Schwarzwurzeln [Scorzonera hispanica]


Botanischer Name
Scorzonera hispanica
Pflanzenfamilie
Pflanzenkategorie
Alternativ-Namen
Spanische Schwarzwurzel, Echte Schwarzwurzel
Schwarzwurzeln - Einleitung

Allgemeine Informationen

Scorzonera hispanica. Korbblütler.

Scorzonera hispanica, Schwarzwurzeln
Scorzonera hispanica, Schwarzwurzeln
Bild: Botanikus

Die walzenförmigen Pfahlwurzeln sind schwarz gefärbt. Sie stammen aus den Wiesen in Südeuropa. Im Sommer zeigen sie ihre gelben Blütenkörbchen. Die Wurzeln können bis 30 cm lang und 1 - 2 cm dick werden. Sie haben ein stumpfes Ende.

Es gibt zwei Hauptsorten, die den Anbau lohnen. Die Sorte Einjährige Riesen hat eine glatte, dunkle Rinde, neigt jedoch zur Vieltriebigkeit. Die andere Sorte ist Hoffmann's Schwarzer Pfahl, deren Wurzel tiefschwarz und sehr lang ist. Diese Sorte zeichnet sich durch gute Qualität aus. Auch Duplex ist im Spiel.

Schwarzwurzeln - Aufzucht und Lebenszyklus

Lage

Aufzucht

Schwarzwurzeln brauchen tiefgründige, auch sandige Böden. Sie werden früh, meist schon im März zwei Zentimeter tief gesät, der Pflanzenabstand soll 4 - 5 cm betragen. Sonne oder auch lichter Schatten werden gut vertragen. Aussaat in Reihen mit 25 - 30 cm Abstand. Der Boden sollte mit Kompost bestreut sein. Gegossen wird nachher. Ernte ab Ende Oktober bis Dezember. Nach dem Auflaufen wird die Kultur vorsichtig gehackt, später nochmals, um das Unkraut kurz zu halten. Bei viel Unkraut hilft mulchen, zuviel Dünger schadet nur.

Nur gebeiztes Saatgut verwenden, da die Keimfähigkeit schon nach einem Jahr nachlässt. Auf regelmäßige Wasserversorgung im Sommer achten. Es schadet der Qualität nicht, wenn die Pflanzen blühen. Ab Ende Oktober muss mit einem tiefen Spaten dafür gesorgt werden, dass die brüchigen Wurzeln komplett aus der Tiefe geholt werden. Im Winter den Boden mit einer dicken Laubschicht abdecken, damit er nicht gefriert. Schwarzwurzeln sind frostfest.

Der weiße Rost bewirkt auf den Blättern durch Pusteln evt. Kümmerwuchs, es gibt kein Mittel dagegen. Vorsicht vor Stängelälchen und Wühlmäusen. Man sollte die Schwarzwurzeln schon im Herbst aussäen, dann werden sie viel zarter.

Lagerung

Man kann die Wurzeln den ganzen Winter über einlagern. Sie werden mit feuchtem Torfmull in einer Obstkiste aufbewahrt, die mit Folie ausgeschlagen wurde. Man kann sie nur unbeschädigt einlagern. Etwas Torf auf den Boden, dann kommen darauf die Schwarzwurzeln, dann wieder Torf, dann wieder Schwarzwurzeln...

Fruchtfolge-Fruchtwechsel

Günstig: Bohnen, verschiedenen Kohlarten, Kohlrabi, Porree, Salat, Spinat und Zwiebeln.

Ungünstig: Haferwurzel. Schwarzwurzeln sollten wegen der Gefahr des Wurzelälchenbefalls nicht nach Tomaten und Möhren angebaut werden.

Schwarzwurzeln - Sorten/ Unterarten

Sorten 1

Schwarzwurzeln resistent und tolerant:

  • Schwarzwurzeln Meres (Pötschke) er hat lange, zylindrische Wurzeln mit hohem Ertrag.


Schwarzwurzeln - Verwertung als Nahrung

Inhaltsstoffe

Ballaststoffe, Eisen, Eiweiß, Kali, Kohlenhydrate (Inulin), Phosphor, Schleimstoffe, Vitamin E.

Zubereitung

Bevor sie verzehrt werden, werden sie geschält. Beim Schälen sollten Sie darauf achten, dass Sie nicht mit diesem Saft in Berührung kommen, da er die Haut sehr stark bräunt und Flecken hinterlässt. Er enthält auch Inulin, was für Diabetiker geeignet ist. Der Ballaststoff Inulin sorgt für eine gute Sättigung. Auch die jungen Blätter sind eine Delikatesse.

Verwendung als Salat, gedünstet, in Suppen.

Schwarzwurzeln - Weiteres Wissenswertes