Frostrisse an Obstbäumen



Allgemeines: 

Sie entstehen durch den Temperaturgegensatz von Tag und Nacht und Sonnen- und Schattenseite. Vor allem jüngere Bäume haben noch keine Borke gebildet und sind deshalb besonders gefährdet. Diese Wunden sind das Einfallstor für Krebs, Bleiglanz, Kragenfäule und schädliche Käfer, z.B. Blutläuse.

 

Schadbild: 

Risse in der Rinde.

Vorbeugung: 

Frostrisse werden verhindert durch Abdeckung der gefährdeten Rinde. Dies ist besonders wichtig bei starkem Frost und aufheizender Wintersonne. Die Baumstämme können geschützt werden durch Bretter oder ähnliche Abdeckungen und einen weißen, reflektierenden Baumanstrich, der bis zum Kronenansatz reicht. Siehe "Arboflex" von Flügel. Fertigpräparate im Fachhandel. Kalkanstrich ist nicht empfehlenswert, er macht die Zellen weich.

 

Bekämpfung: 

Frostrisse und -platten müssen behandelt werden. Schadstellen ausschneiden und mit künstlicher Rinde verstreichen. Bei großflächiger Loslösung die Risse mit einer Mischung aus Lehm, Schachtelhalmtee und Kuhmist behandeln, den Stamm mit Jutegewebe ummanteln und festziehen. Dieser verwittert mit der Zeit und fällt von selbst ab. Lose Rinde wird mit kleinen Nägeln am Stamm befestigt, die Wunden werden mit Wundverschluss, Lauril Baumwachs, Malusan-Wundverschluss oder ähnlichen Präparaten verstrichen.