Weinraute [Ruta graveolens]

Weinraute - Zusammenfassung

 

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Ruta graveolens. Rautengewächse. Giftig.Ruta graveolens, WeinrauteRuta graveolens, Weinraute
Bild von: Botanikus-CD

Blüte: 6 - 8.

Wirkstoffe: Ätherisches Öl, etwas Gerbstoff, Furanocumarine, Alkaloide und das Flavonglykosid Rutin.

Heilwirkung: Die Raute besitzt eine Menge guter Eigenschaften, doch wegen der Giftigkeit ihres ätherischen Öls ist bei der Anwendung Vorsicht geboten. Die hier genannten Mengen dürfen auf keinen Fall überschritten werden. Rautentee° gebraucht man als leichtes Sedativum (schlafförderndes Mittel), als Spasmolytikum (krampflösend) und als Diuretikum (wassertreibendes Mittel), Auch als appetitanregendes Mittel wird die Raute gelegentlich verwendet.

Schwalbenschwänze legen ihre Eier an dieser Pflanze ab, wenn keine wilde Möhre vorhanden ist.

Homöopathie: Man gebraucht es innerlich und äußerlich bei Quetschungen, Verrenkungen, Sehnenverzerrungen, Rheuma und Krampfadern. Auch bei Augenentzündungen wird die verdünnte Urtinktur zu Kompressen verwendet. Man gibt 20 - 30 Tropfen auf 200 ml Wasser und macht mit dieser Verdünnung Augenkompressen. Innerlich gebraucht man die Verdünnungen D 1 - D 3, man gibt bei Bedarf etwa 5 - 10 Tropfen.

Volksmedizin: In der Volksmedizin ist die Liste der Beschwerden, gegen die die Raute innerlich und äußerlich gebraucht wird, ellenlang. Gegen Appetitlosigkeit, Schwindel, Herzklopfen, Blutandrang zum Kopf, Menstruationsbeschwerden, Nervenleiden, Atemnot, Magenschmerzen, Verrenkungen, Verstauchungen, Schwellungen nach stumpfen Schlägen und Verletzungen, Harndrang, Wassersucht, Rheuma, Gicht und Hautausschläge. Wegen der Furanocumerine ist Lichtempfindlichkeit nach Einnahme größerer Mengen von Rautentee nicht auszuschließen.

Gewürzpflanze: Alte Heil- und Gewürzstaude, ungewöhnliches Aroma, besonders für Fleisch- und Bohnengerichte. Sparsam dosieren. Gelbe Blüten. Gewürz für den italienischen Likör 'Grappa'. Keinen sauren Boden verwenden. Im Frühjahr auf 10 - 20 cm über dem Boden wegschneiden.

°Tee: 1 gehäufter Teelöffel Raute wird mit 1/4 l kochendem Wasser übergossen und 5 Minuten ausgezogen und abgeseiht, 2 Tassen Tee als Tagesdosis reichen aus.

Nebenwirkungen: Wegen ungünstigen Nutzen-Risiko-Verhältnisses wird von der Verwendung der Droge abgeraten. Nicht für Schwangere, steigert Blutzufuhr zum Becken, gefäßerweiternd. Unverträglich mit Basilikum, Kohl, Salbei. Dosiert man sie zu hoch, so kommt es zu Magen- und Darmstörungen, zum Anschwellen der Zunge und zu heftigem Speichelfluß. Wegen der Furanocumarine ist Lichtempfindlichkeit bei zu großer Menge nicht ganz auszuschließen.

 


(aus Artikel: Weinraute / Kategorie: Abwehrpflanzen):

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Bild von: Botanikus-CD
Rautengewächse.

Die Weinraute gilt als Schutzpflanze gegen Thripse. Siehe auch Kräuter, Gewürze.