Unfruchtbarkeit


Allgemeines

Schadbild

Apfelbäume. 1)bei jungen, stark wachsenden, kräftigen, ausgereiften Bäumen. Keine Blütenbildung. 2)Übermäßige Düngung. Junge Bäume können nicht ausreifen. Ausgereifte Bäume tragen nur wenige Früchte an den Zweigenden und an der Spitze. 3)Blüten sind erfroren. 4)Alternanz. Bäume tragen nur alle zwei Jahre. Eine natürliche Erscheinung, z.B. beim Boskoop. 5)Blüten sind ausreichend vorhanden, aber nicht bestäubt worden. a)Es war zu kalt. b)Es sind nicht genug befruchtende Insekten vorhanden. 6)Es sind keine geeigneten Pollenspender vorhanden.

Edelkastanien tragen zwar männliche und weibliche Blüten auf einem Baum, diese blühen aber nicht zusammen. Taube Früchte entstehen, wenn keine geeigneten Pollenspender in der Nähe (etwa 60 m) sind.

Pflaumen, Zwe..Bei reichhaltiger Holzbildung:

Walnussbäume. kann bei selbstgezogenen Bäumen vorkommen, wenn weibliche und männliche Blüten nicht zusammen auftreten. Ggf. von anderen Bäumen Zweige aufpfropfen. Man beachte auch die lange Unfruchtbarkeitsphase von bis zu 20 Jahren bei solchen Bäumen. Manche Sorten sind auf Fremdbefruchtung angewiesen

Zitrus. Ursache kann zu warme Überwinterung sein, es fehlt die Ruhepause.

Vorbeugung

Apfelbäume. 1)Stickstoffdüngung einstellen. Wurzeln im Kronenbereich abstechen, kein Rückschnitt, künstliche Fruchtbögen 7/8 schaffen. Fruchtbarkeit beginnt dann nach 1 1/2 Jahren. 2)Düngung einstellen. Durch Aussaat von stark zehrenden Pflanzen (z.B. Sonnenblumen) die Nährstoffe abbauen. Ggf. weniger stark zurückschneiden.

Pflaumen, Zwe. Kräftige Wurzeln im Umkreis von etwa 100 cm um den Stamm kappen. Dazu im ersten Jahr einen Graben von mindestens 40 cm Tiefe halbkreisartig ausheben, nach Kappung der Wurzeln den Graben wieder verfüllen, vorher den Aushub mit Kompost und Knochen- oder Blutmehl mischen. Im nächsten Jahr Prozedur wiederholen für den übrigen Halbkreis. - Den Baum mit Baldrian spritzen im Frühjahr.

Zitrus. Etwa einen Monat lang nicht gießen, dann normal gießen und düngen

Bekämpfung

Apfelbäume. 3)Blüten bei Nachtfrostgefahr am späten Nachmittag und morgens mit Baldrian 3%0 spritzen, aber nicht die Blätter einnässen. Frostschutz bis -3°. 4)Durch Blütenrückschnitt oder frühe Entfernung eines Teils der Früchte für bessere Verteilung sorgen. 5)Vor allem Hummeln und wilde Bienen ansiedeln, die auch bei schlechterem Wetter fliegen und bestäuben. Bei Selbstbestäubern an trockenen Tagen Bäume schütteln oder bei kleinen Bäumen mit weichem Pinsel den Pollen über die Narbe streichen. 6)Ein geeignetes Edelreis aus einer Bestäubersorte (siehe 'Bestäubung') aufpfropfen (siehe 'Veredeln / Umpfropfen'). Ein Zweig aus einer geeigneten Bestäubersorte in den Baum hängen. Besser noch, ihn vorher in einen Wasserbehälter stellen, der im Baum mitaufgehängt wird.

Edelkastanien. Mehrere Bäume in unmittelbarer Nähe pflanzen, ggf. bei Platzmangel auch an derselben Stelle. Oder Edelreiser anderer Sorten aufpfropfen bzw. blühende Zweige einer Befruchtersorte in den Baum hängen in mit Wasser gefüllten Behältern.

Zitrus. Angemessene Temperatur je nach Pflanzenart.