Weißer Germer [Veratrum album]

Weißer Germer - Zusammenfassung

 

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Veratrum album. Germergewächse. Weißer Germer. Tödlich giftig. Nieswurz (?), Hemmertwurzn, Lauskraut, Lauswurz.

Herkunft: Es ist eine Gebirgspflanze.

Blütezeit: Juli bis August.

Wirkstoffe: Verschiedene Alkaloide wie Protoveratrin und Germerin. Der Alkaloidgehalt nimmt mit steigender Höhe des Pflanzenstandortes ab.

Heilwirkung: In der Schulmedizin wird sie nicht verwendet.

Homöopathie: In den Dilutionen D 6 - D 12 findet er häufig Anwendung bei Depressionen und anderen Gemütsleiden, Migräne, Bronchitis, Kreislaufstörungen, niedrigem Blutdruck und bei Herzinfarkt. Die Dilutionen D 3 - D 6 gibt man bei Durchfällen, Nahrungsmittelvergiftungen, Ischias, Wadenkrämpfen und Neuralgien. Meistens genügen 2mal täglich 5 - 10 Tropfen.

Volksmittel: Besonders im Bergland, wo es die Wurzel reichlich gibt, kuriert man damit Mensch und Tier. Nur zur Information, nicht zum Eigenverbrauch: Man gebraucht das Pulver aus der Wurzel und gibt es bei Schwermut, Kolik, Asthma, Wassersucht, Rheuma und Ischias, Lähmungen und Fieber. - Eine Nieswurzsalbe gilt als wirksam bei Hautausschlägen, Krätze und Schuppenflechte.

Nebenwirkungen: Die Einnahme von 2 g der Droge kann zu Vergiftungen mit Todesfolge führen. Das gilt auch für viele Tiere.

Erste Hilfe bei Vergiftungen