Wollmispel, Japanische [Eriobotrya japonica] - Alle

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Wollmispel, Japanische - Zusammenfassung

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Eriobotrya japonica. Rosengewächse.Eriobotrya japonica, WollmispelEriobotrya japonica, Wollmispel
Bild von: Botanikus-CD

Im Handel als Busch oder Hochstamm. Kübelpflanze.

Normale Gartenerde, humos, sandhaltig, mit Basaltmehl oder Einheitserde mit Lehm und Basaltmehl. Standort Sonne/Halbschatten im Freien während des Sommers gegen Regen und Wind geschützt und Überwinterung unter Glas. Oder ganzjährig im Wintergarten. Im Sommer alle ein bis zwei Wochen düngen, etwa stärker als üblich mit Stickstoff und reichlich gießen, der Bedarf ist sehr hoch. Die Wollmispel erblüht normalerweise im Spätherbst/Winter in weiß, die Früchte erscheinen dann im Frühjahr. Je nach Situation, abhängig von Licht und Wärme, kann sich jedoch die Blüte verschieben bis in den Frühling. Die Pflanze kann draußen mit Wärmeisolierung im Kübel überwintern, sie ist frostfest bis etwa -5° bis - 10°, Blüten und Früchte verfrieren allerdings. Deshalb ist die Überwinterung im Wintergarten o.ä. vorzuziehen, frostfrei bei 5°, höchstens 10°, heller Stand, sonst werden die Blätter abgeworfen, die Blüten verkümmern und Früchte werden nicht gebildet. Auch im Winter muss gegossen werden, wenn sich Früchte entwickeln sollen, aber zurückhaltend, ohne dass der Ballen austrocknet. Düngung entfällt dann. Die Früchte sind kugelig oder birnenförmig mit gelber oder orangefarbener Schale, und können bis zu 9 Kerne enthalten. Das Fleisch ist süß und fest und wird meistens im Rohzustand gegessen.

Um die Verzweigung anzuregen, ist stetiger Rückschnitt der jungen Pflanze in den Sommermonaten 5 - 8 der ersten Jahre empfehlenswert. Lange Triebe und ggf. die Spitze des Bäumchens müssen ebenfalls abgeschnitten werden. Nach jeweils 1 - 2 Jahren muss umgetopft werden in einen etwas größeren Topf. Die Erde sollte einen hohen Anteil an Mineralien haben (Blähton, Basaltkies, Lehm, Sand, Ton, Tuffe).

 


Nahrung

Wollmispel, Japanische - Inhaltsstoffe

Die gelb- bis orangefarbene, eiförmige Frucht schmeckt süßsäuerlich. Die Mispel enthält Kerne, die nicht zum Verzehr geeignet sind. - Die Früchte sind nur im 'überreifen' Zustand - nach dem ersten Frost - essbar. Die dünne, leicht abziehbare Haut kann bei reifen Früchten auch mitgegessen werden. Die Mispel eignet sich zur Herstellung von Konfitüren, Kompott oder als Kuchenbelag.


Schadbilder

Krankheitsbilder/ Schädlinge
Feuerbrand [Erwinia amylovora]

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Feuerbrand.

Gefährlichste Bakterienkrankheit für Kernobstbäume durch Erwinia amylovora, aber auch andere Gehölze sind betroffen.1981 erstmals in der Bundesrepublik aufgetaucht. Deshalb Meldepflicht an Pflanzenschutzämter. Infektion über Blüten, Wunden durch Baumschnitt, Blattläuse und -wanzen, Hagelschlag, Zikaden, Verbreitung durch Bienen, Hummeln, blattsaugende Insekten, Schmetterlinge, Wespen und Vögel. Vögel fressen auch befallene Früchte. Bei Gewitter kann die Infektion über 40 km weitergetragen werden. Sie kann auch einen Obstbaum innerhalb weniger Wochen zum Absterben bringen.Temperaturen von über 23° und Luftfeuchtigkeit von über 70° mit Gewitter und Sturm oder Hagel sind optimal für die Verbreitung. Die Aktivität dauert etwa bis Mitte 8, dann geht sie stark zurück. Die Bakterien überwintern am Baum. Am stärksten betroffen sind Birnbäume, andere werden infiziert, sterben aber nicht ab, sondern sind ein andauernder Infektionsherd. Der Boskoop kapselt die befallenen Teile ab. Hohe Stickstoffgaben fördern den Befall. Meistens nach der Blüte sterben Triebspitzen oder ganze Äste plötzlich ab. Blätter, Blüten und Früchte werden fast schwarz, sehen aus wie verbrannt, fallen aber nicht ab. Die Triebspitzen krümmen sich wie ein Krückstock nach unten. Befallene Rindenteile werden bräunlich, sinken ein, reißen auf und es sickert aus den Rissen bei feuchtwarmem Wetter im Sommer und Herbst orange-brauner infektiöser Schleim. Das Holz unter der befallenen Rinde ist rotbraun verfärbt. Weiterverbreitung auf Stamm und Wurzeln ist möglich.

Braunschwarze Triebspitzen mit welken Blättern, bleiben hängen. Triebspitzen krümmen sich hakenförmig nach unten. Infektionsstellen werden in kurzer Zeit schwarz. Früchte werden braun, dann schwarz. Im Frühling bakterienhaltige, orange-braune, schleimige Ausscheidungen, die ebenfalls ansteckend sind. Ist der Stamm befallen, wird das Holz schwarz, es entsteht ebenfalls dort ein fadenziehender Schleim. Übertragung durch Insekten, besonders Bienen, Vögel und Gewitter. Hauptinfektionszeit Frühling bis Mitte August. Befällt auch alle anderen Rosengewächse.Verwechslungsgefahr mit Monilia! Triebe mit Blättern sterben ab, Blüten werden schwarz. Meldepflichtig!

Befallen werden: Apfel, Birne (großblättrige), Bunte Juli, Clapps Liebling, Conference, Cotoneaster° (besonders bullatus, salicifolius, wateri-Hybriden), Cox Orange mit Abarten, Gloster, Gräfin von Paris, Eberesche, Felsenbirne, Felsenmispel, Feuerdorn, Frühe von Trevoux, Goldparmäne, Ingrid Marie, James Grieve, Jonathan, Klarapfel, roter Berlepsch, Mehlbeere, Mollebusch, Pastorenbirne, Quitte, Rotdorn°, Scheinquitte, Stranvaesia°, Vereinsdechantsbirne, Weißdorn°, Williams Christ, Zierapfel, Zwermispel und alle anderen Rosengewächse. 

Weniger gefährdet erscheinen Alexander Lukas, Diels Butterbirne, Gute Luise, Manon und Uta..Gem. Uni Hohenheim sind folgende Mostbirnen besonders gefährdet: Betzelsbirne, Gelbmöstler, Große Rommelter, Grünmöstler, Oberösterr. Weinbirne, Wolfsbirne. Geringer Befall bei: Champagner Bratbirne, Fellbacher Wasserbirne, Grüne Jagdbirne, Karcherbirne, Kirchensaller Mostbirne, Luxemburger, Schweizer Wasserbirne.

Resistente Apfelsorten: Realka, Reanda, René, Reglindis, Remo, Rewena. Auch resistente Ziergehölze sind inzwischen lieferbar. Weniger gefährdet erscheinen Alexander Lukas, Diels Butterbirne, Gute Luise, Manon und Uta. Sehr gering anfällig sind: Metzer Bratbirne, Palmischbirne, Weimannsbirne, Welsche Bratbirne. Nadelgehölze, Beerensträucher und Steinobst werden nicht befallen.

 

Mindestens 50 cm zurückschneiden ins gesunde Holz, da sich der Bakterienschleim schon weiter ausgebreitet hat als erkennbar ist. Nach jedem Schnitt Werkzeug desinfizieren mit unverdünntem Brennspiritus. Die Bakterien überwintern in erkrankten Rindenteilen, sie bleiben ein Jahr lang lebensfähig, auch am toten Holz. Die dadurch entstehenden eingesunkenen Brandstellen (Kanker) müssen sorgfältig tief ausgeschnitten und mit Wundverschluss bestrichen werden. Meldepflichtig! Streptomycin kann durch Landesbehörden zugelassen werden.

 

Abwehr: Die Feuerbrand-Verordnung sieht eine Schutzzone von 500 m rund um die befallene Obstplantage vor. Sofort tief, (etwa 50 cm) zurückschneiden ins gesunde Holz, Wunden desinfizieren mit Brennspiritus und versiegeln mit Wundwachs. Nach jedem Schnitt Werkzeug mit Brennspiritus desinfizieren, Befallenes sofort verbrennen.

Vorbeugend spritzen mit Ulmasud B, Myco-Sin und Kupfermitteln, mit Pflanzenextrakten°° aus Berberitze, Essigbaum oder Mahonie vor und während der Blütezeit. Streptomycin ('Plantomycin') kann durch Landesbehörden zugelassen werden, dies ist aber eher unwahrscheinlich, weil es nach einer Spritzung im Blütenhonig aufgefunden wurde. Das Pflanzenstärkungsmittel MYCO-Sin (Schätte, Waldsee) ist zugelassen und soll einen Wirkungsgrad von 80% haben. Möglicherweise sind auch Chininabkömmlinge wirksam.

° Diese Pflanzen sind besonders gefährdet und gefährden damit wiederum andere Pflanzen. In der Nähe von Kernobstanpflanzungen nicht dulden!

Oscorna Pilzvorbeuge soll den Feuerbrand an Obstbäumen verhindern.

Rezeptur°°: 70 g frisches Kraut aus Berberis vulgaris, Rhus typhina oder Mahonia aquif. werden mit 1/2 l Alkohol 70% übergossen. 4 Stunden ziehen lassen. Sud auf 1/10 reduzieren, den Alkohol also verdunsten lassen. Die verbleibenden 50 ml vor der Spritzung verdünnen bei Berberitze mit 2 l, Essigbaum 8 l und Mahonie mit 1 l Wasser. Je Pflanze 1/2 l des verdünnten Extraktes spritzen während der Blütezeit.

Ist man unsicher, ob es sich um eine Feuerbrandinfektion handelt, einen Plastikbeutel um den befallenen Zweig binden. Entwickeln sich in den darauffolgenden Tagen die typischen Schleimtropfen, kann man den Zweig abschneiden und an das Pflanzenschutzamt schicken zur Untersuchung. Deren Anweisungen sind zu beachten.

Keine stickstoffbetonte Düngung. Schadinsekten, vor allem Blattläuse, bekämpfen. Kupferspritzung vor der Blüte hemmt Ausbreitung. Alkoholischer Auszug aus Berberitze, Essigbaum oder Mahonie. Myco-Sin. Birnen, Cotoneaster, Felsenbirnen, Feuerdorn, Mehlbeere, Rot- und Weißdorn und Ebereschen nicht in der Nähe dulden. Boskoop, Cox Orange, Glockenapfel, Gloster, Goldparmäne, James Grieve, Jonathan, Kaiser Wilhelm, Klarapfel, Liberty, Santana + Topaz (Ahrens & Sieberz) und Re-Sorten anbauen wie René, Rewena, Re Resi, Remo, Reglindis, Realka, Reanda, Rewena. Boskoop kapselt befallene Teile ab. Pilot, Pinova, Pirella/Pirol, Reglindis und Retina sind nur schwach anfällig, Releika etwas stärker. Oscorna-Pilzvorbeuge spritzen. -Da die Unterlagen von Apfel- und Birnensorten oft anfälliger sind als die aufgepfropften Edelsorten, wird neuerdings empfohlen, daß die Veredlungsstelle nur knapp über der Erdoberfläche liegt.Harrow Sweet aus Kanada und Uta sollen weitgehend resistent sein. Neuerdings ist in Amerika Blake's Pride gezüchtet worden, der ab 2004 auch in Deutschland gekauft werden kann.

 

 

Schorf [versch. Pilze]
SchadbildVorbeugungBekämpfung

Schorf.

Verschiedene Pilzarten. Häufigste Kernobstkrankheit, besonders bei Äpfeln, aber auch bei Birnen und Zierformen beider Bäume. Beide Pilze sind verwandt, ein weiterer Pilz befällt den Feuerdorn. Bei Äpfeln überwintert er in Gestalt von Pilzfrüchten am Laub, bei Birnbäumen als Schorfgrind auf Ästen und Zweigen der Krone. Im Frühjahr reifen sie aus, bei warmem Wetter und warmem Regen werden sie herausgeschleudert und vom Wind auf die jungen Knospen und Blätter der Apfelbäume geweht. Beim Birnenschorf werden die Sporen auf die nächsten Blätter ausgestoßen. Dort keimen sie bei genügend Feuchtigkeit und Wärme aus. Der Pilz bildet Enzyme, die die Zellwände der Früchte angreifen, indem sie sie anverdauen.

Früherkennung: Auf infizierten Blättern bilden sich während der Blütezeit dunkelgrüne, später graubraune runde Flecken, die durchsichtiger sind als die Umgebung, später unregelmäßiger werden und sich vergrößern und mit einem Pilzrasen bedeckt sind. (Erstinfektion). Die Infektion kann sich schnell ausbreiten. Die Leerung der Sporenbehälter kann sich bis zum Juni hinziehen. Die Blätter trocknen ein und fallen ab. Bei starkem Befall muss mit einem Rückgang der Blüten im folgenden Jahr gerechnet werden. Gelegentlich werden auch Triebe befallen, sie sterben ab.

Rindenschorf ist nahezu unheilbar, er tritt besonders bei jungen Bäumen auf. In junge Triebe, die nicht mehr verholzen konnten, kann der Keimschlauch des Pilzes eindringen, von dort geht weiterer Befall aus. 4 - 6 größte Gefahr. Verwechselungsgefahr mit Rindenrissen.

Die Sommersporen bilden sich ausgehend von dem Pilzrasen der Erstinfektion. Sie werden durch Regen und Wind massenhaft weiterverbreitet und infizieren dann weiterhin die Blätter, aber auch die jungen Früchte, gefördert durch feuchte (Tropfwasser) und warme Witterung. Diese verkrüppeln oder werden fleckig-korkig und reißen bis zur Ernte auf, wodurch eine weitere Infektion (Fruchtfäule) stattfinden kann. Der Spätschorf bewirkt braun-schwarze, scharf umrissene Flecken auf den Früchten. Werden die Früchte erst kurz vor der Ernte infiziert, werden die eingesunkenen, glänzend-schwarzen Flecken erst im Lager sichtbar als Lagerschorf, oft auch zusammen mit der Monilia. Insgesamt sind 6 verschiedene Rassen bekannt.

 

Apfelbäume. Venturia inaequalis. Gefährliche, häufigste Krankheit des Apfelbaumes. Pilz überwintert auf Blättern am Boden. Sporen werden durch Wind an Blätter, Früchte und Knospen getragen (Vor allem bei schwülwarmen Gewitternächten im Mai mit Temperaturen über 14° und über 11 Stunden anhaltender Feuchte). Besonders empfindlich: Arlet, Cox, Delbarestivale, Golden Delicious, Gala, Glockenapfel, Gloster, Gravensteiner, Jonagold, Jonathan, Weißer Klarapfel, McIntosh, Ontario, Rubinette, Summerred. 6 Rassen sind bekannt. Schorfflecken können sich schon in wenigen Tagen nach der Infektion bilden. Die kritische Zeit ist zwischen Blattaustrieb und Blütenblattfall. Schadbild: Kurz nach der Blüte dunkelgrüne, später graubraune Blattflecken, lichtdurchlässiger als die übrigen Blattteile, laufen danach zusammen. Nässe fördert den Befall. Frühzeitiger Laubfall. Übergreifen auf die Früchte im Sommer: Fruchtschale bekommt winzige schwarze Flecke, die langsam größer werden und ganze Partien überziehen. Sie werden korkig, reißen, bekommen z.T. Auftreibungen, fallen ab. Bei späterer Infektion sind die Früchte übersät mit Flecken. Dadurch Eintrittspforte für weitere Schadpilze z.B. Fäule. Im Lager wird die Pilzentwicklung (Spätschorf) noch weiter durch die notwendige hohe Luftfeuchte gefördert, oft zusammen mit Monilia. Eingesunkene Flecke. - Rindenschorf ist nahezu unheilbar, er tritt besonders bei jungen Bäumen auf. Verwechslungsgefahr mit Rindenrissen. 4 - 6 größte Gefahr. Durch den frühen Blattfall reift das Holz nicht mehr richtig aus und ist gefährdet durch Frost. Die Zahl der Blüten im nächsten Jahr läßt nach. - Schorfige Äpfel können unbedenklich gegessen werden.

Aprikosen. Vebturia carpophila. Selten. Kurz nach der Blüte dunkelgrüne, später graubraune Blattflecken, lichtdurchlässiger als die übrigen Blattteile, laufen danach zusammen. Nässe fördert den Befall. Frühzeitiger Laubfall. Übergreifen auf die Früchte im Sommer: Fruchtschale bekommt winzige schwarze Flecke, die langsam größer werden und ganze Partien überziehen. Sie werden korkig, reißen, bekommen z.T. Auftreibungen, fallen ab. Bei späterer Infektion sind die Früchte übersät mit Flecken.

Birnbäume. Venturia pirina. Der Pilz ist mit dem des Schorfes am Apfelbaum verwandt. Befällt alle Teile. Olivgrüne Blattflecken, werden später grauschwarz. Blätter vergilben und fallen ab. Die Früchte bleiben klein, an den befallenen dunklen Stellen platzen sie auf und Fäulniserreger dringen ein. Wintersporen auf den Zweigen (=Schorfgrind) im Bereich der Krone werden im Frühjahr, aber auch bis zum Juni, ausgeschleudert. Eine Sporenkeimung erfolgt schon innerhalb 9 Stunden bei einer Temperatur von 16 - 24°.Weniger anfällig sind: Conferénce, Clapps Liebling als Spalierbaum, Bosc`s Flaschenbirne, Bunte Juli, Doppelte Philipps, Frühe von Trévoux (außer in regenreichen Gegenden), Gräfin von Paris, Gute Graue, Madame Verte, Petersbirne, Prinzessin Marianne, Triumph von Vienne und Vereinsdechantsbirne. Schorfanfällig: Clapps Liebling, Diels Butterbirne, Gute Luise, Köstliche von Charneu, Liegels Butterbirne, Napoleons Butterbirne, Poiteau und Vereinsdechant bei hoher Luftfeuchtigkeit. Williams Christ ist etwas weniger anfällig. Schorf bildet die Eingangspforte für Monilia. Schorfige Birnen können unbedenklich gegessen werden.

Pfirsichbäume. Vebturia carpophila. Selten. Kurz nach der Blüte dunkelgrüne, später graubraune Blattflecken, lichtdurchlässiger als die übrigen Blattteile, laufen danach zusammen. Nässe fördert den Befall. Frühzeitiger Laubfall. Übergreifen auf die Früchte im Sommer: Fruchtschale bekommt winzige schwarze Flecke, die langsam größer werden und ganze Partien überziehen. Sie werden korkig, reißen, bekommen z.T. Auftreibungen, fallen ab. Bei späterer Infektion sind die Früchte übersät mit Flecken.

Quittenbäume. Venturia inaequalis, Pilzinfektion. Schorfflecken können sich schon in wenigen Tagen nach der Infektion bilden. Die kritische Zeit ist zwischen Blattaustrieb und Blütenblattfall. Schadbild: Kurz nach der Blüte dunkelgrüne, später graubraune Blattflecken, lichtdurchlässiger als die übrigen Blattteile, laufen danach zusammen. Nässe fördert den Befall. Frühzeitiger Laubfall. Übergreifen auf die Früchte im Sommer: Fruchtschale bekommt winzige schwarze Flecke, die langsam größer werden und ganze Partien überziehen. Sie werden korkig, reißen, bekommen z.T. Auftreibungen, fallen ab. Bei späterer Infektion sind die Früchte übersät mit Flecken.

Wollmispel, japanisch. Eriobotryaschorf. Kurz nach der Blüte dunkelgrüne, später graubraune Blattflecken, lichtdurchlässiger als die übrigen Blattteile, sie laufen danach zusammen. Nässe fördert den Befall. Frühzeitiger Laubfall. Übergreifen auf die Früchte: Fruchtschale bekommt winzige schwarze Flecke, die langsam größer werden und ganze Partien überziehen. Sie werden korkig, reißen, bekommen z.T. Auftreibungen, fallen ab. Bei späterer Infektion sind die Früchte übersät mit Flecken. Dadurch Eintrittspforte für weitere Schadpilze z.B. Fäule.

Apfelbäume. Netzschwefel nur bis Anfang Juni. Einige Sorten sind empfindlich (Blatt- und Fruchtfall): Altländer Pfannkuchen, Berlepsch, Berner Rosenapfel, Boskoop, Cox, Croncels, Danziger Kantapfel, Golden Delicious, Grüner Stettiner, James Grieve, Jonathan, Klarapfel, Landsberger, Laxtons Superb, Oldenburg, Ontario, Rhein. Winterrambour, Signe Tillisch, Weißer Winterkalvill, Winterglockenapfel. Man kann beginnen mit 70 g/10 l und vermindert je Woche um 10 g. Schwefel niemals bei Sonne spritzen. °Kupferkalk nur bei Keimung, nur bis kurz vor der Blüte, nach jedem Regen wiederholen. Mulchkompost auf Baumscheiben. Ausreichende Bewässerung. Schachtelhalmbrühe mit Schwefel und Wasserglas mehrmals spritzen, vor allem 4 - 6. Laub leicht in die Erde einarbeiten, damit die Regenwürmer es fressen oder mit ausreichender Wärme kompostieren.- Brennessel- und Schachtelhalmjauchen. Kupfermittel° sind im Gartenbau verboten. Lebermooser. Aus Birkenblätter eine Jauche (1 kg/1 l Wasser) und sprühen damit 1:5 verdünnt auf Apfelbäume.

Birnbäume. Hauptgefahr für die Neuinfektion geht von den grindigen Zweigen aus. Sie müssen in jedem Falle abgeschnitten werden. Kupfer- und Schwefelmittel vor der Blüte, danach wird die Schale mißfarbig bzw. rauh bei einigen Sorten. Empfindlich gegen Schwefelspritzungen sind Alexander Lucas, Bosc`s Flaschenbirne, Charneux, Esperence Bergamotte, Gräfin von Paris, Gute Luise, Josefine von Mecheln, Vereins-Dechantsbirne, Williams Christ. Niemals Schwefel bei Sonne spritzen. Empfindlich gegen Kupfermittel: Bunte Julibirne, Conferénce, Gräfin von Paris, Josefine von Mecheln, Jules Guyot, Köstliche von Charneu, Williams Christ,. Diels Butterbirne, Gute Luise, Liegels Butterbirne, Napoleons Butterbirne, Poiteau sind besonders schorfanfällig. Resistent sind Gute Graue, Conference, Gräfin von Paris, Petersbirne, Prinzessinn Marianne, Triumph von Vienne und Vereinsdechantsbirne. Schachtelhalmbrühe mit Schwefel-Wasserglas mehrmals spritzen, vor allem 4 - 6. Saponinhaltige Pflanzenextrakte wie Basilikum, Bibernelle (Pimpinella magna, saxifraga), Birkenblätter, Bitterklee, Efeu, Ehrenpreis, Gänseblümchen, Königskerze, Löwenzahn, Mistel, Schlüsselblume, Seifenkrautwurzeln, Stiefmütterchen, Taubnessel, Veilchen versuchen. Lebermooser.

Abwehr: Resistente Sorten anpflanzen.

ENVIRepel, Ulmasud B  Myco-Sin  Oscorna Pilzvorbeuge Netzschwefel Stulln zur vorbeugenden Pflege. Vorbeugung durch jährlichen Schnitt mit lichter Krone, Baumanstrich. Alle 14 Tage Bio S spritzen vor und nach der Blüte. 6 Wochen vor der Ernte dreimal Schachtelhalmtee spritzen. Birkenblätterjauche spritzen. Regelmäßig mit Brennessel- und Schachtelhalmjauche gießen. Neudovital spritzen.
Keine stickstoffbetonte Düngung. Zweiggrind (Rindenschorf) kann nur durch rigorosen Schnitt bekämpft werden, meistens ohne Erfolg. Baumscheibe locker halten, ausreichend bewässern, mit Knoblauch oder Schnittlauch bepflanzen. Regenwürmer fördern durch ganzjähriges Mulchen mit angewelktem Gras oder Kompost mit Stroh darüber, im Herbst mit infiziertem Laub, evt. Steinmehl darüber streuen.Verrottung fördern durch Besprühen mit Brennesseljauche, einige Tropfen Baldrian zugeben. Dadurch wird der Befallsdruck deutlich gesenkt, denn die Pilze werden im Darmtrakt der Würmer abgetötet. Auch Kompostierung mit ausreichender Wärmeentwicklung ist möglich. Bekämpfung mit Netzschwefel, mit 70 g/10 l beginnend, alle 8 Tage um 10 g vermindern. (Vorsicht walten lassen bei Obstbäumen wie z.B. Berlepsch, Bräburn, Cox Orange und Golden Delicious, die schwefelempfindlich sind). Kupferkalk 4 - 6 mehrmals vorbeugend spritzen, nach Regen wiederholen, nur wirksam bis zur Keimung. Kupfer ist aber Gift für die Würmer und der Gebrauch in Gärten verboten.
Schachtelhalmbrühe
mit Schwefel und Wasserglas spritzen 4 - 6. Saponinhaltige Pflanzenextrakte versuchen, z.B. Basilikum, Bibernelle, (Pimpinelle magna, saxifraga), Birkenblätter, Bitterklee, Efeu, Ehrenpreis, Gänseblümchen, Königskerze, Löwenzahn, Mistel, Schlüsselblume, Seifenkrautwurzeln, Stiefmütterchen, Taubnessel, Veilchen. Lebermooser. (Lebermooser nur bei Äpfeln und Birnen anwenden. Alle 10 - 14 Tage tropfnass spritzen). Knoblauch/Schnittlauch gegen Schorf.

 

Apfelbäume. Die Sorten Ahrista, Akane, Ananasrenette, Blauacher Sämling, Borowinka, Delorina, Enterprise, Erbachhofer, Florina, Gerlinde, Katija Hana, Alsgaard, Klarapfel, Lanes Prinz Albert, Manga Super, Ontario, Prima, Reanda, Rebella, Reglindis, Releika, Relinda, Remo (Mostapfel), Renora, Resi, Retina, Rewena, Santana (Ahrens & Sieberz), Teuringer Winterrambur und Topaz (Ahrens & Sieberz) sind resistent . Wenig anfällig: Alkmene, Berlepsch, Boskoop°, Champagnerrenette, Cox Orange°, Discovery, Elstar°, Geheimrat Oldenburg, Glockenapfel, Gravensteiner°, Idared°, Ingrid Marie, James Grieve°, Jonagold°, Jonathan, Mc Intosh Rogers, Melrose, Pia, Pilot, Pinova, Pirella/Pirol, Piros, Priam, Pricilla, Prima, Schöner aus Nordhausen°. Die mit ° gekennzeichneten Bäume sind etwas stärker als die anderen dieser Gruppe anfällig. Jährlicher Schnitt mit lichter Krone, glatte Stämme und Äste. Sonnige, aber nicht windstille Lage. Baumanstrich. Alle 14 Tage Bio S spritzen vor und nach der Blüte. Neudovital 3% vor dem Austrieb. ENVIRepel spritzen. Oscorna-Pilzvorbeuge spritzen. Myco-Sin mit Netzschwefel (Vorsicht bei Berlepsch, Bräborn, Cox Orange, Golden Delicious). - 6 Wochen vor Ernte dreimal Schachtelhalmtee spritzen. Regelmäßig mit Brennessel- und Schachtelhalmjauche gießen. "Gloster " , "Summerred" und "Ontario" sind gegen manche Spritzmittel empfindlich. Neudovital spritzen. Krone muß lichtdurchflutet sein, so daß nach Regen der Baum bald wieder abtrocknet. Zweiggrind (Rindenschorf) kann nur durch rigorosen Schnitt bekämpft werden, meistens ohne Erfolg. Große Baumscheibe anlegen, immer Boden locker halten, Knoblauch oder Schnittlauch (wirkt erst nach mehreren Jahren) pflanzen. Regenwürmer fördern durch ständiges Mulchen mit angewelktem Gras, ebenso das Herbstlaub auf der Baumscheibe belassen und Kompost ausbringen. Dadurch wird der Befallsdruck deutlich gesenkt, denn die Pilze werden durch den Darmtrakt der Würmer abgetötet und durch die Mikroben im Kompost ihrer Nahrung beraubt (Die Pilze werden zu Saprophyten, die vom abgestorbenem Herbstlaub leben). Erst in zweiter Generation erfolgt ein erneuter Befall. - Nur wenig düngen, vor allen kaum Stickstoff, so daß nur einige Wasserreiser gebildet werden. Bei Neupflanzung nur schorfresistente Sorten auswählen, die Bekämpfung nur mit biologischen Mitteln ist sehr schwierig und oft frustrierend.

Birnbäume. Schorfresistente Birnbäume sind 'Armida' und 'Uta'. - Keine triebige Stickstoffdüngung. Lichte Kronen, jährlicher Schnitt. Laub sammeln und vernichten. Besser eine große Baumscheibe anlegen und ganzjährig mulchen mit Kompost und Stroh darüber oder mit angewelktem Rasenschnitt, damit Regenwürmer ständig Nahrung vorfinden. Sie fressen dann auch die von Schorf befallenen Blätter und töten die Sporen in ihrem Darmtrakt ab. Knoblauch oder Schnittlauch auf die Baumscheibe pflanzen. Schachtelhalm- und Brennesselbrühe spritzen. Neudovital.- Regengeschützte Spaliere an Hauswänden, die jährlich geschnitten werden, wrden kaum infiziert.

Wollmispel, japanisch. Blätter im Freien vor übermäßiger Nässe schützen, z.B. durch ein Regendach.