Tulpen [Tulipa] - Anbau

Tulpen - Lage

Sonnige Lage oder lichter Schatten. 

Tulpen - Boden

Humusreicher, durchlässiger, leicht kalkhaltiger, tiefgründiger Boden, Staunässe vermeiden. Übermäßiges Düngerangebot, vor allem Stickstoff, führt zu Krankheiten. Keinen Mist verwenden. Bei schwerem Boden Dränage unter und neben der Zwiebel vorsehen, z.B. mit Sand, dem evt. etwas Steinmehl beigemischt werden kann, und die Zwiebel etwas schräg setzen.

Tulpen - Aufzucht

Die Erdabdeckung sollte doppelt so hoch sein wie die Zwiebel dick ist, mindestens jedoch 10 cm. Bei sandigem Boden etwas mehr, bei lehmigem Boden etwas weniger. Einige Fachleute raten zu noch größerer Tiefe bis 20 - 25 cm, was Lebensdauer und Blühkraft verbessern soll. Abstand 15 - 20 cm. Staunässe macht krank. Unter Polsterpflanzen fühlen sie sich nicht wohl. Pflanzzeit bis E 10. Blütezeit 3 - 5. Der Zwiebelumfang sollte möglichst etwa 11 - 12 cm sein, die Farbe kastanienbraun.

 

Fast alle Farben sind vertreten ausser blau. Verblühtes und Verwelktes sofort entfernen (Grauschimmelgefahr). Sie bilden viele Nebenzwiebeln, man kann sie herausnehmen und extra großziehen. Im Laufe der Zeit werden die Blüten immer kleiner. Man kann das vermeiden, wenn man sie jeweils im Herbst, sobald die Blätter zu vergilben anfangen, herausnimmt, sie an einem trockenen, schattigen Platz einschlägt, nach vollständigem Verwelken der Blätter im trockenen, kühlen Keller luftig lagert, nach vollständiger Trocknung Blätter und Wurzeln sowie die äußere Schale entfernt, Brutzwiebeln löst und im Herbst an anderer Stelle auspflanzt. Mehr als zwei bis drei Jahre auf demselben Platz sollten sie nicht bleiben. Deckt man sie jeweils im Herbst mit Kompost ab, kann man die Standzeit am selben Ort etwa auf 5 - 6 Jahre verdoppeln. - Die Brutzwiebeln können im Anzuchtbeet weiter herangezogen werden.

Im Freien verbleibende Tulpenzwiebeln brauchen Trockenheit im Sommer, um auszureifen. Sie sollten im Herbst eine Kompostabdeckung erhalten, damit sie genügend Kraft haben zur Ausbildung ihrer Blüten. Gefüllt blühende Tulpen brauchen besonders viel Nährstoffe. Sie sollten zusätzlich etwas Hornspäne und Steinmehl erhalten. Wenn sie in Pflanzkörben in die Erde eingelassen werden, geht das Herausnehmen noch einfacher. In Gruppen auspflanzen, geordnet nach Farben, zusammen mit Bergenie, Hornkraut, Lavendel, Stiefmütterchen, Traubenhyazinthen, Vergissmeinnicht. Zwiebeln mit Faulstellen usw. nicht anpflanzen. Blätter nicht abschneiden, bevor sie verwelkt sind, evt. verdecken mit Alchemilla, Brunnera macrophylla, Hosta, Katzenminze, Staudengeranien. Einige Sorten vertragen es auch, wenn sie im Boden verbleiben. In diesem Falle den Boden anhäufeln, so dass die Zwiebeln nicht mit zuviel Nässe in Berührung kommen. Zuviel Feuchtigkeit im Frühjahr kann bei einigen Arten zum Ausbleiben der Blüten führen. Die Wildtulpen sollten am besten in Steingärten und naturnahen Anlagen stehen.

Tulpen sind vielseitig verwendbar für Balkonkästen, Beete, Steingärten, Treiberei, usw. Sie sind auch völlig winterhart. Bei vorzeitigem Austreiben etwas abdecken mit Reisig oder Laub im Falle von Frosttagen. Keinesfalls Rindenmulch verwenden, saurer Boden wird nicht vertragen. Wildtulpen eignen sich gut zum Verwildern. - Schutz vor Wühlmäusen ist wichtig, siehe dort.

Immer die Blätter an den Pflanzen belassen beim Blumen schneiden. Vor der Pflanzung kann man die Zwiebeln 2 Stdn. in 45°-Wasser legen, um Insekten wie die Tulpenzwiebellaus zu töten.

Tulpen sind eine gute Bienenweide Tulpen können auch ab 2 getrieben werden, siehe unter 'Hyazinthen'.

Weiter: Tulpen - Fruchtfolge