Blütenendfäule

Anfällige Pflanzen: Tomaten   


Allgemeines: 

Schadbild: 

An der Fruchtunterseite bilden sich erst glasige, dann graubraune, blasige, verhärtete, etwas eingesunkene Flecken, vor allem bei noch nicht reifen Früchten. Diese vergrößern sich später und werden lederartig hart mit Trockenfäule. Meist fallen die Früchte nach Notreife ab. Manchmal kümmern auch die Triebspitzen oder die älteren Blätter haben abgestorbene braune Flecken. Besonders betroffen sind Pflanzen in Glashäusern oder Töpfen mit saurem, humusreichem Boden oder Gewächshaustomaten mit humusarmem, trockenem Boden oder Temperaturen über 30°. Anfällig sind besonders die schnell wachsenden Fleischtomaten. Überhaupt kann zu schnelles Wachsen durch Stickstoffüberdüngung zu einem Kalkmangel beitragen. - Ursache sind physiologische Störungen, z.B. Schwankungen in der Wasserversorgung mit Kalziummangel. Können die Pflanzen wegen zu hoher Luftfeuchtigkeit nicht ausreichend Wasser verdunsten, kann es zu Mangel an Kalzium kommen, das zusammen mit dem Wasser durch Verdunstungssog nach oben transportiert wird. Kalk kann auch festgelegt sein durch Hitze und Trockenheit oder in überdüngten oder salzhaltigen Böden, z.B. bei Überschuss von Kalium und Magnesium.

Vorbeugung: 

Kalksalpeter 30 g/10 l Wasser, je Pflanze 1 l, mehrmals.

Bekämpfung: 

Humose Düngung und reichliche Wasserzufuhr. Bei Bewässerung mit Regenwasser auf ausreichende Kalkzufuhr achten, z.B. Gesteinsmehl, Algenkalk.