Kohlfliege, klein und groß [Delia radicum syn. Hylemia brassicae und Delia floralis syn. Hylemia floralis.]

Anfällige Pflanzen: Kohl-allgemein   


Botanischer Name: 
Delia radicum syn. Hylemia brassicae und Delia floralis syn. Hylemia floralis.
Allgemeines: 

Schadbild: 

Kohl. Delia radicum syn. Hylemia brassicae und Delia floralis syn. Hylemia floralis. 3 Generationen der kleinen Kohlfliege: E 4/A 5; 7; 8/9. Die erste ist am gefährlichsten. Kohlfliegen ähneln der Stubenfliege. Eier ca. 1 mm groß, weiß, werden am Wurzelhals abgelegt 1 - 2 Wochen nach Flugbeginn. Die etwa 10 mm großen Maden schlüpfen nach einer Woche und fressen die Wurzeln ab. Die Puppen der letzten Generation überwintern im Boden, sog. 6 mm lange braune Tönnchen. Die große Kohlfliege (auch Rettichfliege) hat nur eine Generation, Juli bis September. Die Pflanzungen von April bis Mai sind am meisten gefährdet. - Durch Madenfraß verfärben sich die Blätter bleigrau, stark befallene Pflanzen sterben ab. Kohlfliegen lieben Wärme. Auch Radies, Rettiche und Senf werden befallen (Vermadung der Knollen). Die Kohlarten Blumenkohl, Kohlrabi, Weißkohl und Wirsing sind besonders gefährdet. Sind keine Kohlarten vorhanden, werden Hederich, Hirtentäschelkraut, Senf oder andere Kreuzblütler befallen, gelegentlich im Juli noch der Blumenkohl oder im Herbst der Rosenkohl (in den unteren Blattachseln).

Radies, Rettiche. Delia floralis syn. Hylemia floralis. Die Rettichfliege wird auch große Kohlfliege genannt. Mitte 7 - Mitte 9 gefährlich. Ähnelt Stubenfliege. Befällt hauptsächlich Radies und Rettich, weniger Kohl, Senf und andere Kreuzblütler. Die Maden fressen Wurzeln und Stängel von Jungpflanzen, die Fraßgänge werden durch Kot verschmutzt und färben sich danach durch Bakterieninfektion schwarz. Die Blätter befallener Pflanzen werden grau und sterben z.T. ab.

Salatrauke, Wilde Rauke, Rucola. Delia radicum syn. Hylemia brassicae und Delia floralis syn. Hylemia floralis. 3 Generationen der kleinen Kohlfliege: E 4/A 5; 7; 8/9. Die erste ist am gefährlichsten. Kohlfliegen ähneln der Stubenfliege. Eier ca. 1 mm groß, weiß, werden am Wurzelhals abgelegt 1 - 2 Wochen nach Flugbeginn. Die etwa 10 mm großen Maden schlüpfen nach einer Woche und fressen die Wurzeln ab. Die Puppen der letzten Generation überwintern im Boden, sog. 6 mm lange brauneTönnchen. Die große K. (auch Rettichfliege) hat nur eine Generation, Juli bis September. Die Pflanzungen von April bis Mai sind am meisten gefährdet.- Durch Madenfraß verfärben sich die Blätter bleigrau, stark befallene Pflanzen sterben ab. Kohlfliegen lieben Wärme. Auch Radies, Rettiche und Senf werden befallen (Vermadung der Knollen). Die Kohlarten Blumenkohl, Kohlrabi, Weißkohl und Wirsing sind besonders gefährdet. Sind keine Kohlarten vorhanden, werden Hederich, Hirtentäschelkraut, Senf oder andere Kreuzblütler befallen, gelegentlich im Juli noch der Blumenkohl oder im Herbst der Rosenkohl (in den unteren Blattachseln).

Senf, schwarzer. Delia radicum syn. Hylemia brassicae und Delia floralis syn. Hylemia floralis. Kohlfliegen ähneln der Stubenfliege. Eier ca. 1 mm groß, weiß, werden am Wurzelhals abgelegt 1 - 2 Wochen nach Flugbeginn. Die etwa 10 mm großen Maden schlüpfen nach einer Woche und fressen die Wurzeln ab.

Vorbeugung: 

Kohl. Dipel, Spruzit, Schmierseifenbrühe. Infizierte Pflanzen mit umgebender Erde ausstechen und vernichten. Maggikraut, Pfefferminze, Salbeitee/-sud und Zitronenmelisse spritzen bzw. ummanteln. Auch eine bodendeckende Schicht aus Rainfarn, Salbei oder Pfefferminze vertreibt ebenfalls Gemüsefliegen. - Ggf. Anbaupause von 4 - 5 Jahren einlegen.

Radies, Rettiche. Kranke Pflanzen mit Erde ausgraben und vernichten. Schmierseifenwasser spritzen. Eine bodendeckende Schicht aus Rainfarn, Salbei und Pfefferminze vertreibt ebenfalls die Kohlfliegen.

Bekämpfung: 

Kohl. Pflanzen tief setzen, bis zum Blattansatz, anhäufeln oder am Boden mit Lehm oder Steinmehlbrei ummanteln, mit Kräuterjauche gießen oder den Boden mit stark riechenden Kräutern bedecken. Holzasche um die Setzlinge streuen. Mit Farn mulchen. Pappkragen oder Kohlkragen aus Weichplastik (Fachhandel) um die Pflanzen legen. Die Fliegen legen dann ihre Eier auf die Kragen. Die Sonne trocknet sie aus. Spargel oder Klee (Erdklee - Trifolium subterraneum, Inkarnatklee - T. incanatum, Perserklee - T. resupinatum, Weißklee - T. repens, siehe auch 'Gründüngerpflanzen') zwischen die Pflanzen säen, sie fördern Laufkäfer, die die Eier auffressen. Auch andere Nützlinge wie Gallmücken, Gallwespen, Kurzflügler, Raubwanzen, Raupenfliegen, Schlupfwespen und Spinnen finden dort Schutz. Insektennetz. Mischkultur mit Tomaten oder Sellerie. Asche, Gesteinsmehl oder Kalk um die Strünke streuen. Bio-Gemüsestreumittel um den Wurzelhals streuen. ENVIRepel. Nur sterilisierte Anzuchterde verwenden. Keine alten Strünke und Rettichwurzeln in der Erde lassen. Bei vermutetem starken Befall nicht mit Mist oder halbverrottetem Kompost düngen. Gemüsenetzabdeckung oder Vlies verwenden. Hat aber keine Wirkung, wenn sich Puppen der Kohlfliege im Boden befinden. Das kann der Fall sein, wenn im Vorjahr während des Sommers/Herbstes dort schon Kohl (Kleine Kohlfliege) gestanden hat oder auch Radies und Rettiche (Große Kohlfliege). Solange die Tomaten in der Nähe von Kohl noch klein sind, ist die Wirkung unsicher. Bis zum Erstarken der Tomaten ggf. wöchentlich Salbeitee oder Knoblauchtee spritzen. Mulchen mit Kamille, Liebstöckel, Pfefferminze. Boden um die Pflanze herum mit Pappe oder dicker Plastikfolie abdecken oder Klee einsäen, z.B. Perserklee, sobald die Kohlpflanzen stark genug sind. Dadurch werden auch die Laufkäfer gefördert.

Radies, Rettiche. Natürliche Feinde fördern: z.B. Gallwespen und Laufkäfer. Bodenbedeckung mit stark riechenden Kräutern, Kräuterjauche spritzen. Netz. Klee, z.B. Perserklee säen, fördert außerdem Laufkäfer. Buschbohnen wehren ab, ebenso Bohnenkraut. ENVIRepel. Vlies- oder Netzabdeckung, Gemüsestreumittel.

Salatrauke, Wilde Rauke, Rucola. Insektennetz, Vlies.