Weiden [Salix] - Alle

Allgemein

Weiden - Allgemeines

Salix. Sommergrüne Weidengewächse.Salix Alba Tristis, WeideSalix Alba Tristis, Weide
Bild von: Botanikus-CD

Zahlreiche Arten und Sorten. Die niedrigen Pflanzen werden meistens verwendet für Kübel, Steingärten und Terrassen. Sie sollten ihren natürlichen Wuchs behalten. Sonnige Standorte werden bevorzugt. Frühe Bienenweide. Frostfest. Vermehrung durch die Korkenzieherweide in Wasser, man kann schon in der ersten Woche die neuen Triebe sehen. Unproblematische Vermehrung durch Stecklinge oder Steckholz.

Weiden sind zur Hangbefestigung geeignet. Zwergweiden benötigen keinen Pflanzschnitt. - Weiden haben einen vielfachen Nutzen. Aus Kopf-, Korb- und Silberweiden können Flechtzäune, aus der Korbweide Körbe hergestellt werden: Silberweide (Salix alba), Korbweide (Salix viminalis) oder Purpurweide (Salix purpurea). Gut geeignet für alle Zäune aus Weidenruten und Körbe. Sie sind Futterpflanzen für Hautflügler, Trachtpflanzen für Hummeln, sie fördern Schwebfliegen und Wespen.

Diese Pflanzen sind evt. wegen ihrer Pollen für Allergiker nicht geeignet.


Sorten

Weiden - Sorten

Salix alba, die heimische Silberweide, bis 28 m hoch.

Blütenkätzchen gestielt, lang, 4 - 5 mit Laubaustrieb, zweihäusig. In Ufernähe, Boden basen- und nährstoffreich, kalkhaltig. Salix alba, SilberweideSalix alba, Silberweide
Bild von: Botanikus-CD

  • vitellina. Die Rindenfärbung tritt besonders hervor, wenn die Triebe 3/4 fast bodeneben abgeschnitten werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

  • vitellina tristis, Trauerweide,

breitkronig, mit gelben, herunterhängenden Zweigen, 15 m. Salix_alba_Tristis3
Bild von: Botanikus-CD

Früher Austrieb, später Laubfall. Vorzugsweise in Gewässernähe. Kopfweide. Solitär. Sonne.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Salix arenaria (repens argentea), Silberkriechweide, Blätter silbrig behaart, kalkfeindlich, kriechend. Salix arenaria, SilberkriechweideSalix arenaria, Silberkriechweide
Bild von: Botanikus-CD

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Salix caprea, das einheimische Weidenkätzchen, Salweide. Pionierbaum.Salix caprea, SalweideSalix caprea, Salweide
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Gedeiht auf feuchten und trockenen Böden, auch auf humusarmen Rohböden. Lichtbaumart. Blüten 3 - 4, zweihäusig. Zuerst in einem silberweißen Pelz (Palmkätzchen) gehüllt, dann entwickeln sich daraus bis 4 cm lange Kätzchen, eiförmig, mit zwei goldgelben Staubblättern bei den männlichen Blüten. Die weiblichen Blüten sind länglich oval, grünlich, nach der Blüte verlängert. Die Früchte erscheinen 5 - 6, bestehend aus länglichen Kapseln. Höhe bis 12 m. Bienenweide.

  • Kilmarnock, hängend. Rückschnitt auf 5 cm lange Zapfen nach der Blüte.
  • mas, Salweide, Blütenkätzchen ab 3 - 4, nur männlich, goldgelb, reichblühend. Höhe 5 m. Trockene, nährstoffreiche Böden oder auch humusarme Rohböden. Bienenweide. Lockpflanze für Schmetterlinge. Solitär. Für Vasenschnitt und Hecken geeignet. Sonne - Schatten.
  • pendula, Hängekätzchenweide. Sonne, Halbschatten, Blüte 3 - 4. Höhe ist variabel. Stark hängende Zweige mit silbrigen Kätzchen. Nach der Blüte scharf zurückschneiden bis auf etwa 5 - 10 cm lange Zapfen. Bienenweide, auch für Einzelstellung. Wildtriebe müssen sofort entfernt werden.
  • Silberglanz, Adventsweide. Salweiden-Auslese. Elegante silbrige Kätzchen im zeitigen Frühjahr. Bienenweide.

Salix hastata Wehrhahnii, Blüte 4, 100 cm, Boden humos mit Kieseinlage, auch mit Kalk.

Salix helvetica, Schweizer Goldweide.Salix helvetica, Schweizer GoldweideSalix helvetica, Schweizer Goldweide
Bild von: Botanikus-CD

Blätter silbrig, Kätzchen goldgelb 3 - 4. Anspruchlos, Sonne. Diese Weide kann auch als Stämmchen ausgebildet werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Salix intrega Hakuro Nishiki, Harlekinweide, Japan-Zierweide, Laub weißbunt, mit rosafarbenem Hauch, Zweige rötlich gefärbt, Blüte 3 - 4, Höhe 2 m, etwas ungenau. Anspruchslos. Solitär. Sonne, Halbschatten. Jährlicher Rückschnitt im Februar um die Hälfte, damit die Laubfärbung erhalten bleibt. Gut geeignet für Sandböden, bessert auch kleinere Gartenbereiche durch seine weißbunte Hängeweide auf. Starker Rückschnitt im Frühjahr ist sehr vorteilhaft. Sie brauchen nach dem Rückschnitt viele Nährstoffe für den Austrieb.

Salix irrorata, irisierende, traubenähnliche Kätzchen erscheinen 3 - 4, Stängel lilarot, Höhe 2,4 m.

Salix matsudana tortuosa, Korkenzieherweide, Höhe bis 8 m, für Einzelstellung gut geeignet.

Salix myrtilloides, Moorweide. Blüte ab 5. Blätter treiben violett überhaucht aus und werden dann grün. Höhe 50 cm, kalkfeindlich.

Salix purpurea, Purpurweide, Strauch oder Baum, bis 10 m hoch.Salix purpurea, PurpurweideSalix purpurea, Purpurweide
Bild von: Botanikus-CD

Pionierpflanze auf wechselfeuchtem Boden. Zylindrische Blütenkätzchen 3 - 4, mit oder vor dem Laubaustrieb, zweihäusig. Nach der Blüte kräftig zurückschneiden auf 5 cm lange Zapfen.

 

  • nana, Kugelweide, Strauch, mit silbergrauen Blättern, Holz rotbraun, für Hecken und Gräber.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Salix sachalinensis Sekka, Drachenweide, Blüte goldfarben, 2 - 4, bis 4 m hoch, typisch sind die flachen, aber breiten Zweige mit den großen Kätzchen. Es handelt sich um eine genetisch bedingte Missbildung. Sie kann trotzdem vermehrt werden.

Salix smithiana, Küblerweide, stark wachsend, sehr empfehlenswerte Kätzchenweide.

Salix tortuosa, Korkenzieherweide, Zweige sind gedreht, gelbgrün. Höhe 3 - 4 m. Solitärpflanze.

Salix viminalis, Korbweide, Hanfweide.Salix vimialis, Korbweide, Hanfweide. Salix vimialis, Korbweide, Hanfweide.
Bild von: Botanikus-CD

Kätzchen seidiggrau, 3 - 4, kurz vor Austrieb der Blätter, zweihäusig; Länge 3 - 8 cm, zum Korbbinden geeignet. Baum oder Strauch, bis 10 m hoch. Wird auch als Kopfweide beschnitten. Boden basisch, nährstoffreich, kalkhaltig.

 

 

 

 

 

 


Heilkunde

Weiden - Wirkstoffe

Salix alba.

Von dickeren Zweigen im Frühjahr.

Wirkstoffe: Flavonoide, Gerbstoffe, Glykoside, der Hauptwirkstoff sind die Salizylsäureverbindungen, die gegen Fieber, Gicht, Rheuma und Schmerzen wirksam sind.

Weiden - Volksmedizin

Die Mengenangaben bei Schmerzen sind oft zu gering, oft muss die doppelte Menge gegeben werden. Magen und Leber werden davon nicht belastet.

Bei Rheuma sollte man ganz besonders aufpassen, weil hierfür noch kein Heilmittel gefunden wurde.

Durch die synthetische Herstellung des Asperins hat die Weide weitgehend ausgedient. Möglicherweise kann sie die Harnsäureausscheidung fördern.

Die Weidenrinde enthält einen krebshemmenden Stoff.

Die bekannten Weiden haben ähnliche Wirkung, besonders geeignet sind Salix daphnoides und purpurea. Das BGA hält fieberhafte Erkrankungen, Kopfschmerzen, rheumatische Beschwerden, Stress und Verdauungsstörungen für mögliche Heilanzeigen.

Volksmittel: Fieberhafte Erkrankungen, Kopfschmerzen, Rheuma, Gicht, Harnsäure kann evt. ausgeschieden werden.

 

Weiden - Mögliche Nebenwirkungen

Für Schwangere verboten.


Schadbilder

Krankheitsbilder/ Schädlinge
Echter Mehltau

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Allgemein: Auf der Blattoberseite weißgraue Flecken, sie fließen zusammen, oft beidseitig. Blätter werden braun, sterben ab.

 

Apfelbäume. Weißer Belag auf Oberseite der Blätter, an jungen Trieben und Blüten. Blätter rollen sich ein, werden braun, fallen ab. Der Pilz überwintert auf Knospen und jungen Trieben. Landsberger Renette, Jonathan, Berlepsch, Boskoop, Cox Orange, Elstar°, Goldparmäne, Gravensteiner, Ingrid Marie, Jonagold, Jonathan, weißer Klarapfel, Landsberger, Lombarts Calvill, Oldenburg, Ontario, Idared, Starks Earliest sind besonders gefährdet. Alkmene, Danziger Kantapfel, Freiherr von Berlepsch, Dülmener Rosenapfel, Elstar°, James Grieve, Katija Balsgaard, Manga Super, Mc Intosh Rogers, Pia, Pilot, Pinova, Pirella/Pirol, Piros, Reglindis, Relinda, Renora, Retina, Rewena, Remo und Rubinette sind wenig empfindlich. Reanda, Remo und Resi sind resistent. - Vermehrt sich von Frühling bis Herbst, besonders Mai/Juni, vor allem bei warmem und schwülem Klima, aber auch bei trockenem Wetter und trockenen Lagen. Befallene Früchte zeigen bräunliche Netze im Herbst. Dauerfrost von -10 - 15° vernichtet das Pilzgeflecht, milde Winter verringern die Resistenz. Der Pilz kann sich nur auf lebendem Gewebe vermehren. Er tritt nur an Apfel auf. °Unterschiedliche Angaben.

Aprikosen. Sphaerotheca pannosa. Blätter und Triebe sind auf der Oberseite weiß; schwülwarmes Wetter begünstigt.

Begonien. Oidium begoniae. Weißlich-mehliger Belag an beiden Seiten der Blätter, an Blütenstängeln, Stielen und Blüten. Pflanzen sterben ab. Ausbreitung bei trockenem Wetter.

Erbsen. Blattoberseite mit mehlartigem Belag, manchmal auch Unterseite. Abwaschbar. Blätter werden braun und sterben ab. Sporenlager, erst gelb, dann schwarz. Die Hülsen sind dunkel gesprenkelt. Besonders gefährdet 6 - 7 bei trockener und warmer Witterung. Überwinterung als Myzel und Sporen auf Unkraut und Pflanzenresten. Herbstanbau in manchen Gebieten besonders gefährdet.

Erdbeeren. Sphaerotheca macularis. Beidseitiger weißer Belag an den Blättern, Blätter rötlich und eingerollt. Auch Blüten und Früchte zeigen den Belag. Vor allem Gefahr bei trockenem Wetter.

Feldsalat. Erysiphe ssp. Weißlicher Pilzrasen, der sich schnell auf den Blättern ausbreitet, vor allem unter Glas. Bei sonniger, trockener Witterung wird er gefördert.

Gurken. Erysiphe cichoracearum. Sphaerotheca fuliginea.Ober-, manchmal auch Unterseiten der Blätter haben Flecken, dann ist die ganze Blattfläche mehlartig belegt. Blätter verbräunen und vertrocknen, fallen ab. Blüten, Früchte und Stängel können auch befallen werden, ebenso Kürbis und Melone. Vor allem bei warmem, trockenem Wetter. Überwinterung als Myzel und Sporen an Gurkenresten und Unkraut. Widerstandsfähig ist die Sorte Sudica.

Kornblume, Flockenblume. Bei falscher Standortwahl kann es z.B. zum Befall des echten Mehltaus kommen.

Rosen. Spaerotheca pannosa var. rosae. Feuchte Witterung mit über 20°, nächtlicher Tau und Temperaturschwankungen begünstigen die Krankheit, ebenso windstille Ecken. Alle jungen Pflanzenteile werden befallen und zeigen den typischen weißen, abwaschbaren Belag auf beiden Seiten. Die Triebspitzen verlieren ihre Form, sterben ab, die rötlichen Blätter sind nach oben gefaltet und fallen ab. Überwinterung als Myzel und in Sporenbehältern an den befallenen Trieben.

Weinreben. Uncinula necator. Schon kurz nach dem Austrieb werden die Reben befallen, da der Pilz in Knospen und Trieben überwintert. Gefährdetster Monat ist der Juni bei feucht-warmem, wechselndem Wetter. Aber auch schon früher beginnt die Neuinfektion, der Pilz wächst bereits bei Temperaturen von 5° und beginnt mit der Sporenproduktion bei trockenem und auch feuchtem Wetter.- Die jungen Blätter kräuseln sich, dann bedeckt der Pilzrasen beide Seiten der Blattflächen. Er ist grau bis braun verfärbt. Schließlich welken die Blätter und fallen ab. Auch die Triebe und Früchte werden befallen; die Beeren platzen auf, die Kerne quellen heraus. Dadurch entstehen Anschlußinfektionen. Befallene Rinde reißt auf, verliert den Glanz. - Besonders gefährdet sind Weinreben vor Hauswänden.

Rotdorn. Der Belag kann sich auch auf die Triebe ausdehnen. Zum Herbst werden kugelige Dauersporen gebildet.

 

Apfelbäume. Resistente Sorten wählen wie Santana + Topaz (Ahrens & Sieberz), Reglindis, Remo, Resi, Rewena. Gerlinde und Retina sind wenig anfällig. Triebspitzen abschneiden. Beim Winterschnitt befallene Triebe abschneiden. Sie sind leicht gestaucht, haben hellgraue, bepuderte Triebspitzen und auffallend kleine Knospen. Bis zum Triebabschluß jede Woche durchsehen. Ältere Blätter werden meistens resistent. Baumscheiben lockern. Stickstoffdünger reduzieren. ENVIRepel. Neudovital Obst-Pilzschutz spritzen. Milsana. Myco-Sin. Netzschwefel (Vorsicht bei Berlepsch, Bräborn, Cox Orange, Golden Delicious). - Obstbäume nicht in die Nähe von Komposthaufen pflanzen, Nährstoffüberangebot kann zu Mängeln führen. Auch resistente Sorten werden gelegentlich an Wasser- oder Wurzelschossen infiziert.

Aprikosen. Jährlicher Schnitt. Resistente Sorten wählen. Keine stickstoffbetonte Düngung. Boden lockern, Triebspitzen abschneiden

Begonien. Wurzelbereich nie austrocknen lassen, nie die Pflanzenblätter einnässen. Leicht luftigen Platz auswählen. Stickstoffarm düngen. Morgens gießen. Schachtelhalmtee. Sachalin-Staudenknöterich. Neudovital. ENVIRepel. Knollenbegonie 'Champagner', gelbblühend, ist ziemlich resistent.

Eisenkraut. Mehltauresistente Pflanzen wählen, z.B. 'Lanai Purple'.

Erbsen. Markana (Markerbse, Sperli) und Delikata + Novelia + Profita + Vitara (Kiepenkerl) sind hochgradig tolerant. Ambassador, Solist. Vitara (Baldur) ist resistent. Frühjahrsanbau, resistente Sorten wählen (Zuckererbse Zuccola, Kiepenkerl, Pötschke) sind tolerant. Keine stickstoffbetonte Düngung. Brennesseljauche gießen. Boden mulchen. Neudovital 1% mehrmals spritzen. BioBlatt-Mehltaumittel 0,15% im wöchentlichen Abstand spritzen. Schachtelhalmspritzungen. Knoblauchspritzungen.

Erdbeeren. Elvira HZ und Lambada HZ sind anfällig.

Feldsalat. Wechsel zwischen Austrocknen und Befeuchten vermeiden. Boden gleichmäßig feucht halten. Die Pflanzen müssen aber abends abgetrocknet sein. Das gilt besonders für Unter-Glas-Anbau. Sachalin-Knöterich (Milsana), Neudovital. BioBlatt Mehltaumittel. Elot-Vis. - Vit ist resistent.

Goldrute. Früh genug teilen, nicht stickstoffbetont düngen.

Gurken. Boden mit Kompost anreichern vor dem Auspflanzen. Basilikum und Schnittlauch wehren ab. Pflanzabstand einhalten, stickstoffarm düngen. Schachtelhalmbrühe ist wenig wirksam. Resistente Sorten verwenden:Salatgurken: Adrian (Sperli), Bella + Bellissima (Hild), Cordoba F 1, Futura F1, Hayat F 1. Flamingo F 1 (hochtolerant: Ahrens & Sieberz, Sperli), Highmark II (Baldur, Pötschke), Paska (Hild), Sprint (resistent, Pötschke), Schlangengurke Sudica (Kiepenkerl), und Tanja (Baldur) sind tolerant, Rawa + Sudica (Schlangengurke, Pötschke) von guter Resistenz.Schälgurke: Klaro (Ahrens & Sieberz).Einlegegurken: Anka F 1 (Bakker), auch gegen Viruskrankheit), Bimbostar (Ahrens & Sieberz, Pötschke, Sperli), Capra (Hild), Colet (Pötschke), Conny (Baldur), Cubella F 1(Ahrens & Sieberz, Sperli), Naf (Pötschke), Passandra (Baldur), Profi + Serena (Hild), Stimora (Hild, Keller, Pötschke), Tomara F 1; Libelle F 1 (N&G, Ahrens & Sieberz) ist tolerant.Schlangengurke: Corona (verträgt auch etwas niedrigere Temperaturen), Euphya (Gew.-Hausgurke, Pötschke), Hayat (Gw.-Haus-Gurke, Sperli), Kalunga F1 (Baldur) und Sudica (Schlangengurke, Green & Easy, Pötschke). Mini-Aroma-Gurke Printo F 1 (Kiepenkerl) ist resistent.Trauben/Einlegegurke Amber F 1 (Kiepenkerl) sind umfassend resistent.Boden lockern, Abstände einhalten. Gesteinsmehl. Brennesseljauche. Knoblauch zwischen die Pflanzen setzen. Mit Knoblauchtee spritzen. Basilikum in Mischkultur. Sachalin-Staudenknöterich. Milchspritzungen. Sojaöl-Spritzungen. Neudovital. Bio-Blattmehltaumittel (Lecithin) alle Woche. ENVIRepel. Vitanal. Oscorna-Bio-S. Elot-Vis. Mulchen.

Herbstastern. Glattblattastern (Aster novi-belgii) und Myrtenastern sind anfälliger, die Raublattastern (Aster novae-angliae) werden kaum befallen. Ausreichend Nährstoffe, (mit wenig Stickstoff) und Wasser bereitstellen, Boden bedecken, mulchen. BioBlatt Mehltaumittel, ENVIRepel, Neudovital, Vitanal.

Herbstchrysanthemen, Lupinen. Mehltauresistente Sorten anbauen. Boden bedecken, mulchen.

Knollenbegonien. Wurzelbereich nie austrocknen lassen, nie die Pflanzenblätter einnässen. Leicht luftigen Platz auswählen. Stickstoffarm düngen. Morgens gießen. Schachtelhalmtee. Sachalin-Staudenknöterich. Neudovital. ENVIRepel. Knollenbegonie 'Champagner', gelbblühend, ist ziemlich resistent.

Kornblume. Genügend Abstand halten.

Neuseeländer Spinat. Weite Pflanzabstände. ENVIRepel. Vitanal.

Pfirsichbäume. Jährlicher Schnitt. Resistente Sorten wählen.(Kernechter vom Vorgebirge). Nicht stickstoffbetonte Düngung. Boden lockern, Triebspitzen abschneiden

Phlox. Vormittags gießen, nur an die Wurzeln. Nährstoffreicher, humoser, lockerer, feuchter Boden. Im Sommer regelmäßig düngen und wässern. Bei Kaliummangel für Ausgleich sorgen, siehe unter 'Nährstoffmangel'.

Ringelblume. Nicht zu dicht pflanzen. Prinzess Orange hat hohe Widerstandskraft.

Rittersporn. Sortenwahl. Die Försterzüchtungen gelten als mehltauresistent und besonders standfest und robust. Pflanzabstände einhalten. Nicht stickstoffbetont düngen. Genügend wässern und düngen. Ggf. den Standort wechseln. Neudovital.

Rosen. Ggf. bei Kalkmangel Algenkalk oder kalkhaltiges Steinmehl streuen. Brennesseljauche gießen. Algan 0,3%, Beinwell-Pflanzenstärkungsmittel, Bicos, Biofa Pilzvorsorge, Bion, Biospray, Biplantol, Myco-Sin, Neudovital Rosen-Pilzschutz, Phytovital spritzen. Wichtig ist eine bedarfsgerechte Stickstoffdüngung. Sortenwahl: Nur Rosen mit hartem Laub wählen. Resistente Teerosen: Gloria Dei, Inspiration, Königin der Rosen, Kordes Perfecta, Leonardo da Vinci, Mainzer Fastnacht, Marlena, Queen Elizabeth, Super. Beetrosen: Crescendo, Edelweiß, Goldtopas, Lisa, Meteor, Rigo-Rosen, Schweizer Gruß, Tequila 2003. Bodendecker: Heidetraum. Kletterrose: Kir Royal. Ramblerrose Ghislaine de Feligonde ist relativ immun. - Keine stickstoffbetonte Düngung, ab M 7 überhaupt kein Stickstoff mehr. Jegliche Überdüngung sowie kalte, nasse Böden und Schatten vermeiden. Boden feucht halten (Mulchen). ENVIRepel. Spritzen mit Schachtelhalmtee während der gesamten Wuchsperiode. Triebspitzen im Herbst abschneiden und vernichten. Ausreichend wässern, luftigen und sonnigen Platz wählen, damit Regen sofort abtrocknet. Sachalin-Staudenknöterich, Mr. Evergreen Rosen, Neudovital. Knoblauch, Schnittlauch, Tagetes, Thymian oder Zwiebeln als Untersaat anpflanzen. Kali unterstützt die Abwehr in günstiger Weise. Spritzen mit Rhabarberblättertee oder Kanadischer Goldrute, Oscorna-Bio-S. Brennesseljauche gießen. Kletterrosen an Pergolen usw. quer zur Hauptwindrichtung pflanzen. Sojaöl-Spritzungen. Niem. Mehltau-Kombipack. Neudo-Vital Rosen-Pilzschutz. Moosextrakt, Lebermooser.

Sonnenblumen. Ausreichend wässern, nicht die Blätter einnässen.

Tomaten. Stabtomate Phantasia F 1 und Kirschtomate Philovita sollen resistent sein.

Usambaraveilchen. Keine stickstoffbetonte Düngung. Lüften, wann immer möglich.

Weinreben. Sortenwahl w e i ß : Bianca (Pötschke), Excelsior (Häberli), Fresco (Häberli), Gelbe Phönix (widerstandsfähig, Ahrens & Sieberz, Baldur), Glenora (Schmidt), Golden Niagara (Fenzl), Gustoso (Häberli), Märzling, Sirius, Theresa, Venus (Ahrens & Sieberz) sowie blau: Blaue Paradiestraube (Ahrens & Sieberz), Blue Niagara (Fenzl), Boscoso (Häberli), Fiorito (Häberli), Gustoso (Häberli), Königliche Esther, Magliasina (Häberli), Muscat Bleu (Häberli), Rondo (Schmidt) und Solara (Baldur) sind resistent, Regent (Ahrens & Sieberz, Häberli) ist widerstandsfähig. Keine stickstoffbetonte Düngung, aber reichlich Kompost. Mulchen. Sortenwahl ist wichtig. Schachtelhalmbrühe mehrmals spritzen. Kanarische Goldrute. Sachalin-Staudenknöterich. Rhabarberblättertee. Moosextrakt. ENVIRepel. Vitanal. Oscorna-Bio-S. Zur Vorbeugung reinen Schwefel in offenen, waagerechten Röhren in den Weinstock hängen. Lebermooser. Verdünnte Milch/Molke spritzen.

Zucchini. Ambassador F 1 und Dandoo F1(Baldur) sind resistent.

Allgemein: Netz Schwefelit

 

Apfelbäume. Lichte Krone, jährlicher Schnitt. Netzschwefel. Niedrig dosierter Netzschwefel + Schachtelhalmtee bei schwefelempfindlichen Sorten (Berlepsch und Golden Delicious) in kurzen Abständen. Befallene Teile sofort abschneiden. Spätestens beim Winterschnitt alle befallenen Triebe abschneiden. BioBlatt Mehltaumittel. Netz Schwefelit..

Aprikosen. Neuseeländer Spinat, Ringelblume, Rittersport, Niem.

Begonien, Knollenbegonien, Pfirsichbäume. Knoblauchtee, BioBlatt Mehltaumittel; Netzschwefel. Befallenes vernichten.

Eisenkraut, Verbenen. Schwefelmittel mehrmals widerholen, max. 6x, aber nicht bei sonnigem Wetter. BioBlatt-Mehltaumittel. Niem + Natron. Befallenes vernichten.

Erdbeeren. Befallenes entfernen und vernichten. Niem + Natron. Lecithin.

Goldrute. Befallenes früh genug herausschneiden und anschließend spritzen. Bei dichtem Stand zusätzlich auslichten und Stängel vernichten.

Gurken. Netzschwefel, aber nicht bei sonnigem Wetter. Milchspritzungen. BioBlatt-Mehltaumittel. Niem + Natron. Sojaölspritzungen. Befallenes Kraut vernichten. Befall nach Mi 7: Nur befallene Pflanzen vernichten, da Vegetationszeit zuende. Moosextrakt. Pechnelkenextrakt. Lebermooser. Mischung aus Basilikum und Schachtelhalm sprühen. Milchwasser (2 l/10 l).

Herbstastern. Netzschwefelspritzungen. Niem + Natron. Glattblattastern erhalten im Frühjahr etwas Kalk. Alle Triebe abschneiden und vernichten.

Jungfer im Grünen. Bei später Infektion ausreißen und neu einsäen.

Kornblume. Knoblauchtee, Schachtelhalm-, Rainfarntee. Schwefelspritzung, Niem. Sämtliche Triebe abschneiden und vernichten.

Rosen. Wichtig ist bedarfsgerechte Stickstoffdüngung. Befallene Teile abschneiden und vernichten. Schachtelhalmbrühe mit Netzschwefel spritzen, ab Juni dreimal im Abstand von drei Wochen. BioBlatt-Mehltaumittel in regelmäßigen Abständen spritzen. Sojaöl-Spritzungen. Olivenöl 1%. Natronlösung. Befallene Rosen im Herbst stark zurückschneiden und das erkrankte Laub vernichten. Mehltau-Kombipack. Moosextrakt. Lebermooser. Neudovital. Vi-Care. Compo

Tomaten. Moosextrakt. Lebermooser.

Weinreben. Schachtelhalmbrühe + Netzschwefel 0,2% (Vorsicht, Verbrennungen möglich) in kurzen Abständen. Mit 0,5% Wasserglas ggf. verstärken. Nicht bei Sonne spritzen. Moosextrakt, Natron oder verdünnte Milch spritzen. Befallenes schon im Mai bis zurück zum Leitast entfernen. Blätter vernichten. Rebstock nicht düngen, allenfalls etwas Rindenkompost. Niem, Lebermooser. Cueva Wein-Pilzschutz (Umweltschonend, aber etwas gefährlich) nach der Blüte und wenn die Trauben erbsengroß sind. Netz Schwefelit WG. Neudovital.Mehltau, echter

Zucchini. Meistens erst am Jahresende, dann die Pflanze vernichten. Spritzungen mit Milch-Wasser (2 l /10 l). Schachtelhalmtee. BioBlattmehltaumittel.

Schwammspinner [Kretzschmaria deusta (Xylariaceae)]

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Kretzschmaria deusta Holzkeulenartige (Xylariaceae).

Die Weibchen sehen mottenähnlich aus, sind beige-grau gefärbt, mit gezähnten schwarzen Querstreifen, 4 cm lang, Flügelspannweite 5 - 7 cm, die Männchen sind kleiner. Ihre Flügel sind graubraun ohne Zeichnung. Die Weibchen legen im Herbst ihre Eier an Baumstämme. Die Gelege können bis zu 2000 Eier haben, rötlich, mit Haaren überdeckt, so dass der Eindruck eines Schwammes entsteht. Überzogen sind sie außerdem mit einer klebrigen Masse. Schlupfzeit 4. Bei Wind lassen sich die winzigen Raupen mit ihren Haaren als Luftballon weithin tragen, bei Windstille verbleiben sie auf dem Baum, auf dem sie geschlüpft sind. Nach sechs Wochen haben die Raupen ihre Endgröße von 5 - 7 cm erreicht. Sie haben vorn blaue und hinten rote Warzen, beide stark behaart, und drei gelbe Längslinien auf dem Rücken. Die Haare können Nesselallergien beim Anfassen verursachen, beim Einatmen asthmatische Anfälle und Reizhusten. Sie fressen Bäume und Sträucher radikal ab, vorzugsweise Birken, Buchen, Eichen, Hainbuchen, Kiefern, Weiden, auch Gräser, Obstbäume, selbst Topfpflanzen in Wohnungen. Sind die Pflanzen der Umgebung kahl gefressen oder werden die Zweige stark erschüttert, lassen sie sich an einem Seidenfaden vom Wind weitertragen, bis über 20 km. Ab 6/7 Verpuppung in Gespinsten in Verstecken wie unter Rinde und Astgabeln, ab 7/8 schlüpfen die Schmetterlinge. Die männlichen Falter sind bis 9 aktiv, die trägen Weibchen verbleiben in der Nähe ihres Schlupfortes. Die Weibchen locken die Männchen mit Pheromonen an. Danach beginnt erneut Begattung und Eiablage. Nasskalter Frühling verhindert Massenauftritt, warme und trockene Tage begünstigen ihr Erscheinen in großen Mengen.

Abwehr: Natürliche Feinde der Falter sind Eulen und Fledermäuse, der Eier und Raupen: Raubwanzen, Schlupfwespen und andere Raubinsekten. Allenfalls der Kuckuck frisst die Raupen. Raupen von den Bäumen klopfen und sammeln. Am Anfang Bacillus thuringiensis Berliner, var. kurstaki (Neudorffs Raupenspritzmittel oder Dipel) auf gefährdete Pflanzen spritzen. Das Fraßgift wirkt schnell, die Raupen fressen nicht mehr und sterben nach wenigen Tagen ab. Niem. Später Insektizide gegen beißende Insekten (Spruzit usw.), Pheromone.

Apfelbäume, Weiden. Weibchen sind träge, weißgefärbt, die Männchen sind kleiner und flugaktiv. Die Eier werden im Herbst an dem Stamm abgelegt. Meist sind es um die 2000 Stück pro Gelege, sie sind mit rötlich-braunen Haaren bedeckt und ähneln einem Schwamm. Im April schlüpfen die Raupen. Sie sind bis zu 50 mm lang, bunt, haben Haarbüschel. Sie können sich mit Hilfe eines Seidenfadens vom Wind in die Ferne tragen lassen und fressen dort weiter. Im Juni verpuppen sich die Raupen, im Juli/August schlüpfen die neuen Jungschmetterlinge.

Apfelbäume. Weiden. Raupenspritzmittel (Bacillus thuringiensis Berliner, var. kurstaki). Niemsamen.


Links

Weiden - Links

Weiden, Flechtzäune aus

Adequat, Bosluiste 17, NL-5131 BVAlphen (NB) www.kastanienholz.org/
Garten Bronder, Hofstattstr. 29, 86919 Utting am Ammersee www.garten-bronder.de Sichtschutz aus Weide
Baumschule Eggert, Baumschulenweg 2, 25594 Vaale www.Eggert-Baumschulen.de Großes Angebot an Weiden
Hans Ender, Thelitz 12, 96272 Hochstadt www.hans-ender.de
Feliwa Naturshop, Stätzlinger Str. 92, 86165 Augsburg www.feliwa.de
Flechtwerk e.V., www.flechtwerk-ev.de Für Berufs- und Hobbyflechter
Keimzeit Saatgut-Fachversand Tanja Beddies, Hainholzweg 3, 21358 Mechtersen www.keimzeit-saatgut.de Beeteinfassungen aus Weide
Markus Lederleitner GmbH, Göglstr. 6, A-3500 Krems www.lederleitner.at Beeteinfassungen aus Weide
re-natur, Charles-Ross-Weg 24, 24601 Ruhwinkel www.re-natur.de zum Bestellen
Steel- concept Berlin, Zaun- und Weidenprodukte, Teltower Damm 300, 14167 Berlin www.haus-gartenportal.de
Freitag Weidenart, Gartenstr. 21, 85354 Freising, www.freitag-weidenart.com (Weidenruten), Weidentunnel als Bausatz
Die Weidenprofis Schmidt + Glötzinger, Stätzlinger Str. 92, 86165 Augsburg www.weidenprofis.de