Zimt [Cinnamomum verum]

Zimt - Alternativnamen

Cinnamomum verum

Zimt - Zusammenfassung

 

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Cinnamomum verum. Lorbeerbaumgewächse.

Wirkstoffe: Ätherisches Öl mit Zimtaldehyd und Eugenol, das in guter Droge mindestens zu 1% enthalten sein soll. Schleim und Gerbstoff. Auf den Plantagen zieht man ihn als Strauch, er wird dort etwa 10 m hoch. Die inneren Schichten dienen ihm als Gewürz.

Heilwirkung: Die ätherischen Öle wirken verdauungsfördernd und appetitanregend bei Mangel an Verdauungssäften und Magenkrämpfen. Zimttropfen zur Stillung übermäßiger Monatsblutung wird mehr ein Mittel der Volksmedizin sein. Beschwerden wie Völlegefühl, Blähungen und leichte krampfartige Magen-Darm-Störungen und Magenbeschwerden, beispielsweise durch mangelnde Bildung von Verdauungssäften sind die Anwendungsgebiete, die das BGA auf der Packungsbeilage der Standardzulassung für Zimtrinde nennt. Zimt fördert nach amerikanisch-pakistanischen Untersuchungen die Insulinwirkung, so dass weniger Hormon nötig ist. Typ - 2 - Diabetiker, die täglich eine Kapsel genommen hatten, hatten nach 40 Tagen einen um 29% geringeren Zuckerwert gegenüber einer Vergleichsgruppe.

Gewürzpflanze: Gewürz für Glühwein, Kompotte, Punsch, Süßspeisen und vor allem die Weihnachtsbäckerei. Gourmets benutzen es auch für Lammbraten und Koteletts, Geflügel, Kürbis usw. Bestandteil von Curry. Auch Zusatz von Wein. Es wirkt auch gegen Viren, Bakterien und ist krampflösend. Auch scheint es bei Diabetes den Blutzucker zu senken. Bestäubt man ganz sparsam Schinken, Koteletts (Lamm) und Schnitzel vor dem Braten mit ein wenig Zimtpulver, so entfaltet sich dieses Gewürz in geradezu erstaunlicher Weise. Zu gekochtem Fleisch, Schweinebraten oder gekochtem Rindfleisch schmeckt Zimt vorzüglich.

Allerdings hat der Cassia-Zimt erheblich höhere Cumarin-Beiträge als der Ceylon-Zimt. Die Bundesrisikoforscher legten fest, dass etwa 0,1 mg Cumarin pro Kilogramm Körpergewicht je Tag ausreichen: Kleinkinder dürfen drei Zimtsterne am Tage futtern, Erwachsene immerhin 15. Milchreis mit Zucker sollte es nur einmal je Woche geben und in der Weihnachtsbäckerei sollte Zimt 'sparsam' eingestreut werden.

Nebenwirkungen: Schwangerschaft, Geschwüre im Magen-/Darmbereich. Das reine ätherische Öl darf nicht überdosiert werden, da es in konzentrierter Form Haut und Schleimhäute reizt, Herzklopfen und Schweißausbrüche, auch Durchfälle verursachen kann.

Siehe auch den Einführungstext für das Kapitel Kräuter, Gewürze.