Glühwürmchen


Fam. Lampyridae, oder Leuchtkäfer, Johanniskäfer.

Sie sind 12 - 18 mm groß, je nach Art, es gibt deren drei in Deutschland. Die ungeflügelten Weibchen einiger Arten sehen wurmähnlich aus, sie werden deshalb auch Glühwürmchen genannt. Meistens leuchten nur die weiblichen Tiere, die damit die flugfähigen Männchen anlocken. Sie werden nur wenige Tage alt und fressen kaum in dieser Zeit.

Notwendig für Leben und Fortpflanzung sind naturbelassene feuchte Wiesen, Waldsäume, Landschaftshecken, kalkhaltiger Boden; Erdlöcher, Steine oder leere Schneckenhäuser als Schutz.

Einzige Nahrung für die Larven: Gehäuse- bzw. Nacktschnecken.

Die Begattung findet statt 6 - A7, die schwarzen, etwa 10 mm langen Larven schlüpfen ab E8. Sie jagen sofort Schnecken, indem sie auf den Schleimspuren Witterung aufnehmen und sie mit ihrem Gift lähmen. Dazu rammen sie ihren Kiefer in das Fleisch der Schnecken und spritzen eine Flüssigkeit hinein, die das Fleisch vorverdaut. Sie verbringen den Winter unter Steinen oder in leeren Schneckenhäusern. Sobald die ersten Schnecken im Frühjahr auftauchen, nehmen sie die Jagd wieder auf. Sie häuten sich fünfmal und verpuppen sich anschließend. Dafür benötigen sie 3 Jahre. Nach spätestens 11 Tagen schlüpfen dann die Käfer. Ende 6 hören sie auf mit dem Fressen. Dann beginnt die Partnersuche mit Hilfe ihrer Leuchtorgane, die auf dem hinteren Körperteil platziert sind. Die Signale sind artspezifisch. Die Substanz Luziferin reagiert mit Hilfe des Biokatalysators (Enzyms) Luziferase mit Sauerstoff, wobei das Luziferin zu Oxyluziferin oxidiert und dabei die Energie der Biolumineszenz erzeugt. Der 'Schalter' dafür besteht aus Stickstoffoxid, das die Sauerstoffzufuhr in die lichterzeugenden Zellen regelt. - Der Wirkungsgrad der Lichterzeugung (kaltes Licht) beträgt 80 - 92%, Glühlampen haben nur 4%, Energiesparlampen 20%.

Siehe auch den Einführungstext Nützliche Tiere, Bakterien, Pilze