Weihrauch, Boswellia sacra [Boswellia sacra]

Weihrauch, Boswellia sacra - Zusammenfassung

 

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Boswellia sacra. Balsambaumgewächse. Olibanum.

Wirkstoffe: Boswellia-Säuren, Tirucallensäure, Harz, Gummi, ätherisches Öl, Bitterstoffe, Schleim.

Heilwirkung: Das Harz aus dem Gehölz wird für kultische Zwecke bei Stuhlverstopfung benutzt. Es hat aber auch einen jahrtausende alten Ruf als Heilmittel, nicht nur in der arabischen und indischen Medizin. Auch Hippokrates hat es verschrieben, vor allem gegen Entzündungen. Es wird gewonnen durch Anritzen der Bäume. Die Wirkstoffe sind ätherisches Öl, Bitterstoffe, Gummi, Herz, Harz und vor allem Boswelliasäuren, die gegen Entzündungen wirken. Außerdem wird es eingesetzt gegen Wunden aller Art, auch Brandwunden, und gegen Gehirnödem. Das Leukotrien B 4 (LTB 4), das bei dem Stoffwechsel der Arachidonsäure entsteht und für viele Krankheiten wie Arthritis, Asthma, Bronchitis, Colitis ulcerosa, Darmentzündung, Gicht, Morbus Crohn, MS, Neurodermitis, Rheuma und Schuppenflechte (mit)verantwortlich ist, findet in den Boswelliasäuren des Weihrauchs einen nebenwirkungsarmen Gegenspieler. Außerdem wird es eingesetzt gegen Arabinose, Galactose, Polysaccharide wie Bassorin. Die Reinharzfraktion enthält Boswellia- und Tirucallensäuren.

Von Bedeutung ist für die Wissenschaftler der Uni Tübingen, dass Boswellinsäuren im Stande sind, ein bestimmtes Schlüsselenzym im Entzündungsstoffwechsel der Erkrankten hochwirksam zu hemmen. Nutzniesser dieser Entdeckungen sind in erster Linie Patienten mit entzündlichem Rheuma.

Pickel und Pusteln (Akne) können mit einer Lösung aus einigen Tropfen Weihrauch in warmem Wasser behandelt werden. Herpes vorsichtig mit Öl betupfen, es wird bald besser. Dampfbäder, denen man zum Schluss einige Tropfen mit Weihrauch zusetzt, sind schmerzlindernd und entzündungshemmend.

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