol, Neudosan, Spruzit in wöchentlichen Abständen. Morgens spritzen. Nach 10 Tagen wiederholen. Weiße Fliegen. Schlüpfende Larven sind besonders empfindlich. Basilikum. Hochwirksam sollen Naphthochinone sein, wie sie in der Pantoffelblume (Calceolaria andina) enthalten sind. Compo.

Bei Blumenfenstern einen Topf mit Fettkraut (Pinguicula) aufstellen, es fängt mit seinen klebrigen Blättern die Weißen Fliegen ein.

Weiße Fliegen übertragen viele Pilze und Viren.

Blauflügelchen. Weiße Fliegen

Bunte Margerite, Enzianstrauch, Kentiapalme, Margeriten, Palme, Paprika, Peperoni, Pepinos, Primeln, Rhododendren, Scheinmalve, Seiudenpflanze, Strauchmargerite, Tomatenpflanzen, Trompetenblume, Weihnachtsstern. 2 mm große, geflügelte Insekten, bedeckt mit weißem Wachspuder auf den Blattunterseiten. Schwarze Rußtaupilze.

Korallenstrauch. Helle Saugstellen, auf der Blattunterseite weiße Motten.

Pepinos. Nicht in Prallsonne setzen

Primeln. Windstille und Zug vermeiden

Seidenpflanze. Nicht stickstoffbetont düngen.

Tomaten. Vorbeugende Spritzungen mit ENVIRepel. Gelbtafeln. Schlupfwespen Encarsia formosa (Glashaus).

Wandelröschen. Es entstehen helle Saugstellen an den Blättern durch die erwachsenen Tiere und die Larven, die Blätter vergilben und sterben ab. Honigtau wird abgesondert, danach bildet sich Russtau. Atmung und Assimilation der Pflanzen werden durch eine lackartige Kotschicht gestört.Vor allem unter Glas können erhebliche Schäden entstehen durch eine rapide Vermehrung. Sie sind 1 - 2 mm groß. Reinweiße, mit Wachs bepuderte Flügel, werden in Ruhestellung nach oben abgewinkelt. Körper gelb, aber mit Wachs überzogen, so dass er auch weiß aussieht. Die weißen, winzigen Eier werden blattunterseits an einem Stiel abgelegt, der in das Blatt hineingebohrt wird. Zahl ca. 100 - 500 Stck. je Weibchen. Die gelbgrünen oder weißen, kaum sichtbaren, 0,2 mm großen Larven befinden sich ebenfalls auf der Unterseite, sie sind jung beweglich, mit zunehmendem Alter werden sie unbeweglich.

Die weißen Fliegen werden vertrieben durch Duftpelargonien.

Wurzelfliegen [Delia platura, Hylemya platura]

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Kartoffeln, Salat, Spinat. Delia platura syn. Delia liturata. Hylemya platura. Befällt auch Erbsen, Gurken, Mais, Salat, Spargel, Spinat, Tomaten, Zucchini, Zwiebeln und anderes Gemüse, besonders bei kalter Witterung. Dagegen ist trockene Hitze für die Entwicklung des Schädlings hinderlich. Keimblätter werden von Larven im Boden gefressen, auch die Triebspitze wird befallen, so daß das Wachstum verlangsamt wird; teilweise fressen sie in den Stängeln. Puppe überwintert im Boden. Eiablage an die Keimlinge. 3 Generationen je Jahr können auftreten, die erste zwischen 3 - 5. Fliege sieht der Stubenfliege ähnlich.

Tomaten. Keimblätter werden von Larven im Boden gefressen, auch die Triebspitze wird befallen, so dass das Wachstum verlangsamt wird; teilweise fressen sie in den Stängeln.