Felsenbirne [Amelanchier] - Alle

Allgemein

Felsenbirne - Allgemeines

Amelanchier ovalis, Gemeine FelsenbirneAmelanchier ovalis, Gemeine Felsenbirne
Bild von: Botanikus-CD

Amelanchier. Rosengewächse.

Mehrere Arten, die bei uns heimisch geworden sind. Sie sind wunderschön blühende, anspruchslose Blütensträucher, ihre Früchte werden aber auch gegessen.

Sie ist sehr vitaminreich, enthält viele Gerbstoffe und Leucoanthocyane.

Gut geeignet für Sitzplätze - siehe dazu Artikel Sitzplatz, Hausbaumplatz


Anbau

Felsenbirne - Lage

Standort Sonne, lichter Schatten.

Felsenbirne - Boden

Boden locker, humos, am besten mit pH-Wert 7 - 7,5. Sie bevorzugen aber auch etwas kalkhaltige Böden. Bodenverdichtung wird schlecht vertragen. Aber mit Trockenheit und Nässe kommt sie recht gut zurecht, wenn sie nicht zu lange anhält.

Felsenbirne - Aufzucht

In der Haltung anspruchslos, Schnitt ist überflüssig und beschränkt sich nur auf etwaige Wildtriebe. Im April erscheinen die weißen Blütentrauben kurz vor den Blättern. Auch für Wildhecken geeignet, die 10 - 15 mm großen Früchte werden gern von Vögeln gefressen, finden aber auch bei den Menschen Liebhaber. 3 m im Wuchs, Sonne und Halbschatten, Blüte 5. Das Herbstlaub leuchtet in gelbroten bis kupferroten Tönen. Frostfest. Felsenbirnen sind industriefest und sind gut zu gebrauchen als Lärmschlucker und Luftfilter, besonders die einheimische Felsenbirne. Bewährter Baum für Vogelschutz und als Nährgehölz, Trachtpflanze für Hummeln. Auch für Kübel geeignet. Wenig Schnitt erforderlich, nur Querstehendes und Vertrocknetes abschneiden. Rückschnitt möglichst bei einer Verzweigung, so dass ein Zweig verbleibt und die ursprüngliche Formgestalt nicht verändert wird. 

Wer den Strauch kompakter haben will, kürzt nicht einfach die Äste ein, sondern schneidet jährlich nach der Blüte etwa ein Fünftel der älteren Äste bodennah ab.


Sorten

Felsenbirne - Sorten

Amelanchier laevis: Hängende Felsenbirne. Boden humos, lehmhaltig oder humos, sandhaltig. Blütentrauben weiß, 4/5, Höhe bis 4 m. Veredelungen sind vorzuziehen, sie gedeihen auch auf kalkhaltigen Böden.

Amelanchier ballerina: Frucht rotschwarz, ab Juli sind die großen Trauben essbar. Diese Pflanze ist veredelt, nur Auslichten ist empfehlenswert in mehrjährigem Rhythmus. Sie kann empfohlen werden als Bienenweide, Heidegarten, Wildobst und Vogelnährgehölz. Die Früchte haben Kirsch- und Mandelaroma. Die 12 - 15 mm großen Früchte reifen von Orangerot bis zu dunklem Violettrot heran. Auch der hohe Gehalt an Vitamin C, Mineralien und Ballaststoffen machen diese Früchte für die Ernährung so wertvoll. Mehltauresistent.

Amelanchier lamarckii (auch manchmal canadensis). Kupferfelsenbirne, meistens mehrtriebig. Broncefarbener Blattaustrieb mit weißen Blütentrauben, sternartig, 4/5, Höhe bis 8 m. Aus ihnen entwickeln sich schwärzliche, saftige Früchte, die essbar sind und auch für Konfitüren usw. verwendet werden können. Sie kann gut dem Formschnitt unterworfen werden. Kaum Beeinträchtigung durch Krankheiten und Schädlinge. Herbstfärbung orangescharlach. Sonne, Halbschatten. Auch für Einzelstellung. Sehr empfehlenswert. Nicht einpflastern.

Amelanchier lamarckii/laevis Ballerina. Für den Erwerbsanbau, die Sorten sind etwas größer. 12 - 15 mm große Früchte reifen von orangerot bis zu dunklem Violettrot heran. Die Beeren weisen ein erlesenes Kirsch-Mandel-Aroma auf. Pralina läßt sich leicht pflücken oder einfach abschütteln. Ob Saft, Most, Wein, Kompott, Marinaden oder Dressings - sind sind immer ein wertvoller Rohstoff für die gesunde Ernährung, ob tiefgekühlt oder getrocknet. Mehltauresistent. Fruchtreife Ab Ende Juni - August. Höhe bis 6 m, 3 - 5 m breit. Nicht einpflastern.

Amelanchier lamarckii, KupferfelsenbirneAmelanchier lamarckii, Kupferfelsenbirne
Bild von: Botanikus-CD

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Amelanchier ovalis. Gemeine Felsenbirne. Amelanchier ovalis, Gemeine FelsenbirneAmelanchier ovalis, Gemeine Felsenbirne
Bild von: Botanikus-CD

Weiße Blütentrauben, 4/5. Sie ist einheimisch, kann aber in puncto Schönheit nicht mithalten mit den vorgenannten amerikanischen Arten. Die Früchte sind dunkel, süß und essbar. Die Felsenbirne kann zur Hangbefestigung herangezogen werden. Sie kommt auch mit trockenen Böden zurecht und ist gern gelitten in naturnahen Gärten. Sie erreicht nur drei Meter Höhe. Amelanchier sind selten krank.


Schadbilder

Krankheitsbilder/ Schädlinge
Echter Mehltau

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Allgemein: Auf der Blattoberseite weißgraue Flecken, sie fließen zusammen, oft beidseitig. Blätter werden braun, sterben ab.

 

Apfelbäume. Weißer Belag auf Oberseite der Blätter, an jungen Trieben und Blüten. Blätter rollen sich ein, werden braun, fallen ab. Der Pilz überwintert auf Knospen und jungen Trieben. Landsberger Renette, Jonathan, Berlepsch, Boskoop, Cox Orange, Elstar°, Goldparmäne, Gravensteiner, Ingrid Marie, Jonagold, Jonathan, weißer Klarapfel, Landsberger, Lombarts Calvill, Oldenburg, Ontario, Idared, Starks Earliest sind besonders gefährdet. Alkmene, Danziger Kantapfel, Freiherr von Berlepsch, Dülmener Rosenapfel, Elstar°, James Grieve, Katija Balsgaard, Manga Super, Mc Intosh Rogers, Pia, Pilot, Pinova, Pirella/Pirol, Piros, Reglindis, Relinda, Renora, Retina, Rewena, Remo und Rubinette sind wenig empfindlich. Reanda, Remo und Resi sind resistent. - Vermehrt sich von Frühling bis Herbst, besonders Mai/Juni, vor allem bei warmem und schwülem Klima, aber auch bei trockenem Wetter und trockenen Lagen. Befallene Früchte zeigen bräunliche Netze im Herbst. Dauerfrost von -10 - 15° vernichtet das Pilzgeflecht, milde Winter verringern die Resistenz. Der Pilz kann sich nur auf lebendem Gewebe vermehren. Er tritt nur an Apfel auf. °Unterschiedliche Angaben.

Aprikosen. Sphaerotheca pannosa. Blätter und Triebe sind auf der Oberseite weiß; schwülwarmes Wetter begünstigt.

Begonien. Oidium begoniae. Weißlich-mehliger Belag an beiden Seiten der Blätter, an Blütenstängeln, Stielen und Blüten. Pflanzen sterben ab. Ausbreitung bei trockenem Wetter.

Erbsen. Blattoberseite mit mehlartigem Belag, manchmal auch Unterseite. Abwaschbar. Blätter werden braun und sterben ab. Sporenlager, erst gelb, dann schwarz. Die Hülsen sind dunkel gesprenkelt. Besonders gefährdet 6 - 7 bei trockener und warmer Witterung. Überwinterung als Myzel und Sporen auf Unkraut und Pflanzenresten. Herbstanbau in manchen Gebieten besonders gefährdet.

Erdbeeren. Sphaerotheca macularis. Beidseitiger weißer Belag an den Blättern, Blätter rötlich und eingerollt. Auch Blüten und Früchte zeigen den Belag. Vor allem Gefahr bei trockenem Wetter.

Feldsalat. Erysiphe ssp. Weißlicher Pilzrasen, der sich schnell auf den Blättern ausbreitet, vor allem unter Glas. Bei sonniger, trockener Witterung wird er gefördert.

Gurken. Erysiphe cichoracearum. Sphaerotheca fuliginea.Ober-, manchmal auch Unterseiten der Blätter haben Flecken, dann ist die ganze Blattfläche mehlartig belegt. Blätter verbräunen und vertrocknen, fallen ab. Blüten, Früchte und Stängel können auch befallen werden, ebenso Kürbis und Melone. Vor allem bei warmem, trockenem Wetter. Überwinterung als Myzel und Sporen an Gurkenresten und Unkraut. Widerstandsfähig ist die Sorte Sudica.

Kornblume, Flockenblume. Bei falscher Standortwahl kann es z.B. zum Befall des echten Mehltaus kommen.

Rosen. Spaerotheca pannosa var. rosae. Feuchte Witterung mit über 20°, nächtlicher Tau und Temperaturschwankungen begünstigen die Krankheit, ebenso windstille Ecken. Alle jungen Pflanzenteile werden befallen und zeigen den typischen weißen, abwaschbaren Belag auf beiden Seiten. Die Triebspitzen verlieren ihre Form, sterben ab, die rötlichen Blätter sind nach oben gefaltet und fallen ab. Überwinterung als Myzel und in Sporenbehältern an den befallenen Trieben.

Weinreben. Uncinula necator. Schon kurz nach dem Austrieb werden die Reben befallen, da der Pilz in Knospen und Trieben überwintert. Gefährdetster Monat ist der Juni bei feucht-warmem, wechselndem Wetter. Aber auch schon früher beginnt die Neuinfektion, der Pilz wächst bereits bei Temperaturen von 5° und beginnt mit der Sporenproduktion bei trockenem und auch feuchtem Wetter.- Die jungen Blätter kräuseln sich, dann bedeckt der Pilzrasen beide Seiten der Blattflächen. Er ist grau bis braun verfärbt. Schließlich welken die Blätter und fallen ab. Auch die Triebe und Früchte werden befallen; die Beeren platzen auf, die Kerne quellen heraus. Dadurch entstehen Anschlußinfektionen. Befallene Rinde reißt auf, verliert den Glanz. - Besonders gefährdet sind Weinreben vor Hauswänden.

Rotdorn. Der Belag kann sich auch auf die Triebe ausdehnen. Zum Herbst werden kugelige Dauersporen gebildet.

 

Apfelbäume. Resistente Sorten wählen wie Santana + Topaz (Ahrens & Sieberz), Reglindis, Remo, Resi, Rewena. Gerlinde und Retina sind wenig anfällig. Triebspitzen abschneiden. Beim Winterschnitt befallene Triebe abschneiden. Sie sind leicht gestaucht, haben hellgraue, bepuderte Triebspitzen und auffallend kleine Knospen. Bis zum Triebabschluß jede Woche durchsehen. Ältere Blätter werden meistens resistent. Baumscheiben lockern. Stickstoffdünger reduzieren. ENVIRepel. Neudovital Obst-Pilzschutz spritzen. Milsana. Myco-Sin. Netzschwefel (Vorsicht bei Berlepsch, Bräborn, Cox Orange, Golden Delicious). - Obstbäume nicht in die Nähe von Komposthaufen pflanzen, Nährstoffüberangebot kann zu Mängeln führen. Auch resistente Sorten werden gelegentlich an Wasser- oder Wurzelschossen infiziert.

Aprikosen. Jährlicher Schnitt. Resistente Sorten wählen. Keine stickstoffbetonte Düngung. Boden lockern, Triebspitzen abschneiden

Begonien. Wurzelbereich nie austrocknen lassen, nie die Pflanzenblätter einnässen. Leicht luftigen Platz auswählen. Stickstoffarm düngen. Morgens gießen. Schachtelhalmtee. Sachalin-Staudenknöterich. Neudovital. ENVIRepel. Knollenbegonie 'Champagner', gelbblühend, ist ziemlich resistent.

Eisenkraut. Mehltauresistente Pflanzen wählen, z.B. 'Lanai Purple'.

Erbsen. Markana (Markerbse, Sperli) und Delikata + Novelia + Profita + Vitara (Kiepenkerl) sind hochgradig tolerant. Ambassador, Solist. Vitara (Baldur) ist resistent. Frühjahrsanbau, resistente Sorten wählen (Zuckererbse Zuccola, Kiepenkerl, Pötschke) sind tolerant. Keine stickstoffbetonte Düngung. Brennesseljauche gießen. Boden mulchen. Neudovital 1% mehrmals spritzen. BioBlatt-Mehltaumittel 0,15% im wöchentlichen Abstand spritzen. Schachtelhalmspritzungen. Knoblauchspritzungen.

Erdbeeren. Elvira HZ und Lambada HZ sind anfällig.

Feldsalat. Wechsel zwischen Austrocknen und Befeuchten vermeiden. Boden gleichmäßig feucht halten. Die Pflanzen müssen aber abends abgetrocknet sein. Das gilt besonders für Unter-Glas-Anbau. Sachalin-Knöterich (Milsana), Neudovital. BioBlatt Mehltaumittel. Elot-Vis. - Vit ist resistent.

Goldrute. Früh genug teilen, nicht stickstoffbetont düngen.

Gurken. Boden mit Kompost anreichern vor dem Auspflanzen. Basilikum und Schnittlauch wehren ab. Pflanzabstand einhalten, stickstoffarm düngen. Schachtelhalmbrühe ist wenig wirksam. Resistente Sorten verwenden:Salatgurken: Adrian (Sperli), Bella + Bellissima (Hild), Cordoba F 1, Futura F1, Hayat F 1. Flamingo F 1 (hochtolerant: Ahrens & Sieberz, Sperli), Highmark II (Baldur, Pötschke), Paska (Hild), Sprint (resistent, Pötschke), Schlangengurke Sudica (Kiepenkerl), und Tanja (Baldur) sind tolerant, Rawa + Sudica (Schlangengurke, Pötschke) von guter Resistenz.Schälgurke: Klaro (Ahrens & Sieberz).Einlegegurken: Anka F 1 (Bakker), auch gegen Viruskrankheit), Bimbostar (Ahrens & Sieberz, Pötschke, Sperli), Capra (Hild), Colet (Pötschke), Conny (Baldur), Cubella F 1(Ahrens & Sieberz, Sperli), Naf (Pötschke), Passandra (Baldur), Profi + Serena (Hild), Stimora (Hild, Keller, Pötschke), Tomara F 1; Libelle F 1 (N&G, Ahrens & Sieberz) ist tolerant.Schlangengurke: Corona (verträgt auch etwas niedrigere Temperaturen), Euphya (Gew.-Hausgurke, Pötschke), Hayat (Gw.-Haus-Gurke, Sperli), Kalunga F1 (Baldur) und Sudica (Schlangengurke, Green & Easy, Pötschke). Mini-Aroma-Gurke Printo F 1 (Kiepenkerl) ist resistent.Trauben/Einlegegurke Amber F 1 (Kiepenkerl) sind umfassend resistent.Boden lockern, Abstände einhalten. Gesteinsmehl. Brennesseljauche. Knoblauch zwischen die Pflanzen setzen. Mit Knoblauchtee spritzen. Basilikum in Mischkultur. Sachalin-Staudenknöterich. Milchspritzungen. Sojaöl-Spritzungen. Neudovital. Bio-Blattmehltaumittel (Lecithin) alle Woche. ENVIRepel. Vitanal. Oscorna-Bio-S. Elot-Vis. Mulchen.

Herbstastern. Glattblattastern (Aster novi-belgii) und Myrtenastern sind anfälliger, die Raublattastern (Aster novae-angliae) werden kaum befallen. Ausreichend Nährstoffe, (mit wenig Stickstoff) und Wasser bereitstellen, Boden bedecken, mulchen. BioBlatt Mehltaumittel, ENVIRepel, Neudovital, Vitanal.

Herbstchrysanthemen, Lupinen. Mehltauresistente Sorten anbauen. Boden bedecken, mulchen.

Knollenbegonien. Wurzelbereich nie austrocknen lassen, nie die Pflanzenblätter einnässen. Leicht luftigen Platz auswählen. Stickstoffarm düngen. Morgens gießen. Schachtelhalmtee. Sachalin-Staudenknöterich. Neudovital. ENVIRepel. Knollenbegonie 'Champagner', gelbblühend, ist ziemlich resistent.

Kornblume. Genügend Abstand halten.

Neuseeländer Spinat. Weite Pflanzabstände. ENVIRepel. Vitanal.

Pfirsichbäume. Jährlicher Schnitt. Resistente Sorten wählen.(Kernechter vom Vorgebirge). Nicht stickstoffbetonte Düngung. Boden lockern, Triebspitzen abschneiden

Phlox. Vormittags gießen, nur an die Wurzeln. Nährstoffreicher, humoser, lockerer, feuchter Boden. Im Sommer regelmäßig düngen und wässern. Bei Kaliummangel für Ausgleich sorgen, siehe unter 'Nährstoffmangel'.

Ringelblume. Nicht zu dicht pflanzen. Prinzess Orange hat hohe Widerstandskraft.

Rittersporn. Sortenwahl. Die Försterzüchtungen gelten als mehltauresistent und besonders standfest und robust. Pflanzabstände einhalten. Nicht stickstoffbetont düngen. Genügend wässern und düngen. Ggf. den Standort wechseln. Neudovital.

Rosen. Ggf. bei Kalkmangel Algenkalk oder kalkhaltiges Steinmehl streuen. Brennesseljauche gießen. Algan 0,3%, Beinwell-Pflanzenstärkungsmittel, Bicos, Biofa Pilzvorsorge, Bion, Biospray, Biplantol, Myco-Sin, Neudovital Rosen-Pilzschutz, Phytovital spritzen. Wichtig ist eine bedarfsgerechte Stickstoffdüngung. Sortenwahl: Nur Rosen mit hartem Laub wählen. Resistente Teerosen: Gloria Dei, Inspiration, Königin der Rosen, Kordes Perfecta, Leonardo da Vinci, Mainzer Fastnacht, Marlena, Queen Elizabeth, Super. Beetrosen: Crescendo, Edelweiß, Goldtopas, Lisa, Meteor, Rigo-Rosen, Schweizer Gruß, Tequila 2003. Bodendecker: Heidetraum. Kletterrose: Kir Royal. Ramblerrose Ghislaine de Feligonde ist relativ immun. - Keine stickstoffbetonte Düngung, ab M 7 überhaupt kein Stickstoff mehr. Jegliche Überdüngung sowie kalte, nasse Böden und Schatten vermeiden. Boden feucht halten (Mulchen). ENVIRepel. Spritzen mit Schachtelhalmtee während der gesamten Wuchsperiode. Triebspitzen im Herbst abschneiden und vernichten. Ausreichend wässern, luftigen und sonnigen Platz wählen, damit Regen sofort abtrocknet. Sachalin-Staudenknöterich, Mr. Evergreen Rosen, Neudovital. Knoblauch, Schnittlauch, Tagetes, Thymian oder Zwiebeln als Untersaat anpflanzen. Kali unterstützt die Abwehr in günstiger Weise. Spritzen mit Rhabarberblättertee oder Kanadischer Goldrute, Oscorna-Bio-S. Brennesseljauche gießen. Kletterrosen an Pergolen usw. quer zur Hauptwindrichtung pflanzen. Sojaöl-Spritzungen. Niem. Mehltau-Kombipack. Neudo-Vital Rosen-Pilzschutz. Moosextrakt, Lebermooser.

Sonnenblumen. Ausreichend wässern, nicht die Blätter einnässen.

Tomaten. Stabtomate Phantasia F 1 und Kirschtomate Philovita sollen resistent sein.

Usambaraveilchen. Keine stickstoffbetonte Düngung. Lüften, wann immer möglich.

Weinreben. Sortenwahl w e i ß : Bianca (Pötschke), Excelsior (Häberli), Fresco (Häberli), Gelbe Phönix (widerstandsfähig, Ahrens & Sieberz, Baldur), Glenora (Schmidt), Golden Niagara (Fenzl), Gustoso (Häberli), Märzling, Sirius, Theresa, Venus (Ahrens & Sieberz) sowie blau: Blaue Paradiestraube (Ahrens & Sieberz), Blue Niagara (Fenzl), Boscoso (Häberli), Fiorito (Häberli), Gustoso (Häberli), Königliche Esther, Magliasina (Häberli), Muscat Bleu (Häberli), Rondo (Schmidt) und Solara (Baldur) sind resistent, Regent (Ahrens & Sieberz, Häberli) ist widerstandsfähig. Keine stickstoffbetonte Düngung, aber reichlich Kompost. Mulchen. Sortenwahl ist wichtig. Schachtelhalmbrühe mehrmals spritzen. Kanarische Goldrute. Sachalin-Staudenknöterich. Rhabarberblättertee. Moosextrakt. ENVIRepel. Vitanal. Oscorna-Bio-S. Zur Vorbeugung reinen Schwefel in offenen, waagerechten Röhren in den Weinstock hängen. Lebermooser. Verdünnte Milch/Molke spritzen.

Zucchini. Ambassador F 1 und Dandoo F1(Baldur) sind resistent.

Allgemein: Netz Schwefelit

 

Apfelbäume. Lichte Krone, jährlicher Schnitt. Netzschwefel. Niedrig dosierter Netzschwefel + Schachtelhalmtee bei schwefelempfindlichen Sorten (Berlepsch und Golden Delicious) in kurzen Abständen. Befallene Teile sofort abschneiden. Spätestens beim Winterschnitt alle befallenen Triebe abschneiden. BioBlatt Mehltaumittel. Netz Schwefelit..

Aprikosen. Neuseeländer Spinat, Ringelblume, Rittersport, Niem.

Begonien, Knollenbegonien, Pfirsichbäume. Knoblauchtee, BioBlatt Mehltaumittel; Netzschwefel. Befallenes vernichten.

Eisenkraut, Verbenen. Schwefelmittel mehrmals widerholen, max. 6x, aber nicht bei sonnigem Wetter. BioBlatt-Mehltaumittel. Niem + Natron. Befallenes vernichten.

Erdbeeren. Befallenes entfernen und vernichten. Niem + Natron. Lecithin.

Goldrute. Befallenes früh genug herausschneiden und anschließend spritzen. Bei dichtem Stand zusätzlich auslichten und Stängel vernichten.

Gurken. Netzschwefel, aber nicht bei sonnigem Wetter. Milchspritzungen. BioBlatt-Mehltaumittel. Niem + Natron. Sojaölspritzungen. Befallenes Kraut vernichten. Befall nach Mi 7: Nur befallene Pflanzen vernichten, da Vegetationszeit zuende. Moosextrakt. Pechnelkenextrakt. Lebermooser. Mischung aus Basilikum und Schachtelhalm sprühen. Milchwasser (2 l/10 l).

Herbstastern. Netzschwefelspritzungen. Niem + Natron. Glattblattastern erhalten im Frühjahr etwas Kalk. Alle Triebe abschneiden und vernichten.

Jungfer im Grünen. Bei später Infektion ausreißen und neu einsäen.

Kornblume. Knoblauchtee, Schachtelhalm-, Rainfarntee. Schwefelspritzung, Niem. Sämtliche Triebe abschneiden und vernichten.

Rosen. Wichtig ist bedarfsgerechte Stickstoffdüngung. Befallene Teile abschneiden und vernichten. Schachtelhalmbrühe mit Netzschwefel spritzen, ab Juni dreimal im Abstand von drei Wochen. BioBlatt-Mehltaumittel in regelmäßigen Abständen spritzen. Sojaöl-Spritzungen. Olivenöl 1%. Natronlösung. Befallene Rosen im Herbst stark zurückschneiden und das erkrankte Laub vernichten. Mehltau-Kombipack. Moosextrakt. Lebermooser. Neudovital. Vi-Care. Compo

Tomaten. Moosextrakt. Lebermooser.

Weinreben. Schachtelhalmbrühe + Netzschwefel 0,2% (Vorsicht, Verbrennungen möglich) in kurzen Abständen. Mit 0,5% Wasserglas ggf. verstärken. Nicht bei Sonne spritzen. Moosextrakt, Natron oder verdünnte Milch spritzen. Befallenes schon im Mai bis zurück zum Leitast entfernen. Blätter vernichten. Rebstock nicht düngen, allenfalls etwas Rindenkompost. Niem, Lebermooser. Cueva Wein-Pilzschutz (Umweltschonend, aber etwas gefährlich) nach der Blüte und wenn die Trauben erbsengroß sind. Netz Schwefelit WG. Neudovital.Mehltau, echter

Zucchini. Meistens erst am Jahresende, dann die Pflanze vernichten. Spritzungen mit Milch-Wasser (2 l /10 l). Schachtelhalmtee. BioBlattmehltaumittel.

Feuerbrand [Erwinia amylovora]

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Feuerbrand.

Gefährlichste Bakterienkrankheit für Kernobstbäume durch Erwinia amylovora, aber auch andere Gehölze sind betroffen.1981 erstmals in der Bundesrepublik aufgetaucht. Deshalb Meldepflicht an Pflanzenschutzämter. Infektion über Blüten, Wunden durch Baumschnitt, Blattläuse und -wanzen, Hagelschlag, Zikaden, Verbreitung durch Bienen, Hummeln, blattsaugende Insekten, Schmetterlinge, Wespen und Vögel. Vögel fressen auch befallene Früchte. Bei Gewitter kann die Infektion über 40 km weitergetragen werden. Sie kann auch einen Obstbaum innerhalb weniger Wochen zum Absterben bringen.Temperaturen von über 23° und Luftfeuchtigkeit von über 70° mit Gewitter und Sturm oder Hagel sind optimal für die Verbreitung. Die Aktivität dauert etwa bis Mitte 8, dann geht sie stark zurück. Die Bakterien überwintern am Baum. Am stärksten betroffen sind Birnbäume, andere werden infiziert, sterben aber nicht ab, sondern sind ein andauernder Infektionsherd. Der Boskoop kapselt die befallenen Teile ab. Hohe Stickstoffgaben fördern den Befall. Meistens nach der Blüte sterben Triebspitzen oder ganze Äste plötzlich ab. Blätter, Blüten und Früchte werden fast schwarz, sehen aus wie verbrannt, fallen aber nicht ab. Die Triebspitzen krümmen sich wie ein Krückstock nach unten. Befallene Rindenteile werden bräunlich, sinken ein, reißen auf und es sickert aus den Rissen bei feuchtwarmem Wetter im Sommer und Herbst orange-brauner infektiöser Schleim. Das Holz unter der befallenen Rinde ist rotbraun verfärbt. Weiterverbreitung auf Stamm und Wurzeln ist möglich.

Braunschwarze Triebspitzen mit welken Blättern, bleiben hängen. Triebspitzen krümmen sich hakenförmig nach unten. Infektionsstellen werden in kurzer Zeit schwarz. Früchte werden braun, dann schwarz. Im Frühling bakterienhaltige, orange-braune, schleimige Ausscheidungen, die ebenfalls ansteckend sind. Ist der Stamm befallen, wird das Holz schwarz, es entsteht ebenfalls dort ein fadenziehender Schleim. Übertragung durch Insekten, besonders Bienen, Vögel und Gewitter. Hauptinfektionszeit Frühling bis Mitte August. Befällt auch alle anderen Rosengewächse.Verwechslungsgefahr mit Monilia! Triebe mit Blättern sterben ab, Blüten werden schwarz. Meldepflichtig!

Befallen werden: Apfel, Birne (großblättrige), Bunte Juli, Clapps Liebling, Conference, Cotoneaster° (besonders bullatus, salicifolius, wateri-Hybriden), Cox Orange mit Abarten, Gloster, Gräfin von Paris, Eberesche, Felsenbirne, Felsenmispel, Feuerdorn, Frühe von Trevoux, Goldparmäne, Ingrid Marie, James Grieve, Jonathan, Klarapfel, roter Berlepsch, Mehlbeere, Mollebusch, Pastorenbirne, Quitte, Rotdorn°, Scheinquitte, Stranvaesia°, Vereinsdechantsbirne, Weißdorn°, Williams Christ, Zierapfel, Zwermispel und alle anderen Rosengewächse. 

Weniger gefährdet erscheinen Alexander Lukas, Diels Butterbirne, Gute Luise, Manon und Uta..Gem. Uni Hohenheim sind folgende Mostbirnen besonders gefährdet: Betzelsbirne, Gelbmöstler, Große Rommelter, Grünmöstler, Oberösterr. Weinbirne, Wolfsbirne. Geringer Befall bei: Champagner Bratbirne, Fellbacher Wasserbirne, Grüne Jagdbirne, Karcherbirne, Kirchensaller Mostbirne, Luxemburger, Schweizer Wasserbirne.

Resistente Apfelsorten: Realka, Reanda, René, Reglindis, Remo, Rewena. Auch resistente Ziergehölze sind inzwischen lieferbar. Weniger gefährdet erscheinen Alexander Lukas, Diels Butterbirne, Gute Luise, Manon und Uta. Sehr gering anfällig sind: Metzer Bratbirne, Palmischbirne, Weimannsbirne, Welsche Bratbirne. Nadelgehölze, Beerensträucher und Steinobst werden nicht befallen.

 

Mindestens 50 cm zurückschneiden ins gesunde Holz, da sich der Bakterienschleim schon weiter ausgebreitet hat als erkennbar ist. Nach jedem Schnitt Werkzeug desinfizieren mit unverdünntem Brennspiritus. Die Bakterien überwintern in erkrankten Rindenteilen, sie bleiben ein Jahr lang lebensfähig, auch am toten Holz. Die dadurch entstehenden eingesunkenen Brandstellen (Kanker) müssen sorgfältig tief ausgeschnitten und mit Wundverschluss bestrichen werden. Meldepflichtig! Streptomycin kann durch Landesbehörden zugelassen werden.

 

Abwehr: Die Feuerbrand-Verordnung sieht eine Schutzzone von 500 m rund um die befallene Obstplantage vor. Sofort tief, (etwa 50 cm) zurückschneiden ins gesunde Holz, Wunden desinfizieren mit Brennspiritus und versiegeln mit Wundwachs. Nach jedem Schnitt Werkzeug mit Brennspiritus desinfizieren, Befallenes sofort verbrennen.

Vorbeugend spritzen mit Ulmasud B, Myco-Sin und Kupfermitteln, mit Pflanzenextrakten°° aus Berberitze, Essigbaum oder Mahonie vor und während der Blütezeit. Streptomycin ('Plantomycin') kann durch Landesbehörden zugelassen werden, dies ist aber eher unwahrscheinlich, weil es nach einer Spritzung im Blütenhonig aufgefunden wurde. Das Pflanzenstärkungsmittel MYCO-Sin (Schätte, Waldsee) ist zugelassen und soll einen Wirkungsgrad von 80% haben. Möglicherweise sind auch Chininabkömmlinge wirksam.

° Diese Pflanzen sind besonders gefährdet und gefährden damit wiederum andere Pflanzen. In der Nähe von Kernobstanpflanzungen nicht dulden!

Oscorna Pilzvorbeuge soll den Feuerbrand an Obstbäumen verhindern.

Rezeptur°°: 70 g frisches Kraut aus Berberis vulgaris, Rhus typhina oder Mahonia aquif. werden mit 1/2 l Alkohol 70% übergossen. 4 Stunden ziehen lassen. Sud auf 1/10 reduzieren, den Alkohol also verdunsten lassen. Die verbleibenden 50 ml vor der Spritzung verdünnen bei Berberitze mit 2 l, Essigbaum 8 l und Mahonie mit 1 l Wasser. Je Pflanze 1/2 l des verdünnten Extraktes spritzen während der Blütezeit.

Ist man unsicher, ob es sich um eine Feuerbrandinfektion handelt, einen Plastikbeutel um den befallenen Zweig binden. Entwickeln sich in den darauffolgenden Tagen die typischen Schleimtropfen, kann man den Zweig abschneiden und an das Pflanzenschutzamt schicken zur Untersuchung. Deren Anweisungen sind zu beachten.

Keine stickstoffbetonte Düngung. Schadinsekten, vor allem Blattläuse, bekämpfen. Kupferspritzung vor der Blüte hemmt Ausbreitung. Alkoholischer Auszug aus Berberitze, Essigbaum oder Mahonie. Myco-Sin. Birnen, Cotoneaster, Felsenbirnen, Feuerdorn, Mehlbeere, Rot- und Weißdorn und Ebereschen nicht in der Nähe dulden. Boskoop, Cox Orange, Glockenapfel, Gloster, Goldparmäne, James Grieve, Jonathan, Kaiser Wilhelm, Klarapfel, Liberty, Santana + Topaz (Ahrens & Sieberz) und Re-Sorten anbauen wie René, Rewena, Re Resi, Remo, Reglindis, Realka, Reanda, Rewena. Boskoop kapselt befallene Teile ab. Pilot, Pinova, Pirella/Pirol, Reglindis und Retina sind nur schwach anfällig, Releika etwas stärker. Oscorna-Pilzvorbeuge spritzen. -Da die Unterlagen von Apfel- und Birnensorten oft anfälliger sind als die aufgepfropften Edelsorten, wird neuerdings empfohlen, daß die Veredlungsstelle nur knapp über der Erdoberfläche liegt.Harrow Sweet aus Kanada und Uta sollen weitgehend resistent sein. Neuerdings ist in Amerika Blake's Pride gezüchtet worden, der ab 2004 auch in Deutschland gekauft werden kann.

 

 

Rundköpfiger Apfelbaumbohrer [Saperda candida]
SchadbildVorbeugungBekämpfung

Apfelbäume, Eberesche, Elsbeere, Felsenbirne, Mehlbeere, Quitte, Weißdorn. Der Rundköpfige Apfelbaumbohrer Saperda candida, ein in Nordamerika beheimateter Bockkäfer, wurde für Europa im Sommer 2008 erstmals in Deutschland auf der Insel Fehmarn nachgewiesen. Der Käfer tritt mit seinem im Holz minierenden Larven in seiner Heimat bevorzugt am Apfel als Schädling auf, kann aber darüber hinaus auch eine Reihe anderer Laubgehölze befallen (u.a. die Gattungen Sorbus, Crataegus und Amelanchier). Der Käfer selbst ist etwa 2 cm lang mit in etwa genauso langen Antennen. Die Imagines sind braun gefärbt und besitzen zwei helle Streifen auf dem Rücken des gesamten Körpers. Die Larven dringen in die Stammbasis ein und legen Fraßgänge im äußeren Holzbereich/Rinde an, ihre Entwicklungszeit beträgt witterungsabhängig 2 - 3 Jahre. Sie sind hell gefärbt, beinlos und werden bis zu 45 mm lang. Ein starker Befall führt zum Absterben der Bäume, auch ist die Bruchgefahr groß. In Amerika treten die Käfer im Frühjahr auf, die Verpuppung erfolgt im Stamm. Die Ausbohrlöcher der Käfer sind kreisrund mit einem Durchmesser von 9 mm. Das Auftreten des Käfers ist neu für Deutschland und Europa. Funde oder Verdachtsmomente sind unbedingt dem nächsten Pflanzenschutzamt zu melden. Nähere Details auch unter Arbofux..

Apfelbäume. Rezepturen: Bockkäfer mit Niem?

Quittenbäume. Befallene Bäume wirken kümmerlich, bei heftigem Wind knicken sie leicht um

 


Links

Felsenbirne - Links

Pralina. Ahrens & Sieberz http://www.as-garten.de