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(entnommen von www.bio-gaertner.de - dem umfassenden Online-Öko-Nachschlagewerk)
Fritrillaria.
Siehe auch den Einführungstext zu Knollen-, Zwiebelblumen und die nachfolgenden Artikel.
Fritrillaria acmopetala, Blütenglocken oliv mit purpurfarbener Zeichnung, 4 - 5, 25 cm. Seltene Art aus Kleinasien.
Fritrillaria amana Goksun Gold. 20 cm hoch, 6. Die großen, gelb-grünen Blüten tragen ein dezentes Schachbrettmuster. Teils in Weinrot, teils in Grün. Eine Rarität - es stehen nur geringe Stückzahlen zur Verfügung.
Fritrillaria assyriaca, Blütenglocken kastanienfarben, gelbgerändert, innen goldbronce mit zarten schwarzen Linien, 4 - 5, 25 cm.
Fritrillaria biflora, Höhe 15 - 20 cm, Blütezeit April - Mai. In ihrer Heimat Kalifornien wird diese Fritillarie als Schokoladen-Lilie bezeichnet. Mit leichtem Frostschutz und durchlässigem Substrat gedeiht diese auch in unseren Breiten.
Fritrillaria bucharica. Diese Besonderheit wächst wild in Afghanistan. Schneeweiße Blüten mit grüner Basis.
Fritrillaria camschatcensis, Blüte violettschwarz, 5 - 6, 20 cm. Eskimokartoffel, sie wurde in Sibirien zu einer Art Brot verarbeitet. Wer sich der Familie der Fritillarien verschrieben hat, kann auf diese violettschwarze Rarität in seiner Sammlung nicht verzichten. - Diese Blume kann sich allein zwischen den Farnen behaupten.
Fritrillaria crassifolia ssp. kurdica, Blüte zwischen rotbraun und hellgrün, 3 - 4, 15 cm.
Fritrillaria glauca Sunray, Blüte sonnengelb, innen dunkel gepunktet, 4, 15 cm.
Fritrillaria graeca ssp. thessala, Blüte weinrot mit olivgrünen Streifen, 4 - 5, 20 cm. Inn einem sonnigen Steingarten fühlt sie sich wohl. Ein leichter Schutz gegen Kahlfröste wäre ratsam.
Fritrillaria hermonis ssp. amana, Höhe 25 cm, Blüte April - Mai. Große längliche Glocken mit braunen bis purpurnen Streifen. Wildvorkommen findet man in der Türkei, Libanon und Syrien. Dort kommen diese Pflanzen auch mit sehr trockenen und steinigen Untergrund zurecht. Bei uns sollte man sie vor Kahlfrösten schützen.
Fritrillaria imperialis. Liliengewä
chs.
Zwiebel und Blüte riechen unangenehm. Muss sofort nach Kauf, am besten 8, gepflanzt werden, da sie nur kurze Zeit lagerfähig ist. Boden leicht feucht, locker, nahrhaft, lehmhaltig mit Sand, aber ohne Staunässe. Sandböden sind ungeeignet. Während der Ruhezeit eher trocken halten. Vorteilhaft ist eine Kiesdränage unter der Zwiebel. Standort am besten sonnig oder auch im Halbschatten. Kranzartige Blüte aus vielen herabhängenden Glocken, gelb, orangerot oder rotbraun, 3/4 - 5, mit Blätterschopf darüber, bis 100 cm hoch. Pflanztiefe 20 - 30 cm, mit Loch (Austritt des Vorjahrstriebes) nach oben, aber etwas schräg, so dass das Wasser daraus ablaufen kann.
Reichlich und regelmäßig mit Kompost, Hornspänen, Knochenmehl, Brennesseljauche und Rinderdung düngen, am besten im Frühjahr, aber keinesfalls mit Stalldung oder Stalljauche. Diese Blüher brauchen etwa 1 - 2 Jahre Zeit bis zur Reife. Trotzdem kann die Blüte ausfallen, wenn die vorstehenden Bedingungen nicht eingehalten werden. Am besten an Ort und Stelle stehen lassen, um so prächtiger blühen sie. Da es lange dauert, bis die Blätter vertrocknen, empfiehlt es sich, Pflanzen daneben zu setzen, die das etwas kaschieren können.
Ausreichenden Abstand halten zu anderen Stauden oder Sträuchern, die Pflanze mag nicht bedrängt werden und es kann auch leicht zu Pilzinfektionen kommen. Mehrere Kaiserkronen im Tuff beherrschen die Umgebung. Nach mehreren Jahren müssen die Brutzwiebeln und die Mutterpflanze im Sommer herausgenommen und anderenorts sofort neu gepflanzt werden. Auch Schuppenvermehrung ist möglich. - Kaiserkronen sind winterhart. - Die Blüten werden geschnitten, wenn die Blütenfarbe durchscheint. Die Pflanze ist giftig. Bei guter Pflege kann sie bis zu 80 Jahre alt werden. Die ursprüngliche Art wird kaum angeboten, dafür gibt es eine Menge Sorten:
Aurora. Blütezeit April/Mai.
Golden Flag, Blüte leuchtendgelb, mit zarter Punktierung auf der Innenseite, 4 - 5, 15 cm. Unverkennbar ist diese Sorte aus Fritillaria aurea entstanden. Das leuchtende Goldgelb und die zarte Punktierung auf der Blüteninnenseite sind identisch. Golden Flag ist offenbar besser für die Gartenkultur geeignet.
Kroon up Kroon (Prolifera) mit zwei Blütenkränzen.
Lutea , hellgelb. Blüte April/Mai.
Maxima lutea, leuchtend gelb.
Premier, orangefarben.
Rubra maxima leuchtend rot, großblumig. Blüte April/Mai.
Fritrillaria meleagris. Kiebitzblume. Liliengewächs.
Siehe auch den Einführungstext zu Knollen-, Zwiebelblumen und die nachfolgenden Artikel.
Boden kalkfrei, leicht sauer, feucht, humusreich, durchlässig, eher kühl. Keine Trockenheit, nur wenig Stickstoff, besonders junge Pflanzen brauchen im Frühjahr genügend Feuchtigkeit. Die Lagerfähigkeit beträgt nur wenige Tage. Standort Sonne oder leichter Schatten, auch in Wassernähe oder im Rasen. Im Frühjahr mit Kompost düngen, im Herbst pflanzen, 8 - 10, 20 cm tief, am besten auf Sandschicht. Für Gartenbeete, Steingarten und zur Unterpflanzung von Gehölzen. Niemals stören.
Blütenglocken der Wildform rötlich-braun mit weiß gemustert, 4 - 5, Höhe 30 cm. Ebenfalls in weiß (alba). Die Breite ist 2 cm.
Diese Blumen sollten immer in Gruppen stehen, aber mit Abstand von allen anderen Pflanzen. Im Sommer ziehen die Blätter ein. Begleitpflanzen sind kleinere Frühlingsblumen. Sie verwildert an Teichrändern und in frischen Böden. Vorsorgliche leichte Winterabdeckung ist empfehlenswert.
Vermehrung am besten durch Brutzwiebeln, auch durch Selbstaussaat. Sie sollten nicht unter Gebüschen stehen. - Geschützt!
Auch die hübschesten wirken in großen Gruppen. Nach Beendigung des Blätterverfalls können die Knollen herausgenommen und in feuchtem Torfmull gelagert werden. Zwiebeln auf scharfem Sand setzen.
Außer den Wildformen werden neuere Züchtungen in purpur, violett und weiß angeboten, entweder in reinen Farben oder auch in Schachbrettmusterung.
Fritrillaria meleagris alba, nur weiße Blüten der Schachbrettblume. Grösse 6/7, April - Mai Blüte, 25 cm hoch.
Aphrodite, besitzt große, ungemusterte Blüten in reinem Weiß.
Artemis, purpur mit grün.
Charon, schwarzpurpur.
Kiebitzei stammt von dieser beeindruckenden Musterung.
Orion, in kleinen Tuffs wirken diese Schachbrettblumen am schönsten.
Pomona, weiß und violett.
Poseidon, rosapurpur.
Fritrillaria michailovskyi, Blütenglocken braun mit breitem, gelben Rand, 5 - 6, 15 cm. An einem Stiel blühen mehrere Glocken. Für leichten, durchlässigen Boden. Rarität.
Fritrillaria minuta, Blüte rostrot, innen glänzend gelb mit grünen Adern, 3 - 4, 15 cm.
Fritrillaria pallidiflora, Blütenglocken zitronengelb, nickend, 5 - 6, 35 cm. Vermehrung durch Selbstaussaat. Winterfest. 10 - 12 cm Pflanztiefe. Stammt aus dem Hochgebirge Sibiriens.
Fritrillaria persica, viele große Glockenblüten, dunkelviolett, 4 - 5, 100 - 120 cm. Winterabdeckung und etwas Kalk erforderlich. Stützstab erforderlich.
Fritrillaria pinardi, Höhe 20 cm, Blütezeit April - Mai. Eine einzelne mahagonifarbige Blüte bringt diese Zwiebel hervor. Sagt ihr der Platz in unserem Steingarten zu, bilden sich an Ausläufern Brutzwiebeln. Ihre Heimat sind Gebirge der Türkei.
Fritrillaria pudica Fragrance, gelb, nickend, 4, 15 cm. Für Steingärten. Diese Fritillarie aus Nordamerika verdient einen besonderen Platz in unserem Steingarten.
Fritrillaria raddeana, Höhe 60 cm, Blüte April - Mai. Diese Fritillaria trägt zu Recht die deutsche Bezeichnung Kaiserkrone.
Fritrillaria stenanthera. Höhe 25, Blüte 3 - 4. Eine sehr frühblühende Art aus Zentralasien. In einem sandig-humosen Boden erscheinen zahlreiche aprikot farbene Blüten mit dunklen Nektarien.
Fritrillaria verticillata, Blütenglocken grünlich-weiß, Innenseite mit rostrotem Schachbrettmuster, 4 - 5, 30 cm. Im Halbschatten schnelle Vermehrung.
Der unangenehme Geruch der Zwiebel schützt sie meistens vor Wühlmausfraß. Sie schützt aber nicht andere Blumenzwiebeln wie Tulpen usw., aber die Glocken bilden einen interessanten Blütenstand.
Fritrillaria whittallii, Höhe 20 - 30 cm, Blütezeit April - Mai. Aus dem Südwesten der Türkei stammt diese Kaiserkrone. Sie bringt mehrere Blüten mit schönem Schachbrettmuster hervor.
Greenlight. Höhe 20 - 30 cm, Blütezeit April - Mai. Diese neue Züchtung erhielt einen wirklich passenden Namen.
Kaiserkronen sind sehr beliebt bei den Schnecken.
| Schadbild | Vorbeugung | Bekämpfung |
| Lilien-/Zwiebelhähnchen | ||
| Lilioceris lilii/Lilioceris merdigera sind 6-7 mm groß, gelb- bis leuchtendrot, schwarzer Kopf. Eier 1.5 mm an Blattunterseite. Larven schneckenähnlich, schleimig, mit Kot bedeckt, oft in den Blattachseln. Schlüpfen im Mai aus. 2-3 Generationen. Nach drei Wochen Verpuppung im Boden erscheint die neue Generation. Käfer der letzten Generation und Puppen überwintern im Boden. Lochfraß der Käfer und Larven an den Blättern. Käfer im Frühjahr oberhalb, Larven unterhalb. Auftreten zuerst E 3/A 4 an Kaiserkronen, dann Madonnenlilien und anderen Lilien, gelegentlich auch an Maiglöckchen. - Werden die Käfer leicht gedrückt, ertönen Laute, die sich wie Krähen anhören. Siehe 'Lilien'. | Zur Bekämpfung auch mit Pinienrinde abdecken. | |
| Schnecken | ||
| Siehe 'Schnecken'. Nach Austrieb über Nacht mit Töpfen abdecken. | ||
| Wühlmäuse | ||
| Erdhaufen mit hochovalen Gängen, die Erde ist mit Pflanzenresten durchsetzt. Siehe 'Wühlmäuse'. | ||
| Zwiebelfäule | ||
| Pilzkrankheit durch zuviel Feuchtigkeit. Fusarium oxysporum f. spec. narcissi. An der Zwiebelbasis ist das Pilzgewebe zu erkennen. Der Pilz dringt in den Knollenboden ein, dieser wird bräunlich und weich, die Blattspitzen werden gelb und sterben ab. Die Blütenknospen öffnen sich nicht. - Krokus, Narzissen und viele andere Pflanzen können ebenfalls infiziert werden. | Eine Mischkultur von Lauch mit Spätkartoffeln und von Zwiebeln mit Frühmöhren verwirrt den Geruchssinn der Zwiebelfliegen und auch der Möhrenfliegen. Lauch- und Zwiebelbeete sollten wir zudem öfters mit stark duftenden Kräutertees aus Rainfarn, Wermut oder Lavendel übersprühen. Auch duftende Gemüsestreumittel lenken die Fliegen von ihrer Beute ab. Jetzt im August können wir einen Tee aus Möhrenblättern bereiten und ihn über Lauch und Zwiebeln spritzen. | Nicht möglich, Zwiebel vernichten möglichst mit umgebender Erde. Danach Kalkstickstoff in die Grube streuen. Jahrelang keine Zwiebeln an dieselbe Stelle pflanzen. |