Misteln (Parasit) [Viscum album]


Botanischer Name
Viscum album

Allgemeines

Schadbild

Viscum album.

Viscum album, Misteln
Viscum album, Misteln
Bild: Botanikus
Sie stehen in einigen Ländern unter Naturschutz.

Der Keimling (Senker) dringt mit Hilfe von Enzymen in die Zellwände der jeweiligen Wirtspflanze ein und versorgt sich so mit Nährsalzen und Wasser. Das Chlorophyll kann die Mistel dagegen selbst herstellen, weshalb man sie auch als Halbparasit bezeichnet. Nach einigen Jahrzehnten hat die Mistel eine Größe in Kugelform von ca. 100 cm erreicht. Der immergrüne Strauch ist zweihäusig und bildet nach 5 Jahren erstmalig Blüten aus 3 - 4, die Beeren reifen 12. Diese werden durch Vögel, vor allem Drosseln, gefressen und der Samen mit ihrem Kot auf diese Weise weiterverbreitet. Ernte für Arzneizwecke 3 - 4. - Misteln können, wenn sie zahlreich genug sind, einen Baum erheblich schwächen, die Apfelernte verringern. Besonders zahlreich ist der Halbschmarotzer zu finden auf meistens weichen Hölzern wie Obstbäumen, Birken, Ebereschen, Eichen (selten), Kiefern, Linden, Pappeln, Robinien, Ulmen (selten), Weiden, Weißdorn, Weißtannen.

Inhaltsstoffe: Amine, Flavonoide, Lectine, Schleimstoffe, Viscotoxine, insgesamt wurden über 900 verschiedenen Substanzen gefunden.

Vorbeugung

Die Blätter können mit Apfelschorf infiziert werden. Wenn Falllaub mit den Regenwürmern eingezogen wird, ist er unproblematisch. Wenn das nicht der Fall ist, sollte das Herbstlaub aus dem Garten eingesammelt und dann vernichtet werden.

Bekämpfung

Junge Misteln sofort mechanisch entfernen, ältere mit dem befallenen Ast zusammen absägen.