Zimmerlinde [Sparmannia africana]

Zimmerlinde - Zusammenfassung

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Sparmannia africana. Malvengewächse.

Bäume sind nun einmal als Zimmerpflanze weniger geeignet. Diese Linden werden 12 m hoch in Kapland. Im eigenen Land nur 3 m. Sie hat zartbehaarte, lichtgrüne Lindenblätter. Von Januar bis April erscheinen die zarten Blütendolden. Die Einzelblüte sieht aus wie eine Erdbeerblüte mit rotbraunen Staubgefässen. Um sie zum Blühen zu bringen, müssen wir uns einen Ableger von einer reich und regelmäßig blühenden Linde besorgen, und zwar von einem Blütentrieb. Grüntriebe blühen selten. Blütezeit: Januar - März.

Hell, aber nicht vollsonnig hat es die Zimmerlinde am liebsten (Ost-/Westfenster). Am angenehmsten sind ihr 10 - 15°. Steht sie wärmer, muss auf jeden Fall für höhere Luftfeuchtigkeit gesorgt werden. Im Winter sollten die Temperaturen auf 5 - 15° zurückgehen.

Mäßig warmer, luftiger Stand. Sommeraufenthalt nur, wenn der Platz vor Wind und Sonne geschützt ist. Alle 2 Wochen düngen. Überwinterung am besten zwischen 5 - 15°, um die Pflanze kräftig zu halten. In zentralgeheizten Bäumen fallen die unteren Blätter meistens ab. Das lässt sich kaum ändern, auch wenn wir Wasserverdunstungsschalen aufstellen. Eher hilft es schon, wenn wir die Linde öfters besprühen, allerdings nicht auf die Blätter. Es wird so oft sie möglich gedüngt und gewässert, denn die weichen Blätter lassen sehr viel Feuchtigkeit durch. Im Topf darf jedoch nie stauende Nässe herrschen. Umgetopft wird nur, wenn der Topf zu eng wird und im Frühjahr nach einem Rückschnitt. Die Erde soll recht nahrhaft sein und aus 1/3 Rasenerde und 2/3 Mistbeeterde mit Sand und Hornspänen gemischt werden. Vor Frost müssen wir sie aber im Mai und im Herbst bewahren. Lichtmangel und zu hohe Temperaturen lassen die Triebe lang und die Blätter klein werden. Durch ungünstigen Bestand wird der Schädlingsbefall erhöht. Ballentrockenheit und Nährstoffmangel führen zu ähnlichen Schäden.

Intensive Sonneneinstrahlung verursacht Verbrennungen. Den Sommer über können wir handlange Stecklinge in sandige Erde stecken, sie bilden bei schattigem Stand, Feuchtigkeit und Folien- oder Glasabdeckung bald Wurzeln. Die Töpfe wählen wir für Jungpflanzen nie zu groß. Bei älteren Pflanzen ist ein Rückschnitt bis ins alte Holz möglich, am besten im Frühjahr nach der Blüte. Mit ihrem hellen Grün verzaubert diese schöne Pflanze jedes Zimmer, nur in eine lichtlose Ecke dürfen wir sie nicht stellen.

Umgepflanzt in humose Erde wird sie am besten im März oder April nach der Blüte. Im Frühjahr geschnittene Kopfstecklinge wurzeln relativ schnell, entweder in einem Gefäß mit Wasser oder in feuchtem Torfsand an einem hellen und warmen Platz.

Hell, keine direkte Sonne. Kühl halten 10 - 15°. Viel Wasser, reichlich gießen. Ost/West. Alle 14 Tage düngen.

 

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