Erdbeeren [Fragaria]


Botanischer Name
Fragaria
Pflanzenfamilie
Pflanzenkategorie
Erdbeeren - Einleitung

Allgemeine Informationen

Fragaria x ananassa Rosengewächse.

Erdbeere (Frucht), Fragaria x ananassa
Erdbeere
Bild: Botanikus

Flach- und Tiefwurzler (60 cm). Für Höhenlagen über 1600 m weniger geeignet. Gute Jungpflanzen haben eine kräftige Herbstsorte, mindestens drei kräftige Blätter und gut entwickelte Wurzelballen.

Im Frühjahr gekaufte Pflanzen ohne Topf sind meistens gekühlt - vom Anbau ist hier abzuraten.

Erdbeeren - Aufzucht und Lebenszyklus

Boden

Das Pflanzbeet zwei Monate vorher vorbereiten mit viel Kompost und verrottetem Rindermist, bis 20 cm tief. Bei feuchtem, schwerem Boden Hügelbeete anlegen: Abstand 30 - 45 cm, Reihen 60 cm. Nicht in frisch umgegrabenen Boden pflanzen!

Bodenwert pH 6 - 7, am besten leicht sauer, humos, nährstoffreich, feucht, sonnig und geschützt. Der beste Geschmack wird auf humosen, schweren Böden erzielt. Sandige Böden brauchen mehr Humus.

Aufzucht

Die beste Pflanzzeit ist E 7 - Mi 8, nicht früher, die Pflanzen sind dann sogar krankheitsanfälliger [für mehrfach tragende Sorten (Evita, Ostara) 9].

Erdbeere (Pflanze), Fragaria x ananassa
Erdbeere
Bild: Botanikus

Bei früh gepflanzten Erdbeeren können sich die Tiefenwurzeln noch richtig ausbilden. Dann haben sie genügend Zeit, im September die Blüten vorzubilden. Vor dem Einpflanzen die Erdbeeren etwa eine Stunde in laues Wasser oder Schachtelhalmtee stellen, dabei sollen nicht die Blätter eingenässt werden. Beim Pflanzen darauf achten, dass das Herz frei bleibt von Erde. Etwaiges Unkraut um die Pflanze herum beseitigen. Angießen der Jungpflanzen mit SPS verbessert die Wurzel- und Blütenbildung. Am besten eignen sich für die Neupflanzung Erdbeeren, die in Töpfen und im Freiland großgezogen wurden. Sie sind auch allgemein weniger anfällig gegenüber Wurzelkrankheiten. Gut bewährt ist: Graben ausheben ca. 1 Spatenlänge tief, Rindermist ca. 5 - 10 cm hoch einbringen und wieder mit Erde abdecken. - Schatten wird nur auf leichten Böden vertragen. Abstand bei schwachwachsenden Sorten 20 cm, bei stark wachsenden Sorten 30 cm, in den Reihen mindestens 40, besser 60 cm, bei Mischkultur größer. Die Herzknospe muss ein wenig aus dem Boden herausschauen. Mit Kompost düngen. Staunässe vermeiden. Im 2. Standjahr jede zweite Pflanze entfernen.

Mulchen zwischen den Reihen mit Farnkraut, Laub(-kompost), Rindenmulch, Tannennadeln, Stroh und Kompost, um die Erdbeeren herum nach der Blüte mit Stroh. Strohmulch bei Blüte und drohendem Nachtfrost entfernen bzw. Beet mit Vlies abdecken. Im Herbst Senf einsäen. Nicht stickstoffbetont düngen, auf keinen Fall im Frühjahr, die Erdbeeren schießen nur ins Kraut. Sie vertragen Kalk und Mineralsalze (vor allem im Jungstadium) nicht. Düngung am besten nur mit Kompost, vor der Pflanzung und sofort nach der Ernte (5 l /qm). Morgens pflücken, sie sind dann aromatischer. Vor und während der Blüte, der Zeit des größten Wasserbedarfs, notfalls wässern, jedoch nur bei extremer Trockenheit während der Ernte gießen - morgens. Während der Fruchtbildung ist der Wasserbedarf geringer, zuviel Wasser macht die Früchte fad.

Schwarze Blütenboden werden durch Spätfrost verursacht - die Blüten erfrieren unter 0°. Ausreichend mit Kali düngen. Abdecken bei drohender Gefahr. Baldrian spritzen.

Nach der Ernte Blätter und Ranken abschneiden, jedoch das Herz stehen lassen. Dadurch werden Hemmstoffe, die den Ertrag des nächsten Jahres vermindern würden, beseitigt. Blätter vernichten. Danach erfolgt die Hauptdüngung: Kalireiche Materialien (Beinwellmulch, Pottasche, Knochenmehl, Farnkraut), Kompost, verrotteter Rinderdung. Kali bildet festes Zellgewebe und lässt die Früchte gut ausreifen, es verlängert auch die Haltbarkeit. Die Krankheits- und Schädlingsresistenz wird erhöht.

Spätestens nach drei Jahren Fruchtwechsel, nur Florika kann bis zu höchstens 8 Jahren auf demselben Platz bleiben: 4 Pflanzen genügen für den Quadratmeter, durch Ausläufer werden die offenen Flächen bald bedeckt. Krankheiten können bei zweijährigem oder gar einjährigem Wechsel (wie im Erwerbsgartenbau) verringert werden. Die Ernte wird oft erhöht, wenn verschiedene Sorten nahebei angepflanzt werden.

Ernteverfrühung durch Einfachabdeckung mit Antitau-Folien. Die Abdeckung mit Antitau-Folien nützt wenig, es sind nur 2 - 3 Tage. Mit gelochter Antitau-Folie werden es immerhin 6 - 10 Tage. Es hängt aber auch von der Sorte ab. So sind es immerhin 6,5 - 10 Tage für die Frühsorten, die sich dadurch schneller entwickeln. Clery hat eine Frühentwicklung von 9,5 Tagen, Elsinore von 10, Daroyal von 9, Roxana von 9, Alba von 6,5, Florence von 7 und Salsa von 6,5 Tagen im voraus. Für die späteren Sorten ist kaum ein Fortschritt zu erwarten. - Frisch gepflückte Erdbeeren lassen sich zwei Tage im Gemüsefach des Kühlschranks aufbewahren.

Vermehrung: Im 2. Tragjahr reichtragende, gesunde Pflanzen kennzeichnen und deren kräftige Ausläufer ersten Grades (bis zu 6) mit Drahtklammern in Töpfen fixieren, die nahrhafte Komposterde enthalten und neben den Mutterpflanzen eingegraben werden. Wird ein Teil der Blüten ausgebrochen, wachsen die Ausläufer schneller und kräftiger heran. Gießen nicht vergessen. Ertragreiche Mutterpflanzen bringen Ausläufer später als andere hervor!

Wer reiche Herbsternte haben möchte, wählt zweimal tragende Sorten wie Ostara und bricht im Frühjahr deren Blüten aus.

Erdbeersamen nur mit 3 mm Erdschicht, feinkrümelig, bedecken. Über Nacht vorquellen. Keimung 4 - 6 Wochen. Keimtemperatur mind. 16°, optimal etwa 18°, über 22° kein Erfolg. Aussaatgefäß mit Folie bedecken. Wenn Anfang Februar ausgesät wird, kann im Juli schon geerntet werden. Substrat muss ohne Dünger sein.

Monatserdbeeren nicht in die Nähe von großfrüchtigen Erdbeeren pflanzen.

Erdbeerbeete sollten nicht um die Pflanzen herum gehackt oder gar gegraben werden. Dadurch werden nur die flachen Wurzeln beschädigt. Ggf. kann auf einer schwarzen Mulchfolie gepflanzt werden, aber auch eine Mulchschicht schützt weitgehend vor Unkraut.

Dänische Anbauweise: Beet mit Wölbung versehen, in der Mitte etwa 40 cm hoch ähnlich einem Hügelbeet, darüber eine Mulchfolie breiten, ggf. über die Pflanzen noch ein Vlies decken. Durch Vliesbedeckung oder Folientunnel kann die Ernte um 2 - 3 Wochen verfrüht werden. An warmen Tagen abnehmen, damit die Blüten befruchtet werden können. - Die Erdbeeren haben zwittrige, also sich selbst befruchtende Blüten. Bei Befruchtung durch Bienen und Hummeln ist der Ertrag jedoch größer, der Geschmack besser und die Zahl der Missbildungen geringer. Durch Fremdbefruchtung verschiedener Erdbeersorten wird die Ernte sicherer.

Empfohlen werden: Florika (für Erdbeerwiese, Standzeit bis zu 8 Jahren, wird auch von Allergikern vertragen), Gorella, Korona, Polka, Rapella. Ostara dürfte die beste immertragende Sorte sein.

Winterschutz gegen Kahlfröste durch Laub mit Reisig. In raueren Gegenden sind spätblühende Sorten wie Bogota und Polka vorzuziehen.

Erdbeeren enthalten (nicht hitzefeste) Biophenole (Flavonoide, Catechine), Brom, Calcium, Chrom, Eisen, Fruchtsäuren, Jod, Kalium, Ellagsäure, Kobalt, Kupfer, Magnesium, Mangan, Melatonin, Phosphor, Silizium, Zink, Vitamine, vor allem Vitamin C (mehr als Zitronen, Gehalt schwankt stark je nach Sorte, ca. 62 mg /100 g), Folsäure (!), Provitamin A, Vitamin B1, B2, Biotin, Folsäure, Pantothensäure, Vitamin K, Pektine, 300 Aromastoffe, Apfel- und Zitronensäure, Carotinoide. - Peltata (Baldur) und Florika sollen auch für Allergiker gut verträglich sein.

Frische Erdbeeren haben grüne Kelchblätter. Zu früh geerntete Erdbeeren reifen nicht mehr nach. Erst unmittelbar vor dem Genuss zuckern, sonst werden sie weich.

Es empfiehlt sich immer, Erdbeeren durch Netze gegen Eichhörnchen und Vogelfraß zu schützen.

Ernte

Die Ernte dauert vom Frühsommer bis zum späten Herbst. Die kräftigen Ranken müssen auf jeden Fall hochgebunden werden bis zu 150 cm. Daraus ist eine verhältnismässig große Ernte zu erwarten. Hummi rankt und klettert bis 1,5 m hoch. (Hummi durch A&S, Pötschke).

Nachbarschaften-Mischkultur

Mischkultur: Borretsch (fördert Blütenansatz und Befruchtung, um das Beet herum), Buschbohnen, Dill, Feldsalat, Kamille, Knoblauch, Kopfsalat, Melde, Melisse, Porree, Rauke, Ringelblumen, Salat, Schnittlauch, Sommerportulak, Spinat, Tagetes, Veilchen (aromoverstärkend), Zwiebeln. Besonders die Kombination mit Petersilie und Zwiebeln soll günstig sein. Lauchgewächse wie Knoblauch, Porree, Zwiebeln und auch Tagetes stehen günstig für die Abwehr von Schnecken. Die Mischkulturpflanzen dürfen nicht viel Schatten werfen. Ebenso Anbau auf Hügelbeeten im Schatten hoher Bäume mit kompostiertem Rinderdung und Kiefernnadeln als Dünger. Kiefernadeln verbessern zudem Ertrag und Geschmack, halten Schnecken ab. Auch Algenmehl verbessert den Geschmack. Oder Gesteinsmehl über die Blätter stäuben, bei Neuanlagen flach einarbeiten. Durch Aussaat von heilenden Maiglöckchen werden sie in ihrer Ertragskraft gestärkt.

Ungünstig für alle Erdbeeren sind Bienenfreund, Gladiolen, Gräser, Kartoffeln, Kohl, Puffbohnen, Rosenfamilie, Schmetterlingsblüher, Spätkohlarten, Tomaten und Tulpen, weil sie z.T. Bodenpilze, Drahtwürmer und Nematoden begünstigen.

Fruchtfolge-Fruchtwechsel

Vor Pflanzung für tiefwurzelnde Gründüngung mit Wicken, Lupinen, Rotenburger Kombigemenge, Sperli's Bodenkur, Tagetes usw. sorgen. Eine gute Vorkultur ist Lauch, nach Kartoffeln kann es zu einem Welkebefall kommen. Als Zwischensaat hat sich Kleegras bewährt. Als Vorfrucht kommen außerdem in Frage: Buchweizen, Raps, Senf.

Frühestens nach vier Jahren Beete erneut mit Erdbeeren bepflanzen. Falls nicht möglich, Zwischenkultur mit Gelbsenf, Sperli-Bodenkur, Tagetes einschalten.

Erdbeeren - Anfälligkeit für Pflanzenkrankheiten


Erdbeeren - Sorten/ Unterarten

Sorten 1

Hängeerdbeeren werden im allgemeinen in Schalen usw. gezogen. Pflanzabstand 25 - 30 cm. Normale Blumenerde, schwach sauer, oder Hortensienerde verwenden. In 14 -Tage-Abstand düngen. Die ersten Blüten bis etwa E 5 werden ausgebrochen, damit mehr Ausläufer gebildet werden. Baldrianspritzung verstärkt ebenfalls die Neubildung von Blüten und Trieben. Diese Ausläufer werden über die Topfränder gelegt, so dass sie nach unten hängen. Ggf. Pappen o.ä. unterlegen, wenn die Ränder zu scharfkantig sind. Ernte ab Mi 7 - E 10. Nach der Ernte alle Ausläufer abschneiden, befallenes Blattwerk entfernen, düngen und den Topf an einen hellen, kühlen Ort stellen. Im Frühjahr Erde austauschen. Ein drittes Standjahr lohnt sich nicht.

Gelbe Blätter immer sofort entfernen und vernichten. Spaliererdbeeren brauchen ein Rankgerüst, das bis zu 1,5 m hoch sein muss, je nach Sorte. Die Ausläufer müssen festgebunden werden. Üblicherweise werden die Blüten nach der Pflanzung bis zum Juni ausgebrochen, um eine höhere Ernte zu erzielen. Die Ernte beginnt dann Mi 6 und dauert bis 10. Alle 14 Tage mit Flüssigdünger düngen. Man kann die Ernte verlängern durch mehrmals tragende Sorten oder durch geschickte Auswahl der Sorten, z.B. Lambada (frühreifend), Elvira (ertragreich, weiche Früchte), Frapendula (ernten den ganzen Sommer, die Pflanzen gedeihen hervorragend im Topf), Kent (früh, robust, ertragreich, bei Biogärtnern beliebt), Elsanta (Profisorte, lange Erntezeit, feste Früchte, aber krankheitsanfällig und frostempfindlich), Senga Sengana (große Früchte, dunkelrot, wird am häufigsten angebaut), Tenira (wenig anfällig gegen Graufäule), Elan (mit klassischen weißen Blüten), Rosana (mit rosaroten Blüten), Camara (tiefdunkelrote Blüten mit länglichen, aromatischen Erdbeeren), Mieze Schindler (klein, sehr schmackhaft, benötigt guten Pollenlieferanten als Nachbarn). In Töpfen mit 30 cm Durchmesser ist Platz für drei Erdbeerpflanzen. Bei einer Temperatur von 18 - 25° C keimen sie zuverlässig innerhalb von zwei Wochen. Gekaufte Jungpflanzen werden in Töpfen zu 10 cm Durchmesser ausgeliefert. Das Herz darf nicht mit Erde belastet werden. Als Pflanzsubstrat empfiehlt sich normale, schwach sauere Erde. Bei selbstgezogenen wie gekauften Jungpflanzen sollten alle Ausläufer der ersten Generation entfernt werden, nur dann entwickeln sich kompakte Pflanzen mit vielen Ranken. Die Erde immer feucht halten und das Gießwasser einmal pro Woche mit etwas Flüssigdünger anreichern. (Rimona durch A&S, Bakker, Kiepenkerl, Pötschke, Tom-Garten).

Klettererdbeeren können auch in folgender Anbauweise kultiviert werden: Ein Keramiktopf mit Durchmesser 50 cm wird mit Erde befüllt. Ein Maschendraht, 75 cm breit, 300 cm lang, wird zu einer Walze gerollt, fixiert und in die Kübelerde senkrecht hineingedreht. Ein Bambusstab von mindestens 120 cm Länge wird ebenfalls senkrecht, in Topfmitte, bis zum Boden hineingesteckt. Danach wird die Maschendrahtwalze mit guter, etwas saurer, humoser, nährstoffreicher Erde befüllt. Wer will, kann auch vorher eine schwarze Folie an die Ränder des Maschendrahtturmes legen und dann mit Erde befüllen. Der Turm reicht für 4 - 6 Erdbeerpflanzen. Demgemäß werden überall verteilt 4 - 6 Löcher in das Drahtgewebe (ggf. auch in die Folie) geschnitten und die Erdbeerpflanzen dort hineingepflanzt. Sobald die ersten Ranken erscheinen, wir ein Teil hochgebunden, ein Teil in die Walze zurückgeführt, so dass auch neue Pflanzen entstehen. Nach spätestens zwei Jahren muss der Turm erneuert werden. - Es ist ganz wichtig, dass alle Pflanzen genügend Wasser zur Verfügung haben. Deswegen muss die Erde locker sein (A&S). Klettererdbeeren Bakker`s Kingsize Fragaria (Bakker) und Mountainstar (Pötschke).

Monatserdbeeren Fragaria var. semperflorens.

Boden humusreich und feucht. Sonne oder lichter Schatten. Aussaat April in Töpfe oder Schalen, vorziehen auf dem Fensterbrett o.ä., aber nicht in der Sonne. Nur wenig Erde oder Sand auf die Samen sieben, etwas andrücken und wässern. Mit Plastikbeutel abdecken. Umpflanzen, wenn sich drei Blätter gebildet haben. Auspflanzen Mi. 5 um die Beete als Randbepflanzung, Abstand 25 - 30 cm, oder zum Verwildern. Sie können mehrere Jahre auf demselben Platz bleiben. - Sie können natürlich auch im Fachhandel gekauft werden. - Monatserdbeeren nicht in die Nähe von großfrüchtigen Erdbeeren pflanzen. Ernte 6 - 10.

Monatserdbeeren sind kleinfrüchtiger, dafür tragen sie monatelang, treiben keine Ausläufer (außer Sweetheart) und sind auch nicht so sehr krankheitsanfällig. Sie übertreffen oft das Aroma der Zuchtsorten. Sie können einige Jahre auf demselben Platz stehen bleiben und bilden dann einen dichten Teppich. Sie sollten nur mit Kompost gedüngt werden. Nach der Ernte mit Sichel oder Rasenmäher die Blätter abschneiden wie bei den Zuchtsorten. Die abgeschnittenen Blätter vernichten. Danach mit Kompost düngen. Winterschutz ist nicht erforderlich. Camara von Kiepenkerl. Red Panda von A&S. Balkonkasten Fragaria (Bakker).

Vescana-Erdbeeren, Kreuzung Garten-/Walderdbeeren. Die Beeren sind hellrot, aber nur mittelgroß. Die Ernte ist ziemlich hoch. Das Beet muss unkrautfrei gehalten werden, Hacken ist nur erlaubt, solange keine Ranken gebildet werden. Sie bilden viele Ausläufer und somit schon im zweiten Standjahr eine Erdbeerwiese. Im geschlossenen Erdbeerbeet bilden sich keine Ranken mehr, Unkraut kann nicht keimen. Das geschlossene Beet kann betreten werden, ausgenommen bei Blüte und Reifebeginn. Sie haben Bodendecker-Eigenschaften. Optimal sind organische Dünger, sie sind vor oder nach der Pflanzung anzuwenden. Auch erste Düngung bei Vegetationsbeginn ist möglich, in den Folgejahren ist dies der beste Termin. Überdüngung ist zu vermeiden, sie kann zur Graufäule führen. Bei der Ernte kann die Wiese betreten werden. Nach der Ernte die Wiese abmähen, Laub liegen lassen. Die Pflanzen sind bei richtiger Pflege gegen Grauschimmel resistent. Kräftige Stiele wachsen in die Höhe, so dass Strohunterlagen entfallen und die Früchte schwieriger von Schnecken befallen werden können. (A & S).

Florika, Fragaria vescana.

Fragaria vescana, Erdbeerwiese
Fragaria vescana
Bild: Botanikus

Sie hat etwas andere Anbaubedingungen als die üblichen Erdbeeren: Pflanzzeit im Frühjahr oder A 5, Mi 8 - E 9. Mehrmals angießen, bis sie einwurzeln. Für die Bildung einer Erdbeerwiese werden 4 - 5 Pflanzen je Quadratmeter benötigt. Sie haben Bodendecker-Eigenschaften, die Ausläufer bilden ein geschlossenes Beet, auch unter Büschen und Bäumen. Jedes Jahr erweitert sich die Wiese um 50 cm nach außen. Überstehende Ranken auf den Wegen können abgeschnitten oder mit dem Rasenmäher abgemäht werden. Nachbau und Vermehrung ist verboten. Auch für Allergiker geeignet. Die Früchte sind hellrot, sehr aromatisch, leicht löslich. Die Stiele stehen hoch, dadurch bleiben die Früchte sauber und sind weniger von Schnecken und Graufäule bedroht. Sie sind für alle Zwecke gut zu gebrauchen, besonders die Marmelade ist äußerst aromatisch, sie geliert leicht. Wegen ihrer Krankheitsresistenz ist Florika besonders für den Bio-Anbau geeignet. Florika kann 8 Jahre auf demselben Platz stehen bleiben. Mulchen ist nicht nötig. Ab E 6. (Kiepenkerl, Pötschke, TOM-Garten).

Hummi Gento, kräftige Ranken wachsen zusammen zu einer pflegeleichten Erdbeerwiese. Sie tragen mehrmals im Jahr.

Spadeka: Ähnlich wie Florika, aber aromatischer, die Ernte ist geringer. Ab E 6.

 

Aroma: Lassen Sie sich den phantastischen Geschmack nicht entgehen. Sie ist einmalig dunkel, ja fast schwarz gefärbt und beherbergt dabei ein ganz phantastisches Aroma. Markant zieht sich die dunkle Farbe komplett durch die mittelgroßen bis großen Früchte. Reifezeit ab Mitte Juni. Sonne, Halbschatten. (Versand nur bei Pötschke)

Camara: Rotblühend. Erfreut durch ungewöhnliche dunkelrote Blüten. Trägt den ganzen Sommer über längliche, große Früchte von ausgezeichnetem saftig-süßen Geschmack. (Kiepenkerl, TOM-Garten).

Diana: Blüht geschlossen im Laub. Die Früchte sind kegel- und herzförmig, dunkelrot innen und außen, sehr aromatisch. Große Ernte. Vielseitig verwendbar, für alle Böden. Etwas anfällig für Grauschimmel.

Elan: Immertragend, trägt den ganzen Sommer über zuckersüße Früchte. Für Ampel, Balkon und Kübel. Reich an Vitamin C. (Kiepenkerl, TOM-Garten).

Elsanta: Mittelfrühe Edel-Erdbeere. Viele große, feste, haltbare, hellrote, süße Früchte auf kräftigen langen Stielen, aromatisch, nur für leichte Böden geeignet. Auf festen Lehmböden drohen Wurzelkrankheiten (rote und schwarze Wurzelfäule). Im Winter etwas mit Fichtenreisig abdecken. Der Ertrag ist sehr hoch, er kann aber erheblich sinken bei ungünstiger Witterung, weil sie nur eine geringere Anzahl an Pollen und weniger Nektar anbietet als andere Sorten. Deswegen können dann Verformungen der Früchte auftreten. Durch Spätfröste gefährdet. E 6 - 7. Im Erwerbsanbau gehört diese Frucht zu den edelsten überhaupt. Bis zu 700 g Beeren von einer einzigen Pflanze. Zum Aufbewahren und Einfrieren bestens geeignet. (Kiepenkerl).

Elvira: Mehltauanfällig. Die Früchte sind groß, gleichmäßig geformt, hellrot, süß, aromatisch und ertragreich. Gute Gartensorte, nicht spät pflanzen. Kann gut verfrüht werden. A 6.

Frapendula. Ampel-Erdbeere. Sie fruchten überall, ob auf dem Balkon, im Wintergarten, der Terrasse.(A&S).

Gigantella Maxim. (Aus Fragaria). Eine mittelfrühe Sorte mit kolossalen Früchten. Eine Erdbeere füllt fast die ganze Hand. Festes und saftiges Fruchtfleisch. Ernte im Juni/Juli. Sonne, Halbschatten. (Bakker).

Gourmet: Schon der köstliche Duft läßt das einmalig intensive Aroma dieser brandneuen Erdbeersorte erahnen. Ein Hauch von Walderdbeeren und das ideale Verhältnis von Süße und Säure machen sie zu einem wahren Leckerbissen. Die mittelgroßen Früchte sind frisch vom Strauch gepflückt oder zu Marmelade und Desserts verarbeitet, eine echte Delikatesse. Die Gourmeterdbeere bringt im Vergleich zu anderen Sorten sogar noch bei großer Trockenheit und Hitze allerbeste Erträge. Reife ab Anfang bis Mitte Juni. Sonne, Halbschatten. (Versand nur bei Pötschke).

Grandiosa: Mittelfrüh, sehr groß, natürliches Aroma. Bis zu 3 Pfund von jeder Pflanze. Frischverzehr und Einfrieren.

Hängeerdbeeren. Sie verbinden wunderbar das Nützliche mit dem Schönen. Monatserdbeeren mit Ranken, an denen sich herrliche, zuckersüße, aromatische, feste und mittelgroße Früchte bilden.

Honeoye: Sehr früher Ertrag an gut schmeckenden Erdbeerfrüchten. Ein guter Start in den Erdbeersommer. (Kiepenkerl).

Hummi Klettert bis 1,5 m hoch. Blüht und fruchtet immer weiter bis zum Frühherbst. Gut geeignet für eine Kübelpflanze. Reichliche Rankenbildung (A & S).

Imtraga-Selekta. Blüht zweimal. Sehr groß und bis zu 80 g schwer. Zum Frischverzehr und Einfrieren. Blüht und fruchtet gleichzeitig. Sehr robust. Ende Mai bis Ende Juni bildet sie erste Früchte. Volle Haupternte im August/September. Die roten Früchte sind bis zu 80 g schwer. (A & S).

Gärtner Pötschkes Jubiläumserdbeere. (Pötschke) Er verbesserte seine Jubilar, sie kann geerntet werden vom Juni bis zum Frost. Die Jubiläumserdbeere sorgt für 5 Monate Erntefreude. Mehrmals tragende, mittelspäte und späte Sorte mit tiefkühlgeeigneten, leckeren und süßen Früchten. Topfgröße 6 cm. Sonne, halbschattig.

Königin Luise: Im Jahre 2005 feierte diese Erdbeere ihren 100. Geburtstag. So mancher von uns erinnert sich an diese überaus leckeren, leuchtend roten Früchte aus dem Garten der Eltern oder Großeltern. Sie sind von allerbestem Aroma und somit heißbegehrt. Der Name verströmt einen intensivem Geruch nach Walderdberen. Der Name 'Zuckerkönigin' und 'Duftkönigin' vom Volksmund war eine Form der Begeisterung. Kein Nachsüßen erforderlich. (A & S, Pötschke).

Korona: Große, dunkelrote, gleichmäßige Früchte, sehr aromatisch. Ertragreich, robust. Bewährte Sorte. Anfällig für Grauschimmel. Mittelfrüh. Ab Mi 6 - 7. (Kiepenkerl).

Lambada. Sehr aromatisch, Früchte hellrot, ausgezeichnet schmeckend. Mehltauanfällig. Mittlere Erträge, sie kann aber dichter als andere Erdbeeren gepflanzt werden. Für leichte Böden geeignet, auch gewerblich oft angebaut. Ab 7.

Malwina. Neue Züchtung, auch für den Bio-Gärtner. Die Sorte reifte immerhin nach etwa 23/24 Tage nach Elsanta. Gute Fruchteigenschaften, der Bedarrf ist etwa geringer als bei Elsanta.

Mara de Bois: Zweimal tragend. Sie blüht und fruchtet den ganzen Sommer. Delikatesse aus Frankreich, sie schmecken wie Walderdbeeren. Ideal auch für Konfitüren. Blüht und trägt von Juni - Oktober. Einzigartiges Aroma aus Frankreich mit echtem Wildbeerengeschmack. Tag für Tag immer neue Früchte. (Kiepenkerl, TOM-Garten).

Mieze: Eine Erdbeere zum Anbeißen. Pötschkes Mieze ist schon lange ein Begriff. Sie ist ein Züchtung mit hohem Ertrag, die in Aroma und Geschmack bisher jeden überzeugte. Das Fruchtfleisch ist weich und zart - perfekt, um es direkt von der Pflanze weg zu genießen oder um köstliche Marmeladen zuzubereiten. Eigene Züchtung. Im Gegensatz zum Original ist sie selbstfruchtend und benötigt daher keine Befruchtersorte. Reife ab Mitte Juni. Sonne, Halbschatten. (Versand nur bei Pötschke).

Mieze Nova. (Pötschke) Allerbestes Erdbeeraroma. Haupternte erfolgt im Juni. Und noch bis in den Herbst hinein erscheinen immer wieder Früchte zu Naschen oder für den Eisbecher. Die Sorte fruchtet von ganz allein. Gut geeignet für den gewerblichen Anbau, auch für den Hobbygärtner anspruchsvoll.

Mieze Schindler: Spätsorte. Liebhabersorte für Kenner und Genießer. Nur schwacher Wuchs, geringer Ertrag und weiche Beeren. Sie sind eher klein, dunkelrot, schmecken etwas nach Brombeeren, sind etwas anfällig (Graufäule), aber außerordentlich aromatisch und wohlschmeckend. Weil sie rein weiblich sind, muss eine andere Sorte als Befruchtersorte mit gleicher Blühperiode in der Nähe angebaut werden, z.B. Korona oder Ostara. Man rechnet auf 10 Mieze Schindler 3 Befruchterpflanzen. Im ganzen anspruchsvoller als andere Sorten in Bezug auf Wasser und Dünger. Spätestens nach dem zweiten Jahr ersetzen. - Für Bio-Anbau besonders geeignet, am besten in Mischkultur mit anderen robusteren Erdbeerpflanzen. E 7. (Pötschke).

Mignonette: (Pötschke). Der Geschmack ist unvergleichllich. Mit der Walderdbeere verknüpfen sich Erinnerungen an den Geschmack selbst geernteter Erdbeeren, den man bei mancher neuen Züchtung vermißt. In Frankkreich serviert man die Früchte manchmal in einem Glas mit edlen Champagner. Die Pflanze ist mehrjährig, trägt aber bereits im ersten Jahr. Sie wächst buschig und bildet keine Ranken. Frühbeet, Topf. Blüte 5 - 9.

Montainstar. Klettererdbeere benötigen nur ein kleines bißchen Garten. Spaliergerüste oder zu Pyramiden gebundenen Stäbe geben ihren sehr kräftig wachsenden und immer wieder hochzubindenden Ranken die Grundlage für emporwachsende Blüten und Früchte. (Pötschke).

Ostara: Mittelgroße, rote, sehr aromatische Früchte, hoher Ertrag. Beste zweimal tragende Sorte. Ernte 6 - 10. Alternativ: Im Frühjahr alle Blüten entfernen, dann gibt es eine große Herbsternte oder im Frühjahr einen Teil der Blüten entfernen, dann dauert die Ernte von E 7 bis Frost. Anfällig für Grauschimmel. Für Hausgarten. Zum Einfrieren geeignet. (Bakker, Kiepenkerl).

Polka: Pralle, würzige Edelfrüchte. Ideal zum Frischverzehr geeignet. Sie läßt reichlich Früsommersonne an die Früchte heran. Großwüchsig. Bereits im ersten Gartenjahr hat sie überdurchschnittliche Erträge.

Red Panda: Bodendecker-Erdbeere. Blütenstände von Juni bis Oktober mit großen Erdbeeren (A&S).

Rimona. Balkonerdbeere. Für Töpfe, Kübel und Kästen. Herrliche, frische Früchte für ein halbes Jahr. (A & S).

Rosana: Immertragende Sorte mit großen, leckeren Früchten. Ewig langer Erdbeersommer: Immertragende F 1 - Hybride mit herausragendem Geschmack. Bringt glänzend rote Früchte. Ideales Naschobst für Balkon und Beete. (Kiepenkerl, TOM-Garten).

Saint Pierre: (Haeberli). Saint Pierre, französische Delikatesserdbeere, sehr spät, Sommererdbeere. Diese Erdbeere ist sehr robust, gut für Anfänger und Fortgeschrittene.

Senga Sengana: Altbekannte, wüchsige, vielfach angebaute Sorte mit großen, dunkelroten Früchten, sie benötigt fruchtbaren Boden. Frucht aromatisch, leicht säuerlich. Reiche Ernte, sehr starker Wuchs, für viele Zwecke geeignet, anfällig gegen Graufäule und rote Wurzelfäule. Topsorte, doch sie fault bei feuchter Witterung. Eignet sich relativ gut zum Einfrieren, zum Frischverzehr, zur Marmelade und als Tiefkühlfrüchte. Ab E 6. (A&S, Bakker, Kiepenkerl, Pötschke, TOM-Garten).

Sonata: Etwas weniger anfällig gegen Wurzelkrankheiten als Elsanta. Die Früchte sind mittelgroß. Der Anteil an Untergrößen war trotzdem etwas geringer als bei Elsanta. Es gab keine weißen Fruchtspitzen, diese Sorte wird etwas besser sein als Elsanta.

Symphony: Rassige Erdbeersorte mit ausgezeichneten Fruchteigenschaften. Hochwertige Erträge mit ausgeprägtem Aroma. Festes, dunkelrotes Fruchtfleisch. Alle Früchte bekommen keine Risse. Sehr tolerant gegen Mehltau. Späte Sorte.

Tenira: Wenig krankheitsanfällig für Graufäule, Mehltau, Wurzelfäule, sie kann auch auf schweren Böden kultiviert werden. Die Früchte sind fest, kegelförmig und aromatisch, rot glänzend. Leichte Ernte. Sorten wie Tenira blühen über dem Laub, dadurch sinkt die Gefährdung der Früchte. Es gibt im Spätsommer durch eine Nachblüte noch eine kleine Ernte. Wird oft im Erwerbsanbau eingesetzt, ist aber auch für den biologischen Anbau im Garten gut geeignet. Eignet sich gut für mehrjährigen Anbau. Beste Sorte für Tortenbelag. Reiche Ernte ab Mi 7. (Pötschke).

Thulana. Robuste, mittelstark wachsende, sehr ertragreiche Pflanze. Frucht mittlgroß, feines Aroma.

Thuriga: Das kann man von den aromatischen Erdbeersorten Honeoye, Mara Debois und Thuriga vom Obsthof am Steinberg in Nieder-Erlenbach bei Frankfurt garantiert nicht behaupten. Diese Erdbeere ist sehr robust, gut für Anfänger und Fortgeschrittene. www.obsthof-am-steinberg.de.

Viva Rosa: Die Erdbeerwiese in rosa mit leckeren Früchten. Große Erntemengen.


Rubus illecebrosus, Erdbeer-Himbeere, Japanische Himbeere.

Rubus illecebrosus, Erdbeer-Himbeere, Japanische Himbeere
Rubus illecebrosus, Erdbeer-Himbeere
Bild: Botanikus

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die älteren Erdbeeren wie Direktor Paul Wallbaum, Königin Luise und Mieze Schindler bedürfen besonderer Bestellung.

Erdbeeren haben keine nachreifenden Früchte.

Erdbeeren - Verwertung als Nahrung

Zubereitung

Erdbeeren schmecken gut, wenn sie folgende Geschmacksrichtungen aufweisen: Bonbon, Gras (Hexenale), Karamel (Furaneol), Käse (Buttersäure), Pfirsich (Lactone), Ziegenbock (Capronsäure). Ester bilden den fruchtigen Geschmack, so ist der Wohlgeschmack von Mieze Schindler auf Anthranilsäuremethylester zurückzuführen.

Vor dem Essen die Erdbeeren zuckern, sie sollten niemals einen Tag oder zwei Tage vorher gesüßt werden. Alte Erdbeeren schmecken süßer als die neuen.

Erdbeeren - Verwendung in der Medizin

Wirkstoffe

Gerbstoff, wenig ätherisches Öl, Vitamin C und Flavonoide.

Der Hauptwirkstoff der Wurzel ist Gerbstoff, der in Mengen von 10% darin enthalten ist.

Die Früchte enthalten Kalium, Magnesium, Kalzium, Eisen, Zink, Mangan, Kupfer, Kobalt und Phosphor.

Volksmedizin

Arzneilich verwendet: Blätter und die frischen, reifen Früchte, ggf. auch die Wurzeln.

Blütezeit: Mai bis Juni. Wer die Blätter ernten muß, sollte es frühzeitig tun, etwa zur Blütezeit.

Die Öle wirken verdauungsfördernd, antibakteriell und regen den Appetit an. Die Polyphenole wirken auch entzündungshemmend, vernichten unerwünschte Krankheitskeime und unterstützen unser Immunsystem. Erdbeeren können nicht mehr nachreifen. Bemerkenswert ist, daß diese frischen Beeren am Morgen extrem viel Vitamin C enthalten, wesentlich mehr als Zitronen oder Orangen. Interessant für Schmerzpatienten ist das deswegen, weil Vitamin C das Reparaturvitamin für Faszien und Bindegewebe ist, diese flexibler macht, wodurch Schmerzen reduziert werden.

Doch das ist nicht alles. Es geht weiter mit einem beeindruckenden Gehalt an Elektrolyten: Zink, Mangan, Eisen und Kalium. Zink reguliert die verschiedensten Hormone unseres Körpers, ist unerläßlich für die Abwehr und schleust giftige Substanzen wie Blei und Cadmium aus dem Körper. Mangan ist ein Schutz vor freien Radikalen, an der Bildung verschiedener Enzyme beteiligt und dadurch unentbehrlich für unseren Eiweiß-, Kohlenhydrat- und Fettstoffwechsel. Interessant ist auch der recht hohe Eisengehalt. Das enthaltene Kalium wirkt Wassereinlagerungen entgegen und damit auch den mit dadurch bedingten geschwollenen Beinen. Es reguliert unseren Wasserhaushalt und unterstützt die Arbeit von Herz und Muskulatur. Dazu kommen noch die Gerbstoffe, die für ein gesundes Zahnfleisch sorgen und den Cholesterinhaushalt regulieren.

Manche Menschen reagieren aber allergisch auf Erdbeeren. Der Grund können die Gerbstoffe oder der hohe Histamin-Anteil sein. Eine weitere Möglichkeit ist die Reaktion auf mit Pestiziden gespritzte Ware. Da diese Pestizide eine Gefahr für unsere Gesundheit sind, ist es ratsam, sich nur Erdbeeren aus kontrolliert biologischem Anbau zu gönnen. Wenn Sie Erdbeeren lagern wollen, dann im Gemüsefach ihres Kühlschrankes, allerdings maximal für zwei Tage.

Die Beeren sind kühlend und gichtheilend. Die Blätter, als Tee gebraucht, stillen Herzgeschichten, oft auch neuralgische Kopfschmerzen. Man gurgelt und spült bei entzündlichen Schleimhäuten mit einer Abkochung und behandelt ebenso Magen- und Darmstörungen, besonders Durchfälle, damit. Auch bei Gelbsucht sollen Erfolge damit erzielt worden sein.

Homöopathie

Die frischen Früchte sind das Ausgangsmaterial für das Homöopathikum Fragaria, das - zwar selten nur - zur Behandlung von Nesselausschlägen, Verdauungsschwäche und Durchblutungsstörungen gebraucht wird. D 2 - 3 sind die wirksamen Potenzen des Mittels, von dem man 2 x täglich 5 - 8 Tropfen einnimmt.

Erdbeeren - Weiteres Wissenswertes