Wurzelläuse [Pemphigus bursarius (Aphidina)]

Anfällige Pflanzen: Bohnen    Gartensalat    Götterblume    Möhren    Petersilie   


Botanischer Name: 
Pemphigus bursarius (Aphidina)
Allgemeines: 

Schadbild: 

Wurzelläuse. Pemphigus bursarius (Aphidina).

Die Wurzelläuse sind entweder Blatt-oder Schildläuse. Die Blattläuse saugen auch an oberirdischen Pflanzenteilen. Die Schildläuse Pemphigus kommen am meisten vor. Sie sind hell, glänzend und rundlich, oft wie gepudert aussehend (Wachsausscheidung). Sie leben in Kolonien im Wurzelbereich von Pflanzen. Sie hinterlassen Wachsausscheidungen um die Pflanzenwurzeln und scheiden Honigtau aus, der von Roten Wiesenameisen gesammelt wird. Beide treten deshalb oft zusammen auf. Winterwirt der Salatwurzellaus ist die Schwarzpappel. Sie fliegen im Frühsommer zu den Kulturen (Endivie, Möhren, Salat) und gebären dort hunderte ungeflügelter Läuse. Diese bilden im Herbst Flügel aus und fliegen zurück zu den Pappeln, um dort Eier abzulegen. Die Jungtiere schlüpfen im Frühjahr und bilden auf den Blättern Gallen, die blasenähnlich aussehen. Die daraus schlüpfenden geflügelten Blasenläuse fliegen im Juni in die Gärten, das Spiel beginnt von neuem. Manchmal verbleiben die Wurzelläuse auch bei ihrem Sommerwirt.

Die Wurzelläuse wählen ihre Ziele, vor allem Möhren und Salat, nach Blattfarbe und Geruch aus. Fahles oder gelbliches Grün werden bevorzugt, das bedeutet, dass kranke Pflanzen angeflogen werden, entstanden durch Staunässe, Bodenverkrustung oder fehlerhafte Düngung.

Außerdem werden befallen: Artischocken, Bohnen, Chicoree, Dill, Endivien, Kümmel, Petersilie, Sellerie, auch Zierpflanzen wie Bromelien, Farne, Kakteen, Zwiebelgewächse. Blätter vergilben, Salat bildet keinen Kopf, Wachstum ist stark behindert. Befallene Pflanzen welken und sterben bei starkem Befall ab. Das Wachstum wird nahezu eingestellt, besonders bei Salat kommt es nicht zur Kopfbildung.

Vorbeugung: 

Götterblume. Neudosan. Nur sinnvoll, wenn keine Wurzelfäule vorliegt.

Salat. Brennesseljauche, Rainfarnbrühe, Tabakaufguß. Neudosan gießen an den Wurzelhals. Niem.

Bekämpfung: 

Abwehr: Boden lockern und gut wässern, Wurzelläuse mögen einen trockenen Boden. Mischkultur schützt durch die fremde Gerüche (Pfefferminz, Porree, Tomaten, Zwiebeln). Brennesseljauche gießen, um das Wachstum zu fördern. Boden gut bearbeiten. Gießen im Wurzelbereich mit Rainfarnbrühe. Resistente Salatsorten oder frühe Sorten anpflanzen. Mit Neudosan 2% Pflanzenhals angießen. - Topfpflanzen mit lauwarmem Wasser abspülen, bis keine Erde mehr anhaftet. Einsprühen mit Neudosan und neues Substrat verwenden. Gut angefeuchtete Erde kann auch in der Mikrowelle (700 W, 4 Min.) von Wurzelläusen befreit werden. Wurzelbereich freilegen und mit Rainfarnbrühe (20 g/l, evt. einen Spritzer Brennspiritus dazugeben) mehrmals angießen oder eintauchen. Neudosan 4% auf feuchten Wurzelballen gießen, 2 - 3 x wiederholen im Abstand von 10 Tagen. Auch für Hydrokultur geeignet. Gefäße gründlich reinigen und den Blähton auswechseln.

Bohnen, Möhren. Welken und Absterben der Blätter, geringes Wachstum. Mischkultur mit Bohnenkraut, Kohl, Radies, Rettich, Tomaten. Insektennetze.

Götterblume. Die Wurzelläuse (Blasen- und Röhrenläuse) sind hell, glänzend und rundlich, oft wie gepudert aussehend (Wachsausscheidung). Sie leben in Kolonien im Wurzelbereich von Pflanzen. Sie scheiden Honigtau aus, der von Roten Wiesenameisen gesammelt wird. Beide treten deshalb oft zusammen auf. Die Blasenläuse fliegen im Frühsommer zu den Kulturen und gebären dort hunderte ungeflügelter Läuse. Diese bilden im Herbst Flügel aus und legen Eier ab. Die Jungtiere schlüpfen im Frühjahr und bilden auf den Blättern Gallen, die blasenähnlich aussehen. Die daraus schlüpfenden geflügelten Blasenläuse fliegen im Juni in die Gärten, das Spiel beginnt von neuem. Die Wurzelläuse wählen ihre Ziele, vor allem Möhren und Salat, nach Blattfarbe und Geruch aus. Fahles oder gelbliches Grün werden bevorzugt, das bedeutet, dass kranke Pflanzen angeflogen werden, entstanden durch Staunässe, Bodenverkrustung oder fehlerhafte Düngung. Anschlussbefall nach Schwächung durch Wurzelfäule.

Petersilie. Die Wurzelläuse (Blasen- und Röhrenläuse) sind hell, glänzend und rundlich, oft wie gepudert aussehend (Wachsausscheidung). Sie leben in Kolonien im Wurzelbereich von Pflanzen. Sie scheiden Homigtau aus, der von Roten Wiesenameisen gesammelt wird. Beide treten deshalb oft zusammen auf. Winterwirt der Blasenlaus ist die Schwarzpappel, Winterwirt der Röhrenlaus verholzende Pflanzen, wahrscheinlich z.B. Weiß- oder Rotdornbüsche. Die Blasenläuse fliegen im Frühsommer zu den Kulturen und gebären dort hunderte ungeflügelter Läuse. Diese bilden im Herbst Flügel aus und fliegen zurück zu den Pappeln, um dort Eier abzulegen. Die Jungtiere schlüpfen im Frühjahr und bilden auf den Blättern Gallen, die blasenähnlich aussehen. Die daraus schlüpfenden geflügelten Blasenläuse fliegen im Juni in die Gärten, das Spiel beginnt von neuem. - Die Wurzelläuse wählen ihre Ziele, vor allem Möhren und Salat, nach Blattfarbe und Geruch aus. Fahles oder gelbliches Grün werden bevorzugt, das bedeutet, dass kranke Pflanzen angeflogen werden, entstanden durch Staunässe, Bodenverkrustung oder fehlerhafte Düngung.

Salat. Pemphigus bursarius. Helle Läuse, wie gepudert, gelblich, grau oder grünlich. Rote Wiesenameise sammelt deren Honigtau. Mangelhafte Kopfbildung, auch Welken und Absterben. Die Läuse fliegen im Sommer auf Salat und andere Wirtspflanzen wie Kümmel, Möhren, Petersilie. Gute Bodengare. Boden gut lockern vor der Pflanzung. Ausreichend wässern. Mischkultur mit Pfefferminze, Porree, Tomaten, Zwiebeln. Resistente Sorten wählen. Keine stickstoffbetonte Düngung. Brennesseljauche gießen. Mulchen, regelmäßig wässern. Insektennetz. Frühe Sorten pflanzen. Resistent: Avon de France, Elvira RZ (bei R. Zwaan). Kopfsalat Elvira ist auch gegen Mehltau und Virus resistent. Schwarzpappeln sind Winterwirte für die Wurzelläuse, daher sollte Salat nicht im Bereich von Schwarzpappeln angebaut werden.