Eucalypten [Eucalyptus]


Botanischer Name
Eucalyptus
Pflanzenfamilie
Pflanzenkategorie
Alternativ-Namen
Blaugummibäume
Eucalypten - Einleitung

Allgemeine Informationen

Eucalyptus. Myrtengewächse. In Australien immergrün.

Er hat keine besonderen Bodenansprüche, wird aber oft zur Bodengesundung in moorigen Bereichen angepflanzt. In Mitteleuropa ist er nicht frostfest, er ist bei uns nur als Kübelpflanze geeignet.

Besonders eindrucksvoll, wenn die Pflanze zwischen Einjahresblumen gestellt wird. Laub der Jungpflanze oft rund, wird später lanzettlich. Farbe silbrig bis blaugrün. Blüte kugelig, pinselartig durch die langen Staubgefäße, meistens weiß, aber auch gelb, rosa, rot. Später entstehen daraus Samenkapseln.

Er wird in der Natur bis zu 40 m hoch.

Eucalypten - Aufzucht und Lebenszyklus

Boden

Die Erde sollte kalkfrei, durchlässig und locker sein. Man vermischt am besten Gartenerde mit Sand, Splitt und Rindenhumus. Am Boden eine Dränageschicht vorsehen.

Lage

Standort warm und sonnig.

Aufzucht

Im Gewächshaus sollte er eingegraben werden, alle Arten sind Tiefwurzler.

Schnellwachsend. Benötigt viel Wasser und wenig Dünger im Sommer. Der Wurzelballen darf nicht austrocknen, die Wurzeln dürfen auch nicht geschnitten werden. Wenn nötig, Zweige etwas zurückschneiden oder auslichten. Im Frühling kann er kräftig zurückgeschnitten werden.

Düngen nur mit Rhododendron- bzw. Kameliendünger, möglichst frei von Phosphor.

 

Überwinterung

Überwinterung nur mit viel Licht möglich, gelingt nur im Wintergarten oder unter Glas. Temperatur auf 5 - 10° einstellen.

Vermehrung

Vermehrung am besten im Frühjahr mit Samen, die Fruchtkapseln öffnen sich erst bei sehr hohen Temperaturen.

Eucalypten - Anfälligkeit für Pflanzenkrankheiten


Eucalypten - Sorten/ Unterarten

Sorten 1

Eucalyptus citriodora Lemon Bush. Sie wird in der Natur bis zu 40 m hoch, im Kübel jedoch nur, wie Sie es wollen 250 cm hoch. Bei dem Duft werden sogar Zitronen neidisch.

Verwendung finden bei uns:

Eucalyptus gunnii mit seinen silbrig-blauen Blättern und cremweißen Doldenblüten wird am haufigsten angeboten. Er kann schon mal kurzzeitig -12° verkraften. Boden durchlässig, lehmhaltig, kalkarm und nährstoffreich. Er kann über 50 cm im Jahr wachsen und braucht einen sonnigen Standort. Höhe bis 300 cm. Der aromatische Duft vertreibt Fliegen und Mücken. - Da diese Art tiefere Temperaturen verträgt, ist sie gut für unbeheizte Wintergärten geeignet und sogar für die Auspflanzung im Garten. Solitär-, Beet- und Kübelpflanze. Die Jungpflanze muss aber gegen Frost geschützt werden. - Im Kübel bei 3 - 6° hell und trocken überwintern. Er benötigt etwa wöchentlich eine Gabe Dünger. Zwei bis dreimal kann er zurückgeschnitten werden. Er verträgt aber keine Dürre.

Eucalyptus niphophila kann im milden Weinbauklima ausgepflanzt werden, wenn er einige Jahre als Kübelpflanze zugebracht hat. Die Temperaturen dürfen aber nicht -15° unterschreiten. Die langen Blätter sind graugrün. Seine Rinde wird im Alter weiß und schält sich ab. Die Blüten werden cremefarben. - Da diese Art tiefere Temperaturen verträgt, ist sie gut für unbeheizte Wintergärten geeignet.

Eucalyptus ficifolia hat leuchtend rote Blüten. Die Blätter enthalten das 'Eukalyptusöl' = Cineol, sowie Bitterstoffe, Flavonoide, Gerbstoffe, Gummi, Harze usw., wahrscheinlich entwickeln einige Menschen gegen das äther. Öl eine Allergie (Erbrechen, Durchfälle, Übelkeit).

Eucalyptus parviflora ist sowohl für ungeheizte Wintergärten als auch für das Freiland geeignet, Kältetoleranz bis -15°.

 

Eucalypten - Verwendung in der Medizin

Wirkstoffe

Zu sammeln: Blätter des Blauen Eukalyptus, Eucalyptus globulus.

Eucalyptus globulus, Myrtengewächs
Eucalyptus globulus, Myrtengewächs
Bild: Botanikus

Wirkstoffe: Ätherisches Öl mit Eukalyptol (Cineol). Heute erwartet man eine Droge, die mindestens 3% ätherisches Öl enthält. Alle weiteren Inhaltsstoffe wie Bitterstoffe, Gerbstoffe, Flavonoide, Harze, Gummi und andere sind Begleitstoffe.

Ernte: Gesammelt werden die Blätter. Das ätherische Öl wird aus den Blättern durch Wasserdampfdestillation gewonnen.

Volksmedizin

Man kann Tee bereiten oder das Öl einsetzen.

Tee gegen Asthma, Bronchitis, Erkältungskrankheiten der oberen Luftwege (einige Tropfen auf ein Tuch geben und einatmen), Fieber, Husten. Migräne. Tee bewirkt eine Hemmung der Schleimbildung in den Bronchien, das ätherische Öl sorgt für eine Desinfektion der Lungen und eine Verflüssigung des zähen Schleims. Reizhusten kann verbessert werden: 2 Tropfen Öl, etwas Honig in warmes Wasser geben und langsam schluckweise trinken. -

Äußerlich kann es bei Rheuma und Muskelschmerzen angewendet werden. Aufgetragen auf die Haut fördert es die Durchblutung. -

Mittels Aromalampe und wenigen Tropfen Eukalyptusöl kann ein Raum, z.B. ein Krankenzimmer, weitgehend desinfiziert werden. Auch Insekten werden vertrieben. -

Als empfohlene Heilanzeigen laut BGA finden sich nur Erkältungskrankheiten der oberen Luftwege und Bronchitis.

 

Nebenwirkungen

Bei Leberschäden und Entzündungen im Bereich des Verdauungsapparates ist Eukalyptus nicht angezeigt.

Säuglinge und Kleinkinder unter 6 Jahren dürfen nicht im Kopf-/Halsbereich mit dem Öl in Berührung kommen, auch zum Inhalieren ist es bei ihnen nicht geeignet, es besteht die Gefahr von asthmaähnlichen Anfällen.

Der BGA schränkt die Anwendung des Eucalyptustees und natürlich auch des Eucalyptusöls sowie Zubereitungen daraus ein, indem vor Verwendung bei entzündlichen Erkrankungen im Magen- und Darmbereich sowie der Gallenwege und bei schweren Lebererkrankungen ausdrücklich gewarnt wird.

Homöopathie

Man sollte das Homöopathikum D 2 bei Erkrankungen der Luftwege, bei Tuberkulose der Nieren und Harnwege sowie bei Nierenbeckenerkrankungen gegeben werden. Mehrmals täglich 5 Tropfen ist die richtige Dosierung.

Eucalypten - Weiteres Wissenswertes

Abwehr

Eukalyptusöl vertreibt Insekten.

Eignung