Usambaraveilchen [Saintpaulia ionantha] - Schadbilder

Krankheitsbilder/ Schädlinge
Echter Mehltau

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Allgemein: Auf der Blattoberseite weißgraue Flecken, sie fließen zusammen, oft beidseitig. Blätter werden braun, sterben ab.

 

Apfelbäume. Weißer Belag auf Oberseite der Blätter, an jungen Trieben und Blüten. Blätter rollen sich ein, werden braun, fallen ab. Der Pilz überwintert auf Knospen und jungen Trieben. Landsberger Renette, Jonathan, Berlepsch, Boskoop, Cox Orange, Elstar°, Goldparmäne, Gravensteiner, Ingrid Marie, Jonagold, Jonathan, weißer Klarapfel, Landsberger, Lombarts Calvill, Oldenburg, Ontario, Idared, Starks Earliest sind besonders gefährdet. Alkmene, Danziger Kantapfel, Freiherr von Berlepsch, Dülmener Rosenapfel, Elstar°, James Grieve, Katija Balsgaard, Manga Super, Mc Intosh Rogers, Pia, Pilot, Pinova, Pirella/Pirol, Piros, Reglindis, Relinda, Renora, Retina, Rewena, Remo und Rubinette sind wenig empfindlich. Reanda, Remo und Resi sind resistent. - Vermehrt sich von Frühling bis Herbst, besonders Mai/Juni, vor allem bei warmem und schwülem Klima, aber auch bei trockenem Wetter und trockenen Lagen. Befallene Früchte zeigen bräunliche Netze im Herbst. Dauerfrost von -10 - 15° vernichtet das Pilzgeflecht, milde Winter verringern die Resistenz. Der Pilz kann sich nur auf lebendem Gewebe vermehren. Er tritt nur an Apfel auf. °Unterschiedliche Angaben.

Aprikosen. Sphaerotheca pannosa. Blätter und Triebe sind auf der Oberseite weiß; schwülwarmes Wetter begünstigt.

Begonien. Oidium begoniae. Weißlich-mehliger Belag an beiden Seiten der Blätter, an Blütenstängeln, Stielen und Blüten. Pflanzen sterben ab. Ausbreitung bei trockenem Wetter.

Erbsen. Blattoberseite mit mehlartigem Belag, manchmal auch Unterseite. Abwaschbar. Blätter werden braun und sterben ab. Sporenlager, erst gelb, dann schwarz. Die Hülsen sind dunkel gesprenkelt. Besonders gefährdet 6 - 7 bei trockener und warmer Witterung. Überwinterung als Myzel und Sporen auf Unkraut und Pflanzenresten. Herbstanbau in manchen Gebieten besonders gefährdet.

Erdbeeren. Sphaerotheca macularis. Beidseitiger weißer Belag an den Blättern, Blätter rötlich und eingerollt. Auch Blüten und Früchte zeigen den Belag. Vor allem Gefahr bei trockenem Wetter.

Feldsalat. Erysiphe ssp. Weißlicher Pilzrasen, der sich schnell auf den Blättern ausbreitet, vor allem unter Glas. Bei sonniger, trockener Witterung wird er gefördert.

Gurken. Erysiphe cichoracearum. Sphaerotheca fuliginea.Ober-, manchmal auch Unterseiten der Blätter haben Flecken, dann ist die ganze Blattfläche mehlartig belegt. Blätter verbräunen und vertrocknen, fallen ab. Blüten, Früchte und Stängel können auch befallen werden, ebenso Kürbis und Melone. Vor allem bei warmem, trockenem Wetter. Überwinterung als Myzel und Sporen an Gurkenresten und Unkraut. Widerstandsfähig ist die Sorte Sudica.

Kornblume, Flockenblume. Bei falscher Standortwahl kann es z.B. zum Befall des echten Mehltaus kommen.

Rosen. Spaerotheca pannosa var. rosae. Feuchte Witterung mit über 20°, nächtlicher Tau und Temperaturschwankungen begünstigen die Krankheit, ebenso windstille Ecken. Alle jungen Pflanzenteile werden befallen und zeigen den typischen weißen, abwaschbaren Belag auf beiden Seiten. Die Triebspitzen verlieren ihre Form, sterben ab, die rötlichen Blätter sind nach oben gefaltet und fallen ab. Überwinterung als Myzel und in Sporenbehältern an den befallenen Trieben.

Weinreben. Uncinula necator. Schon kurz nach dem Austrieb werden die Reben befallen, da der Pilz in Knospen und Trieben überwintert. Gefährdetster Monat ist der Juni bei feucht-warmem, wechselndem Wetter. Aber auch schon früher beginnt die Neuinfektion, der Pilz wächst bereits bei Temperaturen von 5° und beginnt mit der Sporenproduktion bei trockenem und auch feuchtem Wetter.- Die jungen Blätter kräuseln sich, dann bedeckt der Pilzrasen beide Seiten der Blattflächen. Er ist grau bis braun verfärbt. Schließlich welken die Blätter und fallen ab. Auch die Triebe und Früchte werden befallen; die Beeren platzen auf, die Kerne quellen heraus. Dadurch entstehen Anschlußinfektionen. Befallene Rinde reißt auf, verliert den Glanz. - Besonders gefährdet sind Weinreben vor Hauswänden.

Rotdorn. Der Belag kann sich auch auf die Triebe ausdehnen. Zum Herbst werden kugelige Dauersporen gebildet.

 

Apfelbäume. Resistente Sorten wählen wie Santana + Topaz (Ahrens & Sieberz), Reglindis, Remo, Resi, Rewena. Gerlinde und Retina sind wenig anfällig. Triebspitzen abschneiden. Beim Winterschnitt befallene Triebe abschneiden. Sie sind leicht gestaucht, haben hellgraue, bepuderte Triebspitzen und auffallend kleine Knospen. Bis zum Triebabschluß jede Woche durchsehen. Ältere Blätter werden meistens resistent. Baumscheiben lockern. Stickstoffdünger reduzieren. ENVIRepel. Neudovital Obst-Pilzschutz spritzen. Milsana. Myco-Sin. Netzschwefel (Vorsicht bei Berlepsch, Bräborn, Cox Orange, Golden Delicious). - Obstbäume nicht in die Nähe von Komposthaufen pflanzen, Nährstoffüberangebot kann zu Mängeln führen. Auch resistente Sorten werden gelegentlich an Wasser- oder Wurzelschossen infiziert.

Aprikosen. Jährlicher Schnitt. Resistente Sorten wählen. Keine stickstoffbetonte Düngung. Boden lockern, Triebspitzen abschneiden

Begonien. Wurzelbereich nie austrocknen lassen, nie die Pflanzenblätter einnässen. Leicht luftigen Platz auswählen. Stickstoffarm düngen. Morgens gießen. Schachtelhalmtee. Sachalin-Staudenknöterich. Neudovital. ENVIRepel. Knollenbegonie 'Champagner', gelbblühend, ist ziemlich resistent.

Eisenkraut. Mehltauresistente Pflanzen wählen, z.B. 'Lanai Purple'.

Erbsen. Markana (Markerbse, Sperli) und Delikata + Novelia + Profita + Vitara (Kiepenkerl) sind hochgradig tolerant. Ambassador, Solist. Vitara (Baldur) ist resistent. Frühjahrsanbau, resistente Sorten wählen (Zuckererbse Zuccola, Kiepenkerl, Pötschke) sind tolerant. Keine stickstoffbetonte Düngung. Brennesseljauche gießen. Boden mulchen. Neudovital 1% mehrmals spritzen. BioBlatt-Mehltaumittel 0,15% im wöchentlichen Abstand spritzen. Schachtelhalmspritzungen. Knoblauchspritzungen.

Erdbeeren. Elvira HZ und Lambada HZ sind anfällig.

Feldsalat. Wechsel zwischen Austrocknen und Befeuchten vermeiden. Boden gleichmäßig feucht halten. Die Pflanzen müssen aber abends abgetrocknet sein. Das gilt besonders für Unter-Glas-Anbau. Sachalin-Knöterich (Milsana), Neudovital. BioBlatt Mehltaumittel. Elot-Vis. - Vit ist resistent.

Goldrute. Früh genug teilen, nicht stickstoffbetont düngen.

Gurken. Boden mit Kompost anreichern vor dem Auspflanzen. Basilikum und Schnittlauch wehren ab. Pflanzabstand einhalten, stickstoffarm düngen. Schachtelhalmbrühe ist wenig wirksam. Resistente Sorten verwenden:Salatgurken: Adrian (Sperli), Bella + Bellissima (Hild), Cordoba F 1, Futura F1, Hayat F 1. Flamingo F 1 (hochtolerant: Ahrens & Sieberz, Sperli), Highmark II (Baldur, Pötschke), Paska (Hild), Sprint (resistent, Pötschke), Schlangengurke Sudica (Kiepenkerl), und Tanja (Baldur) sind tolerant, Rawa + Sudica (Schlangengurke, Pötschke) von guter Resistenz.Schälgurke: Klaro (Ahrens & Sieberz).Einlegegurken: Anka F 1 (Bakker), auch gegen Viruskrankheit), Bimbostar (Ahrens & Sieberz, Pötschke, Sperli), Capra (Hild), Colet (Pötschke), Conny (Baldur), Cubella F 1(Ahrens & Sieberz, Sperli), Naf (Pötschke), Passandra (Baldur), Profi + Serena (Hild), Stimora (Hild, Keller, Pötschke), Tomara F 1; Libelle F 1 (N&G, Ahrens & Sieberz) ist tolerant.Schlangengurke: Corona (verträgt auch etwas niedrigere Temperaturen), Euphya (Gew.-Hausgurke, Pötschke), Hayat (Gw.-Haus-Gurke, Sperli), Kalunga F1 (Baldur) und Sudica (Schlangengurke, Green & Easy, Pötschke). Mini-Aroma-Gurke Printo F 1 (Kiepenkerl) ist resistent.Trauben/Einlegegurke Amber F 1 (Kiepenkerl) sind umfassend resistent.Boden lockern, Abstände einhalten. Gesteinsmehl. Brennesseljauche. Knoblauch zwischen die Pflanzen setzen. Mit Knoblauchtee spritzen. Basilikum in Mischkultur. Sachalin-Staudenknöterich. Milchspritzungen. Sojaöl-Spritzungen. Neudovital. Bio-Blattmehltaumittel (Lecithin) alle Woche. ENVIRepel. Vitanal. Oscorna-Bio-S. Elot-Vis. Mulchen.

Herbstastern. Glattblattastern (Aster novi-belgii) und Myrtenastern sind anfälliger, die Raublattastern (Aster novae-angliae) werden kaum befallen. Ausreichend Nährstoffe, (mit wenig Stickstoff) und Wasser bereitstellen, Boden bedecken, mulchen. BioBlatt Mehltaumittel, ENVIRepel, Neudovital, Vitanal.

Herbstchrysanthemen, Lupinen. Mehltauresistente Sorten anbauen. Boden bedecken, mulchen.

Knollenbegonien. Wurzelbereich nie austrocknen lassen, nie die Pflanzenblätter einnässen. Leicht luftigen Platz auswählen. Stickstoffarm düngen. Morgens gießen. Schachtelhalmtee. Sachalin-Staudenknöterich. Neudovital. ENVIRepel. Knollenbegonie 'Champagner', gelbblühend, ist ziemlich resistent.

Kornblume. Genügend Abstand halten.

Neuseeländer Spinat. Weite Pflanzabstände. ENVIRepel. Vitanal.

Pfirsichbäume. Jährlicher Schnitt. Resistente Sorten wählen.(Kernechter vom Vorgebirge). Nicht stickstoffbetonte Düngung. Boden lockern, Triebspitzen abschneiden

Phlox. Vormittags gießen, nur an die Wurzeln. Nährstoffreicher, humoser, lockerer, feuchter Boden. Im Sommer regelmäßig düngen und wässern. Bei Kaliummangel für Ausgleich sorgen, siehe unter 'Nährstoffmangel'.

Ringelblume. Nicht zu dicht pflanzen. Prinzess Orange hat hohe Widerstandskraft.

Rittersporn. Sortenwahl. Die Försterzüchtungen gelten als mehltauresistent und besonders standfest und robust. Pflanzabstände einhalten. Nicht stickstoffbetont düngen. Genügend wässern und düngen. Ggf. den Standort wechseln. Neudovital.

Rosen. Ggf. bei Kalkmangel Algenkalk oder kalkhaltiges Steinmehl streuen. Brennesseljauche gießen. Algan 0,3%, Beinwell-Pflanzenstärkungsmittel, Bicos, Biofa Pilzvorsorge, Bion, Biospray, Biplantol, Myco-Sin, Neudovital Rosen-Pilzschutz, Phytovital spritzen. Wichtig ist eine bedarfsgerechte Stickstoffdüngung. Sortenwahl: Nur Rosen mit hartem Laub wählen. Resistente Teerosen: Gloria Dei, Inspiration, Königin der Rosen, Kordes Perfecta, Leonardo da Vinci, Mainzer Fastnacht, Marlena, Queen Elizabeth, Super. Beetrosen: Crescendo, Edelweiß, Goldtopas, Lisa, Meteor, Rigo-Rosen, Schweizer Gruß, Tequila 2003. Bodendecker: Heidetraum. Kletterrose: Kir Royal. Ramblerrose Ghislaine de Feligonde ist relativ immun. - Keine stickstoffbetonte Düngung, ab M 7 überhaupt kein Stickstoff mehr. Jegliche Überdüngung sowie kalte, nasse Böden und Schatten vermeiden. Boden feucht halten (Mulchen). ENVIRepel. Spritzen mit Schachtelhalmtee während der gesamten Wuchsperiode. Triebspitzen im Herbst abschneiden und vernichten. Ausreichend wässern, luftigen und sonnigen Platz wählen, damit Regen sofort abtrocknet. Sachalin-Staudenknöterich, Mr. Evergreen Rosen, Neudovital. Knoblauch, Schnittlauch, Tagetes, Thymian oder Zwiebeln als Untersaat anpflanzen. Kali unterstützt die Abwehr in günstiger Weise. Spritzen mit Rhabarberblättertee oder Kanadischer Goldrute, Oscorna-Bio-S. Brennesseljauche gießen. Kletterrosen an Pergolen usw. quer zur Hauptwindrichtung pflanzen. Sojaöl-Spritzungen. Niem. Mehltau-Kombipack. Neudo-Vital Rosen-Pilzschutz. Moosextrakt, Lebermooser.

Sonnenblumen. Ausreichend wässern, nicht die Blätter einnässen.

Tomaten. Stabtomate Phantasia F 1 und Kirschtomate Philovita sollen resistent sein.

Usambaraveilchen. Keine stickstoffbetonte Düngung. Lüften, wann immer möglich.

Weinreben. Sortenwahl w e i ß : Bianca (Pötschke), Excelsior (Häberli), Fresco (Häberli), Gelbe Phönix (widerstandsfähig, Ahrens & Sieberz, Baldur), Glenora (Schmidt), Golden Niagara (Fenzl), Gustoso (Häberli), Märzling, Sirius, Theresa, Venus (Ahrens & Sieberz) sowie blau: Blaue Paradiestraube (Ahrens & Sieberz), Blue Niagara (Fenzl), Boscoso (Häberli), Fiorito (Häberli), Gustoso (Häberli), Königliche Esther, Magliasina (Häberli), Muscat Bleu (Häberli), Rondo (Schmidt) und Solara (Baldur) sind resistent, Regent (Ahrens & Sieberz, Häberli) ist widerstandsfähig. Keine stickstoffbetonte Düngung, aber reichlich Kompost. Mulchen. Sortenwahl ist wichtig. Schachtelhalmbrühe mehrmals spritzen. Kanarische Goldrute. Sachalin-Staudenknöterich. Rhabarberblättertee. Moosextrakt. ENVIRepel. Vitanal. Oscorna-Bio-S. Zur Vorbeugung reinen Schwefel in offenen, waagerechten Röhren in den Weinstock hängen. Lebermooser. Verdünnte Milch/Molke spritzen.

Zucchini. Ambassador F 1 und Dandoo F1(Baldur) sind resistent.

Allgemein: Netz Schwefelit

 

Apfelbäume. Lichte Krone, jährlicher Schnitt. Netzschwefel. Niedrig dosierter Netzschwefel + Schachtelhalmtee bei schwefelempfindlichen Sorten (Berlepsch und Golden Delicious) in kurzen Abständen. Befallene Teile sofort abschneiden. Spätestens beim Winterschnitt alle befallenen Triebe abschneiden. BioBlatt Mehltaumittel. Netz Schwefelit..

Aprikosen. Neuseeländer Spinat, Ringelblume, Rittersport, Niem.

Begonien, Knollenbegonien, Pfirsichbäume. Knoblauchtee, BioBlatt Mehltaumittel; Netzschwefel. Befallenes vernichten.

Eisenkraut, Verbenen. Schwefelmittel mehrmals widerholen, max. 6x, aber nicht bei sonnigem Wetter. BioBlatt-Mehltaumittel. Niem + Natron. Befallenes vernichten.

Erdbeeren. Befallenes entfernen und vernichten. Niem + Natron. Lecithin.

Goldrute. Befallenes früh genug herausschneiden und anschließend spritzen. Bei dichtem Stand zusätzlich auslichten und Stängel vernichten.

Gurken. Netzschwefel, aber nicht bei sonnigem Wetter. Milchspritzungen. BioBlatt-Mehltaumittel. Niem + Natron. Sojaölspritzungen. Befallenes Kraut vernichten. Befall nach Mi 7: Nur befallene Pflanzen vernichten, da Vegetationszeit zuende. Moosextrakt. Pechnelkenextrakt. Lebermooser. Mischung aus Basilikum und Schachtelhalm sprühen. Milchwasser (2 l/10 l).

Herbstastern. Netzschwefelspritzungen. Niem + Natron. Glattblattastern erhalten im Frühjahr etwas Kalk. Alle Triebe abschneiden und vernichten.

Jungfer im Grünen. Bei später Infektion ausreißen und neu einsäen.

Kornblume. Knoblauchtee, Schachtelhalm-, Rainfarntee. Schwefelspritzung, Niem. Sämtliche Triebe abschneiden und vernichten.

Rosen. Wichtig ist bedarfsgerechte Stickstoffdüngung. Befallene Teile abschneiden und vernichten. Schachtelhalmbrühe mit Netzschwefel spritzen, ab Juni dreimal im Abstand von drei Wochen. BioBlatt-Mehltaumittel in regelmäßigen Abständen spritzen. Sojaöl-Spritzungen. Olivenöl 1%. Natronlösung. Befallene Rosen im Herbst stark zurückschneiden und das erkrankte Laub vernichten. Mehltau-Kombipack. Moosextrakt. Lebermooser. Neudovital. Vi-Care. Compo

Tomaten. Moosextrakt. Lebermooser.

Weinreben. Schachtelhalmbrühe + Netzschwefel 0,2% (Vorsicht, Verbrennungen möglich) in kurzen Abständen. Mit 0,5% Wasserglas ggf. verstärken. Nicht bei Sonne spritzen. Moosextrakt, Natron oder verdünnte Milch spritzen. Befallenes schon im Mai bis zurück zum Leitast entfernen. Blätter vernichten. Rebstock nicht düngen, allenfalls etwas Rindenkompost. Niem, Lebermooser. Cueva Wein-Pilzschutz (Umweltschonend, aber etwas gefährlich) nach der Blüte und wenn die Trauben erbsengroß sind. Netz Schwefelit WG. Neudovital.Mehltau, echter

Zucchini. Meistens erst am Jahresende, dann die Pflanze vernichten. Spritzungen mit Milch-Wasser (2 l /10 l). Schachtelhalmtee. BioBlattmehltaumittel.

Grauschimmel [Botrytis cinerea usw.]

Botrytis cinerea u.a., Schwächeparasit.

Grauer Pilzrasen, das Gewebe stirbt ab, danach entstehen große rotbraune Flecken auf Blättern und Früchten. Viele Früchte sehen zuerst glasig aus.

Blätter schrumpfen von der Spitze her. Die Pilze überwintern als Myzel auf abgestorbenen Pflanzen. In warmen, nassen Jahren besonders aktiv.

Es gibt viele Botrytisarten. Befallen werden besonders: Bohnen (grauer Pilzrasen, danach Fäule), Brombeeren, Erdbeeren (Blüten werden infiziert, Früchte sind grau befallen, werden braun und faulen), Gurken (grauer Pilzrasen, danach Fäule), Himbeeren, Kopfsalat (grauer Pilzrasen, danach Fäule), Spargel (grauer Pilzrasen, danach Fäule), Tomaten (grauer Pilzrasen, danach Fäule. Helle Ringe auf den Früchten), Weintrauben, Zwiebeln; Begonien, Blausterne, Cyclamen (besonders gefährdet), Dahlienblüten, Fuchsien, Geranien, Gladiolenknollen, Herbstzeitlosen, Inkalilie, Kaphyazinten, Kugelamarant, Lilien, Mittagsgold, Narzissen (Narzissenfeuer), Pfingstrosen, (Triebe und Knospen werden welk, Stängel werden unten braun, faulen), Primeln, Rosen, Schneeglöckchen, Staticen, Tigerblumen, Tulpen (Tulpenfeuer), Vergissmeinnicht, Zinnien, Zucchini (die Enden der Früchte werden gelb, sie bleiben dünner als der Stiel-Teil).

Der Pilz befällt vor allem weiche Früchte und Blüten. Grauschimmelfäule an Fichten und Tannen: Junge Triebe hängen herab. An den Nadeln sind graubraune Pilzfäden mit silbergrauen Sporen.

Der Pilz tritt im Freien wie unter Glas auf. Feuchte Luft oder Erde fördern den Befall.

Die Sporen sind überall vorhanden und keimen auch auf gesundem Gewebe. Eindringen können sie erst, wenn das Pflanzengewebe geschwächt oder zu stark gedüngt ist, besonders gern bei Stickstoffüberdüngung (Schwächeparasit).

SchadbildVorbeugungBekämpfung
  • Alpenveilchen. Auf allen Pflanzenteilen faule, nasse Flecken, bei starkem Befall ist auch ein grauer Schimmelschleier zu sehen.
  • Basilikum, Begonien, Besenheide, Blauglöckchen, Chinesischer Bleiwurz, Dahlien, Erbsen, Erika, Eukalypten usw. Befall der Keimlinge. Grauschimmel. Grauer Pilzrasen, Gewebe stirbt ab. Botrytis cinerea.
  • Bohnen. Botrytis fabae. Schwächeparasit. Der Pilz überwintert als Myzel auf abgestorbenen Pflanzenteilen. Infektion besonders in nassen Jahren. Besonders betroffen sind Blätter und Hülsen, die später faulen.- Betroffen sind von den verschiedenen Botrytis-Pilzen auch andere Pflanzen wie Begonien, Cyclamen, Dahlien, Erdbeeren, Gladiolenknollen, Gurken, Himbeeren, Kopfsalat, Pelargonien, Primeln, Tulpen, Weintrauben, Zwiebeln usw.
  • Brombeeren. Weißer oder hellgrauer Belag auf den Früchten. Faulen. Der Pilz dringt schon während der Blütezeit in die Pflanze ein. Feucht-warmes Wetter fördert den Befall. Der Pilz überwintert an Fruchtmumien, an abgestorbenen Blattstielen und an den Ruten. Er kann auch Erd- und Himbeeren befallen.
  • Erdbeeren. Botrytis cinerea. Schwächeparasit. Infektion der Früchte über die Blüten, vor allem die Kelchblätter, sie ist also schon erfolgt, wenn sie noch nicht sichtbar ist. Hauptinfektionsquelle ist verdorrtes Erdbeerlaub. Graubraune Flecken auf den Früchten, später grauer Pilzrasen auf der ganzen Frucht, rotbraune Flecken auf den Blättern. Knospen und Blütenstiele werden bräunlichschwarz, Blüten oder Früchte hängen herunter. Feuchte Witterung und Temperaturen von 15 - 20° fördern die Krankheit. - Befällt auch Himbeeren und Brombeeren (siehe dort) und überwintert an abgestorbenen Fruchtmumien oder Blattstielen am Boden.
  • Kakteen. Botrytis. Grauer Pilzrasen, das Gewebe stirbt ab.
  • Lilien. Botrytis elliptica und cinerea. Kleine braune oder grüne glasige Flecken an Blüten und Knospen, die sich schnell vergrößern. Faulstellen. Verkrüppelte Blüten, die sich nicht öffnen. Auf den Zwiebeln befinden sich kleine schwarze Stellen (Dauerkörper). Die Pflanzen können bei Nässe absterben. Wärme und Feuchtigkeit begünstigt. Weiße Lilien (Madonnenlilien) sind besonders gefährdet, auch Gladiolen, Iris und Tulpen; in geringerem Maße Herbstzeitlose, Hyazinthen und Schneeglöckchen..
  • Narzissen. Gelbliche oder rötliche Blattflecken, die transparent erscheinen. Später bräunliche Flecken auf den Blüten, mausgrauer Schimmelrasen, gefördert durch hohe Luftfeuchtigkeit. 
  • Pfingstrosen. Botrytis paeoniae. Junge Blätter welken und fallen um. Nassfäule am Stängelgrund. Wurzelstock wird meistens nicht befallen, so daß die Pflanze bei trockener Witterung wieder durchtreibt. Kann auch Knospenfäule verursachen. Endbereich wird braun, trocknet ein oder fault, evt. mit Schimmelrasen bedeckt. Von dort kann die Infektion sich verbreiten auf die Blätter.Strauchpfingstrose. Botrytis paeoniae. Junge Blätter welken und fallen um. Nassfäule am Stängelgrund. Wurzelstock wird meistens nicht befallen, so daß die Pflanze bei trockener Witterung wieder durchtreibt. Kann auch Knospenfäule verursachen. Endbereich wird braun, trocknet ein oder fault, evt. mit Schimmelrasen bedeckt. Von dort kann die Infektion sich verbreiten auf die Blätter.
  • Tulpen. Blatt- und Sproßteile kümmern, die Blätter sind verbogen und faulen ab, ebenso die jungen Triebe (Tulpenfeuer). Nur spärlicher Blütenaustrieb oder ausbleibend. Grauer Schimmelrasen, vor allem Frühsorten treiben nicht richtig aus. Zwiebel faulen, deutlich sichtbar sind die schwarzen Dauerkörper (Sklerotien). Die Blätter haben glasige Stellen. Bei feuchter Witterung (Dauerregen) erhöhte Befallsgefahr.
  • Veilchen. Siehe unter Graufäule (Grauer Pilzrasen, Gewebe stirbt ab) und 'Mehltau, echter' (Auf der Oberseite kleine, weißgraue Flecken, die zusammenfließen, oft auch beidseitig. Die Blätter werden braun, trocknen ein, sterben ab).
  • Weinreben. Botrytis cinerea. Sauer-, Stiel- und Edelfäule. Feuchtes Wetter begünstigt, besonders bei angefressenen oder durch Hagel beschädigten Beeren (Sauerfäule). Grauer Pilzrasen auf allen Pflanzenteilen. Die Gescheine können abgetötet werden mit nachfolgendem Sauerwurmfraß. Geringer Befall kurz vor der Ernte ist oft erwünscht (Edelfäule). Sie erhöht den Zuckeranteil. - Befallenes Holz bzw. das Fallaub kann im nächsten Jahr zum Ausgangspunkt neuer Infektion werden. Grün-/Rosafäule ist eine Sekundärinfektion nach dem Grauschimmel. Voraussetzung ist feuchte Witterung 9/10. Die Trauben verfärben sich.

 

Vorbeugende Spritzungen mit Oscorna-Pilzvorbeuge, ENVIRepel, Myco-Sin (Erdbeeren, Wein), Ulmasud B im Wein- und Hopfenbau. Biofa Kiesel flüssig. Phytovit gegen Grauschimmel an Gurken. Elot-Vis. Schwächeparasit, daher müssen die Wachstumsbedingungen den Bedürfnissen angepasst werden. Nur morgens gießen, nicht auf die Pflanzen. Feuchtwarmes Wetter erhöht die Infektionsgefahr. Keine stickstoffbetonte Düngung, Bodenlockerung, Pflanzabstände einhalten, regelmäßig wässern, auf Licht und Luft achten im Gewächshaus. Besonders gefährdet sind die Pflanzen, wenn nach unterlassener Lüftung die Luft im Gewächshaus feucht wird und in der folgenden Nacht die Temperatur stark absinkt. Sobald sie unter den Taupunkt absinkt, lagert sich überall Nässe ab. Durch Heizen während der kalten Nächte kann dies weitgehend verhindert werden.

Topfpflanzen nur mäßig gießen im Winter. Für Helligkeit und regelmäßige Lüftung sorgen. Zu dichtes Laubwerk zurückschneiden. Genügend Abstände lassen zwischen den Pflanzen. Abgefallenes und Befallenes sofort entfernen. Stickstoffbetonte Düngung unterlassen. Pflanzenstärkungsmittel anwenden.

Regelmäßig auf Befall kontrollieren. Setzlinge mit Algenextrakten und Brennesseljauche fördern, vorher Wurzelbad. Erdbeeren mit Stroh abdecken. Auf richtige Sortenwahl achten. Sauren Boden mit Gesteinsmehl (siehe Steinmehle, vor allem Basaltmehl) verbessern. Knoblauch zwischen gefährdete Kulturen setzen. Pflanzenstärkungsmittel (Schachtelhalm) vorbeugend spritzen, ggf. 1% Wasserglas zumischen bei Beeren und Reben. Zwiebelschalen- oder Knoblauchtee. Moosextrakt. Lebermoser. (Moosextrakt und Lebermooser nur bei Erdbeeren, Weinreben, Paprika, Tomaten, Salat und Blumen, jeweils tropfnass alle 10 - 14 Tage besprühen). Neudovital. Befallene Erde desinfizieren mit Kalkstickstoff. Pechnelkenextrakt. - Siehe auch unter den einzelnen Pflanzen.

 

  • Alpenveilchen. Regelmäßig lüften, Pflanze beim Gießen nicht befeuchten, hellen Standort wählen.
  • Basilikum. Kompost einbringen vor der Aussaat.
  • Begonien. Keine stickstoffbetonte Düngung. Algenmehl und Steinmehl einarbeiten. Stärkung durch Besprühen mit Schachtelhalmbrühe. Knoblauchzwischenpflanzung.
  • Besenheide. Niemals Laub befeuchten beim Gießen.
  • Blauglöckchen. Keine stickstoffbetonte Düngung.
  • Bohnen. Keine stickstoffbetonte Düngung. Knoblauch zwischen die Pflanzen setzen. Bodenverbesserung mit Gesteinsmehlen und Algenmehl, der pH-Wert darf nicht zu sehr im sauren Bereich sein. Schachtelhalmbrühe spritzen. Sortenwahl. Jungpflanzen durch Wurzelbad stärken, z.B. in Schachtelhalmbrühe. Bodenbearbeitung, lockern, lüften, ausreichend wässern (nur morgens). Weite Pflanzabstände einhalten. Mulchen.
  • Brombeeren. Weite Pflanzabstände, auslichten. Krankes herausschneiden und vernichten. Widerstandsfähige Sorten anpflanzen, z.B. Wilsons Frühe oder Dirksen Thornless. Chester Thornless ist im Herbst anfällig. Stickstoffbetonte Düngung vermeiden. Bei sauren Böden mit Steinmehlen düngen. Boden locker halten. Knoblauch zwischen die Pflanzen setzen. Mit Schachtelhalmtee spritzen. Neudovital spritzen.
  • Dahlien. Nicht die Blätter und Stängel beim Gießen anfeuchten. Nur morgens wässern. Ausreichende Abstände einhalten.
  • Erdbeeren. Junge Setzlinge in Schachtelhalmbrühe tauchen. Im Jugendstadium mit etwas Brennesseljauche und Algenmehl stärken. Wenig Stickstoff, vor allem kein Stickstoff im Frühjahr, keine Überdüngung. Kieselsäurehaltiges, kalkarmes Gesteinsmehl. Dichte Stauden etwas entlauben. Knoblauch oder andere Zwiebelgewächse zwischen den Erdbeeren anpflanzen, deren Senfölgehalt wirkt gegen den Pilz. Mit Stroh oder Holzwolle die Pflanzen umgeben, so daß die Früchte trocken liegen, spätestens, wenn die Blütenblätter abgefallen sind. Kalibetonte Düngung. Sortenwahl: Anfällig sind Diana, Elvira, Korona, Lambada, Ostara und Senga Sengana. Weniger anfällig sind: Bogota, Capitola, Confitura (Häberli), Cornelia Pötschke, Darflash, Elvira, Florika (Baldur, Häberli), Framura, Gorella, Joghana, Machern, Mara des Bois, Milprima, Onebor - Marmolada, Pegasus (Häberli), Splendida, Tenira. - Die Monatserdbeere Florika gedeiht auf guten Gartenböden, bei übermäßiger Düngung wird sie jedoch auch von Graufäule befallen. - Spätestens im dritten Jahr Standort wechseln, bei hohem Befallsdruck jedes Jahr. Auslichten (Starker Blattwuchs nach Stickstoffdüngung). Pflanzen vor der Blüte mit Steinmehl bestäuben. Nur düngen in der dritten und vierten Woche nach der Pflanzung und nach der Ernte. Nur morgens wässern, nicht während der Erntezeit. Schwarze Mulchfolie (verfrüht auch die Ernte, hält das Beet unkrautfrei), weite Pflanzabstände, sonniger Standort. Sorten mit Blütenständen, die die Blätter überragen, wählen (Elvira, Polka, Tenira, Florika), widerstandsfähig sind Capitola, Florika, Joghana. Befallenes, kranke Früchte sofort entfernen, spätestens im Frühjahr auch alten Mulch, Strohreste. Verdorrte Blätter und Ausläufer usw. entfernen und verbrennen. - Vorbeugend spritzen mit Rhabarber-, Goldrute-, Ackerschachtelhalm-, Knoblauch- oder Zwiebelschalentee; mit fettarmer Milch, Molke, Kompostextrakten, immer mehrmals vor der Blüte dreimal wiederholen, später immer in die Blüten spritzen. 5 x mit Schachtelhalmbrühe spritzen: 1 x vor der Blüte, 1 x während der Blüte, 3 x nach der Ernte. Mit Brennesseljauche und Zwiebelbrühe gemischt spritzen. Neudovital Obstpilzschutz vor dem Austrieb spritzen, alle Pflanzenteile müssen benetzt sein, auch die Unterseiten. Bei Blütenbeginn und -ende mit Zuckerlösung 1 - 1,5% direkt in die Blüten spritzen. Moosextrakt. Algan. Niem, MYCO-SIN. Mit blühendem Schnittlauch mulchen. Spritzungen mit ENVIRepel und Vitanal allseitig. Spritzungen mit Oscorna-Pilzvorbeuge, Neudosan, Algan, Niem, Lebermooser. - In der Schweiz müssen Hummeln beim Verlassen des Stocks ein 'Fußbad' nehmen, das mit dem Pilz Trichoderma angereichert ist. Den Pilz streifen sie beim Besuch von Erdbeerblüten ab und bringen damit den Gegenspieler des Schadpilzes in Stellung.
  • Fichten. Boden lockern. Kalkgehalt überprüfen, er sollte nicht unter pH 6 liegen. Etwas Kompost geben oder angewelktes Gras auf die Baumscheibe. ENVIRepel, VITANAL.
  • Gladiolen. Luftiger Stand. Mulchen. Sortenwahl. Keine Überdüngung, besonders keine Stickstoffüberdüngung. Pflanzstelle jährlich wechseln. Knoblauch als Zwischenkultur. Schachtelhalmbrühe. Neudovital. VITANAL. ENVIRepel.
  • Gurken. Lockerer Boden, ausreichend Wasser, weite Pflanzabstände. Düngung mit Gesteinsmehl. Knoblauch zwischen die Pflanzen setzen. Schachtelhalm- und Brennesseljauche spritzen. ENVIRepel. VITANAL. Keine stickstoffbetonte Düngung, keine Überdüngung.- Regelmäßig lüften, die Luftfeuchtigkeit darf nicht zu hoch werden.
  • Himbeeren. Weite Pflanzabstände. Befallenes sofort vernichten. Resistente Sorten: Elida, Glen Clova, Rubaca (Niniane, Pötschke, ziemlich resistent), Ruflava, Schönemann, Zeva 2 (Willemse). Stickstoffüberdüngung vermeiden. Boden vorsichtig lockern, ggf. wässern. Mulchen. Bei zu sauren Böden Gesteinsmehl oder Algenmehl streuen. Knoblauch oder Zwiebeln zwischen die Sträucher pflanzen. Beete und Blätter mehrmals mit Schachtelhalmbrühe übersprühen unter Zusatz von 1% Wasserglas. Neudovital spritzen. ENVIRepel. Vitanal.
  • Knollenbegonien. Keine stickstoffbetonte Düngung. Algenmehl und Steinmehl einarbeiten. Stärkung durch Besprühen mit Schachtelhalmbrühe. Knoblauchzwischenpflanzung.
  • Lilien. Keine nassen und windstille Lagen. Ganzjährig Schachtelhalmbrühe spritzen. Knoblauch als Mischkultur. ENVIRepel. Vitanal. Boden lockern, keine übermäßige Stickstoffdüngung. Keine Zwiebeln dorthin setzen, wo vorher Knollen standen. Gesteinsmehl vor allem bei sauren Böden.
  • Narzissen vernichten. Falls nicht schon geschehen, die Narzissen auf sonnige oder luftige Plätze umsetzen.
  • Paprika, Peperoni. Keine stickstoffbetonte Düngung. Boden locker halten und mulchen. Knoblauch beipflanzen. Für Luftbewegung sorgen. Nicht die Blätter beim Gießen benetzen. Schachtelhalmtee. Moosextrakt, ENVIRepel. Vitanal. Neudovital. Lebermooser. Elot-Vis.
  •  
  • Pfingstrosen. Nicht stickstoffbetont düngen, kein frischer Stallmist. Nicht auf die Blätter gießen. Im Herbst alle Blätter so tief wie möglich wegschneiden, kein Winterschutz, nur in raueren Gegenden etwas Fichtenreisig, das alsbald wieder entfernt wird. Blütenblätter nicht auf den Boden fallen lassen. Mulch im Frühjahr entfernen. Schwere Böden mit Sand auflockern. Nur sonnige, luftige Lagen wählen.
  • Rosen in Gartenerden. Nicht überdüngen, vor allem mit Stickstoff. Abstand einhalten, die Rosen dürfen sich nicht berühren. Nur Sonnenlagen auswählen. Neudovital-Rosenpilzschutz.
  • Schwertlilien. ENVIRepel. Vitanal. Boden durchlässig machen mit Sand, ggf. auch auf einem Wall pflanzen.
  • Strauchpfingstrosen. Nicht stickstoffbetont düngen, kein frischer Stallmist. Nicht auf die Blätter gießen. Im Herbst alle Blätter so tief wie möglich wegschneiden, kein Winterschutz, nur in raueren Gegenden etwas Fichtenreisig, das alsbald wieder entfernt wird. Blütenblätter nicht auf den Boden fallen lassen. Mulch im Frühjahr entfernen. Schwere Böden mit Sand auflockern. Nur sonnige, luftige Lagen wählen.
  • Tomaten. Vorbeugende Spritzungen mit Moosextrakt. ENVIRepel. Moosextrakt. Lebermooser. Vitanal. Elot-Vis. In Gewächshäusern regelmäßig lüften.
  • Tulpen-Pflanzstelle jährlich wechseln. Nicht stickstoffbetont düngen. Sortenwahl. Nur gesundes Pflanzgut verwenden. Luftiger, sonniger Standort ist optimal. Schweren Boden mit Sand auflockern. Verblühtes und verwelkte Blätter sofort abschneiden. Ausgegrabene Zwiebeln auf Befall prüfen, schnell trocknen lassen, danach trocken lagern. Blattwerk mit Pflanzenstärkungsmitteln behandeln. - Diese Krankheit tritt immer häufiger auf. Auch Wildtulpen, die mehrere Jahre auf demselben Platz stehen, werden befallen. Plätze, auf denen Tulpen gestanden haben, sollen über Jahre nicht erneut mit Tulpen bepflanzt werden.
  • Veilchen. Genügend große Pflanzabstände einhalten, Pflanzen nicht zu tief setzen, die unteren Pflanzenteile müssen gut abtrocknen können. Nicht auf die Pflanzen gießen. Nicht abends wässern. Nicht stickstoffbetont düngen. Schachtelhalmbrühe, Neudovital.
  • Weinreben. Frühe Sorten wählen. Traubenwickler und Wespen bekämpfen. Traubenanzahl verringern und mehrmals mit Algenkalk oder Steinmehl stäuben, solange die Trauben sich noch nicht berühren. Neudovital. ENVIRepel. Vitanal. Blue Niagara + Golden Niagara (Fenzl) sind resistent. Moosextrakt. Lebermooser.
  • Zistrosen. Zu hohe Luftfeuchtigkeit durch ständiges Lüften verhindern, Kondenswasserbildung vermeiden, damit Schadpilzen keine Angriffsmöglichkeit geboten wird. - Blattläuse sind möglich.
  • Zwiebeln. Lockerer Boden, weite Pflanzabstände. Fruchtfolge einhalten. Keine stickstoffbetonte Düngung, keine Jauche oder Stallmist. ENVIRepel. VITANAL.
  • Alle übrigen: Kein Laub befeuchten.
  • Alpenveilchen. Befallenes entfernen.
  • Begonien. Schachtelhalmspritzungen mit 1% Wasserglas.
  • Bohnen, Brombeeren, Dahlien, Feldsalat usw.  Versuch mit Niem.
  • Erdbeeren. Knoblauchtee spritzen. Befallene Früchte und Pflanzenteile vernichten. Blätter nach Ernte abschneiden und vernichten. Moosextrakt. Lebermooser. Mit Gemisch aus Brennesseljauche und Zwiebelbrühe gießen.
  • Kakteen. Unterhalb des Stängels abschneiden, ist der Pilzbefall an der Pflanzenbasis, die ganze Pflanze vernichten.
  • Knoblauch. Schachtelhalmspritzungen mit 1% Wasserglas.
  • Narzissen. Gelbliche oder rötliche Blattflecken, die transparent erscheinen. Später bräunliche Flecken auf den Blüten, mausgrauer Schimmelrasen, gefördert durch hohe Luftfeuchtigkeit.
  • Paprika, Peperoni. Moosextrakt. Niem, Lebermooser. Befallenes abschneiden bzw. die gesamte Pflanze vernichten.
  • Tomaten. Moosextrakt. Lebermooser, Niem, Pechnelkenextrakt
  • Tulpen. Vernichten.
  • Veilchen. Niem.
  • Weinreben. Schachtelhalmbrühe + Netzschwefel spritzen. Niem. Moosextrakt. Lebermooser. Vi-Care
Herzfäule

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Herzblätter werden grau, dann welk und faul. Usambaraveilchen.

Herzfäule durch eine Bormangelkrankheit.

Befallenes entfernen.

Richtig gießen. Zugluft vermeiden, gleichmäßige Temperaturen einhalten.

Nematoden [Nematoda]

Nematoden, Fadenwürmer.

Sie werden auch Fadenwürmer oder Älchen genannt. Sie sind fadendünn, ungegliedert, ohne Lupe kaum zu erkennen. Es gibt Blattnematoden (Aphelenchoides ritzemabosi), Blütennematoden, Stängelnematoden (Ditylenchus spec.) und Wurzelnematoden (Pratylenchus spec.). Sie sind sesshaft oder herumwandernd. Stängel- und Wurzelälchen befallen meist das Gemüse, Blattälchen Zierpflanzen, wo sie Flecken und Gallen verursachen. Die meisten Arten sind farblos, nur 1 mm lang und zweigeschlechtlich. Die Eier werden an Pflanzenteile oder in den Boden gelegt. Aus den Eiern schlüpfen Larven, die schnell vermehrungsfähig werden. Bodennässe fördert sie. Die meisten Arten bevorzugen bestimmte Pflanzen, die dann ihre Vermehrung fördern. Notfalls können sie sich aber auch eine Zeitlang von anderen Grünpflanzen ernähren. Sie bewegen sich schlängelnd vorwärts. Ihre Dauerformen heißen Zysten, die viele Jahrzehnte überleben können. Ihre Zahl im Boden kann vor allem bei Feuchtigkeit (sie schwimmen im Bodenwasser) und hohem Sauerstoffgehalt sehr groß werden. Leichtere Böden begünstigen ihre Ausbreitung.

Der größere Teil der Nematoden wirkt an der Humusbildung mit, ist also nützlich. Sie leben in riesigen Mengen im Boden und ernähren sich von Algen, Bakterien und Pilzen. Andere Nematoden sind nützlich, da sie mit Hilfe von Bakterien, die sie mit sich führen, Schnecken (siehe dort) und Larven bekämpfen.

Siehe auch Nematoden, nützliche und Nematoden, parasitäre.

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Nematoden. 

Einige Arten stechen mit ihrem Mundstachel das Pflanzengewebe an, sie geben dabei Speichelsekret ab, was zu Veränderungen am Gewebe führt (z.B. Wurzelbärte von Möhren, Porree, Sellerie und Zwiebeln, beinige Möhren, Kümmerwuchs an Blumenzwiebeln, Bohnen, Erdbeeren, Obstbäumen). Gefährdet sind: Beerenobst, Begonien, Chrysanthemen, Cyclamen, Erbsen, Fingerhut (Anbaufläche wechseln), Gemswurz (vernichten, 4 Jahre kein Nachbau), Gurken, Himbeeren, Hortensien, Hyazinthen, Junkerlilien (vernichten, kein Liliennachbau), Klee, Kohl, Königsfarn (Blattfiedern dunkel/schwarz. Laub stirbt ab. Vernichten!), Mädchenaugen (gelbe, braune, schwarze Blattflecken. Vernichten !), Mais, Mangold, Möhren, Narzissen (Wurzeln), junge Obstbäume, Petersilie, Rote Bete, Sellerie, Spinat, Phlox (verdrehte Spitzen im Frühjahr), Salate, Stauden, Tomaten, Weizen, Ziergehölze, Zwiebeln. Auf jede Pflanze eine Handvoll Zucker streuen und anschließend gießen. Rosen, Erdbeeren, Kartoffeln und Tomaten werden besonders befallen. - Blätter und Stängel kümmern, sind gekräuselt, bei starkem Befall sterben sie zusammen mit den Wurzeln ab. An den Wurzeln treten Verdickungen auf mit gallenartigen Wucherungen und kleinen Nebenwurzeln, geringeres Wachstum, Ausbuchtungen, leichtes Abbrechen. 'Bodenmüdigkeit'. - Als Folge des Saugens werden oft Bakterien und Viren übertragen.

Verbreitung durch Pflanzenkauf mit Ballen, Verpackungen, Wasser usw. Stängel- und Wurzelälchen befallen Gemüse, Blattnematoden und Zierpflanzen (zu erkennen durch Flecken oder Gallen an den Blättern). Pflanzen können verwelken, vergilben, verkümmern. Die Wurzelbärte entstehen durch immer wieder erneuten Befall.

Stängel- oder Blattälchen (Ditylenchus spec.) befallen bevorzugt folgende Pflanzen: Blaustern, Hortensie, Hyazinthe, Narzisse, Nelke, Phlox, Schneeglöckchen, Schwertlilie, Tulpen, und weitere verschiedene Stauden, Zwiebeln und Wildkraut. Verformte Blätter, Kümmerwuchs. Narzissenblätter sind ausgebeult, Tulpenblätter zeigen Risse und Zwiebeln sind weich und verfärbt. Der Phlox wird besonders stark beeinträchtigt. Er stirbt schließlich nach Welke ab.

Ein Befall mit Blattälchen zeigt sich an den Blättern zu Beginn anhand leicht aufgehellter, rötlicher Stellen. Diese sind - als wesentliches Merkmal gegenüber anderen Ursachen - deutlich von den Blattadern begrenzt. Als Ursache sind die beiden Blattnematodenarten Aphelenchoides ritzemabosi und Aphelenchoides fragariae zu nennen. Eine Infektion kann über den Boden oder infizierte Pflanzen erfolgen. Die Nematoden wandern dabei in einem Wasserfilm den Stängel hoch und besiedeln das Blatt über die Spaltöffnungen. Der gesamte Entwicklungszyklus erfolgt in der Pflanze (Ei, Larven, Nematode). Da dieser in zwei Wochen vollzogen ist, werden im Jahr eine Vielzahl von Nematoden ausgebildet. Sie stechen mit ihrem kurzen Mundstachel das pflanzliche Gewebe an, das sich in der Folgezeit rötlich, dann braun verfärbt. Beide Blattälchenarten kommen an vielen Wirtspflanzen vor (Zierpflanzen, Gemüse, Stauden, Beerenobst).

Befallene Pflanzen mit den Wurzeln vernichten. Die Fiedern werden schwarz.

Aphelenchoides fragariae. Meistens unter den Schuppen. Verbreitung durch Saatgut und Zwiebeln.- Flecken innerhalb der Blattadern. Kann zu starken Verkrüppelungen, Wuchsverminderung und schließlich zum Absterben kommen.- Prärielilien sind anfällig gegen Wurzelnematoden. Verdickungen an der Wurzel und Kümmerwuchs sind die Folge.

Apfelbäume. Junge Obstbäume können befallen werden. Wenig Wurzelmasse, die Bäume bleiben im Wachstum zurück.

Begonien. Flecken oder Gallen an den Blättern.

Bergenien, Junkerlilien, Kammkönigsfarn, Kronenfarn, Lilien, Purpurfarn, Zimtfarn. Flecken und Gallen.

Blauglöckchen/Blausternchen. Stängelälchen saugen an Blättern und Stängeln. Es entstehen Flecken und Gallen.

Erdbeeren. Aphelenchoides ritzemabosi. Die Pflanzen treiben im Frühjahr nur gering aus, die Herzblätter sind klein, verformt, rötlich, und haben lange oder zu kurze Blattstiele. Sie können bei starkem Befall absterben. Die Früchte wachsen nicht weiter. - Die Blatt-Nematoden sind mit Vergrößerungsglas sichtbar an den Herzblättern und Vegetationsspitzen. - Befall während der gesamten Vegetationsperiode möglich. Verwechselungsgefahr mit Erdbeermilben, die jedoch vor allem im Sommer schädigen.

Fingerhut. Blattälchen befallen Zierpflanzen, wo sie Flecken und Gallen verursachen. Die Eier werden an Pflanzenteile oder in den Boden gelegt. Aus den Eiern schlüpfen Larven, die schnell vermehrungsfähig werden. Bodennässe fördert sie. Sie bewegen sich schlängelnd vorwärts. Ihre Dauerformen heißen Zysten, die viele Jahrzehnte überleben können. Ihre Zahl im Boden kann vor allem bei Feuchtigkeit (sie schwimmen im Bodenwasser) und hohem Sauerstoffgehalt sehr groß werden. Leichtere Böden begünstigen ihre Ausbreitung.

Gamswurz, Götterblume, Knollenbegonien. Flecken und Gallen an den Blättern durch Blattnematoden.

Goldrute, Nachtkerzen, Phlox, Zwiebeln. Befall durch Stängelnematoden Ditylenchus dipsaci am Stängelgrund der Goldrute, meist in trockenen Jahren.- Triebe verdickt, mit Längsrissen, verdreht, umgekippt. Blattränder nach unten gebogen, verwelken. Phlox: Bartnelke, Goldrute, Nachtkerzen, Primel, Zwiebel u.a..

Gurken. (Wurzelgallenälchen). Kleine Knöllchen an den Wurzeln. Geringes Wachstum.

Herbstanemonen. Blattälchen verursachen auf den Blättern gelbliche Flecke, die später braun werden.

Herbstchrysanthemen, Herbstmargeriten. Wurzel-Nematoden verursachen Anschwellungen (Gallen) an den Wurzeln, darüber bilden sich viele kleine Faserwurzeln. Später bilden sich Flecke an den Blättern, diese werden gelb und fallen ab. Von Jahr zu Jahr kümmern die Pflanzen mehr und mehr.

Herrenhäuser Filigranfarn, Weicher Schildfarn. Älchen müssen vernichtet werden, sobald die einzelnen Arten sich schwarz färben.

Hortensie, Hyazinthen. Blätter verkümmern und verkrüppeln, die Älchen sind kaum zu erkennen. Flecken, Verdickungen an den Blättern, geringes Wachstum.

Königsfarn. Blattfiedern werden schwarz und sterben ab.

Lichtnelken. Die befallenen Pflanzen müssen vernichtet werden, um die Nachbarpflanzen vor Ansteckung zu schützen.

Mädchenauge, Purpursonnenhut, Sonnenhut. Erst hellbraune, dann dunkle Blattflecken.

Mangold. Heterodera. Blätter und Stängel kümmern, sind gekräuselt, bei starkem Befall sterben sie zusammen mit den Wurzeln ab. An den Wurzeln treten Verdickungen auf mit gallenartigen Wucherungen und kleinen Nebenwurzeln, geringeres Wachstum, Ausbuchtungen, leichtes Abbrechen.

Möhren, Karotten. Meloidogyne hapla. 'Älchen', ca. 1 mm lang, verursachen Risse, Beinigkeit und Wurzelbart. Kleine Knöllchen an den Wurzeln. Befallene Pflanzen kümmern.

Narzissen. Auf den Blättern sind kleine Erhebungen zu sehen, die gelb oder grün erscheinen. Die Zwiebel kann verfärbt oder faul sein.

Petersilie. Blätter welken, Pflanzen kümmern.

Pfefferminze. Typisch ist die Rotfärbung durch Anthocyane und der Kümmerwuchs.

Puffbohnen. Ditylenchus dipsaci. Kümmerwuchs. Blätter und Stängel kümmern, sind gekräuselt, bei starkem Befall sterben sie zusammen mit den Wurzeln ab.

Radies, Rettiche, Rosen in Gartenerde, Rote Bete. Pflanzen kümmern, Blätter welken, sterben u.U. ab. Verdickungen an den Wurzeln, gallenartige Wucherungen.

Salat. Meloidogyne hapla.  Kleine Knöllchen an den Wurzeln, Wachstum bleibt zurück

Schneeglöckchen. Die Stängel und Blätter werden befallen. Die Blume kümmert, Verfärbung und Welke.

Schwertlilien, Stauden. Ditylenchus-Arten. Blätter und Stängel kümmern, sind gekräuselt,

Sellerie. Paratylenchus, Ditylenchus. Pflanzen kümmern, Wurzelbärte, -gallen.

Sommerflieder. Blattnematoden saugen an den Blättern, es entstehen gelbe Flecken an den Saugstellen, die später verbräunen. Blattfall.

Taglilien. Flecken innerhalb der Blattadern. Kann zu starken Verkrüppelungen, Wuchsverminderung und schließlich zum Absterben kommen.

Tulpen. Ditylenchus. Blütenstiele sind verbogen, die Blätter gerissen.

Tomaten. Meloidogyne arenaria / incognita / javanica. Kleine Knöllchen an den Wurzeln, geringes Wachstum. Besonders oft treten Nematoden auf, wenn wiederholt auf demselben Platz Tomaten angebaut werde.

Usambaraveilchen. Oder Blattälchen verursachen vertiefte Blattflecken.

Apfelbäume. Wie Vorbeugung. Reduzierung durch Niempreßkuchen.

Erdbeeren. Befallene Teile entfernen und vernichten. Tagetes, Ringelblume, Senf, Lauch. Sie müssen großflächig ausgesät werden. Stark riechende Tagetessorten vermindern im Erwerbsgartenbau nach nur drei Monaten die Nematodenanzahl um bis zu 80%. Niem einarbeiten.

Gämswurz. Vernichten, Nachbau erst nach vier Jahren.

Gurken. Niemsamen einarbeiten.

Herbstanemonen. Befallenes abschneiden und vernichten.

Herbstchrysanthemen, Herbstmargeriten. Am sichersten ist Ausgraben und Vernichte.

Himbeeren, Möhren, Salat. Niemsamen einarbeiten.

Hortensie. Ggf. befallene Pflanzen vernichten.

Kartoffeln. Meldepflichtig! Niemsamen einarbeiten. Tagetes nana auf die befallenen Beete aussäen.

Lilien. Tagetes zwischen die Lilien säen. Niemsamen einarbeiten.

Pfefferminze. Vernichten, an anderer Stelle neu pflanzen oder durch Stecklinge. Niem.

Phlox. Befallene Triebe sofort so tief wie möglich abschneiden und vernichten, die Wurzeln werden nicht befallen. Ggf. Standort wechseln. Stecklinge vorsichtshalber mit Warmwasser behandeln: 10 Min. in 30° Wasser, dann 30 Minuten in 43°. Bei Teilung gründlich unter laufendem Wasser waschen. Einjähriger Phlox wird vernichtet, ggf. im nächsten Jahr an anderer Stelle aussäen.

Rosen. Den ganzen Sommer über Tagetes oder Ringelblumen um den Rosenstrauch herum pflanzen oder Steckzwiebeln, Knoblauch, Winterheckenzwiebeln, Porree.

Tomaten. Zinnien dazu pflanzen, vernichten Nematoden zu 95%. Kamille, Ringelblumen, Tagetes aussäen. Niem.

Usambaraveilchen. Gesamten Topf mit Pflanze vernichten.

Abwehr: Vor Bepflanzung Gründüngung mit Kamille und Borretsch. Fruchtwechsel. Befallenes vernichten. Nicht kompostieren. Übermäßige Stickstoffdüngung vermeiden. Bei leichten Böden Tonerdemehl einarbeiten. Bei Nematoden-Gefahr 'Tagetes nana'* (Single Gold von Kiepenkerl), Kamille, Ringelblumen oder Sonnenhut großflächig aussäen. Zinnien zu Tomaten pflanzen bei Nematodenbefall. Spezielle Ölrettichsorten (z.B. Pegletta, Nemex) und Roggen wirken auf bestimmte Nematoden ein. Kornrade scheidet giftige Saponine aus, die die Nematoden töten. Einsatz vor allem gegen Rüben-Nematoden. Senf einsäen, nur 10 cm hoch werden lassen, wirkt besonders gegen schädliche Nematoden an Rübengewächsen. Ab Ende 7 aussäen. Ölrettich Pegletta (Pötschke) bekämpft Nematoden, ist gegen Kohlhernie tolerant. Einsaat von Kamille. Randbepflanzung von Tagetes nana und Ringelblumen bei Kartoffeln, Rosen und Tomaten. Niem-Presslinge in den Boden einarbeiten, reduziert den Befall. Sperli-Bodenkur Gartendoktor, Mischung von nematodenbekämpfenden Sommerblumen wie Calendula, Coreopsis, Gaillardia, Rudbeckia, Tagetes, Wegwarte. Unkraut nicht dulden, da die Zysten oft an deren Wurzeln abgelegt werden und dann zum Leben erwachen, wenn geeignete Pflanzen in der Nähe sind. Mulchen hilft ebenfalls bei der Unkraut- und damit Nematoden-Unterdrückung. Ggf. in Gewächshäusern den Boden austauschen. Werkzeug reinigen und desinfizieren. Bodenkuren mit nematodenbekämpfenden Pflanzen können bei Gefahr alle vier Jahre wiederholt werden. Sie sind besonders zu empfehlen vor der Bepflanzung mit Erdbeeren, Obstgehölzen und Rosen. Im Herbst graben, dabei 25 kg Algomin und 50 kg Steinmehl je 100 qm einarbeiten.

Natürliche Feinde sind Kurzflügler, Pilze, Raubmilben und Raubnematoden. Letztere werden zur Bekämpfung von Dickmaulrüsslern, Engerlingen, Erdraupen, Haarmücken, Maulwurfsgrillen und Trauermücken eingesetzt. Fachhandel. Siehe Nematoden, parasitäre. Vorbeugend können auch Mykorrhiza-Pilze eingesetzt werden, die im Boden ein Abwehrsystem an den Nutzpflanzen errichten.

*Tagetes scheiden über ihre Wurzeln Duftstoffe, sog. Terthiopene, aus, mit denen sie Nematoden anlocken. Sobald diese in die Wurzeln eindringen, setzt die Pflanze ein Sauerstoffmolekül frei, das mit den Terthiopenen reagiert und zum tödlichen Gift wird. Nützlich sind vor allem die hohen Tagetes.

Apfelbäume. Kamille, Ringelblumen und Tagetes aussäen.

Erdbeeren. Knoblauch, Porree und Zwiebeln anpflanzen. Bei reichem Bodenleben werden auch die Gegenspieler wie Pilze und Raubnematoden gefördert. Pflanzabstände einhalten.

Gämswurz. Nicht stickstoffbetont düngen.

Gurken. Mischkultur. Zeitabstand von 3 - 4 Jahren einhalten. Kamille, Ringelblume, Tagetes aussäen. Nicht nach Möhren anpflanzen. Veredelung auf resistente Kürbisunterlage ist vor allem für Gewächshäuser empfehlenswert.

Herbstanemonen. Genügend Platz vorsehen vor der Pflanzung.

Himbeeren. Abstand von 4 Jahren einhalten bis zur Wiederbepflanzung. Kamille, Ringelblumen und Tagetes aussäen.

Kartoffeln. Fruchtwechsel oder resistente Sorten anbauen: "Christa", "CILENA" (Ahrens & Sieberz), "Erstling", "Gloria" "Quarta" (Pötschke) und "Ukama". Sie werden zwar auch befallen, doch können sich bei ihnen keine Zysten bilden. Nur alle 4 - 5 Jahre Kartoffeln an derselben Stelle anbauen. Mischkultur mit Meerrettich oder Tagetes. Mit Algenextrakten behandeln.

Königsfarn. Vernichten.

Mädchenauge, Purpursonnenhut, Sonnenhut. Befallenes vernichten.

Möhren. Fruchtfolge beachten. Tagetes oder Ringelblume als Randbepflanzung. Zu hohe Feuchtigkeit und stickstoffbetonte Düngung fördern Befall. Unkraut beseitigen, darauf überbrücken die Nematoden die Zeit ohne Kulturpflanzen. Humus im Boden enthalten Pilze, die die Nematoden bekämpfen, und ggf. auch Raubnematoden.

Pfefferminze. Jährlich verpflanzen.

Rote Bete. Tagetes einsäen

Salat. Mischkultur. Zeitabstand von 3 - 4 Jahren einhalten. Kamille, Ringelblume und Tagetes aussäen.

Sommerflieder. Stickstoffüberdüngung vermeiden.

Tomaten. Zinnien dazu pflanzen, je mehr, desto besser.Agro (Hild, partiell), Dolce Vita (Piepenkerl), Estrella + Firefly (Pötschke), Favorita (partiell, Hild), Luxor F1-Hybride (Sperli), Master F1 (N&G), Montfavet (N&G), Moravi (partiell, Hild), Myrto (Pötschke), Orangino (Piepenkerl), Ranger (partiell, Hild), Sweet-Cherry-F1-Hybride, Tomosa (partiell, Hild), Tumbler-F1-Hybride und Vitella F1 (Kiepenkerl, Pötschke), Picolino Cocktail ( Green & Easy) sind resistent. Veredelung auf Veredelungsunterlagen für Gemüse vor allem wichtig für Gewächshäuser.

Zwiebeln.

Nematoden werden vertrieben durch Ringelblumen und Tagetes.

Thripse, Fransenflügler [Thysanoptera ]
SchadbildVorbeugungBekämpfung

Fransenflügler Insekten (Insecta).

Begonien, Bohnen, Dahlien, Erbsen, Geweihiris, Gladiolen, Goldregen, Gummibaum, Gurken, Herbstchrysanthemen, Herbstmargeriten, Kamelien, Kentiapalme, Knoblauch, Knollenbegonien, Kohl, Kohl/Blumenkohl, Ledebourie, Lilien, Nelken, Orchideen, Palme, Paprika, Peperoni, Porree, Ritterstern, Tomaten, Usambaraveilchen, Waldrebe, Zierspargel, Zwiebeln.

Thripse oder Blasenfüsser, auch Gewitterfliegen oder Fransenflügler Thysanoptera genannt. Thrips spec. 1 - 2 mm groß, hell oder schwarz oder quergestreift. Je 2 Flügelpaare (Fransenflügel), einige haben keine Flügel. Sie können nicht gut fliegen, sie lassen sich deshalb von Winden forttragen. Deshalb zählt man sie auch zum 'Luftplankton'. Die Larven sind hell oder gelbgrün, ungeflügelt. Einige Arten verpuppen sich im Boden. Die Larven anderer Arten entwickeln sich nach 2 - 4 Wochen zu fertigen Thripsen, unter besonders günstigen Umständen können sie sich auch ungeschlechtlich fortpflanzen.

Im Gewächshaus leben sie von allen Pflanzen, die meisten bevorzugen aber die arteigenen. Sie sind in den letzten Jahren zu einer Hauptplage geworden. Durch ihre Saugtätigkeit entstehen auf den Blattoberseiten mit Luft gefüllte silbrig-helle Zellen, auf den Unterseiten sind schwarze Kotflecken. Dort sitzen die Thripse und ihre Larven meistens in Gruppen zusammen in der Nähe der Blattnerven. Die Flecken fließen zusammen. Sie halten sich fest mit faltbaren, blasigen Haftorganen an den Füssen. Die Vollinsekten überwintern auf Pflanzenresten oder am/im Boden, manchmal auch die Larven. Verpuppung meistens in der Erde. Vermehrung ungeschlechtlich, ihre Eier heften sie an die Pflanzen oder mit Legebohrer direkt in das Gewebe. Bis zu 3 Generationen im Jahr, im Gewächshaus bis zu 12 mit je 60 Eiern pro Weibchen. Trockenes und warmes Wetter fördert sie, Früchte werden rauschalig, Blumenkohl herzlos. Abfallen der Blätter, Vergilben, Verkrüppelung, Verkümmern, Wachstumshemmungen. Befallene Knollen von Amaryllis, Dahlien, Freesien, Gladiolen und Iris sehen runzelig aus. - Durch den Saugakt werden oft schädliche Viren übertragen.

Häufig werden die Blätter und Blüten von Kübelpflanzen (Begonien, Drachenbäumchen, Ficus, Flamingoblume, Gummibäume, Palme, Zitrusgewächse) befallen. Erbsenhülsen zeigen 5 mm große graue Flecken, Porree und Zwiebeln längliche silbrige Flecken auf den Blättern. Gladiolenblätter vergilben vorzeitig, Blütenstaub liegt auf den Blütenblättern, die Knospen sind unregelmäßig, öffnen sich nicht, trocknen ein oder faulen. Bei den Tomaten übertragen sie die Bronzekrankheit. Vor allem an Auberginen, Gurken, Paprika und Tomaten kommt es auch zu verkrüppelten, unausgereiften Früchten. -  Oft dringen sie in kleinste Ritzen ein, z.B. in Bilderrahmen. Beim Menschen lösen sie einen unangenehmen Juckreiz aus. Sie übertragen auch Bakterien und Viren.

Der Palmenthrips befällt häufig Zimmerpflanzen wie Aralien, Flamingoblümchen, Gummibäumchen, Hibiskus, Palmen usw., aber auch verschiedene Gemüse. Rosen, tritt selten auf, dann aber in Massen. Blattoberseite silbrig gesprenkelt. Knospen verkrüppeln, sind innen verfault. Beim Klopfen auf die Knospen springen die Tierchen heraus. Warme Witterung begünstigt. - Es entsteht Bleiglanz (Kot).Der Rosenthrips befällt außer Rosen auch Fenchel und Gurken. Der Zwiebelthrips findet sich vorwiegend an Gurken, Porree und Zwiebeln usw.; der kalifornische Blütenthrips bevorzugt Alpenveilchen, Bohnen, Gerbera, Gloxinien, Gurken, Paprika, Tomaten, Usambaraveilchen, vor allem auch im Gewächshaus. Er hält sich gern in Blüten oder auch Triebspitzen auf, Blüten und Früchte sehen verkrüppelt aus. Er saugt nicht nur, sondern frisst auch den Pollen, den er teilweise verstreut. Nachweis am besten, indem man die Pflanzen über einer hellen Unterlage ausschüttelt oder ausklopft.

Befallen werden außer den vorgenannten Pflanzen Chrysanthemen, Getreide, Ginster, Gladiolen, Goldregen, Nelken, Kohl allg., Obstbäume, Prunusarten, Schmetterlingsblütler, Spinat, Waldrebe, Wolfsmilch. Begonien, Drachenlilien, Fleißiges Lieschen, Gummibäume, Kroton, Zitrusgewächse, Zypergras.

Im Gewächshaus werden befallen vor allem Alpenveilchen, Anthurie, Asparagus, Cyclamen, Fleißiges Lieschen, Gerbera, Gloxinien, Gummibaum, Gurken, Palme, Paprika, Rosen, Tomaten, Usambaraveilchen.

Schutzpflanzen sind Bohnenkraut, Kamille, Weinraute und Ysop. Gefährdete Beete möglichst mit Gründünger, z.B. Perserklee, einsäen, geschlossene Grünflächen ohne Braun werden weniger stark heimgesucht. Pflanzen vor Trockenheit bewahren, Thripse vertragen meistens keine Feuchtigkeit. Bodenbearbeitung, Fruchtwechsel, Mischkultur, Mulchen und niedrige Einsaat bei den Zwischenräumen wehren ab. Bei Zwiebelgewächsen haben sich Bohnenkraut und Kamille bewährt.

Schutzarten sind Ameisen, Florfliegen, Marienkäfer, Raubmilben, Raubwanzen, Schwebfliegen, Spinnen.

Mulchen. Blattunterseiten abspritzen. Ausreichend wässern. Erbsen und Zwiebeln früh aussäen, Thripse erscheinen erst Ende Mai. Intensive Bodenbearbeitung, keine Ernterückstände auf dem Boden lassen. Anbauwechsel. Saatgut beizen mit Heißwasser 45°.

Begonien, Knollenbegonien. Blaue Leimtafeln. Abspritzen der Pflanzen, die Thripse können keine Feuchtigkeit vertragen. Abbrausen und dann für ein paar Tage in Folie packen. Raubmilben und -wanzen in Gewächshäusern.

Erbsen. Spruzit. Seifenwasser oder Weißöl spritzen. Niem.

Gladiolen.  Thripse vertragen keine Feuchtigkeit. Mit Wasserstrahl abspritzen. Blaue Leimtafeln aufstellen. Im Herbst die Knollen einzeln herausnehmen, wenn die Blätter im unteren Bereich noch etwas grün sind. Die Thripse befinden sich dann dort. Blätter und Stiele sofort und direkt über der Knolle abschneiden und zusammen mit der alten, eingeschrumpften Knolle vernichten. Bei starkem Befall gesamte Pflanze vernichten. Spruzittauchbad für Knollen im Herbst. Sie saugen auch im Winterlager weiter, braune Stellen und Schrumpfen sind ein Hinweis dafür. Niemspritzungen. Bei geringen Temperaturen im Winter lagern, dadurch sterben die Thripse ab, z.B. 8 - 10 Wochen bei +5°. - Natürliche Feinde sind Florfliegen und Raubmilben.- Bei Frost sterben sie ab, sie können aber im Komposthaufen überleben.

Gurken. Befallenes abschneiden und vernichten. Blattunterseiten mit Kaltwasserstrahl abspritzen. Schmierseifenbrühe, Knoblauchtee, Spruzit, Niem.

Rosen. Mit Brennesseljauche spritzen. Neudosan.

Kentiapalme. Siehe wie links.

Palme. Siehe wie links.

Zwiebeln. Befallenes wegschneiden

Abwehr: Natürliche Feinde sind Ameisen, Blumenwanzen, Bodenpilze, Florfliegenlarven (auch im Fachhandel), Kurzflügler, Marienkäfer, parasitäre Nematoden, Schwebfliegen, Spinnen, Raubwanze Orius spp. und parasitäre Thripse wie Franklinothrips vespiformis.

Knoblauchtee auf befallene Pflanzen gießen, mehrmals wiederholen. 150 g Knoblauch fein hacken, 24 Stunden in 2 l Wasser einweichen, 2 Teelöffel Paraffin dazugeben. Besprühen mit spez. Schmierseifenbrühe (100 - 300 g Schmierseife, 1/2 l Brennspiritus, 1 Essl. Kalk, 1 Essl. Salz, 10 l Wasser). Blattglanzsprays. Spruzit. Neudosan. Raptol Schädlingsspray. Niemöl. Celaflor Schädlingsfrei Neem. Leimtafeln. Vorsichtshalber erst Verträglichkeit der Spritzungen an einem Trieb ausprobieren. Alle Spritzungen mehrfach wiederholen, auch die Blattunterseiten einsprühen. Während der Blatt-Thrips mit diesen Mitteln bekämpft werden kann, ist das beim Blütenthrips schwieriger, weil die Blüten bei allen Spritzungen geschädigt werden. In diesem Falle sollten Raubmilben (Amblyseius cucumeris) oder Florfliegenlarven vom Fachhandel eingesetzt werden. Durch Zusatz von Ölen werden auch die Eier abgetötet. Lockpflanzen einsetzen wie Ringelblumen und Tagetes. - Außerdem gibt es räuberische Thripse, die die saugenden Thripse, Blatt-und Schildläuse, Spinnmilben und Weiße Fliegen jagen. Andere verzehren Mehltau.

Für das Gewächshaus kommen anfänglich vor allem in Frage Florfliegenlarven, die Raubmilbe Amblyseius cucumeris und die Raubwanze Orius. Bei stärkerem Befall können eingesetzt werden: Celaflor Schädlingsfrei, Niem, Raptol oder Spruzit.

Zimmer- und Kübelpflanzen sind bei warmer, trockener Luft, Prallsonne und bei starkem Temperaturwechsel gefährdet. Deshalb befallene Pflanzen ins Freie setzen oder lauwarm überbrausen und in Folienbeutel packen und zubinden für 2 - 3 Tage. Die Erde gut anfeuchten und den Topf in die Mikrowelle stellen, 4 Min. bei 700 W. Vorbeugende regelmäßige Spritzungen mit ENVIRepel. Blautafeln (Kombi-Gelbtafeln)gegen Blütenthripse, Gelbtafeln gegen Gewächshausthripse.

Begonien, Bohnen, Kamelie, Kentiapalmen, Knollenbegonien, Kohl, Blumenkohl, Ledebourie, Lilien, Orchideen, Palmen, Paprika, Peperoni, Porree, Ritterstern, Tomaten, Usambaraveilchen. Tomaten: Die Broncekrankheit wird ebenfalls von Thripsen verursacht. Auf den Blattoberseiten luftgefüllte, silbrig-helle Flecken, auf der Unterseite schwarze Kotflecken.
Schutzpflanzen der Begonien sind Bohnen, Kamille und Weinraute. Bohnen: Im nächsten Jahr keine Schmetterlingsblütler an dieselbe Stelle pflanzen. Knollenbegonien. Schutzpflanzen sind Bohnenkraut, Weinraute, Ysop. Kohl. Kohl. ENVIRepel. Tomaten. Spritzungen mit ENVIRepel.

Dahlien. Blüten entfalten sich nicht.

Erbsen. Winzige gelbe bis braunschwarze Insekten, die mit ihren Larven an der Blattunterseite leben und an Schoten und Blättern saugen. Schoten sind silbrig-braun gesprenkelt und verkrüppelt, Blätter werden gelb und welken. Starker Befall bei heißem, trockenem Wetter.5 - 8 am meisten gefährdet. Erbsen. Frühe oder späte Aussaat, die Thripse überwintern im Boden und kommen erst Ende Mai wieder ans Tageslicht. Gleichmäßig feucht halten, Fruchtwechsel. Mulchen. Reihen in Windrichtung anlegen. Natürliche Feinde sind Florfliegen, Marienkäfer und Spinnen.

Geweihiris. Bei Zeichen von silbergrauen Streifen oder Punkten ist die Thripsgefahr zu erkennen.

Gladiolen. Kleine silbrig-weiße Flecken durch Luftzutritt auf den Blättern, daneben schwarze Kotflecken. Verkrüppelungen, Vergilbungen. Laub stirbt ab. Knospen öffnen sich nicht oder sind unregelmäßig, trocknen ein, faulen. Die Blüten haben weiße, eingetrocknete Ränder und Spitzen. Besonders rote und rosaweiße Sorten werden stark befallen. Trockene, warme Standorte begünstigen Befall. Die gelblichen Larven fressen an der Oberhaut der Blütenknospen und an den Blättern. Erwachsene Tiere sind dunkel. Oft werden dadurch andere Krankheiten wie Grauschimmel oder Kraut- und Knollenfäule begünstigt. Auich andere benachbarte Pflanzen wie Amaryllis, Calla, Freesien und Nelken werden befallen. Trockene Sommer fördern ihre Verbreitung, das Weibchen legt bis zu 200 Eier, nach 3 Wochen erscheint dann schon die nächste Generation. Gladiolen. Pflanzen vor Trockenheit bewahren. Mulchen. Absterbendes Laub vernichten. Schutzpflanzen sind Bohnenkraut, Weinraute und Ysop. Jährlicher Standortwechsel. Nach Befall im nächsten Frühjahr mehrmals mit Spruzit spritzen.

Goldregen, Gummibaum. Blätter haben kleine silbrige Flecke mit Kot dazwischen.

Gurken. Silberweiße Flecken, die ineinander überlaufen. Blattunterseite schmierig durch das Saugen der Insekten und der Larven. Thripse sind 1-2 mm lang, Farben gelb bis schwarz, Larven sind hell. Mehrere Generationen. Insekten überwintern auf Pflanzenresten.Gurken. Gurken. Jungpflanzen vor dem Setzen mit Heißwasser behandeln. Natürliche Feinde fördern: Marienkäfer, Raubmilben, Raubwanzen, Spinnen, Florfliegen. Schutzpflanzen sind: Ysop, Bohnenkraut, Weinraute. ENVIRepel.

Herbstchrysanthemen, Herbstmargeriten. Im Gewächshaus leben sie von allen Pflanzen, die meisten bevorzugen aber die arteigenen. Sie sind in den letzten Jahren zu einer Hauptplage geworden. Durch ihre Saugtätigkeit entstehen auf den Blattoberseiten mit Luft gefüllte silbrig-helle Flecken. Insekt und Larve leben auf den Blattunterseiten und halten sich fest mit faltbaren blasigen Haftorganen an den Füßen. Die Vollinsekten überwintern auf Pflanzenresten oder im Boden, manchmal auch die Larven. Vermehrung ungeschlechtlich, ihre Eier heften sie an die Pflanzen oder mit Legebohrer direkt in das Gewebe. Bis zu 3 Generationen im Jahr, im Gewächshaus bis zu 12 mit je 60 Eiern pro Weibchen. Trockenes und warmes Wetter fördert sie, auf den Unterseiten sind schwarze Kotflecken. Dort sitzen die Tierchen meistens in Gruppen zusammen in der Nähe der Blattnerven. Die Flecken fließen zusammen. Abfallen der Blätter, Vergilben, Verkrüppelung, Verkümmern, Wachstumshemmungen. Durch den Saugakt werden oft schädliche Viren übertragen. Sie befallen auch Gerbera, Gladiolen, Nelken, Wolfsmilch.

Rosen. Mit Brennesseljauche spritzen. Neudosan.

Waldrebe. Thripse bewirken durch ihre Saugtätigkeit an der Oberseite luftgefüllte silbrig-helle Flecken, an der Unterseite ist ihr Kotverhalten zu erkennen.

Zierspargel. Tritt selten auf, dann aber in Massen. Blattoberseite silbrig gesprenkelt. Knospen verkrüppeln, sind innen verfault. Beim Klopfen springen die Tierchen heraus. Warme Witterung begünstigt. - Es entsteht Bleiglanz (Kot).

Zwiebeln. Thrips tabaci. Blätter von Porree und Zwiebeln zeigen längliche, weiß-silbrige Flecken. Das Gewebe stirbt ab durch das Saugen der Insekten und deren Larven. Zwiebeln. Zwiebeln. Nicht zu trocken halten. Samen beizen. ENVIRepel.

Kentiapalme. Siehe wie links.

Palme. Siehe wie links

 

Wurzelfäule

SchadbildVorbeugungBekämpfung

Wurzelfäule. Verschiedene Pilze (Fusarium, Phytophthora, Pytium, Rhizoctonia u.a.) befallen die Wurzeln von Erdbeeren, Bäumen und Blumen (Kakteen, Löwenmäulchen, Narzissen, Nelken). Die Folgen sind Kümmerwuchs und Welke, Stängelgrund und Wurzeln sind dunkel verfärbt. Stauende Nässe und verdichteter Boden begünstigen die Verbreitung, stickstoffbetonte Düngung begünstigt die Infektion. Der Pilz bleibt über viele Jahre (bis zu 20 bei Erdbeeren) lebensfähig. Deshalb befallene Pflanzen sorgfältig mit Erde ausgraben und vernichten. Kalkstickstoff streuen. Werkzeug und Hände desinfizieren. Aus befallenen Beständen nicht vermehren. Keine Zwiebeln mit Verletzungen pflanzen.

Geweihiris, Götterblumen, Japan- und Tibetorchideen, Lilienzwiebeln, Männertreu können durch den Fusarium-Pilz befallen werden. Auch hier alles Befallene vernichten, mehrere Jahre den Standort wechseln. - Vorbeugend kann Kamillenjauche angewendet werden. Bei leichten Erkrankungen kann evt. eine rosafarbene, wässrige Lösung mit Kaliumpermanganat helfen.

Artischocken. Kümmerwuchs, Welke. Wurzeln sind braun verfärbt.

Blaukissen, Gämswurz, Götterblume. Kümmerwuchs und Welke, Stängelgrund und Wurzeln sind dunkel verfärbt. Stauende Nässe und verdichteter Boden begünstigen die Verbreitung, stickstoffbetonte Düngung begünstigt die Infektion. Der Pilz bleibt über viele Jahre lebensfähig. Deshalb befallene Pflanzen sorgfältig mit Erde ausgraben und vernichten. Werkzeug und Hände desinfizieren. Aus befallenen Beständen nicht vermehren.

Dill. Sie entsteht durch Staunässe oder anhaltende Niederschläge.

Flammendes Käthchen. Kümmerwuchs, Welke. Wurzeln sind braun verfärbt.

Flanellstrauch. Sie kommt rasch vor bei Nässe. Wurzelfäule.

Grünspargel. Ursache versch. Pilze. Pflanzen vergilben und sterben ab.

Kakteen.Wachstum eingestellt, Pflanze kümmert.

Kentiapalme. Absterbendes Laub. Kümmerwuchs und Welke, Stängelgrund und Wurzeln sind dunkel verfärbt. Stauende Nässe und verdichteter Boden begünstigen die Verbreitung, stickstoffbetonte Düngung begünstigt die Infektion.

Kugelamarant. Verschiedene Pilze (Fusarium, Phytophthora, Pytium, Rhizoctonia ua.) befallen die Wurzeln. Die Folgen sind Kümmerwuchs und Welke, Stängelgrund und Wurzeln sind dunkel verfärbt. Stauende Nässe und verdichteter Boden begünstigen die Verbreitung, stickstoffbetonte Düngung begünstigt die Infektion. Der Pilz bleibt über viele Jahre lebensfähig. Deshalb befallene Pflanzen sorgfältig mit Erde ausgraben und vernichten. Kalkstickstoff streuen und einarbeiten. Werkzeug und Hände desinfizieren. Aus befallenen Beständen nicht vermehren.

Lobelien. Kümmerwuchs, Welke. Wurzeln sind braun verfärbt. Die Pflanze (bes. Männertreu) vertrocknet und geht ein.

Löwenmäulchen. Fußkrankheiten werden durch verschiedene Pilzarten verursacht.Viele Pflanzen sind betroffen, z.B. Lilien, Narzissen, Nelken, Veilchen usw.- Infizierte Pflanzen welken und sterben ab. Der Stängelgrund und/oder der Wurzelhals sind dunkel und weich.

Orchideen. Die Wurzeln zeigen bräunliche Flecken, manche sind ausgetrocknet und hohl.

Palme. Absterbendes Laub. Kümmerwuchs und Welke, Stängelgrund und Wurzeln sind dunkel verfärbt. Stauende Nässe und verdichteter Boden begünstigen die Verbreitung, stickstoffbetonte Düngung begünstigt die Infektion.

Schleierkraut. Pilzbefall. Die Folgen sind Kümmerwuchs und Welke, Stängelgrund und Wurzeln sind dunkel verfärbt. Stauende Nässe und verdichteter Boden begünstigen die Verbreitung, stickstoffbetonte Düngung begünstigt die Infektion.

Tigerblume. Kümmerwuchs und Welke, Stängelgrund und Wurzeln sind dunkel verfärbt. Stauende Nässe und verdichteter Boden begünstigen die Verbreitung.

Usambaraveilchen. Pflanze kränkelt sichtbar; wird sie aus dem Topf herausgezogen, sind die verfaulten Wurzeln sichtbar. Wurzelfäule.

Zypressen. Nadeln welken, werden gelb. Pilzkrankheit.

Artischocken. Wurzeln ausgraben und im Keller überwintern.

Blaukissen. Infiziertes vernichten. Kalkstickstoff auf die entsprechende Stelle streuen und einarbeiten.

Gämswurz. Ausgraben und Befallenes abschneiden, wenn nicht möglich, vernichten.

Götterblumen. Herausnehmen, Befallenes entfernen, mit Kohle einpudern und in einem Topf pflanzen, bis geklärt ist, ob die Infektion überwunden ist.

Grünspargel. Vernichten. Anbaupause 10 Jahre.

Kentiapalme. Faule Wurzeln abschneiden, wenn nicht möglich, vernichten wie links.

Löwenmäulchen. Vernichten. Nach Befall mehrere Jahre nicht mit anfälligen Blumen bepflanzen.

Orchideen. Alle faulen und hohlen Wurzeln abschneiden. Anschließend mit Knoblauchtee und Kohlepulver behandeln. Substrat und Topf erneuern.

Palme. Faule Wurzeln abschneiden, wenn nicht möglich, vernichten.

Schleierkraut. Vernichten

Usambaraveilchen. Gießen für einige Tage einstellen, Faules abschneiden und in neue Erde umtopfen.

Yucca. In regenreichen Jahren mit Plastik abdecken. Wenn diese Pflanze kümmert, nachsehen und faule Wurzeln abschneiden. Sind alle verfault, vernichten.

Zypressen. Vernichten.

Artischocken. Boden tiefgründig mit Sand vorbereiten, Staunässe muss unter allen Umständen vermieden werden. Notfalls im Winter mit dachähnlichen Konstruktionen das Regenwasser ableiten. Evt.alljährlich im August aussäen, die Jungpflanzen im Keller hell überwintern und im nächsten Jahr abernten.

Blaukissen. Sie verträgt nicht ständige Nässe. Boden muss locker und durchlässig sein.

Flammendes Käthchen, Kugelamarant. Zurückhaltend gießen

Gämswurz. Boden locker halten.

Götterblume. Nach dem Einziehen Gießen einstellen. Durch Dränage, Sand usw. für guten Wasserabzug sorgen.

Grünspargel. Nur lockeren Boden bepflanzen. Pflanzen nicht verletzen. Nicht stickstoffbetont düngen.

Kentiapalme, Palme. Pflanze im Kübel vor starkem Frost schützen

Löwenmäulchen. Sortenwahl. Nicht stickstoffbetont düngen. Kompostdüngung. Wurzeln nicht verletzen. Samenbeize mit Warmwasser oder Schachtelhalmbrühe. Standort wechseln, jährlich.

Orchideen. Überdüngung und übermäßiges Gießen vermeiden. Nur kalkarmes und zimmerwarmes Wasser verwenden. Während der Ruhezeit Wassermenge vermindern. Keine Staunässe.

Schleierkraut. Für durchlässigen Boden sorgen, evt. Dränage. Ggf. die Sorte Gypsophila pacifica, rosa, 100 cm, versuchen.

Schmucklilie. Ausreichende Drainage und Zusatz von Sand zur Erde, damit die Feuchtigkeit keinen Angriffspunkt bekommt. Im Winter die Wurzeln vor Regen schützen.

Usambaraveilchen. Angemessen gießen, wie beschrieben. Sehr oft wird zu viel gegossen. Nur lockere Erde benutzen.

Yucca. Sie kann entstehen, wenn der Winter regenreich und nicht genügend Kies oder Sand als Dränage vorhanden ist. Gelbe Blätter zeigen die Fäule an.

Zypressen. Windschutz, vor allem bei Neuanpflanzungen.